F64.- Störungen der Geschlechtsidentität - Diagnose unzulässig!
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Manu.66
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F64.„ Störungen der Geschlechtsidentität „ Diagnose unzulässig!
Hi Mädels!
Ich weiß nicht, ob das Thema hier schon einmal angesprochen wurde, deshalb greife ich es auf.
"Der Europarat hat in seiner Resolution 2048 vom 22. April 2015 für die rechtliche und soziale Gleichstellung von Transpersonen die 47 Mitgliedsstaaten (dazu gehört auch die Bundesrepublik Deutschland, Anmerkung der Verfasserin) unter anderem dazu aufgefordert, alle Einstufungen als geistige Störungen in nationalen Klassifikationen zu streichen... Das Europaparlament hatte bereits 2011 die Europäische Kommission und die WHO aufgefordert, Störungen der Geschlechtsidentität von der Liste der psychischen und Verhaltensstörungen zu streichen."
Frankreich hat schon früher eindeutig Position bezogen und festgestellt:
Seit dem 17. Mai 2009 darf Transsexualität in Frankreich per Dekret nicht mehr als psychische Störung, und somit nicht mehr als Geschlechtsidentitätsstörung, bezeichnet werden. Auch die Einklassifizierung im ICD-10 unter F64.0 wird abgelehnt. Eine entsprechende Aufforderung an die Weltgesundheitsorganisation, die ICD-Klassifizierung zu ändern, erfolgte. Frankreich sieht in der Deutung der Transsexualität als psychische Störung eine Stigmatisierung, die zur Diskriminierung transsexueller Menschen beiträgt.
In Deutschland werden tagtäglich noch locker flockig froh und munter Diagnosen nach f64.0 und anderen Klassifizierungen getätigt.
Verstößt das nicht gegen das Gleichstellungsgebot des Grundgesetzes?
Lassen wir uns eigentlich gern weiterhin als Menschen mit einer Geschlechtsidentitätsstörung diskriminieren, unsinnigerweise behandeln, teuer therapieren, klassifizieren und stigmatisieren?
Wollen wir eigentlich weiterhin die lebenden Gelddruckmaschinen für einige Berufsstände sein, die sich an der Diagnose f64.0 eine goldene Nase verdienen?
Okay, ich habe das vielleicht etwas provokativ formuliert - aber das ist meine Sichtweise und ist es nicht genau so?
Liebe Grüße
Manuela - nicht geschlechtsidentitätsgestört
Ich weiß nicht, ob das Thema hier schon einmal angesprochen wurde, deshalb greife ich es auf.
"Der Europarat hat in seiner Resolution 2048 vom 22. April 2015 für die rechtliche und soziale Gleichstellung von Transpersonen die 47 Mitgliedsstaaten (dazu gehört auch die Bundesrepublik Deutschland, Anmerkung der Verfasserin) unter anderem dazu aufgefordert, alle Einstufungen als geistige Störungen in nationalen Klassifikationen zu streichen... Das Europaparlament hatte bereits 2011 die Europäische Kommission und die WHO aufgefordert, Störungen der Geschlechtsidentität von der Liste der psychischen und Verhaltensstörungen zu streichen."
Frankreich hat schon früher eindeutig Position bezogen und festgestellt:
Seit dem 17. Mai 2009 darf Transsexualität in Frankreich per Dekret nicht mehr als psychische Störung, und somit nicht mehr als Geschlechtsidentitätsstörung, bezeichnet werden. Auch die Einklassifizierung im ICD-10 unter F64.0 wird abgelehnt. Eine entsprechende Aufforderung an die Weltgesundheitsorganisation, die ICD-Klassifizierung zu ändern, erfolgte. Frankreich sieht in der Deutung der Transsexualität als psychische Störung eine Stigmatisierung, die zur Diskriminierung transsexueller Menschen beiträgt.
In Deutschland werden tagtäglich noch locker flockig froh und munter Diagnosen nach f64.0 und anderen Klassifizierungen getätigt.
Verstößt das nicht gegen das Gleichstellungsgebot des Grundgesetzes?
Lassen wir uns eigentlich gern weiterhin als Menschen mit einer Geschlechtsidentitätsstörung diskriminieren, unsinnigerweise behandeln, teuer therapieren, klassifizieren und stigmatisieren?
Wollen wir eigentlich weiterhin die lebenden Gelddruckmaschinen für einige Berufsstände sein, die sich an der Diagnose f64.0 eine goldene Nase verdienen?
Okay, ich habe das vielleicht etwas provokativ formuliert - aber das ist meine Sichtweise und ist es nicht genau so?
Liebe Grüße
Manuela - nicht geschlechtsidentitätsgestört
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Frauke
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Re: F64.„ Störungen der Geschlechtsidentität „ Diagnose unzulässig!
Sicher alles Ansichtssache. Die Einstufung als psychische Störung ist nicht mehr zeitgemäß. Als Krankheit sehe ich TS trotzdem. Ich fühle mich aber im täglichen Erleben nicht diskriminiert oder stigmatisiert. Ich werde auch nicht unsinnig behandelt oder therapiert. Alles erfolgt mit meiner Zustimmung und so weit, wie ich möchte und in der Geschwindigkeit, wie diese für mich gut ist. Von daher sehe ich mich auch keinen Gelddruckmaschinen ausgeliefert.
Zuletzt geändert von Frauke am Mo 3. Apr 2017, 16:44, insgesamt 1-mal geändert.
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Theresa-Annalena
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Re: F64.„ Störungen der Geschlechtsidentität „ Diagnose unzulässig!
Hi Manu,
ich selber stehe nicht so tief im Thema, aber ich hab eine leise Befürchtung:
aktuell steht ja hinter der "Diagnose" F64 eine
Erkrankung
,
somit ist aus medizinischer Sicht eine zugehörige Behandlung/Therapie... gegeben.
Fällt nun durch den Gesetzgeber die Diagnose F64 weg, könnten die Krankenkassen so
argumentieren, das eine Kostenübernahme für Leistungen bezüglich der F64 Diagnose
nicht mehr gegeben ist. Ohne Erkrankung praktisch keine Behandlung...
Es ist die Frage welche Leistungen aktuell von der der F64 Diagnose abhängig sind
und ob es eine Art "Ersatzdiagnose" gibt, die zwar nicht diskriminierend aber eben
für die Krankenkassen weiterhin leistungsverpflichtend ist.
LG Tessa.
ich selber stehe nicht so tief im Thema, aber ich hab eine leise Befürchtung:
aktuell steht ja hinter der "Diagnose" F64 eine
somit ist aus medizinischer Sicht eine zugehörige Behandlung/Therapie... gegeben.
Fällt nun durch den Gesetzgeber die Diagnose F64 weg, könnten die Krankenkassen so
argumentieren, das eine Kostenübernahme für Leistungen bezüglich der F64 Diagnose
nicht mehr gegeben ist. Ohne Erkrankung praktisch keine Behandlung...
Es ist die Frage welche Leistungen aktuell von der der F64 Diagnose abhängig sind
und ob es eine Art "Ersatzdiagnose" gibt, die zwar nicht diskriminierend aber eben
für die Krankenkassen weiterhin leistungsverpflichtend ist.
LG Tessa.
Hat die Blume einen Knick, war der Schmetterling zu dick.
Wenn alle Stricke reißen, warst Du zu schwer für die Schaukel.
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Manu.66
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Re: F64.„ Störungen der Geschlechtsidentität „ Diagnose unzulässig!
Hi Mädels!
Transsexualität ist keine Krankheit - das sind mittelalterliche Ansichten, die vielleicht noch von der katholischen Kirche befürwortet werden.
Liebe Grüße
Manuela
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Frauke
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Re: F64.„ Störungen der Geschlechtsidentität „ Diagnose unzulässig!
Na dann ist ja gut, dass Du Dich damit so gut auskennst. Ich als Betroffene sehe das für mich anders. Ansonsten sind unterschiedliche Meinungen doch sicherlich erlaubt, oder wofür soll Dein Eingangspost gut sein?
Zuletzt geändert von Frauke am Mo 3. Apr 2017, 17:55, insgesamt 1-mal geändert.
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Katrin_F
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Re: F64.„ Störungen der Geschlechtsidentität „ Diagnose unzulässig!
Ist dein Postulat nicht ein Widerspruch in sich?Manu.66 hat geschrieben: Mo 3. Apr 2017, 16:48 Hi Mädels!
Transsexualität ist keine Krankheit - das sind mittelalterliche Ansichten, die vielleicht noch von der katholischen Kirche befürwortet werden.
Liebe Grüße
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Frauke
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Re: F64.„ Störungen der Geschlechtsidentität „ Diagnose unzulässig!
Ja, da hat sicher jede/r ihre/seine eigene Meinung und Sichtweise zu. Menschen sind nun mal nicht normiert. Bei einem Schnupfen z.B. spreche ich noch nicht von Krankheit. 
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Theresa-Annalena
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Re: F64.„ Störungen der Geschlechtsidentität „ Diagnose unzulässig!
Hi Manu, das wollte ich auch nicht damit sagen, es ist aber denkbar, das mit dem wegfall der Dignose/"Krankheit"
eben auch Leistungen wie Hormonersatztherapie / Psychologe / GAOP... möglicherweise zukünftig von den Krankenkassen
auf der Ebene "Schönheits OP" gesehen werden wollen (!) und im Bedarfsfall durch den jenigen selbst zu tragen sind. Entscheident ist
ob die Krankenkassen alle bisherigen zur F64 erbrachten Leistungen weiterhin übernehmen, auch wenn F64 faktisch gestrichen wird.
eben auch Leistungen wie Hormonersatztherapie / Psychologe / GAOP... möglicherweise zukünftig von den Krankenkassen
auf der Ebene "Schönheits OP" gesehen werden wollen (!) und im Bedarfsfall durch den jenigen selbst zu tragen sind. Entscheident ist
ob die Krankenkassen alle bisherigen zur F64 erbrachten Leistungen weiterhin übernehmen, auch wenn F64 faktisch gestrichen wird.
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Lex
Re: F64.„ Störungen der Geschlechtsidentität „ Diagnose unzulässig!
Kassen sind hinterhältige Geldmonster. Denen gehts nie um die Menschen, sondern um die Moneten. Fällt der Bestand der Krankheit weg, werden die Kassen keine Kosten mehr übernehmen, man ist ja nicht mehr krank, sondern einfach nur von Natur aus ein weirdo. Dann säßen wir mit unserem aufgezwungenen Geschlecht da, und würden genauso schimpfen. Ich werde auch nicht gern als psychisch krank tituliert, aber es ist meine einzige Chance, eine OP finanziert zu bekommen, die 200.000 Euro und mehr kostet und die mir finanziell das Genick bräche. (Die Kosten für die Hormonelle Therapie mal beiseite gelassen.) Wenn die Kasse (und ich hab leider so schon ne echte Scheiß-Krankenkasse, gewarnt seid ihr vor der AOK....) das nicht übernimmt, ists halt vorbei mit diversen Leben. Die Suizidrate von Transgendern ist irrsinnig hoch. Das falsche Geschlecht ist ne verdammte Todesfalle und ohne Hilfe wars das. Für uns alle. Ich wäre also vorsichtig. Krank sein mag nicht nett klingen, aber einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul. Wir haben ohnehin schon genug Papierkram und Bürokratie am Hals, brauchen wir da noch mehr, um diverse neue Anträge zu stellen? Ich denke nicht. Springt über euren Schatten, es ist doch nur ne Formalie. Wenn man sich im persönlichen Gespräch befindet, interessierts keinen, ob man als krank eingestuft wird, oder nicht. Außerdem ist mittlerweile eh jeder zweite Krank, ob nun Bandscheiben, Depressionen oder Burnout. Ergo fällt man da als geschlechtsgestörte Person nicht weiter auf. Irgendwas macht der Mensch falsch, wenn komplette Generationen derart den Bach runtergehen.... jeder zweite.... hui....
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Manu.66
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Re: F64.„ Störungen der Geschlechtsidentität „ Diagnose unzulässig!
Hi Mädels!
Dass Transsexualität keine Krankheit ist ist nicht allein meine Meinung, sondern auch die des Europarates und diverser europäischer Länder.
Ich weiß allerdings nichts darüber, ob und wie die Kosten für eine HET oder eine GOAP in Frankreich abgerechnet werden. Dass diese Maßnahmen in Frankreich ergriffen werden, davon kann wohl jeder ausgehen. Ich werde mich darüber schlau machen.
Die Abschaffung der unsäglichen Diagnose F64 muss nicht zwangsläufig zu einer weiteren Bürokratisierung führen. Ganz im Gegenteil. Auch die Forderungen zur Abschaffung der total überflüssigen Gutachten bei der Vornamensänderung gehen in diese Richtung.
Liebe Grüße
Manuela
Dass Transsexualität keine Krankheit ist ist nicht allein meine Meinung, sondern auch die des Europarates und diverser europäischer Länder.
Ich weiß allerdings nichts darüber, ob und wie die Kosten für eine HET oder eine GOAP in Frankreich abgerechnet werden. Dass diese Maßnahmen in Frankreich ergriffen werden, davon kann wohl jeder ausgehen. Ich werde mich darüber schlau machen.
Die Abschaffung der unsäglichen Diagnose F64 muss nicht zwangsläufig zu einer weiteren Bürokratisierung führen. Ganz im Gegenteil. Auch die Forderungen zur Abschaffung der total überflüssigen Gutachten bei der Vornamensänderung gehen in diese Richtung.
Liebe Grüße
Manuela
Zuletzt geändert von Manu.66 am Mo 3. Apr 2017, 19:10, insgesamt 1-mal geändert.
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Cybill
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Re: F64.„ Störungen der Geschlechtsidentität „ Diagnose unzulässig!
Vielleicht hilft es den Zustand "Krankheit" nicht als die Abwesenheit von Gesundheit zu betrachten, sondern als einen Zustand, der den/die Betroffene/n einem Leiden aussetzt.
Es ist sicher eine Tatsache, dass Menschen , die sich nicht vollständig mit dem biologischen Geschlecht identifizieren unter dieser Situation leiden - oder nicht?
- Cy
Es ist sicher eine Tatsache, dass Menschen , die sich nicht vollständig mit dem biologischen Geschlecht identifizieren unter dieser Situation leiden - oder nicht?
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Scio quid nolo! - Ich weiß was ich nicht will!
Im Übrigen: Ich bin nicht hauptberuflich transsexuell!
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Kleine Ketzerin
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Re: F64.„ Störungen der Geschlechtsidentität „ Diagnose unzulässig!
Hallo Manuela!
Findest Du die Diagnose "Gynäkomastie" (ICD 10 N62 "Hypertrophie der Mamma inkl. Gynäkomastie" im Kapitel "Krankheiten des Urogenitalsystems") für einen Mann, dem eine weibliche Brust wächst, denn auch diskriminierend und stigmatisierend? Weibliches Brustwachstum ist für sich genommen auch nicht pathologisch (auch nicht bei einem Mann), aber die Diagnose ermöglicht die Entfernung des Brustgewebes zu Lasten der Krankenkasse, wenn ein "Leidensdruck" vorliegt (was im Falle der Gynäkomastie aber regelmäßig angenommen wird, also nicht durch Psychiater oder Psychotherapeuten bestätigt werden muss, weil es einfach offensichtlich ist, dass ein Mann keine weibliche Brust haben will).
Worauf ich hinaus will: Muss es wirklich "Transsexualität ist keine Krankheit" sein? Würde es nicht auch reichen, Transsexualität nicht mehr als "psychische Krankheit" zu sehen, den körperlichen Aspekt aber weiterhin als behandlungsbedürftigen Zustand mit einer entsprechenden körperlichen(!) Diagnose beizubehalten? Dazu wäre natürlich ein Umdenken nötig: Man müsste endlich mal anerkennen, dass transsexuelle Frauen Frauen und transsexuelle Männer Männer sind - und nicht "Männer, die sich als Frauen fühlen" und "Frauen, die sich als Männer fühlen". Damit würde dann aber natürlich auch der ganze Identitäts-Klimbim wegfallen, der momentan so schwer in Mode ist und manchen sicherlich fehlen würde... (Wobei ich noch nie verstanden habe, warum manche sich lieber mit einer "Störung" als mit einem Geschlecht identifizieren und dann so Begriffe wie "Trans*Frau" oder "Trans*Mann" ganz toll finden - Männer, die unter weiblichem Brustwachstum leiden, nennen sich schließlich auch nicht "Gynäkomasten" oder "Brust*Männer".)
Meiner Meinung nach ist die "Gynäkomastie" das beste Beispiel dafür, wie man pragmatisch mit dem "Problem" Transsexualität umgehen könnte, ohne allzu große Kollateralschäden zu verursachen, die eine vollständige Entpathologisierung zwangsläufig nach sich ziehen würde. Man müsste sich dafür nur - vor allem auch auf Seiten der Betroffenen - von diesem dämlichen Identitätsgedöns trennen, das ja letztlich die Grundlage für die menschenverachtende Psychopathologisierung ist. Wer von "abweichenden (Geschlechts-)Identitäten" und ähnlichem Zeugs redet, der muss sich auch nicht wundern, wenn er am Ende einen Dachschaden attestiert bekommt...
Liebe Grüße
Kleine Ketzerin
Findest Du die Diagnose "Gynäkomastie" (ICD 10 N62 "Hypertrophie der Mamma inkl. Gynäkomastie" im Kapitel "Krankheiten des Urogenitalsystems") für einen Mann, dem eine weibliche Brust wächst, denn auch diskriminierend und stigmatisierend? Weibliches Brustwachstum ist für sich genommen auch nicht pathologisch (auch nicht bei einem Mann), aber die Diagnose ermöglicht die Entfernung des Brustgewebes zu Lasten der Krankenkasse, wenn ein "Leidensdruck" vorliegt (was im Falle der Gynäkomastie aber regelmäßig angenommen wird, also nicht durch Psychiater oder Psychotherapeuten bestätigt werden muss, weil es einfach offensichtlich ist, dass ein Mann keine weibliche Brust haben will).
Worauf ich hinaus will: Muss es wirklich "Transsexualität ist keine Krankheit" sein? Würde es nicht auch reichen, Transsexualität nicht mehr als "psychische Krankheit" zu sehen, den körperlichen Aspekt aber weiterhin als behandlungsbedürftigen Zustand mit einer entsprechenden körperlichen(!) Diagnose beizubehalten? Dazu wäre natürlich ein Umdenken nötig: Man müsste endlich mal anerkennen, dass transsexuelle Frauen Frauen und transsexuelle Männer Männer sind - und nicht "Männer, die sich als Frauen fühlen" und "Frauen, die sich als Männer fühlen". Damit würde dann aber natürlich auch der ganze Identitäts-Klimbim wegfallen, der momentan so schwer in Mode ist und manchen sicherlich fehlen würde... (Wobei ich noch nie verstanden habe, warum manche sich lieber mit einer "Störung" als mit einem Geschlecht identifizieren und dann so Begriffe wie "Trans*Frau" oder "Trans*Mann" ganz toll finden - Männer, die unter weiblichem Brustwachstum leiden, nennen sich schließlich auch nicht "Gynäkomasten" oder "Brust*Männer".)
Meiner Meinung nach ist die "Gynäkomastie" das beste Beispiel dafür, wie man pragmatisch mit dem "Problem" Transsexualität umgehen könnte, ohne allzu große Kollateralschäden zu verursachen, die eine vollständige Entpathologisierung zwangsläufig nach sich ziehen würde. Man müsste sich dafür nur - vor allem auch auf Seiten der Betroffenen - von diesem dämlichen Identitätsgedöns trennen, das ja letztlich die Grundlage für die menschenverachtende Psychopathologisierung ist. Wer von "abweichenden (Geschlechts-)Identitäten" und ähnlichem Zeugs redet, der muss sich auch nicht wundern, wenn er am Ende einen Dachschaden attestiert bekommt...
Liebe Grüße
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Manu.66
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Re: F64.„ Störungen der Geschlechtsidentität „ Diagnose unzulässig!
Hi Mädels!
Leidensdruck will ich auf keinen Fall in Abrede stellen. Nur, Leidensdruck ist nicht zwangsläufig in Verbindung mit Krankheit oder psychischer Störung zu sehen. Darum geht es.
Wir sind als Transsexuelle weder krank noch psychisch gestört und sollten uns einig sein, dass das eine grundfalsche Sicht der Sachlage ist, uns niemand in diese Ecke stellen darf und wir uns auch selbst nicht in diese Ecke stellen sollten.
Homosexualität ist auch keine Krankheit und schon lange keine psychische Störung - darin besteht sicherlich schon mal Konsens - auch in der bundesrepublikanischen Öffentlichkeit und Rechtsprechung. Vielleicht kommen wir ja bei der Transsexualität auch mal zu dieser Erkenntnis!
Liebe Grüße
Manuela
Leidensdruck will ich auf keinen Fall in Abrede stellen. Nur, Leidensdruck ist nicht zwangsläufig in Verbindung mit Krankheit oder psychischer Störung zu sehen. Darum geht es.
Wir sind als Transsexuelle weder krank noch psychisch gestört und sollten uns einig sein, dass das eine grundfalsche Sicht der Sachlage ist, uns niemand in diese Ecke stellen darf und wir uns auch selbst nicht in diese Ecke stellen sollten.
Homosexualität ist auch keine Krankheit und schon lange keine psychische Störung - darin besteht sicherlich schon mal Konsens - auch in der bundesrepublikanischen Öffentlichkeit und Rechtsprechung. Vielleicht kommen wir ja bei der Transsexualität auch mal zu dieser Erkenntnis!
Liebe Grüße
Manuela
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Katrin_F
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Re: F64.„ Störungen der Geschlechtsidentität „ Diagnose unzulässig!
Ach Manuela ...
nimm es mir bitte nicht krumm, aber neu sind deine Erkenntnisse nicht ... Aus diesem Grund wird in Kürze der ICD-Katalog aktualisiert ... (F64.... wird es darin nicht mehr geben). Aber unter anderen 'Katalognummern' werden Symptome und 'Phänomene' erfasst die bisher unter Transsexualität bekannt sind. Ich bin gerade zu faul, dir das mundgerecht zu googeln ... Aber als Einstieg hilft dir vielleicht der Wikipediaeintrag weiter (https://de.wikipedia.org/wiki/Geschlech ... %C3%B6rung)
Weiterhin wird zurzeit auch über eine neue S3-Richtlinie verhandelt, die auch Änderungen in der Diagnose und Behandlung der bis dato als Transsexualität bekannten 'Krankheit' behandeln.
Wie du siehst, auch ohne dein zutun, tut sich was ...
nimm es mir bitte nicht krumm, aber neu sind deine Erkenntnisse nicht ... Aus diesem Grund wird in Kürze der ICD-Katalog aktualisiert ... (F64.... wird es darin nicht mehr geben). Aber unter anderen 'Katalognummern' werden Symptome und 'Phänomene' erfasst die bisher unter Transsexualität bekannt sind. Ich bin gerade zu faul, dir das mundgerecht zu googeln ... Aber als Einstieg hilft dir vielleicht der Wikipediaeintrag weiter (https://de.wikipedia.org/wiki/Geschlech ... %C3%B6rung)
Weiterhin wird zurzeit auch über eine neue S3-Richtlinie verhandelt, die auch Änderungen in der Diagnose und Behandlung der bis dato als Transsexualität bekannten 'Krankheit' behandeln.
Wie du siehst, auch ohne dein zutun, tut sich was ...
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Manu.66
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Re: F64.„ Störungen der Geschlechtsidentität „ Diagnose unzulässig!
Hi Katrin!
Vielen Dank für den wiki-link. Ich kannte den Inhalt schon und habe auch nie die Behauptung aufgestellt, das sich ohne mein Zutun wohl nichts ändert. Vielmehr bestätigt der Inhalt dieses wiki Eintrages nur meine Meinung, dass Transsexualität keine "Störung" und keine Krankheit ist.
Liebe Grüße
Manuela
Vielen Dank für den wiki-link. Ich kannte den Inhalt schon und habe auch nie die Behauptung aufgestellt, das sich ohne mein Zutun wohl nichts ändert. Vielmehr bestätigt der Inhalt dieses wiki Eintrages nur meine Meinung, dass Transsexualität keine "Störung" und keine Krankheit ist.
Liebe Grüße
Manuela
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