Bolivien - Transsexuellengesetz
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Hannah S.
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Bolivien „ Transsexuellengesetz
*
Zitat Nachrichten des Deutschlandfunk 02.08.2016:
"Gesetz für Transsexuelle in Kraft getreten
In Bolivien werden Transsexuelle nun rechtlich anerkannt.
Erwachsene können seit dieser Woche offiziell ihren Vornamen, ihr Geschlecht und ihr Bild im Ausweis und allen anderen amtlichen Dokumenten ändern lassen, wie die Regierung mitteilte. Das so genannte "Gesetz über die geschlechtliche Identität" kam gegen den Willen der katholischen Kirche und der konservativen Opposition zustande. Es betrifft laut Regierung mindestens 2.000 Personen, die angekündigt hätten, die Änderungen vornehmen zu lassen.
Die Vereinten Nationen hatten Bolivien zur Verabschiedung des Transsexuellengesetzes beglückwünscht. In Deutschland gibt es ein solches Gesetz seit Anfang der 80-er Jahre. Es wird heute aber kritisiert, weil es hohe Hürden für die Änderungen vorsehe."
Zitatende
http://www.deutschlandfunk.de/bolivien- ... _id=641195
Da würde mich doch interessieren, wie niedrig die Hürden in Bolivien sind und wann die Vereinten Nationen auch Deutschland zur Verabschiedung eines zeitgemäßen und "alltagstauglichen" Gesetzes über die geschlechtliche Identität werden beglückwünschen können?
Liebe Grüße
Hanna
***
Zitat Nachrichten des Deutschlandfunk 02.08.2016:
"Gesetz für Transsexuelle in Kraft getreten
In Bolivien werden Transsexuelle nun rechtlich anerkannt.
Erwachsene können seit dieser Woche offiziell ihren Vornamen, ihr Geschlecht und ihr Bild im Ausweis und allen anderen amtlichen Dokumenten ändern lassen, wie die Regierung mitteilte. Das so genannte "Gesetz über die geschlechtliche Identität" kam gegen den Willen der katholischen Kirche und der konservativen Opposition zustande. Es betrifft laut Regierung mindestens 2.000 Personen, die angekündigt hätten, die Änderungen vornehmen zu lassen.
Die Vereinten Nationen hatten Bolivien zur Verabschiedung des Transsexuellengesetzes beglückwünscht. In Deutschland gibt es ein solches Gesetz seit Anfang der 80-er Jahre. Es wird heute aber kritisiert, weil es hohe Hürden für die Änderungen vorsehe."
Zitatende
http://www.deutschlandfunk.de/bolivien- ... _id=641195
Da würde mich doch interessieren, wie niedrig die Hürden in Bolivien sind und wann die Vereinten Nationen auch Deutschland zur Verabschiedung eines zeitgemäßen und "alltagstauglichen" Gesetzes über die geschlechtliche Identität werden beglückwünschen können?
Liebe Grüße
Hanna
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Anne-Mette
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Re: Bolivien „ Transsexuellengesetz
Guten Abend,
das hängt nicht (nur) von denjenigen ab, die uns regieren, sondern von vielen anderen Menschen, die ein Interesse daran haben, dass sich nichts (oder nicht viel) ändert.
Da kann man sich mal einige Antworten in diesem Thema und an anderer Stelle anschauen - und staunen
Studie, die sich mit der Identität von Transmenschen auseinandergesetzt: http://www.crossdresser-forum.de/phpBB3 ... 52&t=12637
Weiterhin haben "BehandlerInnen" ein gewisses Interesse, den jetzigen Zustand so beizubehalten wie er ist - oder aber so "mitzugestalten", dass die eigenen Interessen auf alle Fälle gewahrt bleiben: Machterhalt und finanzielle Interessen.
Deshalb sind BehandlerInnen gut in den Gremien vertreten, die "gehört werden".
Gruß
Anne-Mette
das hängt nicht (nur) von denjenigen ab, die uns regieren, sondern von vielen anderen Menschen, die ein Interesse daran haben, dass sich nichts (oder nicht viel) ändert.
Da kann man sich mal einige Antworten in diesem Thema und an anderer Stelle anschauen - und staunen
Studie, die sich mit der Identität von Transmenschen auseinandergesetzt: http://www.crossdresser-forum.de/phpBB3 ... 52&t=12637
Weiterhin haben "BehandlerInnen" ein gewisses Interesse, den jetzigen Zustand so beizubehalten wie er ist - oder aber so "mitzugestalten", dass die eigenen Interessen auf alle Fälle gewahrt bleiben: Machterhalt und finanzielle Interessen.
Deshalb sind BehandlerInnen gut in den Gremien vertreten, die "gehört werden".
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Hannah S.
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Re: Bolivien „ Transsexuellengesetz
Guten Abend,
ach, unter diesem Aspekt hab ich dass noch gar nicht betrachtet!
Ich hätte ja eher geistige Trägheit vermutet. Oder, dass die blassrot-schwarze Bundestagsmehrheit sich bei ihrer Stammwählerschaft nicht auch noch dafür rechtfertigen will, dass sie diesem abnormalen Gesocks jetzt auch noch einräumt, "ohne das Vorliegen von Voraussetzungen" (O-Ton Günter Schabowski am 9. November 1989) reihenweise die Bürgerämter zu stürmen um sich blumige Vornamen zu geben...
Dass finanzielle Interessen und Besitzstandswahrung dahinterstehen könnten, liegt in einem Staat, der sich bei der Zwangsmitgliedschaft in den Kammern (aus den gleichen Beweggründen) immer noch an eine mittelalterliche Ordnung klammert, eigentlich auf der Hand.
So gesehen sind wir doch noch ganz gut dran - ich meine was das Mittelalter betrifft!
Zu den Details der bolivianischen Gesetzgebung lässt sich hier noch etwas nachlesen:
http://www.queer.de/detail.php?article_id=26197
Grüße
Hanna
.
ach, unter diesem Aspekt hab ich dass noch gar nicht betrachtet!
Ich hätte ja eher geistige Trägheit vermutet. Oder, dass die blassrot-schwarze Bundestagsmehrheit sich bei ihrer Stammwählerschaft nicht auch noch dafür rechtfertigen will, dass sie diesem abnormalen Gesocks jetzt auch noch einräumt, "ohne das Vorliegen von Voraussetzungen" (O-Ton Günter Schabowski am 9. November 1989) reihenweise die Bürgerämter zu stürmen um sich blumige Vornamen zu geben...
Dass finanzielle Interessen und Besitzstandswahrung dahinterstehen könnten, liegt in einem Staat, der sich bei der Zwangsmitgliedschaft in den Kammern (aus den gleichen Beweggründen) immer noch an eine mittelalterliche Ordnung klammert, eigentlich auf der Hand.
So gesehen sind wir doch noch ganz gut dran - ich meine was das Mittelalter betrifft!
Zu den Details der bolivianischen Gesetzgebung lässt sich hier noch etwas nachlesen:
http://www.queer.de/detail.php?article_id=26197
Grüße
Hanna
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Anne-Mette
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Re: Bolivien „ Transsexuellengesetz
... und befrage doch mal drei "Betroffene", wie eine Reform des TSG aussehen sollte, da bekommst Du 4 Meinungen
Es gibt immer noch eine Fraktion von Menschen, die sogar die "Zwangsgutachterei im Falle einer Personenstands- und Namensänderung" vehement verteidigen
Gruß
Anne-Mette
Es gibt immer noch eine Fraktion von Menschen, die sogar die "Zwangsgutachterei im Falle einer Personenstands- und Namensänderung" vehement verteidigen
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Anne-Mette
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Anne-Mette
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Re: Bolivien „ Transsexuellengesetz
Moin,
das führt zwar ein wenig weit weg von Bolivien (aber da kommen wir wohl auch so schnell nicht hin
)
ABER
An meinem alten Geburtsort werden sich schon noch Menschen an meinen alten Namen erinnern, ebenso an verschiedenen anderen Stellen, an denen ich gewohnt und gewirkt habe.
Es soll jede(r) machen, was er oder sie will, aber ich bin nicht der Meinung, dass ein "Schlussstrich" unter das "bisherige Leben" gesetzt werden kann; denn die Vergangenheit wirkt in einem weiter als Summe der positiven und negativen Erfahrungen, die man gemacht hat.
So ist ein "Schlussstrich zumindest "teildurchlässig"
Ich meine, die Olympus OM2 hatte so einen Spiegel (nein, war doch die Canon). Hier wird das Prinzip eines teildurchl. Spiegels erklärt: https://de.wikipedia.org/wiki/Teilerspiegel
Gruß
Anne-Mette
das führt zwar ein wenig weit weg von Bolivien (aber da kommen wir wohl auch so schnell nicht hin
ABER
Das kommt natürlich ganz darauf an, welche Beziehung man zu seinem Geburtsort hat und wie man sich selbst - und auch der Geburtsort - weiterentwickelt hat.Wer in meinem Geburtsort nach einer Person mit meinem alten Namen fragt, hört nur "uns nicht bekannt". Das ist schon ein sehr starker Schlußstrich unter das bisherige Leben.
An meinem alten Geburtsort werden sich schon noch Menschen an meinen alten Namen erinnern, ebenso an verschiedenen anderen Stellen, an denen ich gewohnt und gewirkt habe.
Es soll jede(r) machen, was er oder sie will, aber ich bin nicht der Meinung, dass ein "Schlussstrich" unter das "bisherige Leben" gesetzt werden kann; denn die Vergangenheit wirkt in einem weiter als Summe der positiven und negativen Erfahrungen, die man gemacht hat.
So ist ein "Schlussstrich zumindest "teildurchlässig"
Ich meine, die Olympus OM2 hatte so einen Spiegel (nein, war doch die Canon). Hier wird das Prinzip eines teildurchl. Spiegels erklärt: https://de.wikipedia.org/wiki/Teilerspiegel
Gruß
Anne-Mette
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Marielle
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Re: Bolivien „ Transsexuellengesetz
'namd zusammen, Claudia
Ich kann verstehen, dass das bei anderen Menschen anders ist und werde nicht gegen das Offenbarungsverbot eintreten (obwohl es m.E. gute Gründe dagegen gibt). Aber ich WILL, dass meine Wünsche und Bedürfnisse ebenso berücksichtigt werden, wie die anderer Menschen, ohne dass ich mich einer Transsexualitäts-Norm zu unterwerfen habe, die bislang JEDER Grundlage entbehrt.
Verabschiede du dich von deiner Vergangenheit, wenn du kannst. Für mich ist es, trotz aller Mängel, meine eigene Geschichte.
Marielle
Es war nur ein Verwaltungsakt meinen Namen zu bekommen und es könnte genau der gleiche, unproblematische Akt sein, ihn zu ändern. Alles was nach dem TSG daran angehängt ist, interessiert mich für mich persönlich, einschliesslich des Offenbarungsverbotes, nicht die Bohne. Ich möchte, dass mein Name eine zutreffende Beschreibung meiner Persönlichkeit, meines Selbst ist. Das hat einiges damit zu tun, dass Vornamen ein Teil der gesellschaftlichen Geschlechtsnormativität sind. Es hat aber viel mehr damit zu tun, dass ich selbst mich mit meinen beiden (sogenannt männlichen) Vornamen nicht korrekt benannt fühle. Es hat aber in meinem singulären Fall nichts damit zu tun, dass ich mein bisheriges Leben als 'Fehler' ansehe, von dem niemand etwas wissen soll.Denn diese Änderung ist doch viel mehr als nur ein "Verwaltungsakt"
Ich kann verstehen, dass das bei anderen Menschen anders ist und werde nicht gegen das Offenbarungsverbot eintreten (obwohl es m.E. gute Gründe dagegen gibt). Aber ich WILL, dass meine Wünsche und Bedürfnisse ebenso berücksichtigt werden, wie die anderer Menschen, ohne dass ich mich einer Transsexualitäts-Norm zu unterwerfen habe, die bislang JEDER Grundlage entbehrt.
Verabschiede du dich von deiner Vergangenheit, wenn du kannst. Für mich ist es, trotz aller Mängel, meine eigene Geschichte.
Marielle
As we go marching, marching, we bring the greater days
For the rising of the women, means the rising of the race
No more the drudge and idler ten that toil where one reposes
But the sharing of life's glories, Bread and Roses, Bread and Roses.
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Anne-Mette
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Re: Bolivien „ Transsexuellengesetz
Moin,
es kann und soll natürlich jede(r) machen was er oder sie will, aber wenn jemand zu mir kommt und fragt, dann warne ich vor einem Schluss-Strich-Vorhaben; denn ich sehe darin eine große Gefahr, "mit dem alten Leben" ganz abzuschließen.
Viele Menschen haben sich in der Vergangenheit große Verdienste erworben; denn das TSG eröffnete erst einmal Begleitungs- und Behandlungsmöglichkeiten, die sonst nicht möglich gewesen wären. Insofern möchte ich allen danken, die sich jahrelang in dieser Arbeit für transsexuelle Menschen aufgerieben haben.
Ich denke aber, es ist an der Zeit für eine Reform auch bei uns und es wäre mir dabei wichtig, dass Beratungs- und BehandlungsBedarf von den "Betroffenen" benannt oder in Zusammenabeit mit ihnen erarbeitet wird.
Zurück zu Bolivien.
Die Hannoversche Allgemeine beschäftigt sich mit dem Thema: http://www.haz.de/Nachrichten/Panorama/ ... fiziell-an
Allerdings staune ich immer wieder über solche Sätze in Zeitungs- oder Onlineartikeln: "Transsexualität ist heute ein öffentliches Thema. So gewann 2014 die Transgender-Frau Conchita Wurst den Eurovision Song Contest".
Gruß
Anne-Mette
es kann und soll natürlich jede(r) machen was er oder sie will, aber wenn jemand zu mir kommt und fragt, dann warne ich vor einem Schluss-Strich-Vorhaben; denn ich sehe darin eine große Gefahr, "mit dem alten Leben" ganz abzuschließen.
Viele Menschen haben sich in der Vergangenheit große Verdienste erworben; denn das TSG eröffnete erst einmal Begleitungs- und Behandlungsmöglichkeiten, die sonst nicht möglich gewesen wären. Insofern möchte ich allen danken, die sich jahrelang in dieser Arbeit für transsexuelle Menschen aufgerieben haben.
Ich denke aber, es ist an der Zeit für eine Reform auch bei uns und es wäre mir dabei wichtig, dass Beratungs- und BehandlungsBedarf von den "Betroffenen" benannt oder in Zusammenabeit mit ihnen erarbeitet wird.
Zurück zu Bolivien.
Die Hannoversche Allgemeine beschäftigt sich mit dem Thema: http://www.haz.de/Nachrichten/Panorama/ ... fiziell-an
Allerdings staune ich immer wieder über solche Sätze in Zeitungs- oder Onlineartikeln: "Transsexualität ist heute ein öffentliches Thema. So gewann 2014 die Transgender-Frau Conchita Wurst den Eurovision Song Contest".
Gruß
Anne-Mette
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Svetlana L
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Re: Bolivien „ Transsexuellengesetz
Aber das hat doch nicht zwingend etwas mit der ganzen Begutachterei zu tun. Wenn ich irgendwann - in hoffentlich nicht allzu ferner Zukunft - in ein Bürgeramt meines Vertrauens gehe um meinen Personenstand ändern zum lassen, dann kann in die dann geltenden gesetzlichen Regelungen doch ebenso ein Offenbarungsverbot integriert sein. Das widerspricht sich doch nicht. Natürlich ist so ein Schritt ein gewaltiger Einschnitt (und soll von mir aus auch mit einem einmaligen! Beratungszwang einhergehen), aber als so absoluten Schlussstrich würde ich das jetzt nicht sehen. Alles was bis dahin erlebt wurde ist ja nicht auf einen Schlag weg und es geht bei Null wieder los.Claudia hat geschrieben:Oder möchtest Du - mal ebenso sarkastisch gefragt - am Prinzip der Nichtnachvollziehbarkeit rütteln? Wer in meinem Geburtsort nach einer Person mit meinem alten Namen fragt, hört nur "uns nicht bekannt". Das ist schon ein sehr starker Schlußstrich unter das bisherige Leben.
Hawadehre
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As gitt halt nix Bessers wäi wos Guads!
Däi owapfölzer Bärlinerin
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Hannah S.
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Re: Bolivien „ Transsexuellengesetz
Hallo,
Zitat: "Die Entscheidung, die von einem Psychologen als selbstbestimmt und reflektiert begutachtet werden muss, kann einmal rückgängig gemacht werden."
Zitatende
Sogar das ist in Bolivien möglich!
Aber ich glaube in Lateinamerika sind die Leute auch ohne Gesetze einfach schon etwas lockerer im Kopf.
Lieben Gruß
Hanna
P.S. Ich möchte nochmal allen, die ihn noch nicht gesehen haben den "Tangerine L.A." ans Herz legen.
Es gibt von den beiden Hauptdarstellerinnen und dem Regisseur einige Interviews und Mitschnitte von Preisverleihungen, die mindestens so dramatisch sind, wie der Film.
Spekuationen über den Verbleib und das Schicksal von Kitana Kiki Rodriguez drängen sich nach den letzten verfügbaren Interviews mit beiden und Ihrem völligen Fehlen in den Neueren förmlich auf. Mya Taylor scheint ihren Weg gefunden zu haben.
(Das gehört nur geografisch ein bißchen, entfernt zu Bolivien
)
*
da Verlinkungen offenbar selten nachgelesen werden, zitiere ich mal direkt aus dem 'queer' Artikel:Claudia hat geschrieben:... Denn diese Änderung ist doch viel mehr als nur ein "Verwaltungsakt". Man verabschiedet sich damit vollständig von seiner rechtlichen Vergangenheit und sollte sich darüber auch bewußt sein. ... Das ist schon ein sehr starker Schlußstrich unter das bisherige Leben.
LG Claudia
Zitat: "Die Entscheidung, die von einem Psychologen als selbstbestimmt und reflektiert begutachtet werden muss, kann einmal rückgängig gemacht werden."
Zitatende
Sogar das ist in Bolivien möglich!
Aber ich glaube in Lateinamerika sind die Leute auch ohne Gesetze einfach schon etwas lockerer im Kopf.
Lieben Gruß
Hanna
P.S. Ich möchte nochmal allen, die ihn noch nicht gesehen haben den "Tangerine L.A." ans Herz legen.
Es gibt von den beiden Hauptdarstellerinnen und dem Regisseur einige Interviews und Mitschnitte von Preisverleihungen, die mindestens so dramatisch sind, wie der Film.
Spekuationen über den Verbleib und das Schicksal von Kitana Kiki Rodriguez drängen sich nach den letzten verfügbaren Interviews mit beiden und Ihrem völligen Fehlen in den Neueren förmlich auf. Mya Taylor scheint ihren Weg gefunden zu haben.
(Das gehört nur geografisch ein bißchen, entfernt zu Bolivien
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Anne-Mette
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Re: Bolivien „ Transsexuellengesetz
Moin,
ich will das nicht vertiefen
Gruß
Anne-Mette
ich will das nicht vertiefen
aber den Begriff "Rechtsnachfolger" sollte man nicht vergessen. Wie sollten z.B. Kinder sonst Unterhaltsansprüche durchsetzen können?Einer der rechtlichen Vertragspartner ist aber nicht mehr existent.
Gruß
Anne-Mette
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Marielle
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Re: Bolivien „ Transsexuellengesetz
Hallo Claudia, Hallo zusammen,
Andererseits: Wenn du schreibst, dass wir uns hinsichtlich unserer Bedürfnisse bzw. Forderungen deutlich unterscheiden (was ich absolut nicht bestreite) läge es doch eigentlich auf der Hand, diese Unterschiedlichkeit in einer vernünftigen und angemessenen Form auch in den Normen (Gesetze, Verordnungen, medizinische Inventarlisten usw.) zu berücksichtigen. Denn: Diese Unterschiedlichkeit bedeutet NICHT, dass ich ein grundsätzlich anderes Phänomen mit mir herumtrage als (z.B.) du es tust.
Alles was dazu bisher kam (nicht explizit von dir, aber im gleichen Grundton) ist die ständige Wiederholung einer lediglich behaupteten Unterscheidung in 'echte Transsexuelle', nach deren Wünschen das TSG zu reformieren sei, und "Gezumpel" oder "Menschen mit einer Rollenverständnisdifferenz", die doch eigentlich gar kein Problem haben.
Im Bezug zu diesem und einem anderen Thread, in dem es um die Dauer der TSG-Reform geht: Ich stelle aus meinem Erleben in und mit der Community der letzten Jahre heraus fest, dass es in Deutschland ausdrücklich die selbsternannten 'echten' Transsexuellen sind, die den Fortschritt in diesem Bereich behindern. Und ich würde mir wünschen, dass endlich verstanden oder wenigstens zur Kenntnis genommen wird, dass ich und ein paar andere NICHT gegen die Bedürfnisse anderer, sondern für unsere eigenen streiten, die nunmal in den gleichen Kontext fallen und (gaaaaaanz wichtig!) das diese unterschiedlichen Bedürfnisse sich auch nicht gegenseitig ausschliessen. Oder kann mir jemand nachvollziehbar erklären, warum die Namensänderung unbedingt und alternativlos in allen Fällen an das Offenbarungsverbot gekoppelt werden müsste? Das kann man ganz einfach trennen und in zwei Paragraphen desselben Gesetzes regeln. Dann kriegt den richtigen Namen, wer nur den braucht und wer beides braucht, bekommt beides. Das dann auch Gezumpel, also zum Beispiel ich, unter das TSG fällt, tut mir wirklich seeeehr Leid.
Wir werden leider solange keinen Fortschritt bekommen, wie Menschen versuchen die Normen und Regeln als äussere Bestätigung ihrer Persönlichkeit zu missbrauchen (sic!), was aber definitiv nicht der eigentliche Zweck von Gesetzen ist. Es ist nicht nur kein guter Stil, für die eigenen Interessen zu streiten, indem man gegen die Interessen der anderen arbeitet, aber vielleicht muss man doch darüber nachdenken sich dieses Vorgehen zum Vorbild zu nehmen, um etwas zu erreichen. Das wäre schlecht.
Marielle
PS: Zu der 'Vertragsfrage': Es gibt ein Urteil eines Landgerichtes, nach dem das Offenbarungsverbot u.U. hinter dem Interesse von Vertragspartner_innen zurückzustehen hat. Es gibt demnach keine 'verschwundenen' Vertragsparteien. Ich such das Urteil gleich raus.
EDIT: Es war sogar ein Oberlandesgericht:.
Edit 2: Es kommt noch dicker. Das Urteil kannte ich noch gar nicht. Der BGH hat das OLG-Urteil bestätigt.
Entschuldige bitte, aber: Was sonst, als eine Norm, sollten ein Gesetz wie das TSG und die sich daraus ergebenden Anforderungen sein? Das ist und wirkt normierend, auch ohne das man zusätzlich noch auf die binären Erwartungen und Vorstellungswelten von Gutachter_innen und Amtsrichter_innen abheben müsste, die es allerdings noch erheblich verschlimmern.Es ist Deine persönliche Meinung, dass es eine Norm gibt, die jeder Grundlage entbehrt. Es ist keine Norm.
Andererseits: Wenn du schreibst, dass wir uns hinsichtlich unserer Bedürfnisse bzw. Forderungen deutlich unterscheiden (was ich absolut nicht bestreite) läge es doch eigentlich auf der Hand, diese Unterschiedlichkeit in einer vernünftigen und angemessenen Form auch in den Normen (Gesetze, Verordnungen, medizinische Inventarlisten usw.) zu berücksichtigen. Denn: Diese Unterschiedlichkeit bedeutet NICHT, dass ich ein grundsätzlich anderes Phänomen mit mir herumtrage als (z.B.) du es tust.
Alles was dazu bisher kam (nicht explizit von dir, aber im gleichen Grundton) ist die ständige Wiederholung einer lediglich behaupteten Unterscheidung in 'echte Transsexuelle', nach deren Wünschen das TSG zu reformieren sei, und "Gezumpel" oder "Menschen mit einer Rollenverständnisdifferenz", die doch eigentlich gar kein Problem haben.
Im Bezug zu diesem und einem anderen Thread, in dem es um die Dauer der TSG-Reform geht: Ich stelle aus meinem Erleben in und mit der Community der letzten Jahre heraus fest, dass es in Deutschland ausdrücklich die selbsternannten 'echten' Transsexuellen sind, die den Fortschritt in diesem Bereich behindern. Und ich würde mir wünschen, dass endlich verstanden oder wenigstens zur Kenntnis genommen wird, dass ich und ein paar andere NICHT gegen die Bedürfnisse anderer, sondern für unsere eigenen streiten, die nunmal in den gleichen Kontext fallen und (gaaaaaanz wichtig!) das diese unterschiedlichen Bedürfnisse sich auch nicht gegenseitig ausschliessen. Oder kann mir jemand nachvollziehbar erklären, warum die Namensänderung unbedingt und alternativlos in allen Fällen an das Offenbarungsverbot gekoppelt werden müsste? Das kann man ganz einfach trennen und in zwei Paragraphen desselben Gesetzes regeln. Dann kriegt den richtigen Namen, wer nur den braucht und wer beides braucht, bekommt beides. Das dann auch Gezumpel, also zum Beispiel ich, unter das TSG fällt, tut mir wirklich seeeehr Leid.
Wir werden leider solange keinen Fortschritt bekommen, wie Menschen versuchen die Normen und Regeln als äussere Bestätigung ihrer Persönlichkeit zu missbrauchen (sic!), was aber definitiv nicht der eigentliche Zweck von Gesetzen ist. Es ist nicht nur kein guter Stil, für die eigenen Interessen zu streiten, indem man gegen die Interessen der anderen arbeitet, aber vielleicht muss man doch darüber nachdenken sich dieses Vorgehen zum Vorbild zu nehmen, um etwas zu erreichen. Das wäre schlecht.
Marielle
PS: Zu der 'Vertragsfrage': Es gibt ein Urteil eines Landgerichtes, nach dem das Offenbarungsverbot u.U. hinter dem Interesse von Vertragspartner_innen zurückzustehen hat. Es gibt demnach keine 'verschwundenen' Vertragsparteien. Ich such das Urteil gleich raus.
EDIT: Es war sogar ein Oberlandesgericht:.
Quelle:http://www.juraforum.de/recht-gesetz/tr ... ein-485834Die transsexuelle Geschäftsführerin einer GmbH hat keinen Anspruch darauf, dass ihr früherer männlicher Vorname aus dem Handelsregistereintrag gelöscht wird. Über diese Entscheidung des Schleswig-Holsteinischen Oberlandesgerichts vom 17. April 2014 (AZ: 2 W 25/14) informiert die Arbeitsgemeinschaft Familienrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV).
Edit 2: Es kommt noch dicker. Das Urteil kannte ich noch gar nicht. Der BGH hat das OLG-Urteil bestätigt.
BGH, 3. Februar 2015, Aktenzeichen: II ZB 12/14
Tenor:
Die Rechtsbeschwerde der Beteiligten gegen den Beschluss des 2. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Schleswig vom 17. April 2014 wird auf ihre Kosten zurückgewiesen.
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