Transgender: Besonders betroffen ist das „schwache Geschlecht"
Transgender: Besonders betroffen ist das „schwache Geschlecht" - # 5

zu den Themen Crossdressing, Transgender, Transident...
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Aria
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Re: Transgender: Besonders betroffen ist das „schwache Geschlecht"

Post 61 im Thema

Beitrag von Aria »

Anne-Mette hat geschrieben: Do 23. Jul 2020, 10:29 ... und dann muss dieses eine Beispiel dafür herhalten? Das ist wirklich armselig.
Wenn das nötig ist, kann es mit anderen Argumenten nicht weit her sein.
Mich wundert, dass so etwas "aus unseren Reihen" kommt.
Welches denn? Welches machte es dir recht? Ich habe in meinem früheren Beitrag schon geschrieben, welches Bild die Medien (Film/Serie) von uns zeichnet. Und wenn ich nix anderes kenne - denn nicht jeder hat einen Transgender als Freund - bilde ich mir genau so mein Urteil. Wir müssen doch nur mal uns fragen, woher unsere Scham kommt - von eben genau diesem Bild, das überall von uns gezeichnet wird. Und da ist es nicht verwunderlich, wenn außenstehende es nicht anders sehen. Meint ihr, es kann sich irgendjemand in uns hinein denken, der nicht damit zu tun hat? Niemand kann das, der es nicht selbst erlebt hat. Und selbst die, die es erleben, brauchen jahrelang um es wirklich zu kapieren. Bis dahin fühlen die sich nur als Freak. Sieht man doch immer wieder an den Neuvorstellungen. Und dann meint ihr, der Rst der Bevölkerung hat dafür vollstes Verständnis, von jetzt auf gleich???
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Andrea K
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Re: Transgender: Besonders betroffen ist das „schwache Geschlecht"

Post 62 im Thema

Beitrag von Andrea K »

MichiWell hat geschrieben: Do 23. Jul 2020, 08:28 ...
...
...
Da du so betonst, selbst Erfahrungen zu haben, wie man Menschen steuern kann, musst du schon hinnehmen, dass ich genauer hinschaue, wie du mit diesem Wissen umgehst.
...
...
...
Jeden Satz von Dir zu zerlegen und zu sezieren erspare ich mir, es führt zu nichts außer zur eigenen Befriedigung. Andere werden vermutlich gelangweilt weiterscrollen. Das geht mir generell so wenn ich einen solchen Frage- und Antwortwust in einem Diskussionsstrang entdecke. Ich überspringe sie, es ermüdet und fördert nur selten neue Erkenntnisse zutage. Ich habe Deine Anmerkungen und Fragen nach ein paar Zeilen auch nur noch grob überflogen. Ich für meinen Teil habe gelernt Texte in seiner Gesamtheit zu erfassen und ggf. mit Detailfragen konzentriert auf das Wesentliche zu reagieren. Wer fragt, der führt - lernt man in jedem besseren Seminar. Kenne ich also.

Nur eine Deiner Frage die mir beim Überfliegen ins Auge stach: Nö - ich verrate nicht den Link zu meiner Seite. Ein ganz einfacher Grund dafür - ich trenne die Aktivität in Forum strikt von meinem sonstigen Aktivitäten im öffentlichen Bereich. Da mache ich auch bei Dir keine Ausnahme. Hört sich jetzt komisch an da wir doch angeblich alle in einem Boot sitzen und uns vertrauen sollten, ist aber so!

Und meine letzte Anmerkung: Dieses Forum bildete nicht meinen Lebensmittelpunkt. Ich investiere dafür nur soviel Lebenszeit wie ich für richtig erachte.

Um mit Giovanni Trapattoni zu sprechen: Ich habe fertig! (moin)
Ulrike-Marisa
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Re: Transgender: Besonders betroffen ist das „schwache Geschlecht"

Post 63 im Thema

Beitrag von Ulrike-Marisa »

...Aria, damit hast du völlig recht.
Aria hat geschrieben: Do 23. Jul 2020, 10:40 Ich habe in meinem früheren Beitrag schon geschrieben, welches Bild die Medien (Film/Serie) von uns zeichnet. Und wenn ich nix anderes kenne - denn nicht jeder hat einen Transgender als Freund - bilde ich mir genau so mein Urteil. Wir müssen doch nur mal uns fragen, woher unsere Scham kommt - von eben genau diesem Bild, das überall von uns gezeichnet wird. Und da ist es nicht verwunderlich, wenn außenstehende es nicht anders sehen. Meint ihr, es kann sich irgendjemand in uns hinein denken, der nicht damit zu tun hat? Niemand kann das, der es nicht selbst erlebt hat. Und selbst die, die es erleben, brauchen jahrelang um es wirklich zu kapieren. Bis dahin fühlen die sich nur als Freak. Sieht man doch immer wieder an den Neuvorstellungen. Und dann meint ihr, der Rst der Bevölkerung hat dafür vollstes Verständnis, von jetzt auf gleich???
...und da müssen wir ansetzen durch Offenheit, eigene Präsenz, Gesprächsbereitschaft...
Nur so kann es gelingen, das bisherige eingefahrene Denken zu überwinden.

Grüße, Ulrike-Marisa :wink:
Anne-Mette
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Re: Transgender: Besonders betroffen ist das „schwache Geschlecht"

Post 64 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Aria hat geschrieben: Do 23. Jul 2020, 10:40 Welches denn? Welches machte es dir recht? Ich habe in meinem früheren Beitrag schon geschrieben, welches Bild die Medien (Film/Serie) von uns zeichnet.
Ja, ich möchte es gerne wissen; denn darum geht es mir.
Nun sind wir bei Filmen und Serien angelangt - und haben dieses Beispiel aus England.
Es gibt sehr unterschiedliche Filme und Serien, sogar in der Unterhaltungsbranche. Ich konnte nicht feststellen, dass alle Filme uns schlecht darstellen.
Ich würde ja gerne verstehen, welche Ängste bestehen und warum sie vorhanden sind. Als Begründung können wir doch nicht nur diesen einen Fall aus England nehmen?
Wenn wir das auf andere Gruppen übertragen (von fast jeder Gruppe ausgehend gibt es EINZELFÄLLE von Missbrauch und Gewalthandlungen), dann hätten wir wirklich ein Problem, aber wird diesen Gruppen grundsätzlich die Bereitschaft unterstellt, Missbrauch und Gewalt zu verüben?
Nein? Warum dann "uns", frage ich mich!

Wenn die meisten Menschen uns und unsere Wege nicht kennen, dann werden wir nur durch "tätige Öffentlichkeitsarbeit" etwas erreichen (seit vielen Jahren praktiziert) und durch ein sensibles Verhalten,
was allerdings nicht bedeuten kann, dass wir auf alle unsere Rechte verzichten. Es sollte auch nicht bedeuten, dass wir auf fragwürdige Beispiele reinfallen und sie als Argument gegen uns selbst benutzen.
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Re: Transgender: Besonders betroffen ist das „schwache Geschlecht"

Post 65 im Thema

Beitrag von Jaddy »

June_D hat geschrieben: Mi 22. Jul 2020, 21:52 Übrigens: nur mal so eine Frage am Rande: Was machen eigentlich cis-Frauen, die aus irgendeinem Grund sehr männlich wirken? Soll ja vorkommen...
Sollen die dann auch vorher um Erlaubnis fragen auf die Damentoilette zu dürfen? Oder gleich auf die Männertoilette gehen?
Und wenn sie als Mann angeredet werden, haben sie dann nicht das Recht das zu korrigieren?
Das passiert ständig, wie ich immer wieder aus meinem Umfeld von Butches und männlich gelesenen Menschen mitbekomme.
Delfinium hat geschrieben: Do 23. Jul 2020, 09:17 Darf ich dich bitte daran erinnern dass TS in unserem Land vom Staat Operationen, Medikamente und diverse Behandlungen kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen, Anti Diskriminierungsgesetze im Gesetz verankert sind und die Möglichkeit offiziell sein Name/Geschlecht in sämtlichen Urkunden und dem Perso angleichen zu lassen nach dem Wunschgeschlecht?.
Teil 1 ist nicht wahr. Weder der Staat, noch kostenlos. Sondern Krankenkassen, in die alle Erwerbstätigen, Studierenden und Rentner"¢innen einzahlen. Fast 20% vom Brutto. Die zahlen auch für ungewllte, aber immerhin selbstverschuldete Behandlungen bei Folgeschäden von rauchen, Übergewicht, Bewegungsmangel oder Sport. Die durchschnittlichen Kosten einer (jeder!) Raucher"¢in liegen bei ca. 80.000€. Nochmal: Für jede rauchende Person. Im Durchschnitt. Bezahlt von der Solidargemeinschaft, nicht "vom Staat".

Teil 2 ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Zumindest für alle, die die Grundlagen moderner Verfassungen usw. verstanden haben. Das ist nicht "wohlwollend gewährt", sondern Menschenrecht, was die Gesetzgebung leider nicht hindert, ab und zu verfassungwidrige Regeln zu beschliessen. Viele der heutigen Rechte sind langwierig und schmerzhaft über Gerichte erstritten worden. Siehe Sterilisations- und Scheidungszwang. Nur die Gutachterei muss noch beseitigt werden. Schliesslich ist unter Fachmenschen inzwischen klar, dass Gender weder ertestet, noch bewiesen werden kann.

Ach ja: Im Perso steht weder Geschlecht, noch Gender :) (Hint: weil es staatlich eigentlich nicht notwendig ist)
Delfinium hat geschrieben: Do 23. Jul 2020, 09:36
Anne-Mette hat geschrieben: Do 23. Jul 2020, 09:23 Dann nenne doch bitte mal Fälle/Beispiele, in denen das vorgekommen ist.
... und dann stellen wir mal gegenüber, von welchen anderen Gruppen Frauen belästigt und vergewaltigt werden.
https://www.theguardian.com/uk-news/201 ... d-for-life
Ich lass das mal so stehen..
Es gibt tatsächlich genau dieses eine Beispiel, wie gesagt offenbar weltweit. Genau eines. Von einem bereits aktenkundigen, sexualisiert gewalttätigem Menschen, der in jeder Umgebung gefährlich wäre und wirklich nicht dafür in den Frauenknast müsste. Diese Person war übrigens wegen genau solcher Taten verurteilt. Haben alle gelesen, ja? Also. Da hat die Verwaltung ebenso geschlafen, wie das andere ab und zu bei anderen gefährlichen Menschen tun.

Deshalb alle trans Personen aus Toiletten, Duschräumen, etc zu verbannen wäre wohl etwas seltsam, vor allem angesichts der eher häufigen Angriff AUF trans Personen. Oder würdest du, Delfi, ab jetzt rein präventiv aufs Männerklo gehen? Also mein erlebnis mit dem (männlichen) Kegelclub aus Sachsen auf dem Sanifair an der Autobahn war schon nicht berauschend, und das waren keine angetrunkenen Jugendliche, die den Vorteil einer engen (Männer)toilette ausnützen würden.
Zuletzt geändert von Jaddy am Do 23. Jul 2020, 12:23, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Transgender: Besonders betroffen ist das „schwache Geschlecht"

Post 66 im Thema

Beitrag von Aria »

Anne-Mette hat geschrieben: Do 23. Jul 2020, 11:09
Aria hat geschrieben: Do 23. Jul 2020, 10:40 Welches denn? Welches machte es dir recht? Ich habe in meinem früheren Beitrag schon geschrieben, welches Bild die Medien (Film/Serie) von uns zeichnet.
Ja, ich möchte es gerne wissen; denn darum geht es mir.
Nun sind wir bei Filmen und Serien angelangt - und haben dieses Beispiel aus England.
Es gibt sehr unterschiedliche Filme und Serien, sogar in der Unterhaltungsbranche. Ich konnte nicht feststellen, dass alle Filme uns schlecht darstellen.
Ich würde ja gerne verstehen, welche Ängste bestehen und warum sie vorhanden sind. Als Begründung können wir doch nicht nur diesen einen Fall aus England nehmen?
Wenn wir das auf andere Gruppen übertragen (von fast jeder Gruppe ausgehend gibt es EINZELFÄLLE von Missbrauch und Gewalthandlungen), dann hätten wir wirklich ein Problem, aber wird diesen Gruppen grundsätzlich die Bereitschaft unterstellt, Missbrauch und Gewalt zu verüben?
Nein? Warum dann "uns", frage ich mich!

Wenn die meisten Menschen uns und unsere Wege nicht kennen, dann werden wir nur durch "tätige Öffentlichkeitsarbeit" etwas erreichen (seit vielen Jahren praktiziert) und durch ein sensibles Verhalten,
was allerdings nicht bedeuten kann, dass wir auf alle unsere Rechte verzichten. Es sollte auch nicht bedeuten, dass wir auf fragwürdige Beispiele reinfallen und sie als Argument gegen uns selbst benutzen.
Oh, da bin ich mal gespannt, wie das Verhältnis aussieht. Welche Filme/Serien uns gut oder schlecht dastehen lassen.
Wir sind dabei angelangt, weil es das Bild ist, was uns der Allgemeine gegenüber darstellt. Denn, wie ich schon sagte, kennt nicht jeder einen Transgender. Aber, ich wiederhole mich und frage mich ernsthaft, ob mir überhaupt zugehört werden will.

Ich fasse es jetzt mal andersrum an, nenne du mir mal einige Beispiele, wo wir so dargestellt werden wie wir wirklich sind, und damit meine ich jetzt nicht irgendwelche Dokus, die auf den dritten Programmen nachts um halb 1 gezeigt werden. Nein, Mainstream - eben das, was die meisten Leute sehen und als die Wirklichkeit empfinden.

Noch mal, das, was ich mit meinen Anfragen gemacht habe, ist sensibles Verhalten und die Öffentlichkeitsarbeit habe ich auch gemacht, indem ich mich outete und erklärte. Dabei habe ich festgestellt, dass die Leute so gut wie nix wissen, und ich rede dabei nicht von einer bildungsfernen Schicht, die sich in ihrer Freizeit mit privaten TV-Sende abgibt.

Was wird mir also vorgeworfen, wenn ich hier darüber diskutiere, dass wir nicht immer auf unsere Rechte pochen sollen, sondern offen an die Dache rangehen, uns so oft erklären sollen, wie es nötig ist. Wenn ich dann aber höre, dass das nicht für nötig gehalten wird und die Mehrheit sich einer Minderheit zu beugen hat, komme ich da nicht mehr mit.
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Re: Transgender: Besonders betroffen ist das „schwache Geschlecht"

Post 67 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Aria hat geschrieben: Do 23. Jul 2020, 12:22 Oh, da bin ich mal gespannt, wie das Verhältnis aussieht. Welche Filme/Serien uns gut oder schlecht dastehen lassen.
Auf Netflix gibt es aktuell "Disclosure", wo die Historie und die aktuelle Entwicklung der Darstellung und Beschäftigung von trans Personen in der Filmbranche (lies: Hollywood/USA) dargestellt wird.

Tenor: Es war nicht gut und es ist noch viel zu tun.

Hier ein paar Links zu Kommentaren und Rezensionen des Film.
Svetlana L
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Re: Transgender: Besonders betroffen ist das „schwache Geschlecht"

Post 68 im Thema

Beitrag von Svetlana L »

Aria hat geschrieben: Do 23. Jul 2020, 12:22 ... nenne du mir mal einige Beispiele, wo wir so dargestellt werden wie wir wirklich sind...
Ist so etwas überhaupt möglich? Wenn man das so verallgemeinert, dann kann da m. E. nur irgendwas klischeehaftes bei raus kommen. Trans*filme gibt es wie Sand am Meer und manche - soweit ich sie gesehen habe - sind positiv und sehr einfühlsam gemacht.

Liste von Transgenderfilmen
Hawadehre
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Re: Transgender: Besonders betroffen ist das „schwache Geschlecht"

Post 69 im Thema

Beitrag von Sahara65 »

Einen Artikel in den Medien kommentiert weiterzugeben ist schon Beeinflussung, den/die Leser/in auf das Kommende einstimmen... lenken... manipulieren.

Na ja.

Wer hat dich denn diese Aussage gelehrt ?
Kurz mit 2 Sätzen die Thematik umreißen ist also manipulieren für dich ?
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Re: Transgender: Besonders betroffen ist das „schwache Geschlecht"

Post 70 im Thema

Beitrag von Ulrike-Marisa »

Moin,

ganz am Rande ist mir noch etwas aufgefallen: der Titel des Themas suggeriert doch, dass Transgender schwach sein sollen; können sie gar nicht, da sie durch ihren männlichen Geburtshintergrund genetisch zum starken Geschlecht gehören.
Darin offenbart sich eigentlich schon der Schwachsinn, von starken und schwachen Geschlechtern zu sprechen; kann frau/man darüber nachdenken...

Gruß, Ulrike-Marisa :wink:
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Re: Transgender: Besonders betroffen ist das „schwache Geschlecht"

Post 71 im Thema

Beitrag von Ulrike-Marisa »

Hallo,

in dem Artikel selbst steht nur in der Überschrift: ..."schwache Geschlecht"
Die Grundaussage im Text dann ist doch ganz am Ende geschrieben neben der Behauptung, dass die ganzen gesetzlichen Regelungen für Transpersonen "Privilegien" sind:
"Die neue Welt der Geschlechtervielfalt geht zu Lasten der Schwächeren. Leidtragende sind (neben Kindern und Familien) gerade Frauen, für deren Rechte Feministinnen so lange kämpften."
...und perfekt ist die Verdrehung aller Sachverhalte mit gewünschter Zielrichtung; früher sagte man Manipulationsversuch dazu...

Grüße, Ulrike-Marisa :wink:
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Re: Transgender: Besonders betroffen ist das „schwache Geschlecht"

Post 72 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Sicherlich können wir von Filmen keine allumfassende Beschreibung von Transsexualität und Intersexualität erwarten - und es ist auch gut so, wenn dieser Anspruch nicht erhoben wird.
Allerdings bieten selbst/auch Unterhaltungsfilme wie "Mein Sohn Helen" eine gute Grundlage, um mit anderen Menschen über "unsere Probleme" und die Probleme von Frauen in Schutzräumen zu diskutieren;
denn auch in diesen Filmen kommt "die Toiletten- und Unkleidefrage" vor.

Toilettenräume für mehrere Personen bestehen in der Regel aus mehreren Einzelkabinen, die verschlossen werden können.
Die Gefahr, eine Frau bei Tätigkeiten zu stören, die während ihrer "Monatshygiene" erforderlich sind (Umgang mit Tampon oder Menstruationstasse)
ist wohl ebenso zu vernachlässigen wie das Stören bei "sexuellen Handlungen".
Marlene K.
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Re: Transgender: Besonders betroffen ist das „schwache Geschlecht"

Post 73 im Thema

Beitrag von Marlene K. »

Petra Sofie hat geschrieben: Mi 22. Jul 2020, 14:01 ...
Wir sind die Ausnahme die bekanntlich die Regel bestätigt. Prozentual gesehen sind wir eine recht kleine Gruppe, gegenüber der Masse.
...
Jetzt beginnt das Drama. Da kommt ein Mann daher und behauptet eine Frau zu sein. Schwierig. Nichts paßt in das "normal" geschaltet Gehirn.
...
Plötzlich liegt nach langen Jahren der Ehe, ein im Krankenhaus zur Frau gewordener ehemaliger Ehemann neben ihr im Bett.
Wenn das kein Gefühlschaos ist dann weiß ich nicht was Chaos ist. Das zu verstehen, und wirklich als Normalfall anzusehen, das braucht noch einige Generationen, bis das wieder gängiges Kulturverständnis geworden ist. ( Zwangschristianisierung hat es abgeschafft )
...
Ulrike-Marisa hat geschrieben: Mi 22. Jul 2020, 14:12 Moin,
...
Bei aller Toleranz, wenn ich ein gleichgeschlechtliches Paar sehe, schaltet mein Gehirn zunächst auf Steinzeit und dann erst auf einen gedankenorientierten modernen und verstehenden Modus. Ich glaube, das ist normal.
...
Jaddy hat geschrieben: Mi 22. Jul 2020, 15:24 ...
Ich verstehe den Gedanken und das mag bei vielen so funktionieren. Das ist allerdings noch vergleichsweise neu. Wowereits Spruch war 2001. Vor 20 Jahren war das noch ein Ding. Dass wir seit 2009 durchgehend immer mindestens ein"¢e homosexuelle Minister"¢in im Bundeskabinett haben, ist heute kaum noch einen Gedanken wert. Aktuell mindestens zwei. Vor 20 Jahren war das noch undenkbar, aber 17 Jahre später waren 75% der Leute hier für die "Ehe für alle".

Auf der anderen Seite könnte ich genauso vereinfachend darstellen, dass trans viel "natürlicher" ist, also natürlich nur mit OP und allem, so dass Männer eben wie Männer aussehen und Frauen wie Frauen und dann auch wieder Männer Frauen heiraten, wie sich das laut <insert beliebiges religiöses Konzept> gehört. Sozusagen die "iranische Sicht", die gleichgeschlechtlichen Paaren nur den Ausweg lässt, dass eine Person zwangstransitioniert.
...
Ihr Lieben,
ich weiß, ich bin wieder eine Spielverderberin ...oder in Euren Augen doch ein Spielverderber?

Bei allem gesagten, außer bei Dir, Jaddy, ist der Standpunkt ganz klar: Trans ist nur ein heterosexueller Mann, der zur lesbischen Frau wird. Eine heterosexuelle Frau, die im Körper eines Mannes geboren wurde, ist eigentlich eine Tunte, bestenfalls ein Transvestit. Wenn dieses Wesen dann noch sagt, ich möchte keine GaOp, liegt die Sache ja auf der Hand und die Schubladen sind auch hier bereit...

Ja, ich fühle mich auch hier durch solche Äußerungen, bei allem Verständnis für Eure Sicht der Dinge ausgegrenzt und keiner Gruppe wirklich zugehörig.

Für den richtigen Schwulen bin ich im positiven Fall die Transe oder Tunte mit politischem Anspruch und im negativen Fall der verrückte Mann, der ständig eine Show abliefert und so alle Schwulen blamiert.

Für TransFrauen bin ich, wenn diese Männer begehren auch nur eine Schwuchtel, die sich in heterosexuelle Männer verliebt und versucht, diese durch das Spielen der Frau in ihr Bett zu kriegen.

Nur eins bin ich anscheinend für keinen: Ein Mensch mit eigener Identität und eigenen Gefühlen.

Stonewall ist von Trans People of Color, die sich als Männer geboren und als Frau lebend zu Männern hingezogen fühlten. Sind die jetzt auch einfach nur peinlich, auch für die TransFrauen, die Frauen begehren?

Wenn wir selber es nicht schaffen uns untereinander wenigstens als existent wahrzunehmen, wie können wir dann Toleranz erwarten? Wozu brauchen wir unsere eigenen Schubladen? Damit wir auf "noch gestörtere" als uns selber hinab blicken können?

Auf der anderen Seite habe ich aber trotz meiner jungen Jahre vierzig Jahre Schwulenpolitik auf dem Buckel, da ich mir meine eigene Weiblichkeit ja auch nicht eingestanden habe. Die Erfolge in der Sicht auf schwules und lesbisches Leben sind nicht vom Himmel gefallen. Dafür haben, wie auch in der Frauenpolitik, Menschen, oft auch TransMenschen, ihren Kopf hin gehalten. Hier denke ich sollten wir auch Geduld haben, aktiv für Respekt kämpfen und nicht annehmen, wir wären ja nur wenige. Anfang der achtziger Jahre im zwanzigsten Jahrhundert ging man von drei bis fünf Prozent Menschen aus, die das eigene Geschlecht begehren und da dachte man alle Bisexuellen mit. Darüber wundern wir uns heute eher. Realistisch werden wir den Anteil an TransMenschen und der nicht Binären erst später einschätzen können.
Marlene

Ich halte es mit Karl Popper im 1945 formulierten Toleranz-Paradoxon https://de.wikipedia.org/wiki/Toleranz-Paradoxon

Ich bin (nur) intolerant gegenüber der Intoleranz.
Anne-Mette
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Re: Transgender: Besonders betroffen ist das „schwache Geschlecht"

Post 74 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Ralf-Marlene hat geschrieben: Do 23. Jul 2020, 16:16 Nur eins bin ich anscheinend für keinen: Ein Mensch mit eigener Identität und eigenen Gefühlen.
DOCH!
Wie kann ich das ausdrücken?
Von "genormten" Wegen und Lebensgestaltungen sollten wir uns frei halten und frei machen.
Deine Identität und Deine eigenen Gefühle dazu bestimmst DU - und so wie Du bist und lebst verdient es Anerkennung und "Angenommensein", ganz zu schweigen von Dankbarkeit und Respekt für Deine Arbeit als AktivistIn.

Herzliche Grüße
Anne-Mette
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Re: Transgender: Besonders betroffen ist das „schwache Geschlecht"

Post 75 im Thema

Beitrag von Michi »

Andrea K hat geschrieben: Do 23. Jul 2020, 10:57 Jeden Satz von Dir zu zerlegen und zu sezieren erspare ich mir, es führt zu nichts außer zur eigenen Befriedigung. Andere werden vermutlich gelangweilt weiterscrollen. Das geht mir generell so wenn ich einen solchen Frage- und Antwortwust in einem Diskussionsstrang entdecke. Ich überspringe sie, es ermüdet und fördert nur selten neue Erkenntnisse zutage. Ich habe Deine Anmerkungen und Fragen nach ein paar Zeilen auch nur noch grob überflogen. Ich für meinen Teil habe gelernt Texte in seiner Gesamtheit zu erfassen und ggf. mit Detailfragen konzentriert auf das Wesentliche zu reagieren. Wer fragt, der führt - lernt man in jedem besseren Seminar. Kenne ich also.

Nur eine Deiner Frage die mir beim Überfliegen ins Auge stach: Nö - ich verrate nicht den Link zu meiner Seite. Ein ganz einfacher Grund dafür - ich trenne die Aktivität in Forum strikt von meinem sonstigen Aktivitäten im öffentlichen Bereich. Da mache ich auch bei Dir keine Ausnahme. Hört sich jetzt komisch an da wir doch angeblich alle in einem Boot sitzen und uns vertrauen sollten, ist aber so!

Und meine letzte Anmerkung: Dieses Forum bildete nicht meinen Lebensmittelpunkt. Ich investiere dafür nur soviel Lebenszeit wie ich für richtig erachte.

Um mit Giovanni Trapattoni zu sprechen: Ich habe fertig! (moin)
Ist schon eigenartig.

Da macht man mit dir genau das, was du selbst zum Umgang mit anderen Sichtweisen empfiehlst. Man setzt sich damit auseinander, sucht den Kontakt und stellt Fragen, um zu verstehen.

Und wie reagierst du?

Genau so, wie jene "Skeptiker", "Seher" und andere Verbreiter verrückter Theorien, mit denen man seit Monaten noch viel mehr als in den vergangenen Jahren konfrontiert ist, und für die man deiner Meinung nach viel Verständnis aufbringen müsse:

Statt ebenso die geforderte Bereitschaft und Offenheit zu zeigen, zündest du noch schnell ein paar Nebelkerzen, um den wahren Grund deines Rückzugs so gut es geht zu verschleiern, nämlich, dass du offenbar keine wirklichen Argumente hast.


Schade! :roll: Aber besser weiß ich jetzt als später, dass mein Bemühen vergebens ist.
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
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