Zurück in das alte Leben
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Lebensplanung, Standorte
Marcella-Carmen
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Zurück in das alte Leben

Post 1 im Thema

Beitrag von Marcella-Carmen »

Hallo Zusammen,

so langsam macht sich bei mir ein Gefühl zwischen Panik, Magengrummeln und völliger Verzweifelung breit. Nach 2 Wochen "artgerechter Haltung", mit vielen guten Gesprächen und daraus folgenden Einsichten und Änderungsvorhaben, besonders innerlich (ich werde nicht mehr den Mann spielen, der ich nicht bin), werde ich ab morgen in mein altes Leben zurückkehren. Das macht mir grosse Angst, weil ich in den letzen Tagen mich besser kennengelernt habe, besser weiss was ich will und ich keine Ahnung habe wie ich das mit meinem alten Leben zusammen bringen kann.

Wie geht oder seit Ihr mit solchen Momenten umgegangen?

Liebe Grüsse

Marcella
Zuletzt geändert von Marcella-Carmen am Fr 6. Sep 2019, 21:46, insgesamt 1-mal geändert.
Sei wie Du bist, so bist Du am besten.
Engelchen
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Re: Zurück in das alte Leben

Post 2 im Thema

Beitrag von Engelchen »

Marcella-Carmen hat geschrieben: Fr 6. Sep 2019, 12:21 Wie geht oder seit Ihr mit solchen Momenten umgegangen?

Liebe Grüsse

Marcella
Ich bin da so ziemlich das schlechteste Beispiel für.
Ich musste sehr tief in den Leidensdruck hinein bevor sich etwas bewegte.
Ich wünsche dir ein deutlich leichteres "Coming-Out" und denke hier werden dir ein paar Mädls besser helfen können als ich.
Aber du wirst ohne Therapie nicht weiterkommen auf deinem Weg.
Also hol dir so schnell es geht professionelle Hilfe ins Boot.

Liebe Grüße Lisa
Liebe geben und offen sein für Neues
Anja
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Re: Zurück in das alte Leben

Post 3 im Thema

Beitrag von Anja »

Moinsen (moin)

die Rückverwandlung war, gerade nach längeren Phasen als Frau, bei mir immer mit einer Menge Traurigkeit verbunden.
Ich hatte mit 1-2 Tagen (also Wochenenden) angefangen und wollte dann mal testen, ob es wir irgendwann mal "genug" ist. So bin ich dann mit meiner Frau zusammen als Frau in Urlaub gefahren. Aber auch nach einer Woche hatte ich beim Verwandeln wieder diese Traurigkeit. Dann folgte ein Jahr später dann ein gemeinsamer Frauenurlaub über 2 Wochen. Aber hier auch wieder das selbe, ich war wieder traurig, das es vorbei war. Und der Aufwand war damals sehr viel größer als heute. Wenn ich allein an das Abdecken vom Bartschatten denke...

Naja, ich erkannte dann auch bald, das ich nie genug haben werde, weil das mein richtiges Leben ist (he)

Grüße
die Anja
Fällt der Apfel weit vom Stamm, kommt wenigstens mal Sonne dran!
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Re: Zurück in das alte Leben

Post 4 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Warum stellt man jemanden dar, der man nicht ist ?

Die Zeit nach einem Urlaub "en femme" ist für mich insofern schwierig als ich immer wieder merke, dass ich gar nicht so genau weiß, wer ich bin. Es gibt für mich auf beiden Seiten der Medaille ein Leben, dass sich zeitweise "richtig" anfühlt. Erklären kann ich es mir nicht. Bin ich en femme, will ich es, aber alles dreht sich nur darum. Es ist mir ständig bewusst und das finde ich anstrengend. Nicht en femme zu sein bedeutet für mich, dass ich nicht darüber nachdenken und es wahrnehmen (muss). Das macht mich frei für andere Dinge, die ich als produktiv empfinde.

En-femme-sein ist kein Selbstzweck, fühlt sich aber manchmal so an. Es bremst mich für andere Dinge aus. Nicht en femme sein bedeutet so eine Art Geschlechtslosigkeit, was ein wenig mit Identitätsverlust einhergeht. Es fehlt dieser Aspekt. Als Mann handeln fällt mir schwer, weil ich mich nicht so sehe bzw. gesehen werden will.

Das bedeutet für die "Rückkehr", dass ich mich in gewissen Umfang erleichert fühle, aber auch ein wenig schwermütig bin. Beide "Zustände" sind für mich gut, aber aus völlig unterschiedlichen Perspektiven. Ich gehe mehr und mehr dazu über, das beste aus beiden Seiten zu leben und zuzulassen. Aber das macht mir die Wechsel einfacher.
Viele Grüße
Vicky

Respekt ist nicht teilbar.
Alex_andra
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Re: Zurück in das alte Leben

Post 5 im Thema

Beitrag von Alex_andra »

Hallo Marcella,

ich versuche für mich einen anderen Weg zu finden als einmal so und dann wieder so zu sein und möchte deshalb vermeiden, dass es große Unterschiede zwischen meinem männlichen und meinem weiblichen Auftreten gibt. Ich versuche ich seit einem Jahr mein Äußeres immer femininer bzw. androgyner werden zu lassen, das hilft ein wenig. D. h., dass ich immer rasiert bin, mir die Haar wachsen lasse, mich immer ein wenig schminke u. ä..
Ich habe bis jetzt nicht so sehr den Druck verspürt, dass ich unbedingt ganz eindeutig weiblich konnotierte Kleidung tragen möchte. Ich wollte immer in meiner Gesamterscheinung feminin wirken. Das alte Ideal, eben auch in Jeans und Shirt als Frau gelesen werden zu können.
Das funktioniert zwar nur bedingt, hilft mir aber im Alltag ein wenig. Dadurch ist der Spagat, den mein Leben von mir abverlangt, nicht mehr ganz so anstrengend. Die Pole rücken näher zusammen.

Aber ganz ehrlich, je mehr Weiblichkeit ich in meinem Leben zulasse, desto mehr möchte ich auch und das in immer kürzeren Abständen.

Ich denke es kann helfen sich einigen Menschen aus dem privaten Umfeld so anzuvertrauen, dass du dich mit ihnen zusammen auch dann fraulicher, androgy oder eben nicht maskulin fühlst, wenn du nicht in eindeutig weiblichem Äußeren auftrittst.
Mir hilft so etwas immer gewaltig meine normalen Alltag auf die Reihe zu bringen, verbunden mit er Tatsache, dass ich mir sicher bin, dass meine Selbstwahrnehmung, meine mir innewohnende geschlechtliche Identität nur bedingt von meiner äußeren Form abhängt. Aber wie geschrieben funktioniert diese Strategie nicht so, dass sie nachhaltig als Lösung angesehen werden kann. Es ist nur ein Schritt in die hoffentlich richtige Richtung.

Ich versuche mich parallel in immer weiteren Kreisen zu outen und unabhängig von meinem alltäglichen sozialen Umfeld weitere Erfahrungen zu machen. So hoffe ich mit der Zeit herausfinden zu können wie ich weiter leben möchte oder kann.

Damit führt mich mein Weg zurück eben nicht in mein altes Leben.

Hilfe von anderen Menschen, die ähnliche Erfahrungen machen oder gemacht habe ist aber überlebenswichtig.
Suche Rat bei Transberatungsstellen ( z. B.http://www.transsexuelle-und-angehoerig ... pic=3174.0) und in einer Therapie, glaube mich aber zu erinnern, dass du so etwas schon machst.

So, viel geschrieben, aber ganz ehrlich ringe ich eben auch immer noch mit mir und es vergeht kaum freie Zeit, in der ich nicht darüber nachdenke, wie es wäre, wenn alle wüssten, dass ich transindet bin und ich dann vollkommen anders leben könnte oder würde. Ich merke, dass bei mir in absehbarer Zeit eine Entscheidung ansteht, habe aber noch ein paar Dinge vorher zu klären. Um mir die Entscheidung zu erleichtern versuche ich gerade so viel Alltagserfahrung wie möglich zu machen und ein weibliche Form für mich zu finden, die mir entspricht. Ich nenne es immer ein starkes inneres Bild zu schaffen.

Lg
Jasmin_35
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Re: Zurück in das alte Leben

Post 6 im Thema

Beitrag von Jasmin_35 »

Ich hab mal folgendes gesagt, zu dem Thema "zurückkehren ins "alte" Leben": Als ich mir den Nagellack abgewischt hab, hat sich das angefühlt, als würde ich ein Teil meiner persönlichkeit wegwischen. Das war aber auch gleichzeitig der Punkt, an dem ich einen geistigen Schlussstrich gezogen hab und gewusst hab, das ich endlich was unternehmen muss, zumal das Umziehen zur Frau schließlich immer aufwendiger wurde und es immer schwieriger wurde jeden Rest dann zu entfernen und es immer schlimmer wurde und ich mehr und mehr gedacht hab: was tu ich hier eigentlich (also bei der rückkehr in die alte rolle)
Liebe Grüße Jasmin
AnjaT
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Re: Zurück in das alte Leben

Post 7 im Thema

Beitrag von AnjaT »

Hier lese ich gerade so viele Dinge die mich im Moment auch sehr beschäftigen. Gerade jetzt, Freitag Nachmittag, beginnt wieder die Verwandlung und meine Gedanken sind irgendwie schon beim Sonntag Abend. Ich freue mich auf mehr Weiblichkeit und habe Angst vor Montag, wenn ich wieder männlich funktionieren muss . Dieser ständige Wechsel fällt mir immer schwerer, ich weiß noch nicht wo das hinführt.
Aber was sage ich euch da, das kennt ihr wohl alle.

Liebe Grüße eure Anja
Leben Sie es, ohne sich weh zu tun - Zitat aus dem Blog von Svenja aus Kiel -
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Re: Zurück in das alte Leben

Post 8 im Thema

Beitrag von Céline »

Ganz schwierig,
Für mich war die Rückkehr zu "Ihm" schon immer schwierig aber je näher mein Outing rückte desto schlimmer wurde es und ich stand nur noch weinend vor dem Spiegel und war zutiefst verzweifelt.Ich wollte es nie wahrhaben aber das war einfach nötig bis ich mir wirklich sicher war und mein Outing nach langer Zeit durch war. Obwohl ich da kein gutes Beispiel bin da mein komplettes Coming Out ca. 1,5 Jahre dauerte.
Liebe Grüße
Céline
"Sprache und Worte können mich nicht verletzten...nur der Mensch und seine Absicht dahinter"
C.B.
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Re: Zurück in das alte Leben

Post 9 im Thema

Beitrag von Anke »

Hallo Marcella,

bei mir ist es zwar schon recht lange her, dass ich zurück kehren musste. Doch ich erinnere mich recht gut daran.

Mir ist es immer schwerer gefallen und mich hat das zusehends durcheinander gemacht. Ich habe das zum Anlass genommen über mich und meinen weiteren Weg nachzudenken. Das hat zwar etwas gedauert, aber dann war alles ganz klar.

Ein wirkliches "Damit Umgehen" gab es bei mir im Grunde nicht. Ich habe mich die ganze Zeit danach gesehnt wieder das für mich richtige Leben zu leben. Da ich das große Glück habe, dass mich meine Partnerin von Anfang unterstützt hat, habe ich sehr viel mit ihr darüber gesprochen. Das hat zwar die Situation nicht leichter gemacht, aber mir geholfen Klarheit über mich selbst zu bekommen.

Liebe Grüße

Anke
Sentio ergo sum. - Ich fühle, also bin ich.

Les femmes sont fortes quand elles sont feminines. (Coco Chanel)

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Re: Zurück in das alte Leben

Post 10 im Thema

Beitrag von Aria »

Mina_35 hat geschrieben: Fr 6. Sep 2019, 14:52 Ich hab mal folgendes gesagt, zu dem Thema "zurückkehren ins "alte" Leben": Als ich mir den Nagellack abgewischt hab, hat sich das angefühlt, als würde ich ein Teil meiner persönlichkeit wegwischen. Das war aber auch gleichzeitig der Punkt, an dem ich einen geistigen Schlussstrich gezogen hab und gewusst hab, das ich endlich was unternehmen muss, zumal das Umziehen zur Frau schließlich immer aufwendiger wurde und es immer schwieriger wurde jeden Rest dann zu entfernen und es immer schlimmer wurde und ich mehr und mehr gedacht hab: was tu ich hier eigentlich (also bei der rückkehr in die alte rolle)
Diesen Beitrag kann ich 1:1 für mich so übernehmen! Ich hätte heulen können, als ich alles weibliche ablegte und wieder zurückkehrte, in die männliche Rolle.
Nagellack abwischen war aber echt so eine Sache. Komischerweise, fiel mir das viel scherer als die Klamotten abzulegen. Das hatte schon was von Identität wegwischen,
da gebe ich dir vollkommen recht. Letztlich war es die Summe aller Wecheslprozeduren, die mich haben mehr und mehr zweifeln lassen, was ich da tue und ob ich so bis zum
Ende aller Tage weitermachen möchte. Das war dann auch der Zeitpunkt, wo ich zu mir sagte, dass ich mir nun endlich Hilfe holen und ergründen muss, was mit mir los ist.
¡no lamento nada!
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Re: Zurück in das alte Leben

Post 11 im Thema

Beitrag von Inga »

Hallo, Marcella,

du sprichst einen Moment an, über den ich selber bisher gar nicht bewusst reflektiert habe: Wie fühle ich mich, wenn die "en femme"-Zeit zu ende geht und der Kerl wieder meine Erscheinung dominiert.

Komme ich nach einem schönen enfemme-Tag nach Hause, zöger ich Ausziehen, Anehmen der Haare und Abschminken hinaus, bevor ich endgültig ins Bett gehe. Die Kleider vom Tage hänge ich meist noch auf Bügeln an die Schlafzimmertür zum Auslüften und Angucken, wenn ich am Morgen danach aufwache.

Am nächsten Tag stehen oft andere Aktivitäten an. Ich treffe oft mit Leuten, die ich gerne treffe, die aber nicht von meiner weiblichen Seite wissen. Mit einem Funken Trotz trage ich Kleidung, die weitgehend aus der Damenabteilung kommt. Oft kommen mir Gedanken, was sie wohl denken und wie sie wohl handeln würden, wenn ich jetzt en femme da wäre. Ob sie dann auch noch so tolerant wären, wie sie gerne reden?

Ich möchte meine Stimmung als Mischung au schwermütigen Hinauszögern, Traurigkeit, Trotz und Verdrängen beschreiben, die mich immer wieder etwas vereinnahmt - undnach er nächsten Gelegenheit träumen lässt, en femme unterwegs zu sein.

Liebe Grüße
Inga
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Re: Zurück in das alte Leben

Post 12 im Thema

Beitrag von Inga »

Aria hat geschrieben: Fr 6. Sep 2019, 20:07 ... Letztlich war es die Summe aller Wecheslprozeduren, die mich haben mehr und mehr zweifeln lassen, was ich da tue und ob ich so bis zum
Ende aller Tage weitermachen möchte. Das war dann auch der Zeitpunkt, wo ich zu mir sagte, dass ich mir nun endlich Hilfe holen und ergründen muss, was mit mir los ist ....
Hallo, Aria,

bei mir ist es letztendlich der Wunsch, für mich als Personenstand "divers" anerkannt zu bekommen und offen mit meinen männlichen wie auch weiblichen Seiten sichtbar leben zu können.

Liebe Grüße
Inga
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Re: Zurück in das alte Leben

Post 13 im Thema

Beitrag von Viktoria-TV »

Hallo,

Die Rückverwandlung fällt mir mal mehr, mal weniger schwer. Je nachdem wie der Tag enfemme war und je nachdem, ob der nächste enfemme Termin schon bekannt ist und wieviel Zeit bis dahin vergehen muss. Als ich vor zwei Wochen in Köln war, war ich froh zuhause zu sein und mich abschminken zu können. Der Tag war anstrengend gewesen und ich hatte mir Blasen gelaufen.
Als ich vorgestern nach Hause gekommen bin, war alles ganz anders. Da war diese Traurigkeit da. Ich war den ganzen Tag enfemme unterwegs, aber irgendwie hatte ich trotzdem noch nicht genug und keine Lust jetzt ins männliche Leben zurückzukehren. Der Tag war übrigens super, da werde ich noch separat drüber berichten. Allerdings weiß ich noch nicht wenn der nächste enfemme Tag sein wird. Vielleicht hängt die Traurigkeit bei mir auch mit den Faktoren "Folgetermin" und "Wohlfühlstatus enfemme" zusammen?

LG
Viktoria
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Re: Zurück in das alte Leben

Post 14 im Thema

Beitrag von Helga »

Hallo Allerseits,
natürlich fällt es immer schwer die Frau "abzulegen", aber wie immer im Leben: Think positive. Nicht morgentlich zwei Stunden im Bad verbringen, nicht ständig in den Spiegel schauen ob Perücke und Makeup noch sitzen, das Bier oder den Wein mit Genuss trinken können ohne die Angst den Lippenstift zu verschmerzen, bei plötzlich einsetzenden Regen nicht panisch in das nächste Kaufhaus flüchten müssen etc. Auch das Mann- sein hat praktische Vorteile.
Lieber Revue passieren: Was kann ich das nächste Mal besser machen, wo möchte ich das nächste Mal hin, etc. Die Bilder griffbereit auf dem Handy abspeichern und sich einfach auf den irgendwann kommenden Ausflug freuen.
Liebe Grüße
Helga
Was bin ich?- Zunächst einmal bin ich ein Mensch!
Meistens bin ich ein Mann.
Wenn mir danach ist bin ich eine Frau.
Ich muss mich nicht festlegen.
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Re: Zurück in das alte Leben

Post 15 im Thema

Beitrag von Nicole Fritz »

Hallo Marcella,

ich denke jetzt einmal, es wird Dir sehr schwer fallen und Dich extrem traurig machen. Ich muss da an das Frühjahr 2017 zurück denken. Es ist also noch nicht lange her. Allerdings gab es da bei mir niemanden mehr, für den ich die Rolle als Mann noch spielte. Von allen meinen Freunden, Bekannten und Verwandten hatte ich mich distanziert und meine Mutter war verstorben.

Es war nur so, dass ich mich nur als Frau aus dem Haus traute, wenn ich perfekt gestylt war. - Oder sagen wir mal besser, es war das, was ich dafür ansah - heftig geschminkt, lange Perücke, hohe Schuhe, kurzer Rock. Und da waren die alt vertrauten Männerklamotten eben die schnelle Lösung um nach draußen zu kommen. Ich fühlte mich aber immer unwohler damit, je öfter ich en femme unterwegs war. Also schaffte ich den Mann-Modus nach einem halben Jahr ab.

Inzwischen ziehe ich einfach das an, was mir gefällt - fast immer Rock oder Kleid - und gehe dann oft ungeschminkt raus - letztlich erst noch nach dem Besuch im Freibad in einem knappen Kleid ohne Strümpfe und mit wirren Haaren in einen Supermarkt zum Einkaufen. So ähnlich wie hier sah es aus. Es darf ruhig jeder sehen, dass ich mich als nicht-binär definiere.

Wenn ich aber daran denke in den Mann-Modus zurück zu kehren, verfalle ich in Depressionen und brauche Alkohol. Ich will es einfach nicht mehr - und muss es ja auch nicht.

Liebe Grüße
Nicole
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