Gründe sich körperlich zu verändern
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Lebensplanung, Standorte
Laila-Sarah
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Gründe sich körperlich zu verändern

Post 1 im Thema

Beitrag von Laila-Sarah »

Huhu Mädels,

Alle aufgepasst. Jetzt kommt eine sehr ernste Frage, die auch sehr wichtig für mich ist, damit sich der Kreis endlich mal schließt. Es ist wichtig für mich hier nochmal zu betonen, dass dies kein Troll-Thread ist sondern es hier wirklich um Verständnis und Denkanstöße geht.

Ich weiß seit meiner Kindheit, dass ich anders bin. Ich denke in vielen Situationen eindeutig weiblich, zeige viel zu viel Empathie für mein bio-Geschlecht und interessiere mich für eine Unmenge an Frauensachen. Nun würde man meinen eine psychologische Frau, klarer Fall von Transsexualität. Punkt. Ja sicherlich, ich sehe aber auch, dass sich viele Transsexuelle sich in ihren Körpern fremd fühlen. Das scheint bei mir etwas anders zu sein. Ich kenne ja nur meinen Körper und sonst nichts. Ich bin dort drinnen groß geworden und es ist alles was ich habe. Sicherlich sehe ich meinen Körper anders als Frauen es tun (wenn sie über mich denken, mit mir schlafen oder mich betrachten) oder auch der eine oder andere Mann der sich in mich verguckt hat sah wahrscheinlich kein Mädchen. Wahrscheinlich sehe ich meinen Körper sogar als einziger Mensch auf Erden auf meine Art und Weise und alle anderen Menschen sehen mich anders. Aber trotzdem ist es wie gesagt alles was ich kenne oder habe.

Jetzt ist meine Frage an die Runde: Wieso wollt ihr oder wollt ihr nicht eure Körper verändern ? Ist es damit andere euch besser akzeptieren oder eher für euch selbst ? Und wenn ihr die Veränderung wollt, dann die zweite Frage: Habt ihr/hattet ihr bedenken wegen den Komplikationen und der Irreversibilität dieses Prozesses ? Und dann die abschließende Frage für alle die diesen Schritt getan haben: Wie sind eure Erfahrungen danach ? Vermist ihr vielleicht ein wenig was ihr mal gewesen seit oder vielleicht doch nicht ?

Also kurz zusammengefasst:
1) Wieso wollt ihr oder wollt ihr nicht eure Körper verändern ?
2) Habt ihr/hattet ihr bedenken wegen den Komplikationen und der Irreversibilität dieses Prozesses ?
3) Wie sind eure Erfahrungen danach ?

Vielen Dank im voraus für eure Beträge.

VlG
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Steffi-BLN
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Re: Gründe sich körperlich zu verändern

Post 2 im Thema

Beitrag von Steffi-BLN »

Huhuuu Laila :)

Ich schreibe das mal aus meiner Sicht der Dinge, so wie ich mich derzeit fühle und wie Raketenartig es jetzt auf einmal bei mir losgegangen ist.
Ich erlebe jetzt mit 30 Jahren meinen zweiten Frühling, sozusagen meine Pubertät neu. Seit dem 01. Februar diesen Jahres weiß ich endlich was ich mit meinem Leben anfangen will, habe Ziele, die habe ich mir als Mann nie wirklich gesetzt oder wusste irgendwie nicht wo ich reinpasse. JETZT weiß ich es.
Habe endlich richtige Pläne für die Zukunft. Und da spreche ich nicht nur von meiner Transition.
Im Familien und Freundeskreis geoutet. Dieses Wochenende war ich ja auch bei meinem Papa auf der Ranch und da wussten es sofort an die 10 Leute(Schwester hat mich einfach geoutet, was ich nicht toll fand, aber besser hätte es nicht laufen können) So ich habe ich direkt 3 neue Cis-Freundinnen dazu gewonnen.
Mit einer davon bin ich sogar jetzt schon ganz dicke. Das hat sie mir auch geschrieben, dass sie mich gerne auf den Weg begleiten möchte. Sucht mir direkt eine Umzugskiste zusammen(Haben beide Gr.38), vielleicht sogar 2(Ihre Worte (he) (he) )

1.) Mein Körper verändere ich wenn dann nur für mich und weil ich mich in dem Körper nie wirklich wohl gefühlt habe. Natürlich würde ich es schön finden, wenn ich in der Zukunft so gut es geht in der Masse untergehen kann wie ich immer sage.
Mit dem Ding da unten konnte ich ehh noch nie so viel anfangen, schon im Jugendalter ganz oft so versteckt als ob es so aussieht wie eine Vagina. Und Brüste wollte ich schon mit 11 etwa das erste Mal haben. Das verflog dann leider in der Pubertät.


2.) Wegen Komplikationen mache ich mir noch keine Gedanken weil es bis dahin noch etwas dauert, aber mich würde es nicht abhalten dann trotzdem die GaOP zu machen.

3.) Da kann ich nocht viel dazu sagen, ausser das die letzten knapp 8 Wochen so bombastisch gelaufen sind. Und ich spüre es einfach nun das dieser Weg der richtige ist. Was mir natürlich besonders gut tut, ist das es alle aus meinem Familien und Bekanntenkreis so gut aufgenommen haben.


LG Megan (888)
Zuletzt geändert von Steffi-BLN am Di 27. Mär 2018, 13:32, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Gründe sich körperlich zu verändern

Post 3 im Thema

Beitrag von Anja »

Moinsen,
Laila-Sarah hat geschrieben: Di 27. Mär 2018, 12:57 1) Wieso wollt ihr oder wollt ihr nicht eure Körper verändern ?
2) Habt ihr/hattet ihr bedenken wegen den Komplikationen und der Irreversibilität dieses Prozesses ?
3) Wie sind eure Erfahrungen danach ?
zu 1)
Weil alles, was meinen Körper weiblicher erscheinen lässt, bewirkt, das ich mich wohler in meiner Haut fühle. Da ich mich selbst als Frau empfinde ist jeder Schritt in diese Richtung auch ein Schritt zu mir selbst.

zu 2)
Nein, denn ich habe jeden einzelnen Schritt wohl überlegt und ihn nur gemacht, wenn ich sicher war, das er richtig ist. Ich habe bisher z.B. weder einen Brustaufbau noch eine GaOP vornehmen lassen.
Bisherige Veränderungen beziehen sich auf Wirkung der Hormone und Bartentfernung mittels Laser. Da habe ich mich über jede Veränderung gefreut.

zu 3)
Gibt es ein danach? Ich denke, das die Hormone lebenslang auf uns einwirken und man ist ja generell ständigen Veränderungen unterworfen. Bei OP's gibts natürlich ein danach, aber da kann ich nicht mitreden. Ich fühle mich momentan ganz wohl so wie es ist und habe keinerlei Probleme bezüglich meiner Außenwirkung.

Grüße
die Anja
Fällt der Apfel weit vom Stamm, kommt wenigstens mal Sonne dran!
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Re: Gründe sich körperlich zu verändern

Post 4 im Thema

Beitrag von Ulrike-Marisa »

Moin,

...ich habe unter vielen Themen hier schon ganz viel dazu geschrieben....
Für mich gibt es Gründe, mich auch körperlich zu verändern. Ein Sonderfall begünstigt das. Seit meiner Jugendzeit habe ich einen Busen, den ich mit pflanzlichen Hormonen noch etwas aufbauen konnte; von 10cm auf 12 cm Unterschied Brust- zu Unterbrustweite. Das ist hoffentlich nicht mehr reversibel. Damit kann ich leben und fühle mich 24/7 weiblich auch ohne GAOP, die auch mit Namensänderung, ich habe aber einen DGTI-Ausweis, aus familiären Gründen derzeit nicht machbar ist. Ich leben mit meiner Frau mit einem Lebenskompromiss, trage lange Haare, Schmuck, DW und androgyne Kleidungsstücke soweit möglich, Röcke und Kleider nur, wenn ich alleine unterwegs bin, zu Hause nicht und auch im Dorf nicht. Alles mit Einschränkungen eben, aber lebenswert und für mich machbar. Einen sogenannten Leidensdruck verspüre ich nicht, ich lebe so, wie ich bin und mit meiner männlichen Vergangenheit, die ein Teil meines schon langen Lebens bleibt. Da ist ist der Zeitpunkt vor Jahren gekommen, wo ich die Ulrike-Marisa für mich akzeptiert habe und das ist wie einen Schalter umlegen gewesen. Da gibt es kein zurück, auch wenn meine Frau und Familie vielleicht davon träumt.
Das nur in kürze,

LG, Ulrike-Marisa

...ich bin was ich bin und nicht das, was andere in mir zu sehen glauben... :wink:
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Re: Gründe sich körperlich zu verändern

Post 5 im Thema

Beitrag von Jenina »

Liebe Laila-Sarah,

ich hoffe mal dass sich die Fragen an alle wenden, also auch an solche nichtswürdigen Transvestiten wie unsereine... :wink: :P

Also schauen wir mal auf Deine Fragen...
Laila-Sarah hat geschrieben: Di 27. Mär 2018, 12:57 ...
Also kurz zusammengefasst:
1) Wieso wollt ihr oder wollt ihr nicht eure Körper verändern ?
2) Habt ihr/hattet ihr bedenken wegen den Komplikationen und der Irreversibilität dieses Prozesses ?
3) Wie sind eure Erfahrungen danach ?
....
zu 1. Den Körper verändern - das verstehe ich als die Anpassung meines weiterhin männlichen Phänotyps auf feminine Merkmale. Ich versuche also so weit wie möglich schlank zu sein, da wäre noch einiges zu tun, aber übertreiben will ich es eben auch nicht. Muskelaufbau fällt also aus, die Arme bleiben ohne Bizepsblasen. DIe Voraussetzungen sind schon ganz gut, da ich von Natur einen insgesamt feingliedrigen Körper habe. Etwas Fett ist auchdran, aber so, dass es für ein wenig Brust und "Damenbäuchlein" mit entsprechendem Bodyshaping reicht. Hormonell Nachhelfen werde ich da nicht. Wegen der Haut versuche ich es mit reichlich Kosmetik, auch da keine Hormone. Insgesamt scheint das zwar unspektakulär, macht aber doch einiges an Arbeit, denn der Teufel steckt bekanntlich im Detail.

zu 2. Meine Anpassungen sind ja alle natürlicher Natur, teilweise aus den Wechseljahren, die die Fettverteilung positiv beeinflusst hat und anderseits aus aktiver Tätigkeit. Was die Wechseljahre angeht scheint mir doch eine Veranlagung da zu sein etwas "unmännlicher" zu werden. Liegt wohl auch an dem bei mir immer recht niedrigen Testosteron. Leider sind viele Dinge aber reversibel und bleiben nicht automatisch so. DA habe ich Bedenken dass ich meine aktive Gegensteuerung durchhalte...

zu 3. Meine Erfahrungen sind positiv, für meine Bedürfnisse reichen diese Maßnahmen völlig aus. Das macht mich zufrieden und gibt mir innere Ruhe. Aber ich habe ja auch gut reden...

Du siehst also, es gibt also auch die "ganz kleine Lösung". Und auch die kann anspruchsvoll und manchmal anstrengend sein.

Jenina
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Joe95
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Re: Gründe sich körperlich zu verändern

Post 6 im Thema

Beitrag von Joe95 »

Verändern möchte ich gewisse Gegebenheiten an meinem Körper, weil sie mir Druck und Qualen bereiten.
Die Bedenken wegen irgendwelcher Komplikationen sind für mich im Vergleich zu der Intensität des Verlangens garnicht mehr Wahrnehmbar.
Bedenken wegen der Irreversibilität gibt es absolut nicht.
Postoperative Erfahrungen habe ich keine.
Sei vorsichtig mit deinen Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen.
Natürlich ist das wahr, es steht doch im Internet!

Du hast ne Frage, brauchst Rat oder Hilfe?
Ohren verleih ich nicht, aber anschreiben darfst du mich jederzeit...
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Re: Gründe sich körperlich zu verändern

Post 7 im Thema

Beitrag von Tatjana_59 »

Hallo Laila Sarah,

zu 1). Ich wollte mich in allererster Linie für mich verändern.
Natürlich wollte ich auch besser als Frau gesehen werden, da mir das aber nie zu 100% gelingen wird, ich mir dessen immer bewusst war, war jegliche Veränderung auf meinem Weg für mein eigenes Ego das wichtigste.

Zu 2). Ja ich hatte bedenken wegen Komplikationen die auftreten könnten, habe mir aber im Vorfeld alle möglichen Infos geholt um abzuwägen was ich tun soll.
Wirklich lang im Vorfeld, obwohl ich wusste dass es auf Grund meiner allgemeinen Gesundheit ausgeschlossen ist. Tja, plötzlich standen alle Ampeln auf grün und es gab keine Sachen mehr die ich abwägen musste.
Irreversibilität war kein Thema für mich, da wusste ich auch dass ich mir keine Gedanken machen musste.

Zu 3). Meine Erfahrungen danach sind:
Es gab Komplikationen nach der Op
Es gab Komplikationen zuhause
Ich habe jetzt über neun Wochen nach Op noch Schmerzen
Ich bin noch nicht voll Einsatzfähig in Bezug auf Arbeit
Die wichtigste Erfahrung allerdings ist.
Ich würde alles wieder so machen, ich bin glücklich, mir gehts außerordentlich gut trotz den verschiedenen Unpässlichkeiten. Ich bin im Leben angekommen, angekommen auch in meinem Körper. Ich bin Frau!

LG Tatjana
Der Kopf denkt und gibt Rat.
Das Bauchgefühl gibt Rat.
Doch das Herz spricht, höre auf dein Herz!
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Re: Gründe sich körperlich zu verändern

Post 8 im Thema

Beitrag von ponygirl »

Hallo,

zu 1. ich träume immer wieder davon Brüste zu haben und mein Anhängsel unten endlich weg zu haben. Schon als Kind haßte ich dieses Gebaumel da unten. Ich mochte es vor allem nicht wenn dieses Ding steif wurde. Es wäre einfach mal schön so ins Schwimmbad zu gehen.

zu 2. Ich bin eine absolute Schisserin. Ich hätte so Angst vor denn Op's das ich wahrscheinlich noch vorher einen Herzinfarkt bekommen würde. So laß ich es halt sein und lebe mein geteiltes Leben so gut es geht.

Liebe Grüße Nina
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Re: Gründe sich körperlich zu verändern

Post 9 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Also zu 1., warum:
a) mein Wohlgefühl. Ich mag weiche Haut, unbehaarte Körper, mit Flauschmähnen. Auch an mir :) Deshalb. Ich fühle mich wohler in meinem Körper. Und weil einige Kleidung, die ich gerne trage, mit einem Körper "dazwischen" besser aussieht.
b) wie ich gesehen, eingeordnet, behandelt werde. Unverändert ist ja kein Körper nach mehreren Jahrzehnten, aber mit zu vielen "männlichen" und zu wenigen "weiblichen" Signalen werde ich gemäß männlichem Stereotyp eingeordnet und von binär-denkenden Menschen entsprechend ihres eigenen Geschlechts eingeordnet.
Und.
das.
mag.
ich.
nicht.
Ich hab keine Lust, von Männern wahlweise als Kumpel oder Konkurrenz betrachtet zu werden, oder von Frauen als "Kerl, mit dem man eh nicht über X reden kann".

Deshalb möchte ich gemischte Signale senden, auch optisch und auch ohne Klamotten.

Zu 2., Bedenken:
DIe Epilation lass ich mal weg wegen praktisch risikofrei ;)
Hormone. Östrogen. Ja, hatte ich. Respekt, weil ich bei mehreren gesehen haben, was Östrogen so bewirken kann. Bedenken wegen der häufig beschriebenen Risiken. Respekt und Bedenken bei etwas, was ich möchte führt bei mir in der Regel zu Recherche und Planung. Wie groß sind die Risiken tatsächlich, wie funktionieren die Mechanismen, wie kann ich sie verringern, rechtzeitig erkennen, das Gewünschte antesten. Und genau so haben wir (meine Liebste unterstützt mich dabei) das auch hier gemacht.

Zu 3., Erfahrungen: Bisher sehr sehr positiv. Damit eine ich nicht nur den Verlauf der Veränderungen, sondern auch die psychischen Auswirkungen. Das ist natürlich ein Gemenge mit Rückkopplungen von Selbstbild und -einordnung, hormonellen Änderungen, Reaktion der Umwelt auf die körperliche Erscheinung, Wohlgefühl im eigenen Körper. Das alles ist bei mir positiv. Ich mag mich mehr, ich mag andere mehr, andere scheinen mich auch mehr zu mögen :)
Negative Begleiterscheiningen: Minimal. Kalte, trockene Finger. Überempfindliche Nippel. Well, damit kann ich leben. Libido und Funktion bisher wie vorher.
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Re: Gründe sich körperlich zu verändern

Post 10 im Thema

Beitrag von conny »

Jenina hat geschrieben: Di 27. Mär 2018, 15:04
ich hoffe mal dass sich die Fragen an alle wenden, also auch an solche nichtswürdigen Transvestiten wie unsereine... :wink: :P
Ich denke, dass aus dem gesamten Kontext des Eingangsbeitrags klar hervorgeht, dass Transvestiten nicht gemeint sind, denn auf diese dürften die Fragen kaum zutreffen.
Laila-Sarah hat geschrieben: Di 27. Mär 2018, 12:57 Und wenn ihr die Veränderung wollt, dann die zweite Frage: Habt ihr/hattet ihr bedenken wegen den Komplikationen und der Irreversibilität dieses Prozesses ? Und dann die abschließende Frage für alle die diesen Schritt getan haben: Wie sind eure Erfahrungen danach ? Vermist ihr vielleicht ein wenig was ihr mal gewesen seit oder vielleicht doch nicht ?

Also kurz zusammengefasst:
1) Wieso wollt ihr oder wollt ihr nicht eure Körper verändern ?
2) Habt ihr/hattet ihr bedenken wegen den Komplikationen und der Irreversibilität dieses Prozesses ?
3) Wie sind eure Erfahrungen danach ?


Darunter Bodyshaping und Kosmetika zu verstehen, veralbert meiner Meinung nach diejenigen, die mit dem Beitrag gemeint sind.
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Re: Gründe sich körperlich zu verändern

Post 11 im Thema

Beitrag von Laila-Sarah »

Huhu Mädels,

Danke, euch allen für die zahlreichen Meinungen und Erfahrungen.

Obwohl die Ausgangslage bei vielen transsexuellen Damen ähnlich aussieht (und natürlich gibt es da noch die nicht strikt Transsexuellen, die einen ganz anderen Umgang mit dem Thema haben) sind die bisher eingeschlagenen Wege, die gemachten Erfahrungen und die Ambitionen für die Zukunft, wie es scheint, bei allen beteiligten Individuen verscheiden. Und das ist sehr befreiend zu Erfahren. Es scheint es gibt da keinen strengen Raster und auch Transsexualität ist, wie es aussieht, sehr sehr bunt. Und das ist gut so.

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Re: Gründe sich körperlich zu verändern

Post 12 im Thema

Beitrag von Laila-Sarah »

conny hat geschrieben: Mi 28. Mär 2018, 14:03 Ich denke, dass aus dem gesamten Kontext des Eingangsbeitrags klar hervorgeht, dass Transvestiten nicht gemeint sind, denn auf diese dürften die Fragen kaum zutreffen.
Du hast da zwar echt mit der Kernmenge, aber ich denke mal, dass es nicht schadet wenn sich wirklich alle Beteiligen. Denn irgendwie scheint ja TV/TS/NB doch miteinander sehr stark verwoben zu sein. Manche hier im Forum sind sogar der Ansicht, dass ein Übergang von TV zu TS sehr häufig erfolgt. Also ist dann ja je mehr Data wir als Input kriegen um so besser für den Thread. Alle Erfahrungen und Meinungen sind wichtig :()b :)

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Re: Gründe sich körperlich zu verändern

Post 13 im Thema

Beitrag von Jenina »

conny hat geschrieben: Mi 28. Mär 2018, 14:03 ... veralbert meiner Meinung nach diejenigen, die mit dem Beitrag gemeint sind.
Liebe Conny,

mir zu unterstellen, ich würde jemanden veralbern ist ja wohl ein starkes Stück. Klar, nur eine hochwertige TS ist ein vollwertiger Transgender. Wir blöden Transvestiten machen das ja nur so zum Spaß. Vielen Dank auch! :((a

Ich sehe es eben so, dass hier im Forum immer alle gemeint sind. Sonst wäre es ja im geschlossenen Bereich gefragt worden. Und es war mir eben ernst aufzuzeigen, dass es auch eine "ganz kleine Lösung" gibt wenn man seine Gefühle ausleben will. Und nochmal, mein trans*-sein ist mir bitterster Ernst, was im übrigen die freudigen Seiten daran nicht ausschließt.

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Re: Gründe sich körperlich zu verändern

Post 14 im Thema

Beitrag von edeka »

Laila-Sarah hat geschrieben: Di 27. Mär 2018, 12:57 1) Wieso wollt ihr oder wollt ihr nicht eure Körper verändern ?
Meine Antwort bezieht sich auf das in der Frage enthaltene nicht verändern.
Damit ist auch klar, daß die Fragestellerin alle gemeint hat !
Also, Laila, wie du selber gesagt hast ist es bei mir ganz einfach dieser Grund:
Ich kenne ja nur meinen Körper und sonst nichts. Ich bin dort drinnen groß geworden und es ist alles was ich habe.
Es wäre für mich unnatürlich , meinen Körper - also mich in meinem innersten zu verändern.
Das dürfen andere für sich gerne anders entscheiden, nichts dagegen.

LG ascona (so)
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Re: Gründe sich körperlich zu verändern

Post 15 im Thema

Beitrag von Denies »

Hallo Laila-Sarah
Also ich verändere in dem Sinne nicht meinen ganzen Körper, sondern nur Teile, vieles wie Arme, Hände, Beine, Füße, Ohren, Haut und Muskeln sind für mich immer schon Feminin gewesen, ich habe auch nie meinen Penis gehasst, weil er ist letztendlich aus der Frau entstanden, bzw, aus der Klitoris und so sehe ich auch die GA, das eben nur Schwellkörper und Haut entfernt wird und sie in die weibliche Position gebracht wird, was für mich wichtig ist eben auch Brüste zu haben.
Für mich war es lange Zeit ein sagen wir mal, ein wissentliches Manko, das ich mich einfach nur weiblich gefühlt habe und von wenigen ausnahmen auch meine Weiblichkeit bestätigt bekommen habe, aber der Rest der Welt, wollte mich eben nicht durch die Esoterische Brille sehen, (Esoterik bedeutet die Welt, ohne Brillen oder Filter sehen zu können, bzw. nicht nur seine eigene Welt sehen zu können, sondern auch die der anderen)
Aber seit meiner Transition, bin ich einfach ein Vollkommener Mensch, wobei Vollkommen nicht so gemeint ist wie wir den Ausdruck kennen, sondern eher das ich ganz und Authentisch bin und lebe, keine Rolle mehr spielen muss, meinen Gefühlen, meinem sein freien Lauf geben kann, ich das sein darf was ich bin, eine Frau, bzw. im Moment eher gefühlsmäßig noch ein Mädchen.
Also ich muss auf keinen Fall etwas für andere machen, sicher will man ein Gutes Pasing haben, was aber auch damit zu tun hat, wie sehr man (Frau) bei sich angekommen ist, wie sehr falsche Muster abgelegt werden können und wie sehr man in Eigenliebe und wie viel Selbstbewusstsein man (Frau) hat, wobei Selbstbewusstsein, hier dem Eigentlichen Wort die wahre Bedeutung gibt sich seiner Selbst (also seines Geschlechts) bewusst zu sein.

Zur Frage zwei kann ich nur sagen nein ich habe keine Bedenken, diesen Schritt der Genitalen Anpassung zu gehen, schon aber Respekt davor was ich mit meinem Körper mache (meine OP ist erst in 8 Wochen).
So etwas macht man wohl kaum für andere, das kann ich mir nicht vorstellen, man nimmt ja nicht mal eben den Blinddarm raus, sondern es geht um das eigene ankommen, wozu für mich auch die Art des Geschlechtsteil dazu gehört, ich denke um das zu verstehen muss man aber ein Stück des Weges erst einmal gegangen sein, am Anfang meiner Transition, war vieles was andere sagten noch unverständlich, man (Frau) legt ja nicht einfach einen Schalter um und alles ist anders, es ist wie gesagt ein Prozess, der bei jedem anders ist, vom Empfinden und der Dauer her, da gibt es keine Schablone, jeder Mensch ist eben Einzigartig und das ist auch gut so, was weniger gut ist, wenn die Welt das nicht sehen will, also ein Exoteriker/in ist, der die Welt nur äußerlich betrachtet.
Ich hoffe ich konnte deine Fragen richtig verstanden und ein Stück weit beantworten.
Liebe Grüße
Denies
Lebe dein wahres Leben, sonst lebst du das Leben, wie andere dich haben wollen.
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