CD wegen Kinderwunsch der Eltern?
CD wegen Kinderwunsch der Eltern?

Lebensplanung, Standorte
Antworten
Salmacis
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 1113
Registriert: Di 3. Mär 2009, 18:59
Geschlecht: w
Pronomen: sie
Wohnort (Name): Berlin
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 2 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: CD wegen Kinderwunsch der Eltern?

Post 1 im Thema

Beitrag von Salmacis »

Hätte hätte
Externes Bild, es gelten die Datenschutz- und Nutzungsbestimmungen der ausgewählten Seite.Quelle: http://www.bruegelmann.de/fileadmin/med ... himano.jpg


;)

Eigentlich ist es doch unwichtig woher der Wunsch kommt. Es könnte sein, aber wer weiß? Es ist ja noch immer nicht geklärt woher Homo- und Transsexualität herkommen. So eine kleine Erscheinung wie CD... hat eben viele Facetten.
Ja könnte sein, muss aber nicht :)
Inga
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 3855
Registriert: Mo 19. Jul 2010, 00:32
Pronomen:
Hat sich bedankt: 120 Mal
Danksagung erhalten: 213 Mal
Kontaktdaten:

Re: CD wegen Kinderwunsch der Eltern?

Post 2 im Thema

Beitrag von Inga »

Hi,

meiner Mutter war es damals egal, ob nun ein Junge oder Mädchen zur Welt kam. Damlas gab es noch keine Ultralschalluntersuchungen und so war es bei der Geburt immer eine Überraschung, was es denn nun war. (im Zweifelsfall ein Baby)

Meine Leidenschaft zum Crossdressing muss definiv andere Ursachen haben als die Wünsche meiner Eltern.

Ehrlich, nach vielem Nachdenken finde ich meine Begeisterung fürs Crossdressing einfach unerklärlich: Es ist einfach so und das ist gut so.

Liebe Grüße
Inga
exuserin-2017-01-16

Re: CD wegen Kinderwunsch der Eltern?

Post 3 im Thema

Beitrag von exuserin-2017-01-16 »

Möglich wäre es , ich habe schon von einigen CD gehört deren Eltern sich das andere Geschlecht gewünscht hatten egal ob Junge oder Mädchen. Meine Mutter wollte einen Sohn... bekomme ich öfter zu hören ....
LG Uta
Lina
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 4375
Registriert: Di 25. Jan 2011, 00:34
Pronomen:
Hat sich bedankt: 53 Mal
Danksagung erhalten: 191 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: CD wegen Kinderwunsch der Eltern?

Post 4 im Thema

Beitrag von Lina »

Bettina hat geschrieben:Das ist bei mir ähnlich: älterer Bruder, nach dem sich meine Eltern eigentlich noch eine Tochter gewünscht haben. Ich halte es aber ehrlich gesagt für sehr unwahrscheinlich, dass das einen Einfluss auf eine spätere Neigung zum CD haben kann. Mag sein, dass das an meiner Ausbildung im Bereich Biologie liegt, aber mir käme das reichlich mystisch vor ;) Da gehe ich doch eher von einem zufälligen Zusammentreffen aus. Es dürfte nämlich unzählige CD geben, deren Eltern keinen solchen Wunsch verspürt haben, und umgekehrt wohl auch.

Liebe Grüße
Bettina
Warum haelst du das denn fuer so total unwahrscheinlich. Leute zeigen oft unbewusst eine Erwartungshaltung durch ihr verhalten, und beeinflussen andere durch ihr Verhalten. Wer dann auch nur im Geringsten von Geburt an geistig bi-gender ist, wie soll es dann nich beeinflussen ... wenn da ploetzlich ein kleines Baby ist und sie haben die ganze Zeit sich ein Maedchen vorgestellt?
nicole.f
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 788
Registriert: Fr 3. Dez 2010, 11:04
Geschlecht: trans* Frau
Pronomen: sie
Wohnort (Name): Siegen
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0
Gender:
Kontaktdaten:

Re: CD wegen Kinderwunsch der Eltern?

Post 5 im Thema

Beitrag von nicole.f »

Jana01 hat geschrieben:Hallo zusammen!

Meine Eltern erzählten mir gestern erstmals was Interessantes... nach meinem Bruder hätten sie sich eigentlich gewünscht, dass ich ein Mädchen werde.... können CD und der Wunsch der Eltern etwas miteinander zu tun haben?
Das war eine Ursachenannahme, die man vor vielen Jahren auch mal in der Wissenschaft diskutierte, aber keinerlei Belege dafür finden konnte und daher wieder fallen lies. Man findet es aber dennoch hartnäckig immer wieder in Aufsätzen. Dies würde den Schluss nahelegen, dass Geschlechtsidentität sozialisierbar wäre und das ist mittlerweile eine allgemein nicht akzeptierte Theorie. Tragischster bekannter Fall ist der von David Reimer [1], bekannt als der "John / Joan Fall", den der US-Amerikanische Arzt John Money lange Jahre als Beleg für die Sozialisierbarkeit der Geschlechtsidentität anführte - mit tragischen Folgen für David. Money rechtfertigte damit auch lange Jahre die Zwangs-Zuweisung eines Geschlechts incl. operativer Maßnahmen bei intersexuellen Kindern, mit mindestens ebenso tragischen und dramatischen Folgen. Als David Reimer davon erfuhr, war er entsetzt - er wurde als Begründung für diese Verstümmelungen angeführt! Dies hat, so wird vermutet, mit zu seinem Suizid 2004 beigetragen.

Geschlecht ist nicht sozialisierbar, Punkt.
Allenfalls kann die Sozialisation Einfluss darauf haben, wie *Du* es ausgestaltest.

Liebe Grüße
nicole

[1] David Reimer
https://de.wikipedia.org/wiki/David_Reimer

[2] John Money
https://de.wikipedia.org/wiki/John_Money
Ich bin trans* - und das ist gut so!
Homepage: http://www.dpin.de/nf
Blog: http://www.dpin.de/nf/category/trans/
Nicoletta
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 643
Registriert: Mo 26. Apr 2010, 12:50
Geschlecht: weiblich
Pronomen:
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 3 Mal
Kontaktdaten:

Re: CD wegen Kinderwunsch der Eltern?

Post 6 im Thema

Beitrag von Nicoletta »

Ich halte diese Hypothese durchaus für wahrscheinlich. In meinem Falle war es so, dass meiner Mutter von ihrer Mutter, die nur Mädchen zur Welt gebracht hatte und damit unzufrieden war, angedroht worden war, sie würde vor die Tür gesetzt werden, wenn sie keinen Jungen zur Welt brächte. Ich wurde, dem Anschein nach, zu einem Jungen, daraufhin verwöhnt von meiner Großmutter. Ich halte es für möglich, dass meine Mutter, unter der Drohung, unbewusst jene entscheidenden Hormone in der richtigen Menge ausgeschüttet hat, um aus mir, die ich eigentlich ein Mädchen hätte werden sollen, zumindest äußerlich einen Jungen zu machen. Vielleicht war das wirklich nur äußerlich, denn immerhin ist auffällig, dass ich es in zwei Ehen nicht geschafft habe, Vater zu werden. Ich habe mich nie getraut, das näher untersuchen zu lassen. Es würde mich nicht wundern, wenn dann herauskäme, dass ich nie ein "richtiger" Mann war, möchte solch einen Schock aber meiner Frau ersparen. Mit 67 Jahren ist es ohnehin zu spät für alles.

LG Nicoletta
Ne budi ono što si bio, postani to što jesi. -- Sei nicht, was du gewesen, werde, was du bist!
Marielle
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 1857
Registriert: Do 11. Aug 2011, 10:52
Geschlecht: Mensch
Pronomen: ikke
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0
Kontaktdaten:

Re: CD wegen Kinderwunsch der Eltern?

Post 7 im Thema

Beitrag von Marielle »

Hallo zusammen, Hallo Lara,

die Aussage von Nicole "Geschlecht ist nicht sozialisierbar, Punkt" ist, auch in ihrer Absolutheit, richtig, wenn man nicht einen (imho nicht vorhandenen) Subtext mitliest, der sagt, geschlechtliche Identität sei ausschliesslich biologisch bedingt.

Mein Lieblings-Biopsychologe, Onur Güntürkün, sagt dazu: Der Mensch ist zu 99% Biologie und zu 99% Psychologie/Sozialisation. Ich glaube nicht, dass er nicht rechnen kann ;)


Hab es gut

Marielle
As we go marching, marching, we bring the greater days
For the rising of the women, means the rising of the race
No more the drudge and idler ten that toil where one reposes
But the sharing of life's glories, Bread and Roses, Bread and Roses.
Marielle
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 1857
Registriert: Do 11. Aug 2011, 10:52
Geschlecht: Mensch
Pronomen: ikke
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0
Kontaktdaten:

Re: CD wegen Kinderwunsch der Eltern?

Post 8 im Thema

Beitrag von Marielle »

Hallo zusammen, Hallo Lara,

ich bin eitel genug, um der Versuchung zu erliegen, meine selbstüberwertschätzende Sicht dazu zu liefern: Ich wollte (und will) in das WMA-Statement nicht die schlechtest mögliche Interpretation hineinlesen, weil es falsch wäre. Aber ich kann es. Und ich glaube, dass es wichtig ist, das zu tun, weil ich fürchte, dass 'die Welt' nicht gut genug zu uns ist, um uns zu erlauben, nachlässig in unseren Formulierungen zu sein. Wenn wir ehrlich sprechen, klingen wir in den Ohren der Welt manchmal so niedlich-naiv (sprich: menschlich), wie wir gern verstanden werden würden; eben weil es ehrlich wäre. Und menschlich. Nur schätzt die Welt, so wie sie ist, Menschlichkeit nicht besonders hoch.

Es ist oft nicht leicht sie auszumachen, aber die Koalitionsgrenze sollte dort liegen, wo sich das blanke Eigeninteresse von dem Wunsch und Engagement für eine bessere Welt für alle trennt. Um diese Grenze zu finden, müssen wir uns verstehen und dazu müssen wir miteinander reden.

lasst es uns gut machen

Marielle
As we go marching, marching, we bring the greater days
For the rising of the women, means the rising of the race
No more the drudge and idler ten that toil where one reposes
But the sharing of life's glories, Bread and Roses, Bread and Roses.
firefly

Re: CD wegen Kinderwunsch der Eltern?

Post 9 im Thema

Beitrag von firefly »

Hallo,
Es kann schon möglichsein, dass man gewisse contra-geschlechtliche Verhaltensmuster erlernt, weil Eltern eben gerne eine Tochter als ein Sohn hätten und umgekehrt. Wir tragen aber immer beide Teile in uns. Kein Mann ist 100% männlich, keine Frau 100% weiblich. Das Geschlecht ist die Summe aller Teilgeschlechter (antomische, logisches, emotionales, sprachgelschlecht, usw.), und bei CD dominiert das geburtsgeschlecht und das contra-geschlechtliche ist intensiver ausgeprägt als bei "normalen" Frauen/Männern. Ich glaub aber nicht, das sagen wir z.B. ein ziehmlich emotinaler Mann (ist nicht abwertend gemeint: "Weichei") allein das im sozialen Bereich durch seine Optik auslebt, nur weil Mamma oder Pappa sagen: "Wir haben uns zwar eine Tochter gewünscht, sind mit dir als Sohn genauso glücklich". So direkt wirds kaum jemand sagen, eher unterschwellig beim Klamotten kauf oder so. Rein vom soziologischen Standpunkt steht die eigene Familie ca. an dritter Stelle, überhohlt von Freunden und Beziehung. Mit dem Alter dreht sich das aber und wirklich pauschal kann man das auch nie sagen. Wenn allerdings die Familie so die einzigste wirkliche soziale Primärgruppe ist (z.B. durch Schicksaals schläge), dann kann ich mir schon vorstellen, dass die Familie da mehr Einfluss hat als regulär, aber das dürfte nicht wirklich ausreichen um da alles in die CD-Richtung zu drehen. Im übrigen ist es schon normal, wenn der Sohn mal die Highheels von Mamma probiert und die Tochter Pappas grawatte umschnallt. Öhm ja, soweit meine Sicht des Ganzen.

/firefly
Annabelle-R.
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 174
Registriert: Mo 24. Mär 2014, 17:02
Geschlecht: transgender
Pronomen:
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0
Kontaktdaten:

Re: CD wegen Kinderwunsch der Eltern?

Post 10 im Thema

Beitrag von Annabelle-R. »

LaraC hat geschrieben:Die Geschlechtsidentität wird (wie jede Form von Identität) von sehr, sehr vielen unterschiedlichen Einflussfaktoren geformt. Dazu gehören neben Genen und hormonellen Einflüssen natürlich auch Umwelteinflüsse (Lernen, "Sozialisation", etc.) sowie natürlich das konstruktiv arbeitende Individuum selbst. Die Geschlechtsidentität ist einfach multikausal bedingt. Was allerdings richtig ist, ist dass man eine bestimmt Geschlechtsidentität nicht absichtsvoll verändern oder "anerziehen" kann. So einfach funktioniert Identitätsbildung dann eben doch nicht und deswegen sind "Therapieansätze", die da etwas ändern wollen, zum scheitern verurteilt (und sehr schädlich).

Die Multikausalität ist auch der Grund dafür, dass niemand Crossdresser wird, nur weil sich die Eltern "ein Mädchen gewünscht haben." So einfach ist es eben nicht. Allerdings kann so etwas durchaus einen Einfluss haben. Was in der Familie implizit und explizit für Vorstellungen über "Geschlecht" herrschen hat sicherlich irgendeine Auswirkung auf die später ausgebildete Geschlechtsidentität.
Das ist in meinen Augen eine vernünftige Aussage, ich denke, ohne eine bestimmte Gensequenz wird man nicht transident, CD ... Die Sozialisation eines Menschen hat jedenfalls einen großen Einfluß darauf, wie schnell ein Betroffener seine Situation erkennt, akzeptiert und entsprechende Schritte unternehmen kann.
Das geht in der heutigen Welt mit ihren vielen Möglichkeiten um einiges leichter als noch vor 30, 40 Jahren.

lG Annabelle
Toleranz ist die Möglichkeit, dass der Andere Recht haben könnte
Kurt Tucholsky
Natascha030
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 222
Registriert: Sa 19. Jan 2013, 13:01
Geschlecht: TV, CD
Pronomen:
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0
Kontaktdaten:

Re: CD wegen Kinderwunsch der Eltern?

Post 11 im Thema

Beitrag von Natascha030 »

Hallo Zusammen. Ich kann die Frage von Jana absolut verstehen und muss echt staunen, was sich hier bei dieser simplen Frage für eine Philosophie entwickelt! Es geht ja nicht um die Frage, ob sich der Kinderwunsch in einigen Fällen erfüllt, sondern darum, dass in den meissten Fällen bereits ein Junge vorhanden ist und dann der Wunsch nach einem "Pärchen" aufkommt! Ich denke, dass es tatsächlich in solchen Fällen eine indirekte Beeinflussung geben kann! An meinem Beispiel nehme ich dieses als gegeben hin! Mein grosser Bruder wurde geboren, danach meine Schwester, welche nach 1 Monat verstorben ist, dann kam ich, biologisch und auch äusserlich ein Mann! Meine Mutter, welche nächsten Monat 90 Jahre wird, möchte ich damit nicht mehr behelligen, sie würde auch meine Situation nicht verstehen! Ich habe sehr oft über den Grund nachgedacht und habe bis heute keine andere Erklärung gefunden! Schliesslich sind ja auch die Gehirne von Mutter und Baby mittels Nabelschnur verbunden! Und wie war das mit dem Erschrecken der schwangeren Frau? Gab es nicht hin und wieder beim Kind ein sog. Muttermal? Ich bin der festen Überzeugung, dass es Dinge zwischen Himmel und Erde gibt, welches unser Hirn einfach nicht erfassen kann und auch nicht glauben will!
In diesem Sinne sonnige Grüsse aus B ä r-lin, Natascha :-)
Frausein ist nicht so leicht, aber sehr schön! :-)
Veronika
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 409
Registriert: Di 15. Sep 2015, 15:42
Geschlecht: gefühlt weiblich
Pronomen:
Hat sich bedankt: 175 Mal
Danksagung erhalten: 6 Mal
Kontaktdaten:

Re: CD wegen Kinderwunsch der Eltern?

Post 12 im Thema

Beitrag von Veronika »

Guten Abend zusammen,

ich, für mich persönlich, kann den Ausführungen von Daenerys sehr gut folgen. Auch ich sehe hier einen Zusammenhang. Als Kind, auch viel später habe ich mir immer eine Schwester oder einen Bruder gewünscht. Meine Frage an meine Mutter wegen fehlender Geschwister wurde damit beantwortet, dann wäre es vielleicht wieder ein Junge geworden, du solltest eigentlich ein Mädchen werden.
Als Kind war die Situation so, das ich oft die Mieder meiner Mutter anzog, welches mit Wohlwollen gesehen wurde. Ebenso habe ich oft die Kleider meiner Cousine anziehen müssen, da meine Mutter Schneiderin ist.
Ich denke schon, dass bereits im Mutterleib eine Prägung wenn sie dann später mit Worten und wie gerade beschrieben stattfindet.

LG Veronika
Lina
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 4375
Registriert: Di 25. Jan 2011, 00:34
Pronomen:
Hat sich bedankt: 53 Mal
Danksagung erhalten: 191 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: CD wegen Kinderwunsch der Eltern?

Post 13 im Thema

Beitrag von Lina »

Bettina hat geschrieben:
Lina hat geschrieben:Warum haelst du das denn fuer so total unwahrscheinlich. Leute zeigen oft unbewusst eine Erwartungshaltung durch ihr verhalten, und beeinflussen andere durch ihr Verhalten. Wer dann auch nur im Geringsten von Geburt an geistig bi-gender ist, wie soll es dann nich beeinflussen ... wenn da ploetzlich ein kleines Baby ist und sie haben die ganze Zeit sich ein Maedchen vorgestellt?
Weil das, was du da schilderst, zwar m. E. durchaus möglich ist, aber nicht dasselbe, was die Threaderstellerin nach meinem Verständnis meinte. Denn auch du nimmst hier doch an, dass eine gewisse Neigung "von Geburt an" da ist, also nicht durch elterlichen Wunsch hervorgerufen. Damit ist aber die elterliche (möglicherweise unbewusste) Einflussnahme nur etwas, das mit dieser Prädisposition zusammenfällt, nicht die Ursache.

Wenn das bloße Wünschen der Eltern tatsächlich eine entsprechende Prägung verursachen würde, wäre mir schleierhaft, durch welches Medium sich das vom Organismus der Mutter auf den des Kindes übertragen sollte. Das wollte ich zum Ausdruck bringen - nicht, dass es unmöglich sei, eine (und sei es nur schwache) anderweitig begründete Anlage zu "aktivieren" oder wie man das auch nennen möchte (smili)

Nachtrag von Tante Edit: Sollte ich den Einstiegspost falsch verstanden haben, und es war exakt das von dir geschilderte gemeint, ist das natürlich etwas anderes. Dann war mein Einwand gegenstandslos, weil nicht zum Thema.

Ich habe auch nicht gesagt, dass ich ausschließe, dass die Ursachen noch viel tiefer gehen können. Ich habe lediglich Umstände angezeigt, die Nachweisbar sind und möglicherweise zu dem Ergebenis führen können. Und denk daran, dass ich die erwähnt habe, wo jemand gerade total ausschließen wollte, dass was daran sein könnte.

Darin liegt ja lange nicht die Aussage von mir, dass ich eine ganz andere Reihe von Möglichkeiten ausschließe. Wie sollte ich? Hat jeman einen wissenschaftlich stichhaltigen Beweis, weitere Ursachen auszuschließen? Wenn jemand hier hat, hervortreten.

Tatsächlich halte ich es auch für möglich, dass die mentalte Haltung, oder intensive Gedanken, darunter Wünsche von einzelnen Persone oder auch ganze Gruppen, die Physiologie über die Genetik ändern kann. Ein Freund von mir, der Dr. in Biologie (Genetik und Zellbiologie) ist, hat mal erwähnt, dass sich schon begründete Annahmen verbreiten, dass manche mentale Haltungen genetisch vererbbar sind - z.B die Tentenz zu starke Religiösität oder Rassismus. Ich habe öfter mit ihm darüber gesprochen, wieso bestimmte Tierarten sich entwickelt haben, zu dem was sie sind -
z.B. wie es dazu kam, dass Wale eine Rückenflosse haben. Im Grunde sehen einige den Haien sehr ähnlich. Nur der Hai hat eine Knochenstruktur
für die Flosse. Der Delphin nicht. Darwinistisch gesehen gibt es also keinen Grund, dass sie sich Entwickeln könnte. Ich habe gefragt, "könnte es sein, dass die Vorfahren der Delphine, die oft genug die Haie gesehen haben und den gleichen Lebensraum einnahmen, einen kollektiven Wunsch hatten, so zu sein wie die Haie, dass ihre Genetik dadurch sich nach und nach in die Richtung änderte? Zusätzlich zu den Darwinistischen Ursachen natürlich."
Er sagte klar "ja", das hält er für sehr wohl möglich.
Also - Gesamtergebnis davon - wenn salopp gesagt "religöser Fanatismus", was ja ein sehr starkes Gefühl ist, von den Eltern auch genetisch vererbt werden kann (Achtung: noch nicht bewiesen aber eine Möglichkeit, die ernst genommen wird), warum soll dann der sehnliche Wunsch einer Mutter ein kleines Mädchen zu gebähren, sich dann nicht in irgend einer Weise auf das kleine Kind im Mutterleib übertragen.

Das WIE oder über WELCHE Kanäle? Keine Ahnung. Vielleicht gibt es ganz Schulmedizinisch erklärbare Ursachen, die man nur noch nicht gefunden hat. So weit ist man einfach noch nicht in der Phsyiologie. Es gibt sogar immer noch Organe im menschlichen Körper, wo sie noch nicht wissen, was sie machen.
Und vielleicht liegt die Erklärung so weit entfernt, dass man danach in der Qantenphysik oder in Sheldrakes Theorien über Morphogenetische Felder suchen muss. ICH will mich da überhaupt nicht festlegen ...

Ich bin nur immer dafür die einfachen Ursachen abzuchecken, bevor man nach den komplizierten und weit her geholten. Vielleicht kann man dann tatsächlich konkret die Einfachen ausschließen und damit beweisen, dass es "was anderes" sein muss. Das ist auch ein sehr wichtiger Schritt in Ursachenfindung.
Regenbogenfisch
Beiträge: 47
Registriert: Mo 22. Sep 2014, 10:38
Geschlecht: m/w
Pronomen:
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0
Gender:
Kontaktdaten:

Re: CD wegen Kinderwunsch der Eltern?

Post 14 im Thema

Beitrag von Regenbogenfisch »

Veronika hat geschrieben:Guten Abend zusammen,

ich, für mich persönlich, kann den Ausführungen von Daenerys sehr gut folgen. Auch ich sehe hier einen Zusammenhang. Als Kind, auch viel später habe ich mir immer eine Schwester oder einen Bruder gewünscht. Meine Frage an meine Mutter wegen fehlender Geschwister wurde damit beantwortet, dann wäre es vielleicht wieder ein Junge geworden, du solltest eigentlich ein Mädchen werden.
Als Kind war die Situation so, das ich oft die Mieder meiner Mutter anzog, welches mit Wohlwollen gesehen wurde. Ebenso habe ich oft die Kleider meiner Cousine anziehen müssen, da meine Mutter Schneiderin ist.
Ich denke schon, dass bereits im Mutterleib eine Prägung wenn sie dann später mit Worten und wie gerade beschrieben stattfindet.

LG Veronika

du solltest eigentlich ein Mädchen werden
... - wie ich erst vor kurzem erfahren habe, soll dies mein Vater gesagt haben, nicht meine Mutter, wie ich bislang geglaubt hatte. Wie auch immer. Tatsache ist, dass ich rosa Deckchen hatte (1951!), bis zu 3 Jahren lange blond gelockte Haare, lange gerne mit Puppen gespielt habe und dann als Kind lieber mit Mädchen zusammen war. Dem kam entgegen, dass ich in einer Mädchenvolksschule bis zur 4. Klasse war, es gab dort eine "Jungenminderheit" (weil es zur Knabenvolksschule zu weit gewesen wäre). Als dann die Mädchenvolksschulzeit zu Ende ging, hatte ich fürchterlich Angst, in die Kanbenschule zu müssen. Das ist mir aber wegen der (gemischten) Oberschule erspart geblieben.

Also mir scheint es schon so, dass der Wunsch der Eltern einen gewissen Einfluss hat, natürlich nicht den ausschließlichen oder ausschlaggebenden.

Liebe Grüße, Doro
Antworten

Zurück zu „Körper - Gefühle - Empfindungen“