Das beschwingte Gefühl ...
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ExuserIn-2019-12-18
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Das beschwingte Gefühl ...

Post 1 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2019-12-18 »

Hallo Ihr Lieben,

vielleicht kennt Ihr das Gefühl? Ihr schminkt Euch oder schlüpft in einen Rock und die Stimmungslage verändert sich sofort.
Becshwingt trifft es für mich am Besten. Allerdings geht mir das auch so, wenn ich (als Mann) nur kurz in den Spiegel schaue und für einen flüchtigen Moment Vanessa entdecke. Das zaubert immer ein lächeln in mein Gesicht. Kennt Ihr dieses Gefühl auch?
Andersherum ist es aber auch so, dass ich als Vanessa (ohne Spiegel) eigentlich keinen großen Unterschied bemerke zu meinem männlichen Ich ... Ich schaue aus den gleichen Augen und nehme meine Umgebung auch genauso war, wie als "Mann". In der Regel habe ich auch nach kurzer Zeit "vergessen", dass ich als Frau unterwegs bin ... ich bin halt als Ich unterwegs ... kein Unterschied, oder doch?

Doch, es ist ein beschwingtes Gefühle da und trotz drückender Schuhe :-) auch eine Leichtigkeit ....

Ich bin gespannt was Ihr meint - ist "Frau" beschwingt, weil man durch einen Rollenwechsel aus dem Alltag ausbricht? Oder ist es die Freiheit des eigentlichen Ichs, die Glückshormone versprühen lässt .... ?

Liebe Grüße und einen beschwingten Tag

VanessaL
Angie

Re: Das beschwingte Gefühl ...

Post 2 im Thema

Beitrag von Angie »

Das ist mir wohl bekannt!
Ich mag es total. Beschwingt vielleicht, zufrieden und erlöst trifft es bei mir eher.
Wenn ich aufstehe und mich fertig mache ist das ein unbeschreibliches Glücksgefühl.
Das fängt schon mit dem Deo an! Ich mochte die herben männlichen Düfte nie.
Mein Kompromiss war immer Banani, das ist son Zwischending finde ich.
OK rasieren hasse ich!, aber wenn das vorrüber ist .........

Es ist einfach nur schön Angie zu sein!

Liebe Grüße
Angie
Doreen
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Re: Das beschwingte Gefühl ...

Post 3 im Thema

Beitrag von Doreen »

Da ist was dran Vanessa, ich stimme dem zu was Du schreibst.
Bezogen auf mich, stelle ich jedesmal fest wenn ich vom Männer,- in den Frauenmodus wechsle, daß ich
entspannter bin, gut gelaunt und fröhlicher als zuvor. Die männliche Gereiztheit welche im Tagesverlauf
oft auftritt ist schlagartig verschwunden, ebenso schlechte Laune usw. hebt sich auf.
Sobald ich nicht mehr aus dem Hause muß kleide ich mich um, schon der Anblick im Spiegel wenn ich aus
meiner Hose und dem Hemd schlüpfe und mich im BH, Höschen, Strapshalter und Nylons sehe, löst ein wohlig
schönes unbeschreibliches Gefühl in mir aus. Dann ins Kleid geschlüpft, Petticoat drunter und rein in die Welt der Frauen.
Mir und auch meiner Frau fällt dann oft auf, daß ich sogar weibliche Verhaltensmuster an den Tag lege, ich sitze weiblicher, bücke mich dezent weiblich,
um nur einige Merkmale aufzuführen. Wenn ich einen stressigen unschönen Tag hinter mir habe und umgezogen bin, lege ich das augenblicklich
ab und bin entspannt, ja es ist dann auch so daß ich typisch weibliche Arbeiten plötzlich gern mache. Saubermachen, Bügeln, Abwaschen, Fensterputzen, ja sogar Nähen macht mir
dann Spaß. Ich habe keine Erklärung dafür, aber es ist so, und ich mache es im Rock oder Kleid gerne, in Männerkleidung garnicht .

Also Fazit, in weiblichen Kleidungsstücken bin ich ein ganz andere Mensch.

LG Doreen
Larissa71
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Re: Das beschwingte Gefühl ...

Post 4 im Thema

Beitrag von Larissa71 »

Hallo Vanessa,
das Gefühl kenn ich genauso. Sobald ich Larissa werde umgibt mich ein wunderbares beschwingliches Gefühl aus der Rolle des Mannes zu schlüpfen und Weiblichkeit zu spüren.
Ja, Larissa lächelt mich an mit zart rosa Lippen, Nylons, Pumps und Kleid.

Ich glaube es sind bei mir die Glückshormone die mich in irgendeiner Art und Weise stimulieren und mich glücklich machen, wobei es mich auch sehr erregt mich weiblich zu kleiden. Ich bin Crossdresser und glaube das ich nicht mehr sein möchte, da ich mich als Mann auch sehr gut leiden kann. Für mich ist es ein eintauchen in eine Welt die sich wohl irgendwo in meinem Körper danach sehnt mal " anderst" zu sein. Ich bin froh und glücklich dafür auch eine Partnerin an meiner Seite zu haben die Larissa
aktzeptiert.

LG von Larissa
Lebbe ged weider...
ChristinaF
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Re: Das beschwingte Gefühl ...

Post 5 im Thema

Beitrag von ChristinaF »

@ Tabea
Sehr gut ausgedrückt. Ist bei mir genauso. Besonders jetzt in der dunklen "Zeit". Warum weiß ich auch nicht. Aber früh am morgen, wenn ich noch im warmen Bettchen liege, kommt es einfach. Ein so schönes, inniges und warmes Gefühl das mir verdeutlicht, wie gut es mir geht.
Lg Christina
ExuserIn-2019-12-18
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Re: Das beschwingte Gefühl ...

Post 6 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2019-12-18 »

Hey, vielen Dank für die vielen und schnellen Antworten (ki)

Ich ordne mich derzeit als Crossdresser ein und habe aber festgestellt, dass ich keine Frauensachen tragen muss, um dieses wohlige Gefühl zu erzeugen. Ich schlüpfe einfach mental kurz in die Frauenrolle .... und ))):s

Vielleicht ist das Gefühl ja bei CD und TS doch sehr ähnlich .... die Frage ist halt nur, ob es jedesmal "reproduziert" wird oder permanent unterschwellig da ist ... vielleicht liegt auch darin die Verwandheit und Gleichzeitig ein Unterschied ....

Im Umkehrschluss wäre dann die Frage, ob jemand der ohne Crossdressing das Gefühl erleben kann dann auch eher TS als CD ist .... Ihr merkt es geht mir auch um die Frage der eigenen Standortbestimmung ..... wilde Gedankengänge, oder? (ap)

VanessaL
Zuletzt geändert von ExuserIn-2019-12-18 am Di 14. Feb 2017, 11:32, insgesamt 1-mal geändert.
ExUserIn-2026-04-08
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Re: Das beschwingte Gefühl ...

Post 7 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Hallo Vanessa,

klar kenne ich das Gefühl. Ich kenne auch das Gefühl, wenn es "normal" wird. Die "Beschwingtheit" ist mMn aber immer nur am Anfang vorhanden. Je länger ich en femme sein kann, um so selbstverständlicher wird es. Ich kann nicht mein Tagwerk tun und ständig daran denken, dass ich en femme bin. Trans* ist eine Aufmerksamkeit für mich selber, die ich sonst nicht habe. Es ist eine Achtsamkeit für die eigenen Gefühle. Der Spiegel spielt dabei in so fern eine wichtige Rolle, als er mir immer wieder klar macht, dass ich wirklich das tue, wovon ich träume und was mir gut tut.

Aber ich glaube, es darf sich für mich nicht darin erschöpfen. Mich beschäftigt die Frage, was sich ändert, wenn ich jetzt in einem "echten" Frauenkörper leben würde und für alle Welt um mich herum wäre das normal. Gäbe es das beschwingte Gefühl noch ?

Ich zweifle daran. Es wäre vielleicht sogar ähnlich wie mein aktuelles Lebensgefühl, wenn ich gerade einmal nicht mit mir hadere. Wenn ich nicht wüsste, wie das Leben als Mann aussieht, wäre ich vielleicht sogar neugierig darauf. Würde ich tauschen wollen ?

Ich denke, mein Körper, den ich gut finde, wäre in weiblich das Optimum, was ich mir vorstellen kann. Im alltäglichen Leben wäre das aber nichts besonderes. Der Unterschied wäre, dass ich keine Unzufriedenheit mit meinem Geschlecht spüren würde. Ich hätte wahrscheinlich nicht den Gedanken, etwas ändern zu wollen. Als Frau wäre mir das nicht bewusst.

Ich denke, dass das Bewusstsein, Frau sein zu können und damit "richtig" zu sein, ist die Ursache für die Beschwingtheit. Menschen, denen ihr Körper richtig vorkommt, können das nicht. Deshalb verstehen sie nicht wirklich, weshalb das wichtig für uns ist. Vielleicht machen wir auch so etwas wie "bodybuilding". Andere lesen ohne Ende und wieder andere streben nach anderen Dingen. Auch sie versuchen ihrem Ideal nahe zu kommen. Und wenn sie sich diesem bewusst nähern, haben sie ein Glücksgefühl. Unterscheidet sich das von unserem ?

Danke für den Gedankenanstoß.
Viele Grüße
Vicky

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ExuserIn-2019-12-18
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Re: Das beschwingte Gefühl ...

Post 8 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2019-12-18 »

Hallo Vicky,

Ich spinne es mal weiter .... ein Glücksgefühl habe ich auch bei einigen anderen Dingen. manchmal sehr "rabiat", wenn meine Mannschaft z.B. ein Spiel gewinnt ... aber auch sehr sanft, wenn ich meine Frau anschaue oder meinen Sohn in den Arm nehmen kann ... Die Beschwingtheit habe ich aber so eigentlich nicht. Vielleicht am ehesten damals in jungen Jahren, wenn man verliebt nach dem ersten Treffen mit der Freundin nach Hause geschwebt ist (he) . Meine weiblich Seite kennt diese Beschwingtheit aber (wieder) ..... hm... vielleicht bin ich ja in mich selbst verliebt :D ..... dann macht auch der Spruch ... "Liebe macht blind" wieder Sinn ... denn ein hübsche Frau bin ich sicher nicht wirklich ....
Spaß bei Seite ... ich möchte meine "weibliches Beschwingtsein" schon etwas von meinen "normalen" Glücksgefühlen trennen wollen ....

Liebe Grüße
Vanessa
ExUserIn-2026-04-08
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Re: Das beschwingte Gefühl ...

Post 9 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Und dann, wenn ich an einem Spiegel vorbei komme, sehe ich leider nicht Vanessa.
Mir stellt sich da die Frage, in wie weit Du Dich tatsächlich als Vanessa akzeptierst oder ob Du vielleicht sehr stark in den traditionellen Sichtweisen verhaftet bist, was sich ja häufig in Schuld- und Schamgefühlen äußert. Wäre es hilfreich, wenn Du Dich vor dem Spiegel in eine Welt hinein denkst, in der es völlig normal ist, dass Du Dich als Frau fühlst ?
Viele Grüße
Vicky

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Re: Das beschwingte Gefühl ...

Post 10 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

ein Glücksgefühl habe ich auch bei einigen anderen Dingen
Glücksgefühle kann man bei vielen Gelegenheiten bekommen. Ich sehe eine mögliche Quelle darin, seinem Ideal nahe zu kommen, eben ein "Muskelpaket", eine Frau, o.ä. zu sein.
Viele Grüße
Vicky

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