Lana hat geschrieben: Fr 7. Feb 2025, 22:33
Darauf wäre ich im Leben nicht gekommen, dass es an einem (gefühlten) Mangel von Selbstbewusstsein liegen könnte,von dem ihr in eurer männlichen Rolle genug habt, in der weiblichen jedoch nicht.
Echt nicht? Das liegt doch auf der Hand.
Ich habe aber einen anderen (verrückten) Blick auf diese ganze Argumentation, da mein Erfahrungshorizont einfach anders ist. Als Mann habe ich ich regelmäßig Vorträge gehalten, auch vor internationalem Publikum auf Englisch. Ich habe regelmäßig die Gottesdienste meiner Gemeinde geleitet. Das sind jetzt keine Sachen die ich bewußt angestrebt oder eingefordert habe, so karrieregeil bin ich nicht, statt dessen wurde ich eingeladen, diese Aufgaben zu übernehmen. Weil Menschen mir diese Aufgabe zugetraut haben. Und mein Selbstbewußtsein gibt mir die nötige "egal was kommt, du wirst das schaffen"-Ruhe.
Darum würde ich auch, wenn ich es nicht besser wüsste (Anmerkung vorweg: Konjunktiv! also rein hypothetisch!) hier rufen: hört auf rum zu heulen und steht halt zu eurer Neigung, eurem "Hobby" oder als was auch immer ihr das jetzt bezeichnen wollt. Habt doch wenigstens einmal die Eier, euer Leben so zu gestalten, wie es für euch passt.
Aber: das mache ich natürlich nicht. Weil ja auch einige schon geschrieben haben, dass sie ganz zufrieden sind mit ihrem Weg. Und dagegen ist ja nichts einzuwenden. Und weil Angst nunmal Angst ist und irrational und subjektiv. Und über weitere Gründe spekuliere ich nicht.
Nur weil ich bereit war, mich rückwärts in ein Loch fallen zu lassen, bereit mit den Folgen und Konsequenzen umzugehen wie sie kommen, heißt das ja noch lange nicht, dass das ein Weg für die Allgemeinheit ist. Wäre ja auch noch schöner. Dann könnte ich mich gar nicht mehr überlegen fühlen
Ahso. Eine kleine Übertreibung steckt in dem Satz oben: das was ich weiter oben vorgeschlagen habe, das "Vorfühlen" - genau das habe ich an meinem Arbeitsplatz gemacht. Mit ausgewählten Personen gesprochen, ihre Einschätzung abgeholt, mich über Möglichkeiten zur Kommunikation zu bestimmten Personen und ins Haus ausgetauscht... Ich kann das nur empfehlen. Aber den ersten Schritt aus der eigenen Schweinehundkomfortzone, den muss man leider immer alleine gehen.
Fazit: macht weiter so, wie ihr es für euch für richtig haltet. Ihr schafft das schon.