Hallo meine Lieben,
Das sind Wintertage, wie sie im Buche stehen. Beim letzten Ausflug letzte Woche war es noch eiskalt, aber trocken. Ein paar Tage später hat es zweimal heftig geschneit, sodass die Landschaft hier bei uns tief mit weissem glitzernden Schnee bedeckt ist. Da war die Planung für den nächsten Ausflug auch nicht schwer. Ich wollte wieder auf das Seefelder Plateau und den Weg auf den Gschwandkopf einschlagen.Da habe ich im Sommer schon ein paar Fotos geschossen. Das wäre nun in der Schneepracht aus sehr schön. Shopping ist ja nicht bis auf Drogeriemärkte. Dort wollte ich dann zum Schluss auch noch hin, um ein paar Augenbrauenstifte zu testen und Fotos zu entwickeln. Diesmal habe ich mir den blauen Überrock von meiner Liebsten ausgeliehen. Dazu wieder die Thermoleggings und die blauen Legwarmer. Es war gar nicht kalt, denn der Fön kam auf, so konnte ich auf die Steppjacke verzichten. Oben war so viel Schnee, dass ich fast keinen Platz für mein Auto gefunden habe. Die Sonne kam auch wieder hervor- es war einfach traumhaft. Allerdings musste man sich vor den von den Bäumen aufgrund der Plusgrade herunterfallen Schneewächten in acht nehmen.
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Herrlich, der Schnee knirscht unter den Füßen, die Schneekristalle glitzern, aber der Weg war nur bis zur Abzweigung auf den Gschwandkopf geräumt. Da hätte ich durch halben Meter hohen Schnee stapfen müssen. Und ich hatte zwar Winterstiefeletten an, aber dafür sind sie nun auch nicht geeignet. Also musste ich wieder umdrehen und ging dann zu unserer Waldhütte, die sich in der Nähe befindet. Auch dort sinkt man ein:
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Und dann habe ich auch noch ein Winterfoto am Balkongeländer gemacht. Davon gibt's auch eine Sommerausgabe.
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Nachdem ich die Sonne einige Zeit genossen hatte, habe ich mich wieder auf den Weg gemacht. Und dann sah ich von weitem drei Frauen mit Tourenskiern auf mich zukommen. Das ist ja für mich nichts Aussergewöhnliches mehr, da habe ich auch kein Herzklopfen oder ähnliches. Wie wir uns allerdings genähert haben, erkannte ich zuerst meine Schwester. Und kurz bevor wir aneinander vorbeigingen rief auch schon eine meiner Nichten, die sie begleiteten meinen Namen. Bisher weiss von Gerda, soviel ich weiss, nur meine Liebste. Irgendwie hat man aber immer den Gedanken, dass man jemanden aus der engeren Verwand- oder Bekanntschaft treffen könnte. Die drei haben ganz toll reagiert. Meine älteste Nichte hat als erstes - richtig cool - gesagt. Und auch meine Schwester und die zweite Nichte waren sehr positiv. Da war kein Gefühl, dass man sich schämen müsste oder ähnliches. Aber sie sagten auch, irgendwie hätten sie sich schon so etwas gedacht, z.B. haben sie bei einem früheren Treffen im Sommer auf der Hütte meine lackierten Zehennägel gesehen.
Ich habe dann auch noch Komplimente für Outfit und Aussehen bekommen und wir haben uns auf der Terasse dann noch ganz natürlich unterhalten. Das war das erste Outing in der Familie und ich bin froh, dass es einmal passiert ist. Und die drei haben mir auch versichert, dass das unter uns bleiben werde.
Das war neben dem schönen Ausflug ein wirklich positives Erlebnis.
Nach einem kurzen Besuch im EKZ bin ich dann wieder ins Refugium und habe mir entspannt einen Kaffee gegönnt. Zum Abschluss noch ein Foto mit der Hohen Munde im Hintergrund.
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Alles Liebe
Gerda
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Mein weibliches Ich ist ein Teil von mir und lässt sich nicht mehr unterdrücken. Ungenützte Zeit lässt sich nie mehr zurückholen.
Lebe Dein Leben.
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