Mann mit Östrogen
Mann mit Östrogen

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ExuserIn-2020-07-10
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Mann mit Östrogen

Post 1 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2020-07-10 »

Hi, ich bin ein Mann der Mann sein will und dennoch sich im weiblichen Körper wohl fühlt.

Ich möchte nicht rechtlich und sozial Frau sein. Ich möchte auch nicht sonderlich aufgetakelt rumlaufen, mir reicht einfach nur die Hormone.

Ich glaube nicht das ich Frau sein muss oder Trans sein muss, um das mit meinen Körper zu machen, was ich für richtig halte. Ich identifizierte mich gerne mit Frauen aber ich will vor allem anderen Männern und Jungen zeigen, dass männliche Spektrum ist viel weiter als wir denken.

Also Express yourself und gibt einen Scheiß auf Genderkonventionen.
Lavendellöwin
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Re: Mann mit Östrogen

Post 2 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Toni Smith hat geschrieben: Sa 21. Dez 2019, 18:53 Ich identifizierte mich gerne mit Frauen aber ich will vor allem anderen Männern und Jungen zeigen, dass männliche Spektrum ist viel weiter als wir denken.
Aus meiner Sicht darfst du das gerne..nur zu!
Männer mit dem gewissen weiblichen Touch haben etwas.. (yes)

Alles Liebe Marie (flo)
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
Kathi87
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Re: Mann mit Östrogen

Post 3 im Thema

Beitrag von Kathi87 »

Lieber Toni,

ich verstehe dich richtig, du fühlst dich als Mann, aber fühlst dich wohl in deinem weiblichen Körper?
Mir stellt sich die Frage, welche Hormone du denn nehmen willst? Östrogen hast du und Testosteron führt zu eine Vermännlichung, mehr wie bei den MtF.

Du bist wer du bist und das kannst nur du sagen aber das steht in meinen Augen im wiederspruch....

Liebe Grüße
Kathi
Zuletzt geändert von Kathi87 am So 22. Dez 2019, 05:45, insgesamt 1-mal geändert.
Es ist besser, für das was man ist, gehasst,
Als für das, was man nicht ist, geliebt zu werden.
Engelchen
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Re: Mann mit Östrogen

Post 4 im Thema

Beitrag von Engelchen »

Jeder ist seines Glückes Schmied,
von dem her tu was du nicht lassen kannst und werde damit glücklich.
Lisa
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Josii
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Re: Mann mit Östrogen

Post 5 im Thema

Beitrag von Josii »

Im Schwobaländle saga mir do drzu: Der will von ellem ebbes (pl)
Wir warn geboren um zu leben
für diesen einen Augenblick
....um zu spüren wie wertvoll Leben ist! - Unheilig
Bibi Melina
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Re: Mann mit Östrogen

Post 6 im Thema

Beitrag von Bibi Melina »

Lisa-Weber hat geschrieben: Sa 21. Dez 2019, 19:23 Jeder ist seines Glückes Schmied,
von dem her tu was du nicht lassen kannst und werde damit glücklich.
Lisa
Josii hat geschrieben: Sa 21. Dez 2019, 19:27 Im Schwobaländle saga mir do drzu: Der will von ellem ebbes
oder wie meine oma gerne sagt dem jedem menschen sein himmelreich

mit Hexischen gruss Eure Hexemelina
Glaube an Wunder, Liebe und Glück! Schaue nach vorn und niemals zurück! Tu was du willst, und steh dazu, denn dieses Leben lebst nur du
Sahara65
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Re: Mann mit Östrogen

Post 7 im Thema

Beitrag von Sahara65 »

Toni Smith hat geschrieben: Sa 21. Dez 2019, 18:53 mir reicht einfach nur die Hormone
Alleine die Aussage macht mich schon stutzig.
Statement ?

Lässt du deinen Gedanken einfach freien Lauf oder planst du das so ?
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Re: Mann mit Östrogen

Post 8 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2020-10-20 »

Toni, ich denke auch du solltest das etwas besser planen.

Nur mal eben so zur Apotheke, eine Packung Hormone holen und alles wird gut.

Selbst wenn du das ohne Psychologen usw durchziehen willst, solltest du auf jeden Fall einen Endokrinologen aufsuchen,
sonst geht das gewaltig schief.

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Re: Mann mit Östrogen

Post 9 im Thema

Beitrag von lilijana »

Toni Smith hat geschrieben: Sa 21. Dez 2019, 18:53 aber ich will vor allem anderen Männern und Jungen zeigen, dass männliche Spektrum ist viel weiter als wir denken.
Da komme ich etwas ins grübeln. Ich hoffe doch nicht, das dies deine primäre intention ist. Ist es das was du für dich willst?
Manche Menschen brauchen lange, bis sie geboren wurden.
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Re: Mann mit Östrogen

Post 10 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Also ich kann das gut nachvollziehen. Meine persönliche Verortung ist anders, aber die Reibungspunkte mit dem, was die meisten Menschen für "normal" halten in Bezug auf Körper, Gender, etc. sind die gleichen.

Ich denke, unsere Sprache ist zu eng. Und Sprache formt denken. Es fällt schwer, zu denken, was - noch - kein Wort hat. Nur wenige schaffen den Sprung, für ein Konzept, das auch andere haben, neue Wörter zu finden. Und die anderen, die ebenso ringen, hören die neuen Wörter und plötzlich ergibt alles Sinn und passt zusammen.

"Mann" und "Frau" sind Wörter für unfassbar komplex verknüpfte Konzepte. In der Alltagssprache vermengen sie Körper, Ausdruck/Aufmachung, Verhaltensformen, Ansichten, Vorlieben und vieles andere mehr. Bei jeder Verwendung wird im Kopf der ganze Komplex aktiviert. Und immer wird danach gefragt und werden wir taxiert, eingeschätzt, zugeordnet und dafür benotet, wie wir in anderer Menschen Ansichten zu diesen Komplexen passen. Auf eine gewisse Weise ist der Konformtiätsdruck heute stärker als früher. Theoretisch haben wir alle Freiheiten. Kein Gesetz hält uns zurück, uns zu kleiden, aufzutreten - oder unsere Körper zu ändern (Resourcen vorausgesetzt). Aber nicht mehr unerkannt, scheinbar eindeutig und damit sich unsichtbar machen könnend rumzulaufen hat einen Preis. Blicke, Sprüche, Nachteile bei der Berücksichtigung.

Es erfordert leider immer noch Mut, aus der Masse herauszustechen und sich nicht wieder "tarnen" zu können.

Dein Beitrag oben, Toni, ist der erste von Dir, der mir konsistent erscheint, weil ich meinen Weg auch erst gefunden habe, nachdem ich die Komplexe mal entwirrt habe. Mein Konzept von "Genderverse" hat viele Koordinatenachsen. "Mann" / "Frau" ist keine Linie, sondern besteht - mindestens - aus dem, was ich oben aufgezählt habe: Körper, Aufmachung, Selbstverständnis (ich mag "Identität" nicht. Meine Identität ist mehr als mein Geschlechtsverständnis).

Alle diese Koordinaten sind theoretisch unabhängig voneinander. Auch der Körper. Die Mittel sind etwas begrenzt auf diesem rückständigen Planeten, aber klar kann eine Person Hormone der eigenen Wahl nehmen. Auch wechseln. Es gibt Vorbilder. Es ist nicht einfach und ich empfehle medizinische Begleitung, um Risiken zu managen, aber es ist viel mehr möglich, als der Standard-Trans-Waschzettel vorsieht.

Ich war zuerst versucht, Dich als Mit-Enby zu vereinnahmen. Aber das wäre falsch. Für mich war die Selbstbezeichnung "Enby" eine Befreiung vom zugewiesenen "Mann" - bzw den dadurch immer wieder in meinem Kopf aktivierten Konzepten. Aber auch von "Frau" und den daran hängenden Erwartungen. Wenn die Selbstbezeichnung "Mann" in Dir eine positive Resonanz erzeugt, dann ist genau das richtig. Egal mit welchen körperlichen Features, egal mit welcher Aufmachung.

Also. Ich freue mich, dass Du wohl einen Durchbruch geschafft hat. Es wird von hier aus nicht einfacher. Du brauchst den Mut, herauszustechen. Du brauchst die Schläue, den medizinischen Werkzeugkasten für Dich zu nutzen. Und Du wirst wohl noch mehr über Sprache, Begriffe und Zusammenhänge nachdenken müssen, um Dich den Menschen da draussen - und auch hier drinnen ;) - zu erklären, die immer noch meinen, dass ein einzelnes Wort ausreicht, um einen ganzen Menschen zu beschreiben.
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