Die Parkplätze des Intermarché - Supermarkts sind wirklich riesengroß, so dass man dort immer ein ungestörtes Plätzchen findet, wenn man mal kurz etwas erledigen muss, bei dem nicht unbedingt alle zusehen müssen. Valerie passierte die Tankstelle (Diesel 1,15 Euro) und parkte weiter hinten unter einer großen Platane ein, Regentropfen prasselten auf die Frontscheibe. Kurzer prüfender Rundblick, dann schlüpfte sie aus ihre "männlichen Tarnkleidung" und warf diese auf den Rücksitz ihres Autos. Schön geräumig diese großen Geländewagen, wie gemacht für unsere Crossdresser-Zwecke, dachte sie bei sich selbst. Als sie ihre braune Perücke überstreifte und sich im Rückspiegel kurz betrachtete, war sie wieder komplett zu Valerie geworden, sie war immer wieder frappiert, wie sehr dieses einfache Haarteil ihr Aussehen und gesamtes Image verwandelte. Eine andere Person blickte sie aus dem Spiegel an.
Mutig geworden, hüpfte sie kurz aus dem Auto, zeigte dabei sehr viel Bein. Hatte ihr jemand zugesehen? Sie war sich nicht sicher. Draußen schüttelte sie kurz ihre Haare zurecht, fuhr mit ihrer Haarbürste kurz durch die Perücke sodaß diese ganz gut saß, zog danach Rock, Bluse und Pulli zurecht und stieg wieder ins Auto. Das Abenteuer en femme konnte beginnen.
Die Autobahnauffahrt zur A9 nach Perpignan war nicht weit, also steuerte sie diese an. Sie fuhr vorsichtig, wie eine Frau, kaum mal über 90 km/h. Französische Männer sind normalerweise sehr nett, aber als Autofahrer manchmal etwas ruppig, und auch heute hatte sie einen dieser unerfreulichen Typen hinter sich. Er hing praktisch auf ihrer Stoßstange und konnte wegen des Gegenverkehrs doch nicht überholen. Valerie fuhr dennoch nicht schneller, denn es regnete immer noch, sie fühlte sich nicht sicher und trotzte dennoch ein wenig: Sollte der blöde Kerl hinter ihr Kerl doch denken was er wollte. Sie fuhr eben wie Frauen fahren. An der Zahlstelle zur Autobahn tauschte sie noch einen Blick mit ihrem Kontrahenten, dann brauste dieser davon und war verschwunden.
Stürmischer Wind vom Meer her fegte über die Autobahn, Valerie fuhr konstant kaum 100 km/h und musste doch gelegentlich Lastwagen und Busse überholen, was entsprechend Zeit in Anspruch nahm. Plötzlich, beim Passieren eines großen Reisebusses bemerkte sie wie sie von dort aus beobachtet wurde. Es war ihr nicht unangenehm die Blicke der Fahrgäste und des Busfahrers zu spüren deshalb beschloß sie, etwas mehr Bein zu zeigen und streifte ihren Rock etwas übers Knie, ein kleines Stück vom Oberschenkel wurde sichbar. Mein Gott was ist denn schon dabei? Obwohl sie nicht mehr jung war, war ihr die Koketterie noch nicht ganz verloren gegangen und ihre Beine waren immer noch schlank und vorzeigbar, so viel war sicher.
Am nächsten Rastplatz hielt sie an, um endlich etwas Kosmetik aufzutragen. Wo ist hier die Damentoilette? Sie parkte direkt davor, allerdings auf einem blauen Parkplatz, der in Frankreich für Behinderte reserviert ist. Sie fühlte sich jedoch so gut und positiv und irgendwie auch berechtigt, dort kurz zu parken. Wo sollte sie sonst hin? Überall waren Männer in Gärtnerkleidung am arbeiten, die sich um den Rasen und Baumschnitt kümmerten, diese hatten einen Teil der Parkplätze abgesperrt für ihre Fahrzeuge und Geräte. Und sie sollte jetzt also 100 Meter entfernt parken und zur Toilette zurück stöckeln? No way, messieurs, nicht mit Valerie!
Die Damentoilette war ganz neu, vollautomatisch und seltsamerweise nur mit diesem neuartigen Schwarzlicht beleuchtet, das wohl der besseren Hygiene dienen soll. Valerie verließ das Damenklo unverrichteter Dinge, kein gutes Licht für Kosmetikzwecke, zu blöde. Zurück auf dem Fahrersitz ihres Autos klappte sie den kleinen beleuchteten Schminkspiegel herunter und dankte den Konstrukteuren von Mercedes für diese wirklich sinnreiche Erfindung. Schnell war der Lippenstift aufgetragen und mit einem kleinen Kleenextuch abgetupft, danach kamen die Augenbrauen dran, die sie mit einem braunen Stift nachzog, und wieder war sie erfreut über das Resultat: Eine attraktive ältere Dame schaute sie aus dem Spiegel an der irgendwie anzumerken war, dass sie auf ein Abenteuer aus war. Noch einmal prüfte sie den Sitz ihrer Silikonbrüste und war zufrieden mit der Kontur ihres Oberkörpers. Man sollte niemals an der falschen Stelle sparen, das galt auch für diese Teile, die nicht billig gewesen waren, aber was soll's, Qualität kostet eben Geld.
Noch 18 Kilometer zur Raststätte la Palme. Auf den Hinweisschildern war zu sehen, dass dieser ein Restaurant besaß, dort wollte sie hin um einen Kaffee zu trinken. La Palme entpuppte sich als Großtankstelle mit einem angeschlossenen kleinen SB-Restaurant und vielen Kaffeeautomaten, die dort fast die ganze Wand einnahmen, dahinter befanden sich die Toiletten und das SB-Restaurant mit zwei, drei Frauen hinter der Theke und an der Kasse. Sie wollte nichts essen (die Linie !!) und ging zu den Kaffeeautomaten hinüber. Ein paar Leute hatten sich an Stehtischen plaziert um dort ihren Kaffee zu trinken, meistens Männer, LKW-Fahrer. Sie zog ein paar Blicke auf sich, das spürte sie sofort nach ihrem Eintreten. Sie öffnete ihre Handtasche und zog die Börse heraus, zwei Euro wanderten in den Schlitz des Automaten, doch der versprochene Cappucino wollte nicht herauskommen. Sie unterdrückte den Impuls, mit der flachen Hand auf den Automaten zu hauen (Frauen machen so etwas nicht) und wandte sich hilfesuchend an ihren Gegenüber am Stehtisch. Dieser war freundlich und erledigte das mit dem Draufhauen für sie, worauf der Automat gehorsam seine Arbeit aufnahm und den braunen Cappucino schließlich freigab. Valerie bedankte sich mit einem strahlenden Lächeln, wechselte ein paar Worte mit ihrem Retter und war fast soweit, dass sie (ganz unschuldig) einen kleinen Flirt begonnen hätte. Sie bemerkte, dass ihr Trinkbecher deutliche Spuren von ihrem Lippenstift angenommen hatte und machte sich Gedanken, ob ihre Lippen wohl verschmiert seien. Sie zog einen kleinen Taschenspiegel heraus und überprüfte ihr Aussehen, ja das bedurfte wirklich einer kleinen Korrektur... Sollte sie das am Tisch erledigen? Nein, das wäre doch eventuell etwas zu indezent gewesen. Das Problem löste sich von selbst, denn kurz darauf verabschiedete sich der Mann an ihrem Tisch wieder, er hatte es offenbar eilig. Klar, ein Geschäftsreisender, die sind immer in Eile...
Plötzlich wurde es laut, eine Schulklasse stürmte in den Raum, lauter halbwüchsige Mädchen wie es schien, zusammen mit ihrer Lehrerin. Die Tür zur Damentoilette stand weit offen, die Toilette schien voller Mädels zu sein. Valerie ergatterte dennoch einen kleinen Platz am letzten Spiegel und ließ sich Zeit damit, ihre Lippen nachzuziehen, zupfte dann noch eine Weile an ihren Haaren herum und richtete den Sitz ihrer Bluse. Die Mädels schienen ihr zuzuschauen, Valerie nahm es als Kompliment, sie war sich dessen bewußt dass sie zwar nicht mehr ganz so jung, aber trotzdem eine eindrucksvolle Erscheinung war, wie sie mit ihren (in Schuhen gemessenen) 1,78m die meisten Schülerinnen weit überragte. Sie hängte sich die Handtasche um, stöckelte hinaus und ließ die Mädels zurück mit ihrem Geschnatter und Gegacker.
Neben ihrem Wagen hatte ein Auto mit rumänischem Kennzeichen so eng eingeparkt, dass sie Schwierigkeiten hatte, die Fahrertür ihres Mercedes zu öffnen. Zwei Männer hatten hinter dem rumänischen Auto irgendetwas zu erledigen und hatten die Kofferraumklappe geöffnet, sie wurde zunächst nicht bemerkt. Valerie überlegte sich ob sie sich bemerkbar machen sollte und scheute dann vor den beiden Rumänen, die etwas verwegen aussahen, doch zurück. Sie streifte den Rock weit in die Höhe und versuchte dann zuerst mit dem einen, danach mit dem zweiten Bein in ihr Auto zu kommen, was ihr schließlich auch gelang. Das nächstemal würde sie bestimmt einen weiteren Rock anziehen, soviel war sicher. Die Rumänen, die ihr natürlich zugesehen hatten, waren dann doch sehr freundlich und dirigierten sie mit viel Gestikulieren aus der Lücke. Uff, auch dieses Abenteuer war überstanden.
Auf der Rückfahrt steuerte Valerie noch einen Supermarkt in der Nähe an von dem sie wusste, dass er über Unisex-Klos verfügte, auch mit Waschbecken und Spiegeln, dort wollte sie sich abschminken, was auch problemlos vonstatten ging. Sie fühlte sich ganz locker jetzt, zwar abgeschminkt aber immer noch im Frauenmodus mit Perücke. Auf einer kleinen Bank in der Nähe des Eingangs saß ein alter Mann, sie setzte sich zu ihm, achtete auf geschlossene Knie und zeigte den Hereinkommenden ihre Beine. Der Versuch, mit dem alten Herrn einen Flirt zu beginnen misslang dennoch. Keine sichtbare Reaktion. Sie beschloss zurückzufahren und tankte an einem Automaten in der Nähe ihres Dorfes noch auf. Der Tankvorgang mit der Karte und dem Automaten gestaltete sich wieder nicht als einfach, sie wurde nervös, als das Auto hinter ihr offenbar unruhig wurde, dem ging es offenbar nicht schnell genug. Aus Nervosität griff sie noch zur falschen Zapfpistole, der Automat stellte sich ab und das Auto hinter ihr wechselte die Wartespur. Valerie hatte genug. Viele Eindrücke an diesem Tag waren es gewesen, aber auch aufregend manchmal.
Sie brachte den Tankvorgang dann immerhin noch zuende und beschloss nachhause zu fahren. Immerhin, es war schon dunkel und so konnte sie unbehelligt ihr Dorf erreichen und in ihr Grundstück reinfahren. Ein schöner Tage ging dem Ende entgegen. Valerie war müde, ihr BH klemmte und die Silis schienen nicht mehr so supergut zu sitzen wie am Morgen. Sie kam zu dem Schluss, daß solche Ausflüge en femme gut geplant werden müssen, wenn man Spass damit haben will, was aber wohl allgemein gilt. Irgendwann würde sie es wiederholen, vielleicht im Zusammenhang mit einem Hotelaufenthalt, dann würde sie ins Restaurant gehen oder ins Theater, davon träumte sie schon länger. Vielleicht mit einer Partnerin? Auch ein Crossdresser? Kommt Zeit kommt Rat, sie würde es auf sich zukommen lassen.
Zwei Tage en femme: Lippenstift am Kaffeebecher, zweite Fortsetzung und Schluss
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Valerie Bellegarde
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Re: Zwei Tage en femme: Lippenstift am Kaffeebecher, zweite Fortsetzung und Schluss
Hallo Valerie,
Danke für die Fortsetzung.
Liebe Grüße Susanne
Danke für die Fortsetzung.
Liebe Grüße Susanne