Vorstellungsgespräch als CD?
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Dani_77
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Vorstellungsgespräch als CD?
Hallo ihr Lieben,
mir ist kürzlich aufgefallen, dass immer mehr Stellen im öffentlichen Dienst geschlechtslos oder mit einem entsprechenden Kürzel versehen sind.
Da ich bei meinem aktuellen Arbeitgeber im öffentlichen Dienst ausschließlich Damenkleidung trage, stelle ich mir gerade die Frage, ob ich bei einem Wechsel im Vorstellungsgespräch gleich auch so auftauchen soll?
Hat da hier schon mal jemand Erfahrung mit gemacht ?
mir ist kürzlich aufgefallen, dass immer mehr Stellen im öffentlichen Dienst geschlechtslos oder mit einem entsprechenden Kürzel versehen sind.
Da ich bei meinem aktuellen Arbeitgeber im öffentlichen Dienst ausschließlich Damenkleidung trage, stelle ich mir gerade die Frage, ob ich bei einem Wechsel im Vorstellungsgespräch gleich auch so auftauchen soll?
Hat da hier schon mal jemand Erfahrung mit gemacht ?
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Andrea aus Sachsen
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Re: Vorstellungsgespräch als CD?
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Hallo Dani,
ich denke, es kommt vor allem auf dein gesamtes Erscheinungsbild an. Damenkleidung kann auf verschiedene Art und Weise sowie aus verschiedenen Motivationen heraus getragen werden:
"¢ unauffällig, eher geschlechtsneutral wirkend
"¢ erkennbar als Mann mit eindeutiger Frauenkleidung
"¢ für ein eher androgynes (geschlechtsneutrales) Erscheinungsbild
"¢ komplett als Frau zurecht gemacht
"¢ als Drag Queen (übertriebene Zurschaustellung der Weiblichkeit)
Genauso kann es bedeutsam sein, inwiefern du auf dein Erscheinungsbild bereits in der Bewerbung hinweist. Beim Vorstellungsgespräch solltest du deinen künftigen Arbeitgeber nicht mit allzu ausgefallenen Outfits schocken, aber andererseits auch authentisch auftreten, so wie du dich wohlfühlst.
Stellenausschreibungen werden geschlechtsneutral (mit oder ohne Kürzel) vorgenommen, um gesetzliche Vorgaben zu erfüllen. Das hat nicht zwingend etwas mit der Einstellung des Arbeitgebers zu geschlechtlichen Besonderheiten zu tun.
Da ich zum Zeitpunkt meiner Bewerbung bereits zu 100% als Frau lebte, hatte ich mich als solche auch beworben (komplette "weibliche" Unterlagen), obwohl bei mir noch keine amtliche Namens- und Personenstandsänderung vorgenommen wurde. Beim Vorstellungsgespräch war ich dann natürlich auch komplett als Frau gekleidet.
Hallo Dani,
ich denke, es kommt vor allem auf dein gesamtes Erscheinungsbild an. Damenkleidung kann auf verschiedene Art und Weise sowie aus verschiedenen Motivationen heraus getragen werden:
"¢ unauffällig, eher geschlechtsneutral wirkend
"¢ erkennbar als Mann mit eindeutiger Frauenkleidung
"¢ für ein eher androgynes (geschlechtsneutrales) Erscheinungsbild
"¢ komplett als Frau zurecht gemacht
"¢ als Drag Queen (übertriebene Zurschaustellung der Weiblichkeit)
Genauso kann es bedeutsam sein, inwiefern du auf dein Erscheinungsbild bereits in der Bewerbung hinweist. Beim Vorstellungsgespräch solltest du deinen künftigen Arbeitgeber nicht mit allzu ausgefallenen Outfits schocken, aber andererseits auch authentisch auftreten, so wie du dich wohlfühlst.
Stellenausschreibungen werden geschlechtsneutral (mit oder ohne Kürzel) vorgenommen, um gesetzliche Vorgaben zu erfüllen. Das hat nicht zwingend etwas mit der Einstellung des Arbeitgebers zu geschlechtlichen Besonderheiten zu tun.
Da ich zum Zeitpunkt meiner Bewerbung bereits zu 100% als Frau lebte, hatte ich mich als solche auch beworben (komplette "weibliche" Unterlagen), obwohl bei mir noch keine amtliche Namens- und Personenstandsänderung vorgenommen wurde. Beim Vorstellungsgespräch war ich dann natürlich auch komplett als Frau gekleidet.
Viele Grüße
Andrea aus Sachsen
Andrea aus Sachsen
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Michelle_Engelhardt
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Re: Vorstellungsgespräch als CD?
Erfahrungen habe ich nicht gemacht, aufgrund der Tatsache das ich nicht CD bin.
Ich denke, es wäre keine schlechte Idee, Deinen Kleidungsstil bereits im Bewerbungsschreiben anzusprechen. Wenn Du dann zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wirst, hat der potenzielle Arbeitgeber zumindest eine Vorstellung davon, was ihn erwartet.
Einfach so in Damenbekleidung aufkreuzen würde ich nur, wenn ich eh kein großes Interesse an dem Job hätte (aufgrund von Vermittlung oder so). Ich bin mir fast sicher, das die meisten Arbeitgeber sich dann für jemand anderes entscheiden würden, selbst bei gleicher oder vielleicht sogar besserer Qualifikation.
Viel Erfolg
Michelle
Ich denke, es wäre keine schlechte Idee, Deinen Kleidungsstil bereits im Bewerbungsschreiben anzusprechen. Wenn Du dann zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wirst, hat der potenzielle Arbeitgeber zumindest eine Vorstellung davon, was ihn erwartet.
Einfach so in Damenbekleidung aufkreuzen würde ich nur, wenn ich eh kein großes Interesse an dem Job hätte (aufgrund von Vermittlung oder so). Ich bin mir fast sicher, das die meisten Arbeitgeber sich dann für jemand anderes entscheiden würden, selbst bei gleicher oder vielleicht sogar besserer Qualifikation.
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Weihnachtsmarkt ist das Wacken für Büroangestellte!
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Michi
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Re: Vorstellungsgespräch als CD?
Hallo zusammen,
rein theoretisch würde ich Andrea und Michelle zustimmen, bereits im Bewerbungsschreiben anzukündigen, dass du gewissermaßen als Mann in Frauenkleidern auftrittst und auch so zur Arbeit erscheinen wirst.
Allerdings hätte das wohl den selben Effekt, wie wenn eine Frau in die Bewerbung hinein schreibt, dass sie gerade schwanger ist. Der künftige Arbeitgeber würde dich wohl sofort aussortieren und wohl immer "Gründe" finden, warum er sich für einen anderen Bewerber entschieden hat.
Eine Variante, die ich mir noch vorstellen könnte, da du wohl an dem neuen Job sehr interessiert bist:
Du besorgst dir einen Ergänzungsausweis vom DGTI mit einem neutralen oder weiblichen Namen, und bewirbst dich mit diesem Namen als Frau. Zum Vorstellungsgespräch, dann in androgyner oder dezent weiblicher Kleidung gehen, um die Gegenüber nicht zu verschrecken. Bei Nachfragen oder direkt mit offenen Karten spielend könntest du den Ergänzungsausweis rüber schieben und ein paar erklärende Worte dazu.
Soweit mein Vorschlag. Aber falls es noch bessere Ideen gibt, dann gerne her damit.
Liebe Grüße
Michi
PS: Ich habe selbst schon ein paar Mal den Gedanken durchgespielt, je nach meinem aktuellen Gefühlsstatus wechselnd in männlicher oder weiblicher Kleidung zur Arbeit zu gehen.
rein theoretisch würde ich Andrea und Michelle zustimmen, bereits im Bewerbungsschreiben anzukündigen, dass du gewissermaßen als Mann in Frauenkleidern auftrittst und auch so zur Arbeit erscheinen wirst.
Allerdings hätte das wohl den selben Effekt, wie wenn eine Frau in die Bewerbung hinein schreibt, dass sie gerade schwanger ist. Der künftige Arbeitgeber würde dich wohl sofort aussortieren und wohl immer "Gründe" finden, warum er sich für einen anderen Bewerber entschieden hat.
Eine Variante, die ich mir noch vorstellen könnte, da du wohl an dem neuen Job sehr interessiert bist:
Du besorgst dir einen Ergänzungsausweis vom DGTI mit einem neutralen oder weiblichen Namen, und bewirbst dich mit diesem Namen als Frau. Zum Vorstellungsgespräch, dann in androgyner oder dezent weiblicher Kleidung gehen, um die Gegenüber nicht zu verschrecken. Bei Nachfragen oder direkt mit offenen Karten spielend könntest du den Ergänzungsausweis rüber schieben und ein paar erklärende Worte dazu.
Soweit mein Vorschlag. Aber falls es noch bessere Ideen gibt, dann gerne her damit.
Liebe Grüße
Michi
PS: Ich habe selbst schon ein paar Mal den Gedanken durchgespielt, je nach meinem aktuellen Gefühlsstatus wechselnd in männlicher oder weiblicher Kleidung zur Arbeit zu gehen.
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
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Vincent
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Re: Vorstellungsgespräch als CD?
Hallo Dani,
als Erstes stelle Dir mal die Frage, ob es eine Option für dich ist, im neuen Job brav in Männerkleidung zu erscheinen?
Immer?
Wenn nein, dann sollte dein Gegenüber auch sehen, was er erhält. Er wird es dann hinnehmen und akzeptieren, oder nach den Beweggründen und deinen weiteren Plänen bzgl. Kleidung und anderem fragen, oder es für sich ablehnen.
Ich finde es immer am besten vor einen Einstellung auf beiden Seiten mit offenen Karten zu spielen, ein Jobverlust ist unangenehmer, als eine Nichteinstellung aus einem bestehenden Arbeitsverhältnis heraus.
Erfolglose Neueinstellungen sind teuer für einen Arbeitgeber.
Im Vorfeld würde ich nichts ankündigen, das Bewerbungsfoto vielleicht androgyn halten.
Ich mache selbst immer wieder die Erfahrung, dass Menschen die Phantasie durchgeht, wenn sie hören ich würde z.B. Kleider tragen.
Genauso regelmäßig erhalte ich als Feedback, dass es gut und gar nicht so schräg aussehen würde. Wer eine Dragqueen oder <-> erwartet, ist eher geneigt, nicht zu einem Vorstellungsgespräch einzuladen, wenn der Job nicht genau das erfordert.
Ist Frauenkleidung nur eine nachrangige, nette Option, der Job aber für dich wichtig , würde ich ganz bieder kommen, und im Laufe der Zeit, wenn Du angestellt bist, vorsichtig sondieren, was geht und was nicht.
Selbst habe ich schon ein Vorstellungsgespräch im Kleid geführt, allerdings nicht als Bewerber, sondern Arbeitgeber. Ich habe mich dafür entscheiden, weil ich wissen wollte wie mein evtl. neuer Mitarbeiter mit mir und meinen Eigenheiten zurecht kommt, ob er sich traut nachzufragen und vor allem, weil es mir auch nichts bringt, wenn er geschockt, gleich beim nächsten guten Angebot weg ist.
Verbiegen werde ich mich, in meinem Betrieb , nicht.
VG
Vincent
als Erstes stelle Dir mal die Frage, ob es eine Option für dich ist, im neuen Job brav in Männerkleidung zu erscheinen?
Immer?
Wenn nein, dann sollte dein Gegenüber auch sehen, was er erhält. Er wird es dann hinnehmen und akzeptieren, oder nach den Beweggründen und deinen weiteren Plänen bzgl. Kleidung und anderem fragen, oder es für sich ablehnen.
Ich finde es immer am besten vor einen Einstellung auf beiden Seiten mit offenen Karten zu spielen, ein Jobverlust ist unangenehmer, als eine Nichteinstellung aus einem bestehenden Arbeitsverhältnis heraus.
Erfolglose Neueinstellungen sind teuer für einen Arbeitgeber.
Im Vorfeld würde ich nichts ankündigen, das Bewerbungsfoto vielleicht androgyn halten.
Ich mache selbst immer wieder die Erfahrung, dass Menschen die Phantasie durchgeht, wenn sie hören ich würde z.B. Kleider tragen.
Genauso regelmäßig erhalte ich als Feedback, dass es gut und gar nicht so schräg aussehen würde. Wer eine Dragqueen oder <-> erwartet, ist eher geneigt, nicht zu einem Vorstellungsgespräch einzuladen, wenn der Job nicht genau das erfordert.
Ist Frauenkleidung nur eine nachrangige, nette Option, der Job aber für dich wichtig , würde ich ganz bieder kommen, und im Laufe der Zeit, wenn Du angestellt bist, vorsichtig sondieren, was geht und was nicht.
Selbst habe ich schon ein Vorstellungsgespräch im Kleid geführt, allerdings nicht als Bewerber, sondern Arbeitgeber. Ich habe mich dafür entscheiden, weil ich wissen wollte wie mein evtl. neuer Mitarbeiter mit mir und meinen Eigenheiten zurecht kommt, ob er sich traut nachzufragen und vor allem, weil es mir auch nichts bringt, wenn er geschockt, gleich beim nächsten guten Angebot weg ist.
Verbiegen werde ich mich, in meinem Betrieb , nicht.
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LG
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ExUserIn-2026-04-08
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Re: Vorstellungsgespräch als CD?
Ich würde auch darauf verzichten, es im Bewerbungsschreiben anzukündigen. Aber bei einer Einladung zur Vorstellung kann man es im Vorfeld ansprechen. Damit hast Du die Einladung, aber Du überrumpelst nicht den Arbeitgeber.
Ich arbeite in einer Behörde, in der qualifizierte AN recht schwer zu bekommen sind. So etwas erhöht die Chancen. Grundsätzlich hängt es am Vorgesetzen und seiner Einschätzung über das Verhalten seines Teams, ob er Dich nimmt oder nicht. Bei uns wäre das sicher kein Problem oder Einschränkung. Das Team ist locker und der Chef akzeptiert Leute in ihren Eigenheiten. Beim Abteilungsleiter ist das eine andere Nummer. Da wäre ich mir nicht sicher.
Auf der anderen Seite kannst Du auch auf die Probezeit hinweisen, in der sowohl AG wie AN zeigen müssen, wie gut sie zusammen passen.
Ich könnte mir aber auch vorstellen, dass es Chefs gibt, bei denen das gar nicht geht. Aber hier bist Du evtl. ja auch nicht an der richtigen Adresse.
Ein mögliches Problem kann ja auch die leidige Toilettenfrage sein. Gegebenenfalls gilt das auch für Umkleiden und/oder Duschen. Hier solltest Du vorbereitet sein und Vorschläge machen können. En femme auf die Damentoilette kann für die Damen problematisch sein. Das muss der AG im Auge haben. Vielleicht gibt es Einzeltoiletten, z.B. für Menschen mit Handicap. Das ist nur suboptimal, aber erst einmal ein Einstieg. Später kannst Du das mit den Damen abklären, wie es laufen soll. Vielleicht gibt es Möglichkeiten für Agreements. Bei Außenwirkung der Behörde kann es problematisch werden, auch wenn das niemand zugeben wird. Andererseits kann der Ruf der Behörde sich positiv entwickeln, wenn man sich tolerant verhält. Im Bereich öffentlicher AG ist die Stimmung durch politische Vorgaben relativ günstig. Aber es entscheiden Menschen.
Ich drücke Dir die Daumen. Ein Versuch ist es wert, wenn es Dir wichtig ist, en femme auf der Arbeit zu sein. Ich beschränke mich an auf der Arbeit, weil ich keine Lust auf Diskussionen habe, auch wenn mir als Beamter nicht wirklich Schlimmes passieren kann. Aber wer weiß, was die Zukunft bringt ...
Tante Edit: Ich denke, wenn Du von Dir überzeugt bist, ist selbstsicheres Auftreten wichtig. Du informierst den künftigen AG über einen ungewöhnlichen Aspekt, aber darüber hinaus ist er für die Arbeitsstelle völlig irrelevant. Es zählen Kompetenz und Einsatz. Und das solltest Du in den Vordergrund stellen. Trans ist nur soweit von Bedeutung, in dem es in den Firmenfrieden eingreifen könnte (siehe Toilettenfrage etc.). Von allen akzeptierte Transmenschen sind besonders motiviert.
Ich arbeite in einer Behörde, in der qualifizierte AN recht schwer zu bekommen sind. So etwas erhöht die Chancen. Grundsätzlich hängt es am Vorgesetzen und seiner Einschätzung über das Verhalten seines Teams, ob er Dich nimmt oder nicht. Bei uns wäre das sicher kein Problem oder Einschränkung. Das Team ist locker und der Chef akzeptiert Leute in ihren Eigenheiten. Beim Abteilungsleiter ist das eine andere Nummer. Da wäre ich mir nicht sicher.
Auf der anderen Seite kannst Du auch auf die Probezeit hinweisen, in der sowohl AG wie AN zeigen müssen, wie gut sie zusammen passen.
Ich könnte mir aber auch vorstellen, dass es Chefs gibt, bei denen das gar nicht geht. Aber hier bist Du evtl. ja auch nicht an der richtigen Adresse.
Ein mögliches Problem kann ja auch die leidige Toilettenfrage sein. Gegebenenfalls gilt das auch für Umkleiden und/oder Duschen. Hier solltest Du vorbereitet sein und Vorschläge machen können. En femme auf die Damentoilette kann für die Damen problematisch sein. Das muss der AG im Auge haben. Vielleicht gibt es Einzeltoiletten, z.B. für Menschen mit Handicap. Das ist nur suboptimal, aber erst einmal ein Einstieg. Später kannst Du das mit den Damen abklären, wie es laufen soll. Vielleicht gibt es Möglichkeiten für Agreements. Bei Außenwirkung der Behörde kann es problematisch werden, auch wenn das niemand zugeben wird. Andererseits kann der Ruf der Behörde sich positiv entwickeln, wenn man sich tolerant verhält. Im Bereich öffentlicher AG ist die Stimmung durch politische Vorgaben relativ günstig. Aber es entscheiden Menschen.
Ich drücke Dir die Daumen. Ein Versuch ist es wert, wenn es Dir wichtig ist, en femme auf der Arbeit zu sein. Ich beschränke mich an auf der Arbeit, weil ich keine Lust auf Diskussionen habe, auch wenn mir als Beamter nicht wirklich Schlimmes passieren kann. Aber wer weiß, was die Zukunft bringt ...
Tante Edit: Ich denke, wenn Du von Dir überzeugt bist, ist selbstsicheres Auftreten wichtig. Du informierst den künftigen AG über einen ungewöhnlichen Aspekt, aber darüber hinaus ist er für die Arbeitsstelle völlig irrelevant. Es zählen Kompetenz und Einsatz. Und das solltest Du in den Vordergrund stellen. Trans ist nur soweit von Bedeutung, in dem es in den Firmenfrieden eingreifen könnte (siehe Toilettenfrage etc.). Von allen akzeptierte Transmenschen sind besonders motiviert.
Zuletzt geändert von ExUserIn-2026-04-08 am Fr 14. Dez 2018, 10:25, insgesamt 1-mal geändert.
Viele Grüße
Vicky
Respekt ist nicht teilbar.
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Dani_77
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Re: Vorstellungsgespräch als CD?
Also aktuell ist es in meiner Behörde kein Problem als Beamter. Wobei ich auch erst nach der Lebenszeit Urkunde angefangen habe.
Die Toilette dürfte kein Problem sein, da ich nur Damenkleidung und Schmuck trage, aber mich sonst nicht weiter zurecht mache.
Die Toilette dürfte kein Problem sein, da ich nur Damenkleidung und Schmuck trage, aber mich sonst nicht weiter zurecht mache.
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ExUserIn-2026-01-22
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Re: Vorstellungsgespräch als CD?
Hallo Dani,Dani_77 hat geschrieben: Mi 12. Dez 2018, 19:15 Hat da hier schon mal jemand Erfahrung mit gemacht ?
ich finde all das was Vicky Rose geschrieben hat sehr gut und dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen.
Hallo Vincent,Vincent hat geschrieben: Do 13. Dez 2018, 15:59 Selbst habe ich schon ein Vorstellungsgespräch im Kleid geführt, allerdings nicht als Bewerber, sondern Arbeitgeber. Ich habe mich dafür entscheiden, weil ich wissen wollte wie mein evtl. neuer Mitarbeiter mit mir und meinen Eigenheiten zurecht kommt, ob er sich traut nachzufragen und vor allem, weil es mir auch nichts bringt, wenn er geschockt, gleich beim nächsten guten Angebot weg ist.
Verbiegen werde ich mich, in meinem Betrieb , nicht.
das finde ich ja interessant!!! Praktisch andersherum...
Jennifer
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Aktueller Beziehungsstatus: Jennifer ist verliebt !-!-!
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Svetlana L
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Re: Vorstellungsgespräch als CD?
Ist das heute nicht in allen Behörden so? Wenn ich sehe, wie lange bei uns Stellenbesetzungen dauern, dann wiederholt werden müssen, weil der_die Auserwähte dann doch abgesprungen ist usw., dann sind wir inmitten eines "war for talent".Vicky_Rose hat geschrieben: Fr 14. Dez 2018, 08:54 Ich arbeite in einer Behörde, in der qualifizierte AN recht schwer zu bekommen sind.
Ich denke, dass es sich im Grunde genommen kein Unternehmen/keine Behörde mehr erlauben kann, auf ein bestimmtes Bewerber_innenpotential verzichten zu können. Auch das müssen viele Unternehmen/Behörden noch lernen - meistens aus leidvoller Erfahrung. Stimmt, das erhöht einerseits die Chancen für "uns", aber andererseits kommt mir dabei auch immer Thomas Sattelberger in den Sinn, der in (s)einer Hirschfeld-Lectures sagte, dass nicht überall, wo Diversity drauf steht (=m/w/d in Stellenanzeigen) auch Diversity drin sein muss (=Offenheit für d innerhalb des Unternehmens). Letztlich kommt es immer auf die auswählenden Personen an. Bevor ich meine jetzige Stelle bekommen hatte, war ich in einem anderen Bewerbungsverfahren noch in meiner männlichern Rolle ausgewählt worden. Das Outing kam dann genau zwischen der Auswahl und dem Versetzungsgesuch (gut, da lagen auch fast 1 1/2 Jahre dazwischen). Ich hatte dann mit meinem künftigen Gruppenleiter einen weiteren Termin gemacht und ihm dabei die Situation erläutert. Die Reaktion war, dass er damit keine Probleme hätte, solange die Arbeit erledigt werden würde. Dann kam meine jetzige Stelle auch noch dazwischen und die Versetzung war letztendlich erledigt, obwohl ich in diesem Aufgabenfeld schon immer arbeiten wollte (und ich bin bereits über 35 Jahre im öD). Letztendlich weiß ich nicht, wie die neuen Kolleg_innen reagiert hätten, bin aber auch da relativ optimistisch gewesen. Bei der jetztigen Stelle war es einfacher, weil ich innerhalb meiner Behörde blieb und ich die meisten Kolleg_innen bereits aus meinen vorherigen Tätigkeiten kannte.
Insofern kann ich natürlich keine Empfehlung geben, möchte aber darauf hinweisen, dass es wohl gerade modern ist, der Bewerbung eine "dritte Seite" (die heißt wohl tatsächlich so) beizufügen, wo etwas zur eigene Person gesagt werden kann, was nicht unbedingt im Zusammenhang mit dem ausgeschriebenen Aufgabengebiet zu tun hat. Evtl. wäre das eine Option, um dem künftigen Arbeitgeber/Dienstherrn schon mal auf "Besonderheiten" hinzuweisen. Andererseits muss dann aber auch darauf hingewiesen werden, dass (gerade auch hier in Berlin) anonyme Bewerbungsverfahren verstärkt durchgeführt werden. Diese Variante dient gerade dazu, Minderheiten - sei es aus Gründen der Religion, Herkunft, Alter, Geschlecht usw. - einen gewissen Schutz zu bieten. Angegeben werden als nur Angaben, die um Hinweise, die auf diese Gründe deuten, bereinigt sind. Aber auch hier müssen natürlich irgendwann in den weiteren Bewerbungsrunden die Tatsachen auf den Tisch gebracht werden.
P.S.: Um auch noch auf Vincent einzugehen: Als Personalentwicklungsberaterin war ich auch im Auswahlgremium für unsere Auszubildenden und natürlich bin ich auch da (nach dem Outing) weiblich aufgetreten.
Hawadehre
Svetlana
As gitt halt nix Bessers wäi wos Guads!
Däi owapfölzer Bärlinerin
Svetlana
As gitt halt nix Bessers wäi wos Guads!
Däi owapfölzer Bärlinerin
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ExUserIn-2026-04-08
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Re: Vorstellungsgespräch als CD?
Sehe ich auch so Svetlana, bei Bewerbungen decke ich auf der Liste den Vornamen und das Geschlecht bewusst ab, um mich selber in dieser Frage frei zu halten.
Wir dürfen für Bewerbungen aber auch nicht vergessen, dass das "d" für intersexuelle Menschen mit ärztlichem Attest steht. Insofern gibt es keine Berücksichtigung von Mitarbeitern hinsichtlich des Geschlechtsempfinden gibt. Hier sind weiterhin Angaben wie sie im Perso stehen erforderlich. Hier zu schummeln kann negativ ausgelegt werden.
Wir dürfen für Bewerbungen aber auch nicht vergessen, dass das "d" für intersexuelle Menschen mit ärztlichem Attest steht. Insofern gibt es keine Berücksichtigung von Mitarbeitern hinsichtlich des Geschlechtsempfinden gibt. Hier sind weiterhin Angaben wie sie im Perso stehen erforderlich. Hier zu schummeln kann negativ ausgelegt werden.
Viele Grüße
Vicky
Respekt ist nicht teilbar.
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