Identität: Nicht so wichtig nehmen / Pete Burns
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Katta
Identität: Nicht so wichtig nehmen / Pete Burns
Hi.
Ich wollte einen Gedanken loswerden, den ich die letzten Wochen hier häufiger hatte. Das große Thema Identitätsgefühl.
Wer nur auf Teilzeit-Crossdresser macht (wie ich), hat damit ganz sicher weniger Probleme, als diejenigen unter euch, die sich im falschen Körper geboren fühlen. Wer eine Transition macht, hat einen Leidensdruck, den ich (beispielsweise) nicht kenne.
Ich dachte die letzten Wochen immer an eine Aussage vom (2016 verstorbenen) Pete Burns, als dieser nach seiner sexuellen Orientierung und Identitätserleben gefragt wurde. Leider kann ich das nicht ganz richtig zitieren, weil ich die Quelle dazu nicht mehr finde. Also ist das nur aus meiner Erinnerung.
Er sagte ungefähr: "Ich bin Pete. Fertig." Dann fügte er noch an: "Ob schwul oder bi, ob ich mich als Mann fühle oder Frau... das zählt für mich alles nicht. Ich bin Pete. Und das ist alles."
Ich hab mich letztens häufiger an diese Aussage erinnert, weil ich so ziemlich die gleiche Einstellung habe. (Ohne die gleiche Orientierung zu haben.) Vielleicht kann der eine oder die andere das hier mitnehmen. Als Anregung, der Identitätsdefinition (Mann vs. Frau) nicht so viel Gewicht zu geben und, an der einen oder anderen Stelle, einfach zu sagen/denken: "Ich bin ich. Und fertig."
Es ist ja gerade das gesellschaftlichen Konzept vom binären Geschlechter-Dasein und Abweichen davon, das häufig schwer unglücklich macht. Damit möchte ich aber auf keinen Fall Transgendern, denen das super wichtig ist, diesen Weg zu gehen, absprechen, dass euch dieses Identitätserleben und -gefühl, mit allem was dazugehört (Busen bis Schwanz ab), wichtig ist fürs Glücklichwerden.
Ich denke, mein Gedanke war einfach: Haltet die (einfach gestrickte) Gesellschaft raus aus eurem Kopf, wenn deren Fragen denn krank machen. "Bist du ein Mann oder eine Frau???" - "Ich bin ich! ... Und wenn dir das nicht reicht und du mich hier anprangern willst: Get the fuck out of my house!"
Schönes Wochenende,
Katta
Ich wollte einen Gedanken loswerden, den ich die letzten Wochen hier häufiger hatte. Das große Thema Identitätsgefühl.
Wer nur auf Teilzeit-Crossdresser macht (wie ich), hat damit ganz sicher weniger Probleme, als diejenigen unter euch, die sich im falschen Körper geboren fühlen. Wer eine Transition macht, hat einen Leidensdruck, den ich (beispielsweise) nicht kenne.
Ich dachte die letzten Wochen immer an eine Aussage vom (2016 verstorbenen) Pete Burns, als dieser nach seiner sexuellen Orientierung und Identitätserleben gefragt wurde. Leider kann ich das nicht ganz richtig zitieren, weil ich die Quelle dazu nicht mehr finde. Also ist das nur aus meiner Erinnerung.
Er sagte ungefähr: "Ich bin Pete. Fertig." Dann fügte er noch an: "Ob schwul oder bi, ob ich mich als Mann fühle oder Frau... das zählt für mich alles nicht. Ich bin Pete. Und das ist alles."
Ich hab mich letztens häufiger an diese Aussage erinnert, weil ich so ziemlich die gleiche Einstellung habe. (Ohne die gleiche Orientierung zu haben.) Vielleicht kann der eine oder die andere das hier mitnehmen. Als Anregung, der Identitätsdefinition (Mann vs. Frau) nicht so viel Gewicht zu geben und, an der einen oder anderen Stelle, einfach zu sagen/denken: "Ich bin ich. Und fertig."
Es ist ja gerade das gesellschaftlichen Konzept vom binären Geschlechter-Dasein und Abweichen davon, das häufig schwer unglücklich macht. Damit möchte ich aber auf keinen Fall Transgendern, denen das super wichtig ist, diesen Weg zu gehen, absprechen, dass euch dieses Identitätserleben und -gefühl, mit allem was dazugehört (Busen bis Schwanz ab), wichtig ist fürs Glücklichwerden.
Ich denke, mein Gedanke war einfach: Haltet die (einfach gestrickte) Gesellschaft raus aus eurem Kopf, wenn deren Fragen denn krank machen. "Bist du ein Mann oder eine Frau???" - "Ich bin ich! ... Und wenn dir das nicht reicht und du mich hier anprangern willst: Get the fuck out of my house!"
Schönes Wochenende,
Katta
Zuletzt geändert von Katta am Fr 20. Sep 2019, 02:36, insgesamt 1-mal geändert.
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Anja
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Re: Identität: Nicht so wichtig nehmen / Pete Burns
Moinsen
Denn es geht ja gerade den meisten hier darum, herauszufinden wer sie sind, also eine passende "Schublade" zu finden.
Das gilt ja nicht unbedingt nur für Transgender. Ich hab mich über die Jahre immer wieder hinterfragt und hab mich zwischendurch in mehren Schubladen neu verortet.
Diese Sehnsucht, herauszufinden, wo man hingehört, kann man bestimmt nicht so einfach übergehen. Oder es ist leicht gesagt - wenn man es für sich selbst herausgefunden hat.
Wenn die Definition des eigenen Geschlechts so leicht zu egalisieren wäre, würde ich mich dann fragen, was wir hier eigentlich machen?
Die Identität ist doch das was einen ausmacht. Wie sollte man das nicht wichtig nehmen, gerade wenn man am (ver)zweifeln ist?
Grüße
die Anja
Natürlich wäre das am Einfachsten. Ist es in der Ralität meistens nicht.Katta hat geschrieben: Do 19. Sep 2019, 15:44 Als Anregung, der Identitätsdefinition (Mann vs. Frau) nicht so viel Gewicht zu geben und, an der einen oder anderen Stelle, einfach zu sagen/denken: "Ich bin ich. Und fertig."
Denn es geht ja gerade den meisten hier darum, herauszufinden wer sie sind, also eine passende "Schublade" zu finden.
Das gilt ja nicht unbedingt nur für Transgender. Ich hab mich über die Jahre immer wieder hinterfragt und hab mich zwischendurch in mehren Schubladen neu verortet.
Diese Sehnsucht, herauszufinden, wo man hingehört, kann man bestimmt nicht so einfach übergehen. Oder es ist leicht gesagt - wenn man es für sich selbst herausgefunden hat.
Wenn die Definition des eigenen Geschlechts so leicht zu egalisieren wäre, würde ich mich dann fragen, was wir hier eigentlich machen?
Die Identität ist doch das was einen ausmacht. Wie sollte man das nicht wichtig nehmen, gerade wenn man am (ver)zweifeln ist?
Grüße
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Fällt der Apfel weit vom Stamm, kommt wenigstens mal Sonne dran!
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Nicole Fritz
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Re: Identität: Nicht so wichtig nehmen / Pete Burns
Hallo Katta,
um sich von einer binären Geschlechts-Identität vollständig zu verabschieden muss man wohl entweder ein sehr großes Selbstwertgefühl besitzen oder so ähnlich wie ich mit der Gesellschaft komplett abgeschlossen haben. Und dann gelingt es oft immer noch nicht ganz, wie man sicher bei mir sehen kann. Auch wenn für mich HT und GaOP eine Kapitulation gegenüber den Zwängen der Gesellschaft bedeuten, ist mein Outfit in der Öffentlichkeit doch ziemlich eindeutig weiblich. Den Leidensdruck im falschen Körper zu stecken kenne ich wie auch Du nicht. Aber die Rolle als Mann habe ich zu Ende gespielt.
Und mit dem Missgendern und einer genderneutalen Anrede gehe ich inzwischen relativ locker um: Nicole oder Klaus, er oder sie, xier oder _/*?, ist doch letztlich irgendwie egal.
LG Nicole
.. Und hier noch ein funktionierender Aufruf des Videos (nur PGNiXGX2nLU ist einzufügen):
um sich von einer binären Geschlechts-Identität vollständig zu verabschieden muss man wohl entweder ein sehr großes Selbstwertgefühl besitzen oder so ähnlich wie ich mit der Gesellschaft komplett abgeschlossen haben. Und dann gelingt es oft immer noch nicht ganz, wie man sicher bei mir sehen kann. Auch wenn für mich HT und GaOP eine Kapitulation gegenüber den Zwängen der Gesellschaft bedeuten, ist mein Outfit in der Öffentlichkeit doch ziemlich eindeutig weiblich. Den Leidensdruck im falschen Körper zu stecken kenne ich wie auch Du nicht. Aber die Rolle als Mann habe ich zu Ende gespielt.
Und mit dem Missgendern und einer genderneutalen Anrede gehe ich inzwischen relativ locker um: Nicole oder Klaus, er oder sie, xier oder _/*?, ist doch letztlich irgendwie egal.
LG Nicole
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Marielle
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Re: Identität: Nicht so wichtig nehmen / Pete Burns
Guten Abend zusammen,
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Habt es gut
Marielle
Ein grundvernünftige Haltung, finde ich. Warum sollte man anderen Menschen, über die man nichts weiss und die nichts über eine_n wissen, die Macht geben, eine_n selbst zu definieren? Warum sollte man ihnen die Macht geben, 'falsche' Pronomen zu benutzen? Warum sollte man es ihnen möglich machen, Deadnaming zu begehen? Das ist absurd."Ich bin Pete. Und das ist alles."
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Habt es gut
Marielle
As we go marching, marching, we bring the greater days
For the rising of the women, means the rising of the race
No more the drudge and idler ten that toil where one reposes
But the sharing of life's glories, Bread and Roses, Bread and Roses.
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Jasmine
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Re: Identität: Nicht so wichtig nehmen / Pete Burns
Ich sehe es wie Anja, mein Leben (meine wahre Identität) das ich jetzt führe hat soviel bei mir bewirkt. Ich lebe mein wahres "ICH", ich bin Jasmine.Anja hat geschrieben: Do 19. Sep 2019, 16:10 ..........
Die Identität ist doch das was einen ausmacht. Wie sollte man das nicht wichtig nehmen, gerade wenn man am (ver)zweifeln ist?
Liebe Grüße Jasmine
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Re: Identität: Nicht so wichtig nehmen / Pete Burns
Moin,
...ich bin das, was ich bin und nicht das, was andere in mir zu sehen glauben - Wahlspruch für mein jetziges Leben seit meinem Outing Teilen der Welt gegenüber - nicht allen.
Meine persönlichen Freiräume nutzend lebe ich mein Leben so, wie ich mich fühle 24/7 als Ulrike mit kleinen Einschränkungen, was Röcke betrifft, nicht immer 100%-tig gleich sichtbar, beim genaueren Hinsehen dann doch sichtbar, Rundungen etc...meine Identität eben.
Was andere darüber denken und meinen, nehme ich nicht wichtig, es stört mich nicht, wenn sie über mich tuscheln oder ihnen irgend etwas nicht gefällt an mir. Ich fühle mich gut, so wie ich es habe du wie ich bin; alles geht nicht immer im Leben.
Ein gutes Selbstgefühl und Rückrat meine ich zu haben und das hilft mir nahezu alle Situationen im Alltag zu bestehen oder zu meistern; immer ruhig bleiben dabei, kann auch weiter helfen, also viele Faktoren und eigene innere Zufriedenheit lassen es mich möglich machen, mich zurück zu halten und alles nicht so wichtig zu nehmen.
Grüße, Ulrike-Marisa
...ich bin das, was ich bin und nicht das, was andere in mir zu sehen glauben - Wahlspruch für mein jetziges Leben seit meinem Outing Teilen der Welt gegenüber - nicht allen.
Meine persönlichen Freiräume nutzend lebe ich mein Leben so, wie ich mich fühle 24/7 als Ulrike mit kleinen Einschränkungen, was Röcke betrifft, nicht immer 100%-tig gleich sichtbar, beim genaueren Hinsehen dann doch sichtbar, Rundungen etc...meine Identität eben.
Was andere darüber denken und meinen, nehme ich nicht wichtig, es stört mich nicht, wenn sie über mich tuscheln oder ihnen irgend etwas nicht gefällt an mir. Ich fühle mich gut, so wie ich es habe du wie ich bin; alles geht nicht immer im Leben.
Ein gutes Selbstgefühl und Rückrat meine ich zu haben und das hilft mir nahezu alle Situationen im Alltag zu bestehen oder zu meistern; immer ruhig bleiben dabei, kann auch weiter helfen, also viele Faktoren und eigene innere Zufriedenheit lassen es mich möglich machen, mich zurück zu halten und alles nicht so wichtig zu nehmen.
Grüße, Ulrike-Marisa
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ExuserIn-2019-12-18
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Re: Identität: Nicht so wichtig nehmen / Pete Burns
Das Thema lockt mich aus meiner Höhle ....
Hallo,
Identitäten nicht so wichtig nehmen? Ja und Nein!
Es gibt DIE Identität nicht. Identität unterliegt einem stetigen Wandel und ist gleichzeitig unser festes Fundament im Leben. Vielleicht ist es bildlich mit einer Düne vergleichbar. Diese ändert sich permanent und trotzdem ist sie als solche immer erkennbar. Auch wir formen uns ständig und je nach Situationen.
Bei inneren Kampf um unsere Identität (ich meine jetzt Transpersonen) verfallen wir jedoch fast zwangsläufig dem Glauben, dass unsere Identität auf der anderen Geschlechterseite liegt. Also von Mann zu Frau oder von Frau zu Mann. Unser Streben ist es daher von einer Seite auf die andere zu kommen. Nur, dass dies so gar nicht geht (meine persönliche Meinung). Etwas wird immer übrig bleiben. Es was von unserer alten Identität. Und so sehr wir es auch ignorieren oder abstreiten .... es ist da und für viele, die ich getroffen habe, war es der Grund unglücklich zu sein.
Im Transprozess geht es darum seine eigene Identität zu finden. Und da diese nicht auf der einen Seite liegt und auf der anderen Seite nie ganz gefunden werden kann, stellt sich die Frage, wo "wir" eigentlich hingehören.
Die Antwort: ins Zentrum! in die Mitte! Wir sind das Bindeglied zwischen Mann und Frau. Wir haben unsere eigene Identität und unser eigenes Geschlecht! Der eine mehr auf der männlichen Seite, die andere mehr auf der weiblichen Seite und wieder andere dazwischen als eher androgyn oder non-binär.
Natürlich sollte man das Thema Geschlecht nicht zu wichtig nehmen, aber seine Identität? Ich denke dies ist etwas, dass wir tagtäglich einfordern sollten. Denn Identität gibt uns unseren Raum in der Gesellschaft und ist Orientierung, wo wir hingehören.
Und meine Identität zeigt mir, dass wir gerade erst anfangen unseren gesellschaftlichen Stand einzufordern! Solange wir im TSG nur Menschen von A) nach B) transportieren und nicht zulassen, dass es auch die Menschen gibt, die dazwischen leben möchten und auch Ihnen z.B. medizinische Behandlung oder gesetzliche Anerkennung zusteht, solange erkennen wir die Vielfalt nicht an und verbieten quasi Menschen ihre Identität in der Gesellschaft zu finden und zu leben.
Identität nicht do wichtig nehmen? Vielleicht dann, wenn es eines Tages nicht mehr Thema ist, sich gesellschaftlich outen zu müssen. Wenn man ganz normal ist und Menschen eben einfach nur Menschen sind.
Liebe Grüße
Vanessa
Hallo,
Identitäten nicht so wichtig nehmen? Ja und Nein!
Es gibt DIE Identität nicht. Identität unterliegt einem stetigen Wandel und ist gleichzeitig unser festes Fundament im Leben. Vielleicht ist es bildlich mit einer Düne vergleichbar. Diese ändert sich permanent und trotzdem ist sie als solche immer erkennbar. Auch wir formen uns ständig und je nach Situationen.
Bei inneren Kampf um unsere Identität (ich meine jetzt Transpersonen) verfallen wir jedoch fast zwangsläufig dem Glauben, dass unsere Identität auf der anderen Geschlechterseite liegt. Also von Mann zu Frau oder von Frau zu Mann. Unser Streben ist es daher von einer Seite auf die andere zu kommen. Nur, dass dies so gar nicht geht (meine persönliche Meinung). Etwas wird immer übrig bleiben. Es was von unserer alten Identität. Und so sehr wir es auch ignorieren oder abstreiten .... es ist da und für viele, die ich getroffen habe, war es der Grund unglücklich zu sein.
Im Transprozess geht es darum seine eigene Identität zu finden. Und da diese nicht auf der einen Seite liegt und auf der anderen Seite nie ganz gefunden werden kann, stellt sich die Frage, wo "wir" eigentlich hingehören.
Die Antwort: ins Zentrum! in die Mitte! Wir sind das Bindeglied zwischen Mann und Frau. Wir haben unsere eigene Identität und unser eigenes Geschlecht! Der eine mehr auf der männlichen Seite, die andere mehr auf der weiblichen Seite und wieder andere dazwischen als eher androgyn oder non-binär.
Natürlich sollte man das Thema Geschlecht nicht zu wichtig nehmen, aber seine Identität? Ich denke dies ist etwas, dass wir tagtäglich einfordern sollten. Denn Identität gibt uns unseren Raum in der Gesellschaft und ist Orientierung, wo wir hingehören.
Und meine Identität zeigt mir, dass wir gerade erst anfangen unseren gesellschaftlichen Stand einzufordern! Solange wir im TSG nur Menschen von A) nach B) transportieren und nicht zulassen, dass es auch die Menschen gibt, die dazwischen leben möchten und auch Ihnen z.B. medizinische Behandlung oder gesetzliche Anerkennung zusteht, solange erkennen wir die Vielfalt nicht an und verbieten quasi Menschen ihre Identität in der Gesellschaft zu finden und zu leben.
Identität nicht do wichtig nehmen? Vielleicht dann, wenn es eines Tages nicht mehr Thema ist, sich gesellschaftlich outen zu müssen. Wenn man ganz normal ist und Menschen eben einfach nur Menschen sind.
Liebe Grüße
Vanessa
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Re: Identität: Nicht so wichtig nehmen / Pete Burns
Ich kommentiere ausnahmsweise mal nicht mit viel Worten..und danke Cèline für das Bild...
Alles Liebe Marie
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Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
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Re: Identität: Nicht so wichtig nehmen / Pete Burns
Danke, Vanessa, das hast du sehr gut gesagt.VanessaL hat geschrieben: Fr 20. Sep 2019, 09:09 Die Antwort: ins Zentrum! in die Mitte! Wir sind das Bindeglied zwischen Mann und Frau. Wir haben unsere eigene Identität und unser eigenes Geschlecht! Der eine mehr auf der männlichen Seite, die andere mehr auf der weiblichen Seite und wieder andere dazwischen als eher androgyn oder non-binär.
Es passt zwar nicht in unsere binäre Bürokratie, aber trotzdem ist es gelebte Realität.
Sei vorsichtig mit deinen Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen.
Natürlich ist das wahr, es steht doch im Internet!
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Re: Identität: Nicht so wichtig nehmen / Pete Burns
Damit sprichst Du mir aus der Seele. Ich habe meine Rolle als Mann zu Ende gespielt und weiß, dass ich nie wirklich eine Frau sein kann. Da hilft mir das TSG jetzt überhaupt nicht. Was mir einzig hilft, ist dass ich sowieso bereits komplett neben der Gesellschaft stehe und hier nichts mehr zu verlieren habe. Also lebe ich jetzt meine persönliche Anarchie als Enby ungehindert aus. So kann ich endlich einfach nur das sein, was ich wirklich bin.VanessaL hat geschrieben: Fr 20. Sep 2019, 09:09 Solange wir im TSG nur Menschen von A) nach B) transportieren und nicht zulassen, dass es auch die Menschen gibt, die dazwischen leben möchten und auch Ihnen z.B. medizinische Behandlung oder gesetzliche Anerkennung zusteht, solange erkennen wir die Vielfalt nicht an und verbieten quasi Menschen ihre Identität in der Gesellschaft zu finden und zu leben.
Bei der Bundeswehr hieß es einmal: Ich bin kein Mensch, ich bin kein Tier, ich bin ein Panzergrenadier.
Bei mir heißt es jetzt: Ich bin kein Mann und keine Frau, was bin ich? - Weiß ich nicht genau.
LG Nicole
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Re: Identität: Nicht so wichtig nehmen / Pete Burns
Moinsen
Wie meinst du das, du kannst keine Frau sein? Man ist ja schließlich was man ist.
Das kann man sich ja nicht aussuchen...
Grüße
die Anja
Worauf bezieht sich deine Aussage? Die Geschlechtsidentität kann - unabhängig vom Körper - schon wirklich eine Frau sein.Nicole Doll hat geschrieben: Di 24. Sep 2019, 14:18 und weiß, dass ich nie wirklich eine Frau sein kann.
Wie meinst du das, du kannst keine Frau sein? Man ist ja schließlich was man ist.
Das kann man sich ja nicht aussuchen...
Grüße
die Anja
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Re: Identität: Nicht so wichtig nehmen / Pete Burns
Moin Anja,Anja hat geschrieben: Di 24. Sep 2019, 14:25 Die Geschlechtsidentität kann - unabhängig vom Körper - schon wirklich eine Frau sein.
zunächst einmal kann ein männlich geborener Körper nur äußerlich an den einer Frau angeglichen werden.
Wenn aber, unabhängig davon, das Geschlecht nur im Kopf existiert, gibt es da nicht nur Mann oder Frau, sondern einen fließenden Übergang zwischen diesen beiden Identitäten. Ich habe mich nie wirklich als Frau (im falschen Körper) gesehen. Aus meiner männlich-heterosexuellen Neigung heraus habe ich so etwas wie Liebe zu mir selbst entwickelt, wenn ich mich ein gutes Stück als Frau fühlen kann. Auch wenn Du das jetzt nicht nachvollziehen kannst: ich kann das mit der Frau im falschen Körper nicht nachfühlen. Ich kann nur akzeptieren, dass es so etwas gibt.
Den ganzen Weg einer Transition zu gehen bedeutet für mich ein Kapitulieren gegenüber den binären Zwängen der Gesellschaft - wie bereits in meiner Rolle als Mann. Es erscheint mir wie ein Pendeln von einem Extrem ins andere.
LG Nicole
Zuletzt geändert von Nicole Fritz am Di 24. Sep 2019, 14:58, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Identität: Nicht so wichtig nehmen / Pete Burns
Moinsen

Das es bei dir nicht so ist, ist mir schon klar. Lese ja nicht erst seit heute hier mit.
Wie gesagt, ich fand deine Ausdrucksweise nur etwas unglücklich.
Das klingt so, als wärst du gern eine Frau, aber kannst es nicht. Verwirrend.
Auch wenn ich nicht als Frau geboren wurde, so ist meine Identität aber trotzdem weiblich.
Grüße
die Anja
Richtig. Bestreite ich auch garnicht. Aber der Thread bezieht sich ja auf die Identität. Also wie man sich im Kopf empfindet. Und dahingehend fand ich die Aussage befremdlich.Nicole Doll hat geschrieben: Di 24. Sep 2019, 14:47 zunächst einmal kann ein männlich geborener Körper nur äußerlich an den einer Frau angeglichen werden.
Unabhängig vom Köprer, kann ich trotzdem eine Frau seinNicole Doll hat geschrieben: Di 24. Sep 2019, 14:18 und weiß, dass ich nie wirklich eine Frau sein kann.
Das es bei dir nicht so ist, ist mir schon klar. Lese ja nicht erst seit heute hier mit.
Wie gesagt, ich fand deine Ausdrucksweise nur etwas unglücklich.
Das klingt so, als wärst du gern eine Frau, aber kannst es nicht. Verwirrend.
Auch wenn ich nicht als Frau geboren wurde, so ist meine Identität aber trotzdem weiblich.
Grüße
die Anja
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Re: Identität: Nicht so wichtig nehmen / Pete Burns
Wozu auch?Nicole Doll hat geschrieben: Di 24. Sep 2019, 14:47 Den ganzen Weg einer Transition zu gehen bedeutet für mich ein Kapitulieren gegenüber den binären Zwängen der Gesellschaft - wie bereits in meiner Rolle als Mann. Es erscheint mir wie ein Pendeln von einem Extrem ins andere.
Die Gesellschaft wird immer irgendwas an dir auszusetzen haben, du kannst es nie allen recht machen.
Also bleib so, wie du bist, denn das entspricht dir am meisten.
Ich find dich jedenfalls genau so richtig, wie du gerade bist.
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Re: Identität: Nicht so wichtig nehmen / Pete Burns
Nochmal moin Anja,
wenn ich irgendwo im Laden ein schönes Kleid sehe, in dem ich unmöglich aussehen würde, wäre ich manchmal schon gerne eine (echte? richtige?) Frau - so wie ganz viele (Bio-)Frauen da gerne eine andere Figur hätten. Aber nur für ein Kleid den Körper verändern?
Mir ist wichtig, einen Weg aus dem sinnlos gewordenen Leben als Mann (oder dummes Muttersöhnchen) gefunden zu haben. Und den mache ich mir jetzt nicht schwer, indem ich irgendwie versuche eine Frau zu werden. Ein gutes Stück bin ich sicher eine, aber eben doch nicht ganz.
LG Nicole
wenn ich irgendwo im Laden ein schönes Kleid sehe, in dem ich unmöglich aussehen würde, wäre ich manchmal schon gerne eine (echte? richtige?) Frau - so wie ganz viele (Bio-)Frauen da gerne eine andere Figur hätten. Aber nur für ein Kleid den Körper verändern?
Mir ist wichtig, einen Weg aus dem sinnlos gewordenen Leben als Mann (oder dummes Muttersöhnchen) gefunden zu haben. Und den mache ich mir jetzt nicht schwer, indem ich irgendwie versuche eine Frau zu werden. Ein gutes Stück bin ich sicher eine, aber eben doch nicht ganz.
LG Nicole