Der (zu) lange Weg zur Wahrheit
Der (zu) lange Weg zur Wahrheit

Crossdressing und selbst Erlebtes... Erdachtes
Antworten
Conny73
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 100
Registriert: Di 4. Jul 2017, 20:52
Geschlecht: weiblich
Pronomen: sie
Wohnort (Name): Ochtrup
Gender:
Kontaktdaten:

Der (zu) lange Weg zur Wahrheit

Post 1 im Thema

Beitrag von Conny73 »

Ich lese bereits seit ein paar Monaten hier im Forum mit. Die Idee mich hier zu outen existiert fast genau so lange. Wie es scheint, ist die Zeit nun endlich gekommen. Jetzt schreib ich euch erst mal die Haare glatt und heule mich mal aus. Ich schiebe das eh schon viel zu lange vor mir her. Warum noch länger warten?

Damenkleidung fasziniert mich bereits seit der Pubertät - wahrscheinlich aber schon davor. Ab einem gewissen Alter verlassen einen ja schon mal die Erinnerungen. Das etwas nicht stimmt war mir schon damals klar - nur gab es niemanden der mir das Erklären oder mit dem ich darüber hätte reden können. Soweit, so klassisch. Und bevor jemand fragt: Mamas Strumpfhosen waren toll. Und die Unterarm langen Samthandschuhe erst... Wow. Von den Röcken rede ich gar nicht erst.

Mich so akzeptiert, wie ich nun mal bin, hab ich mich allerdings erst über ein viertel Jahrhundert später.

Irgendwann tummelten sich im meinem Kleiderschrank bereits ein paar selbst erworben, "unpassende" Kleidungsstücke nur mal so zum "ausprobieren wie das so ist". Und selbst zu dieser Zeit konnte und wollte ich mir einfach nicht eingestehen, das ich wohl mindestens das bin was man einen Crossdresser nennt und ich es niemals werde ändern können. Es konnte einfach nicht sein, was nicht sein durfte. So simpel wie blöd. Vermutlich wird die erzkonservative Umgebung in der ich Lebe dazu beigetragen haben. Ständig dumme Sprüche und Unverständnis über alles und jeden der nicht ins Weltbild passt. Hauptsächlich stand ich mir mit meiner Angst vor der Wahrheit aber selber im Weg. Also hab ich mir immer und immer wieder eingeredet: Jetzt sei keine Enttäuschung! Sei ein Mann wie es erwartet wird! Verdränge es! Das ist nur eine Phase, die geht bald vorbei.

Ging sie aber nicht. Die Phase wurde immer länger und länger. Und dann noch länger. Erst Jahre, dann Jahrzehnte. Ich könnte schon wieder heulen beim Schreiben. So viele verlorene Jahre...

Also hab ich mir und allen Anderen gegenüber eine Lüge gelebt. Bei den Anderen wird sich daran wohl nichts ändern — so leid es mir auch tut. Obwohl es mir in letzter Zeit immer häufiger — unbewusst vielleicht sogar absichtlich — passiert, dass ich diverse für einen alleinstehenden Mann unpassende Sachen "vergesse" wegzuräumen.Da stehen schon mal Nagellackfläschchen im Regal, die Perlenkette liegt im Sessel, der Damenrasierer auf dem Wohnzimmertisch und solche Sachen halt. Ich komme mir teilweise vor wie ein Serienkiller der unbedingt erwischt werden will. Sherlock könnte es jedenfalls problemlos herleiten. Wenn mal irgendwer versehentlich in mein Schlafzimmer guckt (ich lebe alleine — da fliegt alles kreuz und quer herum und ein Paar High Heels kann man ja noch erklären. Aber nicht acht..) platzt der Ballon sowieso. Der Tag wird kommen und ich hab noch eine Heidenangst davor. Ich schweife ab...

Der innere Druck wurde über die Jahre immer stärker und an einem Freitagabend vor gut zwei Jahren hatte ich plötzlich keine Kraft und keine Lust mehr, mich ständig gegen den Drang zu wehren und alles weiterhin zu verdrängen. Alle aufgebauten Verdrängungsmechanismen und Blockaden sind innerhalb von Sekunden zusammengebrochen, ich hab ein paar Stunden geheult, mich widerspruchslos akzeptiert wie ich bin und ab da der Geschichte freien Lauf gelassen. Seit dem will ich irgendwie alles nachholen und es gibt kein Halten mehr: FSH, halterlose Strümpfe, Ballerinas, High Heels, Röcke, Ringe,überall Kettchen und Bling-Bling,Nagellack, Unterwäsche und in der bis lang letzten Eskalationsstufe ging es dann allen Haaren unterhalb der Nase an den Kragen. Wieso hat mir eigentlich keiner gesagt, dass das so angenehm ist? Immer werden mir die Details verschwiegen.

Seit dem Eingeständnis mir selbst gegenüber hat sich meine Einstellung zum Leben verändert. Irgendwie sehe ich alles etwas lockerer, bin befreiter und ruhiger. Gut schlafen kann ich auch wieder. Vielleicht wird das alles durch dieses Mini-Outing noch viel besser. Allerdings frage ich mich seit dem, ob da nicht eventuell irgendwo noch mehr schlummert und stelle mir immer neue Fragen.

Wer bin ich überhaupt?
Bin ich einfach nur verrückt? (das kann ich mittlerweile ausschließen)
Bin ich Mann, Frau, irgendwas dazwischen oder gar ein Alien?
Bin ich eine gespaltene Persönlichkeit? (das könnte ich auch streichen sagt der andere Ich mir grade)
Ist womöglich von Anfang an bei mir alles schief gelaufen und bin ich gar im falschen Körper gelandet?

Ich weiß es nicht und habe irgendwie Angst vor einigen Antworten. Ich hab vor vielem Angst merk ich grade.

Das mit dem falschen Körper würde allerdings erklären wieso mir bis dahin der einzige verfügbare völlig egal war und ich ihn behandelt habe wie eine Biotonne. Ich hab alles in mich hinein geworfen was flüssig (sehr, sehr gerne auch alkoholisch), süß, fettig, sauer, salzig oder einfach nur da war. Die gesundheitlichen Quittungen für diesen Irrsinn hab ich bereits mehrfach bekommen. Und selbst diese sehr lauten und deutlichen Warnschüsse haben mich bis zu jenem Moment vor 2 Jahren nicht davon abgehalten diesen selbstzerstörerischen Weg über Jahrzehnte weiter zu gehen — wird schon gut gehen. Ging es regelmäßig nicht. Wie war das noch in diesem einen Computerspiel? Das Hauptmerkmal von Wahnsinn ist es, immer wieder das gleiche zu tun und zu hoffen das sich etwas ändert. War ich also wahnsinnig, leichtsinnig oder hab ich mich einfach nur abgrundtief gehasst? Weiß ich auch nicht. Es wird aber langsam alles besser.

Es werden bestimmt noch viele Fragen auftauchen und vielleicht finde ich hier ja die Antworten. Eine hab ich jedenfalls schon gefunden: Alleine bin ich nicht!

So. Ich habe fertig. Ist recht viel Text geworden. Danke fürs zuhören oder besser gesagt lesen.

Liebe Grüße
eure Trillian

Ach ja: ich hab mittlerweile einen veritablen und auch nicht ganz günstigen Schuhtick entwickelt. Ich denke das gehört aber irgendwie dazu. Gibt sich das wieder? Wenn nicht, dann brauch ich wohl mehr Geld ...
I am not supposed to be normal - i am supposed to be me!
JaquelineL
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 860
Registriert: So 24. Nov 2013, 20:45
Geschlecht: Bio-TS
Pronomen: sie
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Der (zu) lange Weg zur Wahrheit

Post 2 im Thema

Beitrag von JaquelineL »

Liebe Trillian,
Trillian hat geschrieben: Fr 7. Jul 2017, 22:54 So. Ich habe fertig. Ist recht viel Text geworden. Danke fürs zuhören oder besser gesagt lesen.
vielen Dank dafür, es war interessant geschrieben und gern gelesen.
Trillian hat geschrieben: Fr 7. Jul 2017, 22:54 Ach ja: ich hab mittlerweile einen veritablen und auch nicht ganz günstigen Schuhtick entwickelt. Ich denke das gehört aber irgendwie dazu. Gibt sich das wieder? Wenn nicht, dann brauch ich wohl mehr Geld ...
Das gibt sich nicht wieder, man kann höchstens versuchen, es einzudämmen :P Und selbst wenn Du das mit dem Geld hinbekommen hast: Wo soll man nur all den Platz hernehmen :cry:
Today is the first day of the rest of my... forget it.
Conny73
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 100
Registriert: Di 4. Jul 2017, 20:52
Geschlecht: weiblich
Pronomen: sie
Wohnort (Name): Ochtrup
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Der (zu) lange Weg zur Wahrheit

Post 3 im Thema

Beitrag von Conny73 »

Hallo JaquelineL,

ach her je - das Problem mit dem Platz hab ich noch gar nicht auf dem Schirm gehabt. Die Bude ist eh schon so voll...
I am not supposed to be normal - i am supposed to be me!
ULI67
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 409
Registriert: Fr 21. Apr 2017, 21:14
Geschlecht: keine Ahnung
Pronomen:
Kontaktdaten:

Re: Der (zu) lange Weg zur Wahrheit

Post 4 im Thema

Beitrag von ULI67 »

Hallo Trillian,
Deine Geschichte kenne ich nur zu gut....
Irgendwie will man sich an seinem Körper rächen, dass er nicht zum Kopf passt... besser gesagt was da drin ist... der einzige Vorteil hieraus ist die fettansammlung an der Brust, die sich zu kleinen Brüsten formen lassen.
Du hast recht, solange man selbst nicht akzeptiert, macht man sich nur krank... auch wenn man nicht weiß wie weit die Reise geht..das ist bei jeder von uns etwas anders... alles Gute auf deinem Weg
Ja... ich bin eine Frau 👩
Conny73
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 100
Registriert: Di 4. Jul 2017, 20:52
Geschlecht: weiblich
Pronomen: sie
Wohnort (Name): Ochtrup
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Der (zu) lange Weg zur Wahrheit

Post 5 im Thema

Beitrag von Conny73 »

Hallo Uschi,

nachdem ich deine Antwort und meinen Text dort oben nochmals durchgelesen habe, habe ich erst wirklich realisiert wie sehr ich meinen Körper ruiniert habe. Alles Kaputt. Bandscheiben hin, überall Entzündungen (auch im Hirn) vom Bauchfett, die Pumpe ist auf dem Sprung, Nerven hab ich gar keine mehr und so weiter. Wenn ich das ganze von meinem jetzigen Standpunkt aus betrachte "¦ kennst du die Geschichte mit dem Frosch im Topf mit Wasser das langsam erhitzt wird und der sitzen bleibt bis er gekocht wird? Ich war wohl dieser blöde Frosch und jetzt hab ich den Salat, den ich besser hätte essen sollen. Mal gucken, was noch zu retten ist. Wenigstens ist nichts wichtiges abgefallen.

Jetzt jammre ich schon wieder herum.

An alle, die wie ich versuchen das ganze zu verdrängen: last es und kommt mit euch ins Reine — und zwar Zeitnah — alles andere ist Blödsinn, Zeitverschwendung und führt im Idealfall zu nichts.
I am not supposed to be normal - i am supposed to be me!
Michelle_Engelhardt
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 4016
Registriert: Mi 27. Aug 2014, 14:15
Geschlecht: weiblich
Pronomen: sie
Wohnort (Name): Dortmund
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Der (zu) lange Weg zur Wahrheit

Post 6 im Thema

Beitrag von Michelle_Engelhardt »

Trillian hat geschrieben: Sa 8. Jul 2017, 18:49 An alle, die wie ich versuchen das ganze zu verdrängen: last es und kommt mit euch ins Reine — und zwar Zeitnah — alles andere ist Blödsinn, Zeitverschwendung und führt im Idealfall zu nichts.
(ap) (ap) (ap) ......mehr hab ich dazu nicht zu sagen (moin)
Brauchst Du Hilfe oder einfach jemanden zum quatschen? Schick mir 'ne PN!

Weihnachtsmarkt ist das Wacken für Büroangestellte!
ExUserIn-2026-04-08
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 3887
Registriert: Do 20. Nov 2014, 15:59
Pronomen:
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Der (zu) lange Weg zur Wahrheit

Post 7 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Und selbst wenn Du das mit dem Geld hinbekommen hast: Wo soll man nur all den Platz hernehmen :cry:
Hallo Trillian,

Du hast doch schon alles notwendige aufgeschrieben, die Tür ist offen, Du musst nur noch durch.

Du schreibst "jammern", ich nenne es der Vergangenheit hinterher heulen. Ist es das was Du willst ? Oder wäre es nicht besser, wenn Du Dein Leben nach dem ausrichtest, was vor Dir liegt. Salat, Gemüse und Obst ist ja kein schlechter Anfang. Und immer, wenn Du ins Heulen kommst, gehst Du eine halbe Stunde Joggen oder schwimmen. So kannst Du das Üble nutzen, Dir Gutes zu tun. Nach ein paar Wochen erkennst Du Dich nicht wieder.

Lerne auf Deine Gefühle zu hören. Sagen sie Dir, dass es gut ist, ist es gut. Sagen sie, es ist schlecht, ist es schlecht. Wie kannst Du die Einen von den Anderen unterscheiden ? Wenn Du Ruhe hast, z.B. nach dem Aufwachen, stelle Dir etwas sehr Schönes vor, achte auf Dein Gefühl dazu. Das sind gute Gefühle. Wenn Du die gelernt hast, kannst Du es vorsichtig mit schlechten Ereignissen tun.

Ich habe es so gemacht und es war gut so. Ich habe dadurch gelernt, meinen Körper zu lieben, egal, ob die geschlechtlichen Attribute richtig waren oder nicht. Aber was dieser Körper alles kann, ist wunderbar. Es ist ein Wunderwerk. Er repariert sich selber, beschützt mich gegen Krankheitserreger, lässt mich denken und empfinden und ist auch noch Wegweiser für mein Leben. Und das alles gleichzeitig. Das meine Geschlechtsorgane nicht ganz so ausgefallen sind, wie ich es mir (manchmal) wünschen würde, ist da nur für mich noch nebensächlich, auch wenn es mir manchmal wichtig erscheint.

Mein Körper und ich sind eine Einheit, weil er für mich so viel tut. Und selbst wenn ich daran etwas ändern wollte, würde er mir helfen. Frieden mit meinem Körper zu machen und zu halten, halte ich für sehr wichtig. Ich habe keine Alternative ...

Pass' auf Dich auf.
Viele Grüße
Vicky

Respekt ist nicht teilbar.
Conny73
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 100
Registriert: Di 4. Jul 2017, 20:52
Geschlecht: weiblich
Pronomen: sie
Wohnort (Name): Ochtrup
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Der (zu) lange Weg zur Wahrheit

Post 8 im Thema

Beitrag von Conny73 »

Danke für deine Worte, Vicky. Ich hatte gar nicht mitbekommen, das du hier etwas geschrieben hattest. Sorry für die späte Antwort.

Ich werde deinen Ratschlag zum Lernen meiner eigenen Gefühle befolgen. Im Moment herrscht dort noch absolutes Chaos und wie du schriebst fällt es mir tatsächlich recht schwer, überhaupt irgendwelche Gefühle zu interpretieren.

Der verlorenen Zeit ewig hinterhertrauern will ich ja grade nicht und auf gar keinem Fall jemandem damit auf die Nerven gehen. Was war, war. Aber was kommt will ich nicht auch noch verpassen. Ich denke das ich auf dem richtigen Weg bin - alleine das jetzt mehr als Null Menschen wissen was ich so "treibe" war,so glaube ich jedenfalls, eine Gute Entscheidung. Wenigstens bin ich aber schon mal auf einem Weg los gelaufen. Welche Gabelungen dieser noch haben wird, wo jener endet und ob irgendwo ein Auto steht und plötzlich alles rasend schnell geht ... wird echt spannend.

Meinem Körper vertraue ich jetzt einfach mal - mit ein wenig Hilfe von mir wird der das wohl hinbekommen. Wird ein Haufen Arbeit für beide :-)

Liebe Grüße
Trillian
I am not supposed to be normal - i am supposed to be me!
Simone 65
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 2252
Registriert: Mi 9. Mär 2016, 09:05
Geschlecht: Ich bin ein Mensch
Pronomen: Frau
Wohnort (Name): Reichenbach an der Fils
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Der (zu) lange Weg zur Wahrheit

Post 9 im Thema

Beitrag von Simone 65 »

Hallo Trillian. Wie kommst Du zu den Namen?
Nein , war nur eine Frage .
Der lange Weg zur Wahrheit. Deine Geschichte. Die Wahrheit zu finden , das kann dauern , oder Du findest Sie nie .
Ich lese Deine Geschichte , habe sie vor Tagen schon gelesen , heute noch mal . Ich habe darüber nachgedacht ob und wie ich schreibe .
Ich lese Deine Geschichte und denke , die kenne ich doch . Zum Teil geht es mir doch auch so. Aber unsere Leben sind nicht gleich.
Ich habe Es 40 Jahre verdrängt , es nur heimlich getan . Es war niemand da , der mich erwischen konnte.
Ich brauchte niemand belügen , nur mich selbst.
Das mache ich nicht mehr . Seit dem ich seit letzten Jahr raus gehe , als Simone . Das ist so gut , so schön . Ich habe meine Mutter , meine Schwestern und den Rest der Familie eingeweiht. Ich bin Frei. Ich lebe .
Ich habe mich viele Jahre vernachlässigt, mein Körper . Er war mir egal. Bis zu 180 Kilo.
Aber höre auf Deine Gefühle. Das ist ein guter Ratgeber. Ein Teil meines Weges hast Du schon hinter Dir. Wo bei ich weiss selber nicht , wo der Weg hingeht .
Kann ich Dir ein Ratschlag geben ? Eigentlich sollte ich das nicht tun. Nur Einen , verstecke Dich nicht .
Liebe Grüße Simone.
Ich weiss ,ich bin ein Mensch und nur Das zählt.
Ich bin nur ein kleines Licht , aber ich leuchte .
Alle Menschen sollen mich sehen .
Magdalena
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 2717
Registriert: Di 4. Feb 2014, 10:17
Geschlecht: weiblich
Pronomen: sie
Wohnort (Name): Dresden
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Der (zu) lange Weg zur Wahrheit

Post 10 im Thema

Beitrag von Magdalena »

Hallo Trillian,

alles was Du so beschrieben hast, in jede in der einen oder anderen Form erlebt und durchlebt. Du siehst es geht Dir so wie vielen anderen auch. Da ist etwas, was augenscheinlich nicht zusammen passt, zusammen passen will. Der Weg es zu erkennen ist lang und eben auch manchmal selbstzerstörerisch. Es beginnt meist damit, es aus seinem Kopf zu verdrängen und sucht dafür Ersatz. Bei dem einen ist es die Arbeit als Droge, leistet meist auch noch gern Überstunden bis zum Umfallen. Oder eben man macht Raubbau an sich selbst, üppige Essen, Alkohol, Nikotin. Nur um eine Bestätigung zu bekommen und anerkannt zu werden, ruiniert man sich selbst. Um dann eines Tage festzustellen, halt, dass kann doch nicht ich sein. Dann ist es aber noch nicht zu spät die Notbremse zu ziehen. Vielmehr sich aber auch Hilfe zu holen. Diese Hilfe muss nicht immer in einer Therapie enden. Mir hat zum Beispiel hier das Forum geholfen, und dass obwohl ich nicht direkt nach Hilfe gefragt habe. Hier habe ich zunächst erfahren, ich bin nicht allein mit meinen Problemen. Andere haben vieles ebenso durchlebt. Ich bin keine Ausgeburt der Hölle. Gut ich bin vielecht anders als die Menschen in meiner unmittelbaren Umgebung, aber nicht allein in dieser Welt. Ach ja verfalle nicht gleich darin alles auf einmal nachholen zu wollen. Es ist kein einfacher Weg, auch wenn die dicksten Steine aus dem Weg geräumt sind, so kommen immer wieder Situation, die einen aufs neue Zweifeln lassen. Zweifeln ob der eingeschlagene Weg der Richtige ist. Es wird sicher auch mal Enttäuschungen geben. Und es werden immer wieder neue Fragen auftauchen. Und diese Fragen kannst nur Du allein beantworten, es ist Dein Leben und Dein Weg. Und wer sagt, es ist leicht. Nein leicht ist es nicht, doch Du wirst am Ende Deinen Lohn bekommen.

Viele liebe Grüße Magdalena
Lebe jeden Tag.
Olivia
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 2211
Registriert: Fr 13. Apr 2012, 11:25
Geschlecht: ?
Pronomen: ?
Wohnort (Name): Regensburg
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Der (zu) lange Weg zur Wahrheit

Post 11 im Thema

Beitrag von Olivia »

Hallo Trillian,

nein, Du bist mit Deiner Geschichte ganz und gar nicht alleine - vielen hier, auch mir, ist es ähnlich oder vergleichbar ergangen. Viele, auch ich, haben diese Erfahrungen machen müssen. Ich denke, Du bist hier im Forum gut aufgehoben und Du wirst sehr schnell sehen, dass Du hier gut aufgenommen wirst.

Liebe Grüße von Olivia
Conny73
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 100
Registriert: Di 4. Jul 2017, 20:52
Geschlecht: weiblich
Pronomen: sie
Wohnort (Name): Ochtrup
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Der (zu) lange Weg zur Wahrheit

Post 12 im Thema

Beitrag von Conny73 »

Simone 65 hat geschrieben: Do 13. Jul 2017, 03:07 Hallo Trillian. Wie kommst Du zu den Namen?
Nein , war nur eine Frage .
Ich war bei dem Namen mal wieder sehr kreativ und habe den aus dem Buch "Per Anhalter durch die Galaxis" geklaut. Ist die etwas längere Kurzform vom Tricia und nur ein Nickname. Einen anderen Namen hab ich mir noch nicht ausgesucht. Obwohl sich Tricia ja anbieten würde.

Dank an alle für die aufmunternden Worte. Wenn es vielen so geht wie mir und es alle geschafft haben, werde ich das auch hinbekommen. Hab ich jetzt beschlossen.

Da fällt mir grad was auf. Ich hab hier mittlerweile mehr Beiträge geschrieben als in allen anderen Foren vorher zusammen. Das ist ja für meine Verhältnisse schon fast extrovertiert zu nennen...

Liebe Grüße
Trillian
I am not supposed to be normal - i am supposed to be me!
Mina
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 1258
Registriert: Mi 26. Apr 2017, 18:23
Pronomen:
Kontaktdaten:

Re: Der (zu) lange Weg zur Wahrheit

Post 13 im Thema

Beitrag von Mina »

Trillian hat geschrieben: Do 13. Jul 2017, 19:44 mehr Beiträge geschrieben als in allen anderen Foren vorher zusammen
Ohne jetzt ne glitschige Fährte hinter mir her ziehen zu wollen - aber ja, in diesem Forum fällt das Schreiben leicht weil es so herrlich lebensnah zugeht! Ich mag das sehr. )))(:
Ziel: Human being -> Ist Dein Ziel erreicht, war es zu niedrig angesetzt -> Der Weg ist das Ziel!
Antworten

Zurück zu „(Eigene) Berichte und Geschichten“