Die Frage ist doch wie ich leben will. Und meine Vorstellung von Lebensqualität sieht anders aus. Schon während des Studiums hatte ich die Möglichkeit zu internationalen Kongressen zu reisen, hatte tollen Austusch mit Kollegen, die ich vorher nur aus der Literatur kannte. Auch meine Frau kam viel rum. Wir hatten beide volle BAT IIa Stellen am Ende des Studiums, also finanziell früh abgesichert. Dann bin ich 15 Jahre beruflich durch fast die ganze Welt gereist. Dabei habe ich jede freie Minute genutzt, Land, Leute und Kulturen kennenzulernen. Und das ist noch heute so. Im Jahr 2000 hatte ich 10.000 KWh Stromverbrauch, 2023 2.600 - dank viel neuer und teurer Technik. Und dafür viiiiiiiiiiiel mehrfür den Strom bezahlt. Bei mir ist alles automatisiert, Zeit-, Licht- und Temperatur-gesteuert, fast nur LED.Patricia hat geschrieben: Fr 22. Mär 2024, 22:34 Es geht nicht darum auf alles zu verzichten, sondern darum den eigenen Umwelt-Fußabdruck zu verringern und vor Allem sehr bewußt zu konsumieren. Wenn das jeder Mensch machen würde, könnten wir jede Menge Energie und Ressourcen sparen.
Ich/wir reisen beide sehr gerne um andere, auch ferne Länder und Leute kennenzulernen - per Schiff, per Flug. Ich oute mich auch als Schifahrerin und liebe rasante schwarze Abfahrten. Auch in Deutschland sind wir viel unterwegs, da unsere Familie breit gestreut ist. Meistens per PKW, denn Bahn und ÖPNV haben uns schon zu häufig im Stich gelassen. Und in die 30 km entfernte Großstadt fahre ich auch mit dem PKW, da 1. ÖPNV unzuverlässig, Züge/Busse kamen nicht wegen Personalausfall oder Weselskys Willen, im Fernverkehr Anschlüsse und Termine verpasst wegen Verspätungen. Mit Bahn nur noch wenn ohne Umsteigen oder sehr lange Strecken wie B, HH, HB, HRO und dann Mietwagen 2. Zeitaufwand zur Großstadt mind. 2h statt 35 Min. - für mich verlorene, wertvolle Lebenszeit, gerade in meinem Alter. Mein Tag ist ausgefüllt. 3. Mindestens 2x, je nach Zeit auch 3 x umsteigen 4. Abends Theater, Club - nein, letzter Zug geht um 22h ab HbF (fast 1 km vom Zentrum).
Ich lebe um zu leben, nicht um jedes Gramm CO2 zu zählen, das ich verursache bzw verursachen muss. Das meiste CO2 verursachen sowieso andere, die ich nicht kontrollieren kann, und wenn man mir keine wirtschaftliche CO2-arme Heizung anbietet, dann gibt es sie bei mir auch nicht. Niemand in der Familie will Temperaturen unter 21-° dauerhaft ertragen. Außer im Keller. Zur Lebensqualität gehört für uns auch, dass jeder auch sein eigenes Zimmer hat um eigene Dinge um sich zu haben und tun zu können. Die sind natürlich zu beheizen. Und zu unserem Leben gehört auch unser großer Garten mit Wintergarten und Grillplatz, viel Obst, vielen blühenden Blumen und vielen Vögeln und Wildbienen. Und viel Arbeit. Uvm. Und viel Naturspielplatz für Enkel und Freunde, die Kids lieben ihn. Und meine Gartenpartys sind legendär. Spaß im Leben muss sein.
Fazit: Die Lebenseinstellungen variieren stark, die finanziellen Möglichkeiten auch. Der rot-grüne Druck nimmt stetig zu, doch habe ich immer Lösungen für mein Leben gefunden. Manchmal müssen sie auch Nichts tun sein, z.B. wenn Ideologie die treibende Kraft ist.
Nora_7
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