Nuklearkraftwerke - # 6
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Viggy
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Re: Nuklearkraftwerke
Was Patricia meint ist nicht die Rückkehr ins MA, sondern vorhandene Ressourcen sinnvoll einzusetzen und zu nutzen. Das ist allemal intelligenter und moderner, als wie früher gedankenlos aus dem Vollen zu schöpfen, was uns ja überhaupt erst den Klimawandel eingebracht hat.
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Nora_7
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Re: Nuklearkraftwerke
Viggy hat geschrieben: Fr 22. Mär 2024, 16:41 @ Nora_7 : Du kannst mich Betonhirn nennen und du kannst alle meine oben getroffenen Bewertungen durchaus relativieren, aber Du kannst KEINE davon stichhaltig widerlegen.
Resistenten Betonhirnen kann man nichts widerlegen. Außerdem ist schon genug vorstehend gesagt worden. Keine Grundlage für inhaltliche Diskussionen. Weise bitte die Fehler in dieser Statistik nach.Viggy hat geschrieben: Fr 22. Mär 2024, 16:41 Du kannst auch viele Zahlen nennen, nur von wem wurden die Zahlen ermittelt? Gemäß dem Motto 'Trau keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast'.
Was in Tschernobyl und Fukushima passiert ist, ist schlimm. Die Gründe dafür sind bekannt. Es bringt nichts, diese Unglücke immer wieder anzuführen. Sie sind durch menschliche Fehler verursacht, gegen die es Maßnahmen gibt. Ich habe selbst im Studium sehr gefährliche Experimente durchgeführt und mit weitreichenden Sicherheitsmaßnahmen abgesichert. Grundlage ist immer die eigene Gefährdungsbeurteilung, wenn in den Sicherheitsregeln keine vergleichbaren Situation bisher beschrieben sind. Dazu gehört auch immer wieder die Hinterfragung, ob die bestehenden Regeln ausreichend sind.Viggy hat geschrieben: Fr 22. Mär 2024, 16:41 Siehe z. B. unter folgendem Link unter Anderem über die Auslegung der gesundheitlichen Auswirkungen von Tschernobyl aus Sicht der Atomwirtschaft und aus Sicht der UN:
https://www.aerzteblatt.de/archiv/17866 ... schernobyl
Und das ist keine Seite für Verschwörungstheorien.
Der Bürger trägt die ganze Last z.B. der sogenannten Energiewende, die ihm aufgedrückt wird und ihn in den Ruin treiben kann. Mal eben 50.000€ für eine neue Heizung mit Niedrigtemperaturheizkörpern einzubauen, schafft bei weitem nicht jeder eben mal so. Von weiteren Dämmmaßnahmen noch abgesehen. Dafür steigen die Gaspreise und Strompreise weiterhin, weil es so gewollt ist. Es sind Lasten, die der Bürger nicht zu verantworten hat, sondern überhastete deutsche Alleingänge, die für das Weltklima keine Bedeutung haben. Aber für den Bürger um so mehr. So zahlt der Bürger auch für die Stromvernichtung aus Windenergie, wenn keine Abnehmer da sind, damit die Windradbetreiber auf 60-80.000€/Jahr Gewinn kommen. Pro Windrad.Viggy hat geschrieben: Fr 22. Mär 2024, 17:13 Wo lebst Du denn? Natürlich trägt der Bürger die ganze Last, das ist in jedem Fall so,
Nora_7
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Patricia
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Re: Nuklearkraftwerke
Dann sollten wir vielleicht mehr Wert auf Bildung legen als auf das unendliche wirtschaftliche Wachstum in einem mehr oder weniger geschlossenem SystemNora_7 hat geschrieben: Fr 22. Mär 2024, 18:22 Es gibt genügend Energie, man muss sie nur nutzen. Natürlich ist es jedem selbst überlassen, die Zeit hunderte Jahre zurückzudrehen. Aber leider sind offene Feuer nicht mehr zulässig, und Pferde-/Ochsenkarren auch nicht erwünscht.
Aber ja, Energie und Ressourcen haben wir genug, deswegen gibt es ja auch den Erdüberlastungstag
Aber was weiß ich ja davon.
Sorry aber deine Argumentation ist an dieser Stelle so typisch für so viele Menschen in unserer Gesellschaft. Typisch für Menschen die einfach die Augen davor verschließen, dass wir diese Welt unsere ach so großartige Zivilisation immer schneller gegen die Wand fahren.Nach mir Euch die Sintflut...
Die Welt wird es definitiv überleben. Die Natur, das Leben, in der einen oder anderen Form mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit auch. Der Mensch wird es vermutlich auch überleben. Aber unsere Gesellschaft nicht, wenn wir unser Wertesystem nicht ändern oder nicht ein wahres Wunder geschieht.
"Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier. " — Mahatma Gandhi.
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Re: Nuklearkraftwerke
Sie spricht von Ressourcen durch Verzicht sparen - "weniger ist mehr". Und "gedankenlos aus dem Vollen zu schöpfen" hat niemand vor, ist eine böse Unterstellung.Viggy hat geschrieben: Fr 22. Mär 2024, 18:32 Was Patricia meint ist nicht die Rückkehr ins MA, sondern vorhandene Ressourcen sinnvoll einzusetzen und zu nutzen. Das ist allemal intelligenter und moderner, als wie früher gedankenlos aus dem Vollen zu schöpfen, was uns ja überhaupt erst den Klimawandel eingebracht hat.
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Falsch verstanden (willentlich oder wissentlich?). Es wird den Populisten mächtig Auftrieb geben, denn sie versprechen das Glück auf Erden. Und werden dabei das Thema Sicherheit großzügig definieren.Viggy hat geschrieben: Fr 22. Mär 2024, 18:28 Ach Nora_7 ich glaube Du verwechselst da was ganz gehörig. Die Populisten treiben sich doch eher im Lager der Kernkraftbefürworter herum.
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Re: Nuklearkraftwerke
Logisch viel intelligenter wäre es ja auch, mit dem überschüssigen Strom Wasserstoff zu erzeugen.Nora_7 hat geschrieben: Fr 22. Mär 2024, 18:34 Aber für den Bürger um so mehr. So zahlt der Bürger auch für die Stromvernichtung aus Windenergie, wenn keine Abnehmer da sind, damit die Windradbetreiber auf 60-80.000€/Jahr Gewinn kommen. Pro Windrad.
Und Du glaubst im Ernst, dass Du damit AKWs zu 100%, nicht ungefähr, sondern wirklich zu 100% sicher betreiben kannst? Das funktioniert nicht, es bleibt immer ein Risiko und die Folge ist in diesem Fall nicht nur ein verbeulter Kotflügel.Nora_7 hat geschrieben: Fr 22. Mär 2024, 18:34 Ich habe selbst im Studium sehr gefährliche Experimente durchgeführt und mit weitreichenden Sicherheitsmaßnahmen abgesichert.
Und genau hier liegt die Krux auch unsere Gesellschaft ist vor diesen Gründen nicht sicher.Nora_7 hat geschrieben: Fr 22. Mär 2024, 18:34 Was in Tschernobyl und Fukushima passiert ist, ist schlimm. Die Gründe dafür sind bekannt.
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Re: Nuklearkraftwerke
@Nora_7: Ich denke wir haben nun unseren Standpunkt ausreichend ausdiskutiert, da kommt nichts neues mehr.
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Re: Nuklearkraftwerke
Das ist ein anderes Thema: was mache ich mit dem Strom. Die Frage stellt sich bei Windkraft aber nicht bei Flaute. Es gibt nirgendwo 100%ige Sicherheit, aber exponentiell gegen 100%. Explodierende Wasserstofftanks und Pipelines sind auch nicht lustig. Und sehr sabotageanfällig. Wie oberirdische Strommasten.Viggy hat geschrieben: Fr 22. Mär 2024, 18:47 Logisch viel intelligenter wäre es ja auch, mit dem überschüssigen Strom Wasserstoff zu erzeugen.
Das ist eine willkürliche Behauptung. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit bei welcher Art von AKW in welchem Land unter welchen Bedingungen?Viggy hat geschrieben: Fr 22. Mär 2024, 18:47 Und genau hier liegt die Krux auch unsere Gesellschaft ist vor diesen Gründen nicht sicher.
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Re: Nuklearkraftwerke
Ja, ich spreche davon. Weil wir mit unseren begrenzten Ressourcen nicht schonend genug umgehen.Nora_7 hat geschrieben: Fr 22. Mär 2024, 18:44 Sie spricht von Ressourcen durch Verzicht sparen - "weniger ist mehr".
Du möchtest gerne Beispiele? Warum benötigen viele Menschen jedes Jahr/zwei Jahre ein neues Handy, ein neues Auto, einen neuen Computer? Warum werfen so viele Menschen Kleidung weg, die sie gerade mal 2-3 mal getragen haben?
Warum werfen wir Tonnenweise Lebensmittel weg?
All das benötigt zur Herstellung und Produktion sehr viel Energie. Und dann noch mal so viel oder evtl. sogar mehr um es zu recyclen.
Ebenso Software. Die heutige Software wird nicht mehr so ressourcenschonend programmiert. Warum eigentlich nicht? Da wäre ein einiges Energiesparpotenzial vorhanden. Ja ich weiß Peanatus. Computer verbrauchen durch ihren Betrieb, etwa 4-6% der Weltweit erzeugten Energie. Nur Kleinvieh, macht bekanntlich auch Mist. Wenn wir in jedem Sektor etwas ressourcenschonender arbeiten würden, dann wäre das Sparpotenzial sicherlich groß.
Übrigens haben es einige Firmen Gott sei Dank erkannt. https://de.wikipedia.org/wiki/Green_IT
Ich arbeite in der IT und erlebe Tag für Tag wie durchschnittliche Menschen mit Sicherheitsregeln umgehen. Wohl auf der Seite der Benutzer als auch auf der Seite der Hersteller und Betreiber. Sorry, aber die meisten Menschen bagatellisieren die vorhandenen Gefahren.Nora_7 hat geschrieben: Fr 22. Mär 2024, 18:34 Grundlage ist immer die eigene Gefährdungsbeurteilung, wenn in den Sicherheitsregeln keine vergleichbaren Situation bisher beschrieben sind. Dazu gehört auch immer wieder die Hinterfragung, ob die bestehenden Regeln ausreichend sind.
Vor kurzen hatte ich das Vergnügen in einem internem Workshop zu erleben wie das so in manchen Firmen gehandhabt wird. Konkret ging es um Geräte eines namhaften Herstellers für Sicherheitslösungen. Die Geräte dieses Herstellers haben ein derart böses Sicherheitsloch gehabt, dass ich es kaum glauben konnte. Wir haben uns nach kurzer Zeit in das System gehackt und hatten volle Kontrolle.
Mir wurde bereits auf dem Gymnasium in Informatik beigebracht, dass ich auf solche bösen Fallen beim Programmieren achten soll. Was sagt es also aus? Der Hersteller hat einfach entweder einen Haufen leichtsinniger Menschen eingestellt, die nach dem Prinzip "wird schon nichts passieren" arbeiten oder das QS dieses Herstellers hat total versagt.
Ich habe noch ein anderes Beispiel, welches vermutlich deutlich näher ist. Benutzt du sichere Passwörter und eine Zwei-Faktor-Authentifizierung? Für jeden Dienst, den du benutzt? Für jeden Dienst ein anderes Passwort? Die meisten Menschen werden hier beiden mit nein beantworten. Weil es zu kompliziert und zu schwierig und und und ist...
So viel zum Thema Gefährdungsbeurteilung.
Einige werden vermutlich argumentieren, dass es nicht vergleichbar ist und ich halte gerne dagegen, denn es zeigt wie wir als Gesellschaft agieren. Es mag sein, dass es einige gibt welche die Gefahren korrekt beurteilen können, aber dann gibt es noch diejenigen die die Kosten im Griff halten sollen und am Ende die Entscheidungen treffen.
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Re: Nuklearkraftwerke
Das ist jetzt definitiv mein letzter Beitrag auf eins Deiner Argumente, nur um klarzustellen, worum es mir geht.
Und jetzt mag ich nicht mehr.
Du vergleichst jetzt allen Ernstes auch noch Fliegenschiss mit Elefantenhaufen? In einem Zeitalter, in dem irgendwelche Wirrköpfe panzerbrechende Lenkwaffen gewissermaßen auf der Schulter auf beliebige Ziele richten können. Stimmt, Wasserstoff ist hochexplosiv, aber ist nach einer angenommenen Explosion eines Tanks ebenfalls ein Landstrich von 150 km Länge und 30 - 50 km Breite (je nach Wind) für die nächsten 100 Jahre nicht mehr bewohnbar oder gar landwirtschaftlich nutzbar?Nora_7 hat geschrieben: Fr 22. Mär 2024, 19:06 Explodierende Wasserstofftanks und Pipelines sind auch nicht lustig. Und sehr sabotageanfällig. Wie oberirdische Strommasten.
Nach Tschernobyl dachten das evtl. auch die Techniker in Fukushima. Dann gab es wieder eine Überraschung, die so in den Szenarien nicht vorgesehen war. Was könnte man sich für Deutschland ausdenken?Nora_7 hat geschrieben: Fr 22. Mär 2024, 19:06 Es gibt nirgendwo 100%ige Sicherheit, aber exponentiell gegen 100%.
Und jetzt mag ich nicht mehr.
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Re: Nuklearkraftwerke
@ Viggy: ich mag auch nicht mehr. Nur Meinung und Spekulationen helfen keiner Diskussion. Es haben sich viele Länder für Kernenergie entschieden, weil sie inhaltliche Begründungen haben. Du kannst nur Horrorszenarien ausmalen, und zwar weil du es so sehen willst, nicht weil sie eine meßbare Wahrscheinlichkeit haben einzutreten.
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Re: Nuklearkraftwerke
Hm jain. Tschernobyl hauptsächlich, aber auch durch eine Technologie, die sehr schwer zu handhaben ist. Fukushima war durchaus genau so kalkuliertes Risiko wie bei AKWs in D, F, USA, usw. Erdbeben und Tsunamis waren konstruktiv eingeplant, aber eben nur bis zu einer gewissen Grenze. Die wurden vom vom Beben knapp erreicht, was mutmasslich ein Notkühlsystem beschädigte. Die Flutwelle übertraf aber die Flutschutzmassnahmen um mherere Meter. Der darauf folgende Blackout der gesamten Stromversorgung inkl Notsysteme war auf jeden Fall ausserhalb jeglicher Betriebsparameter. Durch die Flutwelle war die gesamte Region so betroffen, dass keine Notstromversorgungen herangeschafft werden konnten. Legendär ist der Versuch des Betriebspersonals, die Sensorik und die Bremsstäbe mittels zusammengeschalteter Autobatterien wieder kurzfristig zum Laufen zu kriegen.Nora_7 hat geschrieben: Fr 22. Mär 2024, 18:34 Was in Tschernobyl und Fukushima passiert ist, ist schlimm. Die Gründe dafür sind bekannt. Es bringt nichts, diese Unglücke immer wieder anzuführen. Sie sind durch menschliche Fehler verursacht, gegen die es Maßnahmen gibt.
Es gibt hunderte Beinahe-Katastrophen, die gerade so verhindert werden konnten. Nicht durch gut im voraus geplante Notfall-Prozeduren, sondern platt gesagt durch Kaugummi, Klebeband und viel Glück. Auch in Deutschland sind mehrere Male Reaktoren nur Minuten oder wenige Meter an einem GAU vorbei geschrammt. Grundremmingen, Hamm-Uentrop, Biblis, Brunsbüttel und andere.
Natürlich kamen in Tschernobyl, Fukushima, Three Mile Island und anderen auch strukturelle Mängel der Reaktoren dazu, organisatorische und psychologisch/soziologische Faktoren der Menschen. Nicht zuletzt auch ökonomische, sowohl bei der Kontruktion (9m Wellenhöhe als Kompromiss zwischen Wahrscheinlichkeit und Kosten) als auch im Betrieb und nach aussen gegenüber den shareholdern. Auch in Deutschland wurden Störfälle von Betreiberfällen heruntergespielt und unzureichend aufgearbeitet, was tw erst Jahre später ans Licht kam.
Das Problem ist, das es im Endeffekt keine Rolle spielt, welcher Art der letzte Fehler in der Kette ist, der zur Katastrophe führt. Eine Technologie, die auf Null-Fehlertoleranz angewiesen ist, wird irgendwann scheitern. Vor allem, wenn sie gleichzeitig in einem Spannungsfeld von Kosten und Ertrag funktionieren soll. Jedes zusätzliche Prozent Sicherheit erfordert nicht linear sondern exponentiell mehr Kosten.
Was ausserdem häufig ausser acht gelassen wird: AKWs und die gesamte Atomindustrie sind Primärziele für Extremismus und Terrorismus. Das betrifft auch Transporte, Brennelemente-Produktion und Aufarbeitung, Zulieferung von Komponenten, usw. Von Zwischen- und Endlagern mal ganz zu schweigen. Alle Betriebe müssen entsprechend abgeschirmt werden. Alle Mitarbeitenden überprüft und überwacht. Auch das traditionell schlecht bezahlte Personal in Sicherheits- und Reinigungsdiensten, hinter Lenkrädern, usw.
Das führt, wie Robert Jungk schon in den 70ern ausführlich dargelegt hat, zum Atomstaat, was tiefe Konsequenzen für die Politik und Demokratie hat. Jungk wurde damals wie viele andere illegal von deutschen Sicherheitsbehörden ausgeforscht, was seine Thesen eindrücklich bestätigte.
All das sind Folgekosten, die spezifisch für Atomkraft sind, bei den Bau und Betriebskosten aber in der Regel nicht aufgelistet werden, weil sie aus irgendwelchen Haushaltsposten, also aus Steuern, bezahlt werden.
Also: Nicht alle technischen bzw physikalischen Risiken lassen sich vollständig beherrschen. Nicht alle natürlichen Risiken lassen sich überhaupt beherrschen. Nicht alle menschlichen bzw systemischen Risiken lassen sich zuverlässig abdecken. Vor allem nicht bei einer ökonomisch betriebenen Technologie.
Gerade Fukushima hat gezeigt, dass auch der Stand der Technik und beste Absichten einfach überrollt werden können.
Das Restrisiko ist nie null, die Kosten werden exponentiell höher und je mehr Anlagen und Elemente im Gesamtsystem, je länger der Betriebszeitraum, desto höher das Restrisiko. Es gibt Mittel, aber sie sind nie absolut sicher. Insofern ist Deine Aussage oben faktisch falsch.
OK, das ist eine ganze Menge ... was so nicht wahr ist oder aber keinen Zusammenhang hat und bestimmt kein Argument für neue AKWs ist. Kein Mensch muss jetzt 50k€ ausgeben. Solange die bisherige Heizung läuft sowieso nicht. Und 50k€ sind auch eher virtuell; es sei denn eins verlässt sich auf seltsame Artikel in Zeitungen, die einem Fossil-Milliardär gehören oder auf Heizungsfirmen, die keine (noch) Ahnung haben oder abzocken wollen. Andere Heizkörper sind in der Regel auch nicht erforderlich (Studien und Erfahrungsberichte für WP mit Standardheizkörpern in Altbauten auf Anfrage). Bei Vorschriften für Dämmmaßnahmen kenne ich mich nicht so aus.Nora_7 hat geschrieben: Fr 22. Mär 2024, 18:34 Der Bürger trägt die ganze Last z.B. der sogenannten Energiewende, die ihm aufgedrückt wird und ihn in den Ruin treiben kann. Mal eben 50.000€ für eine neue Heizung mit Niedrigtemperaturheizkörpern einzubauen, schafft bei weitem nicht jeder eben mal so. Von weiteren Dämmmaßnahmen noch abgesehen. Dafür steigen die Gaspreise und Strompreise weiterhin, weil es so gewollt ist. Es sind Lasten, die der Bürger nicht zu verantworten hat, sondern überhastete deutsche Alleingänge, die für das Weltklima keine Bedeutung haben. Aber für den Bürger um so mehr. So zahlt der Bürger auch für die Stromvernichtung aus Windenergie, wenn keine Abnehmer da sind, damit die Windradbetreiber auf 60-80.000€/Jahr Gewinn kommen. Pro Windrad.
Gaspreise steigen vor allem aus politischen Gründen aka Russlands Krieg, aber natürlich auch, weil wir die Folgekosten der Fossilverbrennung nicht mehr weiter anderswo sozialisieren können. Ohne massive CO2 Reduktion müssen wir nämlich in Zukunft Dämme statt Dämmung bauen. Unabhängig davon werden sie auch durch den weltweiten Bedarf steigen. Sprich: Gerade wenn andere Länder (noch) keine Energiewende machen, lohnt sich der Umstieg bei uns in Zukunft.
Fun fact für Heizkosten: Eigentlich war parallel zur steigenden CO2-Abgabe (das ist eine EU-Vereinbarung, kein deutscher Alleingang) bereits im Koalitionsvertrag die Auszahlung eines Klimagelds vereinbart. Damit werden insbesondere Geringverbrauchende begünstigt, also wenn sie auf Erneuerbare umstellen, eMobilität, usw. Dieses Konzept ist wissenschaftlich abgesichert (Kempfert, Ramstorf, Quaschning sind die Suchworte). Nur wird das Klimageld verzögert: Vom FDP-Finanzministerium. Ein Schelm, wer hier vorsätzliche politische Stimmungsmache vermutet.
Die Strompreise an der Leipziger Strombörse sind aktuell auf dem Niveau von 2021. Dass das nicht bei "uns" ankommt ist keine Frage der Erzeugungstechnologie sondern unserer Stromlieferfirmen. Die Strompreise wären mit Atom höher als jetzt, weil (teurer) Atomstrom wg Merit-Order Erneuerbare aus dem Netz drängen würde. Die Strompreise sind hoch, weil fossil betriebene Kraftwerke das gleiche tun. Sie schaufeln dabei unsere Stromkosten als "Übergewinne" in die Taschen der Fossil-Betreiber und mittelbar in die Länder, aus denen wir Kohle, Öl und Gas importieren. Die Strompreise sind in anderen europäischen Ländern niedriger, wo sie staatlich gedeckelt, also künstlich niedrig gehalten werden, bezahlt durch Steuergelder. Die Strompreise bei uns wären niedriger, wenn statt der fossilen mehr Erneuerbare plus Speicher einspeisen könnten.
Windräder und PV-Anlagen werden vom Netz abgehängt, wenn sie ihren Strom nicht loswerden können. Sie können am flexibelsten geregelt werden, im Gegensatz zu thermischen Kraftwerken (fossil, atom). Auch wenn der Strompreis an der Börse negativ ist. Dann lohnt die Einspeisung nicht und es werden Betriebsstunden bei Windrädern gespart. Deshalb sind Speicher und Umwandlungen ja so wichtig, zum Beispiel sowas. Aber auch die Netzmodernisierung inkl Südlink-Leitung, damit Bayern den Windstrom wenigstens kaufen kann. Dass Windräder still stehen oder abgehängt werden ärgert hauptsächlich deren Betreibende. Eine Verwertung bringt nämlich erheblich mehr als die Stillstandsvergütung.
So. Nichts davon hat irgendetwas mit AKWs zu tun. Nicht die Heizungen, nicht die Fossilpreise, nicht die überalterten Netze. Höchstens die Strompreise, denn die wären absehbar mit "nukular" am höchsten.
Die deutschen Meiler wurden seit einem Jahrzehnt im Auslaufbetrieb gefahren. Sie müssten grundlegend überholt und modernisiert werden, denn sämtliche Wartungsintervalle etc sind längst abgelaufen. Sprich: Bei den AKWs starten wir fast bei null und würden Jahre brauchen, um die letzten 6% Strom wieder ans Laufen zu bringen. Neubauten lassen sich eher in Jahrzehnten rechnen, weil diejenigen, die schon keine Windräder im Hinterhof wollen - NIMBY - schon gar keine AKWs oder Zwischen- oder Endlager oder Brennelemente- oder Wiederaufarbeitungsfirmen. Es gibt keinen Nachwuchs, keinen Wissenstransfer von Praktiker*innen (jetzt in Rente), keine unterstützende Industrie oder Infrastruktur in Deutschland, nichts. Deshalb hat die deutsche Energiewirtschaft das Thema auch intern beerdigt und sich darauf beschränkt so viel (Staats)Geld wie möglich aus dem Ausstieg zu ziehen.
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Re: Nuklearkraftwerke
Einen Dank meinerseits an alle Diskutanten, ich bitte allerdings darum nicht persönlich zu werden.
Eine Frage an jene welche einen sparsameren Umgang mit Ressourcen einfordern.
Seit ihr bereit eure Wohnung nur auf 18-° zu heitzen wenn es im Winter kalt wird?
Seit ihr bereit auf das Internet und all seine Dienste zu verzichten oder aber massiv einzuschränken?
Verzichtet ihr auf Konsumgüter wie z.B. MakeUp? Achtet ihr bei dem Einkauf von Bekleidung das sie in Deutschland produziert wird?
Oder kommt sie doch aus China
Sind eure Lebensmittel tatsächlich rein regional und saisonal oder schleichen sich auch Bananen und Orangen in eurer Einkaufskorb?
Ein Wort zum Thema Solar.
Ich spiele mit dem Gedanken mir ein Balkonkraftwerk zu zulegen.
Finanziell und wirtschaftlich ein Desaster. Ich kann es drehen wie ich will, es dauert rund zehn Jahre bis es sich amortisiert wobei bri den billig Anbietern aus dem Baumark die Speicher nicht so lange halten.
Ohne Speicher ist es aber völlig daneben.
Was also tun wenn atom unerwünscht ist und Solar bzw wind nur dank eben solcher Subventionen rentabel sind ohne aber die selbe ausfallsicherheit zu haben?
Eine Frage an jene welche einen sparsameren Umgang mit Ressourcen einfordern.
Seit ihr bereit eure Wohnung nur auf 18-° zu heitzen wenn es im Winter kalt wird?
Seit ihr bereit auf das Internet und all seine Dienste zu verzichten oder aber massiv einzuschränken?
Verzichtet ihr auf Konsumgüter wie z.B. MakeUp? Achtet ihr bei dem Einkauf von Bekleidung das sie in Deutschland produziert wird?
Oder kommt sie doch aus China
Sind eure Lebensmittel tatsächlich rein regional und saisonal oder schleichen sich auch Bananen und Orangen in eurer Einkaufskorb?
Ein Wort zum Thema Solar.
Ich spiele mit dem Gedanken mir ein Balkonkraftwerk zu zulegen.
Finanziell und wirtschaftlich ein Desaster. Ich kann es drehen wie ich will, es dauert rund zehn Jahre bis es sich amortisiert wobei bri den billig Anbietern aus dem Baumark die Speicher nicht so lange halten.
Ohne Speicher ist es aber völlig daneben.
Was also tun wenn atom unerwünscht ist und Solar bzw wind nur dank eben solcher Subventionen rentabel sind ohne aber die selbe ausfallsicherheit zu haben?
Ich brauche Informationen - eine Meinung bilde ich mir selbst.
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Re: Nuklearkraftwerke
@ Jaddy: Es bringt nichts, zu allem im Detail Stellung zu nehmen, da sich deine Meinung nicht ändern wird. Deine Argumentation basiert primär auf Risiken und Angst davor, weil dem Risiko eine hohe Eintrittswahrscheinlichkeit zugewiesen wird, die nicht rational begründet ist. Ich habe gelernt, mit Risiken umzugehen. Und ich bewerte sehr genau, ob ich bei chemischen oder technischen Lösungen Angst haben muss. Hätte ich eine Spur davon, würde ich es nicht machen. Weil ich weiß, was ich tue. Und das geht vielen anderen auch so.
Ich sehe auch nicht, dass Atomstromproduktion langfristig am teuersten sein muß, wenn man von Laufzeiten von 80+ Jahren ausgeht. Und ich habe auch geschrieben, Atomstrom für die Grundlast, deshalb ist die Argumentation Überproduktion redundant und lenkt nur ab. natürlich hat die aktuelle Politik alle Kompetenzen in D weitgehend zerstört. Die letzten 3 AKWs hätten aber modernisiert werden können und mancher stillgelegte Meiler auch. Natürlich dauert das seine Zeit und Kompetenzen müssen neu aufgebaut werden. Ist machbar. Natürlich haben die Versorger wenig Interesse, erneut in die AKW Diskussion einzutreten und sich mit den gewaltbereiten Gegnern rumzuschlagen. Aber stattdessen will man vor fast jedem WZ-Fenster in natürlicher, schöner Landschaft ein Windrad hinstellen. Tolle Zukunft.
AKWs sind die höchste Entlastung für das Klima und fordern die geringsten Einschränkungen für die Bevölkerung. Bei langer Laufzeit sind die Kosten niedriger als bei Gas/LNG, auch schon ohne CO2-Kompensation.
Der Anteil erneuerbarer Energien in D betrug 2023 fast 52%. Windräder produzieren angeblich für 4-8 c, denn noch müssen wir ca. 40c/KwH zahlen (bei mir gerade von 38 auf 41 c erhöht worden) Weil die Regierung den Strom verteuert. U.a. müssen ja auch Leitungen von jedem Windrad in der Pampa gelegt werden. Und der Ertrag von 60-80.000€/Rad sichergestellt werden. Und die Subventionskosten. Für meine Solaranlage gab es nichts, für meine neuen Fenster hätte es soviel gegen, wie der völlig überflüssige Gutachter gekostet hätte. Für einen Stromspeicher gibt es auch nichts, rechnet sich somit überhaupt nicht. Und je teurer der Strom, desto teurer alternative Technik. Und von den Zwängen zur energetischen Sanierung sollen öffentliche Gebäude ausgenommen werden. Zu teuer. Mir ist nicht zum Lachen.
Nora_7
Ich sehe auch nicht, dass Atomstromproduktion langfristig am teuersten sein muß, wenn man von Laufzeiten von 80+ Jahren ausgeht. Und ich habe auch geschrieben, Atomstrom für die Grundlast, deshalb ist die Argumentation Überproduktion redundant und lenkt nur ab. natürlich hat die aktuelle Politik alle Kompetenzen in D weitgehend zerstört. Die letzten 3 AKWs hätten aber modernisiert werden können und mancher stillgelegte Meiler auch. Natürlich dauert das seine Zeit und Kompetenzen müssen neu aufgebaut werden. Ist machbar. Natürlich haben die Versorger wenig Interesse, erneut in die AKW Diskussion einzutreten und sich mit den gewaltbereiten Gegnern rumzuschlagen. Aber stattdessen will man vor fast jedem WZ-Fenster in natürlicher, schöner Landschaft ein Windrad hinstellen. Tolle Zukunft.
AKWs sind die höchste Entlastung für das Klima und fordern die geringsten Einschränkungen für die Bevölkerung. Bei langer Laufzeit sind die Kosten niedriger als bei Gas/LNG, auch schon ohne CO2-Kompensation.
Der Anteil erneuerbarer Energien in D betrug 2023 fast 52%. Windräder produzieren angeblich für 4-8 c, denn noch müssen wir ca. 40c/KwH zahlen (bei mir gerade von 38 auf 41 c erhöht worden) Weil die Regierung den Strom verteuert. U.a. müssen ja auch Leitungen von jedem Windrad in der Pampa gelegt werden. Und der Ertrag von 60-80.000€/Rad sichergestellt werden. Und die Subventionskosten. Für meine Solaranlage gab es nichts, für meine neuen Fenster hätte es soviel gegen, wie der völlig überflüssige Gutachter gekostet hätte. Für einen Stromspeicher gibt es auch nichts, rechnet sich somit überhaupt nicht. Und je teurer der Strom, desto teurer alternative Technik. Und von den Zwängen zur energetischen Sanierung sollen öffentliche Gebäude ausgenommen werden. Zu teuer. Mir ist nicht zum Lachen.
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Re: Nuklearkraftwerke
Liebe Kerstin,
Mirjam und ich verzichten bewußt auf einige Dinge und leben damit ganz gut. Es ist auch nicht die Rede davon alles maximal zu reduzieren, aber das eigene Verhalten doch deutlich zu überdenken und sich an etlichen Stellen einzuschränken.
Wir heizen unsere Wohnung im Winter sparsam. Türen werden geschlossen, nur ein Teil kleiner der Wohnung wird "gut" beheizt. der Rest ist oft durchaus bei 18 grad oder sogar weniger. Wir nutzen beide unsere Notebooks länger als viele anderen. Das letzte Notebook von Mirjam, welches aufgrund eines nicht mehr wirklich reparierbaren Defektes ausgemustert werden musste, war zu dem Zeitpunkt 11 oder 12 Jahre alt. Mein privates Handy ist mindestens 5 Jahre alt, das von Mirjam gute 12.
Bei Kleidung kaufen wir gerne 2nd Hand und fahren damit recht gut. Lebensmittel kaufen wir so gut es geht regional und saisonal. Das Auto lassen wir so gut wie immer stehen, demnächst wird es deswegen verkauft. Wir nutzen meistens die ÖPNV oder laufen gerne zu Fuß. Lebensmittel werden bei uns kontrolliert verbraucht. Wir werfen so gut wie nie Lebensmittel weg und kaufen gerne Lebensmittel aus der Lebensmittelrettung.
Wir benutzen manuell schaltbare Steckdosen um den Standby-Verbrauch unserer Geräte zu verringern.
Es geht nicht darum auf alles zu verzichten, sondern darum den eigenen Umwelt-Fußabdruck zu verringern und vor Allem sehr bewußt zu konsumieren. Wenn das jeder Mensch machen würde, könnten wir jede Menge Energie und Ressourcen sparen.
Mirjam und ich verzichten bewußt auf einige Dinge und leben damit ganz gut. Es ist auch nicht die Rede davon alles maximal zu reduzieren, aber das eigene Verhalten doch deutlich zu überdenken und sich an etlichen Stellen einzuschränken.
Wir heizen unsere Wohnung im Winter sparsam. Türen werden geschlossen, nur ein Teil kleiner der Wohnung wird "gut" beheizt. der Rest ist oft durchaus bei 18 grad oder sogar weniger. Wir nutzen beide unsere Notebooks länger als viele anderen. Das letzte Notebook von Mirjam, welches aufgrund eines nicht mehr wirklich reparierbaren Defektes ausgemustert werden musste, war zu dem Zeitpunkt 11 oder 12 Jahre alt. Mein privates Handy ist mindestens 5 Jahre alt, das von Mirjam gute 12.
Bei Kleidung kaufen wir gerne 2nd Hand und fahren damit recht gut. Lebensmittel kaufen wir so gut es geht regional und saisonal. Das Auto lassen wir so gut wie immer stehen, demnächst wird es deswegen verkauft. Wir nutzen meistens die ÖPNV oder laufen gerne zu Fuß. Lebensmittel werden bei uns kontrolliert verbraucht. Wir werfen so gut wie nie Lebensmittel weg und kaufen gerne Lebensmittel aus der Lebensmittelrettung.
Wir benutzen manuell schaltbare Steckdosen um den Standby-Verbrauch unserer Geräte zu verringern.
Es geht nicht darum auf alles zu verzichten, sondern darum den eigenen Umwelt-Fußabdruck zu verringern und vor Allem sehr bewußt zu konsumieren. Wenn das jeder Mensch machen würde, könnten wir jede Menge Energie und Ressourcen sparen.
Unser städtischer Energieanbieter hier in Köln, verlangt je nach Vertrag 27,81ct/kWH Brutto und das bei 100% Ökostrom...
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Jaddy
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Re: Nuklearkraftwerke
Hm, hast du einen ungünstgen Standort?Kerstin hat geschrieben: Fr 22. Mär 2024, 21:03 Ich spiele mit dem Gedanken mir ein Balkonkraftwerk zu zulegen.
Finanziell und wirtschaftlich ein Desaster. Ich kann es drehen wie ich will, es dauert rund zehn Jahre bis es sich amortisiert wobei bri den billig Anbietern aus dem Baumark die Speicher nicht so lange halten.
Ohne Speicher ist es aber völlig daneben.
Balkon-PV ist von der Leistung her gedeckelt.
Wenn das Gesetz endlich durch ist und alles vereinfacht, auf 800Wp.
Also offiziell...
Empfohlene Module kosten aktuell ~100..120€/400 W Modul (Beispiel).
Der Kleinwechselrichter (da nehm ich nen großen, komfortablen mit WLAN) ~350€.
Macht ~600 plus Installationsmaterial.
Rechnen wir mal 700€ Gesamtinvest.
Pro 100Wp kommen bei guter Lage ~100kWh/a raus.
Also ~800kWh/a für die Anlage, aber rechnen wir mal nur 50% Eigenverwendung, weil ihr nicht alles braucht, was bei voller Sonne zur Verfügung stünde. Es sei denn ihr habt ein gutes Management, die Stromfresser genau bei Sonne zu betreiben.
Macht 400kWh/a.
Wir haben 2023 die gedeckelten 0,4€/kWh für unseren Ökostrom gezahlt.
400 kWh von der PV bedeuten 200€ Ersparnis pro Jahr.
Also ~3,5 Jahre Amortisation. Den Anlagen wird eine Lebensdauer von weit über 10 Jahren prognostiziert.
Bei unverändertem Strompreis wird nach 10 Jahren ein Plus von 1300€.
Balkonsolar kann immer nur einen Teil abdecken. Sobald Batteriespeicher ins Spiel kommen, muss eine ganz andere Rechnung über 15 Jahre und mehr aufgemacht und über Einspeisung nachgedacht werden, die sich erst ab mehreren kW Leistung lohnt, schon wegen der Bürokratie. Am besten rechnet sich das, wenn eigene Autos damit geladen werden können.
Balkonsolar hat seine Berechtigung wegen der plug-and-play Technik und die vergleichsweise geringen Investitionen.
Nur so ergeben sie wirtschaftlich Sinn.