Redezeit! Austausch- und Nachrichten-Portal für intergeschlechtliche und transsexuelle Menschen, Crossdresser, nonbinä¤re Menschen, Feministinnen, Luder, Hexen
habe lange nichts mehr von mir hören lassen.
Nun ich bin im Internet mal wieder auf etwas gestoßen, dass ich euch nicht vorenthalten möchte. Es geht um die Reaktionen der Gesellschaft und der tatsache, dass es Crossdresser und Transgender in der Gesellschaft nicht leicht haben.
Punkt 1 ist ein Buch, dass Aldi derzeit wohl im Sortiment hat, vielleicht habt ihr davon schon gehört. Eigentlich regen sich da die Leute nur über den Titel des Buches auf, ohne es vorhin je gelesen zu haben!
Punkt 2 ist ein Video (englisch) in dem es um eben jenes unverständnis der Leute geht und um die sogenannten "Stereotypen".
Die australische Kundin kann ja meinen, was sie will, aber was mich wirklich pissig macht, ist wenn Leute in ihrer Argumentation sich nicht an die Fakten halten, sondern eine Menge frei erfundene Sachen dazu erfinden - z.B.: "Die wollen die Kinder sexualisieren ..." Davon würde ich wetten, ist in dem Buch nirgendwo die Rede. Das ist genau wie wenn irgendwelche AfDer erst damit anfangen, Gender Mainstreaming zu erwähnen, dann vermischen die Themen wie Transsexualität damit und gleich sind die Politiker, die nach ihrer Aussage Gender Mainstreaming befürworten schon Kinderschänder und labern von einer angeblichen Genderverschwörung - was auch immer das sein soll. Das wird nämlich auch nie konkret definiert.
Wenn man die fragt warum auch noch Frauen von ihrer Partei sich gegen Gender Mainstreaming aussprechen und nicht einfach zu Hause in der Küche bleiben, wo sie hingehören, fragen die auch noch, was das eine mit dem anderen zu tun haben sollte? Die Idioten kennen in der Regel gar nicht die Grunddefinition für Gender Mainstreaming.
Die nehmen einfach ein Wort, ein Prinzip, hinter dem eigentlich jeder vernünftig und modern denkender Mensch stehen sollte, dann erfinden die eine ganz neue Definition dafür und schieben dann die Befürworter diese von ihnen erfundenen Definition oder Argumentationskette in die Schuhe. Das machen die in vielen Zusammenhängen.
Das ist auch das Prinzip in der Argumentation von dieser Australierin.
Der wirkliche Fehler ist dann, dass Leute mit denen auf ihren Prämissen und aufgrund ihrer neu geschaffenen Wirklichkeit diskutiert. Da sollte man sofort bremsen und die Sachen auf den Punkt bringen - sofort Aufmerksamkeit auf den Trick bringen, den anzuwenden versuchen.
Lina hat geschrieben: Mo 11. Sep 2017, 14:01
Die australische Kundin kann ja meinen, was sie will, aber was mich wirklich pissig macht, ist wenn Leute in ihrer Argumentation sich nicht an die Fakten halten, sondern eine Menge frei erfundene Sachen dazu erfinden - z.B.: "Die wollen die Kinder sexualisieren ..." [...]
Das ist genau der Punkt. Es wird etwas genommen, komplett verdreht, mit erfundenen Sachen angereichert, und sich darüber künstlich ausgeregt.
Ich hatte irgendwo mal darüber geschrieben, wie aus einem Unterrichtsprogramm von Ende der 1960er Jahre, welches Kindern vermitteln sollte, wie sich homosexuelle Menschen fühlen, die zwangsweise auf Hetero umerzogen werden sollen, von den "Besorgten Eltern" ein Umerziehungsprogramm gemacht wurde, mit dem ihre Kinder angeblich homosexuell gemacht werden sollten.
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
...mal ganz grätzig und provokant formuliert: an anderer Stelle nennt sich so ein argumentatives Verhalten Politik.
Da gibt es auch so einen Spruch zu: Behaupte etwas und überzeuge die Leute dann vom Gegenteil...oder so ähnlich, ich habe es nicht mehr auf den Lippen.
Und am nächsten Tag heißt es dann, was kratzt mich mein Geschwätz von gestern.
Ulrike-Marisa hat geschrieben: Mo 11. Sep 2017, 15:05
...mal ganz grätzig und provokant formuliert: an anderer Stelle nennt sich so ein argumentatives Verhalten Politik.
Da gibt es auch so einen Spruch zu: Behaupte etwas und überzeuge die Leute dann vom Gegenteil...oder so ähnlich, ich habe es nicht mehr auf den Lippen.
Und am nächsten Tag heißt es dann, was kratzt mich mein Geschwätz von gestern.
Gruß, Ulrike-Marisa
Stimmt auch - aber der wirkliche Fehler ist trotzdem, das auf ihren Prämissen zu diskutieren. Ich habe mal in einem entsprechenden Thread aus dieser politischen Ecke in YT, die Leute da aufgefordert mal ihre eigenen Schlagwörter klar zu definieren und dabei auf ihre Widersprüche hingewiesen. Erst kamen nur peinlich dumme Antworten, dann waren die so überfordert, dass mein Post als Topkommentar lange stehen blieb. Das wurde offensichtlich dem Kanalbesitzer so peinlich, dass er die Kommentarsektion geschlossen hat.
Ich schätze, so könnte man sie in 90% ihren öffentlichen Auftritten mit ihnen umgehen. Leider kommt selten jemand darauf. Vielleicht solltet ihr euch überlegen, ob das nicht eine brauchbare Taktik wäre. Auch in irgendeiner abgewandelten Form. Jeder Debateur ist ja nicht gleich. Und dann natürlich nur Zeit darin investieren, wenn es tatsächlich ein Publikum gibt, das mit liest oder mit hört.
Hallo,
ich bin auch zufällig auf den Artikel gestossen. Meine Reaktion: gleich bei Amazon das Buch bestellt. Dann kann ich mitreden. Und meinem Englisch hilfts vielleicht auch
Merkwürdigerweise habe ich bei einem erneuten Versuch, den Artikel für das Einstellen ins Forum, ihn nicht mehr gefunden. Aber ihr habt ihn ja jetzt eh schon.
LG Tina
I am what I am and what I am needs no excuses (Gloria Gaynor)
Tina124 hat geschrieben: Di 12. Sep 2017, 22:20
Hallo,
ich bin auch zufällig auf den Artikel gestossen. Meine Reaktion: gleich bei Amazon das Buch bestellt. Dann kann ich mitreden. Und meinem Englisch hilfts
LG Tina
Hallo,
Wer sein Englisch nicht trainieren will, kann es auch auf Deutsch lesen: