Eigenhaartransplantation
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Andrea-Yvette
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Eigenhaartransplantation
Hallo zusammen,
zu Anfang Juli habe ich mir die Haartransplantation machen lassen. Vielleicht interessiert es den einen oder anderen oder Ihr habt Euch das auch schon überlegt? Deshalb hier eine kurze Beschreibung des Ablaufes:
Mein Termin war um 08:30 Uhr. Nach der Aufnahme in der Klinik, Bezug des Zimmers und umziehen (OP-Hemd etc.) ging es zur Besprechung mit dem Arzt vor der OP. Das war echt super. Ich zeigte ihm die Bilder der Langhaarfrisuren eines transsexuellen Fotomodels — so wie ich mir das Ergebnis für mich wünsche. Er meinte zwar sich in der "Szene" nicht auszukennen, hat es aber doch so an meiner Stirn aufgezeichnet und später umgesetzt wie wir uns einigten. Es ist nun eine "M" — Form. Den Haaransatz nur leicht herunter gezogen, die Geheimratsecken komplett aufgefüllt und statt dem "eckig-männlichen" Übergang ein geschwungener, runder Übergang zu den Seiten.
Zuerst wurden nun am Hinterkopf meine Haare über und unter dem Entnahmebereich nach oben und unten fixiert. Der Zwischenraum wurde rasiert. Dann ging es in den OP. Es erfolgte nach örtlicher Betäubung die Entnahme eines 17 cm langen und 1 cm breiten Haut-Haarstreifens. Das zusammennähen dauerte etwas, da die Spannung an meinem Hinterkopf sehr gross ist.
Während des vernähens der Wunde wurden die Haarwurzeln von 6 Assistent(innen) aus dem Haarstreifen entnommen und zum einsetzen vorbereitet. Das dauerte eine ganze Zeit. Ich bin dann mal vom OP-Tisch und habe mir das durch das Mikroskop des Assistentsartztes angesehen. Vollkommen unblutig, zumindest in diesem Stadium im Vergleich zu vorher und sogar relativ unspektakulär so eine kleine, mini Haarwurzel. Nun gab es für mich erst einmal eine Pause und Frühstück.
Nun ging es wieder in den OP und es wurde der vordere Kopfbereich betäubt. Als die Narkose wirkte setzte der Arzt die Löcher zum einsetzen der Haarwurzeln. Erst entlang der vereinbarten und aufgemalten Linie. Anschliessend weiter hinten und in der Dichte. Nach einer kurzen Pause wurden nun, es war schon etwa 11:50 Uhr, die Haarwurzeln in die vorher gestochenen Löcher eingesetzt. Dies machte eine Ärztin und ein Arzt zu meiner rechten und linken. Das war der längste und anstrengendste Teil für mich. Ich lag bis etwa 14:30 Uhr auf dem Rücken und mit dem Kopf absolut ruhig und überwiegend gerade. Schlafen war unmöglich. Zumindest konnte ich mit den beiden etwas Spass haben und mich gut unterhalten. Danach wurde mir noch Blut entnommen zwecks der PRP, welches zentrifugiert wurde und das Plasma wurde in die Kopfhaut direkt zu den Wurzeln meiner Haare gespritzt.
Beendet war das ganze so gegen 15:30 Uhr.
Transplantiert wurden insgesamt knapp 1700 Grafts/3000 Haare. Die ersten drei Tage nach der OP habe ich mehr oder weniger Schmerzmittel benötigt und konnte nur in halb aufrechter Haltung bzw. auf dem Rücken schlafen. Danach ging es ohne Schmerzmittel. Die Grinde fielen gegen Ende der zweiten Woche nach der OP immer mehr ab. Waschen konnte ich meine Haare ab dem 3ten Tag ganz vorsichtig mit Spezialshampoo und nun wieder fast normal. Mit Haarspray etc. auf der Kopfhaut soll ich noch vorsichtig sein. Ebenso soll ich die pralle Sonne noch bis Mitte August meiden. Soweit geht es mir also ganz gut und nun müssen die Haare nur noch entsprechend wachsen.
Viele Grüsse
Andrea-Yvette
zu Anfang Juli habe ich mir die Haartransplantation machen lassen. Vielleicht interessiert es den einen oder anderen oder Ihr habt Euch das auch schon überlegt? Deshalb hier eine kurze Beschreibung des Ablaufes:
Mein Termin war um 08:30 Uhr. Nach der Aufnahme in der Klinik, Bezug des Zimmers und umziehen (OP-Hemd etc.) ging es zur Besprechung mit dem Arzt vor der OP. Das war echt super. Ich zeigte ihm die Bilder der Langhaarfrisuren eines transsexuellen Fotomodels — so wie ich mir das Ergebnis für mich wünsche. Er meinte zwar sich in der "Szene" nicht auszukennen, hat es aber doch so an meiner Stirn aufgezeichnet und später umgesetzt wie wir uns einigten. Es ist nun eine "M" — Form. Den Haaransatz nur leicht herunter gezogen, die Geheimratsecken komplett aufgefüllt und statt dem "eckig-männlichen" Übergang ein geschwungener, runder Übergang zu den Seiten.
Zuerst wurden nun am Hinterkopf meine Haare über und unter dem Entnahmebereich nach oben und unten fixiert. Der Zwischenraum wurde rasiert. Dann ging es in den OP. Es erfolgte nach örtlicher Betäubung die Entnahme eines 17 cm langen und 1 cm breiten Haut-Haarstreifens. Das zusammennähen dauerte etwas, da die Spannung an meinem Hinterkopf sehr gross ist.
Während des vernähens der Wunde wurden die Haarwurzeln von 6 Assistent(innen) aus dem Haarstreifen entnommen und zum einsetzen vorbereitet. Das dauerte eine ganze Zeit. Ich bin dann mal vom OP-Tisch und habe mir das durch das Mikroskop des Assistentsartztes angesehen. Vollkommen unblutig, zumindest in diesem Stadium im Vergleich zu vorher und sogar relativ unspektakulär so eine kleine, mini Haarwurzel. Nun gab es für mich erst einmal eine Pause und Frühstück.
Nun ging es wieder in den OP und es wurde der vordere Kopfbereich betäubt. Als die Narkose wirkte setzte der Arzt die Löcher zum einsetzen der Haarwurzeln. Erst entlang der vereinbarten und aufgemalten Linie. Anschliessend weiter hinten und in der Dichte. Nach einer kurzen Pause wurden nun, es war schon etwa 11:50 Uhr, die Haarwurzeln in die vorher gestochenen Löcher eingesetzt. Dies machte eine Ärztin und ein Arzt zu meiner rechten und linken. Das war der längste und anstrengendste Teil für mich. Ich lag bis etwa 14:30 Uhr auf dem Rücken und mit dem Kopf absolut ruhig und überwiegend gerade. Schlafen war unmöglich. Zumindest konnte ich mit den beiden etwas Spass haben und mich gut unterhalten. Danach wurde mir noch Blut entnommen zwecks der PRP, welches zentrifugiert wurde und das Plasma wurde in die Kopfhaut direkt zu den Wurzeln meiner Haare gespritzt.
Beendet war das ganze so gegen 15:30 Uhr.
Transplantiert wurden insgesamt knapp 1700 Grafts/3000 Haare. Die ersten drei Tage nach der OP habe ich mehr oder weniger Schmerzmittel benötigt und konnte nur in halb aufrechter Haltung bzw. auf dem Rücken schlafen. Danach ging es ohne Schmerzmittel. Die Grinde fielen gegen Ende der zweiten Woche nach der OP immer mehr ab. Waschen konnte ich meine Haare ab dem 3ten Tag ganz vorsichtig mit Spezialshampoo und nun wieder fast normal. Mit Haarspray etc. auf der Kopfhaut soll ich noch vorsichtig sein. Ebenso soll ich die pralle Sonne noch bis Mitte August meiden. Soweit geht es mir also ganz gut und nun müssen die Haare nur noch entsprechend wachsen.
Viele Grüsse
Andrea-Yvette
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lilijana
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Re: Eigenhaartransplantation
Hallo,
respekt vor so einer OP! Ich hätte das mch nicht getraut.
Viele liebe Grüße
Lilijana
respekt vor so einer OP! Ich hätte das mch nicht getraut.
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Lilijana
Manche Menschen brauchen lange, bis sie geboren wurden.
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Joe95
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Re: Eigenhaartransplantation
Ne, hört sich extrem Schmerzhaft an...
Sei vorsichtig mit deinen Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen.
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Du hast ne Frage, brauchst Rat oder Hilfe?
Ohren verleih ich nicht, aber anschreiben darfst du mich jederzeit...
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ilyadusoleil
Re: Eigenhaartransplantation
Hallo Andrea-Yvette!
find ich auch sehr mutig, dass du das gemacht hast
mal eine doofe Frage: es werden ja Haare vom Hinterkopf transplantiert. Werden die vorher gekürzt/rasiert oder geht das auch mit schon langen Haaren die dann nach der OP vorne sind als wäre es nie anders gewesen?
Frage deshalb, weil ich schon recht lange Haare, aber leider auch eine recht hohe Stirn habe...
Ich hoffe, dass es bis jetzt alles gut weiterverheilt ist
Liebe Grüße aus Köln, Sophie
find ich auch sehr mutig, dass du das gemacht hast
mal eine doofe Frage: es werden ja Haare vom Hinterkopf transplantiert. Werden die vorher gekürzt/rasiert oder geht das auch mit schon langen Haaren die dann nach der OP vorne sind als wäre es nie anders gewesen?
Frage deshalb, weil ich schon recht lange Haare, aber leider auch eine recht hohe Stirn habe...
Ich hoffe, dass es bis jetzt alles gut weiterverheilt ist
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Sabrina.P
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Re: Eigenhaartransplantation
Danke für die Information! Kannst du noch etwas zu den Kosten / Kostenübernahme sagen?
Liebe Grüsse
Sabrina
Sabrina
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Andrea-Yvette
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Re: Eigenhaartransplantation
Hallo zusammen,
erst mal herzlichen Dank für die vielen Rückmeldungen.
@ lilijana,
vor der OP hatte ich kaum Angst. Schliesslich will ich ja unbedingt lange Haare und eine weibliche Frisur. Den grössten Bammel hatte ich davor, ganz genau zu sagen, was ich will. Den jeweiligen Ansprechpartnern (Friseuse/Fachlehrer — Friseurschule/Ärztin bei der Vorbesprechung zur OP/OP-Arzt) die Bilder meiner Wunschfrisur zu zeigen. Das habe ich mir für den OP-Tag dann auch extra nochmal vorgenommen. Da musste ich schon jeweils voll dazu stehen und meine Frau war schliesslich ebenfalls fast immer dabei.
Eine Beraterin des ersten Haarstudios in dem ich war sah es ganz cool: "Ich habe auch schon eine GaOP in Spanien vermittelt." Nach dem Motto: Wenn Sie wollen verkaufe ich Ihnen alles.
LG Andrea-Yvette
erst mal herzlichen Dank für die vielen Rückmeldungen.
@ lilijana,
vor der OP hatte ich kaum Angst. Schliesslich will ich ja unbedingt lange Haare und eine weibliche Frisur. Den grössten Bammel hatte ich davor, ganz genau zu sagen, was ich will. Den jeweiligen Ansprechpartnern (Friseuse/Fachlehrer — Friseurschule/Ärztin bei der Vorbesprechung zur OP/OP-Arzt) die Bilder meiner Wunschfrisur zu zeigen. Das habe ich mir für den OP-Tag dann auch extra nochmal vorgenommen. Da musste ich schon jeweils voll dazu stehen und meine Frau war schliesslich ebenfalls fast immer dabei.
Eine Beraterin des ersten Haarstudios in dem ich war sah es ganz cool: "Ich habe auch schon eine GaOP in Spanien vermittelt." Nach dem Motto: Wenn Sie wollen verkaufe ich Ihnen alles.
LG Andrea-Yvette
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Andrea-Yvette
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Re: Eigenhaartransplantation
Hallo Joe95,
die Schmerzen hatte ich nur an den ersten drei Tagen. Am Tag der OP, als Abends dann die Betäubungen nachgelassen haben, habe ich alles genommen (im normal möglichen Rahmen), was mir an Schmerzmitteln mitgegeben wurde und was ich mir mit dem Privatrezept in der Apotheke holen konnte. Am zweiten Tag nahm ich die Schmerzmittel wie verordnet und dann nur wenn es weh tat. Die Tramadol Tropfen wirken super schnell. Paracetamol brauchen etwas länger. Klar Antibiotikum musste ich ebenfalls nehmen. Also halb so wild
LG Andrea-Yvette
die Schmerzen hatte ich nur an den ersten drei Tagen. Am Tag der OP, als Abends dann die Betäubungen nachgelassen haben, habe ich alles genommen (im normal möglichen Rahmen), was mir an Schmerzmitteln mitgegeben wurde und was ich mir mit dem Privatrezept in der Apotheke holen konnte. Am zweiten Tag nahm ich die Schmerzmittel wie verordnet und dann nur wenn es weh tat. Die Tramadol Tropfen wirken super schnell. Paracetamol brauchen etwas länger. Klar Antibiotikum musste ich ebenfalls nehmen. Also halb so wild
LG Andrea-Yvette
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Andrea-Yvette
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Re: Eigenhaartransplantation
Hallo Sophie - ilyadusoleil,
vielen Dank
Das Entnahmeareal wird so rasiert, das etwa 0,5 bis 1 cm lange Haare stehen bleiben. Meine (seit Januar 2015) schon etwas länger gewachsen Haare wurden mit Bandagen und Klebestreifen nach oben und unten fixiert. Nur der Bereich der nun übrig blieb wurde entsprechend rasiert. Die anderen Haare fielen nach der OP einfach darüber. Die Narbe/Naht ist dadurch unsichtbar.
Die Kürzung ist für das einsetzen der Haare notwendig. Ausserdem fallen alle transplantierten Haare nach der Transplantation erst einmal wieder aus. Dadurch das die Haare aus der Kopfhaut entnommen werden, zum Einsetzen vorbereitet werden müssen und nach einer gewissen Zeit, zwar so schnell wie möglich, aber erst dann wieder eingesetzt werden überlebt die Wurzel. Die Haare selbst erhalten aber eine Art Schock oder Unterversorgung mit Nährstoffen, weshalb diese dann ausfallen. Die Haare und Wurzeln werden mit ganz kleinen Pinzetten in die vorher gestochenen Löcher gesetzt. Dabei hatte ich einen Verband oberhalb der Augen. Es ist so, dass die Ärzte immer wieder Wasser mit einer kleinen "Blumenspritze" auf die Bereiche in welche die Haare eingesetzt wurden spritzten. Dadurch wurde das Blut abgewaschen und die Löcher wahrscheinlich wieder besser sichtbar.
Es wäre also zum einen total schwierig richtig lange Haare zu transplantieren, diese würden anschliessend mit den Grinden verkleben und kaum zu lösen sein und wenn Du Pech hast gehen sie Dir trotzdem noch aus. Damit alle Wurzeln zusätzlich gestärkt werden, am besten alle anwachsen und damit möglichst wenig Haare ausgehen habe ich noch die Eigenbluttherapie/PRP dazu gebucht. Wie mir die andere Ärztin im Vorgespräch zur OP sagte, verbleiben dann bei 70 % aller Patienten die Haare ohne erst wieder auszufallen.
Mit den Grinden gingen mir etwa die Hälfte der Haare erstmal aus. Der verbliebene Rest ist nun gut 1cm lang. Wie mir die Ärztin beim Fäden ziehen und der nächsten PRP letzte Woche sagte müssten alle transplantierten Haare erst einmal ausgehen. Mal sehen, welche Ärztin nun Recht behält. Selbst wenn die nun neuen Haare ausgehen sollten und dann erst wieder wachsen, sind bis dahin die anderen Haare sicherlich da.
Ein endgültiges Ergebnis ist sowieso erst nach ca. 1 Jahr sichtbar. Momentan habe ich meine Haare wie bisher, füllig und etwas länger. Der Transplantationsbereich sieht fast schon wieder wie vorher aus. Vielleicht als hätte ich einen kleinen Sonnenbrand. Obwohl ich bis Mitte August mit den Haaren nicht in die pralle Sonne darf. Wer es nicht weiss, erkennt nichts. Ausser er sieht die ganz kleinen Haare
Meiner Meinung nach ist alles ganz gut weiterverheilt. Die Ärzte sind auch zufrieden und sagen das alles passt. Zumindest wurde ich von niemandem angesprochen, der es nicht wusste. Vielen Dank der Nachfrage.
LG Andrea-Yvette
vielen Dank
Das Entnahmeareal wird so rasiert, das etwa 0,5 bis 1 cm lange Haare stehen bleiben. Meine (seit Januar 2015) schon etwas länger gewachsen Haare wurden mit Bandagen und Klebestreifen nach oben und unten fixiert. Nur der Bereich der nun übrig blieb wurde entsprechend rasiert. Die anderen Haare fielen nach der OP einfach darüber. Die Narbe/Naht ist dadurch unsichtbar.
Die Kürzung ist für das einsetzen der Haare notwendig. Ausserdem fallen alle transplantierten Haare nach der Transplantation erst einmal wieder aus. Dadurch das die Haare aus der Kopfhaut entnommen werden, zum Einsetzen vorbereitet werden müssen und nach einer gewissen Zeit, zwar so schnell wie möglich, aber erst dann wieder eingesetzt werden überlebt die Wurzel. Die Haare selbst erhalten aber eine Art Schock oder Unterversorgung mit Nährstoffen, weshalb diese dann ausfallen. Die Haare und Wurzeln werden mit ganz kleinen Pinzetten in die vorher gestochenen Löcher gesetzt. Dabei hatte ich einen Verband oberhalb der Augen. Es ist so, dass die Ärzte immer wieder Wasser mit einer kleinen "Blumenspritze" auf die Bereiche in welche die Haare eingesetzt wurden spritzten. Dadurch wurde das Blut abgewaschen und die Löcher wahrscheinlich wieder besser sichtbar.
Es wäre also zum einen total schwierig richtig lange Haare zu transplantieren, diese würden anschliessend mit den Grinden verkleben und kaum zu lösen sein und wenn Du Pech hast gehen sie Dir trotzdem noch aus. Damit alle Wurzeln zusätzlich gestärkt werden, am besten alle anwachsen und damit möglichst wenig Haare ausgehen habe ich noch die Eigenbluttherapie/PRP dazu gebucht. Wie mir die andere Ärztin im Vorgespräch zur OP sagte, verbleiben dann bei 70 % aller Patienten die Haare ohne erst wieder auszufallen.
Mit den Grinden gingen mir etwa die Hälfte der Haare erstmal aus. Der verbliebene Rest ist nun gut 1cm lang. Wie mir die Ärztin beim Fäden ziehen und der nächsten PRP letzte Woche sagte müssten alle transplantierten Haare erst einmal ausgehen. Mal sehen, welche Ärztin nun Recht behält. Selbst wenn die nun neuen Haare ausgehen sollten und dann erst wieder wachsen, sind bis dahin die anderen Haare sicherlich da.
Ein endgültiges Ergebnis ist sowieso erst nach ca. 1 Jahr sichtbar. Momentan habe ich meine Haare wie bisher, füllig und etwas länger. Der Transplantationsbereich sieht fast schon wieder wie vorher aus. Vielleicht als hätte ich einen kleinen Sonnenbrand. Obwohl ich bis Mitte August mit den Haaren nicht in die pralle Sonne darf. Wer es nicht weiss, erkennt nichts. Ausser er sieht die ganz kleinen Haare
Meiner Meinung nach ist alles ganz gut weiterverheilt. Die Ärzte sind auch zufrieden und sagen das alles passt. Zumindest wurde ich von niemandem angesprochen, der es nicht wusste. Vielen Dank der Nachfrage.
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Re: Eigenhaartransplantation
Na, nur ist gut...Andrea-Yvette hat geschrieben:...die Schmerzen hatte ich nur an den ersten drei Tagen...
Wär aber wohl eh nix für mich, ich hab so dünnes Haar, da wird nix vernünftiges draus...
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Andrea-Yvette
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Re: Eigenhaartransplantation
Hallo Sabrina,
da musste ich mal kurz nachschauen.
Die OP hat 5.400,00 € gekostet. Die drei PRP Behandlungen kosten 1425,10 €. Für den Laser zum Erhalt der bisherigen Haare wie im Thread zur "Eigenhaar Optimierung" geschrieben habe ich 2.500,00 € gezahlt. Für die Vorbesprechung zur OP wurden 60,00 € fällig. Die Schmerzmittel und Antibiotika für die Zeit nach der OP kosteten 44,88 €. Dazu kommen dann noch die Fahrtkosten zu den Haarpraxen, Beratungen und der OP in München, sowie die jeweiligen Parkgebühren, insgesamt habe ich aktuell etwa gut 9.600,00 € dafür bezahlt.
Bei der nächsten PRP lasse ich mir vorher noch eine PHC (Professional Hairbed Cleansing-Kur/wie professionelle Zahnreinigung) machen. Diese ist dann im Preis dabei. Am wichtigsten ist ja der Erhalt der bisherigen Haare. Die transplantierten Haare bleiben mir ein Leben lang. Nur auf die restlichen muss ich dafür umso mehr aufpassen, weswegen ich mir dann nächstes Jahr vielleicht wieder eine PRP oder dann Meso (Vitamingabe in die Haarwurzeln) machen lassen werde, zusätzlich zum Laser.
Die OP erhältst Du sicherlich ab 2.500,- € auch in der Türkei. Nur wird da Dein Kopf möglicherweise komplett rasiert. Dies ist zumindest für eine FUE-OP (Einzelentnahme der Haare) statt wie bei mir FUT (Streifenmethode) so üblich. Mein erstes Angebot für 1500 Graft's nach FUT lag bei 4.500,00 €. Dies wurde mir in der Friseurakademie als normaler Preis von jemandem bestätigt, der schon drei OP's machen lies.
Die OP alleine ist also weniger kostenintensiv. Es ist eher so, dass ich mich mein Leben lang entsprechend um meine Haare kümmern muss und dann normale Folgekosten wie für die Zähne oder ähnliches habe. Zu einer Kostenübernahme kann ich Dir leider nichts sagen, da ich bislang alles auf eigene "Faust" unternehme.
Viele liebe Grüsse
Andrea-Yvette
da musste ich mal kurz nachschauen.
Die OP hat 5.400,00 € gekostet. Die drei PRP Behandlungen kosten 1425,10 €. Für den Laser zum Erhalt der bisherigen Haare wie im Thread zur "Eigenhaar Optimierung" geschrieben habe ich 2.500,00 € gezahlt. Für die Vorbesprechung zur OP wurden 60,00 € fällig. Die Schmerzmittel und Antibiotika für die Zeit nach der OP kosteten 44,88 €. Dazu kommen dann noch die Fahrtkosten zu den Haarpraxen, Beratungen und der OP in München, sowie die jeweiligen Parkgebühren, insgesamt habe ich aktuell etwa gut 9.600,00 € dafür bezahlt.
Bei der nächsten PRP lasse ich mir vorher noch eine PHC (Professional Hairbed Cleansing-Kur/wie professionelle Zahnreinigung) machen. Diese ist dann im Preis dabei. Am wichtigsten ist ja der Erhalt der bisherigen Haare. Die transplantierten Haare bleiben mir ein Leben lang. Nur auf die restlichen muss ich dafür umso mehr aufpassen, weswegen ich mir dann nächstes Jahr vielleicht wieder eine PRP oder dann Meso (Vitamingabe in die Haarwurzeln) machen lassen werde, zusätzlich zum Laser.
Die OP erhältst Du sicherlich ab 2.500,- € auch in der Türkei. Nur wird da Dein Kopf möglicherweise komplett rasiert. Dies ist zumindest für eine FUE-OP (Einzelentnahme der Haare) statt wie bei mir FUT (Streifenmethode) so üblich. Mein erstes Angebot für 1500 Graft's nach FUT lag bei 4.500,00 €. Dies wurde mir in der Friseurakademie als normaler Preis von jemandem bestätigt, der schon drei OP's machen lies.
Die OP alleine ist also weniger kostenintensiv. Es ist eher so, dass ich mich mein Leben lang entsprechend um meine Haare kümmern muss und dann normale Folgekosten wie für die Zähne oder ähnliches habe. Zu einer Kostenübernahme kann ich Dir leider nichts sagen, da ich bislang alles auf eigene "Faust" unternehme.
Viele liebe Grüsse
Andrea-Yvette
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Re: Eigenhaartransplantation
@all
kann mir jemand sagen wie und welche Hormone der HRT sich auf das Haarwachstum und den Erhalt der Haare auswirken?
Vielen Dank und liebe Grüsse
Andrea-Yvette
kann mir jemand sagen wie und welche Hormone der HRT sich auf das Haarwachstum und den Erhalt der Haare auswirken?
Vielen Dank und liebe Grüsse
Andrea-Yvette
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Andrea-Yvette
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Re: Eigenhaartransplantation
Hallo Joe95
Alles hat seinen Preis. Zum Glück hatte ich ja die Schmerzmittel. Da war es also halb so wild.
Dafür waren die Augen ab dem dritten Tag so zugeschwollen, dass ich maximal eine Stunde fernsehen oder lesen konnte. Danach musste ich erst mal wieder kühlen - "Gesichtsmaske"
.Die Flüssigkeiten der OP wanderten von der Kopfhaut über das Gesicht langsam abwärts. Heute kann ich darüber lachen
. Meine Frau hat sich in diesem Stadium köstlichst über mich amüsiert.
LG Andrea-Yvette
...die Schmerzen hatte ich nur an den ersten drei Tagen...
Na, nur ist gut...
Dafür waren die Augen ab dem dritten Tag so zugeschwollen, dass ich maximal eine Stunde fernsehen oder lesen konnte. Danach musste ich erst mal wieder kühlen - "Gesichtsmaske"
Glücklicherweise sind nur die einzelnen Haare sehr dünn. Insgesamt sind aber Gott sie Dank bei mir sehr viele davon da.Wär aber wohl eh nix für mich, ich hab so dünnes Haar, da wird nix vernünftiges draus...
LG Andrea-Yvette
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Anne-Mette
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