Die Berufswahl ändert meinen Lebensweg
Die Berufswahl ändert meinen Lebensweg - # 7

Crossdressing und selbst Erlebtes... Erdachtes
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SusiS
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Antwort: Die Berufswahl ändert meinen Lebensweg

Post 91 im Thema

Beitrag von SusiS »

Da kam diesmal schnell die nächste Folge. Man kann schön miterleben, wie es Claudia geht. Da sind noch einige Folgen hin bis zur kennenlernen / Outing gegenüber Gernots Familie. Wie wird sie das Schulweihnachtsfest, Weihnachtsfest in der eigenen Familie, Silvester erleben?

SusiS
Magdalena
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Re: Die Berufswahl ändert meinen Lebensweg

Post 92 im Thema

Beitrag von Magdalena »

Hallo,

zur Zeit habe mehr Freizeit, die ich zum Schreiben nutze. Somit ist ein neuer Teil meiner Geschichte fertig. Hier ist sie, viel Freude beim Lesen.

Sonntagmorgen, es ist der vierte Advent. Jedes Jahr gehen wir an diesem Tag zum Gottesdienst. Wir sind beide keine großen Kirchgänger. Aber zu besonderen Gegebenheiten nehmen wir den Besuch des Gotteshauses auf uns. Zum einen, weil vor Weihnachten sich der Todestag meines Vater jährt. Und wir ihm so in Gedanken näher sind. Zu dem bringt meine Mutter und mich Feierstunde die Weihnachtsvorfreude in unsere Herzen. Nur diesmal bin ich als Claudia im Gottesdienst dabei. Ich muss zugeben, etwas flau in der Magengegend ist mit schon. Viele Besucher wohnen in unserer Nachbarschaft. Auch wenn ich ihnen die meiste Zeit nicht über den Weg laufe. Sie kennen aber meine Mutter gut und wissen, dass sie einen Sohn hat. Und die vergangenen Jahre begrüßte unser Pfarrer gern die Gläubigen an Eingang der Kirche. Nach dem Frühstück drängte meine Mutter, ich solle mich beeilen. Ich zog meinen langen braunen Mantel an. Der Schlauchschal und der Hut, denn ich mir extra neulich kaufte, sollten mein Gesicht vor der Kälte und den neugierigen Blicken schützen. So ging ich hinunter um noch meine Stiefel anzuziehen. Wieder drängte Mutter, "Claudia, beeil dich. Wir wollen nicht die Letzten sein." So noch schnell Handschuhe und Handtasche und hinaus auf die Straße.

Bis zur Kirche ist es nur ein kurzer Weg. Alle Menschen, welche um diese Zeit unterwegs sind haben nur ein Ziel, die Kirche. Vor der Kirche bildete sich ein Stau. Der Pfarrer hat nur einen Flügel der Tür geöffnet, so können nur zwei Personen gleichzeitig die Kirche betreten. Somit entgeht dem Pfarrer kein Besucher. Nur noch wenige Menschen sind vor uns. Jetzt sind wir an der Reihe. Der Pfarrer schaut uns an, "Willkommen. Sie sind neu hier?" "Nein Herr Pfarrer," Antwortet meine Mutter für uns beide, "Nur leider, wir kommen viel zu selten in die Kirche." Von der Seite sehe ich mir den Pfarrer an und lächle. Langsamen Schrittes betreten wir den Kirchenraum. Nach dem wir uns an einem Seitenflügel unseren Platz eingenommen haben frage ich meine Mutter, "Das ist ein neuer Pfarrer?" "Ja, meine Tochter. Voriges Mal war es noch Pfarrer Bernhardt:" Voriges Mal, wann war das? Mir fällt ein, seit Ostern war ich nicht mehr in der Kirche. Vielleicht müsste ich öfters gehen denke ich. Mir kommt der Gedanke als Braut an der Seite von Gernot vor dem Altar zu stehen. Dabei bin ich mir nicht sicher ob Gernot in der Kirche ist. Ich bin mit meinen Gedanken wieder bei Gernot. Als die Orgel anfängt den Gottesdienst zu eröffnen. Dann beginnt der Pfarrer von der Kanzel von der Heiligen Familie zu erzählen. Von Maria, welche ein Kind erwartet, und Josef. Ja denke ich Maria ist eine frau die einem Kind das Licht der Welt schenkt. Ich werde es nie können. So hänge ich weiter meinen Gedanken nach. Bis um mich herum sich alle von ihren Plätzen erhoben haben. Meine Mutter stößt mich an. "Claudia!", flüstert sie leise. Während dessen beginnt die Orgel erneut zu spielen und alle Anwesenden fallen mit ihrem Gesang ein. Dabei geht der Pfarrer voran zum Ausgang und die Glocken fallen mit ihrem Geläut ein. Mit einigem Abstand folgen die Besucher des Gottesdienstes. Meine Mutter und ich gehören mit zu den Letzten, welche die Kirche verlassen. Der Pfarrer gibt jedem die, Hand beim Verlassen der Kirche. Er erinnert sich noch an uns, als wir an ihm vorbeigehen. "Darf ich sie noch kurz sprechen.", meinte zu uns. Wie Ertappte nicken wir nur. "Warten sie hier.", dabei zeigt der Pfarrer in Richtung einer kleinen Tür neben dem Eingang. Wir gehen auf die Tür zu. Gleich darauf ist auch der Pfarrer bei uns.

"Entschuldigen die Damen, dass ich sie aufhalte.", begann der Pfarrer und öffnete die Tür, die zu einer kleine Kapelle gehört. "Mein Vorgänger Pfarrer Bernhardt hatte einen bedauernswerten Unfall, und ist in den Ruhestand versetzt worden." Dabei wies der Pfarren uns einen Platz an, wo wir uns setzen können. "Somit", sprach er weiter, " war es leider nicht möglich, die Übergabe geordnet zu erledigen." Er schaute uns beide an und Sprach weiter. "Ich bin seit Oktober im Amt. Ich bin Pfarrer Pfichler." Immer noch sah er auf uns. Meine Mutter ergriff nach einem Augenblick der Stille das Wort. "Ich bin Frau Bergner. Marianne Bergner und dass ist meine Tochter Claudia." "Danke für die Auskunft. In den Unterlagen habe ich nur M. und C. Bergner gefunden und noch einen Walter?" "Das war mein Vater." Mischte ich mich ein. "War?" "Mein Mann ist schon verstorben." " Oh mein Beileid. Das geht aus den Unterlagen nicht hervor, die Pfarrer Bernhardt mir hinterlassen hat." "Danke, er ist schon einige Jahre tot.", ergänzt meine Mutter. "Dann möchte ich ihre Zeit nicht länger in Anspruch nehmen. Ich darf doch hoffen, sie in Zukunft öfter zu sehen." Mit diesen Worten entließ uns der Pfarrer in den Tag. Draußen atmete ich tief durch, als wir die Kirche verlassen haben. Wir waren fast allein auf der Straße. Ich hänge mich bei meiner Mutter ein, beim Gang nach Hause.

Zu Hause wartet ein warmes Essen. Es muss nur noch aufgewärmt werden. Ich bin gerade in der Küche mit den Essen beschäftigt, als wieder das Telefon klingelt. Diesmal nehme ich den Hörer ab. Es ist Madelaine welche sich meldet. "Hallo Claudia, ich habe heute schon mehrmals versucht Dich anzurufen." Klang vorwurfsvoll ihre Stimme. ""Wir kommen gerade aus der Kirche, meine Mutter und ich, Madelaine." "Das kann ich nicht glauben?", erwidert Madelaine. "Doch, aber wir gehen höchst selten in die Kirche aber vor Weihnachten und zu Ostern." "Wie geht es Dir?" frage ich. Eine blöde frage finde ich selber, da bei sehen wir uns jede Woche in der Schule. "Mir , ganz gut. Aber spanne mich nicht auf die Folter Claudia. Wie war der Abend mit Gernot?" "Recht nett.", sage ich. "Und weiter?" "Nichts weiter. Gut er hat mich und meine Mutter zu sich eingeladen." Da höre ich aus der Küche meine Mutter rufen. "Ich muss auflegen, wir wollen noch schnell essen. Bis morgen in der Schule. Tschüs." Aus dem Hörer nehme ich ein leises, Tschüs Claudia.", war. Dann drehe ich mich zur Küche um. Meine Mutter hat derweil unser Essen auf die Teller verteilt. Ich bekomme von ihr ein vorwurfsvolles, "Claudia, wenn ich nicht in der Küche gewesen wäre.", zu hören. Ich kann leider nicht widersprechen und zucke nur mit den Schultern. Nach dem Essen erzähle ich meiner Mutter von meinen Gedanken, die ich in der Kirche hatte. Meinen Gedanken eines Tages als Braut in einem langen Brautkleid mit Schleier und Schleppe neben Gernot vor dem Altar zu stehen. Meine Mutter meinte nur, "Da musst du ja bald mit der Aussteuer anfangen.", und hat ein schemenhaftes Lächeln im Gesicht. " Aussteuer was ist das?" Fragte ich ahnungslos. Meine Mutter musste lachen, "Claudia, früher mussten die Mädchen ihren Hausrat und ihre Wäsche selber mit in die Ehe bringen." Nach einer Pause erzählt sie weiter, " Deckchen häkeln, Tischdecken besticken und auch die Bettwäsche anfertigen. So in dieser Art meine Tochter." "Aber diese Zeiten sind doch schon lange vorbei?", beharrte ich. "Ja, es stimmt. Dennoch sollte sich jedes Mädchen oder besser junge Frau vorbereiten." "Es waren auch nur so Gedanken, Mama." Gleich später sage ich, "Ich bin auch noch keine richtige Frau und auch meine Ausbildung will ich erst beenden." Das ist gut, Claudia.", gibt mir meine Mutter gütig die Antwort. "Du weißt, Claudia, dass ich dich immer unterstütze. Und dazu gehört es für mich als deine Mutter auch deine Freundin zu sein." Ich fiel meiner Mutter in die Armen. Langsam kam der Abend. Großen Hunger haben wir beide nicht. So lassen wir das Abendbrot ausfallen. In meinem Zimmer bereite ich mich für die Schule vor. Da es der letzte offizielle Schultag in diesem Jahr ist, Dienstag ist das Schulfest, benötige ich nicht viel. Ich möchte trotzdem ausgeruht erscheinen. Die letzten Tage waren für mich ja mit viel freudiger Aufregung verbunden. So gehe ich bei Zeiten in mein Bett.

Nach einem gut tiefen Schlaf beginne ich freudig den letzten Schultag. Ich habe mich extra elegant gekleidet. Schließlich bin ich in einem Modehaus beschäftigt. Auch meine Schulfreundinnen sind hübsch gekleidet erschienen. Pünktlich betritt unsere Klassenlehrerin Frau Schmittbauer den Raum. Sie hat heute ihre Unterlagen zu Hause gelassen. "Ich möchte", so beginnt sie, " heute keinen Unterricht durchführen." Dabei sieht sie in unsere freudigen Gesichter. Weiter sagt sie, " Wir können den letzten Schultag im Jahr nutzen, um uns in lockerer Form über die vergangen Schultage unterhalten." Wir schauten uns an. Zunächst beginnt Frau Schmittbauer, wie sie sagt, sich für unsere Leistungen, die wir in der Schule erbracht haben, zu bedanken. Natürlich hat sie auch Nachlässigkeiten entdeckt. Nun sind wir an der Reihe. Nach einer Minute des Schweigens begann Madelaine das Gespräch zu eröffnen. Sie fragt, ob wir nicht mal einen Schulausflug unternehmen sollten. Damit hat sie alle geweckt und aus der Reserve gelockt. Einige wollten unbedingt eine Modenschau besuchen. Andere meinten selbst eine Modenschau mit Kleidern aus den einzelnen Häusern, in denen die Freundinnen arbeiten zu organisieren. Alles wurde nun heftig diskutiert. Einige meinten auch mal einen Ausflug mit Übernachtung, entweder im Zelt oder in der Jugendherberge, zu unternehmen. Dabei ist die Unterhaltung so intensiv, dass wir die Pausen vergessen. Schnell war also Mittag heran. Frau Schmittbauer meinte, im neuen Jahr können wir über die Vorschläge abstimmen. Und einen können wir verwirklichen. Dann entließ sie uns von Unterricht. Mit den Worten, " Falls wir uns morgen auf dem Fest nicht mehr sehen wünsche ich ihnen ein schönes Weihnachtsfest." Bevor auch ich mich auf dem Heimweg mache, frage ich Madelaine, "Treffen wir uns morgen bei dir und gehen gemeinsam zum Fest." "Das wollte ich dir gerade vorschlagen Claudia." Vielleicht gegen elf Uhr. Da haben wir noch Zeit." "Ja schön. Tschüs bis morgen!" "Auch Tschüs! Und vergiss nicht mir alles von Gernot zu berichten." Bei den Worten, glaube ich, bin ich sicher leicht errötet. Es ist früher Nachmittag, als ich zu Hause ankomme. Ich nutzt die Zeit in unserer Wohnung für Sauberkeit zu sorgen. Das ist in den vergangen Tagen vieles liegen geblieben. Als erst mal umziehen. Raus aus dem schicken Kleid und eine bequemen Hausanzug an. Zunächst bewaffne ich mich mit einem Eimer und einem Scheuertuch. In der Küche den Eimer mit Wasser und eine Pflegemittel gefüllt. Dann schnell die Fliesenböden sauber gewischt. Weiter mit dem Staubsauger erst unten das Wohnzimmer und den Schlafraum meiner Mutter gesaugt. Gerade will ich hinauf in meine Etage, als es an der Tür schließt. Ich gehe meiner Mutter entgegen. "Du bist schon da?" "Wir hatten heute schon nach dem Mittag Schulschluss." Im Flur bemerkt meine Mutter, das ich im Hausanzug bin in neben mir der Staubsauger steht. "Hier unten bin ich fertig, Mamma." "Danke! Können wir erst eine Kaffee trinken, Claudia." Sofort gehe ich unsere Kaffeemaschine vorbereiten. Aus dem Wohnzimmer höre ich meine Mutter sagen, "Heute war die Hölle los auf Arbeit. Plötzlich fällt allen ein, was noch dieses Jahr erledigt werden muss." Ich 'bring die Tassen in das Wohnzimmer. "Wenn mein Vorgesetzter mich nicht nach Hause geschickt hätte, könnte ich die ganze Nacht noch arbeiten." Geschafft setzt sich meine Mutter an den Tisch. Mit dem Kaffee und Gebäck vom Wochenende komme ich zurück. Nach dem Kaffee hat sich bei meiner Mutter Entspannung eingestellt. Ich sage zu ihr, "Ruhe dich noch eine Weile aus, Mama. Ich will nur noch schnell bei mir mit dem Staubsauger arbeiten." Schon bin ich auf dem Weg nach oben. Vierzig Minuten benötige ich dennoch. Ich hatte einiges liegen gelassen und musste es noch aufräumen. Den Abend nutzen wir, in dem wir uns die Ereignisse erzählen. Natürlich erzähle von den Vorschlägen unserer Klasse einen Ausflug im nächsten Jahr zu organisieren. Erst jetzt viel mir dabei ein Problem ein. In meiner Klasse weiß niemand mein Geheimnis, nicht mal Madelaine meine beste Freundin. Gernot ist bis jetzt der Einzige dem ich mich anvertraut habe. Sollten wir also in die Jugendherberge fahren oder im Zelt übernachten, so bin ich mindestens mit noch einer Andern in einem Zimmer oder Zelt. Ich habe darauf jetzt keine Lösung. Mutter meinte nur, "Bis jetzt ist es noch nicht so weit. Dann findet sich schon eine Lösung, Claudia." So wurde es Zeit mich für das Fest morgen vorzubereiten.

Bald wird es sicher weitergehen mit Claudia auf den Schulfest.

Eure Magdalena
Lebe jeden Tag.
Magdalena
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Re: Die Berufswahl ändert meinen Lebensweg

Post 93 im Thema

Beitrag von Magdalena »

Hallo,

endlich habe ich wieder ein Mal Zeit gefunden, und meine Geschichte weitergeschrieben.

Da ich nicht so zeitig aus dem Haus muss, genieße ich den Morgen im Bett. Unter der Dusche verwöhne ich mich mit einem neuen Duschgel. Ich merke wie schön weich meine Haut geworden ist. Im Spiegel betrachte ich mich, während ich meine Haut mit einer nach Rosen duftenden Lotion einreibe. Wir Mädchen haben uns geeinigt, für den Tanz heute Abend einen Rock zu tragen. So hole ich eine mit Spitze verzierte Bluse und einen knielangen Rock der glockig fällt aus dem Schrank. Das Make-up kann warten. zunächst gehe ich hinunter Frühstücken. Meine Mutter ist schon gegangen. In der Küche mache ich mir einen Tee und einen Toastbrot. Dann wird es Zeit für das Make-up. In einem Beutel nehme ich die passenden Pumps mit. Wieder ist in der Nacht reichlich Schnee gefallen. So ziehe ich doch die Stiefel mit der Profilsohle an. Nun muss ich mich beeilen um den Zug noch zu erreichen.

Gegen elf Uhr bin ich bei Madelaine angekommen. Sie steht noch in ihren rosa Jogginganzug in der Küche, als mich ihre Mutter in die Wohnung hereinbittet. "Hallo Claudia!", begrüßt mich Madelaine. "Bei mir dauert es nicht mehr lang.", meint sie noch. Zu mir meint ihre Mutter, "Madelaine hat ihre Aufgaben, die ich ihr aufgetragen hatte nicht erledigt." "Aha!" raunte ich. Inzwischen ist Madelaine im Bad verschwunden, und gleichdarauf in ihrem Zimmer. Bald stand sie dann in der Wohnzimmertür, noch immer nicht angezogen. "Soll ich den sandfarben Rock oder doch lieber den mir Karomuster?" Ich schaute zu Madelaine. Und auch ihre Mutter blickte Madelaine an und meinte, "Vielleicht hast du noch einen anderen, meine Tochter! " "Aber bitte werde heute noch fertig, sonst wird Claudia alleine gehen müssen.", rief sie hinterher. zu mir meinte Madelaines Mutter, "Sie trödelt schon die letzten Tage so herum." Da stand ich auf und ging in Madelaines Zimmer. " Zu dem sandfarbenen Rock würde ich die gemusterte Bluse nehmen, welche du in der Disco anhattest." nun beeilte sich Madelaine. So erreichten wir noch pünktlich gegen vierzehn Uhr die Schule. In unserem Klassenzimmer wechselten wir die Schuhe. Mit unserer Klassenlehrerein Frau Schmidtbauer ging es in die Aula der Schule. Die Aula ist festlich geschmückt. Die Tische stehen um eine freie Fläche, die später für unsern Tanz genutzt wird, herum. Auf den Tischen stehen kleine Gestecke. Von der Decke hängen weihnachtlich geschmückte Girlanden herunter. Wir sind nicht die ersten, welche die Aula betreten. Die Tische sind den einzelnen Klassen zugeordnet. Die Aula füllt sich immer mehr. Einige kenne ich nur so vom Sehen auf den Fluren. Dann verdunkelt sich der Raum. Nur auf der freien Fläche vor uns ist der Platz vor dem Mikrofon erhellt. Als der Direktor der Schule die Feier mit einleitenden Worten eröffnet. Da übergibt er den Platz am Mikrofon an eine mir nicht bekannten Lehrer. Dieser übernimmt die Leitung des Abends. Nach und nach werden die einzelnen Beiträge angekündigt. Zunächst bringen junge Männer Weihnachtslieder vor. Ander haben lustige Sketche vorgetragen. Bald ist unser Tanz an der Reihe. Die Erleichterung ist allen anzusehen, als wir wieder zu unserm Tisch zurückkehren. Ich habe keine Ahnung, wie lange das Programm ging. In dieser Zeit hat die Küche der Schule ein Büfett aufgebaut. Nun beginnt der gesellige Teil der Feier. Ich dachte gerade an Gernot, als aus den Lautsprechen Discomusik ertönte. Mit unserem Tanz haben wir bei den männlichen Teilnehmen die Aufmerksamkeit geweckt. So wurden wir alle auf die Tanzfläche geholt. Der Rhythmus der Beats lies mich zunächst Gernot vergessen. Wie die Anderen bewegte ich mich im Takt der Musik. Als ich dann die Toilette aufsuchte, bemerkte ich von weitem wie ein Mann den Gang entlang lief. Es war Gernot. Ich erkannte ihn sofort. Was macht er hier? Heute ist kein Training. Und die Veranstaltung in der Schule ist nur für Schüler und Lehrer! Ich will hinterher, aber zuvor muss ich auf die Toilette. Auf den Weg zurück in den Saal suche ich nach Gernot. Madelaine bemerkt meine suchenden blicke. "Was ist mit dir, Claudia?" "Gernot!", kann ich nur sagen."Gernot, was?" "Er ist hier, Madelaine.", und weiter suche ich mit meinen Augen den Saal ab. Von Gernot keine Spur. Langsam lockert sich die Veranstaltung. Ich tanze noch einige Male. immer wieder werde ich zum Tanz aufgefordert. Es wird Spät. Und ich muss an den Heimweg denken. In meiner Handtasche habe ich in mein Notizbuch die Abfahrtszeiten der Züge eingetragen. Da auch die andern Mädchen meiner Klasse gehen wollen, verlassen wir gegen dreiundzwanzig Uhr die Aula. Auf dem Gang zu unserm Klassenzimmer laufe ich denn doch Gernot in die Arme. "Gernot!!" rufe ich erschrocken aus. "Was, was machst du hier?" , mehr bringe ich nicht über die Lippen. "Musst du dich vor mir so erschrecken, Claudia." "Na ja, wie kommst du heut hier rein?" "Ach so. ich ab einem Freund geholfen." "Wie geholfen?" "Na eure Disco. Sein Player ist defekt, da habe ich ihm meinen Player ausgeliehen." Verdattert stehe ich da. die anderen Mädchen sind weitergegangen. "Ich kann dich nach Hause fahren." "Und dein Player?", frage ich. Die Disco ist noch nicht zu Ende. "Ach so, den bringt er mir morgen zurück." Wie lange wir so standen kann ich nicht sagen. Jedenfalls mein Zug ist längst abgefahren. "Gut, dann sei mein Taxi", gebe ich aufmüpfig von mir. "Also in zehn Minuten vor der Schule." So stieg ich mal wieder in Gernots Auto ein. Ich muss während der Fahrt eingeschlafen sein.. Mit, "Wir sind da!" weckte mich Gernot. Schaftrunken ging ich ins Haus und Gernot folgte mir.


Bis bald Eure Magdalena
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Re: Die Berufswahl ändert meinen Lebensweg

Post 94 im Thema

Beitrag von Magdalena »

Hallo Andrea,

zunächst Danke, dass du nach einer Fortsetung fragst. Ja mir waren in letzter Zeit andere Dinge wichtiger. Also meine Leidenschaft ausleben, deswegen bin ich auch auf dieses Forum aufmerksam geworden. Nun steht bald mein Urlaub an und weitere Unternehmungen. Nicht alle sind es wert aufgeschrieben zu werden oder zu persönlich. Diese Eindrücke muss ich auch innerlich verarbeiten, ein Teil wird sich, wenn mir die Zeit bleibt, in einer neuen Fortsetzung wiederfinden. Nur bitte ich Geduld zu haben. Da neben der Arbeit und Haushalt viele Dinge mein Leben bereichern, ist Zeit kostbar. Und wenn ich Zeit habe finde ich manchmal keinen Anfang für die Geschichte. So habe ich einiges augfgeschrieben und wieder verworfen, da es nicht stimmig war. Viele lesen aufmerksam und berichten mir auch über kleine Fehler, die mir unterlaufen sind. Mit etwas Abstand, zeitlich, wird es eine weiter Episode geben.


LG Magdalena
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Re: Die Berufswahl ändert meinen Lebensweg

Post 95 im Thema

Beitrag von Magdalena »

Es geht weiter.

Hallo,

Nach langer Zeit habe ich mal wieder an der Geschichte um Claudia weitergeschrieben. Viel Freude beim Lesen.

Dann stand der Weihnachtsfeiertag vor der Tür. Die Geschäfte haben noch bis Mittag geöffnet. So muss ich heute ins Geschäft gehen. Frau Lindner empfängt uns im Büro. Für jede Verkäuferin hat sie ein kleines Päckchen bereitgelegt. Bevor wir mit unserer Arbeit binnen hielt Frau Lindner eine kleine Ansprache, in der der sie sich für die geleistete Arbeit bedankte. Ich öffne nun den Laden. Es kommen kaum Kunden ins Geschäft. Gemeinsam mit Frau Mildner, beginne ich die anstehende Inventur vorzubereiten. So gehe ich ins Büro von Frau Lindner und frage, " Frau Lindner kann ich die Inventurlisten bekommen?" "Claudia du kannst an den Computer." Gegenüber von Frau Lindners Schreibtisch steht der Computer an dem ich arbeiten soll. "Wo finde ich den die Listen?" ,wende ich mich an Frau Lindner. Sie kommt zu mir. " Hier im Ordner Bestände sind die Listen für die Bekleidung, und entsprechend Ausstattung Geschäft findest du die Listen Für das Inventar." ich fange an die Listen auszudrucken. Als Frau Lindner mich fragt, "Claudia, ich freue mich, wie du dich in diesem ersten halben Jahr eingearbeitet hast." etwas verlegen schaue ich an Frau Lindner vorbei. "Danke, sie haben es mir auch alle leicht gemacht.", gebe ich zurück. gerade will ich die Inventarlisten aus dem Drucker holen. Als Frau Linder meint, "Da heute Weinachten vor der Tür steht und heute nicht mehr viele Kundinnen kommen werden, darfst du schon Feierabend machen Claudia." Ich bin erst einundeinhalb Stunden im Laden. Ungläubig bleibe ich versteinert stehen. "Meinen Sie es ernst Frau Lindner?" "Würde ich es sonst sagen liebe Claudia.", dabei lächelt sie. Die Listen lege ich noch auf den Schreibtisch. Danach gehe ich mich umziehen. Nach dem ich mich von allen Kolleginnen und Frau Lindner verabschiedet und ein schönes Weihnachtsfest gewünscht habe, genieße ich die noch morgendliche Stimmung auf den Straßen auf meinem Heimweg. Einige tragen die letzten Weihnachtsbäume nach Hause. Andere die letzten Geschenke in ihren Einkauftaschen hasten durch die Gassen der Stadt.

Als ich dann unser Haus betrete ist meine Mutter gerade in der Küche beschäftigt. Um sie nicht zu erschrecken klingle ich lieber an der Tür. Sie kommt mir entgegen, "Claudia, schön dass du schon zu Hause bist." , dabei dreht sie sich wieder um und ging zurück in die Küche. Während ich meinen Mantel in die Garderobe hin und in die Küche folgte. "Mama, Frau Lindner ließ mich heute früher das Geschäft verlassen." Ich schaute mich in der Küche um, "Kann ich dir noch helfen?" Und hoffte doch um die Vorbereitungen herum zu kommen. "Ja, Claudia. Im Wohnzimmer muss noch Ordnung gemacht werden." Lustlos gehe ich ins Wohnzimmer. Unter unserem Weihnachtsbaum liegen Tannennadeln. Also Staubsauger holen. Nach zehn Minuten ist der Teppich wieder sauber. Dann will ich nur noch schnell Staub wischen. Auch damit bin ich in wenigen Minuten fertig. So gehe ich wieder in die Küche. "Claudia, wenn du so lieb bist und in der Küche noch etwas sauber zu machen, ich möchte noch ein Bad nehmen bevor wir zum Weihnachtsgottesdienst gehen." Daran habe ich gar nicht mehr gedacht, wir hatten es dem Pfarrer versprochen. Worauf habe ich mich eingelassen. In den letzten Jahren waren wir nie in der Kirche gewesen, auch nicht zu Weihnachten. Dabei läuft heißes Wasser in das Becken. Ich lassen mir jetzt Zeit die fettigen Ablageflächen zu reinigen. Irgendwann steht meine Mutter in der Küchentür. Bekleidet mit ihrem Bademantel meint sie, "Es ist gut, Claudia. die Küche glänzt ja schon so wie die Lichter auf dem Baum." "Aber." meine ich. "Nichts aber, es wir langsam Zeit, dass auch Du dich zurecht machst." So gehe nach oben in mein kleine Welt. Ich merke, duschen könnte mir gut tun. ich lasse mir alle Zeit der Welt. Als ich aus der Dusche komme höre ich meine Mutter schon rufen, "Claudia beeile Dich." "Was soll ich den anziehen?", rufe ich zurück. Ich habe mich schon für ein festliches Kleid entschieden, als meine Mutter nach mir schaut. Zufrieden nickt mir meine Mutter entgegen. Noch wenige Handgriffe mit meinem Make-up und ich bin bereit. so gehe ich hinunter zu meiner Mutter, die schon vor der Garderobe steht und mir meinen Mantel entgegenhält. "Es wird Zeit, das wir gehen Claudia." Meine Mutter hilft mir in meinen Mantel. Vor dem Spiegel in Flur prüfe ich mein Aussehen, nach dem ich die Stiefel an gezogen habe. Wieder dringt meine Mutter zur Eile. Gemeinsam verlassen wir das Haus.

Es wird langsam dunkel auf der Straße. Große Wolken am Himmel verfinstern den Nachmittag und künden baldigen Schneefall an. Aus den Fenstern der Nachbarhäuser scheinen Lichter auf die Straße. Nach und nach erreichen wir den Kirchenvorplatz. Da ist sie plötzlich wieder, meine Angst von Nachbarn erkannt zu werden. So löse ich mich etwas von meiner Mutter. Die natürlich meine Reserviertheit mitbekommt. Unter den eintreffenden Kirchenbesuchern glaube ich einige ehemalige Schüler aus meiner Schulzeit auszumachen. Die so wie ich in Begleitung ihrer Familien an der Weihnachstandacht teilnehmen. Zum meinem Glück ist meine Mutter damals nicht sehr in Kontakt mir den Eltern meiner Mitschüler getreten. So werden wir heute weniger beachtet. In der Kirche, die heute besonders gut besucht ist finden wir, meine Mutter und ich, gleich einen Platz in eine der mittleren Reihen. Neben uns setzt sich eine Dame mit ihrem Sohn. Der Sohn beobachten mich von der Seite an. Ich fühle mich unwohl, so angesehen zu werden. Doch in mir erwacht die Neugier, und schau mir den jungen Mann ebenfalls seitlich an. Ein Schreck jagt durch meinen Körper. Es ist Ralf. Unter ihm hatte ich besonders während meiner Schulzeit gelitten. Er war sehr sportlich und kräftig. Und er ließ es Schwächere spüren. Einmal musste ich mit meinem Vater, der damals noch lebte zu einer Aussprache mit dem Schulleiter wegen ebendiesen Ralf. Ob er mich erkannt hat? Ich rutsche auf meinem Sitz näher an meine Mutter heran, damit zwischen mir und Ralf ein Zwischenraum entsteht. Wieder lausche ich der Andacht nur mit halber Aufmerksamkeit. Spüre ich mich doch von den Blicken Ralfs belästigt. Monoton singe ich die Lieder zum Klang der Kirchenorgel mit. Bis dann die Feier zu Ende ist. Alle erheben sich von ihren Plätzen. Nach und nach rücken die Besucher aus den Kirchenbänken. Nur ich warte noch und werde von meiner Mutter leicht angeschoben. So stehe ich hinter Ralf, der mit seiner Mutter vor uns geht. Während des Gottesdienstes hat der Schneefall eingesetzt. Und die Stufen vor dem Kirchentor sind rutschig geworden. Ich merke wie ich auf den Stufen leicht wegrutsche. Gerade als Ralf sich nochmals zu mir umdreht. Erhält mir seine Hand entgegen, damit ich mich festhalten kann. im ersten Reflex greife ich zu. Doch sobald lasse ich seine Hand wieder los. Was war das? Hat er mich nicht erkannt, und wie anders verhält er sich heute! Ein leises, "Danke!", kommt über meine Lippen. Ob er es gehört hat, ist mir egal. Nur schnell nach Hause, denke ich. Mir ist auf einmal kalt.

Zu Hause angekommen wärme ich mich an einem der Heizkörper in meinem Zimmer auf. Um anschließend das Geschenk an meine Mutter hervor zu holen. Ich habe es aus der Boutique ausgesucht, in der ich arbeite. Aus dem Wohnzimmer strömt der Geruch von frischem Kaffee. So beeile ich mich nun in die gute Stube zu kommen. Meine Mutter hat schon den Tisch festlich gedeckt. Oder hat sie es schon erledigt bevor wir zur Kirche aufgebrochen sind? Zum Kaffee gibt es ein leckeres Weihnachtsgebäck, wie es in unserer Region traditionell gegessen wird. Ich lege passend weihnachtliche Musik in den CD-Spieler ein. Auf dem Tisch ist steht ein Kerzenständer deren Lichter heimeliche Wärme verbreiten. Noch den Gedanken der Weihnachtsandacht nachhängend herrscht erstaunliche Stille während des Essens. Erst danach bricht meine Mutter das Schweigen. "Was war eigentlich mit dem jungen Mann neben Dir in der Kirche los?", fragt sie mich. "Was soll los sein!", gebe ich erstaunt zurück. "Ich habe bemerkt, wie er dich angesehen hat." "Na ja mir war es auch peinlich , Mama." , und weiter, "Es War ein ehemaliger Schüler aus der Klasse in meine Schulzeit." Ich hole tief Luft. "Ich glaube aber nicht, dass er mich wiedererkannt hat." "Dann ist ja alles gut." meint darauf hin meine Mutter. Gemeinsam räumen wir auf. Ich gehen nach oben das Geschenk zu holen und auf den Gabentisch zu legen. Ich suche in der Küche ob ich noch etwas erledigen kann. Aber nichts kann ich helfen. als mir meine Mutter entgegen kommt und im Schlafzimmer verschwindet. Nach wenigen Minuten erklingt Glockenläuten aus dem Wohnzimmer. Das Zeichen in das Wohnzimmer zu treten. Auch wenn ich mit meiner Mutter alleine lebe, haben wir uns das Ritual erhalten. Am Weihnachtsbaum sind die Lichter erleuchtet und geben dem Raum ein festliches Antlitz. Vor dem Baum liegen die Päckchen mit den Gaben. Meine Mutter und ich gratulieren uns zu dem Fest und richten unseren Blick auf die vor uns liegenden Gaben. Da fallen mir zwei Briefe auf, die ebenfalls vor dem Baum liegen. "Die Briefe sind an Dich gerichtet, Claudia." , spricht die Mutter zu mir. Doch zuerst über reiche ich mein Geschenk an sie. Dann öffne ich das Päckchen, welches ich ihr geschenkt bekomme. Meiner Mutter ist nicht entgangen, dass ich mich vermehrt fürs Kochen und Backen Interesse zeige. So ist das große Kochbuch von ihr genau das Richtige. Dann kann ich es nicht länger aushalten und hole die beiden Briefe. Mit den Briefen setze ich mich auf unser Sofa zu meiner Mutter.

Der erste Brief kommt vom Amtsgericht. Es besteht aus mehreren Seiten. Darin teilt mir eine Justizangestellte Bierach mit, dass mein Antrag auf Vornamensänderung bewilligt wird. Es folgt noch eine Belehrung, falls ich gegen den Bescheid Widerspruch einlegen möchte. Ich umarme meine Mutter und mir rinnen Freudentränen über mein Gesicht. Doch was ist mit dem zweiten Brief. Dieser Brief kommt vom Rathaus. Darin werde ich Frau Claudia Bergner aufgefordert, mich zu melden. Man habe festgestellt , dass ich keine gültigen Ausweise besitze. Dann folgt eine Auflistung von Dokumenten, die ich zur Beantragung neuer Ausweise vorzulegen habe. So auch ein Schreiben vom Amtsgericht, welches meine Angaben bestätigt. Ich schau zu meiner Mutter, die den Inhalt der Briefe schon zu kennen schien. Ein Lächeln in ihrem Gesicht und dann, "Claudia, was meinst du?" konnte meine Antwort ein nur sein. "Endlich, Mama, bin ich wieder ein Stück weiter zu meinem waren ich." anschließend holte ich ein Glas Wein für meine Mutter und mich. An dem Abend denken wir auch an meinen Vater. "Was er wohl zu meiner Entwicklung sagen würde?" stelle ich die Frage in den Raum. "Er war ein verständiger aufgeschlossener Mensch, Claudia." , dabei streichelt sie mir über meine Haare.

Wenn es die Zeit erlaubt, erfolgt bald die Foertsetzung.

Viele Grüße Magdalena
Lebe jeden Tag.
Drachenwind
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Re: Die Berufswahl ändert meinen Lebensweg

Post 96 im Thema

Beitrag von Drachenwind »

Geht es noch weiter?

Es hat mir Spaß bereitet sie zu lesen.

Ich hoffe, Du findest Zeit sie zu vervollständigen.

LG
Drachenwind
Magdalena
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Re: Die Berufswahl ändert meinen Lebensweg

Post 97 im Thema

Beitrag von Magdalena »

Hallo!

Ja in den letzten Monaten blieb mir wenig Zeit zum Schreiben. Zum einen war ich im Urlaub, ich konnte das Frau sein genießen. Dann lag wieder auf Arbeit einiges an. Es herrscht zur Zeit ein hoher Krankenstand und die Arbeit muss von den übrigen Kolleginnen und Kollegen durch Überstunden abgearbeitet werden. Als letztes sind noch meine Eltern, die in einem Alter sind, wo ich mehr gefragt bin. Und das Eigentliche, warum ich zu diesem Forum gestossen bin möchte ich auch noch ausleben, zwar als Frau etwas zu unternehmen. Somit kann ich erst heute eine weiter Folge vorstellen.

Inzwischen ist das erste Ausbildungsjahr zu ende. Letzten Freitag war in der Berufsschule ein kleines Fest, in dem den Absolventen die Abschlusszeugnisse überreicht werden. Für alle Anderen gab es Zwischenzeugnisse und die Verabschiedung bis zum nächsten Ausbildungsjahres. Ich kann mit meinem Ergebnis zufrieden sein. Und eigentlich steht einem baldigen Urlaub nichts entgegen. Madelaine und weiter Mädels meiner Klasse wollten an die See fahren. Nur ich musste absagen. Dabei habe ich Gernot als Grund vorgeschoben. Nur Gernot ist zur Zeit wieder für seine Firma unterwegs. Diesen Sommer werde ich im Krankenhaus und dann bis zum Start des zweiten Ausbildungsjahres zu Hause verbringen. Vor zwei Wochen bekam ich die Zusage der Krankenkasse und einer Klinik in München zur Operation um endgültig zur Frau zu werden. Gestern bin ich also in München angekommen. Meine liebe Mutter brachte mich selbst in die Klinik. Ich war so aufgewühlt, und war froh nicht allein den Weg nach München auf mich zu nehmen. Es überraschte mich, dass es auf einmal so schnell voran ging.
Wir kamen gegen frühen Nachmittag in München an. Wir hielten vor einem schlichten Gebäude. Mit meinem großen Koffer und einer Tasche, in der ich die Unterlagen zur Einweisung mit hatte, betraten wir die Klinik. Gleich wurde ich von einer kleinen Krankenschwester empfangen. Ich reichte ihr meine unterlagen. "Guten Tag Frau Bergner." sprach sie mich an. "Sie haben einen Termin zu einer OP." "Ja, es ist richtig." , antworte ich. "Kommen sie Frau Bergner, ich bringe sie auf ihr Zimmer." So als wäre ich schon unter Narkose, laufe ich mit meinem Koffer und meiner Mutter hinter der Schwester her. Ich beachte nicht welchen weg wir gehen. Nur ist mir aufgefallen, dass alles hell und freundlich aussah. An den Wänden hingen immer wieder Bildern von Landschaften und Blumen. Auch das Zimmer, welches uns die Schwester öffnete, ist hell in Pastellfarben gehalten. Auch hier befindet sich ein Bild mit einer Wiese mit viele Blumen. Auf einer kleinen Kommode steht Fernseher und der Kleiderschrank ist für ein Krankenhaus geräumig ausgefallen. Es wirkt auf mich eher wie ein Hotelzimmer, wenn da nicht an der Wand neben dem Bett Anschlüsse für medizinische Gerätschaften wären. "Ich lass sie erst mal in Ruhe ihre Sachen auspacken." sagt die Schwester zu uns. "In etwa einer Stunde erscheint die Ärztin, um nochmals mit ihnen über die OP zu sprechen." Ich bin viel zu aufgeregt, um zu antworten. Ich nicke nur mit dem Kopf als Zustimmung. Dann schließt die Schwester hinter sich die Tür. Aus meinem Koffer finden Nachthemden und vor allem Unterwäsche ihren Platz in dem Schrank. Auch drei Bademäntel sind Teil meiner Bekleidung für die nächsten Tage. Da ich sowieso die meiste Zeit hier auf dem Zimmer verbringen werde. Plötzlich klopft es an der Tür. Und eine Frau in einem hellen Shirt und blütenweißer Hose tritt zu uns ins Zimmer. Sie stellt sich als die Ärztin vor, die mich operieren wird. Sie erkundigt sich, ob wir die Klinik gleich gefunden hätten und wie die Anreise verlaufen sei. Es entwickelt sich für mich ein etwas belangloses Gespräch. Dann kam sie zum Eigentlichen, dem Ablauf meines OP-Ablaufes. Es standen noch einige Voruntersuchungen an, die ich gestern noch über mich ergehen lassen musste. So verabschiedete ich mich anschließend von meiner Mutter. Gleich danach sollte ich mich umziehen. Nur in Unterwäsche und einen Bademantel brachte man mich in ein Behandlungszimmer. Eine Schwester nahm Blut ab, um es ins Labor zu schicken. Die Ärztin, welche vorhin in meinem Zimmer war überreichte mir einige Papiere. Darin ging es um die Narkose, der Risiken der OP und was ich beachten sollte. Ich solle mir morgen alles durchlesen. Wenn ich Fragen hätte könne ich über eine Schwester die Ärztin rufen lassen. Mir schwirrte der Kopf. Die Anreise nach München dauerte fünf Stunden und ich war eigentlich nur müde. Hatte ich doch schon Tage davor wenig Schlaf. Der Gedanke das sich nun mein Leben unwiderruflich ändert, machte mir einerseits Angst. Auf der andern Seite stand die Zukunft auf ein Leben als Gernots Frau. Die Schwester, die mich zurück auf mein Zimmer brachte, bat ich um ein Schlafmittel. Ich war innerlich doch sehr aufgewühlt.
Da es am anderen Tag noch nicht zur OP kommt, bekomme ich zum Frühstück neben einem Kännchen Tee auch verschiedene Brötchen und Wurst und Käse gebracht. Den Tee trinke ich gern und ich entscheide mich für ein Sesambrötchen mit Käse. Nun nehme ich mir Zeit die Papiere durchzulesen, die ich gestern bekommen habe. Ich lasse mir Zeit. Einige muss ich Unterschreiben. Andere sind nur zur Information. Besonders was ich nach der OP beachten und einhalten sollte. Als ich fertig bin, klingle ich nach einer Schwester. Wenige Minuten später erscheint eine junge Schwester, " Sie wünschen Frau Bergner?" "Ich habe die Papier soweit gelesen und unterschrieben.", und halte die Unterlagen, welche ich in einem Umschlag gesteckt habe, in der Hand. "Wie geht es nun weiter?", frage ich. "Gegen fünfzehn Uhr wird die Ärztin Frau Dr. Meier mit ihnen alles weiter klären." Nach einer kurzen Pause fragt sie, " Soll ich ihnen etwas zum Lesen geben? Wir haben eine kleine aber gut sortierte Bibliothek." "Ja gern," antworte ich, " etwas Ablenkung könne ich gebrauchen." Und noch ehe ich mich auf mein Bett gelegt habe ist sie mit drei Liebesromanen zu mir ins Zimmer zurück gekommen. "Danke!" antworte ich, und ich greife nach dem ersten Buch. Darin geht es um eine Frau die im Urlaub ihren Jugendschwarm aus Teenegertagen begegnet. Gleich muss ich an Gernot denken. Er ist auf Einsatz für seine Firma. Ich bekomme Angst, das er sich da in eine andere Frau versieht. Vielleicht gibt es auch jemand, der einst in Gernot verliebt war. Ich lege das Buch zur Seite. Das Nächste handelt auf einem Bauernhof. Als ein junges Mädchen als Magd auf den Hof kommt. Auf dem Hof gibt es zwei Söhne, die sich in die neue Magd verguckt haben. Doch der Alte Bauer hat andere Frauen für seine Söhne ausgesucht. Hier lese ich länger. Auch weil der Ort der Handlung mich gedanklich in Urlaubsstimmung versetzt, wo ich doch hier mich in einer Klinik befinde. Aus meinen Gedanken weckt mich die Schwester, die soeben in mein Zimmer getreten ist. "Frau Bergner, es tut mir leid sie stören zu müssen." Was gibt es?", und blicke erstaunt auf die Schwester. "Ihre Blutwerte, Frau Bergner. Das Labor hat uns gerade die Ergebnisse übermittelt." Ratlos schaue ich die Schwester an. "Ich soll sie bitten mit in das Arztzimmer zu kommen. Umständlich erhebe ich mich und lege das Buch zu Seite. Langsam folge ich der Schwester. Ich werde schon erwartet. "Frau Bergner, bitte setzen sie sich.", empfängt mich die Ärztin. "Ich habe eine Frage an sie." Was ist bloß los, denke ich. "Sie haben doch wie ihnen mitgeteilt wurde ihre Medikamente rechtzeitig abgesetzt?" "Ja, warum?" gebe ich erstaunt zurück. "Die Ergebnisse aus dem Labor zeigen mir, das einige Werte noch erhöht sind." "Was bedeutet das für mich?" "Wir müssen noch einige Tage mit der OP warten, wenn wir kein Risiko eingehen wollen, Frau Bergner." Was für ein Risiko?", frage ich. "Es kann zu Kreislaufproblemen führen und die Blutgerinnung kann beeinträchtigt sein." Ich sehe die Ärztin ratlos an. "Morgen entnehmen wir eine neue Blutprobe und mal sehen vielleicht passt es schon." Mit einer gewissen Enttäuschung schleiche ich durch den Flur auf mein Zimmer zurück.
In meinem Zimmer angekommen lege ich mich sofort in mein Bett. Dabei kommen mir die letzten Monate in meinem Kopf zurück. Nach Silvester, dass ich mit Madeleine und meinen Freundinnen verbringen wollte ist nichts geworden. Auch die Feier mit Gernot musste ich absagen. eine schwere Erkältung hatte mich ans Bett gefesselt. Dafür waren meine Mutter und ich zu Gernots Familie im Februar eingeladen. Es wurde ein schönes Wochenende. Die Schwester von Gernot kannte ich schon aus dem Laden, sie ist eine meiner Kundinnen. Mir wurde es leicht gemacht, alle auf meine besondere Situation einzustimmen. Ich und meine Mutter wurden in die Familie aufgenommen und ich als Gernots Freundin akzeptiert. In der Schule lief alles zur Freude meiner Mutter und Frau Lindner gut. Und Frau Lindner hat mir zur OP Unterstützung zugesagt. Das ich im Laden, wenn ich wieder zurückkomme, zunächst körperlich leichte Büroarbeit erledigen soll. Immer mehr frei Zeit habe ich mit Gernot verbracht. Gerade denke ich an die Ostertage die wir zusammen verbracht haben, in einem kleinen Hotel an einem romantischen See. Ein Pfleger, der für die Verpflegung zuständig ist, riss mich aus meiner Gedankenwelt. "Guten Tag, möchten sie heute Abend Tee mit Milch oder Zitrone?" Ich starrte ihn an, als hätte er chinesisch gesprochen. "Tee mit was?" , frag ich zurück. "Milch oder Zitrone." , widerholte er. Der Pfleger war ein etwas kräftiger Mann um nicht zu sagen mit Bauchansatz. Das ganze Gegenteil von Gernot. "Mit Milch!", antworte ich. Ich habe den Tee so schon einmal bei einer Reise in England getrunken. Damals lebte mein Vater noch und wir machten eine Busreise durchs Cornwall. Bald brachte der Pfleger den Tee und das Abendbrot. Ich habe nicht viel gegessen. dennoch ließ ich mir wieder eine Schlaftablette geben und bin bald in einen tiefen Schlaf gefallen. Das Frühstück am nächsten Morgen muss ich verschlafen haben. Die Sonne stand schon hoch am Himmel als mich eine Schwester weckte, "Wir müssen nochmal but abnehmen." Ich ließ es geschehen. Diesmal lag das Ergebnis eher vor. Denn als ich Hunger verspürte und die Schwester rief, ob ich etwas zu essen bekommen könne antwortete sie. "Frau Bergner ich kann ihnen mitteilen, dass sie morgen operiert werden. Darum dürfen sie nichts mehr essen." Ich sank in mein Bett zurück. "Aber Mineralwasser kann ich ihnen bringen." und Damit verschwand die Schwester wieder aus meinem Zimmer um wenig später mit einer Flasche Wasser zu erscheinen. Kurze Zeit später kam die operierende Ärztin mit noch weitern Ärzten zu mir. "Frau Bergner, jetzt sind ihre Blutwerte in Ordnung." Einer der Ärzte stellte sich als der Narkose Arzt vor, und meinte. "Gegen Neun Uhr werden wir sie zur OP vorbereiten. Und gegen zehn Uhr wird ihre OP beginnen." Nun erklärte mir die Ärztin den weiteren Ablauf . Nach etwa weiten neun Stunden komme ich in den Aufwachraum und später wieder in dieses Zimmer. Dem Ganzen konnte ich nicht mehr recht folgen. Für den Abend bekam ich diesmal keine Schlaftablette. Meine Gedanken kreisen in der Nacht nur um Gernot, könnte er doch bei mir sein.


Das soll es für heute gewesen sein.

Viele Grüße Magdalena
Lebe jeden Tag.
Drachenwind
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Re: Die Berufswahl ändert meinen Lebensweg

Post 98 im Thema

Beitrag von Drachenwind »

Hi Magdalena,

danke für die Fortsetzung. Ich habe meine Frage nur gestellt, weil deine Geschichte
gut und lesenswert ist.
Ich weiß aus eigener Erfahrung natürlich, das Privat, Gesundheit und Beruf vorgeht nur deine Geschichte gefällt mir eben ........
Ich haffe, bald wieder etwas von dir zu lusen.

LG
Drachenwind
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Re: Die Berufswahl ändert meinen Lebensweg

Post 99 im Thema

Beitrag von Anni »

Hallo Magdalena )))(:

... will auch mal DANKE ! sagen (smili)

Geschichten - insbesondere die gut Geschriebenen , erfreuen sich ja immer großer Beliebtheit ( hast ja schon mehr als 15.000 Klicks (ap) )

Den Wenigsten ist bewußt , das da 'ne Menge " Freizeit " drin steckt - mir schon , so ich ja kaum die Zeit zum Lesen finde , was ja bekanntlich
wesentlich schneller geht :wink:

Freu mich also auch auf Fortsetzungen :P

LG von frecher Anni
Der einzige Mensch, der sich vernünftig benimmt, ist mein Schneider. Er nimmt jedesmal neu Maß, wenn er mich trifft, während alle anderen immer die alten Maßstäbe anlegen in der Meinung, sie paßten auch heute noch. George Bernard Shaw
Magdalena
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Re: Die Berufswahl ändert meinen Lebensweg

Post 100 im Thema

Beitrag von Magdalena »

Hallo Anni, Drachenwin und Mia! (hs)

Danke für Eure Worte. Ich es steckt viel Zeit darin eine #geschicht zu schreibn, da ich sie erst mit Wodr schreibe und mehrmals durchlese. Denn manchmal habe ich einiges doppelt geschrieben und muss es korrigieren. Oder es ist nicht stimmig. Darum Geduld bis zum nächsten Teil, Danke. (drink)

Eure Magdalena
Lebe jeden Tag.
Drachenwind
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Re: Die Berufswahl ändert meinen Lebensweg

Post 101 im Thema

Beitrag von Drachenwind »

Hi Magdalena,

wen erzählst Du das!
Wenn ich eine Fortsetzung meiner Geschichte(n) geschrieben habe, wird dieses neue Teil mindestens 2 Wochen lang gelesen, korrigiert, geändert, ergänzt, umgeschrieben,
wieder gelesen, korrig........
Manchmal ist man mit seinem Geschreibsel selber unzufrieden, wird bei Seite gelegt und später wieder bearbeitet und die Fäns drängeln......
Wie heißt es so schön "Gut Ding will Weile haben!"
Ich freue mich jedenfalls schon auf die nächste Fortsetzung, egal wann, hauptsache sie kommt.

LG
Drachenwind
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Re: Die Berufswahl ändert meinen Lebensweg

Post 102 im Thema

Beitrag von Magdalena »

Hallo,

einen kleinen Teil der Geschichte ist geschrieben. Es ist der Tag von Claudias OP.

Irgendwann bin ich eingeschlafen, dennoch lief in mir ein Film ab. Der Film, "Mein neues Leben". Fast ein über Jahr lebe ich nun als Frau. Was eigentlich nur gedacht war um eine Ausbildung zu bekommen hat mein Leben verändert. Ich sehe mich wieder, wie ich zum ersten Mal in dem Modegeschäft mit meiner Mutter stehe. Dann der Besuch des Kosmetiksalons bei Frau Schneider und mein erster Tag an der Berufsschule. Madelaine und ich wurden beste Freundinnen, als wäre es das Normalste auf der Welt. Wie ich zur Tanzgruppe gestoßen bin und Gernot kennenlernte. Immer wieder laufen die gleichen Bilder ab, wie auf einer Endlosschleife.

Dausen wird es langsam hell. Auf dem Baum vor meinem Fenster beginnen die Vögel mit ihrem Konzert mich zu begrüßen, als wollten sie mir für die heute angesagte OP Mut machen. Das Licht des frühen Morgens scheint in mein Zimmer. Ich beschließe aufzustehen und mich zu waschen. Beim Gang auf die Toilette wird mir bewusst, heute heißt es Abschied nehmen. Abschied vom letzten Teil meines Restes Männlichkeit. Etwas eigenartig umschleicht mich das Gefühl, ab heute Abend ist es anders. Dan wasche ich mich besonders gründlich. Ich lasse mir Zeit. Dann lege ich mich zurück auf das Bett. Als eine Schwester mein Zimmer betritt."Guten Morgen Frau Bergner." "Guten Morgen" ,antworte ich. Ich möchte sie für ihre O" vorbereiten." Sie holt einen Wage mit etlichen Utensilien herein. Dann bittet sie mich mein Nachthemd auszuziehen. "Ich muss sie an der zu operierenden Stelle rasieren und desinfizieren." Gut, dass ich mich schongewaschen habe, denke ich. Dann bittet mich die Schwester meine Beine weit auseinander zu spreizen. So gleich beginnt sie meinen Intimbereich zu rasieren. Um anschließend ein nicht gerade gut riechendes Desinfektionsmittel aufzutragen. Nun soll ich nur mit einem kurzen OP-Hemd bekleidet mich auf die soeben hereingefahrene Liege legen. Eine neue saubere Decke verhüllt meinen Körper nur Arme und Kopf schauen noch hervor. Dan betritt die Ärztin noch den Raum. "Guten Morgen Frau Bergner. Sind sie bereit und haben sie gut geschlafen." erkundigt sie sich nach meinem Befinden. "Ja, mir geht es gut." antworte ich brav. "Dann sehen wir und gleich im OP-Saal, Frau Bergner." ,dabei lächelt sie mir vertrauensvoll zu und verlässt den Raum. Die Schwester schiebt mich auf meiner Liege, erst jetzt merke ich, das die Liege Rollen an den Beinen hat, durch mehrere Gänge zu einer großen noch verschlossen Tür. Die Tür öffnet sich und eine Schwester in einem grünen Kittel holt mich in den OP-Bereich. Ich komme in einen hell ausgeleuchteten Raum, in der Mitte der OP-Tisch. Einige Personen sind beschäftigt mit Tätigkeiten, die ich nicht zuordnen kann. Dann werde ich auf den OP-Tisch gelegt. Dazu fassen vier Pfleger oder Ärzte mich vorsichtig an und legen mich genauso vorsichtig wieder ab. Als nächste und zugleich letztes verspüre ich, wie mir eine Atemmaske über mein Gesicht aufgesetzt wird. Dann falle ich in einen tiefen Schlaf.

Als ich wieder aufwache, wache ich wirklich auf, fühle ich mich schwach. Um mich herum stehen Gerätschaften. An diesen Gerätschaften bin ich mit Schläuchen verbunden. Ich versuche mich umzusehen. Es ist nicht mein Zimmer, in dem ich die letzten Tage war. Alles sieht anders aus. Ich erschrecke als ein großer Mann plötzlich an meinem Bett erscheint. "Guten Abend Frau Bergner", spricht er mich an. Ich muss wohl erstaunt ihn angesehen haben. "Ich bin Leiter der Intensivstation und überwache sie nach ihrer OP." Ich erinner mich, ich bin operiert worden. Bekomme aber noch immer kein Wort heraus. "Ihre OP ist erfolgreich verlaufen." Dann berührt er mein linkes Bein, "Spüren sie das?" Ich nicke nur. Das Gleiche erfolgt jetzt mit dem rechten Bein. Wieder nicke ich nur. Der Leiter der Intensivstation lächelt mich an und meint. "Schön es ist alles gut. Morgen können sie wieder auf ihr Zimmer." Dann verlässt er mich wieder. Und ich falle wieder in eine schlafähnlichen Zustand.


Bis bald Magdalena
Lebe jeden Tag.
Jalana
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Re: Die Berufswahl ändert meinen Lebensweg

Post 103 im Thema

Beitrag von Jalana »

Hallo Magdalena,

danke für Deine Bemühungen! Ich freue mich immer wieder, die Fortsetzungen Deiner Geschichte zu lesen.

Liebe Grüße
Jalana
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Magdalena
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Re: Die Berufswahl ändert meinen Lebensweg

Post 104 im Thema

Beitrag von Magdalena »

Hallo,
leider fehlt mir die Zeit, um so mehr freue ich mich Euch wieder einen kleinen Teil meiner Geschichte zum Lesen zu geben.

Am Folgetag werde ich zurück im mein vertrautes Zimmer gebracht. An meinem Nachttisch steht ein bunter Blumenstrauß. Die Schwester, welche mich so eben auf das Zimmer brachte lächelte, "Ihr Verlobter hat den Strauß für sie abgegeben." Ich grüble, haben sie hier auch in meinem Kopf operiert. mir ist von einer Verlobung nichts bekannt. neben der Vase mit den Blumen sehe ich einen Brief. Er ist von Gernot. Ich greife in das Schubfach meines Nachtisches und suche nach einer Nagelfeile. Damit möchte ich den Brief öffnen. Endlich halte ich den von Hand geschrieben Brief in der Hand.

"Liebe Claudia! Wenn du diesen Brief in der Hand hältst, hast du deine OP überstanden. In den nächsten Tagen habe ich Urlaub bekommen und möchte dich besuchen. In der Klinik habe ich mich als dein Verlobter ausgegeben. Ich hoffe du nimmst es mir nicht übel. Ich wollte dir eigentlich schon bevor du in die Klinik gingst einen offiziellen Antrag stellen. Doch ich will dich nicht unter Druck setzen, liebe Claudia. Du bist für mich die Frau mit der ich leben möchte. Dein dich liebender Gernot."

Nach dem Lesen des Briefes rollen mir Tränen über mein Gesicht. Es sind Tränen der Freude. gerade bin ich dabei mir mein Gesicht mit einem Tempo zu trocknen, als die Ärztin vor meinem Bett steht. "Frau Bergner, ihre OP ist gut verlaufen." Sie beugt sich über mein Bett und sagt, " Ich möchte ihnen das Ergebnis des Eingriffs gern zeigen." Sie holt einen Spiegel, den eine Schwester mitbrachte in der rechten Hand. "Gleichzeitig werde ich ihren Verband wechseln." Vorsichtig ziehen beide die Bettdecke weg. Die Ärztin schneidet den Verband auf. "Möchten sie, Frau Bergner , das Ergebnis sehen?" Ich nicke ihr zu. "Sehen sie in den Spiegel." Im ersten Moment kann ich nur ein rötlich verschmiertes erkennen. Die Ärztin erklärt, " Hier Frau Bergner ist jetzt ihre Vagina und da ist die Harnröhre. Alles ist noch geschwollen, aber es wird bald abklingen." Wieder gibt die Schwester einen Gegenstand der Ärztin in die Hand. Dann wendet sich die Ärztin wider an mich. "Was ich jetzt noch bei ihnen einführe ,werden sie in den nächsten Tagen selber durch führen." Jetzt zeigt sie mir den Gegenstand. Es hat Ähnlichkeiten mit dem, was sie mir entfernt haben. Das gibt es in verschieden Größen. Und damit soll die nun entstandene Vagina geweitet werden und auch ein wieder Zuwachsen verhindert werden. In den ersten Tagen soll mir eine Krankenschwester helfen. Da alles gut verheilt sei bekomme ich keinen neuen Verband. Nur eine spezielle Miederhose, die dem Gewebe Halt geben soll. "Damit können sie auch aufstehen und das Bett verlassen.", meint die Ärztin. "Ich solle aber sicherheitshalber nach einer Schwester klingeln." Noch aber fühle ich mich zu schwach um aufzustehen. Als ich wieder allein in meinem Zimmer bin, erfasst mich die Neugier. Vorsichtig taste ich mit meine Händen die Miederhose ab. Was ich im Spiegel sah, war das wirklich ich? mit meiner Hand gleite ich zwischen meine Beine. Ja da ist nichts mehr da, was mich an mein vorheriges Leben erinnert. Ich kann jetzt Gernot eine Frau sein. Noch hänge ich so meine Gedanken nach, als eine Schwester den Raum betritt. "Es ist Besuch für Sie Frau Bergner da. Darf ich ihn auf ihr Zimmer lassen?" Ich denke an Gernot und seinen Brief , "Ja, lassen sie ihn herein." Ich blicke erstaunt, als Madelaine in der Tür steht.

Madelaine hat ein mit Blumen bedrucktes Sommerkleid an. Noch immer steht sie an der Tür. Nur ein "Claudia!" bringt sie heraus. Ich bin auch nicht in der Lage meine Verwunderung auszudrücken. Ich hatte doch mit Gernot gerechnet. Dann sage ich, "Madelaine wie kommst du hier her?" "Das gleiche könnte ich dich fragen, Claudia" Madelaine kommt auf mich zu. "Ich habe versuch dich anzurufen. Auch auf E-Mails habe ich versendet, ohne eine Antwort zu erhalten." Mir wird klar, ich bin schon einige Tage hier in München. Und wir haben uns eigentlich immer angerufen. Wir waren beste Freundinnen. Sind wir das jetzt immer noch? "Ich, ich.." , stammele ich. "Ich habe dann deine Mutter angerufen." gibt Madelaine zurück. "Zum Anfang hat sie nichts gesagt." "Wie nichts gesagt?" "Dann erzählte sie was von einem Carsten, der keine Ausbildungsstelle bekam." Ich bin neugierig geworden was Madelaine noch herausgefunden hat. "Was war mit Carsten?" Du sollst Carsten gewesen sein!" Hier musste ich Madelaine alles erzählen. Dazu rief ich die Schwester, damit ich Madelaine etwas zu Trinken, einen Saft anbieten kann. Viele unserer gemeinsamen Erlebnisse 'ließ ich aus. Nur wie alles begann. Ich als Carsten keinen Fuß in die Tür bekam. Und als Claudia vom hässlichen Entlein zum Schwan wurde. Ja mehr noch. Ich entdeckte, Claudia schon in mir und wurde durch eine Zufall wachgeküsst. Auch das ich Angst hatte enttarnt zu werden, beichtete ich Madelaine. am Ende stellte ich Madelaine eine Frage. "Möchtest Du weiterhin meine beste Freundin sein, Madelaine?" "Ach Claudia, was denkst du warum ich dich besuche", dabei holt sie aus ihrer Handtasche etwas zum naschen. "Den Carsten kenne ich doch gar nicht, aber Claudia meine beste Freundin." Nach eine Weile fragt Madelaine, "Aber später möchte ich doch sehen wie die OP gelungen ist.", beide lachen wir uns an. Ja es tut gut so eine Freundin zu haben.

Es geht sicher weiter.

Eure Magdalena
Lebe jeden Tag.
Drachenwind
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Re: Die Berufswahl ändert meinen Lebensweg

Post 105 im Thema

Beitrag von Drachenwind »

Schön, endlich eine neue Fortsetzung.
Weiter so!
Da sieht man wieder, was echte Freundschaft wirklich bedeutet.

LG
Drachenwind
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