Ausser Kontrolle
Ausser Kontrolle - # 4

Crossdressing und selbst Erlebtes... Erdachtes
sandra93
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Re: Ausser Kontrolle

Post 46 im Thema

Beitrag von sandra93 »

Nach dem Essen beschließen wir noch ein wenig rumzubummeln und finden und wenig später, dort wieder wo ich Sören kennengelernt habe. Irgendwie eine saudumme Idee. Maren weiß zwar nichts von ihm, aber egal wo ich hinsehe kommen sofort Gedanken an ihn hoch. Er ist zur Zeit in Stockholm auf seiner Baustelle. Ich soll mich melden, wenn ich mich bereit dafür fühle hat er gesagt.
"Hallo Sandra, träumst du?" fragt sie mich. Wie selbstverständlich benutzt sie meinen neuen Namen. Das ist mir kaum aufgefallen. "ich musste an das letzte Mal denken, als ich war. Es war das erste Mal als Sandra und den Abend kann ich einfach nicht vergessen."
"Sag bloss.." dabei schaut sie mich sehr direkt an, "nein. Das kann nicht sein. Du hat dich direkt von irgend einem Kerl anbaggern lassen. Das glaub ich nicht." "Es war nicht irgendein Kerl sondern Sören; und ich hab mich nicht einfach anbaggern lassen sondern ich war mit einer Freundin hier, die auch transsexuell ist und zufälligerweise auch Maren heißt.Sören ist der beste Kumpel von ihrem Freund." "Trotzdem unglaublich. Kaum hast du dich als Frau geoutet, fährst du schon das volle Programm." "Das stimmt so nicht", erwidere ich. Ich bin nicht mit ihm ins Bett. Aber wir haben schon ein bisschen rumgeknutscht." Sie kann es kaum glauben, aber was mich am meisten wundert; sie scheint nicht im mindestens eifersüchtig zu sein. Es scheint einfach die Neugierde zu sein, was die neuesten Beziehungen ihrer besten Freundin (ich?) betrifft. Als ich sie frage, warum sie das nicht eifersüchtig machen würde erklärt sie mir dass sie das selber auch etwas merkwürdig findet. Wenn sie mir so gegenübersitzt erklärt sie mir, dann bekommt sie meinen Anblick nicht mit den Erinnerungen an ihren Exfreund (auch ich) zusammen. Dann bin ich halt eine Freundin, die sie sehr gut kennt. Wie das halt so ist, wenn man eine Zeit lang in derselben Wohnung gelebt hat. Da hat man sich einfach viel zu erzählen. Auf der anderen Seite sei sie natürlich furchtbar sauer auf meinen Ex-Freund, der sie einfach verlassen hat. Aber irgendwie sei das nicht ich?
In unserer Verwirrung scheinen wir uns ziemlich einig zu sein. Und das wir trotzdem gerne zusammen sind. Zur Entspannung fangen wir an, über die Kerle zu lästern, die uns etwas zu auffällig anschauen. Als wir schließlich müde sind, machen wir und auf den Weg zu ihrer Wohnung. Sie möchte mir noch ein paar Sachen, die ich fürs Studium brauch mitgeben. Als ich die Wohnung betrete erkenne ich sie kaum wieder. Maren hat alles renoviert und neu eingerichtet. Meine Jungenklamotten habe sie in einem Wutanfall in die Altkleidersammlung geschmissen. "Macht, nichts. Das meiste hätte ich eh nicht mehr gebrauchen können. Aber nett, dass du meine Studiensachen nicht auch entsorgt hast. "Irgendwie hatte ich insgeheim gehofft, du würdest wiederkommen. Klar nun stehst du vor mir, aber du bist absolut und eindeutig eine Frau. Zwischenzeitlich habe ich schon mal gehofft, du wärst lesbisch und wir könnten vielleicht trotzdem irgendwie weiter machen. Aber so normal, wie du von Sören geredet hast und wie wir soeben über die Jungs abgelästert haben, da kann ich mir das nicht denken. Außerdem hatte ich bislang keinerlei sexuelle Fantasien mit Frauen. Aber ich fühle mich furchtbar einsam seit du weg bist. Ich sehe kleine Tränen und nehme sie wie früher sanft in den Arm. Es scheint ihr gut zu tun. Aber da ist schon wieder dieses vertraute und doch fremde Gefühl. Maren fühlt sich an wie früher; aber ich nicht. Ich habe nun auch Brüste und meine ebenfalls langen Haare fallen mir ins Gesicht. Ich tröste Sie wie eine beste Freundin.
Plötzlich schaut sie mich an und sagt mir unvermittelt ins Gesicht: "Zieh dich aus! Jetzt sofort! Ich will sehen, wie aussiehst. Ich habe ein Recht darauf.." Etwas verdattert lasse ich sie los. Ich zögere. Es kommt so unvermittelt und so fordernd. Sie merkt es und entschuldigt sich. "ich möchte es einfach mit eigenen Augen sehen, verstehst du. Damit mir klar wird, dass es wirklich passiert ist. Darf ich dich auch ein letztes mal nackt sehen, frage ich. Dann fällt es mir etwas leichter, wenn du auch nichts an hast. Langsam knöpfe ich meine Bluse auf. Schnell stehen wir uns in Unterwäsche gegenüber. Sie macht mir Komplimente für meinen guten Geschmack, aber bei den Dessous, die sie an hat wäre ich früher auch sofort schwach geworden. Plötzlich kippt die Stimmung. Wir haben und gerade ausführlich versichert, dass wir nicht lesbisch sind. Aber wir spüren beide, wie uns der Anblick des anderen erregt. Schließlich stehen wir beide nur mit einem Slip bekleidet voreinander. "Darf ich mal anfassen", fragt sie fast schüchtern. Dann streichelt sie ganz vorsichtig über meinen Busen. Meine Brustwarzen reagieren sehr deutlich auf ihre Berührung. "Die sich ja absolut echt" staunt sie und es scheint dir schon zu gefallen, wenn ich sie berühre". Dabei lächelt sie mich etwas schelmisch an. Auf einmal merke ich, wie mir der anderen Hand ganz vorsichtig mit zwei Fingern sich meinem Slip nähert. Was dann kommt haben wir beide nicht mehr unter Kontrolle. Es wird eine sehr lange Nacht.
p.simone

Re: Ausser Kontrolle

Post 47 im Thema

Beitrag von p.simone »

klasse weiter bitte
sandra93
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Re: Ausser Kontrolle

Post 48 im Thema

Beitrag von sandra93 »

Der nächste Morgen war etwas merkwürdig. Ich wache auf und im ersten Moment denke ich, ich habe die letzten Monate nur geträumt. Maren liegt friedlich schlafend in meinen Armen. Aber schon einen Moment später spüre ich, wie mein Busen ihren Rücken berührt. Dieses Gefühl, eine mischung aus Vertrautheit und Fremdheit lässt mich den ganzen Vormittag hindurch nicht los. Beim Frühstück ist zunächst alles ganz normal. Wir plaudern über alles Mögliche und irgendwie versuchen wir beide zu vermeiden, über die vergangene Nacht zu reden. Irgendwie geht es aber nicht. Schließlich fasse ich mir ein Herz: "Du, das war unglaublich schön heute Nacht.." "Das habe ich bemerkt. Auch ich habe die Welt um uns herum völlig vergessen". Dabei lächelt sie mich an auf eine Art die unbeschreiblich ist. "Aber..",fahre ich fort. "Es ist so ganz anders als mit einem Mann". Ich sehe die Überraschung in ihrem Gesicht. "Sag bloß, du hast schon.."."War nicht so geplant", antworte ich. "Das glaub ich jetzt nicht. Du hüpftst gerade vom OP-Tisch und das erste was du tust, ist mit einem Kerl ins Bett zu gehen." Sie scheint echt überrascht zu sein, aber irgendwie gar nicht eifersüchtig. Schließlich erzähle ich ihr haarklein, wie es gewesen ist. Sie ist einfach nur unglaublich neugierig, aber sie kann es auch sehr gut verstehen. Schließlich kommt das Gespräch auf Sören. Ich merke, wie es mir schwerer fällt weiter zu reden, aber Maren ermuntert mich und wieder ist keine Spur von Eifersucht zu spüren in ihren Fragen. Sie scheint einfach eine sehr gute Freundin zu sein, die sich für mein Gefühlsleben interessiert. Schließlich spreche ich sie direkt darauf an, warum sie es gar nicht stört, wenn ich mit ihr über Männer und Beziehungen rede. "Stimmt", stellt sie ein wenig verwundert fest, "aber wenn ich dir so gegenüber sitze und mit dir rede, dann sehe ich nur eine sehr gute Freundin und der Typ der mich Hals über Kopf verlassen hat, der ist irgendwie verschwunden. Gleichzeitig wird mir aber auch klar, dass ich nicht wirklich lesbisch bin. Die letzte Nacht war zwar toll, aber eigentlich möchte ich mit einem Mann zusammen sein. Trotzdem würde ich geren ab und an ein paar zärtliche Stunden mit dir verbringen."
"Das geht mir ähnlich, erwidere ich." Daraufhin beschließen wir ganz "normale" beste Freundinnen zu werden. Sie erzählt mir von einem Kollegen, Jan, der sich in sie verguckt hat und sie überlegt, ob sie nachgeben soll.
Kira33

Re: Ausser Kontrolle

Post 49 im Thema

Beitrag von Kira33 »

Hallo Sandra ich habe deine Geschichte sowas von genossen und gibt auch mir Mut und hoffnung
denoch würde ich gerne wissen wie es weiter geht mit euch 3en
lg kira
sandra93
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Re: Ausser Kontrolle

Post 50 im Thema

Beitrag von sandra93 »

Während wir ganz entspannt über unsere Beziehungen beziehungsweise potentielle Beziehungen quatschen kommt auf einmal das Thema auf unsere zukünftige Beziehung. Sie fragt mich, ob wider bei ihr wohnen möchte. Zuerst fühle ich mich sehr geschmeichelt. Aber es erinnert mich hier doch noch zu vieles an mein altes Leben. Dann male ich mir aus, wie mir Jan nach ihrer ersten gemeinsamen Nacht beim Frühstück vorstellt: "Das ist meine Mitbewohnerin Sandra. Sie war früher mal ein Kerl und ist auch gleichzeitig mein Exfreund. Wir haben aber nur noch eine lockere lesbische Beziehung. Setzt dich zu uns und entspann dich einfach." Als ich das Maren so sage muss sie laut lachen. Uns wird klar, dass es keine so gute Idee ist wieder einzuziehen. Wir verabreden und für den nächsten Freitag zum Shoppen und als ich in der neuen Wohnung angekommen bin, freue ich mich erst einmal allein zu sein. Trotzdem kreisen meine Gedanken um Sören. Er wird erst in vier Wochen wieder in Deutschland sein. Ich spüre wie ich ihn vermisse. Ich hatte ihm versprochen mich sofort bei ihm zu melden, wenn ich dafür bereit bin. Ich will ihm schon eine erste SMS schicken, da kommt mir ein Gedanke. Warum besuch ich ihn nicht einfach in Stockholm. Seine Baustelle ist bekannt und schnell gefunden. Schließlich arbeitet er für einen der berühmtesten Architekten der Welt. Außerdem bin ich noch nie in Stockholm gewesen und bis das Semester beginnt, ist noch einige Zeit.
Schnell ist ein passender bezahlbarer Flug gefunden und kleines Hotel ist passender Lage gebucht. Am nächsten morgen geht mein Griff fast automatisch zur meinem Lieblings-BH mit passendem sehr verführerischen Dessous. Auf der anderen Seite will ich mir natürlich nicht direkt ansehen lassen, wie verliebt ich bin. Also wähle ich eine schöne enganliegende Jeans und ein Top mit ein wenig Spitze und ein wenig Einblick aber in einem eher unverbindlichen hellgelb. Dazu eine kurze weiße Jacke und dann nicht zu viel Makeup.
Beim Einchecken in den Flieger macht es mich einfach zufrieden meinem neuen Namen zu benutzen und leise lächelnd schaue ich auf das trotz vorgeschriebener Frontalansicht schöne Foto in meinem Ausweis. Der Flug selber verläuft recht ereignislos. Als ich nach der Landung im Hotel ankomme, fängt meine Aufregung an voll durchzuschlagen. Ich überlege, ob ich nicht doch kurz anrufen soll. Aber jetzt habe ich mir so viel Mühe mit der Überraschung gegeben, da muss ich auch bis zum Ende durchhalten. Vom Hotel zur Baustelle sind es nur wenige Minuten zu Fuß. An der Baustelle angekommen, erkenne ich sofort das Containerdorf, direkt mit einem Hinweisschild zur Bauleitung.
Im Verwaltungscontainer angekommen, bin ich zunächst überrascht. Das dort richtige Büros und voll ausgestattete Besprechungsräume sind war mir bekannt. Aber hier war ein richtiger Empfangsbereich mit geschmackvoller Theke. Als ich dort nach Sören frage, weiß dort zu meiner Überraschung jeder Bescheid. Trotz seiner gerade mal 30 Jahre ist er der Oberbauleiter. Das hatte er mir so nicht gesagt. In welcher Angelegenheit ich ihn den sprechen möchte werde ich gefragt. Ich werde nervös. Wenn ich die Wahrheit sage, dann ist die Überraschung weg. Wenn ich kein wichtiges Anliegen habe, dann werde ich ihn ohne Termin nicht sprechen dürfen. Durch das Fenster sehe ich den Lieferwagenwagen einer bekannten deutschen Büromöbelfirma. "Ich bin von USB-Haller und ich würde mir gern noch vor dem Aufbau die geänderten Türbeschläge freigeben lassen. Da die Änderungen nicht allzu gravierend sind, könnten einige Minuten ausreichen." Ich werde prommt durchgelassen und gehe mit klopfendem Herzen zu seinem Büro. Ich klopfe an seiner Bürotür und höre eine vertraute Stimme herein sagen. Er steht mit einer jungen sehr blonden Frau über einen Plan gebeugt und hat mir seinen Rücken zugewandt. Als ich eintrete drehen sich beide zu mir um.
Eine Sekunde lang scheint er mich nicht zu erkennen. Dann sehe ich eine riesen Überraschung in seinem Gesicht. Aber da scheint nicht nur Freude in seinem Gesicht. Im nächsten Augenblick wird mir klar warum. Die blonde junge Frau verabschiedet sich mit einem Kuss von ihm und lässt uns dann wie selbstverständlich allein.
sandra93
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Re: Ausser Kontrolle

Post 51 im Thema

Beitrag von sandra93 »

Ich bin vor Schreck fast erstarrt und nehme alles nur wie durch einen Nebel war. Da steht er meine große Liebe mit feuerrotem Kopf. Er hat noch eine andere! Er liebt mich nicht wirklich. Mir schießen die Tränen in die Augen. Ich versuche etwas zu sagen, aber mit bleiben die Worte im Halse stecken.
Ich drehe mich um und laufe einfach nur los. Ich höre noch wir er mir hinterherruft und wahrscheinlich mir auch noch hinterherläuft. Aber seine Worte erreichen mich nicht. Schließlich wird das Rufen leiser und irgendwann merke ich, dass ich vor meinem Hotel stehe. Als ich in meinem Zimmer ankomme, werfe ich mich auf mein Bett und heule, wie ich es in meinem Leben noch nicht getan habe. Irgendwann nehme ich wie durch einen Nebel wahr, dass mein Handy klingelt. Sören! Ich drücke Ihn weg und weine noch bitterlicher. Als es wieder klingelt; diesmal eine SMS: "Es tut mir so leid,Sören""¦ Ich mache das Handy aus. Irgendwann weine ich mich in den Schlaf obwohl es mitten am Tag ist. Durch ein Klopfen an der Tür werde ich wach. "Zimmerservice" höre ich jemanden sagen, der eindeutig nicht Sören ist. Ich bitte um etwas Geduld und richte mich im Bad ganz grob wieder her. Als ich aufmache ist dort tatsächlich der Zimmerservice. Er hält einen Riesenstrauß gelber Rosen in der Hand. Ich ahne vom wem dieser Strauß ist und schmeiße ihn dem Verdutzen jungen wütend vor die Füße und schließe die Tür wieder. Weinend switsche ich anschließend durch das Fernsehprogramm und lande irgendwann bei irgendeiner englischsprachigen Soapopera. Die Hauptdarstellerrin ist gerade von ihrem Mann verlassen worden und ich schluchtze mit und geniesse gleichzeitig etwas die Ablenkung. Da klopft es wieder an der Tür, wieder ist es der Zimmerservice; diesmal hat er einen Strauß rote Rosen in der Hand. Er schaut mich ziemlich veränsgtigt an, aber diesmal nehme ich ihm den Strauß ab und werfe ihn stattdessen in die Zimmerecke. Irgendwann scheinen die Tränen dann zur Neige zu gehen. Da klopft es wieder an der Tür und ich höre die vertraute Stimme des "Zimmerjungen". Ich öffne, aber da steht Sören plötzlich vor mir und ich sehe wie der Junge sich davonschleicht. Er hat ein weißes Hemd an, gerade mal einen Hemdknopf zu viel geöffnet, sodass man seine kräftige Behaarung erahnt. Er trägt ein Jacket und Jeans, geradeso all wolle er mich ausführen.
"es tut mir echt furchtbar leid..," beginnt es stockend. Ich versetze ihm eine schallende Ohrfeige. Sie scheint ihm echt wehgetan zu haben. Er fasst mich an die Schultern. Obwohl ich es nicht will, verspüre ich ein vertrautes Schaudern. Wütend über meine eigenen Gefühle schlage ich mit meinen Händen gegen seine Brust. Er hält mich weiter nicht zu nah und nicht zu weit weg. Ich spüre wie mein Widerstand nachlässt. Obwohl ich unglaublich wütend und verletzt bin, spüre ich wie sehr ich ihn liebe. Als ich keine Kraft mehr habe, fange ich an in seinen Armen zu weinen. Er umarmt mich vorsichtig und flüstert ganz leise: "Verzeih mir".
Ich antworte nicht, lasse aber seine Umarmung zu. Trotz meiner Wut fühle ich mich geborgen in seinen Armen. Als er meinen Kopf zärtlich in seine Hände nimmt mit mir ganz sanft auf die Stirn küsst, lasse ich es geschehen. Als er mit seiner Hand ganz zärtlich meine Tränen aus dem Gesicht streicht, lasse ich es geschehen. Als er mich dann ganz sanft auf die Lippen küsst, spüre ich, dass ich mich nicht mehr wehren will. Die Küsse werden mehr und heftiger und schließlich erwidere ich sie. Kurz darauf können wir und beide nicht mehr halten. Es folgt die unglaublichste Nacht meines Lebens. Am nächsten Morgen, als ich in seinen Armen aufwache, weiß ich dass ich ihn nie wieder verlieren möchte.
sandra93
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Re: Ausser Kontrolle

Post 52 im Thema

Beitrag von sandra93 »

Die nächsten drei Tage nimmt sich Sören frei; nur für mich. Er Zeigt mir die ganze Stadt und ich fühle mich, wie in den Flitterwochen. Am Ende schlägt er vor, ich könnte in seiner Wohnung zu Hause in Deutschland wohnen. Er sei ja eh kaum da, und es wäre schön, wenn ich dort wäre. Zuerst bin ich etwas überrascht. Es geht mir etwas zu schnell, aber dann spielt Sören es etwas herunter. Es sei ja kein richtiges Zusammenziehen und wenn er jedes zweite Wochenende in Deutschland ist würden wir ja eh seine Wohnung nutzen. Schließlich stimme ich zu; ich kann ja nicht ewig in Marens kleiner Wohnung leben. Zum Abschied drückt er mir einfach seinen/unseren Wohnungsschlüssel in die Hand. Fast zwei Wochen lang werde ich ihn nun nicht mehr sehen. Wieder zurück muss ich natürlich Maren alles haarklein berichten. Als ich ihr erzähle, dass ich bald ausziehen will ist sie sichtlich traurig, aber wir wissen beide, dass es auf die Dauer zu eng geworden wäre. Sie möchte aber unbedingt mitkommen, wenn ich mir zum ersten Mal meine neue Wohnung ansehe.
Die Adresse macht auf den ersten Blick keinen besonderen Eindruck. Ein Hochhaus recht nah am Rhein. Ich bin zunächst etwas enttäuscht. Er wohnt im obersten Stock. Vielleicht ist die Aussicht ja ganz brauchbar. Als ich den Aufzugknopf drücke, passiert zunächst nichts. Dann entdecke ich das Schloss neben dem Knopf und probiere den Schlüssel. Anscheinend muss man in dieser Gegend sogar Angst vor Einbrechern haben, denke ich. Da öffnet sich die Aufzugtür und ich stehe direkt in einem anderthalbgeschossigen Wohnzimmer einer atemberaubenden Penthauswohnung. Eingerichtet mit wenigen aber sehr geschmackvollen nicht zu modernen Möbeln. Die Aussicht ist nicht gut, sondern fantastisch. Mitten auf dem Tisch steht ein großer Strauß mit frischen roten Rosen. Auf der Karte steht nur: "Willkommen zu Hause". Zunächst freue ich mich über die Willkommensblumen; dann schaue ich mich etwas verunsichert um. Irgendwie passt das nicht zu einer mittellosen Architekturstudentin.
sandra93
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Re: Ausser Kontrolle

Post 53 im Thema

Beitrag von sandra93 »

Als ich schließlich wieder allein bin schaue ich mich auch im Schlafzimmer um. Alles ist sehr ordentlich. Zunächst bemerke ich das kleine Päckchen auf dem Bett nicht. Als ich näher hinsehe bemerke ich die kleine Karte. "Sandra" steht da einfach nur drauf. Natürlich mache ich es sofort auf. Es sind traumhaft schöne Dessous und mit einem passendem BH. Nicht nuttig; einfach nur viel Spitze und Seide in weiss und grau. Zunächst halte ich Sie mir neugierig vor den Körper, aber dann muss ich Sie einfach anprobieren. Ich weiß nicht wie, aber die Sachen passen perfekt. Verträumt betrachte ich mich im Spiegel. Ein klein wenig mehr Bräune könnte mir guttun; vielleicht melde ich mich im Sonnenstudio an; aber nur ein wenig, wie ein Grillhähnchen möchte ich nicht ausschauen. Ich denke zurück. Vor einem halben Jahr wäre es noch völlig undenkbar gewesen, so entspannt vor dem Speigel zu stehen. Nicht was man verstecken oder vortäuschen müsste. Überall spüre ich den Stoff direkt auf meiner Haut. Ich kann es kaum erwarten, Sören wieder zu sehen. Allein bei dem Gedanken des Wiedersehens wir es mir heiß und kalt. Ich probiere die eine oder andere verführerische Pose vor dem Spiegel und träume vom kommenden Wochenende, da erstarre ich plötzlich vor Schreck: durch den Spiegel sehe ich im Türrahmen einen dunklen Schatten.
p.simone

Re: Ausser Kontrolle

Post 54 im Thema

Beitrag von p.simone »

oh spannung bitte weiter Wer ist das ????
p.simone

Re: Ausser Kontrolle

Post 55 im Thema

Beitrag von p.simone »

jja ich warte auch
sandra93
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Re: Ausser Kontrolle

Post 56 im Thema

Beitrag von sandra93 »

Dann sehe ich genauer hin. Es ist Sören. Gerade fange ich an ihm Vorwürfe zu machen, warum er mich so erschreckt hat. Statt zu antworten, fängt er an mich zärtlich zu küssen. Wie ich ihn vermisst habe. "Du siehts wundervoll aus" flüstert er mir ins Ohr. Dann holt er eine kleine Maske aus der Tasche und ich bin blind. Er hebt mich und trägt mich bevor ich sanft auf das Bett gelegt werde. Dann fesselt er meine Hände am Bett. Ein Schauder aus leichter Angst und Erregung durchfährt mich. Dann beginnt er mich ganz zärtlich überall zu küssen. Schließlich kann ich es kaum noch aushalten. Inzwischen bin ich völlig nackt nur meine halterlosen Strümpfe habe ich noch an. Da spüre ich auf einmal etwas kaltes auf meinen Brustwarzen. Sören hat mich ganz sanft mit einem Eiswürfel berührt. Trotzdem durchzuckt es mich wie einen Blitz. Dann ist er wieder unglaublich zärtlich zu mir. Ich spüre ein unglaubliches Verlangen in mir, aber er lässt mich warten. Schließlich bemerke ich, dass er meine Handfesseln abgemacht hat. Voller Verlangen umschlinge ich ihn und was dann kommt ist einfach unbeschreiblich. Als ich am nächsten Morgen in seinen Armen aufwache, erscheint mir mein altes Leben, dass erst ein halbes Jahr zurückliegt, unglaublich weit weg. Ich stehe auf und ziehe mir eins von Sörens T-Shirts über. Es ist mir natürlich viel zu groß, aber es bringt meine Figur gut zur Geltung;
Mit etwas Fantasie ähnelt es einem kurzen Kleid. Dann mache ich Frühstück für uns. Als ich gerade fertig bin, kommt Sören herein. Er sieht etwas verknautscht aus; aber insgesamt einfach unwiderstehlich. Wir genießen das Frühstück aber am liebsten würden wir beide wieder sofort weitermachen, wo wir in der Nacht aufgehört haben. Da klingelt mein Telefon. Eine SMS
" Lieber Lukas, wir haben von deiner Freundin gehört, dass es dir wieder besser geht. Sie meinte du hast dein Leben grundlegend neu gestaltet und wärst jetzt wesentlich glücklicher als früher. Wir würden uns freuen, wenn ihr uns Weihnachten besuchen kommen würdet, dann kannst du uns ja in Ruhe alles erzählen. Alles Gute Deine Mutter".
sandra93
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Re: Ausser Kontrolle

Post 57 im Thema

Beitrag von sandra93 »

Dass ich noch eine Familie habe, hatte ich die letzten Monate völlig verdrängt. Irgendwann muss ich mich ja damit auseinandersetzten; aber der Vormittag war nun erst mal gelaufen. Fieberhaft fange ich an zu grübeln. Sören schaut mich etwas beunruhigt an. Schließlich erzähle ich es ihm; dass meine Familie noch gar nichts von meinen Veränderungen ahnt. "Hast du dich bislang gut mit Ihnen verstanden?", fragt er. Ich überlege etwas, aber im Großen und Ganzen hatten ich bislang wenig Probleme. "Und mit wem verstehst du dich am besten?". "Meine Eltern wird das Ganze schon ziemlich schocken, mein Bruder ist ein ziemlich arroganter Pinsel geworden, seitdem er als Börsenmakler arbeitet, aber mit meiner älteren Schwester Sarah, verstehe ich mich in letzter Zeit ganz gut, auch wenn sie z.Z. nur mit ihrem Baby beschäftigt ist. Aber der Gedanke ist gut: Bevor ich alle zusammen an Weihnachten schocke, könnte ich ja zunächst einmal klein anfangen." Mit einem riesen Kloss im Hals wähle ich die Nummer meiner Schwester. Es scheint eine kleine Ewigkeit zu dauern, bis sie rangeht. Im Hintergrund höre ich das Baby. "Also"¦ich wollte mich melden, du weißt schon.. wegen Weihnachten..", stammele ich drauflos. "Sind Sie sich sicher, dass Sie die richtige Nummer gewählt haben?", fragt Sie zurück. Verschreckt lege ich den Hörer auf. Ich habe natürlich mit meiner neuen weiblichen Stimme gesprochen. Das konnte irgendwie nicht gut gehen. Ich gehe ins Nachbarzimmer und versuche meine alte Stimme wiederzufinden. Aber irgendwie klappt es nicht richtig und ich komme mir auch sehr falsch dabei vor. Mir wird klar, dass das Ganze richtig kompliziert wird. Also versuche ich es mit einer SMS. Beim dritten Versuch klingt es nur noch etwas konfus: "Sarah ich muss dich dringend persönlich sprechen ich hab furchtbare Angst wegen Weihnachten und dass ihr mich alle hassen werdet."
Fünf Minuten später kommt die Antwort: "Falls du nur schwul bist, bring ihn einfach mit. Ansonsten können wir uns heute Abend um Acht, wenn die Kleine schläft, in Köln in Cafe bei mir um die Ecke treffen." Mir fällt schon mal ein kleiner Stein vom Herzen. So ganz falsch hat sie nicht geraten und helfen will sie mir auch — hoffentlich, wenn ich sie doch nicht zu sehr schocke.
Kurz darauf fahre ich zurück in meine Wohnung. Ich muss etwas allein sein. Wenn ich um 8.00 in Köln sein will, dann recht es völlig aus, wenn ich um sechs losfahre. Trotzdem fange ich sofort an, meinen Kleiderschrank zu durchwühlen um für heute Abend etwas passenden zum Anziehen zu haben. Auf keinen Fall möchte ich wie eine aufgebrezelte Tunte aussehen. Aber wie eine graue Maus möchte ich auch nicht aussehen. Für Ende Oktober ist es noch sehr war. Ein Rock würde zwar gehen, aber das wäre irgendwie etwas zu übertrieben. Aber wenn ich meine Beine schon nicht zeigen, dann könnte man wenigsten ein wenig Dekolte erahnen. Nach einiger Zeit habe ich ein passendes Top gefunden. Dazu eine passende Jacke. Ein bisschen schicker, als zur Vorlesung ist es schon, aber es ist ja auch ein bisschen etwas besonderes. Da noch viel Zeit ist, versuche ich etwas zu lernen, aber es will mir nicht gelingen. Schließlich finde ich im Netz wieder, auf der Suche nach den besten Tipps und Tricks für Coming Out. Das hört sich alles ganz nett an: Einfach ehrlich sein, dann wird man dich früher oder später verstehen. Aber wenn man dann davor ist, es wirklich zu tun, dann ist es doch etwas ganz anderes. Schließlich mache ich mich fertig und fahre los, obwohl es noch zwei Stunden zu früh ist.
Als ich im Cafe angekommen bin, bestelle ich mir einen kleinen Salat. Gedankenverloren stochere ich darin herum. Im Grunde habe ich immer noch keine Idee was ich sagen soll. Das meiste sieht man ja direkt. Ich will aber auch nicht von allen verstoßen werden, oder mitleidig auf jeder Familienfeier wie ein Freak behandelt werden. Mir wird klar, dass ich das Ganze nicht planen kann, sondern auf mich zukommen lassen muss. Vielleicht hilft mir Sarah etwas, dann wird es nicht ganz so schwer.
Obwohl ich sehr langsam gegessen habe bin immer noch eine Stunde zu früh. Beim dritten Tee schaut mich der Kellner etwas mitleidig an. Wahrscheinlich denkt er, ich wäre versetzt worden. Um viertel vor Acht kommt Sarah plötzlich herein. Man sieht ihr die junge Mutter gar nicht an. Sogar einen recht kurzen Rock mit Muster hat sie an. Sie war halt schon immer ein Modejunkey. Sie schaut sich suchend um. Als sie kein bekanntes Gesicht sieht steuert sie auf den Tisch neben mir zu und setzt sich. Ich wollte ihr zuwinken, aber dann war ich irgendwie wie, gelähmt. Das Ganze ist auf einmal etwas zuviel für mich. Sie lächelt mir beim Hinsetzen kurz zu und ich lächle kurz zurück, wie man das bei jemand fremdes tut. Was soll ich nun tun? Sie muss sich voll auf den Arm genommen fühlen, wenn ich gleich ein Gespräch beginne. Einen schlechteren Anfang könnte ich mir gar nicht vorstellen. Dann schaue ich zu ihr herüber. "Sarah", sage ich mit leicht heiserer Stimme. Sie schaut zu mir herüber, erst nur ein bisschen überrascht. Dann merke ich, wie sie mich erkennt.
p.simone

Re: Ausser Kontrolle

Post 58 im Thema

Beitrag von p.simone »

machst du nicht weiter schade !!!

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sandra93
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Re: Ausser Kontrolle

Post 59 im Thema

Beitrag von sandra93 »

Sie steht auf kommt zu mir herüber. Dann fasst sie sanft meine Schultern. "Steh mal auf und lass dich anschauen, Schwesterherz". Schüchtern lächelnd stehe ich auf. "Also, wenn ich es nicht besser wüsste, dann würde ich im Traum nicht darauf kommen, dass du keine Frau bist. Auch nicht total overdressed wie eine Dragqueen; Kompliment, Geschmack hast du auch. Wie soll ich dich eigentlich nennen, Schwesterchen?" "Sandra", antworte ich mit einer gewissen Erleichterung darüber, dass Sie so tolerant ist. "Lebst du jetzt den ganzen Tag als Frau?" Dann stellt sie mir tausend Fragen, wie ich das Frauenleben so finde. Das Gespräch scheint sich gut zu entwickeln und ich werde zunehmend entspannter. Dann folgen aber etwas unerwartete Fragen. Sie hätte natürlich über Transsexuelle etwas gegoogelt. Ich solle bloß nichts übereiltes tun und nicht sofort Hormone schlucken oder etwas tun, das man nicht mehr rückgängig machen könne. Plötzlich habe ich doch einen Kloss im Hals.
"Sarah, also bei mir liegt das Ganze etwas anders..", beginne ich. "Das heißt du willst dich körperlich gar nicht verändern. Das brauchst du auch nicht. So wie du aussiehst, kommst du auch so problemlos als Frau durch." "Ich brauche mich körperlich auch gar nicht mehr zu verändern, weil es ist bereits alles, was medizinisch möglich ist, getan worden. Ich hatte vor vier Monaten meine geschlechtsangleichende OP"¦" und dann erzähle ich ihr alles von Anfang bis zum Ende. Sie kommt aus dem Staunen nicht heraus. Dann muss ich schließlich alles über Sören erzählen. Zwischendurch merke ich, dass sie sich etwas Sorgen um mich macht, ob das Alles nicht etwas überhastet gewesen ist und ich nur als wissenschaftliches Versuchskaninchen missbraucht worden bin. Dabei werde ich ein wenig nachdenklich. "Du könntest Recht haben, Sarah. Aber selbst wenn es so ist. Ich war noch nie so verliebt und so glücklich in einer Beziehung wie mit Sören. Allein deswegen, hätte ich mich operieren lassen, wenn er es gewünscht hätte. Und was das körperliche betrifft. Ich weiß nicht genau, wie du als geborene Frau den weiblichen Orgasmus erlebst. Aber dass was ich jetzt empfinde ist im Vergleich zu vorher einfach um Klassen besser. Ich fühle mich dabei vor allen unglaublich wohl in meinem Körper." Nachdem wir uns noch sehr lange unterhalten haben, kommen wir endlich zum eigentlichen Thema unseres Treffens. Sarah, bittet mich, ein paar Fotos von mir machen zu dürfen verspricht mir mit meinen Eltern und meinem Bruder zu sprechen. Dann wollen wir gemeinsam weiter überlegen.
p.simone

Re: Ausser Kontrolle

Post 60 im Thema

Beitrag von p.simone »

danke das liest sich sehr schön

bitte weiter

lg swenja
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