Bettina hat geschrieben:Lina hat geschrieben:Warum haelst du das denn fuer so total unwahrscheinlich. Leute zeigen oft unbewusst eine Erwartungshaltung durch ihr verhalten, und beeinflussen andere durch ihr Verhalten. Wer dann auch nur im Geringsten von Geburt an geistig bi-gender ist, wie soll es dann nich beeinflussen ... wenn da ploetzlich ein kleines Baby ist und sie haben die ganze Zeit sich ein Maedchen vorgestellt?
Weil das, was du da schilderst, zwar m. E. durchaus möglich ist, aber nicht dasselbe, was die Threaderstellerin nach meinem Verständnis meinte. Denn auch du nimmst hier doch an, dass eine gewisse Neigung "von Geburt an" da ist, also nicht durch elterlichen Wunsch hervorgerufen. Damit ist aber die elterliche (möglicherweise unbewusste) Einflussnahme nur etwas, das mit dieser Prädisposition zusammenfällt, nicht die Ursache.
Wenn das bloße Wünschen der Eltern tatsächlich eine entsprechende Prägung verursachen würde, wäre mir schleierhaft, durch welches Medium sich das vom Organismus der Mutter auf den des Kindes übertragen sollte. Das wollte ich zum Ausdruck bringen - nicht, dass es unmöglich sei, eine (und sei es nur schwache) anderweitig begründete Anlage zu "aktivieren" oder wie man das auch nennen möchte
Nachtrag von Tante Edit: Sollte ich den Einstiegspost falsch verstanden haben, und es war exakt das von dir geschilderte gemeint, ist das natürlich etwas anderes. Dann war mein Einwand gegenstandslos, weil nicht zum Thema.
Ich habe auch nicht gesagt, dass ich ausschließe, dass die Ursachen noch viel tiefer gehen können. Ich habe lediglich Umstände angezeigt, die Nachweisbar sind und möglicherweise zu dem Ergebenis führen können. Und denk daran, dass ich die erwähnt habe, wo jemand gerade total ausschließen wollte, dass was daran sein könnte.
Darin liegt ja lange nicht die Aussage von mir, dass ich eine ganz andere Reihe von Möglichkeiten ausschließe. Wie sollte ich? Hat jeman einen wissenschaftlich stichhaltigen Beweis, weitere Ursachen auszuschließen? Wenn jemand hier hat, hervortreten.
Tatsächlich halte ich es auch für möglich, dass die mentalte Haltung, oder intensive Gedanken, darunter Wünsche von einzelnen Persone oder auch ganze Gruppen, die Physiologie über die Genetik ändern kann. Ein Freund von mir, der Dr. in Biologie (Genetik und Zellbiologie) ist, hat mal erwähnt, dass sich schon begründete Annahmen verbreiten, dass manche mentale Haltungen genetisch vererbbar sind - z.B die Tentenz zu starke Religiösität oder Rassismus. Ich habe öfter mit ihm darüber gesprochen, wieso bestimmte Tierarten sich entwickelt haben, zu dem was sie sind -
z.B. wie es dazu kam, dass Wale eine Rückenflosse haben. Im Grunde sehen einige den Haien sehr ähnlich. Nur der Hai hat eine Knochenstruktur
für die Flosse. Der Delphin nicht. Darwinistisch gesehen gibt es also keinen Grund, dass sie sich Entwickeln könnte. Ich habe gefragt, "könnte es sein, dass die Vorfahren der Delphine, die oft genug die Haie gesehen haben und den gleichen Lebensraum einnahmen, einen kollektiven Wunsch hatten, so zu sein wie die Haie, dass ihre Genetik dadurch sich nach und nach in die Richtung änderte? Zusätzlich zu den Darwinistischen Ursachen natürlich."
Er sagte klar "ja", das hält er für sehr wohl möglich.
Also - Gesamtergebnis davon - wenn salopp gesagt "religöser Fanatismus", was ja ein sehr starkes Gefühl ist, von den Eltern auch genetisch vererbt werden kann (Achtung: noch nicht bewiesen aber eine Möglichkeit, die ernst genommen wird), warum soll dann der sehnliche Wunsch einer Mutter ein kleines Mädchen zu gebähren, sich dann nicht in irgend einer Weise auf das kleine Kind im Mutterleib übertragen.
Das WIE oder über WELCHE Kanäle? Keine Ahnung. Vielleicht gibt es ganz Schulmedizinisch erklärbare Ursachen, die man nur noch nicht gefunden hat. So weit ist man einfach noch nicht in der Phsyiologie. Es gibt sogar immer noch Organe im menschlichen Körper, wo sie noch nicht wissen, was sie machen.
Und vielleicht liegt die Erklärung so weit entfernt, dass man danach in der Qantenphysik oder in Sheldrakes Theorien über Morphogenetische Felder suchen muss. ICH will mich da überhaupt nicht festlegen ...
Ich bin nur immer dafür die einfachen Ursachen abzuchecken, bevor man nach den komplizierten und weit her geholten. Vielleicht kann man dann tatsächlich konkret die Einfachen ausschließen und damit beweisen, dass es "was anderes" sein muss. Das ist auch ein sehr wichtiger Schritt in Ursachenfindung.