Ich hatte in der letzten Zeit berufsbedingt wenig Zeit und bin eigentlich nur im Männer-Modus unterwegs gewesen
An diesem Wochenende hatte ich endlich mal wieder frei und Zeit für Stefanie. Also umziehen, ein bisschen stylen und das super Sommerwetter genießen.
Obwohl ich meiner Rolle als Mann und allen damit verbundenen Vor- und Nachteilen (ja, es gibt tatsächlich beides) nicht grundsätzlich ablehnend gegenüber stehe und ich auch heilfroh bin, dass ich bis jetzt keine Anzeichen von Selbsthass diesem männlichen Körper gegenüber verspüre, sondern ihn als Teil von mir akzeptieren kann, muss ich für mich am Ende dieses Wochenendes feststellen, dass Stefanie sich irgendwie richtig anfühlt und ich auch in dieser Rolle als Frau meinen Mann stehen kann.
Ich bin etwas entspannter und kann Kleinigkeiten besser genießen.
Heute bin ich ohne Make-up und Perücke mit dem Rest dennoch voll im Frauenmodus. Meine Liebste akzeptiert das zum Glück, obwohl ich mit kurzem Rock, Bustier und Damen T- Shirt sicherlich deutlich feminin gekleidet bin. Bei der Wärme wollte ich mir aber keine Perücke und kein Make-up zumuten, vllt. auch meine Frau nicht doch überfordern. Sie kennt Stefanie im Vollmodus nämlich noch nicht.
Ich weiß nicht, ob ihr das nachvollziehen könnt. Diese Zerrissenheit zwischen beiden Welten. Ich bin nie sicher, wohin ich gehöre, zweifele oftmals, da ich diese eindeutigen Signale, die einige hier im Forum haben, nicht empfange. Ich glaube manchmal, ich bin nicht Fleisch und nicht Fisch.
Stefanie fühlt sich aber richtig und gut an, auch ohne extremes Passsing. Morgen bin ich tagsüber wieder im MM. Auch das fühlt sich dann nicht wirklich schlecht an, nur das andere ist ein Tucken angenehmer. Ich hoffe, dass dieses Wechselspiel auf Dauer gut geht.
Liebe Grüße nach diesen etwas verworrenen Worten sendet euch
Stefanie