Redezeit! Austausch- und Nachrichten-Portal für intergeschlechtliche und transsexuelle Menschen, Crossdresser, nonbinä¤re Menschen, Feministinnen, Luder, Hexen
ich habe es doch geahnt. Da ist Männliches und Weibliches in mir und komme mir damit ganz normal vor. Schön, dass es auch die Wissenschaft bestätigen kann.
Das hat die Großmutter schon gewusst. Nur ohne Hirnforschung, dafür mit viel Beobachtung ...
Was wirklich interressant wäre, ist die Frage, was denn "männlich" und was "weiblich" im Hirn sein soll. Davon steht nichts im Artikel. Ich bekomme das als Ergebnis, was ich sehen möchte. Wenn ich also bei Männern tendenziell Merkmale finde, heißt das nicht, dass diese Merkmale männlich sind. Sie kommen eher bei Männern vor. Das ist alles. Sie klären nicht die Frage, ob das Huhn oder das Ei zuerst da war. In diesem Fall, sind die genannten Anteile Ursache oder Folge des Mannseins. Das Gehirn ist nämlich extrem flexibel und kann sich anderen Anforderungen sehr gut anpassen. Und mithin beißt sich die Katze in den Schwanz.
Wenn im Beitrag die Bücher a la "Warum Frauen so schlecht einparken ..." etc. angesprochen werden, ist das ähnlich. Haben Frauen Probleme beim Einparken, weil sie Frauen sind ? Wenn ich das annehme, werde ich die Fälle verstärkt sehen, in denen sie Probleme haben und denken, "typisch weiblich". Ich sehe nicht die Probleme der Männer beim Einparken und auch nicht die Frauen, die das können. Ich verstärke durch selektive Beobachtung meine Vorurteile.
Ich denke, das Gehirn ist per se völlig geschlechtslos. Erst verschiedene Einflüsse durch Umwelt, Hormone etc. bildet sich so etwas wie "männlich" oder "weiblich" heraus. Aber es ist kein grundsätzlicher Unterschied zu sehen. Mit dem Körper ist das bekannterweise ähnlich. Alle sind weiblich und erst hormonelle Einflüsse lassen sie in Teilbereichen unterschiedlich entwickeln.
Ich sehe es ähnlich wie Explorer. Es gibt Pole und es gibt viel dazwischen. Wenn es Männer und Frauen gbt, die rein männlich und weiblich empfinden und es TS gibt, die genau umgekehrt empfinden, muss es fast zwangsläufig auch Menschen geben, die irgendwo in der Mitte liegen. Und das entspricht ja auch unseren Beobachtungen.
Der Rest ist gesellschaftliche Konvention. Und die ist veränderbar ...
...die Sache mit dem Gehirn und seiner Strukturen ist und bleibt scheinbar ein wissenschaftlicher Streitfall. die Sichtweise auf die Untersuchungsergebnisse scheint von irgendwelchen Vorgaben abhängig zu sein, was als Ergebnis erwartet wird. Dahingehend wird dann auch interpretiert. Bei allen möglicherweise erkennbaren sogenannten Unterschieden des Gehirns bei Frau und Mann, glaube ich, dass die Gemeinsamkeiten den größten Anteil haben s. Explorers Darstellung mit den zwei Glockenkurven in der Verteilung der Eigenschaften im Vergleich.
Auch in der Wissenschaft gilt doch oft, zwei Leute, drei Meinungen...
Ich lehne es ab, mein Denken und Handeln, beeinflußt durch mein Gehirn, in männlich und weiblich aufzuteilen, egal zu welchem Prozentsatz oder in welchen Abstufungen.
Meine Meinung dazu ist, auch wenn wissenschaftlich Unterschiede in der "Verdrahtung" festgestellt werden, fehlt mir dazu die Datenbasis. Jedes Gehirn ist einzigartig aufgrund seiner im Leben gemachten Erfahrungen, was dazu führt / führen kann daß das gleich Gehirn durch unterschiedliche Erfahrungen auch zu unterschiedlich gebildeten Synapsen, die "Verdrahtung", führt, so meine Meinung. Für eine solche Aussage brauche ich eine gleiche Ausgangsbasis bei mehreren Gehirnen. Da es die nicht gibt, nicht geben kann, kann die Wissenschaft nur einen gemeinsamen Nenner als Ausgangsbasis verwenden. Aus der Meßtechnik fürht sowas zu einer größeren unbestimmten Streuung. Weiter ist meine Ansicht, daß unterschiedliches Verhalten kulturell anerzogen ist, was wie oben gesagt zu unterschiedlichen Synapsen führt. Damit habe ich eigentlich den Selbstbeweis geführt, daß es männliche und weibliche Hirnareale gibt.
s'Röckchen
...ridicule is nothing to be scared of...
(A.Ant "Prince Charming")
...also was wissen wir? - dass wir nichts wissen. (eine oftmals gültige alte Erkenntnis)
Alles andere ist immer noch eine Annäherung, an das, was wir zu glauben meinen. Der Rest ist meist dann eine Frage der Interpretation von Messergebnissen und deren Bewertung unter ganz speziellen Gesichtspunkten oder Vorgaben.
Das heißt doch, dass wir mehrheitsfähig sind - irgendwo dazwischen im großen Pool der Möglichkeiten...jede/ auf ihrem/seinem Platz in der Welt als Mensch.
...das zeigt aber doch auch, dass die Unterschiede im Gehirn, die immer genannt werden, erst mal nicht angeboren, sondern vermutlich sich erst durch die unterschiedliche Sozialisation ausbilden und dann erst überhaupt erkennbar werden.