Emma Peel reloaded
Emma Peel reloaded

Crossdressing und selbst Erlebtes... Erdachtes
Antworten
Helga
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 1217
Registriert: Sa 9. Mär 2019, 22:07
Geschlecht: m, Feiertagsfrau
Pronomen: fallabhängig
Wohnort (Name): Norddeutschland
Hat sich bedankt: 79 Mal
Danksagung erhalten: 106 Mal
Kontaktdaten:

Emma Peel reloaded

Post 1 im Thema

Beitrag von Helga »

Bei meiner Shopping- Tour im Herbst durch Oldenburg bin ich auf eine schwarze Kunstlederhose gestoßen, die ich beim Erblicken unbedingt anprobieren, und beim anprobieren unbedingt kaufen musste. Erklären konnte ich mir den Hintergrund dieses Spontankaufs nicht, zumal ich nicht wirklich eine Idee hatte wann und wo ich die Hose tragen sollte. Erst beim Schreiben der Begrüßungszeilen für das Neumitglied Gunnar alias Supergirl fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Emma Peel. Eines der Fernseh- Idole meiner frühesten Kindheit wie Wicky oder Pippi Langstrumpf.
Wie an den darauf folgenden Postings zu erkennen bin ich mit meiner Begeisterung nicht die einzige.
Aber warum Emma Peel? Warum nicht John Steed wie sich das für einen Jungen gehört hätte? Mit seinem spröden Charme, dem aufgesetzt britischen Benehmen und seiner blasierten Art konnte ich nie etwas anfangen. Emma hingegen war so wie es Anfang der 1970er von einem Jungen erwartet wurde: Schlagfertig, ließ sich nichts gefallen, machte jeden Gegner nieder, heulte nicht und war in keinster Weise weibisch. Dabei sah sie sehr weiblich aus und verkörperte aus damaliger Sicht eine "Sexbombe", was ich beim ersten Sehen mit 6 oder 7 Jahren allerdings wohl nicht wahrgenommen habe.
Sie mischte die klassischen Geschlechterrollen ziemlich auf und zeigte mir (oder meinem kindlichen Unterbewusstsein), dass es einen Weg zwischen den klassischen Geschlechterrollen gab. Mensch konnte ein sehr männliches Wesen haben aber dennoch sehr weiblich aussehen. Was mögen die Drehbuchschreiber der 1960er im Sinn gehabt haben als sie diese Figur schufen? Sicherlich nicht die LGBTI Bewegung.

Doch zurück zu Emma. Wie ist es ihr seit 1969 ergangen?

Ihr langjähriger Weggefährte John Steed ist 1985 im Kampf gegen den Superschurken "Zorin" ums Leben gekommen. (007 im Angesicht des Todes).
Emma wurde 1987 von der Queen zur "Dame of the Black Holster" geschlagen. Nie gehört? Kann auch nicht. Dieser Titel ist verdienten Agenten vorbehalten und genauso geheim wie seine Träger. (Wenn jetzt jemand meint dass dieser Titel komisch klingt hat mand sicher recht, aber "Hosenbandorden" klingt noch komischer) Bei dieser Zeremonie sind sich die beiden Damen näher gekommen und nach dem siebten Sherry schwor Emma hoch und heilig nicht in den Ruhestand zu gehen solange Lizzy noch in Amt und Würden sei. Lizzy suchte damals nach Verbündeten gegen eine Frau namens Maggi, die seit einiger Zeit Unruhe in das Königreich brachte. Hierfür erschienen Lizzy Männer ungeeignet. Der zeitlichen Tragweite dieses Schwures dürfte Emma sich damals wohl nicht bewusst gewesen sein.
Obwohl Emma zehnmal den 29., später zehnmal den 39. und schließlich zehnmal den 49. Geburtstag gefeiert hat, ist sie mittlerweile doch 52 geworden. Mit Mühe zwängt sie sich in Konfektionsgröße 42. Die Haarfarbe ist sicherlich nicht mehr ganz echt. Was sonst noch unecht sein könnte darüber schweigen wir uns lieber aus.
3396
In den Jahren um 1989 ist die Welt der Geheimagenten ziemlich ins Wanken geraten als die altbewährten Feindbilder in sich zusammenbrachen. Zeitweise musste sich sich als personal Trainer einiger sportlich unbegabter prominenter Persönlichkeiten durchschlagen. Mit der Jahrtausendwende und der zunehmenden Digitalisierung wuchsen zum Glück neue Superschurken (mwd) heran.

Die schlimmste dieser Schurkinnen degradiert alle Blofelds und Moriartys zu Kindergärtnern: Donatilla Dark, eine Heckerin die einen auf den Menschen übertragbaren Computervirus programmierte. Donatilla fand in ihren Anfängen eine Zeitlang Vergnügen darin sich in dIe PCs weißer alter Männer einzuhacken, um Kontrolle über deren Gefühlswelt zu übernehmen. Zunächst ließ sie ihre Opfer euphorische Freude und höchste Lust empfinden, dann tiefste Depression. Schließlich ließ sie ihre Beute vor dem Bildschirm sterben indem sie einen Herzinfarkt herbeiführte . Dies geschah natürlich erst nachdem der Delinquent per Internetbanking eine höhere Summe auf eines von Donatillas Konten überwiesen hatte. Da die Browser der verstorben Herren Pornoseiten zeigten und sich in den Hosen zähflüssige Indizien fanden, wurden diese Todesfälle stets als natürlich eingestuft. Die einzige die Verdacht schöpfte, dass mit die Todesfällen etwas nicht stimmte, war Emma. Immerhin hatte Donatilla es doch fertig gebracht dem Herzog von Southpickwick zu einem spritzigen Abgang zu verhelfen, obwohl er, wie Emma aus sicherer Geheimdiensrquelle wusste, anlässlich eines Charity- Golfturnieres aufgrund eines ungünstig gewählten Standplatz beim Abschlag des Earl of Eastcumberfield seine Testikel eingebüßt hatte.
Emma war Donatilla dreimal begegnet, zuletzt 2015 auf der Gartenparty der britischen Vertretung in Brüssel, wo Donatilla sich damit brüstete binnen 5 Jahren einen politischen Dilettanten zum Premierminister machen zu wollen. Leider nahm Emma diese Ankündigung damals nicht ernst.
In der Folgezeit brachte Donatilla die britischen Wähler durch weit gestreute Viren dazu einem Volksentscheid zuzustimmen, nach dem die britische Insel in ein gigantisches Hovercraft umgebaut werden sollte um seinen Stammplatz in der Nordsee zu verlassen und sich vor der Küste Kenias anzulagern. Wirtschaftsexperten hatten schnell errechnet, dass sich allein durch den verringerten Verbrauch an Regenschirmen, die zu 99% aus China importiert wurden, jährlich Milliarden würden einsparen lassen. Insgeheim erhofften sich eher rückwärts gewandte Teile der britischen Gesellschaft von kenianischen Festland willige Dienstboten und billige Arbeitskräfte rekrutieren zu können. Die Kosten für den Umbau der Insel zum Wasserfahrzeug sollten durch die Einsparung der Beiträge an die Europäische Union, von der man sich räumlich entfernen würde, erwirtschaftet werden. Leider war dem greisen Oxford- Professor, dem die Aufgabe angetragen wurde die Kosten hierfür zu ermitteln ein Fehler unterlaufen. Durch die Verwendung einer alten britischen Rechenmaschine mit verschlissenen Walzen war das Komma sechs Stellen zuweit nach links gerutscht. Dieser kleine Fauxpas wurde von der Politik geflissentlich übersehen. Lieber träumte man sich in alte Kolonialzeiten zurück, sah sich in Dartmoor Tiger jagen (nach Aussagen führender Zoologen würde er dort nach Verschiebung auf den Äquator ideale Lebensbedingungen finden), den Fünfuhrtee unter Palmen auf der eigenen Terrasse nehmen und "tropical vacation" in Brighton verbringen.
Tropenhelme (leider wieder made in China) wurden der Verkaufsschlager, es wurden leidenschaftliche Debatten darüber geführt ob Elefanten als Reittiere in der Londoner Innenstadt zugelassen werden sollten und ob man Suaheli statt Französisch als Fremdsprache anbieten sollte (Konsens war aber bald dass es Teil der afrikanischen Willkommenskultur sein würde die englische Sprache zu erlernen).
Die Pläne für den "BREXODUS" (Britannia exmigrates on destination upper south) waren recht detailliert ausgearbeitet. Britische Tunnelbohrmaschinen sollten die Insel in einem Raster von einer Viertelmeile untertunneln. Diese Tunnel sollten mit gigantischen Luftschläuchen Fabrikat Avon ausgelegt werden. Bei einem Luftdruck von 16 bar, so der Oxford Professor, würde sich der Ortstein der britischen Insel von Meeresboden lösen. Zusätzlichen Auftrieb sollten Rolls-Royce Triebwerke bringen, die im Quadratraster von einer Meile Luft unter die aufgeschwommene Insel blasen sollten. Für den Vortrieb hatten sich die Ingenieure einen besonderen Kniff überlegt. Die Generatoren der küstennah aufgestellten Onshore- Windkraftanlgen sollten zu Motoren umgepolt und betrieben durch Atomstrom zu gigantischen Antriebspropellern umfunktioniert werden. Von den ersten Kinderkrankheiten (nachdem der erste Prototyp der "Leyland" Tunnelbohrmaschine auf den ersten 100m immer wieder zu Bruch gegangen war, besorgte man das benötigte Ersatzteil dann lieber doch aus Japan hatte) ließ sich niemand entmutigen.
Majestätisch sollte sich die britische Insel um 5m aus der Nordsee erheben und mit einem Tempo von 6 Knoten langsam aber stetig südwärts fahren. Nach der Passage der iberischen Halbinsel wollte Gibraltar seinem "Mutterschiff" über gigantische Lautsprecher von Bowers & Wilkins ein Grußsignal senden, ähnliches hatte Kapstadt vor, jedoch hatten die mit der Kursberechnung beauftragten Marineadmiräle festgestellt, dass die harte Backbord- Wende vor dem Kap der guten Hoffnung nur möglich sein würde wenn sich sämtliche Einwohner der Insel mit allen verfügbaren schweren Fahrzeugen (wie mit bedauern betont wurde auch die skandinavischer und kontinentaleuropäischer Herkunft) weit nach Steuerbord, also nach Westen bewegen würden, wo das Grußsignal kaum noch wahrnehmbar wäre.
Lange Zeit war der Umgang mit Nordirland kontrovers. Hardliner verfolgten lange die Idee die Enklave durch in Reihe gesetzte Vertikalbohrungen von der Republik Irland zu trennen und mit in den Indischen Ozean zu nehmen. Erst als die Admiralität einschritt und für den Fall der Mitnahme eine katastrophale Manövrierbarkeit der "MS Britannia" konstatierte, wurde dieser Plan fallengelassen und Nordirland aufgegeben. Daraufhin begehrte auch Schottland auf und verlangte in der Nordsee zurückgelassen zu werden. Dies ließ die Admiralität jedoch nicht durchgehen, Schottland war für die Fahrstabilität des Schiffes unverzichtbar.

Emma Peel war ein Dokument in die Hände gefallen das belegte, dass Donatilla einen ganz anderen Plan verfolgte. Donatilla wusste, dass die alten britischen Atommeiler spätestens nach halber Strecke überhitzen und ihren Dienst aufgeben würden. Im Zweifel würde sie entsprechend nachhelfen. Ihr Plan bestand darin die dann antriebslose britische Insel durch den Nordäquatorialstrom quer über den Atlantik treiben zu lassen, um sie dann im tiefen Wasser des Golf von Mexiko auf Grund zu setzen. Sie wollte den Großteil der Insel zwischen 5 und 30 m unter die Wasseroberfläche setzen und lediglich die schottischen Higlands als neue Inselgruppe aus dem Wasser ragen lassen. Sie hatte im Vorfeld reichlich Grundbesitz in Schottland erworben und wollte dort Ferienressorts für amerikanische und russische Touristen einrichten. Die versenkte britische Insel sollte zu Paradies für Sportaucher werden. Als besonderes Highlight hatte sich die begeisterte Sporttaucherin den Tauchgang "London at night" ausgedacht, von dem sie bereits Flyer hatte drucken lassen.

Soweit zur Vorgeschichte.

Einer dieser Flyer war Emma zugespielt worden. Sie hatte kurz darüber nachgedacht sich endgültig in ihr Chalet in den französische Seealpen zurückzuziehen, sich dann aber doch auf ihre patriotische Pflicht und den Schwur gegenüber Lizzy besonnen. Donatilla Dark musste das Handwerk gelegt werden.

Eine Adresse auf dem Flyer führte auf das Gelände einer stillgelegten Fabrik in Chesterchurchshire.
3397
Durch eine unverschlossene Tür gelangte Emma auf das verwilderte Fabrikgelände.
3398
Sie ging in eine baufällige Lagerhalle.
3402
Aus dem Obergeschoss hörte Sie Geräusche und stieg vorsichtig eine wackelige Leiter hinauf.
3400
Plötzlich hörte sie eine Tür knallen und einen Motor starten. Sie sprang die Leiter hinunter. Mit zwei gezielten Schüssen durchschlug sie alle vier Reifen (eine Kunst die nur Agenten des britischen Secret Service beherrschen) des alten Bentleys und brachte ihn dadurch zum stehen.
3401
Sie riss die Fahrertür auf und wollte Donatilla stellen. Doch damned! Sie hatte übersehen dass der Wagen ein Linkslenker war. Donatilla konnte für dieses eine Mal entwischen. Aber es würde bald ein nächstes Zusammentreffen geben.

To be continued...
Was bin ich?- Zunächst einmal bin ich ein Mensch!
Meistens bin ich ein Mann.
Wenn mir danach ist bin ich eine Frau.
Ich muss mich nicht festlegen.
ExuserIn-2021-04-19
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 1775
Registriert: Do 17. Okt 2019, 08:24
Geschlecht: Frau
Pronomen: sie
Wohnort (Name): Oldenburg
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 1 Mal
Kontaktdaten:

Re: Emma Peel reloaded

Post 2 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2021-04-19 »

Super spannend (ap)

Ich bin gespannt, wie es weitergeht. :)
It's not Crossdressing, it's just dressing.
Antworten

Zurück zu „(Eigene) Berichte und Geschichten“