USA: Firmen fragen nach sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität
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Anne-Mette
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USA: Firmen fragen nach sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität

Post 1 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

die Antworten werden "auf freiweilliger Basis" erbeten, um die "Diversität" und Inklusion zu verbessern, wie es heißt.

http://www.pressetext.com/news/20160318004

In unserem Lande findet schon seit einigen Jahren eine regelrechte Suche nach "MitarbeiterInnen aus dem Regenbogenspektrum" statt.
Wir haben hier auch schon einmal über diese Job-Börse berichtet, die in Berlin stattgefunden hat und an der sich große Firmen wie Daimler, Siemens und Deutsche Bank beteiligten.

Gruß
Anne-Mette
Salmacis
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Re: USA: Firmen fragen nach sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität

Post 2 im Thema

Beitrag von Salmacis »

Mein Arbeitgeber (Becton Dickinson) hat sogar große Pappaufsteller bei uns aufgebaut auf dem neben Gummisteifeln und Sneakern auch Pumps und Flip Flops zu sehen sind
http://www.bd.com/us/careers/diversity/

Ist eben grad ein großes Ding und die Firmen, auch grad die amerikanischen, suchen gerade nach "Aushängeschildern" für diese Bewegung. Wir haben ein Intranet ala Facebook. Sprich Mitarbeiter können bei uns Updates posten und man kann das ganze dann "liken". Viele Kollegen, die von meinem Doppelleben wissen, kamen schhon auf mich zu und meinten "Das ist deine Chance, Flucht nach vorne!"
Aber machen wir uns nichts vor. So positiv das ganze klingt, menschlich gesehen haben viele einfach noch Vorbehalte und ich bin mit 31 am Anfang meiner Karriere. Die möchte ich mir derzeitig nicht kaputt machen nur weil ich lieber im Kostüm statt im Anzug auf Arbeit käme.
Bianca D.
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Re: USA: Firmen fragen nach sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität

Post 3 im Thema

Beitrag von Bianca D. »

Moin,

na ich weiß nicht... Ob das so gut ist? Da sind wir denn doch bald da,was die AFD in Thüringen im Landtag gefordert hatte:
http://www.tagesspiegel.de/berlin/queer ... 38312.html

Ich finde,das geht keinen was an,ob ich nun homo oder hetero bin.

LG Bianca
Ick wees nüscht,kann nüscht,hab aba jede Menge Potenzial
Dolores59
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Re: USA: Firmen fragen nach sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität

Post 4 im Thema

Beitrag von Dolores59 »

Bianca D. hat geschrieben:Moin,

na ich weiß nicht... Ob das so gut ist? Da sind wir denn doch bald da,was die AFD in Thüringen im Landtag gefordert hatte:
http://www.tagesspiegel.de/berlin/queer ... 38312.html

Ich finde,das geht keinen was an,ob ich nun homo oder hetero bin.

LG Bianca
Die sexuelle Orientierung kann ich weitgehend verstecken. Aber die Kleidung des Gegengeschlechts kann ich nicht verstecken, wenn ich sie trage.
Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele.
(Psalm 139,14)
Tina_G
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Re: USA: Firmen fragen nach sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität

Post 5 im Thema

Beitrag von Tina_G »

Ich bin in einem großen Unternehmen beschäftigt das sich auch die Diversity auf die Fahnen geschrieben hat. Der Horizont ist dabei aber sehr eng abgesteckt, denn die Diversity beschränkt sich bisher nur auf Frauen und auf Nationalität. Dass es auch noch andere Gruppierungen geben könnte, ist noch nicht so recht angekommen.
Und auch wenn sich die Firma offener zeigen würde, wäre ich trotzdem mit einem Outing zurückhaltend. Der Wind kann sich auch wieder ändern und ich möchte den Job noch ein paar Jahre ohne diesbezügliche Unannehmlichkeiten ausüben.

Liebe Grüße
Tina
Jaqueline
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Re: USA: Firmen fragen nach sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität

Post 6 im Thema

Beitrag von Jaqueline »

Guten Morgen,

ich hätte damit kein Problem und das was Salmacis verlinkt hat finde ich recht gut. In meinem Unternehmen ist das Thema nicht hoch aufgehängt. In unserer GmbH und auch in der AG war ich zu meinem Outing ein Präzedenzfall. Mir wurden nie Steine in den Weg gelegt. Da wir es oft genug noch bei der Jobsuche schwer haben, finde ich es wichtig, das Firmen damit Werbung machen. Es fördert aus meiner Sicht die Vielfalt. Es sollte aber bei solchen Firmen auch nachweislich Rechenschaft abgelegt werden, wie der Stand ist.

Ganz liebe Grüsse
Jacky :D
Genieße jeden Tag, als sei es dein letzter :-)

Seit dem 01.01.2024 findet man mich an einer kleinen Klinik in München.

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Re: USA: Firmen fragen nach sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität

Post 7 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Fragen über den persönlichen Lebenswandel ...werden aber von den meisten Arbeitgebern regelmäßig abgefragt....

... fast jeder Arbeitgeber checkt auch Facebook ab...

Einige Arbeitgeber haben haben aber auch bei uns überzogene Moralvorstellungen, die sie vermehrt, in letzter Zeit veruchen, durchzusetzen. (Hervorhebungen von mir)
Worauf gründen sich solche Thesen ? Ich schließe nicht aus, dass diese Fälle vorkommen, aber ich denke nicht, dass sie in eine solchen Ausmaß wie beschrieben tatsächlich auftauchen. Ich habe noch einen solchen Fall erlebt bzw. von einem solchen persönlich erfahren. Aber das ist nicht repräsentativ. Ich kenne sogar Arbeitgeber, die wollen das ganz bewusst nicht wissen und akzeptieren und schätzen auch andere Sichtweisen.
Viele Grüße
Vicky

Respekt ist nicht teilbar.
JaquelineL
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Re: USA: Firmen fragen nach sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität

Post 8 im Thema

Beitrag von JaquelineL »

Moin Ingo,
Atlanta hat geschrieben:Dieser Arbeitgeber war sehr tolerant, vieleicht liegt das auch an der Betriebsgröße?
ach, ich glaube, dass es immer an den jeweiligen Personen liegt. Wenn in einem kleinen Unternehmen die Mitarbeiter querschießen und der Chef das nicht toleriert, ist schnell Schluss mit der Randale. Oder dem Unternehmen, wenn "key player" zu anderen Unternehmen weiterziehen.

Optimal ist es in Fällen kleinerer Unternehmen, wenn man selbst ein "Leistungsträger" ist - dann ist das schon fast wie "legales mobbing", wenn die intoleranten Luschen das Weite suchen :)p

Liebe Grüße
Jackie
Today is the first day of the rest of my... forget it.
JuliaS (†)
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Re: USA: Firmen fragen nach sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität

Post 9 im Thema

Beitrag von JuliaS (†) »

Ich denke es hängt ganz vom Einzelfall ab. Da ich seit mindestens 2004 den EdKa-Vermerk habe und recht gut abgesichert bin, war es für mich leicht mein Going-Public in Angriff zu nehmen. Allerdings ist es meines Erachtens eine Unterschied ob man sich zu seiner Homosexualität oder zur Transidentität bekennt. Jedenfalls war ich der erste Trans-Fall in unserem Unternehmen (öffentlich-rechtliches Kreditinstitut) als auch für den kommunalen Arbeitgeberverband (eigene Aussage). Das hatte für mich den Vorteil das es mir gelang faktisch die SAP-Richtlinien zur Geschlechtsangleichung durchzusetzen. Mir ist es eigentlich auch egal woran es gelegen hat, aber mein Arbeitgeber hat mir keine Probleme bei der Transition bereitet. Generell dürfte aber Branche und Position/Funktion der transistierenden Person nicht ohne Bedeutung sein. Auch kann sich heute eigentlich kein Unternehmen mehr leisten geeignetes Personal aus eindeutig nicht berufsbezogenen Gründen zu verlieren bzw nicht einzustellen.
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