Heute Morgen in Hagen angesprochen
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susanneb
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Heute Morgen in Hagen angesprochen
Hallo,
Heute Morgen war ich in Hagen unterwegs. Dort bin ich öfter, meist am Vormittag. Ich habe da so meinen Ablauf, ist immer sehr entspannt.
Auf einmal werde ich von einer Frau von hinten angesprochen. Ob sie mir mal was sagen dürfte. Meine erste Vermutung war, die ist sich nicht sicher was ich bin und will nun meine Stimme hören. Meine zweite war, da ist irgendetwas mit meiner Kleidung nicht in Ordnung, und sie möchte mich darauf hinweisen.
Ich drehe mich um, und die junge Frau meint ich solle meinen Weg weitergehen. Ihr Chefin wäre den Weg schon gegangen.
Verwirrt antworte ich, dass ich nicht verstehe was sie meint, und ich würde meinen Weg schon gehen. Dann bin ich gegangen.
Danach war ich so verwirrt, dass ich mich auf eine Bank gesetzt habe, und darüber nachgedacht habe. Nun ist mir klar, dass ich spätestens auf dem 2. Blick erkennbar keine Frau bin. Blicke bin ja gewohnt. Aber das man mich anspricht ist neu. Ich denke, sie hat es gut gemeint, und ich hätte vielleicht mich nicht so schnell von dannen machen sollen. Ist nun nicht mehr zu ändern.
Hat jemand schon mal ähnliches erlebt, und was haltet ihr davon?
LG
Susanne
Heute Morgen war ich in Hagen unterwegs. Dort bin ich öfter, meist am Vormittag. Ich habe da so meinen Ablauf, ist immer sehr entspannt.
Auf einmal werde ich von einer Frau von hinten angesprochen. Ob sie mir mal was sagen dürfte. Meine erste Vermutung war, die ist sich nicht sicher was ich bin und will nun meine Stimme hören. Meine zweite war, da ist irgendetwas mit meiner Kleidung nicht in Ordnung, und sie möchte mich darauf hinweisen.
Ich drehe mich um, und die junge Frau meint ich solle meinen Weg weitergehen. Ihr Chefin wäre den Weg schon gegangen.
Verwirrt antworte ich, dass ich nicht verstehe was sie meint, und ich würde meinen Weg schon gehen. Dann bin ich gegangen.
Danach war ich so verwirrt, dass ich mich auf eine Bank gesetzt habe, und darüber nachgedacht habe. Nun ist mir klar, dass ich spätestens auf dem 2. Blick erkennbar keine Frau bin. Blicke bin ja gewohnt. Aber das man mich anspricht ist neu. Ich denke, sie hat es gut gemeint, und ich hätte vielleicht mich nicht so schnell von dannen machen sollen. Ist nun nicht mehr zu ändern.
Hat jemand schon mal ähnliches erlebt, und was haltet ihr davon?
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Susanne
Albert Einstein
Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind
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Tron007
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Re: Heute Morgen in Hagen angesprochen
Hi
Bis jetzt noch nicht bin ja nur Crossdresser .
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Das Leben ist schön, Männer sind die schöneren Frauen.
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heike65
Re: Heute Morgen in Hagen angesprochen
nimm es doch einfach als Kompliment und Aufmunterung wahr, ich find so etwas positv
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Frl_Astrid
Re: Heute Morgen in Hagen angesprochen
Hallo Susanne ,ein toller Mensch der dich angesprochen hat ,sie wäre bestimmt gern mit dir ins Gespräch gekommen vielleicht auch mit ner Tasse Kaffee (ich find immer da lässt es sich besser quatschen ) schade das es nicht funktioniert hat
mit lieben Grüssen Astrid
ps. das nächste mal klappt es bestimmt
mit lieben Grüssen Astrid
ps. das nächste mal klappt es bestimmt
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ExuserIn-2018-07-15
Re: Heute Morgen in Hagen angesprochen
Hallo Susanne,susanneb hat geschrieben: Fr 13. Apr 2018, 18:19 Hallo,
Heute Morgen war ich in Hagen unterwegs. Dort bin ich öfter, meist am Vormittag. Ich habe da so meinen Ablauf, ist immer sehr entspannt.
Auf einmal werde ich von einer Frau von hinten angesprochen. Ob sie mir mal was sagen dürfte. Meine erste Vermutung war, die ist sich nicht sicher was ich bin und will nun meine Stimme hören. Meine zweite war, da ist irgendetwas mit meiner Kleidung nicht in Ordnung, und sie möchte mich darauf hinweisen.
Ich drehe mich um, und die junge Frau meint ich solle meinen Weg weitergehen. Ihr Chefin wäre den Weg schon gegangen.
Verwirrt antworte ich, dass ich nicht verstehe was sie meint, und ich würde meinen Weg schon gehen. Dann bin ich gegangen.
Danach war ich so verwirrt, dass ich mich auf eine Bank gesetzt habe, und darüber nachgedacht habe. Nun ist mir klar, dass ich spätestens auf dem 2. Blick erkennbar keine Frau bin. Blicke bin ja gewohnt. Aber das man mich anspricht ist neu. Ich denke, sie hat es gut gemeint, und ich hätte vielleicht mich nicht so schnell von dannen machen sollen. Ist nun nicht mehr zu ändern.
Hat jemand schon mal ähnliches erlebt, und was haltet ihr davon?
LG
Susanne
in deinen Beiträgen bezeichnest du dich selbst manchmal als TV, im Profil steht CD - aber dein Text hätte nach meiner Auffassung ebenso von einer "Transfrau" geschrieben sein können. Da ich mich selbst wohl am ehesten als "Transfrau", also transidente Frau, bezeichnen würde, hoffe ich, aus meiner Sicht nichts zu schreiben, was den Auffassungen von TV / CD zuwider läuft. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass mitunter Welten dazwischen liegen.
Aber der Kern der kleinen Episode liegt nach meinem Verständnis in dem, was allgemein als Passing bezeichnet wird. Dieses Thema ist wohl bei TV / CD / TG außer non-binary gleichermaßen zentral. Du wurdest erkannt, hast dich vielleicht sogar "ertappt" gefühlt, warst stark verunsichert und wurdest obendrein auch noch direkt auf das Thema, das eigentlich im Verborgenen bleiben sollte, angesprochen.
Erlebt habe ich so etwas bislang weder in meiner Zeit als TZF / PTL noch jetzt als VZF / FTL. Ich kann nur die zweite Frage beantworten, was ich davon halte:
Du schreibst, es wäre eingangs eine sehr entspannte Atmosphäre gewesen. Sicher warst du optimal zurechtgemacht, mit der gewohnten Routine und das "erste Mal" liegt ja sicher auch schon lange zurück. Trotzdem bleibt ein Rest der zum Anfang noch viel größer gewesenen Anspannung. Unbewusst werden alle Anzeichen eines "Entdecktwerdens" gecheckt, jede Reaktion der Umwelt verleitet dazu, alles auf sich selbst und das Trans-Thema zu beziehen. Diese Sachen klingen zwar mit der Zeit ab, aber sie hören vermutlich - und nach dem zu urteilen, was einige ehrliche und der Selbstkritik fähige transidente Frauen in ihren Blogs schreiben - niemals auf.
Deshalb war dein erster Gedanke, als du von hinten angesprochen wurdest, dass dein Passing nicht okay sein könnte und nun der abgeklapperte Stimmtest folgen würde. Ich würde deshalb meinen, dass du noch auf dem Weg bist, dein Selbstbewusstsein und deine Authentizität als Frau in der Öffentlichkeit zu finden.
Es ist kein Zeichen von Schwäche, "erkannt" zu werden. Es gibt keinen Grund, deshalb in Verzweiflung zu stürzen! Dann bist du ebenso wie 99% aller anderen auch jemand, die auf den 2. Blick als keine Biofrau identifiziert werden - na und?
Jede hat vermutlich am Anfang die geheime Hoffnung, einfach so als geborene Frau durchzugehen. Das ist normal. Die Erkenntnis, dass es nicht so ist, reift mit jedem Erlebnis, das das Gegenteil beweist. Die Frage ist, wie damit umgegangen wird. Manche schalten komplett auf Ignorieren, gehen durch die Welt, ohne irgendetwas um sich herum noch wahrzunehmen und umgeben sich quasi mit einem "Schutzschild", an dem alles abprallt. Die Umwelt wäre "egal" und sie würden "eigentlich gar nicht mehr darauf achten".
Andere marschieren mit extremstem Selbstbewusstsein durch gaffende Menschenansammlungen und verkünden mit dröhnendem Bass unter goldlockiger Langhaarperücke: "Keiner kuckt, alles super, alles nur Kopfkino!"
Manche verfügen auch über die angeborene Fähigkeit, sich gewisse Dinge mit solcher Überzeugung selbst einzureden, dass sie daran glauben und mitunter andere mit ihren vermeintlichen Weisheiten einer gnadenlosen Selbstüberschätzung missionieren zu wollen.
Wer weniger Selbstbewusstsein hat, verkriecht sich erstmal, weint, ist verzweifelt, geht schließlich doch wieder raus - und wird irgendwann vielleicht zur Fraktion "Schutzschild" oder "Kopfkino" wechseln, um zu überleben.
Andere arbeiten hart an sich, probieren neues Make-up, Frisuren und Outfits aus - und gehen erneut raus, um auch beim nächsten unschönen Erlebnis trotzdem wieder aufstehen zu können.
Aber was heißt denn das schreckliche Wort Passing überhaupt? Es bedeutet, unerkannt, unbeachtet in der Masse anonym unterzutauchen und sich dadurch dem stupiden, festgemeißelten binärem Geburts-Geschlechtersystem der Gesellschaft, das für Trans* keinen Platz hat, kompromisslos unterzuordnen. Für mich hat das den ziemlich üblen Beigeschmack von Selbstverleugnung. Im gleichen Maß, in dem einem vermeintlich perfekten Passing nachgejagt wird, wird das Beharren auf dem erstarrten gesellschaftlichen Geschlechtermodell gestärkt, das wir - dank besseren Wissens aus eigener Erfahrung - bekämpfen.
Egal, was wir auch unternehmen - es wird immer jemand da sein, der uns "enttarnt". Lediglich die Häufigkeit dieser Vorkommnisse kann erheblich reduziert werden. Nachdem ich z.B. endlich auch ohne Epi meinen Bartschatten unsichtbar machen konnte, der mir trotz der Winzigkeit nach meinem Empfinden wirklich alles versaute, gingen die prüfenden oder erkennenden Blicke massiv zurück. Aber zu glauben, das würde komplett aufhören, ist reines Wunschdenken. Einige sehr ehrliche Berichte im Netz von Transfrauen nach jahrelanger HET und folgender GAOP, ja sogar plastischer Chirurgie, bestätigen, dass noch immer gekuckt wird - nur eben in vermindertem Umfang.
Vor unsereins und Leuten, die Trans* aus eigener Erfahrung kennen - so wie die Frau, die dich angesprochen hat - sind wir vor einer "Enttarnung" niemals sicher. Gleich und gleich erkennt sich nun mal, weil wir auf Details achten, die Cis-Menschen gar nicht bekannt sind (z.B. Form und Ausprägung des Adamsapfels).
Deshalb ist es meines Erachtens so wichtig, das gesunde Maß des Passings für sich selbst herauszufinden. Für selbstkritische Menschen bedeutet das harte Arbeit. Einerseits muss der eigene Narzissmus befriedigt, andererseits will es gelernt werden, nicht perfekt zu sein. Sich selbst permanent etwas vorzumachen, nutzt ebenso wenig, wie ständig komplett abzustürzen und in Verzweiflung zu versinken, denn beides ist meiner Meinung nach keine Lösung, die auf Dauer ohne psychische Schäden durchzuhalten geht.
Das Thema "Authentizität" hat für uns eine enorme Bedeutung, weil es das Gesamtpaket, in dem wir wahrgenommen werden, ganz entscheidend mitbestimmt. Wie viele unserer Cis-Mitmenschen sind denn authentisch? Die meisten spielen irgendeine Rolle und sind häufig mehr oder weniger unzufrieden damit. Aber denen fällt die Sache nicht derart extrem auf die Füße als uns.
Heutzutage gibt es durch massive laienpsychologische Schulungen in Unternehmen stetig mehr Leute, die recht gut dazu in der Lage sind zu erkennen, ob jemand auswendig gelernte Gesten praktiziert oder sich nach einem einstudierten Muster bewegt. Andere erfassen das auch rein instinktiv. Deshalb bringt das ganze Nachahmen der holden Weiblichkeit meines Erachtens nicht sonderlich viel. Dagegen wirkt es manchmal Wunder, einfach den eigenen Vorstellungen freien Lauf zu lassen, sich komplett locker zu machen.
Sei einfach du selbst, versuche dein ausgewogenes Maß zwischen den eigenen Ansprüchen und dem Möglichen zu finden, ohne dich zu verbiegen. Es ist dir gelungen, wenn du beim nächsten Mal, falls dich jemand von hinten anspricht, zuerst den Gedanken hast, dass jemand deine Hilfe braucht.
LG
Semele
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Mina
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Re: Heute Morgen in Hagen angesprochen
Das erinnert mich an meinen Großvater. Er war zu Lebzeiten ein echter Gentleman der alten Schule.
Einmal bin ich mit ihm durch die Fußgängerzone gelaufen, wir wollten irgendwas besorgen, da spricht er vor einem Geschäft eine sehr bedacht gekleidete Frau an: guten Tag und verzeihen Sie bitte. Ich wollte es nur nicht verpassen Ihnen zu sagen das Sie sehr adrett gekleidet sind."
Die Frau sieht ihn zuerst an wie ein UFO. Eine Sekunde später fangen ihre Augen zu glänzen an und es war Freude in ihrem Gesicht zu sehen. Mit einem zaghaften: Viel Dank , bedankte sie sich und ließ immernoch etwas Überraschung durchblicken.
"Gerne geschehen und haben Sie einen schönen Tag", so verabschiedete sich mein Großvater aus der Situation und wir gingen weiter.
Ein paar Schritte weiter sprach ich meinen Großvater darauf an: Du, das macht man aber nicht. War meine Ansicht dazu. Ich war zwölf Jahre alt zu dem Zeitpunkt.
Er klärte mich auf, kurz und logisch. "Wenn sich eine Person zurecht gemacht hat um zu gefallen, wieso sollte ich es ihr nicht sagen dürfen? Die Leute reden eh viel zu wenig miteinander"!
Da hatte er recht. Und der Frau hat es offensichtlich gefallen. Das war bestimmt ein schöner Moment für sie.
Wenn mich jemand ansprechen würde, ich wäre zwar auch erst verdutzt oder würde denken mir hängt ein Popel aus der Nase, aber wenn es um positive Inhalte ginge, ich würde mich freuen.
Ja, die Menschen sollten sich wieder mehr bemerken und austauschen.
Danke das Du hier davon berichtet hast, ich hatte diese Erinnerung fast verloren, so kam sie wieder.
Einmal bin ich mit ihm durch die Fußgängerzone gelaufen, wir wollten irgendwas besorgen, da spricht er vor einem Geschäft eine sehr bedacht gekleidete Frau an: guten Tag und verzeihen Sie bitte. Ich wollte es nur nicht verpassen Ihnen zu sagen das Sie sehr adrett gekleidet sind."
Die Frau sieht ihn zuerst an wie ein UFO. Eine Sekunde später fangen ihre Augen zu glänzen an und es war Freude in ihrem Gesicht zu sehen. Mit einem zaghaften: Viel Dank , bedankte sie sich und ließ immernoch etwas Überraschung durchblicken.
"Gerne geschehen und haben Sie einen schönen Tag", so verabschiedete sich mein Großvater aus der Situation und wir gingen weiter.
Ein paar Schritte weiter sprach ich meinen Großvater darauf an: Du, das macht man aber nicht. War meine Ansicht dazu. Ich war zwölf Jahre alt zu dem Zeitpunkt.
Er klärte mich auf, kurz und logisch. "Wenn sich eine Person zurecht gemacht hat um zu gefallen, wieso sollte ich es ihr nicht sagen dürfen? Die Leute reden eh viel zu wenig miteinander"!
Da hatte er recht. Und der Frau hat es offensichtlich gefallen. Das war bestimmt ein schöner Moment für sie.
Wenn mich jemand ansprechen würde, ich wäre zwar auch erst verdutzt oder würde denken mir hängt ein Popel aus der Nase, aber wenn es um positive Inhalte ginge, ich würde mich freuen.
Ja, die Menschen sollten sich wieder mehr bemerken und austauschen.
Danke das Du hier davon berichtet hast, ich hatte diese Erinnerung fast verloren, so kam sie wieder.
Ziel: Human being -> Ist Dein Ziel erreicht, war es zu niedrig angesetzt -> Der Weg ist das Ziel!
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Dolores59
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Re: Heute Morgen in Hagen angesprochen
Die junge Frau hat diesen erkennenden Blick für Dich gehabt, weil sie offenbsichtlich Erfahrung durch den Weg ihrer Chefin hat. Und ganz ohne Zweifel war ihre Bemerkung als Ermutigung gedacht.
Ich würde die Begegnung unter dem Stichwort "positive Erlebnisse" abspeichern. Passing hin oder her.
Auch als einfacher Crossdresser freue ich mich ungemein über Komplimente von Leuten auf der Straße. Nicht alleine, weil es mich aufbaut, sondern weil es Menschen gibt, denen ich eine Freude bereite.
Ich würde die Begegnung unter dem Stichwort "positive Erlebnisse" abspeichern. Passing hin oder her.
Auch als einfacher Crossdresser freue ich mich ungemein über Komplimente von Leuten auf der Straße. Nicht alleine, weil es mich aufbaut, sondern weil es Menschen gibt, denen ich eine Freude bereite.
Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele.
(Psalm 139,14)
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Bea Magdalena
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Re: Heute Morgen in Hagen angesprochen
Hallo Susanne,
das war sicher nett gemeint. Ich würde es als Aufmunterung sehen.
Ich denke der jungen Frau ist es vermutlich auch nicht ganz leicht gefallen, Dich als Fremde anzusprechen.
Weiter alles Gute auf Deinem Weg
Bea Magdalena
das war sicher nett gemeint. Ich würde es als Aufmunterung sehen.
Ich denke der jungen Frau ist es vermutlich auch nicht ganz leicht gefallen, Dich als Fremde anzusprechen.
Weiter alles Gute auf Deinem Weg
Bea Magdalena
ich bin keine Frau, leider
und werde bedauerlicherweise auch nie eine Frau (100%) werden können.
Aber: ich fühle mich als Simulation einer Frau und dabei bin ich mega glücklich!
und werde bedauerlicherweise auch nie eine Frau (100%) werden können.
Aber: ich fühle mich als Simulation einer Frau und dabei bin ich mega glücklich!
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susanneb
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Re: Heute Morgen in Hagen angesprochen
Hallo,
vielen Dank für die teils sehr ausführlichen Antworten.
Semele, du hast es gut beschrieben. Obwohl ich nun seit 2 Jahren nach draußen gehe, ist doch immer noch eine kleine Unsicherheit dabei. Vielleicht ist es die Sorge vor dummen Sprüchen. Auf jeden Fall ist es für mich immer sehr schön, und auch ein wichtiger Teil in meinem Leben.
Das mein Passing nicht unbedingt das Beste ist, ist mir klar. Besser kann ich es halt nicht, und es hindert mich nicht daran einkaufen zu gehen. Ich wurde bisher überall freundlich behandelt.
Wenn es überhaupt mal eine negative Erfahrung gab, war das auf einer Toilette, als eine Frau reinkam mich sah, und sofort meinte, hier wäre für Frauen. Da hat das Passing mal gar nicht gepasst.
Das die Frau mich angesprochen hat, fand ich nicht schlimm. Eher mutig von ihr. Leider war ich auf so eine Situation nicht vorbereitet. Man überlegt sich ja was passieren kann, und wie man dann reagiert Eine freundlichen, nette und überaus positiven Ansprache, nein das kam in meinen Möglichkeiten nicht vor. Leider habe ich dann abgeblockt. Zeit für ein Gespräch hätte ich gehabt. Nun denn, vielleicht kommt es ja noch einmal vor.
Ist CD und TV nicht dasselbe? Interessieren würde mich, wie du darauf kommst, dass der Text auch von einer Transfrau geschrieben worden sein kann.
Ich gebe Dolores Recht, das war ein positives Erlebnis. Mal sehen, was noch so kommt. Und ob ich dann besser reagiere.
Mina, was dein Großvater gemacht hat, finde ich super. Er hatte Recht, was spricht dagegen jemanden ein Kompliment zu machen.
Schönen Sonntag
Susanne
vielen Dank für die teils sehr ausführlichen Antworten.
Semele, du hast es gut beschrieben. Obwohl ich nun seit 2 Jahren nach draußen gehe, ist doch immer noch eine kleine Unsicherheit dabei. Vielleicht ist es die Sorge vor dummen Sprüchen. Auf jeden Fall ist es für mich immer sehr schön, und auch ein wichtiger Teil in meinem Leben.
Das mein Passing nicht unbedingt das Beste ist, ist mir klar. Besser kann ich es halt nicht, und es hindert mich nicht daran einkaufen zu gehen. Ich wurde bisher überall freundlich behandelt.
Wenn es überhaupt mal eine negative Erfahrung gab, war das auf einer Toilette, als eine Frau reinkam mich sah, und sofort meinte, hier wäre für Frauen. Da hat das Passing mal gar nicht gepasst.
Das die Frau mich angesprochen hat, fand ich nicht schlimm. Eher mutig von ihr. Leider war ich auf so eine Situation nicht vorbereitet. Man überlegt sich ja was passieren kann, und wie man dann reagiert Eine freundlichen, nette und überaus positiven Ansprache, nein das kam in meinen Möglichkeiten nicht vor. Leider habe ich dann abgeblockt. Zeit für ein Gespräch hätte ich gehabt. Nun denn, vielleicht kommt es ja noch einmal vor.
Ist CD und TV nicht dasselbe? Interessieren würde mich, wie du darauf kommst, dass der Text auch von einer Transfrau geschrieben worden sein kann.
Ich gebe Dolores Recht, das war ein positives Erlebnis. Mal sehen, was noch so kommt. Und ob ich dann besser reagiere.
Mina, was dein Großvater gemacht hat, finde ich super. Er hatte Recht, was spricht dagegen jemanden ein Kompliment zu machen.
Schönen Sonntag
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Albert Einstein
Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind
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Magdalena
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Re: Heute Morgen in Hagen angesprochen
Hallo,
es kann ja immer passieren, dass unser eins erkannt und angesprochen wird. Nur auf da wie kommt es an. Und so wie ich es sehe, hat die junge Frau Dich positiv gesprochen.
Also es einfach auch so sehen. Wir sind angekommen in der Gesellschaft.
Viele Grüße Magdalena
es kann ja immer passieren, dass unser eins erkannt und angesprochen wird. Nur auf da wie kommt es an. Und so wie ich es sehe, hat die junge Frau Dich positiv gesprochen.
Also es einfach auch so sehen. Wir sind angekommen in der Gesellschaft.
Viele Grüße Magdalena
Lebe jeden Tag.
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Laila-Sarah
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Re: Heute Morgen in Hagen angesprochen
Hallo,
das Ganze hier erinnert mich ein wenig an Fußball. Da gibt es eine Torszene, die sich in 4 Sekunden abspielt. Und dann Tagelange Analysen von Experten was man hätte da anders oder besser machen können. Dabei hatten die Spieler nicht mal eine Chance sich Gedanken zu machen und haben instinktiv gehandelt. Wie soll man sich auch in 4 Sekunden große Denkorgien leisten ? Suzanne hat instinktiv gehandelt, weil sie überrascht wurde.
Der Begriff Passing beinhaltet meiner Meinung nach nur den ersten oder zweiten Eindruck und keine langzeit Analysen. Wenn man/frau lange genug hinschaut (z.B. wenn jemand beobachtet wird, die auf ein Zug wartet) kriegt man irgendwann schon mit ob Cis oder Trans.
VlG
das Ganze hier erinnert mich ein wenig an Fußball. Da gibt es eine Torszene, die sich in 4 Sekunden abspielt. Und dann Tagelange Analysen von Experten was man hätte da anders oder besser machen können. Dabei hatten die Spieler nicht mal eine Chance sich Gedanken zu machen und haben instinktiv gehandelt. Wie soll man sich auch in 4 Sekunden große Denkorgien leisten ? Suzanne hat instinktiv gehandelt, weil sie überrascht wurde.
Der Begriff Passing beinhaltet meiner Meinung nach nur den ersten oder zweiten Eindruck und keine langzeit Analysen. Wenn man/frau lange genug hinschaut (z.B. wenn jemand beobachtet wird, die auf ein Zug wartet) kriegt man irgendwann schon mit ob Cis oder Trans.
VlG
Zuletzt geändert von Laila-Sarah am So 15. Apr 2018, 15:58, insgesamt 1-mal geändert.
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Frauke
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Re: Heute Morgen in Hagen angesprochen
Ob das wirklich immer so klar ist, ob Cis oder nicht? Ich habe da meine Zweifel. Gerade im "fortgeschrittenen" Alter ist dies bei Frauen m.M. nicht generell so eindeutig. Es gibt dabei eine Reihe von (cis-)Frauen, welche in vielen Bereichen (sei es Bewegung, Optik bzw. Körperbau, Stimme, Frisur) teils erheblich vom Idealbild abweichen.
Von daher meine ich, dass es sich nicht lohnt, immer den Gedanken im Hinterkopf zu haben, erkannt zu werden. Und "enttarnt" werden, ginge ja nur bei Menschen, welche getarnt sind und/oder etwas nicht ganz legales tun. Es ist sicher gut, mit einer gewissen Portion Selbstwertgefühl rauszugehen. Das hilft mehr, als die ewigen Zweifel. Kritisch gegenüber sich selbst, schadet nicht, ohne dies jedoch zu übertreiben.
Die Anrede der jungen Frau in dem Eingangspost war wohl gut gemeint. Kann aber, wie hier, zu Verwirrungen führen. Es ist eben die Frage, ob man Unbekannte auf (vermeintliche) "Abweichungen" ansprechen sollte. Ich bin da eher zurückhaltend.
Von daher meine ich, dass es sich nicht lohnt, immer den Gedanken im Hinterkopf zu haben, erkannt zu werden. Und "enttarnt" werden, ginge ja nur bei Menschen, welche getarnt sind und/oder etwas nicht ganz legales tun. Es ist sicher gut, mit einer gewissen Portion Selbstwertgefühl rauszugehen. Das hilft mehr, als die ewigen Zweifel. Kritisch gegenüber sich selbst, schadet nicht, ohne dies jedoch zu übertreiben.
Die Anrede der jungen Frau in dem Eingangspost war wohl gut gemeint. Kann aber, wie hier, zu Verwirrungen führen. Es ist eben die Frage, ob man Unbekannte auf (vermeintliche) "Abweichungen" ansprechen sollte. Ich bin da eher zurückhaltend.
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Michi
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Re: Heute Morgen in Hagen angesprochen
Hallo Susanne, hallo zusammen,susanneb hat geschrieben: Fr 13. Apr 2018, 18:19 Ich drehe mich um, und die junge Frau meint ich solle meinen Weg weitergehen. Ihr Chefin wäre den Weg schon gegangen.
ich selbst sehe es so wie der Großvater von Mina.
In den letzten Jahren bin ich dazu übergegangen, ganz bewusst freundlicher zu meinen Mitmenschen zu sein, wenn ich ihnen z.B. auf der Straße begegne. Ein Lächeln, ein freundliches Wort kostet nicht viel, und kommt meist gut an. Dabei ist mir aufgefallen, dass Kinder in dieser Hinsicht noch sehr unvoreingenommen sind und spontan ebenso freundlich reagieren, während Erwachsene gar nicht so selten verunsichert sind, obwohl sie sich eigentlich auch darüber freuen wollen.
Die Aussage der jungen Frau hätte mich allerdings ebenso verwirrt, wie dich, Susanne. Sie mag es gut gemeint haben, ist aber deutlich übers Ziel hinausgeschossen. Ich hatte beim Lesen dieser Worte spontan das Bild einer älteren Dame vor Augen, der man aus lauter Freundlichkeit über die Straße helfen möchte, obwohl sie gar nicht hinüber will.
Liebe Grüße
Michi
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
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Magdalena
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Re: Heute Morgen in Hagen angesprochen
Hallo,
Auch ich bin keine Freundin, die nach perfektem Passing strebt. Ich möchte michn einfach nur so geben wie ich bin. Und auch wenn ich mir Hilfsmittel zur Hilfe nehme, dann nicht wegen des Passings, sondern weil ich mich darin wohlfühle. Sollte ich dann enttarnt werden, so gehört es für mich dazu, mich dem zu stellen. Es ist nun einmal ein Teil meines Lebens.
Viele liebe Grüße Magdalena
ja dass ist richtig, und doch bleibt die Frage, hätte ich anders handeln können. Da ist die Verunsicherung, man ist ertappt worden. Nicht immer sind die Kommentare so gut und freundlich, wie hier von Susanne beschrieben. Ja und darauf vorbereitet sind die Wenigsten.das Ganze hier erinnert mich ein wenig an Fußball. Da gibt es eine Torszene, die sich in 4 Sekunden abspielt. Und dann Tagelange Analysen von Experten was man hätte da anders oder besser machen können. Dabei hatten die Spieler nicht mal eine Chance sich Gedanken zu machen und haben instinktiv gehandelt. Wie soll man sich auch in 4 Sekunden große Denkorgien leisten ? Suzanne hat instinktiv gehandelt, weil sie überrascht wurde.
Auch ich bin keine Freundin, die nach perfektem Passing strebt. Ich möchte michn einfach nur so geben wie ich bin. Und auch wenn ich mir Hilfsmittel zur Hilfe nehme, dann nicht wegen des Passings, sondern weil ich mich darin wohlfühle. Sollte ich dann enttarnt werden, so gehört es für mich dazu, mich dem zu stellen. Es ist nun einmal ein Teil meines Lebens.
Viele liebe Grüße Magdalena
Lebe jeden Tag.
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Re: Heute Morgen in Hagen angesprochen
Diese Frage kann man sich doch eigentlich immer stellen. Die einfache Antwort lautet: "Nein". Und zwar weil man in diesem Augenblick noch nicht so weit war, anders zu handeln. Aber diese Frage ist der Antrieb, es vielleicht das nächste Mal in einer ähnlichen Situation anders zu machen. Es ist ein kleiner Schritt in der Entwicklung. Aus meiner Sicht etwas positives.hätte ich anders handeln können
Ähnliches habe ich auch erlebt, auch wenn ich nicht darauf angesprochen wurde. Aber kleine Zeichen des Respekts, z.B. bei der Anmeldung in einem Yachthafen oder heute Morgen auf der Tankstelle (ich tanke dort öfter).
Nebenbei: Von perfektem Passing halte ich auch nicht viel. Kleidung und Accessoires transportieren meine innere Haltung und dienen nicht dazu, mich zu verstecken. Für mich ist viel wichtiger, dass ich mich möglichst natürlich, also so wie ich mich wohl fühle, zu bewegen und mich nicht als "Nachbildung einer Bio-Frau" sehe. Das macht es auch anderen leichter, mich ernst zu nehmen. Mir ist klar, dass man das auch anders sehen kann, aber so ist meine Sicht.
Viele Grüße
Vicky
Respekt ist nicht teilbar.
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