...und das rechtfertigt Deiner Meinung nach wirklich, nicht über jegliche Form der Diskriminierung nachzudenken sondern diese gezielt zum eigenen Fortkommen einzusetzen? Ich hoffe, dass ich das missverstehe.matthias55 hat geschrieben: Di 25. Aug 2020, 08:38Mal abgesehen davon, dass der Begriff "Rassismus" nur eine einzige Spielart von "Diskrimierung" ist.Jaddy hat geschrieben: Mo 24. Aug 2020, 20:04 Gerade wenn wir wirklich nicht rassistisch handeln wollen, wäre es zum anderen schon mal das einfachste, auf jene Begriffe und Handlungen zu verzichten, von denen Betroffene immer wieder berichten, dass sie bei ihnen herabsetzend ankommen. Mindestens ne gute Übung, praktizierter Respekt und ich bin sicher, dass es auch wahrgenommen wird.
Wie ist es denn zwischen Menschen weisser Hautfarbe? Der eine ist für den anderen ein Depp, ein Ar..., ein Vollidiot, ein Hartz4ler, eine Tussi, ein Schönling oder sonstwas .... Pech, dass sich der Beleidigte da nicht auf Rassismus, Sexismus oder sonstwas berufen kann. Leute werden immer von anderen Leuten in Schubladen gesteckt, die oft diskriminierend sind.
Wie ich schon sagte: Begriffe allein machen gar nichts, egal ob man sie abschafft oder nicht. Das Problem ist an sich viel, viel grundlegender. Wenn in der Sozialisation proklamiert wird, dass wir eine Konkurrenz- und Leistungsgesellschaft sind, dass jeder seines Glückes Schmied ist, dass jeder für sich selbst verantwortlich ist, dass Wohlstand (pekuniär) angestrebtes Ziel ist, dass jeder seine eigenen Ellbogen einsetzen muss, dann ist die Frage: ob hier nicht die Akzente falsch gesetzt werden. Jeder muss sich so über Wasser halten, dass es noch immer andere gibt, die unter ihm sind. Hackordnung ...
Gruß
matthias
Damit hätte kein Mensch mit körperlichen Einschränkungen, kein Mensch mit psychischen oder gesitigen Abweichungen, kein Mensch mit anderer Hautfarbe als weiß, kein Mensch mit südländisch klingendem Namen, kein Mensch mit falsch klingendem Vornamen... urz kein Mensch mit Abweichung von der Norm mehr eine Chanc auf gleichberechrigte Teilhabe.
Das es eine Tendenz zu solchem Denken in der Natur und der Gesellschaft gibt ist wahr, dies zu leugnen wäre dumm. Danach zu handeln aber genauso. Ich will in keiner Gesellschaft leben, die sich am Recht der stärksten Gruppe oder der größten Aggressivität ausrichtet. Ich denke, Du auch nicht wirklich, oder?