Modediktat, Magerwahn...Wollen wir uns das bieten lassen?
Modediktat, Magerwahn...Wollen wir uns das bieten lassen? - # 3

allgemeiner Austausch
Lina
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 4342
Registriert: Di 25. Jan 2011, 00:34
Pronomen:
Hat sich bedankt: 45 Mal
Danksagung erhalten: 155 Mal
Gender:
Kontaktdaten:

Re: Modediktat, Magerwahn...Wollen wir uns das bieten lassen

Post 31 im Thema

Beitrag von Lina »

Marielle hat geschrieben:Guten Abend Lina,
in dem nächsten Modekatalog wiederfinden, an dem ich mit arbeite.
Ich würde es mögen, wenn du erstmal an deiner Diskussionstechnik arbeiten würdest. Ich sehe keinen Anlass für dich, mich und / oder Daria als "dämlich" zu bezeichnen. Du erlaubst, dass ich dir das übel nehme, ja?
was ich himmelschreiend dämlich finde, ist wenn irgendwelche Leute mit solchen Prinzipdiskussionen anfangen - total auf dem teoretischen Level - ohne auch für 5 Cent praktisches Denken einzuschalten und ohne einen einzigen vernünftigen Gegenvorschlag
Hättest du mir doch einfach gesagt was dir an meinem Vorschlag, nachzulesen auf Seite 2 dieses Threads, nicht gefällt. Wenn ich noch Lust dazu hätte, würde ich gern mit dir darüber diskutiert haben.

Im übrigen scheinst du auf das Problem der Suche nach Kleidung im Internet abzuheben. In einem gedruckten Katalog ist es ja kein Problem hinzuschreiben, dass es dieses oder jenes Kleid in dieser oder jener Grösse gibt. Du erwartest nun nicht auch noch, dass ich über die ausgrenzende Wirkung mancher Begriffe hinwegsehe, nur weil die Suchmaschinen im Internet schlagwort-basiert arbeiten? Nee. Da mögen sich bitte die Suchmaschinen-Programmierer/innen, oder aber die Onlinekataloggestalter, was einfallen lassen.

Zum Thema: Ich will GAR KEIN WORT für Kleider in Grösse 40, 44, 48 oder 62. Diese Kleider sind durch eine Grössenangabe hinreichend spezifiziert.

Marielle

Du solltest vielleicht mal lesen bevor Vorwürfe machst. Ich habe niemanden, absolut niemanden als "dämlich" bezeichnet sonderen eine bestimmte Verhaltensweise als dämlich bezeichnet - wozu ich auch jederhzeit stehe.

Und einfach ein ersatzlos Wort in einer bestimmten Bedeutung aus der Sprache radieren, das als Hinweis auf bestimmte Warengruppen dient, damit man die schneller findet, halte ich immer noch für extrem dämlich! Die Sprache reduzieren oder gar vernichten kann jeder - das ist keine hohe Kunst. Die bereichern ist dagegen nicht so einfach, aber machbar.

Und warum meinst du mich in Sachen Diskussionstechnik belehren zu können oder dürfen? Ein bisschen Allgemeinwissen auf dem Weg: Was haben Suchmaschinenprogrammierer damit zu tun? Die haben genau so wenig mit dem Texten zu tun wie in früheren Zeiten der Schreibmaschinenkonstrukteur. Und du bringst damit die Angelegenheit da hin zu der Verhaltensweise, wo diu noch zu beweisen hast, dass die wirklich Schlau ist: Einfach ablehnen und sagen "darum müssen sich andere Kümmern, aber ich will nicht ..." Ich sage dir Texter kümmern sich darum, die schreiben gute, kürze bündige Texte, dass man recht schnell einen Eindruck bekommt, ob ein bestimmter Artikel interessant ist oder nicht. Fein; dann regen sich einige Leute über ein einzelnes Wort auf - soll ich gleich damit rechnen, dass die sich aufregen, nur weil die Lust dazu haben, oder soll ich darauf ein gehen und mal sehen, was das Problem ist?

Ich checke immer erst, was das Problem ist, stat gleich Vorurteilen den Vorrang lassen. U.a. deine Einstellung und deine "Belehrungen" könnten mich definitiv dazu animieren eher zur zweiten Option zu greifen. Aber nur könnte ... Also frage ich, was eigentlich los ist und welches Wort man denn lieber dafür hätte ... und kriege dann DIE Antwort ... "Wäääh, ich WILL KEIN WORT dafür". Gut Kindchen, heul dich aus. Zum Glück kann ich den imaginären Ton abschalten.

Nur, ich garantiere - so lange niemand schlüssig dafür argumentieren kann, was am den geläufigen Bezeichnungen - Große Größen, etc. - nicht in Ordnung sein soll oder gar eine alternative Bezeichnung nennen oder Akzeptieren will - dann geht kein Texter, AD oder andere in Brainstorming um ein anderes Wort zu finden, geht damit zum Kunden mit der Präsentation - denn der Kunde wird auch fragen: Warum? Die End-Kunden verstehen doch "Große Größen" ausgezeichnet, warum sollen wir die jetzt verwirren?
Soll der AD oder der Texter jetzt irgend einen Grund erfinden? - sorry, vorgeschobene Gründe kommen nicht gut. Dann wird der Marketingchef unseres Kunden, sobald wir aus der Präsentation raus sind, ganz bestimmt sagen: "Wie dämlich war das denn?!"
Marielle
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 1857
Registriert: Do 11. Aug 2011, 10:52
Geschlecht: Mensch
Pronomen: ikke
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0
Kontaktdaten:

Re: Modediktat, Magerwahn...Wollen wir uns das bieten lassen

Post 32 im Thema

Beitrag von Marielle »

"Wäääh, ich WILL KEIN WORT dafür". Gut Kindchen, heul dich aus. Zum Glück kann ich den imaginären Ton abschalten.
Was willst du mit dem pseudo-coolen Geschreibsel sagen? Mir jedenfalls geht es um einen ernsthaften Meinungsaustausch. Und wie du "dämlich" nachträglich einer Handlung zuordnest, um es scheinbar von der handelnden Person zu trennen, überzeugt mich nicht.


Meine Meinung war und ist, dass der Begriff "Übergrössen", in Verbindung mit der Damengrösse 40, geeignet ist, bei mancher Frau Frust zu erzeugen. Unnötigen Frust.

Ich verstehe nicht mal, warum du unbedingt ein Wort für Kleider suchst, die nur grösser sind als andere Kleider. Aber schreib von mir aus in deine Texte was du willst. Dem Marketingchef des Kunden sagst du dann in einigen Jahren einfach: "Das Wort "Übergrössen" lassen wir jetzt doch weg; Weil die Konkurrenz mit der schlichten Angabe "bis Grösse XY" mehr verdient. Den Trend haben wir leider übersehen. Sorry"

Ich habs grad mit Google ausprobiert: "Pumps, schwarz, 44" bringt auf der ersten Seite mehr für mich brauchbare Treffer als "Pumps, schwarz, Übergrösse". Das lässt mich erstmal gut schlafen.


Gute Nacht zusammen

Marielle
As we go marching, marching, we bring the greater days
For the rising of the women, means the rising of the race
No more the drudge and idler ten that toil where one reposes
But the sharing of life's glories, Bread and Roses, Bread and Roses.
Caira

Re: Modediktat, Magerwahn...Wollen wir uns das bieten lassen

Post 33 im Thema

Beitrag von Caira »

Gehts denn wirklich um das Thema Übergröße? Also im Sinne der Sache oder nur schlichtweg um die Tatsache, dass Männer nun mal größer sind als Frauen und sich dann logischerweise bei den Übergrößen in der Frauenabteilung umschauen müssen. Ich meine, hey - das haben wir doch gewusst und wenn es diskriminierend ist, dann eher gegenüber den größeren Frauen. Wir haben da ja offiziell nichts "zu suchen". Glücklichweise gehöre ich auch rein körperseitig eher zur femininen Seite und passe durchaus in die 40 - als auch in selbige Schugröße - rein, habe da also wenig Sorge. Ich kann dich aber auch verstehen, dass das ganze Übergrößen-Rumgeeire auf Dauer nervig sein kann. Das kostet u.U. mehr und man bekommt auch event. nicht die gewünschten Klamotten. Auch gerade bei Schuhen wirds schwierig. Solange sich was passendes findet ist doch alles gut ...
Marielle
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 1857
Registriert: Do 11. Aug 2011, 10:52
Geschlecht: Mensch
Pronomen: ikke
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 0
Kontaktdaten:

Re: Modediktat, Magerwahn...Wollen wir uns das bieten lassen

Post 34 im Thema

Beitrag von Marielle »

Guten Morgen zusammen,

Lina; Der Grund für eine möglicherweise wünschenswerte Vermeidung des Begriffes "Übergrössen" ist in diesem Thread von verschiedenen Leuten m.E. ausreichend beschrieben. Allein der Satz von caira " und wenn es diskriminierend ist, dann eher gegenüber den größeren Frauen. " reicht doch als Anlass darüber nachzudenken, ob es auch anders (besser) geht.

Wir können ja auch gern darüber diskutieren, ob "Übergrösse 40" überhaupt diskriminierend ist (ich hab das ursprünglich gar nicht so geschrieben). Aber z.B. "fette Tusse" ist wohl unstreitig bar jeden Anstands. Bevor du jetzt aufjaulst und schreibst, dass in keinem Katalog "Kleider für fette Tussen" steht: Das weiss ich. Aber wo zwischen diesen beiden Beschreibungen liegt die Grenze? Warum ist das Wort "Übergrössen" für Kleider überhaupt nötig? Willst du bestreiten, dass es Menschen gibt, denen es unangenehm ist, wenn ihre Grösse als Übergrösse bezeichnet wird? Willst du bestreiten, dass eine Häufung solcher "Botschaften" bei manchen Menschen an ihr Selbstwertgefühl geht?


Aus deinen Ausführungen lese ich, dass du glaubst mit den Kategorien Unter-/ Normal-/ Übergrössen eine bessere Übersicht zu schaffen. OK, das ist ein Argument. Mein Gegenargument ist, dass du dann an irgendeiner Stelle definieren musst, was untergross, was normalgross und was übergross ist. Dabei kommt dann zwangsläufig das Problem auf, das DEFINIEREN ABGRENZEN heisst *.

Es gibt unstreitig einen Badarf verschiedene Waren, auch Kleider, zu normen. Damit jemand die Chance hat ein passendes Kleid im Versandhandel zu kaufen, muss irgendwie festgelegt sein, welche Konfektionsgrösse welche Abmessungen hat. Wenn dann jemand KG 32, 40, oder 60 hat, ist das eine ziemlich neutrale Eigenschaftsbeschreibung. Diese Beschreibung reicht vollkommen aus. Jemand mit KG 60 weiss sicherlich selbst, dass er/sie mehr Umfang hat als der Durchschnittsbürger.
Wenn der Hersteller ein Segment hat - Modelle von 34 bis 42 oder 44 hat, und dann auch einiige Modelle die in größen von 38 bis 52 hergestellt werden sollen, was soll dann der Texter im Büro bei mir diese Größen nennen,
Der Texter / Grafiker könnte z.B. eine schicke Katalogseite machen, auf der hübsche Kleider abgebildet sind und auf der neben den Bildern die geplanten Bereiche der Konfektionsgrössen und die zugehörigen Seitenzahlen im Katalog stehen. Ohne jede weitere (wertende, abgrenzende) Bezeichnung.

Oder wird die Kundin für so blöd gehalten, dass ihr erklärt werden muss sie sei überdurchschnittlich fett? Oder ist es noch schlimmer und der Texter hat gar Freude daran die "fette Tusse" abzukanzeln? Du schreibst über meinen Umgang mit Sprache, die ich "vernichten" würde. Dabei übersiehst du geflissentlich das es mir genau um den Umgang mit Sprache geht. Sprache kann eine Waffe sein. Da das bei Werbetextern scheinbar nicht klar ist, ist dieser Thread doch gut.


Wenn du jetzt aufhörst mich zu beschimpfen (dämlich, erst lesen dann..., extrem dämlich, heul dich aus) und mir stattdessen sachlich erläuterst warum das von mir vorgeschlagene aus deiner Sicht nicht geht, dann können wir weiter darüber diskutieren.

Marielle








Definieren, aus lateinisch de- und Finis; de = ab-, weg-, aus-, ; finis = Grenze
As we go marching, marching, we bring the greater days
For the rising of the women, means the rising of the race
No more the drudge and idler ten that toil where one reposes
But the sharing of life's glories, Bread and Roses, Bread and Roses.
Marlene
registrierte BenutzerIn
Beiträge: 529
Registriert: Di 12. Apr 2011, 12:50
Geschlecht: dazwischen
Pronomen:
Hat sich bedankt: 283 Mal
Danksagung erhalten: 92 Mal
Kontaktdaten:

Re: Modediktat, Magerwahn...Wollen wir uns das bieten lassen

Post 35 im Thema

Beitrag von Marlene »

Guten Tag Miteinander,
es gibt ein Wort, das heißt "Streitkultur". Vielleicht sollte man zu dieser zurückfinden. Wäre nicht schlecht, denn mittlerweile artet es oft hier so aus, wie in anderen einschlägigen Foren, wo man sich ständig belöffelt, nur eine ruhige und sachliche Diskussion geht einfach nicht mehr. Schade.

Ich habe mit den Größen übrigens absolut kein Problem. Was ich nicht passend bekomme, ändere ich ab/ laß'es abändern oder suche mir etwas anderes aus. Fördert zudem die Kreativität und macht Spaß.

L.G. Marlene
Natascha

Re: Modediktat, Magerwahn...Wollen wir uns das bieten lassen

Post 36 im Thema

Beitrag von Natascha »

Marielle hat geschrieben:Modediktat, Magerwahn...Wollen wir uns das bieten lassen?

Weiß nicht. Ich war mal ziemlich dick und schaue schon rein für mich selbst darauf, nicht dahin zurückzufallen. Ich fühl mich besser, wenn ich weiß das mein Gewicht im Normalbereich liegt. Dafür muß ich nicht hungern. Nur keinen unnötigen Blödsinn essen. Das ist recht leichtGott sei Dank. - Und Modediktat? Ich geb Nichts auf Mode. Ich denke für Leute wie mich (TS) gibt's keine Mode. Ich glaube ein recht passables Gespür dafür zu haben was an mir feminin und gut aussieht. Ich mach mir meine eigene Mode. Was gut aussieht wird getragen. Es kann auch gerne die billigste Sonnebrille oder das T-Shirt von der Tanke sein. Wenn's "rockt" ist es i.O. Da muß keine Marke darauf stehen für mich. Es muß nur gut aussehen und ich muß mich darin wohlfühlen. Denn nur wenn ich mich wohlfühle, so glaube ich, fühlen sich auch die Menschen mit mir wohl. ^^


LG,
Tasha
Antworten

Zurück zu „Crossdresser Transgender DWT Portal“