Aufwand für Transition
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Andrea aus Sachsen
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Aufwand für Transition
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Ich habe da ein kleines Problem, von dem ich gern mal wüsste, wie ihr das löst bzw. gelöst habt:
Derzeit gehe ich einmal in der Woche zur Nadelepilation und ebenfalls einmal wöchentlich zur Logopädie. Bei meiner Psychotherapeutin bin ich ein bis zweimal im Monat und etwa alle 3 Monate gehe ich zu meiner Gynäkologin wegen der HET. Das Ganze war in den letzten Monaten meiner Krankschreibung kein Problem und wird es auch bleiben, solange ich arbeitssuchend bin. Ich hoffe natürlich, dass ich demnächst eine neue Arbeit aufnehmen kann. Dann werde ich eine derartige Konzentration der Termine nicht mehr auf die Reihe kriegen, ohne die neue Arbeit zu vernachlässigen. Und dabei absolviere ich noch nicht einmal das "volle Programm". Da ich noch keine VÄ/PÄ beantragt habe, gibt es derzeit keine Termine bei Gutachtern und bei Gericht und Aktivitäten rund um die GaOP gibt es bei mir auch nicht. Irgendwie ist es mir ein Rätsel, wie andere das neben ihrer normalen Berufstätigkeit schaffen.
Deshalb mal eine Frage an alle, die den gleichen Weg gehen: Wieviel Zeit für welche Transitionsmaßnahmen investiert ihr eigentlich (einschließlich Fahrzeiten) und wie bekommt ihr das mit eurer Arbeit unter einen Hut?
Ich habe da ein kleines Problem, von dem ich gern mal wüsste, wie ihr das löst bzw. gelöst habt:
Derzeit gehe ich einmal in der Woche zur Nadelepilation und ebenfalls einmal wöchentlich zur Logopädie. Bei meiner Psychotherapeutin bin ich ein bis zweimal im Monat und etwa alle 3 Monate gehe ich zu meiner Gynäkologin wegen der HET. Das Ganze war in den letzten Monaten meiner Krankschreibung kein Problem und wird es auch bleiben, solange ich arbeitssuchend bin. Ich hoffe natürlich, dass ich demnächst eine neue Arbeit aufnehmen kann. Dann werde ich eine derartige Konzentration der Termine nicht mehr auf die Reihe kriegen, ohne die neue Arbeit zu vernachlässigen. Und dabei absolviere ich noch nicht einmal das "volle Programm". Da ich noch keine VÄ/PÄ beantragt habe, gibt es derzeit keine Termine bei Gutachtern und bei Gericht und Aktivitäten rund um die GaOP gibt es bei mir auch nicht. Irgendwie ist es mir ein Rätsel, wie andere das neben ihrer normalen Berufstätigkeit schaffen.
Deshalb mal eine Frage an alle, die den gleichen Weg gehen: Wieviel Zeit für welche Transitionsmaßnahmen investiert ihr eigentlich (einschließlich Fahrzeiten) und wie bekommt ihr das mit eurer Arbeit unter einen Hut?
Viele Grüße
Andrea aus Sachsen
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Laura R
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Re: Aufwand für Transition
Hallo,
Gibt nur die Möglichkeit für längere Termine Urlaub nehmen oder Stunden abfeiern und die anderen Termine in den Nachmittag verlegen wenn Feierabend ist. Geht natürlich nur wenn du nicht im Schichtdienst tätig bist. Denke mal viele andere Möglichkeiten gibt's da nicht.
Gibt nur die Möglichkeit für längere Termine Urlaub nehmen oder Stunden abfeiern und die anderen Termine in den Nachmittag verlegen wenn Feierabend ist. Geht natürlich nur wenn du nicht im Schichtdienst tätig bist. Denke mal viele andere Möglichkeiten gibt's da nicht.
Ich bin wie ich bin und weiß wer ich bin. Das gut so!
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Anke
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Re: Aufwand für Transition
Hallo Andrea,
Du beschreibst da einen wirklichen wichtigen Punkt. Meinen eigenen Aufwand habe ich bisher nicht dokumentiert, aber er ist wirklich erheblich.
Den meisten Aufwand macht die Nadelepilation. Mit An- und Abfahrt sind das jedes Mal 2 bis 3 Stunden und da es so viele Termin sind, läppert sich das. Ebenfalls aufwändig war das Sprachtraining. Das war jede Woche anderthalb Stunden inklusive der Fahrerei. Dazu kommt das häusliche Üben, da habe ich täglich zwischen 30 und 60 Minuten investiert. Allerdings sind das nicht so viele Termin, wie bei der Epi.
Therapiesitzungen habe ich alle 14 Tage, wobei immer mal wieder etwas ausfällt, z.B. wenn beruflich etwas dazwischen kommt. Arztermine wegen HET sind bei mir auch alle 3 Monate.
Die VÄPÄ ist dagegen weiter weniger zeitaufwändig. Da gibt es die beiden Gutachtertermine für die Du je 2 bis 3 Stunden ansetzen kannst, sowie der Termin vor Gericht, der bei mir allerdings sehr schnell ging. Wenn es mal durch ist, hast Du noch die Änderung bzw. Neuausstellung der Dokumente wie Ausweise oder Zeugnisse auf dem Zettel. Der Aufwand dafür hält sich aber auch in Grenzen. Die VÄPÄ fand ich nicht wegen der Zeit, sondern wegen der Unsicherheit und des Gefühls der Abhängigkeit belastend.
Bei mir klappt das mit der Arbeit deshalb gut, weil meine Chefs mich stark unterstützen und ich meine Arbeit flexibel einteilen kann. Ich fange dann halt morgens früher an oder arbeite Abends etwas länger. Manchmal habe ich zwar auch harte Terminkonfilkte, da entscheide ich dann im Einzelfall und auch in Abstimmung mit dem Chef bzw. den Kollegen.
Wenn Du derzeit wegen Arbeitssuche viel Zeit hast, dann würde ich mir an deiner Stelle überlegen, ob ich gerade in dieser Zeit die Nadelepilation stärker vorantreibe, weil sie der größte Zeitfresser ist.
Liebe Grüße
Anke
Du beschreibst da einen wirklichen wichtigen Punkt. Meinen eigenen Aufwand habe ich bisher nicht dokumentiert, aber er ist wirklich erheblich.
Den meisten Aufwand macht die Nadelepilation. Mit An- und Abfahrt sind das jedes Mal 2 bis 3 Stunden und da es so viele Termin sind, läppert sich das. Ebenfalls aufwändig war das Sprachtraining. Das war jede Woche anderthalb Stunden inklusive der Fahrerei. Dazu kommt das häusliche Üben, da habe ich täglich zwischen 30 und 60 Minuten investiert. Allerdings sind das nicht so viele Termin, wie bei der Epi.
Therapiesitzungen habe ich alle 14 Tage, wobei immer mal wieder etwas ausfällt, z.B. wenn beruflich etwas dazwischen kommt. Arztermine wegen HET sind bei mir auch alle 3 Monate.
Die VÄPÄ ist dagegen weiter weniger zeitaufwändig. Da gibt es die beiden Gutachtertermine für die Du je 2 bis 3 Stunden ansetzen kannst, sowie der Termin vor Gericht, der bei mir allerdings sehr schnell ging. Wenn es mal durch ist, hast Du noch die Änderung bzw. Neuausstellung der Dokumente wie Ausweise oder Zeugnisse auf dem Zettel. Der Aufwand dafür hält sich aber auch in Grenzen. Die VÄPÄ fand ich nicht wegen der Zeit, sondern wegen der Unsicherheit und des Gefühls der Abhängigkeit belastend.
Bei mir klappt das mit der Arbeit deshalb gut, weil meine Chefs mich stark unterstützen und ich meine Arbeit flexibel einteilen kann. Ich fange dann halt morgens früher an oder arbeite Abends etwas länger. Manchmal habe ich zwar auch harte Terminkonfilkte, da entscheide ich dann im Einzelfall und auch in Abstimmung mit dem Chef bzw. den Kollegen.
Wenn Du derzeit wegen Arbeitssuche viel Zeit hast, dann würde ich mir an deiner Stelle überlegen, ob ich gerade in dieser Zeit die Nadelepilation stärker vorantreibe, weil sie der größte Zeitfresser ist.
Liebe Grüße
Anke
Sentio ergo sum. - Ich fühle, also bin ich.
Les femmes sont fortes quand elles sont feminines. (Coco Chanel)
https://www.transcuisine.com
Youtube: https://www.youtube.com/channel/UCQc7XaiWBuzchBQTnGRv80g
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ab08
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Re: Aufwand für Transition
Hallo Andrea,
Anke spricht wichtige Punkte an. Bei mir war es anfangs ähnlich. Später, wenn einiges erledigt war, wurde es einfacher.
Termine geschickt verteilen auch mal zeitlich strecken (einige Tage verschieben) oder mit anderen Verpflichtungen zusammenlegen etc. half.
Aber es waren ein gutes Zeitmanagement bzw. da bei mir beruflicheTermine fix sind, zeitlich flexible "Behandler" nötig, damit alles ordentlich klappte.
Liebe Grüße
Andrea
(aus Nürnberg)
Anke spricht wichtige Punkte an. Bei mir war es anfangs ähnlich. Später, wenn einiges erledigt war, wurde es einfacher.
Termine geschickt verteilen auch mal zeitlich strecken (einige Tage verschieben) oder mit anderen Verpflichtungen zusammenlegen etc. half.
Aber es waren ein gutes Zeitmanagement bzw. da bei mir beruflicheTermine fix sind, zeitlich flexible "Behandler" nötig, damit alles ordentlich klappte.
Liebe Grüße
Andrea
(aus Nürnberg)
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ERGO: Umfassende Bildung für alle, effektive Regeln in Alltag und Netz, eine gut ausgestattete Polizei/Justiz
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ChristinaF
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Re: Aufwand für Transition
Epilationen und teilweise auch diverse Arztbesuche wurden von mir so gelegt, dass ich ausserhalb meiner Arbeitszeit es erledigen konnte.
Meine Dienstvorgesetzte war aber so freundlich und bot mir an, bei Problemen auch Termine während der Arbeitszeit belegen zu können.
Ist viel Sache des Arbeitgebers oder Dienstherrn.
LG
Christina
Meine Dienstvorgesetzte war aber so freundlich und bot mir an, bei Problemen auch Termine während der Arbeitszeit belegen zu können.
Ist viel Sache des Arbeitgebers oder Dienstherrn.
LG
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Jaqueline
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Re: Aufwand für Transition
Guten Abend liebe Andrea,
zu erst wünsche ich Dir von Herzen viel Erfolg bei der Suche nach einem neuen Job.
bei mir ist es folgendermaßen abgelaufen.
Die Nadelepilation ist bei mir noch nicht abgeschlossen, da mir dafür die Zeit fehlt und ich letztes Jahr sehr viel unterwegs war. Ich war bei mir um die Ecke in ein Kosmetikstudio gegangen und habe es selber bezahlt. Um dafür extra nach München fahren zu müssen war mir meine Zeit zu kostbar.
Logopädie habe ich erst garnicht angefangen. Dafür fehlte mir jede Zeit. Ich bin froh, wie ich meine Stimme ohne Hilfe hinbekommen habe.
Zur Psychotherapie war ich die ersten zwei Monate 2x im Monat und dann nur noch 1x im Monat. Mittlerweile bin ich bei 1x in 5 Monaten angekommen. Tiefpunkte meistere ich allein.
Zur Endokrinologin gehe ich auch nur 1x im Quartal um meine Werte überprüfen zu lassen. Im Moment habe ich alle Medis wegen der OP abgesetzt.
Alle Arzttermine (Psy & Endo) lege ich auf den Vormittag. Ich arbeite jetzt in Augsburg und so kann ich es besser planen.
Die VÄ/PÄ war auch kein Problem. Das erste Gutachten hat mein Therapeut erstellt. Für das zweite Gutachten hatte ich mir einen von 6 Gutachtern (Stand 2014 in München) herausgesucht.
Für alle Termine, egal ob Gericht, Arzt oder Nadelepilation habe ich von meiner Firma anstandslos frei bekommen.
Wenn du noch Fragen hast, kannst du mich gerne kontaktieren. Nur in der Zeit vom 06.04. - 08.04. werde ich keine Antwort senden. Da dürfte ich zu sehr mit mir selbst beschäftigt sein.
Viel Erfolg weiterhin.
Ganz liebe Grüsse
Jacky
zu erst wünsche ich Dir von Herzen viel Erfolg bei der Suche nach einem neuen Job.
bei mir ist es folgendermaßen abgelaufen.
Die Nadelepilation ist bei mir noch nicht abgeschlossen, da mir dafür die Zeit fehlt und ich letztes Jahr sehr viel unterwegs war. Ich war bei mir um die Ecke in ein Kosmetikstudio gegangen und habe es selber bezahlt. Um dafür extra nach München fahren zu müssen war mir meine Zeit zu kostbar.
Logopädie habe ich erst garnicht angefangen. Dafür fehlte mir jede Zeit. Ich bin froh, wie ich meine Stimme ohne Hilfe hinbekommen habe.
Zur Psychotherapie war ich die ersten zwei Monate 2x im Monat und dann nur noch 1x im Monat. Mittlerweile bin ich bei 1x in 5 Monaten angekommen. Tiefpunkte meistere ich allein.
Zur Endokrinologin gehe ich auch nur 1x im Quartal um meine Werte überprüfen zu lassen. Im Moment habe ich alle Medis wegen der OP abgesetzt.
Alle Arzttermine (Psy & Endo) lege ich auf den Vormittag. Ich arbeite jetzt in Augsburg und so kann ich es besser planen.
Die VÄ/PÄ war auch kein Problem. Das erste Gutachten hat mein Therapeut erstellt. Für das zweite Gutachten hatte ich mir einen von 6 Gutachtern (Stand 2014 in München) herausgesucht.
Für alle Termine, egal ob Gericht, Arzt oder Nadelepilation habe ich von meiner Firma anstandslos frei bekommen.
Wenn du noch Fragen hast, kannst du mich gerne kontaktieren. Nur in der Zeit vom 06.04. - 08.04. werde ich keine Antwort senden. Da dürfte ich zu sehr mit mir selbst beschäftigt sein.
Viel Erfolg weiterhin.
Ganz liebe Grüsse
Jacky
Genieße jeden Tag, als sei es dein letzter :-)
Seit dem 01.01.2024 findet man mich an einer kleinen Klinik in München.
https://www.crossdresser-forum.de/phpBB3/viewtopic.php?p=277174#p277174
Seit dem 01.01.2024 findet man mich an einer kleinen Klinik in München.
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Andrea aus Sachsen
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Re: Aufwand für Transition
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Danke euch für die aufschlussreichen Antworten! Da bin ich ja beruhigt, dass ich mit dem Problem nicht allein dastehe. Wie so oft im Leben, gibt es auch hier keine Ideallösung für alle, sondern jede(r) muss das für sich Machbare finden.
Für mich bedeutet das, mit der Aufnahme einer neuen Arbeit die Trans*-Aktivitäten zunächst einmal zurückzufahren (außer ganz wichtige Termine), um erst mal zu sehen, was wann wie geht. Irgendwie muss es dann aber auch weitergehen, denn das Ganze möchte ich in absehbarer Zeit einmal abschließen.
Sicher werde ich noch etwas dazu schreiben, wenn ich näheres weiß. Ansonsten sind weitere Wortmeldungen jederzeit willkommen.
Danke euch für die aufschlussreichen Antworten! Da bin ich ja beruhigt, dass ich mit dem Problem nicht allein dastehe. Wie so oft im Leben, gibt es auch hier keine Ideallösung für alle, sondern jede(r) muss das für sich Machbare finden.
Für mich bedeutet das, mit der Aufnahme einer neuen Arbeit die Trans*-Aktivitäten zunächst einmal zurückzufahren (außer ganz wichtige Termine), um erst mal zu sehen, was wann wie geht. Irgendwie muss es dann aber auch weitergehen, denn das Ganze möchte ich in absehbarer Zeit einmal abschließen.
Sicher werde ich noch etwas dazu schreiben, wenn ich näheres weiß. Ansonsten sind weitere Wortmeldungen jederzeit willkommen.
Viele Grüße
Andrea aus Sachsen
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Anja
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Re: Aufwand für Transition
Hallo Andrea,
ich frag mal so frei heraus, warum gehst du nicht die VÄ/PÄ vor einer neuen Arbeit an? Als Arbeitssuchende bekommst du höchstwahrscheinlich Prozesskostenhilfe und du brauchst dann deinem zukünftigen Arbeitgeber nicht mehr deinen geschlechtlichen Zwischenstand erklären, da du juristisch dann schon Frau Andrea wärst...
Grüße
die Anja
ich frag mal so frei heraus, warum gehst du nicht die VÄ/PÄ vor einer neuen Arbeit an? Als Arbeitssuchende bekommst du höchstwahrscheinlich Prozesskostenhilfe und du brauchst dann deinem zukünftigen Arbeitgeber nicht mehr deinen geschlechtlichen Zwischenstand erklären, da du juristisch dann schon Frau Andrea wärst...
Grüße
die Anja
Fällt der Apfel weit vom Stamm, kommt wenigstens mal Sonne dran!
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Andrea aus Sachsen
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Re: Aufwand für Transition
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das mit der VÄ/PÄ ist so eine Sache. Einerseits könnte ich mich ärgern, die bei meiner Entscheidung für diesen Weg nicht gleich beantragt zu haben, dann wäre ich jetzt vielleicht "durch". Andererseits ging es bisher auch ohne ganz gut, mal abgesehen davon, dass ich mit dem "alten" Ausweis kein neues Konto eröffnen konnte.
An die Sache mit der Prozesskostenhilfe hatte ich noch nicht gedacht. Aber gibt es die nicht erst bei ALGII? So lange wollte ich mit der neuen Arbeit nicht warten.
Ideal wäre es natürlich, dem neuen Arbeitgeber komplett stimmige Dokumente vorlegen zu können. Aber ich gebe mich keiner Illusion hin: Meine Vergangenheit sieht man mir zumindest auf den zweiten Blick an und auf Nachfragen werde ich wahrheitsgemäß antworten, egal was im Ausweis steht.
Vielleicht gelingt es mir, dass die "Unstimmigkeiten" nicht allzu offensichtlich zu Tage treten, indem mein letztes Arbeitszeugnis bereits jetzt umgeschrieben wird. Zumindest laut einer telefonischen Nachfrage sollte das gehen.
Hallo Anja,Anja hat geschrieben: warum gehst du nicht die VÄ/PÄ vor einer neuen Arbeit an? Als Arbeitssuchende bekommst du höchstwahrscheinlich Prozesskostenhilfe und du brauchst dann deinem zukünftigen Arbeitgeber nicht mehr deinen geschlechtlichen Zwischenstand erklären, ...
das mit der VÄ/PÄ ist so eine Sache. Einerseits könnte ich mich ärgern, die bei meiner Entscheidung für diesen Weg nicht gleich beantragt zu haben, dann wäre ich jetzt vielleicht "durch". Andererseits ging es bisher auch ohne ganz gut, mal abgesehen davon, dass ich mit dem "alten" Ausweis kein neues Konto eröffnen konnte.
An die Sache mit der Prozesskostenhilfe hatte ich noch nicht gedacht. Aber gibt es die nicht erst bei ALGII? So lange wollte ich mit der neuen Arbeit nicht warten.
Ideal wäre es natürlich, dem neuen Arbeitgeber komplett stimmige Dokumente vorlegen zu können. Aber ich gebe mich keiner Illusion hin: Meine Vergangenheit sieht man mir zumindest auf den zweiten Blick an und auf Nachfragen werde ich wahrheitsgemäß antworten, egal was im Ausweis steht.
Vielleicht gelingt es mir, dass die "Unstimmigkeiten" nicht allzu offensichtlich zu Tage treten, indem mein letztes Arbeitszeugnis bereits jetzt umgeschrieben wird. Zumindest laut einer telefonischen Nachfrage sollte das gehen.
Viele Grüße
Andrea aus Sachsen
Andrea aus Sachsen
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Bianca D.
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Re: Aufwand für Transition
Moin Andrea,Andrea aus Sachsen hat geschrieben:An die Sache mit der Prozesskostenhilfe hatte ich noch nicht gedacht. Aber gibt es die nicht erst bei ALGII?
no,das ist m.W. Einkommens abhängig.
Zu deiner Frage: je nach Arbeitgeber und Arbeitszeitmodell,ist es kein so großes Problem,die Termine zu koordinieren.Mir ging es da ganz ähnlich wie Anke,bei flexibler Zeiteinteilung brauchte ich mich nur den betrieblichen Erfordernissen anzupassen. Therapiestunden wie auch Bartepi in der Regel ab 18.00,da gab es selten mal Probleme und Gerichtstermin ist eine Pflichtveranstaltung,wofür dich dein Arbeitgeber frei stellen muß. Ebenso Arzttermine,es sei denn,du hast Gleitzeit.
Ist auf jeden Fall kein so großes Problem bei entsprechender Planung.
Dem Rat kann ich mich nur anschließen.Anja hat geschrieben:warum gehst du nicht die VÄ/PÄ vor einer neuen Arbeit an?
LG Bianca
Edit: Hab gar nicht gewußt,daß du nun auch auf dem Weg der Transition bist. Alles Gute dafür!
Ick wees nüscht,kann nüscht,hab aba jede Menge Potenzial
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Vivian Cologne
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Re: Aufwand für Transition
Hallo Andrea,
du sprichst ja verschiedene Punkte an - ich hoffe, darauf eingehen zu können aus meiner Sicht.
Wenn ich den Zeitaufwand zusammenrechne, den ich in den letzten zwei Jahren bei Terminen im weitesten Sinne verbracht habe einschließlich Fahrzeiten ... Ich denke, dass ich das in dem engen Zeitkorsett, das ich früher hatte und jetzt im Grunde wieder mit 40-Stunden-Woche und festem Dienstplan niemals hinbekommen hätte. Ich war selbstständig, hatte zwischendurch viel zu wenig Aufträge und konnte mich richtig reinknien, was alles voranzutreiben.
Ich hatte noch Reserven, sodass ich mir das leisten konnte - die waren dann irgendwann aufgebraucht. Nun bin ich "quasi durch", bin wieder fest angestellt und viel weniger flexibel. Es kam also alles zur rechten Zeit.
Andere Modelle funktionieren sicher auch, das ist sehr typabhängig.
Die Väpä war vom Aufwand allerdings das kleinste Übel. Zwei Gutachtertermine von 90 Minuten, in Aachen und Bonn, dazu ein Gerichtstermin von 5 Minuten, dann Ausweise beantragen und abholen. Fertig! Alles andere habe ich vom Schreibtisch aus organisiert. Das Ganze hat sich über 14 Monate hingezogen, aber das ist den Kölner Verhältnissen geschuldet. Die PKH ist einkommens- und vermögensabhängig, wie Bianca schreibt. Es sind enge Grenzen gezogen, und es gibt auch Vorschriften zur Rückzahlung bei wieder verfügbarem Einkommen. Ich habe darauf verzichtet und gerade die Schlussabrechnung bekommen - 1420 Euro.
Zu Bewerbungen und Zeugnissen ließe sich auch viel sagen. Für mich ist absolute Offenheit und Transparenz, was meine Vergangenheit angeht, selbstverständlich. In dem Umfeld, wo das nicht reinpasst, wäre ich eh falsch. Bei meinem neuen Arbeitgeber kam das jedenfalls gut an.
Ach ja, mein altes Gymnasium kämpft gerade mit der Neuausstellung des Abiturzeugnisses- sie sind noch auf der Suche nach einem passenden Formular, aber guten Willens ...
Vivian
du sprichst ja verschiedene Punkte an - ich hoffe, darauf eingehen zu können aus meiner Sicht.
Wenn ich den Zeitaufwand zusammenrechne, den ich in den letzten zwei Jahren bei Terminen im weitesten Sinne verbracht habe einschließlich Fahrzeiten ... Ich denke, dass ich das in dem engen Zeitkorsett, das ich früher hatte und jetzt im Grunde wieder mit 40-Stunden-Woche und festem Dienstplan niemals hinbekommen hätte. Ich war selbstständig, hatte zwischendurch viel zu wenig Aufträge und konnte mich richtig reinknien, was alles voranzutreiben.
Ich hatte noch Reserven, sodass ich mir das leisten konnte - die waren dann irgendwann aufgebraucht. Nun bin ich "quasi durch", bin wieder fest angestellt und viel weniger flexibel. Es kam also alles zur rechten Zeit.
Andere Modelle funktionieren sicher auch, das ist sehr typabhängig.
Die Väpä war vom Aufwand allerdings das kleinste Übel. Zwei Gutachtertermine von 90 Minuten, in Aachen und Bonn, dazu ein Gerichtstermin von 5 Minuten, dann Ausweise beantragen und abholen. Fertig! Alles andere habe ich vom Schreibtisch aus organisiert. Das Ganze hat sich über 14 Monate hingezogen, aber das ist den Kölner Verhältnissen geschuldet. Die PKH ist einkommens- und vermögensabhängig, wie Bianca schreibt. Es sind enge Grenzen gezogen, und es gibt auch Vorschriften zur Rückzahlung bei wieder verfügbarem Einkommen. Ich habe darauf verzichtet und gerade die Schlussabrechnung bekommen - 1420 Euro.
Zu Bewerbungen und Zeugnissen ließe sich auch viel sagen. Für mich ist absolute Offenheit und Transparenz, was meine Vergangenheit angeht, selbstverständlich. In dem Umfeld, wo das nicht reinpasst, wäre ich eh falsch. Bei meinem neuen Arbeitgeber kam das jedenfalls gut an.
Ach ja, mein altes Gymnasium kämpft gerade mit der Neuausstellung des Abiturzeugnisses- sie sind noch auf der Suche nach einem passenden Formular, aber guten Willens ...
Vivian