Null Promille
Null Promille - # 4

Lebensplanung, Standorte
Plisseedreher70
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Re: Null Promille

Post 46 im Thema

Beitrag von Plisseedreher70 »

Hallöchen,
für mich ist unter Freunden ein Bier zu trinken ein Stück Lebensqualität. Manchmal werden es auch zwei oder gar drei Halbe. Meine Leber und Nieren sind top okay.
Den Alkoholkonsum grundsätzlich zu verteufeln finde ich etwas kleinkariert. Die Menge ist der entscheidende Punkt. Zudem glaube ich, dass das viele Gift in unseren Lebensmittel den Menschen schneller dahinrafft als ein Bierchen oder Glas Wein am Tag.
Deshalb..prost Gemeinde...🍻🍻🍻
Bin Mann, bleibe Mann, aber festliche Glanzkleider überziehen ist für mich berauschend!
Alex_andra
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Re: Null Promille

Post 47 im Thema

Beitrag von Alex_andra »

!EmmiMarie! hat geschrieben: Di 23. Jun 2020, 17:51 Sorry...vielleicht sind wir binärer als es für euch gut ist! Und nein, wir sind auch oft nicht politisch korrekt,
weil wir sind wie wir sind...
Hey Marie,

das hat nichts mit binär oder politisch korrekt zu tun. Mir sind betrunkene Typen eigentlich eher ein Graus, da die mich dann oft unter meiner Würde behandeln. Von Verantwortung wofür auch immer möchte ich gar nicht schreiben. Und bitte nicht verschnupft sein und liebe Grüße an Birgit, die ich leider nicht kenne.

Na dann, prosit (https://de.wikipedia.org/wiki/Prosit) mit alkoholfreiem Bier
Frieda
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Re: Null Promille

Post 48 im Thema

Beitrag von Frieda »

!EmmiMarie! hat geschrieben: Di 23. Jun 2020, 13:01 Ich möchte gern Frieda zur Seite stehen.
Simon(e) hat geschrieben: Di 23. Jun 2020, 19:24 Ich schätze Friedas Beiträge sehr und lasse nichts auf sie kommen!!

Wenn man öffentlich so konkret Stellung bezieht, dann ist es mir ein sehr starkes Bedürfnis meinen Dank diesbezüglich auch auszusprechen❣️

Ich danke euch beiden von Herzen! 🙏 (dr)
•Liebe & Mitgefühl sind die höchsten Formen von Intelligenz.
•Du musst selbst zu der Veränderung werden, die du in der Welt sehen willst. Mahatma Gandhi
•Irgendwo ist Jemand glücklich mit weniger als du hast!

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Re: Null Promille

Post 49 im Thema

Beitrag von Frieda »

Erich_Erika hat geschrieben: Di 23. Jun 2020, 12:41 Ich würde mir nichts sehnlicher Wünschen als eine Gesellschaft, in der Drogen überflüssig sind.

Da bin ich 100pro bei dir❣️ 👍
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Re: Null Promille

Post 50 im Thema

Beitrag von Jasmine »

Frieda hat geschrieben: Mi 24. Jun 2020, 09:12
Erich_Erika hat geschrieben: Di 23. Jun 2020, 12:41 Ich würde mir nichts sehnlicher Wünschen als eine Gesellschaft, in der Drogen überflüssig sind.

Da bin ich 100pro bei dir❣️ 👍
Das wäre sehr schön, eine Gesellschaft ohne Drogen (he)
Ich fühle mich ohne Alkohol und Tabak viel lebendiger und aktiver.
Liebe Grüße Jasmine
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Re: Null Promille

Post 51 im Thema

Beitrag von Frieda »

Ein herzliches Hallo an Alle hier❣️

Ehrlich gesagt finde ich es gut, wenn hier die unterschiedlichsten Reaktionen seit meiner Thread-Eröffnung rein geflattert sind. Was uns allen ja doch nur zeigt, wie unterschiedlich wir mit unseren Gedanken, Bewertungen, Einschätzungen und Entwicklungen sind.

Eigentlich... Eigentlich !!! (☝️) habe ich mit meinem Eröffnungspost nur das positive Licht auf ein Leben mit Null Promille gelenkt❣️
Habt ihr Lust es mal ehrlich rückblickend zu beleuchten, was in den Folgepost dann passiert ist!?
Ich selbst habe mich die ganze Zeit nicht mehr geäußert, aber irgendwie habe ich die Vermutung, nur, weil ich den Thread eröffnet habe, wird auch "automatisch"(?) die Thread-Entwicklung mir zugesprochen.
Desweiteren habe ich im Post 32 mich zu einem Thema geäußert, was ja eigentlich gar nix mit "Null Promille" zu tun hat. Ich habe im Post 32 nur die Gelegenheit genutzt um auszusprechen, was mir seit langem schon in der zwischenmenschlichen Kommunikation aufgefallen ist. Meine Worte in der Zusatzbemerkung waren dann natürlich voll auf das Thread-Thema gerichtet, ja.
Im Post 35 habe ich mich wieder auf das Video bezogen und ich habe meine aktuellste Erfahrung aus unserem engsten Kreis hier mal mit erwähnt.. warum denn auch nicht!? Zum Ende des Postes 35 äußerte ich meine persönliche Meinung zu einer Aussage aus dem Video!
Und ganz ehrlich, es macht mir den Anschein, dass auch das mir irgendwie wieder angelastet werden will!?

Ich frage mich ehrlich, warum bzw wodurch man sich hier angegriffen fühlen könnte/kann, weil ich hier im Forum diesen Gedanken der "Null Promille" erwähnt habe.
Wir haben doch all zu oft schon miterlebt, wie die unterschiedlichsten Forenmitglieder Sorgen und Nöte haben, eben, weil sie in einem Alltag mit Rauschmitteln leben.
Was bitte ist daran falsch zu zeigen, daß es realistisch und beständig Menschen gibt, die sich darum Gedanken machen, der Gesellschaft eine Welt auch ohne Rauschmittel aufzuzeigen.
Wie, bitte, und wann, oder wodurch soll denn ein Nachdenken und/oder Umdenken in der Gesellschaft eingeläutet werden, wenn wir an Riten und gedankenlosen akzeptieren der aktuellen Situation festhalten? Jeder auf diesem Planeten hat wenigstens einen Menschen in seiner Nähe, dem er wünscht, dass ihm/ihr nix schlimmes zustoßen soll!? Wir wissen es im Grunde doch alle, wie tief der Hexenkessel der Rauschmittel sein kann!? Nur, weil wir uns im Alltag mit unserem eigenen Alkoholkonsum im "Nichtschwimmerbecken" befinden, und wir immer und immer wieder die Füße auf den Boden der Realität bekommen, bedeutet das nicht, dass andere Menschen in den Tiefen des alkoholischen Hexenkessels abtriften und sogar verloren gehen.
Welche Verantwortung haben wir denn noch für unsere geliebten Menschen, und unsere Mitmenschen?
Willst du, oder du, oder duuuu egoistisch ignoriert werden, obwohl du genau weißt, dass es Menschen in deinem Umfeld gibt, die dir helfen, bzw dich unterstützen könnten!?
Wie fühlt sich das für euch an?

Namaste 🙏
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Re: Null Promille

Post 52 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Liebe Frieda,

natürlich ist ein Leben ohne Rauschmittel möglich. Aber Rauschmittel werden seit Menschengedenken und, soweit ich es überblicke, auch in allen Kulturen konsumiert. Sogar Tiere konsumieren Rauschmittel.

https://www.spektrum.de/wissen/rausch-i ... ch/1528317

Es scheint eine Art "Grundbedürfnis" zu sein. Wir werden Rauschmittel nicht ausrotten. Problematisch ist der Exzess und die Abhängigkeiten, die damit verbunden sein können.

Ich denke, es steht der Wunsch nach einer Auszeit dahinter. Wir brauchen eine Auszeit vom Alltag. Und das meine ich nicht nur auf unsere Gesellschaft bezogen. Wir spielen, wir meditieren, suchen Trancezustände oder haben Rituale. Rauschmittel haben dabei noch physische Reaktionen, die diesen Prozess unterstützen. Es geht m.E. um eine zeitlich begrenzte Veränderung der Wahrnehmung. So wie ein Dessert eine Abwechslung für den Geschmack von einem üppigen Essen darstellt, ist die Auszeit die Abwechslung vom täglichen "Einerlei". Wir können uns aber nicht nur von Desserts ernähren. das wäre genau so langweilig.

Ich glaube nicht, das der vollkommene Verzicht auf Rauschmittel uns in der Gesamtheit weiter bringt. Das mag für den Einzelnen ein gangbarer Weg sein, aber eben nicht für alle. Die wirklichen Probleme mit Rauschmittel treten dann auf, wenn es um Kontrollverlust der eigenen Handlungen oder um Abhängigkeiten geht. Menschen, die in dieser Situation leben, erleben ihr Tun nicht als Bereicherung und für Andere sind sie eine Belastung.

Alkohol wird konsumiert, weil er gewünschte Reaktionen im Körper verursacht. Es kommt letztlich darauf an, wie man damit umgeht. Wir gehen im Leben vielfältige Risiken ein und wissen von manchem, das schädlich für unseren Körper (oder unsere Umwelt) ist und tun es trotzdem. Können wir unser Leben wirklich auf das reduzieren, was unschädlich ist ? Schaden wir uns damit nicht auch ?

Ich denke, es geht um verantwortungsbewußten Umgang mit den Dingen, die uns umgeben, die wir tun oder die wir zu uns nehmen. Das Problem liegt im Übermaß, im Exzess oder in der Abhängigkeit. Und das kann man den Menschen nicht vorgeben. Ich finde den Hinweis, dass es auch ein Leben ohne Alkohol geben kann, sinnvoll und berechtigt. Wenn jemand die Verantwortung für den Verlauf der Beiträge bei Dir sieht, sagt das mMn viel über den/die Schreiber/in aus. Musst Du Dir diesen Schuh anziehen ?
Willst du, oder du, oder duuuu egoistisch ignoriert werden, obwohl du genau weißt, dass es Menschen in deinem Umfeld gibt, die dir helfen, bzw dich unterstützen könnten!?
Das verstehe ich nicht so ganz. Hast Du um Hilfe gebeten und wenn ja wofür ? Wenn ich denke, dass ich Hilfe brauche, frage ich um Hilfe nach. Wenn Andere denken, dass ich Hilfe brauche, kann man sie mir anbieten, aber ich muss sie nicht annehmen. wenn Andere bestimmen, dass ich Hilfe brauche, ist das zunächst ein Übergriff, den ich definitiv ablehne.

Was ist also mit dem Fall, dass ich tatsächlich Hilfe brauche (z.B. bei einer Abhängigkeit), aber es nicht wahrhaben möchte ? ich sehe hier die Selbstbestimmung als wichtiger an. Es gibt ja viele Fälle, in denen ein Partner in irgend einer Form ahängig ist und der Andere helfen will. Das ist zunächst gut so. Aber auf Dauer muss der Hilfsbereite entscheiden, wie er mit der Ablehnung umgehen will. für mich gilt dabei der alte Grundsatz "love it, change it or leave it". Wenn Du die Situation nicht akzeptieren oder ändern kannst, verlasse sie. Wenn ich sie nicht verlassen kann, stellt sich die Frage warum nicht ? Liebe ist an dieser Stelle nicht das Argument, denn wenn die Selbstliebe kleiner ist als die Liebe, handelt es sich mMn nicht um Liebe, sondern um Coabhängigkeit. Stark verkürzt: ich brauche den Anderen in seinem Leid damit ich mich gut fühlen kann (nämlich als vermeintlich liebend Helfender), Wenn ich dem Anderen wirklich helfen will, ist das Verlassen manchml die bessere Lösung, gerade weil der Andere in noch mehr Probleme gestoßen wird. Erst wenn er erkennt, dass seine Situation wirklich schlecht ist, hat er die Motivation und die Energie, sie zu ändern. Ansonsten besteht die Gefahr, dass sich beide in einer Art Schwebezustand verharren.

Liebe ist für mich nicht selbstlos. Ganz im Gegenteil. Ich muss mich nicht in der Liebe opfern, auch wenn Liebe Opfer mit sich bringen kann. Liebe ist Selbsterkenntnis, wenn man bereit ist, sich darauf ganz einzulassen. Sie fordert aber nicht, dass ich mich um eines Anderen willen aufgebe. In der Liebe muss ich mich aushalten, nicht den Anderen ...
Viele Grüße
Vicky

Respekt ist nicht teilbar.
Lavendellöwin
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Re: Null Promille

Post 53 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

Vicky_Rose hat geschrieben: Mi 24. Jun 2020, 12:43 Es scheint eine Art "Grundbedürfnis" zu sein.
Vicky_Rose hat geschrieben: Mi 24. Jun 2020, 12:43 Ich denke, es steht der Wunsch nach einer Auszeit dahinter. Wir brauchen eine Auszeit vom Alltag.
Hi Vicky..

da stimme ich dir in gewisser Weise zu...das Grundbedürfnis ist aber nicht "Rausch", sondern das Gefühl/
die Gefühle die dadurch erzeugt werden.
Solche Gefühle wie Entspannung, Losgelöstsein, Freude, Lockerheit und ähnliche zum Bespiel.

Nicht schön ist, wenn dazu etwas gebraucht wird um eine Person in diese Zustände zu versetzen.
Entscheidend ist, aus sich selbst den gleichen Zustand zu erreichen-und das funktioniert auch,
z.B. kann man auf einer Party durchaus sehr viel Spass und Freude ohne Alkohol oder sonst etwas haben.
Ohne ist das Leben nicht trist-das ist meiner Meinung nach eine Fehleinschätzung das es so wäre.

In gewisser Weise würde uns der Verzicht auf Rauschmittel schon weiter bringen, denn dann sind die
Gefühle echt und nicht fremdproduziert. Ich habe ein Problem mit Fremdbestimmung, warum sollte
ich dann Fremdbestimmung trinken?

Wenn du so willst ist für mich ein Verzicht auf gewisse Dinge, die ich auch meist wirklich nicht "brauche",
ein mir selbstbestimmtes Näherkommen-und wollen wir das nicht alle?
Das dauert, es ist eine Lernkurve, es schmerzt manchmal, man ist sich selbst hilflos ausgeliefert,
man will schreien, heulen und auf den Boden stampfen, aber ist so erfüllend wie ein Rauschzustand auch möglicherweise ist.

Alles Liebe Marie (flo)
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
edeka
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Re: Null Promille

Post 54 im Thema

Beitrag von edeka »

Liebe Frieda,
bei deinem letzten Beitrag kommt es mir vor, daß du da was falsch verstehst.
Frieda hat geschrieben: Mi 24. Jun 2020, 10:31 Eigentlich... Eigentlich !!! (☝️) habe ich mit meinem Eröffnungspost nur das positive Licht auf ein Leben mit Null Promille gelenkt❣️
Habt ihr Lust es mal ehrlich rückblickend zu beleuchten, was in den Folgepost dann passiert ist!?
Ich selbst habe mich die ganze Zeit nicht mehr geäußert, aber irgendwie habe ich die Vermutung, nur, weil ich den Thread eröffnet habe, wird auch "automatisch"(?) die Thread-Entwicklung mir zugesprochen.
...
Und ganz ehrlich, es macht mir den Anschein, dass auch das mir irgendwie wieder angelastet werden will!?

Ich frage mich ehrlich, warum bzw wodurch man sich hier angegriffen fühlen könnte/kann, weil ich hier im Forum diesen Gedanken der "Null Promille" erwähnt habe.
(das ist jetzt nur mal etwas willkürlich, aber beispielhaft, als Zitat raus gegriffen ...)

Also: wir kennen ja andere Freds hier im Forum, wo Teilnehmer sich gegenseitig beschimpfen, verletzen. Oder wo auch ohne persönlichen Streit harte unterschiedliche Argumente , also wirklich gegensätzliche Positionen aufeinander treffen.

Und in diesem Fred ? Was war denn hier ? Nichts davon ! Und ich habe mir die Mühe gemacht, alle Beiträge zu lesen.
Also: weder Du wurdest angegriffen, noch andere !
(da klingt es für mich dann schon komisch, wenn jemand sich "auf die Seite von Frieda" stellt :lol: )

Was war dann ?
Es gibt 2 Positionen:
1. ein Leben ganz ohne Alkohol - also "null Promille" - ist erstrebenswert.
2. Alkohol als Genussmittel eingesetzt ist OK.
Das ist zwar ein Unterschied, aber beide Gruppen respektieren sich. Wenn ich z.B. mich eher zur (2) zähle, dann finde ich doch die (1)er absolut OK ! Das haben viele auch ausdrücklich geschrieben.
(nebenbei: was mich etwas gestört hat, war das Gefühl, man müsse sich rechtfertigen, wie wenig Alkohol man trinkt, damit man ja nicht als Alkoholiker gilt, drum habe ich so geschrieben wie ich es tat...)
Was vereinzelt zu Kritik führte - wohlgemerkt nur Kritik, nicht Streit ! - war die Absolutheit, mit der die Anhänger von (1) ihre These vertreten haben, nach der Art: ihr solltet alle auf Alkohol ganz verzichten, weil ihr Gefahr läuft, in die Sucht zu stürzen, und
in den Tiefen des alkoholischen Hexenkessels abtriften
Das empfinden eben manche als moralisieren, als belehren. So habe z.B. ich es gesagt. Aber das ist kein Angriff, sondern einfach meine Meinung und Punkt. Und ich finde es auch nicht so schlimm ! wir kennen dich ja, du darfst das ! (yes) (smili) .

ich glaube, man muß einfach akzeptieren, daß es die beiden obigen Positionen gibt (die ja beide nicht den Alkohol verharmlosen), und gut sein lassen.

LG ascona )))(:
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Re: Null Promille

Post 55 im Thema

Beitrag von Frieda »

Erich_Erika hat geschrieben: Di 23. Jun 2020, 12:41 Aus einem solchen Loch komme ich nur heraus, wenn es mir gelingt mein Leben so zu verändern, dass ich mehr positive Eindrücke oder Empfindungen erhalte.
!EmmiMarie! hat geschrieben: Mi 24. Jun 2020, 13:09 ...
Guten Morgen liebe Erika❣️

Entschuldige es mir bitte, weil ich dir jetzt erst reagiere. Aber manchmal lasse ich das gesprochene/geschriebene Wort einfach gerne noch in mir wirken bevor ich darauf reagiere. Und manchmal fordert mein reales Leben mich einfach zu sehr, und ich finde keine ruhige Zeit um meine Gedanken runter zu tippen.
Ich erlebe es auch hin und wieder, dass es in unserer Gesellschaft nicht so gern gesehen wird, wenn man sich mit seiner Antwort etwas Zeit nimmt. Oft genug spricht es mein Gegenüber auch zu mir aus, dass es ihn nervt, weil man immer auf meine Reaktion/Antwort warten müsse. Für mich selbst ist es dann immer und immer wieder Training, diesen Druck der Neugier meines Gegenübers auszuhalten und mich nicht drängeln zu lassen, vor allem, wenn er sich schon getraut hatte mir zu sagen, ich solle doch nicht immer so lange für eine Antwort überlegen, sondern einfach spontan drauf losquatschen, wie alle anderen halt auch.
Warum erzähle ich dir das? Nun ja, ich bin der Meinung wir werden durch unsere eigene Unachtsamkeit, dazu verführt, dazu verleitet so zu sein, wie Andere, egal bei welchem Thema. Ich bin mittlerweile der Meinung, dass wir es uns selbst antrainieren so zu sein, wie die breite Masse. Gewohnheiten, Sichtweisen, Einstellungen werden quasi mit vererbt. Uns von den schlechten Gewohnheiten zu lösen, die wir förmlich mit der Muttermilch in uns aufgesaugt haben, scheint für viele Menschen unrealistisch, allerdings für manche auch vollkommen unnötig. Meiner Meinung nach aus zwei Gründen. Zum einen haben wir es so verinnerlicht und es ist zu "unserer" Wahrheit geworden und zum anderen, falls wir doch an den Punkt kommen, wo wir die nicht so vorteilhaften, alten, elterlichen Gewohnheiten erkennen und ablegen wollen, scheitern dann viele trotzdem an der Umsetzung. Warum? Weil das echte Arbeit an sich selbst bedeutet und das mit einer beständigen Ausdauer.
Es ist ja nun nicht so, dass mir selbst dies und das einfach so im Schlaf über Nacht so zufällt. Von mir verlangt das genauso beständige Einsicht und Arbeit an und mit mir selbst , wie bei jedem anderen Menschen auch. Ich habe aktuell nur den kleinen Vorteil, dass ich schon etwas länger im Training stecke, und es mir demzufolge etwas leichter fällt, mich selbst zu erkennen und zu korrigieren, zu lenken.
Mir ist es auch oft genug unangenehm darüber (vor allem) öffentlich zu sprechen, weil ich zu oft missverstanden werde. Dieses Thema hier "Null Promille" ist doch gerade wieder ein Beispiel. Ich bin EmmiMarie sooo dankbar, weil Sie es wiederholt geschafft hat, viel mutiger, viel direkter hier zu reagieren. Ich selbst bin dann vorzugsweise eher der Denker, und denke dann lieber über die anderen Sichtweisen nach. Das bedeutet nicht, dass ich keinen eigenen Standpunkt habe. Aber all zu oft unterscheidet sich meine Meinung, Sichtweise von dem der breiten Masse.. sry. Und Marie ist da dann etwas gefestifter als ich (in meiner Wahrnehmung) und Sie steht öffentlich mutiger zu ihrem Denken und Tun. Denn im aktuellen Fall hier, hat Sie im Post Nr. 54 mir extrem aus dem Herzen gesprochen. Ich fühle mich da einfach blind verstanden. EmmiMarie empfindet zB meine Worte auch nicht als Gängelung, eben, weil wir uns im Denken oft genug ähneln. Warum? Weil Sie aus (sry) einem Elternhaus kommt, die von Anfang an eine herzliche, offene und warme Einstellung als Eltern vorgelebt haben. Marie hat hin und wieder hier erzählt, wie weltoffen Sie erzogen wurde, und wie unkompliziert Sie erzogen wurde trotz und vielleicht auch eben darum, weil Sie Trans ist. Marie's Erzählungen beweisen es doch, welche gravierenden Auswirkungen unsere Kinderstube auf unser ganzes Leben hat.
Und wenn man nun in ein Elternhaus hinein geboren wurde, was das ganze Gegenteil von dem ist, was Marie uns bisher so erzählt hat, dann liegt es nicht an dem Elternhaus welches man hat, warum man heute nix ändern könne, sondern einzig und allein nur an einem selbst.. sry. Die Voraussetzung zur Veränderung ist Einsicht, beständige Kraft und Wille sich selbst verändern zu wollen. Nicht mehr und nicht weniger.
Es bringt uns nicht weiter, uns in dem Strudel der Hilflosigkeit gefangen zu halten. Unsere eigenen Gedanken sind es die wir lenken können und diesem Fall auch müssen. Einstein hat es uns doch auch schon gesagt, dass wir niemals Veränderungen erreichen, bzw erleben werden, wenn wir alles beim Alten lassen. Wenn wir selbst merken, dass wir Leiden, gibt es nur zwei Wege. Den leichten Weg der Gewohnheit der uns tiefer und tiefer mit dem elterlichen Strudel abwärts zieht. Oder der beschwerliche Weg aufwärts.
Wir wissen es Alle welcher Weg der leichtere ist. Wir wissen es aber auch, welche Belohnung am Ende auf jeder Seite auf uns wartet❣️

Es ist nicht so, dass die Welt nur positiv, oder nur negativ ist. Es gibt keine Wahrheit darüber. Die Welt ist einfach nur. Wir selbst sind es, die wir uns unsere Welt dunkel und düster, oder hell und strahlend denken. Es ist eine Frage des Trainings, wie wir denken. Der eine übt es Tag ein Tag aus zu jammern, zu nölen, zu meckern und der andere halt nicht. Der Eine übt es halt lieber das Schöne zu sehen. Sein Fokus sucht halt immer das positive, und dass wird irgendwann genauso zur Gewohnheit, so wie beim Nörgler das Gemecker, das Klagen, das Jammern.. sry


Liebe Erika verzeih mir bitte meine sooo vielen Worte.
Und danke für deine Geduld mit mir, falls du mich echt bis zum Ende hier her gelesen hast. 🙏

Namaste 🙏
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Re: Null Promille

Post 56 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2020-11-14 »

Frieda hat geschrieben: Do 25. Jun 2020, 06:58 Guten Morgen liebe Erika ....
Hallo Frieda,

ich wäre niemals irgendwie auf die Idee gekommen, dass ich Dich mit dieser dummen und eigentlich ganz allgemein gemeinten Bemerkung so kränken könnte. Ich hasse es nun einmal wie die Pest, wenn mir jemand etwas vorschreiben will.

Also herzlichen Dank für Deine ausführliche Antwort!

Die meisten schießen ganz schnell wütend und unüberlegt zurück, wenn sie sich gekränkt fühlen. Dann gibt ein Wort das andere und es entsteht ein völlig überflüssiger heftiger Streit. Corona verstärkt das jetzt. Da liegen bei vielen die Nerven blank. Die andere Reaktion ist dann, dass sie sich einfach von einem abwenden. Aber zugeben, dass man sich gekränkt fühlt, so etwas haben die meisten nicht gelernt. Da müsste man ja Schwäche zeigen. Vor allem der "typische Mann" kann so etwas nicht, und die "starke Frau" kann es auch nicht.

Das lange Warten halte ich für eine sehr gute Strategie. Bei der Bundeswehr gibt es die Vorschrift, dass eine Beschwerde erst einen Tag nach dem entsprechenden Vorfall eingereicht werden kann. Aber wie Du ja scheibst, die schnelle Antwort wird von einem erwartet. Und dann ist da diese Ungeduld: Das muss schnell aus dem Kopf raus, damit es mich nicht belastet. Wie es Emmi Marie schrieb, Du willst mit 'null Promille' einfach nur mit gutem Beispiel voran gehen. Mir kommen dabei aber Veganer in den Sinn, die mich darüber belehren wollen, dass der Fleischkonsum für uns alle nur schädlich ist und deswegen abgeschafft werden sollte. Dann antworte ich meistens: "Schädlich ist für uns alle vor allem der Mensch, also sollten wir den abschaffen."

Mich hat die Sache auch beschäftigt, und ich überlegte ein eigenes Thema dazu auf zu machen. In Deiner Antwort hast Du jetzt aber sinngemäß ungefähr dasselbe geschrieben. Ich denke, das wichtigste ist jetzt gesagt. Meinst Du, ein eigenes Thema wäre da jetzt noch sinnvoll? - Ich meine auch so etwas ähnliches hier irgendwo bereits gelesen zu haben.

Liebe Grüße
Erika
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Re: Null Promille

Post 57 im Thema

Beitrag von Frieda »

Vicky_Rose hat geschrieben: Mi 24. Jun 2020, 12:43 Es scheint eine Art "Grundbedürfnis" zu sein. Wir werden Rauschmittel nicht ausrotten. Problematisch ist der Exzess und die Abhängigkeiten, die damit verbunden sein können.

Ich denke, es steht der Wunsch nach einer Auszeit dahinter.

Liebe Vicky ❣️

Mh.. Irgendwie kommt in mir ein Gedanke, bzw folgende Fragen auf:
a) Wenn in uns der Wunsch aufkommt eine Auszeit haben zu wollen, können dann (gewisse) Tiere sich auch so einen Wunsch denken?
b) Und/oder befinden sich die Tiere irgendwann dann auch in einem Suchtverhalten nach dem Verzehr von Früchten, Käfer, Fisch und Co? Und falls nicht, warum? Ist da dann die Leber echt die einzige Erklärung?

Zusatz ..
zu a.) Falls Tiere so bewusst denken/lernen können, sollte der Mensch seine Wahrnehmung über die Tiere schleunigst überdenken... was übrigens diese Aussage hier aus deinem verlinkten Artikel wenigsten ein bisschen anregt zu tun(!?) ".. und die meisten Seidenschwänze wissen zudem, wann sie aufhören müssen..".
zu b.) Macht das Thema Abhängigkeit nicht wirklich besser, denn wir wissen Alle, wohin uns Abhängigkeit führen kann. Die Frage ist nur... Wissen das auch zB die Seidenschwänzchen? Scheinbar ja, da ja offensichtlich nur die jungen Seidenschwänzchen in die "Ausnüchterungszelle" müssen!? Sich selbst und ihre Wahrnehmung scheinen Sie ja schon irgendwie mit den Jahren zu fühlen, bzw zu erlernen, da Sie ja scheinbar mitbekommen, wie es Ihnen gerade mit den fermentierten Früchten geht, bzw wie hoch gerade Ihr Alkoholpegel liegt!? 🤔
Egal, der Blick mit dem Artikel auf Elefant, Jaguar & Co zeigt doch, dass wir beim Thema Rauschmittel noch lange nicht alles wissen.


Keine Ahnung ob ich jetzt am Thema vorbei "fliege"!? 🙈

Namaste 🙏
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Re: Null Promille

Post 58 im Thema

Beitrag von Frieda »

Erich_Erika hat geschrieben: Do 25. Jun 2020, 08:19 Meinst Du, ein eigenes Thema wäre da jetzt noch sinnvoll? - Ich meine auch so etwas ähnliches hier irgendwo bereits gelesen zu haben.[/i]
Liebe Erika❣️ (dr)

Ich bin klar und deutlich sehr gern für einen neuen Thread. 👍

Du bist doch auch erst recht "frisch" hier unterwegs, und ich glaube es ist für neue Mitglieder nicht unangenehm, die aktuellsten Thread's mitverfolgen zu können, auch wenn Sie Wiederholungen sind. Es sind jedenfalls nicht 1 zu 1 dieselben Forenmitglieder die sich im neuen Thema dann äußern, eben, weil das Forum immer und immer wieder auch Neuanmeldungen bekommt.

🙈Ich hoffe ich war jetzt zu verstehen und habe mich nicht zu verwurschtelt ausgedrückt!?

Namaste 🙏
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Re: Null Promille

Post 59 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2020-11-14 »

Frieda hat geschrieben: Do 25. Jun 2020, 10:02 Wenn in uns der Wunsch aufkommt eine Auszeit haben zu wollen, können dann (gewisse) Tiere sich auch so einen Wunsch denken?
Ja. Das können sie.

Lavendellöwin
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Re: Null Promille

Post 60 im Thema

Beitrag von Lavendellöwin »

ascona hat geschrieben: Mi 24. Jun 2020, 21:11 Was war denn hier ? Nichts davon ! Und ich habe mir die Mühe gemacht, alle Beiträge zu lesen.
Liebe Ascona,

das ist schön das du dir die Mühe gemacht hast, hier alle Beiträge zu lesen, aber du hast nicht
nicht verstanden warum ich geschrieben habe was ich geschrieben habe.
Frieda wurde in anderen Threads wegen ihrer Einstellung (dem Belehren) angegangen und deswegen habe ich mich
beim aufkeinem dafür entschieden zu schreiben, das ich das nicht gut finde..
ascona hat geschrieben: Mi 24. Jun 2020, 21:11 (da klingt es für mich dann schon komisch, wenn jemand sich "auf die Seite von Frieda" stellt )
du findest es also komisch und sogar zum lachen, das ich offen sage "liebe Freundin, ich halte in allen
Lagen zu dir?" hast du nicht auch Menschen um dich bei denen du das tun würdest und es als
reichlich seltsam empfinden würdest wenn das jemand einfach so ab tut?
ich wünsche es dir, das du solche Menschen um dich hast...

zudem ist es auch leider so, das eine Empfängerperson einen Ausdruck ganz anders auffassen kann
obwohl der Absender gar nicht verletzen wollte. Ich denke du weisst was das heisst...

Erich_Erika hat geschrieben: Do 25. Jun 2020, 08:19 Hallo Frieda,

ich wäre niemals irgendwie auf die Idee gekommen, dass ich Dich mit dieser dummen und eigentlich ganz allgemein gemeinten Bemerkung so kränken könnte. Ich hasse es nun einmal wie die Pest, wenn mir jemand etwas vorschreiben will.

Aber zugeben, dass man sich gekränkt fühlt, so etwas haben die meisten nicht gelernt. Da müsste man ja Schwäche zeigen. Vor allem der "typische Mann" kann so etwas nicht, und die "starke Frau" kann es auch nicht.
Deswegen muss ich hier Erika echt danken, denn sie hat hingefühlt und Verständnis für die
Situation gezeigt und nicht nur auf ihrer Meinung bestanden.
So klappt dann auch das gefühlsmässige Annähern ohne das die Fronten aushärten.
Danke, echt stark Erika!

Für den zweiten Satz im Zitat dank ich dir auch-du sprichst mir aus dem Herzen!
Ich habe Lust meine Gefühle offen zu zeigen...ich schrieb hier schon öfter, das ich auch
schwach und nicht nur stark bin und das ist gut.

Alles Liebe Marie (flo)
Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.
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