Ich und meine Stimme... :(
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Lebensplanung, Standorte
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steffiSH
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Re: Ich und meine Stimme... :(

Post 1 im Thema

Beitrag von steffiSH »

Delfinium hat geschrieben: Fr 7. Jul 2017, 06:59 Haben hier einige schon mehrere Stunden beim Logopäden gehabt und können mir verraten wie hoch ich meine Erwartungen einstellen sollte?
Beim Forentreffen 2016 im Sonntagsclub hat eine TS und Logopädin einen Vortrag gehalten, ihre Stimme klang schon eindeutig weiblich.
sum sum sum - no Latein
Michelle_Engelhardt
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Re: Ich und meine Stimme... :(

Post 2 im Thema

Beitrag von Michelle_Engelhardt »

Hi Delfinium,

ich kann Dich sehr gut verstehen, denn Stimme ist bei mir auch so ein Problem. Wenn Du streamst, warum schreibst Du dann in Deinem Profil nicht rein, das Du TS bist? Somit kommt keiner auf die Idee, das Du Leute verarschen willst. Ansonsten gibt es hier im Forum schon mehrere Threads zum Thema Logopädie, Stimmtraining usw.

LG
Michelle
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Re: Ich und meine Stimme... :(

Post 3 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2019-12-18 »

Hallo,

auch bei uns war diese Woche eine Logopädin und hat sich und ihre Methode vorgestellt.
Drei unserer Mädels sind bei Ihr und haben deutliche Erfolge ...:-)
Hier ein paar Stichworte dazu:
- das Thema Umbau der Stimme ist nur ein sehr sehr geringer Bestandteil der Ausbildung
- daher brauchst Du einen Logopäden mit Zusatzqualifikation, der auch spezialisiert sind - sonst Zeitverschwendung
- nach 4-8 Terminen sollte eigentlich ein Fortschritt erkennbar/hörbar sein
- Du musst etwa mit einem Jahr (min) rechnen
- der Erfolg ist abhängig von Deiner eigenen Motivation zu üben
- Selbstlernen ist eher schwierig, da das Feedback fehlt und man auch einiges falsch machen kann
- OP ist eher kritisch zu sehen -> viele Schöden möglich
- Kosten übernimmt die Krankenkasse
-neben Stimme wird auch Intonation, Gestik und weibliche Eigenschaften vermittel - bestimmte Formulierungsarten ...

Für mich hat sich das wirklich gut angehört ...

Liebe Grüße
VanessaL

PS auch das stimmliche Switchen kann übrigens gelernt werden ... Hinweis für Teilzeitfrauen mit Ambitionen :-)

Das Ganze ist im Grunde nur Übungs- und Trainingssache. Es ist ein Muskel der bearbeitet werden möchte ... Fitnessstudio für die Stimme halt
Beatrix
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Re: Ich und meine Stimme... :(

Post 4 im Thema

Beitrag von Beatrix »

Ach ja, die (tiefe) Stimme. Ich hadere auch immer wieder damit. Kurze Sätze klappen meistens ganz gut, bei längeren Gesprächen wird sie mit der Zeit aber immer dunkler. Es wird besser und das einzige was hilft ist üben, üben, üben.

LG
Beatrix
Nachdem Gott mich geschaffen hatte, sagte er: "Ups, da ist mir doch
ein Fehler passiert. Na egal, den müssen andere wieder ausbügeln. :-)"
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Re: Ich und meine Stimme... :(

Post 5 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Ich denke, Vanessa hat es schon ganz gut formuliert. Schau Dir doch einmal die folgende Seite an:

http://www.br.de/puls/themen/leben/tran ... n-100.html
Viele Grüße
Vicky

Respekt ist nicht teilbar.
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Re: Ich und meine Stimme... :(

Post 6 im Thema

Beitrag von Britt »

Hallo Delfinium,
wie schon Vanessa geschrieben hat geht es hierbei vor allem darum, dass man die Muskeln vom Stimmapparat trainiert. Der wesentlichste Bestandteil ist hierbei, dass man eine höhere Kehlkopfposition bekommt. Diese hat man automatisch, wenn man wie Speedy Gonzales spricht. Dies klinkt albern, ist aber zum Übern der hohen Position geeignet. Gucke mal bei YouTube nach "LaKru Stimmtransition".
Du hast zwischen Mann und Frau einen geschlechtsneutralen Bereich in der Stimmlage. Sobald du in den unteren genderneutralen Bereich gelangst, wird deine Stimme als Frau wahrgenommen, wenn du als Frau rumlaufen tust. Hierzu habe ich etwa 2 Monate gebraucht. Wenn du in den oberen Bereich angekommen bist, dann klappt es auch am Telefon. Das war nach etwa einem halben Jahr bei mir so. Wichtig ist das du Laut und deutlich sprichst. Fange nicht an zu flüstern um höher zu klingen, dann gucken dich nur alle blöde an, weil sie dich nicht verstehen, du fällst dann erst recht auf. Man muss auch seine neue Stimme täglich anwenden, wenn man weiter kommen will. Ich habe immer beim Training der Stimme einen Tick zu viel in die Richtung wo ich hin will gemacht. Dadurch ist meine normale Stimme in die Gewünschte Richtung gegangen.
Noch einen Tipp für"™s Telefon. Wenn du in dem oberen geschlechtsneutralen Bereich angekommen bist, entscheidet die Wortwahl, als was du wahrgenommen wirst. Z.B. "Einen wunderschönen guten Tag. Mein Name ist Britt. Können sie mir mal bitte sagen, was ein Haarschnitt bei ihnen kostet?" vs. "Britt hier, was kostet denn ein Haarschnitt bei ihnen?"
Eine Liste von Logopäden mit Transerfahrung findest übrigens hier http://hormonmaedchen.de/stimme/

Liebe Grüße,
Britt
Mina
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Re: Ich und meine Stimme... :(

Post 7 im Thema

Beitrag von Mina »

Logopäden sind natürlich hilfreich. Aber wenn man am allerwertesten der Welt wohnt kann das schon ein Akt werden, kompetente Hilfe zu bekommen.

Eine weitere Hilfe wäre sich einfach nochmal in die Kindheit zurück zu versetzen. Der menschliche Stimmapparat ist zu mächtigem fähig. Natürlich soll man es nicht übertreiben und im Extremfall kann man sich die Stimmbänder auch ruinieren (Knötchen, Verhärtungen etc).
Aber ein gesundes Singen, Sprechen und Imitieren von Stimmen ist völlig unbedenklich. Einfach auf die Signale achten (Kratzen im Hals, Brennen, Krämpfe usw eigentlich alles was unangenehm in der Kehle ist), und diesen Beachtung schenken. Die Stimme zu trainieren ist ein langer Prozess. Aber es geht. Viele Beweisen das. Und sonderlich viel Regeln braucht es nicht. Einfach immer und dauernd üben. Konsequent und stetig. Dann gemischt mit der Achtsamkeit auf das Gefühl im Hals, kann sehr viel erreicht werden.
Solange keine schweren Arien geträllert werden müssen (Opernsänger etc) kein Problem. Anbei zwei Beispiele was möglich wäre, wenn man übt.
Das erste Beispiel ist ein Comedy über die "Erotik-Hotlines", zumindest werden diese da aufs Korn genommen. Aber es geht nicht um den Inhalt, achtet auf den Ausdruck und die Stimmlagenänderung.

Die Person im zweiten Video kennt glaube ich jeder. Auch er hat es schlicht durch Üben erreicht. Sicherlich hat er keinen "Gen-Nuklear-Kehlkopf". Nein, ein Beatboxer ebenso wenig. Das sind Leute die einfach Energie reinstecken und das erreichen wollen. Ebenso ein Kampfsportler. Er muß auch trainieren. Unterschied ist eben nur die Begabung und der innere Antrieb. Also los gehts....... (yes)



Ziel: Human being -> Ist Dein Ziel erreicht, war es zu niedrig angesetzt -> Der Weg ist das Ziel!
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Re: Ich und meine Stimme... :(

Post 8 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2022-05-28 »

Hi, am besten ist die LaKru Methode. Diese wird auch schon von einigen Logopäden angeboten, viele sind auch bereit sich da rein zu Füchsen.

Was da möglich ist : https://youtu.be/FQoYBuWrTbU

LG Chrissie
Das Leben ist zu kurz um sich zu verleugnen.
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Re: Ich und meine Stimme... :(

Post 9 im Thema

Beitrag von Lina »

Ein Paar grundlegende Fakten zu Stimmen:

Der Tonunterschied einer durchschnittlichen Männer und Frauen stimme beträgt ca. 1/2 Oktav, also vier ganze Töne auf einer traditionellen Tonskala. Wirklich talentierte und gut trainierte Sängerinnen schaffen einen Umfang von 3 Oktaven, glaube ich. Wer nur die hälfte schafft, dem wird es zumindest für variiert und gefühlvoll sprechen reichen.

Tests haben erwiesen: Die Mehrheit der Frauen schätzen ene sehr maskulin klingende stimme und beschreibt diese u.a. als tief. Dieselben getesteten Frauen wählen dann aus einer Auswahl von Sprechproben ihre Favoriten, und wupti, da stimmt es gar nicht mehr - da suchen sie sich querbeet tiefe und hohe Stimmen aus.

Der wirklich prägnante Unterschied zwischen Männer- und Frauenstimmen liegt viel mehr als in der Ton-Höhe, in dem gesamten Charakter der Stimme, nämlich wo die Resonnanzen generiert werden und WIE gesprochen wird. Das ist zu 80% erlern bar.

Hier ist ein Beispiel von einer recht maskulinen Stimme, die aber auch recht hoch ist:

https://www.youtube.com/watch?v=43Gmci5-sqI

Worüber er spricht ist weniger wichtig. Aber achtet auf den gesamten Charakter der Stimme - und die Tonhöhe. Wer nicht so sehr auf Töne getunt ist, erinnert euch einfach daran, wie es klingt, wenn Arnie sagt "I'll be back" oder wenn Rambo sagt "I'm your worst fucking nightmare" - dann wird der Unterschied deutlich.

Wer sich doch wundert wer er ist und worüber er spricht: Es geht um Gewalt in der Gesellschaft, u.a. häusliche Gewalt. Er ist Coach, Personality Trainer, und vermutlich der berühmteste Ex-Soldat aus Dänemarks Special Operations Forces. So sieht "Rambo" im wirklichen Leben aus. Und so spricht er.
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Re: Ich und meine Stimme... :(

Post 10 im Thema

Beitrag von Britt »

Ja, ich kenn den Thomas. Er hat zusammen mit der Stephanie Kruse die LaKru Stimmtransition entwickelt. Ein ziemlich cooler Typ. In seiner Praxis bist du gut aufgehoben. Da lernt man viel.
Zur info: Wenn du dich eine Verordnung zur Logopädie ausstellen lässt, dann musst du innerhalb von 14 Tagen mit der logopädie anfangen. Sonnst verfällt der Schein.
Liebe Grüße,
Britt
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Re: Ich und meine Stimme... :(

Post 11 im Thema

Beitrag von Britt »

Für das Sprachtraining benötigst du eine Überweisung vom Hausarzt. Als Diagnose sollte. draufstehen:

Funktionelle Dysphonie
Eingeschränkte stimmliche Belastbarkeit

Man muss dass so machen, da man mit der Diagnose Transsexuell keiner Logopädie bekommt.

Liebe Grüsse,
Britt
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Re: Ich und meine Stimme... :(

Post 12 im Thema

Beitrag von Britt »

was das bedeutet kann ich auch nicht sagen. ich weiß nur dass dies bei den anderen Mädels welche zur Logopädie gegangen sind auch drauf stand. Ich habe das auch nur abgeschrieben und meinem Hausarzt gegeben.
Britt
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Re: Ich und meine Stimme... :(

Post 13 im Thema

Beitrag von gabydwt »

Delfinium hat geschrieben: Di 11. Jul 2017, 09:26 Ehm Funktionelle Dysphonie? Eingeschränkte stimmliche Belastbarkeit?

Wird mir das meine Ärztin einfach so als Diagnose stellen? Ich weiß nichtmal was das genau bedeutet :D
https://de.wikipedia.org/wiki/Dysphonie

Dysphonie (Stimmstörung) ist eine Beeinträchtigung des stimmlichen Teils der Artikulation (auch Phonation genannt) bei Erkrankungen oder Funktionsstörungen des Kehlkopfes und des Ansatzrohres.

Die Stimme klingt je nach Befund und Ausprägung heiser, rau, belegt oder behaucht. Die Stimme ist oftmals nicht mehr "flexibel". Die Klangfarbe, die Tonhöhe und die Lautstärke können vom Betroffenen dann oft nur im verminderten Umfang variiert werden. Der Sprechende fühlt sich dann unwohl, verspürt ein Gefühl von Trockenheit oder ein Fremdkörper-/Kloßgefühl im Hals und räuspert sich oft zwanghaft. Dieser erhöhte Stimmdruck verstärkt die Stimmbeeinträchtigung. Die Maximalform ist eine Stimmlosigkeit (Aphonie).
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