Schaffe ich das alles was von mir verlangt wird??
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Anne-Mette
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Re: Schaffe ich das alles was von mir verlangt wird??

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Guten Tag,

Deine Fragen kann ich irgendwie schlecht mit der Überschrift verbinden.
Wer sollte etwas von Dir verlangen?
Du selbst?
Dir geht es sicherlich erst einmal um mehr Klarheit.
Wenn Du mehr von Dir schreibst, wirst Du sicherlich qualifizierte Antworten und Vorschläge bekommen.
bin den Weg zur Frau also Transition.
Dann solltest Du eine Beratungsstelle aufsuchen oder an einem Gruppentreffen teilnehmen.

Herzliche Grüße
Anne-Mette
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Re: Schaffe ich das alles was von mir verlangt wird??

Post 2 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Guten Tag und herzlich willkommen )))(:
Ich kann ja noch nicht mal mit jemanden reden.
Du kannst Dich hier mit Partnerinnen austauschen, die sicherlich im Laufe des Tages noch reinschauen werden.

Herzliche Grüße
Anne-Mette
Lina
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Re: Schaffe ich das alles was von mir verlangt wird??

Post 3 im Thema

Beitrag von Lina »

Wow - dieser Thead wird jetzt natürlich richtig spannend, weil die Partnerin prompt den anderen Blickwinken präsentiert. Ich glaube, das ist noch nie zuvor passiert - Hallo Sabsi, halle Emilia.

Meistens würde ich hier zum 117. Mal fragen, wieso die T-Frau im Verhältnis einerseits seit so langem weiß, dass sie T ist, und es bis mehrere Jahre in ein Verhältnis hinein verheimlicht. Aber hier ist es ja wirklich offensichtlich. Denn, du Emilia, stellst ja fragen und willst in wirklichkeit was ganz anderes wissen, als, was du wortwörtlich fragst. Keine Überraschung, dass AM den Zusammenhang zwischen der eigentlichen Frage in den Schlusszeilen und der Headline nicht versteht. Da ist aber ein Zusammenhang, wenn man sich genauer Überlegt, was die eigentliche Situation darstellt.

Emilia - wenn ich trotzdem dich genau aufs Wort nehmen darf - so voll in Männermodus - deine Ausgangsfrage in der Überschrift beantworten darf.
Die Antwort ist nämlich sehr kurz und präzise: NEIN!

"Nein" - weil niemand schafft das gut, was er nur tut, weil andere es verlangt. Leider tun wir das vermutlich alle in dem einen oder andren Zusammenhang - aber nach meiner Meinung macht das nicht glücklich, und alles was man dauerhaft tut und nicht glücklich macht ist schlecht für die Gesundheit. Das meine ich wirklich im Ernst. - Das hat Sabsi ja auch gerade bewiesen. Aber besser jetzt, sofort und akut, als in 15 Jahren und dann ernsthaft und tödlich. - Wenn ihr euch mal mit scheinbaren Wunderheilungen beschäftigt habt, wo jemand scheinbar unheilbar krank war, und doch Gesund wurde und nach einigen Jahrzehnten immer noch leb(t)en, werdet ihr festgestellt haben, dass es fast immer einen kompletten Wechsel in der Lebenseinstellung oder im Lebensstil gab. Der logische Umkehrschluss liegt auf der Hand ... nicht erfüllend und glücklich leben kann krank Machen.

OK - zurück in Frauenmodus - hinter die Oberfläche des Wortlauts der Fragen denken.
Ich kann natürlich nicht wissen, was Emilia denkt, aber es würde mich nicht wundern, wenn es etwa in diese Richtung geht: "Ich wünsche mir ein Kompromiss, wo wir glücklich miteinander leben können, und wo ich auch diese Seite von mir erforschen kann, die ich immer noch nicht richtig verstehe oder Sabsi erklären kann ..."

Ich glaube nur, dass du, Emilia, nie gelernt hast so einen Wunsch so offen auszudrücken und irgendwann "gelernt" hast, das Unangenehmes lieber verheimlicht werden sollte. Das stimmt vielleicht auch in einigen Zusammenhängen, Hier geht es aber nicht, denn erstens

... basiert so ein Zusammenleben zwischen Menschen aus einem komplexen System von Kompromissen und ...
... ein Kompromiss kann nur zufriedenstellend zu stande kommen, wenn man Forderungen und Wünsche klar zum Ausdruck bringt und eben NICHT verheimlicht.

und zweitens ...
... die Forderungen und Wünsche, die ihr zu einander habt decken natürlich eine ganze Reihe andere Aspekte des lebens ab.

Mit anderen Worten - jetzt habt ihr euch schon die äußeren Rahmen für ein Zusammenleben geschaffen - finanzielle Gemeinschaft, Pläne ein Haus zu bauen etc. etc. ... jetzt fehlt plötzlich der Rest, die die eigentliche Grundlage bilden sollte ... aber ob die nun wirklich fehlt, wird sich dann herausstellen.

Und Du Sabsi,
Keine Überraschung, dass du so reagierst. Es ist ja nicht, dass du verklemmt bist und nur auf KKK stehst - offensichtlich nicht. Aber es muss echt fucking enttäuschend sein, dass du selber rausfinden musst, dass dein Partner auf SM steht und deshalb die Dienstleistungen einer Domina in Anspruch nimmt, es auch noch akzeptierst und dann entdeckst du DAS ...!!

Aber dein wirkliches Problem, schlimmer als die Enttäuschung über die Verheimlichung ist vermutlich nicht mal weißt was "DAS" überhaupt ist. Was "DAS" für deine Zukunftspläne bedeutet, für deinen Alltag etc. Und es wird auch nicht reichen irgendwelche Forenbeiträge oder Bücher zu lesen, die ganzen Begrifflichkeiten TS, TG TV usw. einzuziehen, denn die treffen sowieso nie auf den Einzelnen zu, sondern sind sehr, sehr individuell.
Ich selbst als Beispiel: In meinem Arbeits-Alltag ist es mir inzwischen ist es mir immer unbedeutender geworden, ob ich M oder F bin. Ich habe aber rausgefunden, dass es Sachen gibt die für mich am besten gehen in entweder der Frauen oder Männerrolle oder sogar nicht austauschbar sind. Ich verbringe also einen großen Anteil meines Privatlebens - also wenn ich mit Freunden unterwegs bin z.B. voll in der Frauen-Rolle. Mit meiner Frau zusammen, immer - zumindest optisch - in der Männerrolle. Einige Kunden/Klienten kennen mich nur in der Frauenrolle, weil sie mich privat auch erst so kennengelernt haben. Einige Aktivitäten funktionieren nur in der Männerrolle. Ich verkleide mich als Mann ... Das ist meine private Mischung - die gab es lange bevor jemand auf ein Wort wie "Genderfluid" dafür kam.

Jeder hat eine eigene Mischung - Wie Emilias ist dürft ihr jetzt erforschen. Das können andere nicht für euch tun.

Aber für dich gilt es natürlich genau wie für Emilia - Kompromisse und damit alle formen von Lebenspartnerschaften funktionieren nur wenn Wünsche und Forderungen klar ausgesprochen werden.

Damit meine ich Positiv-Wünsche. Es funktioniert nicht, wenn du sagst "du darfst zur Domina laufen und Frauenkleidung anziehen, aber ich will nichts damit zu tun haben." Das funktioniert nicht, weil im Vordergrund steht: "Ich will nichts mit der Persönlichkeit zu tun haben, die ein Bedürfnis hat gelegentlich Dominanz zu erleben und in einem (noch undefinierten) Maß Weiblichkeit auszuleben."
Das funktioniert nicht, weil du dadurch nur die Ablehnung eines Teils der Persönlichkeit deines Partners ausdrückst aber nicht, was du gerne von deinem Partner haben willst.

Ein Postitiv-Wunsch könnte z.B. sein:

"Ich wünsche, dass du immer für mich da bist, wenn ich dich brauche. Bist du das?"
Vermutlich könnte genau der gleiche Wunsch bei Emilia im Vordergrund stehen.

Wenn das bei euch beiden Nr. 1 auf der Liste ist und beide auch mit "ja, das bin ich" beantworten könnt, habt ihr eigentlich eine gute Grundlage, weiterzumachen. (Ein überraschter Gesichtsausdruck und, "... eh, ja, natürlich", wäre hier total daneben. Da sähe ich Schwarz.)

Ab da wird es aber komplexer - denn damit es nicht nur ein Floskel bleibt, müsst ihr rausfinden, was das eigentlich bedeutet in eurem Leben, bis hin zu dem Punkt, wo eure Unterschiede auch in ein funktionierendes System eingebracht werden muss. Z.B. Partner submissiv, Partnerin nicht dominant, usw.

Oder z.B.... Sabsi hat immer den Wunsch gehabt "X" zu tun, was sie sonst immer für einen blöden Traum gehalten hat. Wer hilft ihr dabei dies zu realisieren.

- Bis jetzt wissen wir ja von dir nur von dem Traum "Haus, Ehemann, Kinder, Hund, VW Caddy (ok, das ist erst ab 3 Kinder - streich den, wenn nötig) - aber du weißt was ich meine).
Es würde mich wundern, wenn nicht viel mehr dahinter stecken würde.

Mit andren Worten: Es ist Zeit, was neues zu lernen - nämlich miteinander über Dinge zu reden, wie ihr es noch nie gemacht habt. Falls nötig, nimmt professionelle Hilfe in Anspruch, um das zu lernen. Warum nicht. Es ist doch nicht eure Schuld, dass das nie Schulfach war.
Anne-Mette
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Re: Schaffe ich das alles was von mir verlangt wird??

Post 4 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

schade, dass Du Deinen Körper ablehnst. Es hilft Dir sicher nichts, wenn ich sage: es ist doch schön!

Verbieten kann hier niemand einer anderen Userin, am Forumbetrieb teilzunehmen. Sicherlich kannst Du Dich auch im geschützten Partnerinnenbereich austauschen, wenn Du das willst.

Herzliche Grüße
Anne-Mette
Lina
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Re: Schaffe ich das alles was von mir verlangt wird??

Post 5 im Thema

Beitrag von Lina »

Sabsi hat geschrieben:Hallo Tatjana,

...

Egal, da er nicht davon abrückt eine geschlechtsangleichende op machen zu lassen und v.a die Personenstandsänderung, ich aber akzeptieren würde wenn er als Frau rumlaufen würde evtl auch Hormone nähme und ich eben von diesem Standpunkt nicht abrücke, bin ich seines Erachtens intolerant und Akzeptiere seine Gefühle nicht. Es ist wie immer...
....
Das ist auch genau da, wo ich mental die Bremse ziehe. Einerseits, Subbie sein wollen (sagt man so in der BDSM-Szene), Gebrauchte-Unterwäsche-Fetisch usw. Und dann direkt von zuhause-heimlich-in-Damenkeidung bis jetzt-bin-ich-in-der-Transition. DAS kaufe ich niemandem ab. Auf jedem Fall nicht so schnell und so eilig. Da sollte jemand schleunigst eine Sitzung mit seinem "Inneren Team" machen ... (check Friedemann Schulz-von-Thun) und abchecken, wer von einer kompletten Transition eigentlich profitiert und wer nicht.

Sorry EMILIA,
das hat nichts mit Intoleranz von irgend einer Seite zu tun. Du sprchst ja selber von Euphorie - erst mal. Du kennst es vermutlich von anderen Situationen, sei es im Privatleben, Geschäft oder Politik - Euphorie und das was gleich danach kommt sind verdammt schlechte Grundlagen um langfristige Entscheidungen zu treffen.

Fragen wir doch ganz gehässig: Wie oft warst du en femme draußen in der Welt unterwegs? Wie oft hast du normale alltägliche Dinge erledigt en femme? Wie oft bist du auf irgendwelche Veranstaltungen, sozial oder Geschäftlich, hast neue Bekanntschaften geschlossen während du en femme warst und die beteiligten kannten dich auch nur en femme und hatten unmittelbar keine Aussicht dich anders als en femme kennen zu lernen?

Wenn du nicht zu alllen "öfters" antworten kannst, dann dürfte es auch einleuchten, dass du in keinster Weise beurteilen kannst, wie dein Leben nach der Transition aussehen wird. Es hat nichts mit intoleranz zu tun. Es hat damit zu tun, dass man nicht erst mal Krabbelkind ist, dann steht man auf zwei Beinen auf und vill sofort das New York City Marathon mit machen.

Sinnvol wäre, wie bei allem im Leben, erst mal rausfinden, womit man zu tun hat.
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Re: Schaffe ich das alles was von mir verlangt wird??

Post 6 im Thema

Beitrag von Inga »

Hallo, Sabsi,

ich möchte dir kurz zurufen: Mit so einem plötzlichen Coming Out kommt selten eine Partnerin klar. Lass dir Zeit, dich zurecht zu finden. Blätter im Unterforum der Partnerinnen. Da sind Leute, denen es ähnlich ergangen ist. Die können dich stützen in deiner kräftezehrenden Unsicherheit.

Liebe Grüße
Inga
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Re: Schaffe ich das alles was von mir verlangt wird??

Post 7 im Thema

Beitrag von Dolores59 »

Sabsi hat geschrieben:- nur leider funktioniert Kommunikation und vor allem gewaltfreie Kommunikation nicht so gut...
Hier werde ich hellhörig, liebe Sabsi. Was heißt das: "gewaltfreie Komunikation funktioniert nicht so gut"?

Meines Erachtens gehört Gewalt - gleich welcher Art - nicht in eine Kommunikation zwischen Menschen hinein.

LG
Dolores
Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele.
(Psalm 139,14)
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Re: Schaffe ich das alles was von mir verlangt wird??

Post 8 im Thema

Beitrag von Lina »

Dolores59 hat geschrieben:
Sabsi hat geschrieben:- nur leider funktioniert Kommunikation und vor allem gewaltfreie Kommunikation nicht so gut...
Hier werde ich hellhörig, liebe Sabsi. Was heißt das: "gewaltfreie Komunikation funktioniert nicht so gut"?

Meines Erachtens gehört Gewalt - gleich welcher Art - nicht in eine Kommunikation zwischen Menschen hinein.

LG
Dolores
Glaubst du - du merkst gar nicht wie oft Dominanz und die Andeutung von physischer Zwang - also auch Gewalt - in Wortlaut, Ton und Körpersprache vorkommt und alle finden es völlig normal.
Aber Sabsi meinte wirklich konkret ein Kommunikationsprinzip, das einige zur Deeskalation einsetzen. Ich kenne es nicht in Einzelheiten, aber das, was ich bis jetzt erfahren habe, hat mich auch nicht überzeugt.
Dolores59
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Re: Schaffe ich das alles was von mir verlangt wird??

Post 9 im Thema

Beitrag von Dolores59 »

Glaubst du - du merkst gar nicht wie oft Dominanz und die Andeutung von physischer Zwang - also auch Gewalt - in Wortlaut, Ton und Körpersprache vorkommt und alle finden es völlig normal.
Deshalb habe ich: "Gewalt- gleich welcher Art" geschrieben. Das beeinhaltet verbale und nonverbale Attacken.
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