in letzter Zeit denke ich gerne mal öfter darüber nach, warum ich als trans* denn so deutlich meine Dysphorie
herausstellen muss.
Darf ich nicht auch mal euphorisch sein? Will ich das nicht auch mal sein?
Sicher es gibt Tage, da ist meine körperliche Dysphorie stark und anderen eher partiell, aber an manchen
Tagen freue ich mich einfach nur über den Weg bisher und was sich entwickelt hat.
Nein, nicht nur körperlich sondern auch im Geist.
Sooo und dann kommt jemand um die Ecke, der/die mir sagt als Trans Person hast du doch zu leiden, geht
doch gar nicht anders. Und dann sage ich "Nein, es geht mir heute super". Oh mein Gott, sehr verdächtig.
Sie kann ja gar nicht trans* sein mit so einer Aussage..."er will nur eine Frau sein"...grrrrr
Hmm jedenfalls ist es nicht gut eine Dauerdysphorie ausstrahlen zu müssen um weiterhin den Status einer
Trans Frau zu behalten. Was ich bin, ist eine Frau, die sich auch mal ihres Lebens freuen darf..
jawohl und zwar grinsend bis über beide Ohren!
Kann etwas was im Grunde total schön ist, nämlich "mir geht es gut" eine Lose-Lose Situation sein?
Das ist doch eigentlich völlig krank-findet ihr nicht?
Also...ich habe für mich beschlossen, ich darf glücklich sein, mich nicht in eine traurige Form pressen zu lassen
und trotzdem Teile meines Körpers abzulehnen. Und im Grunde wissen wir alle, das das auch genauso möglich ist.
Alles Liebe Marie