Conny-Andrea hat geschrieben: So 3. Dez 2017, 06:45
Hallo Lina,
Lina hat geschrieben: Sa 2. Dez 2017, 17:19
Das ist so ähnlich wie wenn ich sage - eigentlich wäre es cool Gangster oder Mafia-Boss zu sein. Ich fange also an mein Imperium aufzubauen...
das ist vielleicht ein Tag.

"
Hobbit" und "
Mafia-Boss", mal sehen was noch so alles kommt.
Aber zu deinem Vergleich. Deine Theorie sagt, ich hätte eine Wahl. Der kleine aber feine Unterschied ist der, dass ich mir meinen Körper und meine Veranlagung nicht ausgesucht habe. Die wurden mir in die Wiege gelegt. Und im Laufe meines Lebens musste ich lernen mit beidem zurecht zu kommen. Das ist mir mal gut und mal weniger gut gelungen, schließlich bin ich ein Mensch mit Fehlern und Schwächen. Und das sind nicht wenige. Im Bereich "Körpergestaltung" ist es mir weniger gut gelungen, und seit mittlerweile 50 Jahren versuche ich das zu ändern.
Ja, wie Don Quichotte kämpfe ich dabei gegen Windmühlenflügel. Aber so ist der Mensch nun einmal, er kann nicht aus seiner Haut heraus. Ich kann ja auch mein CD nicht einfach ablegen, und genauso wenig kann ich nicht einfach mal eben meine Körperfunktionen ändern. Es gibt eben Menschen, die können alles essen was sie wollen und sind trotzdem schlank. Und dann gibt es die Typen, die nur einen Blick ins Kochbuch werfen müssen, und schon 1 Pfund zugenommen haben.
Dazu kommt noch meine Abneigung gegen sportliche Betätigung, und schon ist das Übergewicht da. Und da ich ein Mensch bin, habe ich auch die Fähigkeit mich an schlimme Dinge zu gewöhnen. Aber im Laufe der Jahre kommt von Zeit zu Zeit mal ein Punkt, an dem der Knoten platzt und man versucht sich gegen das Schicksal aufzulehnen.
So ein Punkt ist jetzt gerade mal wieder. Ich versuche meine Konstitution mit den mir gegebenen Mittel zu verbessern. Da für mich Sport ausfällt (die Gründe dafür habe ich dir ja schon genannt), bleibt nur Einschränkung der Nahrungsaufnahme. Dein Vorschlag einfach sein Leben zu ändern, in dem man sich etwas bewegt, ist schon ziemlich naiv.
Wenn ich z.B. eine Stunde Treppen steige verbrauche ich ca. 200 Kalorien. Momentan halbiere ich meinen Kalorienverbrauch um abzunehmen. Um nach deiner Methode den gleichen Erfolg zu erzielen, müsste ich täglich rund sechs(!) Stunden Treppen steigen. Hallo, gehts noch?
(Jetzt habe ich mich gerade versehentlich für deinen Beitrag bedankt, tut mir leid, hab einfach daneben geklickt. Ich wollte mich aber auch nicht "entdanken", ich finde das sieht doof aus. Deshalb nimm meinen Dank einfach hin. Er war nicht ironisch oder sarkastisch gemeint.)
Lina hat geschrieben: Sa 2. Dez 2017, 17:19
Aber wenn man dann redet, als wäre das eine ganz schlimme ungerechte Strafe, dass man ins FITNESS-CENTER MUSS und damit kommt - Weihnachtsessen sei so unwiderstehlich und "ich hoffe, dass ich nicht zunehme" - FCK it! Frisst euch voll, nimm die Folgen davon und seid glücklich weil das euer Lebensstil ist - oder ändert euren Lebensstil. Das sind die Möglichkeiten die es gibt.
Zu bestimmten Lebensstilen gehören Übergweicht dazu. Das lässt sich einfach nicht ändern, ohne ein ganzes System zu ändern.
Vor lauter Theorie hast du anscheinend gar nicht gemerkt, das wir hier alle gerade versuchen unseren Lebensstil zu ändern. Aber eben nicht auf deine, sondern auf unsere Art. Niemand spricht hier von Strafe, dass er ins Fitness-Center muss. Aber es wird erlaubt sein, seine persönlichen Wünsche und Ablehnungen zu äußern und umzusetzen.
Lina hat geschrieben: Fr 1. Dez 2017, 01:41
Und eine andere Sache, die mich etwas wundert. Die ganzen geposteten Gewichtangaben sogar mit dezimale. Eine Änderung von so wenig wie 200 g wird thematisiert. Ich habe gerade meinen Kaffee ausgetrunken - also wiege ich jetzt 100 g mehr als vor der vorletzten Zeile. Halbe Tasse Kaffee = 0,1 l Wasser = 100 g. Wie kontrolliert ihr überhaupt was da an Gewicht dazu kommt oder weg geht?
Schon mal was von Langzeitkontrolle gehört? Es ist doch völlig egal, ob wir vor oder nach dem Frühstück messen, aber auf die Zahl, die z.B. nach einem halben Jahr auf der Waage steht, darauf kommt es an. Ich habe in diesem Jahr ca. 45 kg abgenommen (ohne zusätzliche Bewegung), ist daran etwas falsch? Ich jammere nicht herum oder bemitleide mich. Ich nehme die Dinge so wie sie sind, und freue mich auch über kleine Erfolge. Das man aber hin und wieder mal gefrustet ist, gehört zum auch Leben dazu, oder geht es dir da anders?
Lass uns doch einfach unsere Art der gegenseitigen Motivation, auch wenn du nicht verstehst wie man 200 g thematisieren kann. Ich finde es toll, dass ich andere Menschen gefunden habe, die genau wie ich ihren inneren Schweinehund bekämpfen. Ich tausche mich gerne mit ihnen aus. Ich freue mich über ihre Erfolge, und ich fühle mit ihnen ihren Frust.
So ist das Leben. That's Live. Ces't la vie.
Und freue dich, dass du zu den glücklichen Menschen gehörst, die keine Gewichtsprobleme haben.
Liebe Grüße von Conny-Andrea