Sexit - Keins, zwei, drei?
-
Marielle
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 1857
- Registriert: Do 11. Aug 2011, 10:52
- Geschlecht: Mensch
- Pronomen: ikke
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 0
- Kontaktdaten:
Sexit - Keins, zwei, drei?
Prof.Dr. S. Elsuni schreibt in der Einleitung zu einer Betrachtung der Optionen nach dem Options-Urteil:
"Harter oder weicher Sexit?
In dem Verfahren vor dem BVerfG standen Recht und Geschlecht auf dem Prüfstand: Recht, indem es durch das Personenstandsgesetz zum einen als rechtsverletzende und diskriminierende Struktur fungierte und in Form der Grundrechte zum anderen als Instrument des Empowerments genau dagegen zu halten war; Geschlecht als unbestimmter Rechtsbegriff, der auf interpretative Möglichkeiten und Grenzen hin überprüft wurde. Gerade die Unbestimmtheit dieses Rechtsbegriffs ermöglichte erst die rechtsverletzende und diskriminierende Dimension der rechtlichen Regelung. In der jahrzehntelang geübten Verwaltungspraxis zum -§ 21 Abs. 1 Nr. 3 PStG wurde der Interpretation des Geschlechtsbegriffs ein enges, binäres Verständnis zugrunde gelegt. Der Geschlechtseintrag einer Person in das Geburtenregister war nur möglich als entweder männlich oder weiblich — mit großen Auswirkungen auf gesellschaftlicher aber auch individueller Ebene."
In Gänze hier: http://verfassungsblog.de/harter-oder-weicher-sexit/
Davon ausgehend beschreibt sie die Möglichkeiten, die die Gesetzgeberin hat, um das Urteil in Gesetzesform zu bringen. Sie kommt dabei zu dem Schluss, dass der Verzicht auf die behördliche Verwaltung von Geschlecht nach dem PStG die eleganteste Lösung wäre.
Marielle
"Harter oder weicher Sexit?
In dem Verfahren vor dem BVerfG standen Recht und Geschlecht auf dem Prüfstand: Recht, indem es durch das Personenstandsgesetz zum einen als rechtsverletzende und diskriminierende Struktur fungierte und in Form der Grundrechte zum anderen als Instrument des Empowerments genau dagegen zu halten war; Geschlecht als unbestimmter Rechtsbegriff, der auf interpretative Möglichkeiten und Grenzen hin überprüft wurde. Gerade die Unbestimmtheit dieses Rechtsbegriffs ermöglichte erst die rechtsverletzende und diskriminierende Dimension der rechtlichen Regelung. In der jahrzehntelang geübten Verwaltungspraxis zum -§ 21 Abs. 1 Nr. 3 PStG wurde der Interpretation des Geschlechtsbegriffs ein enges, binäres Verständnis zugrunde gelegt. Der Geschlechtseintrag einer Person in das Geburtenregister war nur möglich als entweder männlich oder weiblich — mit großen Auswirkungen auf gesellschaftlicher aber auch individueller Ebene."
In Gänze hier: http://verfassungsblog.de/harter-oder-weicher-sexit/
Davon ausgehend beschreibt sie die Möglichkeiten, die die Gesetzgeberin hat, um das Urteil in Gesetzesform zu bringen. Sie kommt dabei zu dem Schluss, dass der Verzicht auf die behördliche Verwaltung von Geschlecht nach dem PStG die eleganteste Lösung wäre.
Marielle
As we go marching, marching, we bring the greater days
For the rising of the women, means the rising of the race
No more the drudge and idler ten that toil where one reposes
But the sharing of life's glories, Bread and Roses, Bread and Roses.
For the rising of the women, means the rising of the race
No more the drudge and idler ten that toil where one reposes
But the sharing of life's glories, Bread and Roses, Bread and Roses.
-
Michi
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 6009
- Registriert: Mo 19. Dez 2016, 09:45
- Pronomen: sie
- Forum-Galerie: gallery/album/11
- Hat sich bedankt: 748 Mal
- Danksagung erhalten: 915 Mal
- Kontaktdaten:
Re: Sexit - Keins, zwei, drei?
Meine Meinung: Harter Sexit!
Ja, ich hatte sogar als Lösungsvorschlag eingebracht, zwecks Interessenausgleich/-abwägung eine optionale geschlechtsbeschreibende Bezeichung (Frau/Herr/...) als Namenszusatz einzuführen. Dabei hatte ich natürlich auch den Hintergedanken, dass Herr bzw. Frau bei einem Neugeborenen oer Kind ziemlich albern klingt, und diese sinnvollerweise später, also z.B. bei der Beantragung des Personalausweises selbst gewählt werden könnte. Es könnte also dann weiterhin stehen: "Frau Maxi Mustermann".
Aber ok, ich habe meine Überlegungen bisher noch nicht als "die eleganteste Lösung" bezeichnet. Da kann ich natürlich nicht mit der Person "Prof.Dr. S. Elsuni" mithalten. Das ist ja logisch.
Michi
PS: Der Clown, den ich als Mitternachtsimbiss hatte, schmeckte komisch.
Ich habe hier auch schon vor ein paar Monaten gschrieben, dass das Geschlecht Privatsache ist, und warum ich das für die bessere Lösung halte, die amtliche Kategorie "Geschlecht" abzuschaffen. Doch da hatte ich leider einen Großteil der Mädels gegen mich, die sich den Eintrag "weiblich" erstritten haben, und nun wie der Großteil der Menschen in diesem Land Angst haben, dass ihnen was weggenommen würde.Marielle hat geschrieben: Mo 20. Nov 2017, 22:24 Sie kommt dabei zu dem Schluss, dass der Verzicht auf die behördliche Verwaltung von Geschlecht nach dem PStG die eleganteste Lösung wäre.
Ja, ich hatte sogar als Lösungsvorschlag eingebracht, zwecks Interessenausgleich/-abwägung eine optionale geschlechtsbeschreibende Bezeichung (Frau/Herr/...) als Namenszusatz einzuführen. Dabei hatte ich natürlich auch den Hintergedanken, dass Herr bzw. Frau bei einem Neugeborenen oer Kind ziemlich albern klingt, und diese sinnvollerweise später, also z.B. bei der Beantragung des Personalausweises selbst gewählt werden könnte. Es könnte also dann weiterhin stehen: "Frau Maxi Mustermann".
Aber ok, ich habe meine Überlegungen bisher noch nicht als "die eleganteste Lösung" bezeichnet. Da kann ich natürlich nicht mit der Person "Prof.Dr. S. Elsuni" mithalten. Das ist ja logisch.
Michi
PS: Der Clown, den ich als Mitternachtsimbiss hatte, schmeckte komisch.
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
-
Renée
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 355
- Registriert: So 30. Jul 2017, 21:19
- Geschlecht: nb
- Pronomen: Sie
- Wohnort (Name): Magdeburg
- Hat sich bedankt: 33 Mal
- Danksagung erhalten: 20 Mal
- Gender:
- Kontaktdaten:
Re: Sexit - Keins, zwei, drei?
Da machst du dir zu viele Gedanken. Das wird heute schon gemacht. Meine Kinder bekamen im Alter von ein paar Wochen ihre persönliche Steuer-ID zu gesandt. Ansprache "Sehr geehrte Frau..." Sehr geehrter Herr.." Ich fand das damals urkomisch . Im Text stand dann noch sie sollen dieses Schreiben gut verwahrenMichiWell hat geschrieben: Di 21. Nov 2017, 01:06 Dabei hatte ich natürlich auch den Hintergedanken, dass Herr bzw. Frau bei einem Neugeborenen oer Kind ziemlich albern klingt,
. Ok den Beamten-Drei-Kampf hat Papa übernommen. Dem Computer ist das herzlich egal wie alt derjenige ist, dem er diese Schreiben zusendet. In der Geburtsurkunde steht männlich / weiblich dementsprechend folgt Herr / Frau eine einfache Routine . Da frag mich nur wenn heute in der Geburtskunde dies offengelassen wird, wie die Anrede dann ist.
Liebe Grüße
Renée
Wenn jemand zu Dir sagt "Das geht nicht". Denk daran, es sind seine Grenzen, nicht Deine.
Renée
Wenn jemand zu Dir sagt "Das geht nicht". Denk daran, es sind seine Grenzen, nicht Deine.
-
Michi
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 6009
- Registriert: Mo 19. Dez 2016, 09:45
- Pronomen: sie
- Forum-Galerie: gallery/album/11
- Hat sich bedankt: 748 Mal
- Danksagung erhalten: 915 Mal
- Kontaktdaten:
Re: Sexit - Keins, zwei, drei?
Du meinst "Falten - Lochen - Heften"? Ist das überhaupt noch zeitgemäß?
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.