Körper gegen Gefühl
Körper gegen Gefühl - # 3

ExUserIn-2026-04-08
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Re: Körper gegen Gefühl

Post 31 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Hallo Anja,
Mein Körper ist in der Öffentlichkeit größtenteils bedeckt. Was ich im BH oder in der Hose habe ist für die Öffentlichkeit nicht sichtbar.
um die Sichtbarkeit geht es mir bei meiner Frage gar nicht. Es geht um die Erwartungshaltung bzw. Wertung, die man durch das Leben in einer Gesellschaft quasi mit der Muttermilch aufsaugt. Oder anders gefragt, gäbe es eine Änderung im Verhalten, wenn diese Wertung anders ausfiele ?

Dass es Menschen gibt, die Dein Auftreten durch ein Lächeln unterstützen, verstehe ich und habe ähnliches auch schon erlebt. Aber was treibt Dich jenseits allen Kopfkinos als Frau durch die Welt zu gehen ? Woran kannst Du ganz konkret festmachen, dass Du eine Frau bist ? Was ist eine Frau ? Was ist ein Mann ?

Ich habe für diese Fragen keine Antwort, vielleicht sind sie deshalb so interessant ...
Viele Grüße
Vicky

Respekt ist nicht teilbar.
Mina
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Re: Körper gegen Gefühl

Post 32 im Thema

Beitrag von Mina »

Vicky_Rose hat geschrieben: Mo 6. Nov 2017, 15:23 Hallo Anja,
Mein Körper ist in der Öffentlichkeit größtenteils bedeckt. Was ich im BH oder in der Hose habe ist für die Öffentlichkeit nicht sichtbar.
um die Sichtbarkeit geht es mir bei meiner Frage gar nicht. Es geht um die Erwartungshaltung bzw. Wertung, die man durch das Leben in einer Gesellschaft quasi mit der Muttermilch aufsaugt. Oder anders gefragt, gäbe es eine Änderung im Verhalten, wenn diese Wertung anders ausfiele ?

Dass es Menschen gibt, die Dein Auftreten durch ein Lächeln unterstützen, verstehe ich und habe ähnliches auch schon erlebt. Aber was treibt Dich jenseits allen Kopfkinos als Frau durch die Welt zu gehen ? Woran kannst Du ganz konkret festmachen, dass Du eine Frau bist ? Was ist eine Frau ? Was ist ein Mann ?

Ich habe für diese Fragen keine Antwort, vielleicht sind sie deshalb so interessant ...

Gerade der letzte Absatz Vicky, war es mich schlicht als quernormal einzustufen. Denn wir tragen alles an Genen in uns und auch Gefühle welche in beiden Geschlechtern vorkommen.

Sowie das Innere Zugehörigkeitsgefühl.

Ich kann so gesehen nicht aufrichtig sagen ob ich männlich oder weiblich bin.
Somit temporärer Status: beides, respektive eben Quernormal! )))(:
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Re: Körper gegen Gefühl

Post 33 im Thema

Beitrag von Jenina »

Vicky_Rose hat geschrieben: Mo 6. Nov 2017, 13:08 ....
Oder Verallgemeinert gesagt, TV sind auf einer Skala zwischen m und f zu sehen (teilweise auch dynamisch wechselnd), TS sind überwiegend binär ausgerichtet, auch wenn es nicht äußerlich und innerlich nicht passt. Die Ursache für das Leid wäre vielleicht sogar eine ganz andere. Und Leid ist für mich der zentrale Punkt.

Aber Leid ist nicht gleich Leid. Das Leid, dass aus den Gefühlen kommt, kann ich in den meisten Fällen verändern, in dem ich Sichtweisen oder/und Verhalten ändere. Ich kann an Schmerz oder Angst arbeiten. Leid, dass aus nicht gelebten Talenten stammt, kann ich auch ändern, in dem ich sie entwickle. Auch Behinderungen müssen kein Quell von Leid sein. Es ist unsere Einstellung zu unseren Behinderungen.

Die Kernfrage ist, wie kann ich mein Leid mildern ? Worin liegt genau mein Leid ? Und kann ich meine Situation so verändern, dass sich dieses Leid verringert bzw. neues Leid nicht so gravierend ist, wie vorher ? Erst wenn ich diese Fragen beantworten kann, kann ich mit der Lösungssuche beginnen.
Ja Vicky, somit wären wir mal wieder beim leidigen Thema "Leidensdruck" angelangt.

Ich habe damit große Schwierigkeiten und Du ja wohl auch. Es ist wirklich eine Frage der Einstellung und damit aber eine von der Gesellschaft beeinflusste Frage. Denn ich bekomme das Leid dadurch, dass die gesellschaftlich-kulturellen Einflüsse auf meine Gefühle rückkoppeln. Es entsteht eine Art Zwang zur Anpassung an die Konvention.

Als TV weiche ich dem Zwang aus indem ich wechsle zwischen den Ansprüchen und in beiden Modi den Konventionen entsprechen will - man nennt es dann Passing, das es für mich auch im männlichen Modus gibt.

Ene weitere gute Frage stellst Du
Dass es Menschen gibt, die Dein Auftreten durch ein Lächeln unterstützen, verstehe ich und habe ähnliches auch schon erlebt. Aber was treibt Dich jenseits allen Kopfkinos als Frau durch die Welt zu gehen ? Woran kannst Du ganz konkret festmachen, dass Du eine Frau bist ? Was ist eine Frau ? Was ist ein Mann ?
Auch ich kann das nicht beantworten, ich weiss schlicht nicht was das tatsächlich ist: eine "Frau"/ ein "Mann". Ich weiss nur wie in unserem Kulturkreis bestimmte Beschreibungen existieren, die sowohl Äußerlichkeiten betreffen als auch angeblich Gefühle und Persönlichkeitsmerkmale beschreiben sollen. Beim letzteren habe ich große Zweifel, dass so etwas überhaupt möglich ist bei der Vielfalt an menschlichen Gefühlen.

Deshalb habe ich auch in noch so vielen Gesprächen nicht herausfinden können was eine TS meint wenn es heisst "ich war schon immer eine Frau". Es tut mir leid, aber das ist eben meine Beschränktheit im Einfühlen in eine offenbar völlig andere Welt. Dafür kann ich nicht und man möge mir das verzeihen. Ich kann dem kategorischen Zuordnen unter einen Pol des binären Modells nicht folgen.

Jenina
Disclaimer: Dies ist eine persönliche Meinung, sie ist möglicherweise inkompatibel mit Deinem Glauben/Lifestyle/Parteiprogramm!
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Re: Körper gegen Gefühl

Post 34 im Thema

Beitrag von Anja »

Hallo Vicky,
Vicky_Rose hat geschrieben: Mo 6. Nov 2017, 13:08 Wo dieser Druck herkommt, ist für mich nicht geklärt. Würdest Du noch den Druck verspüren, wenn es allgemein akzeptiert wäre, dass Du Dich manchmal als Frau darstellst und als solche gesehen werden willst ?
Vicky_Rose hat geschrieben: Mo 6. Nov 2017, 15:23 um die Sichtbarkeit geht es mir bei meiner Frage gar nicht. Es geht um die Erwartungshaltung bzw. Wertung, die man durch das Leben in einer Gesellschaft quasi mit der Muttermilch aufsaugt. Oder anders gefragt, gäbe es eine Änderung im Verhalten, wenn diese Wertung anders ausfiele ?
Ich hatte deinen Ausdruck schon so verstanden, das er sich auf die Optik bezieht. Denn sonst gebe es ja nix zu sehen oder zu akzeptieren
Ich habe übrigens auch in meiner Zeit als Teilzeitfrau keine schlechten Erfahrungen gemacht. Natürlich musste ich manchmal bei der Anrede etwas korrigieren, aber das werte ich nicht gleich als schlechte Erfahrung. Leute, die noch nie mit uns in Berührung gekommen sind, sind halt auch manchmal sehr unsicher uns gegenüber. Das ist nachvollziehbar.
Also nach meiner Erfahrung sehe ich es so, das ein zeitweiser Wechsel in der Öffentlichkeit (in der ich mich so bewegt habe), bereits voll akzeptiert wird.
Z.B. fragte ich mal in einem Restaurant wo die Toilette ist, da meinte der Kellner "dort ist die Herrentoilette und da die Damentoilette, ganz wie es Ihnen beliebt."
Vicky_Rose hat geschrieben: Mo 6. Nov 2017, 15:23Aber was treibt Dich jenseits allen Kopfkinos als Frau durch die Welt zu gehen ? Woran kannst Du ganz konkret festmachen, dass Du eine Frau bist ? Was ist eine Frau ? Was ist ein Mann ?
Ich weiss es.
So wie ich früher wusste, das ich ein nicht ganz normaler Junge war.
Beschreiben kann man es nicht. Ein Mann weiß, das er ein Mann ist. Und eine Frau weiß, das sie eine Frau ist. Wie soll man das beschreiben?
Ich war halt sehr lange irritiert durch meinen männlichen Körper. Das behindert die Selbstfindung doch erheblich, da man doch offensichtlich ein Junge ist. Aber irdendwann begriff ich, das es nur Fassade ist, das der Körper nur Fassade ist. Das hinter dem männlichen Körper kein Mann steckt. Natürlich wird jeder Mensch entsprechend seines Körpers ab Geburt von seiner Umgebung auch entsprechend geprägt. Nur stellt das in den meisten Fällen niemand in Frage.
Hm.
Ich weiß das ich eine Frau bin weil ich mir einen weiblichen Körper wünsche?
Ich glaube so kann man es ausdrücken. Ich möchte z.B. die GaOP nicht durchführen. Das liegt aber an den damit verbundenen Risiken.
Könnte ich mir einen weiblichen Schoß herbeizaubern, würde ich es sofort tun.
Du fragst was ist ein Mann, was ist eine Frau? Das sind die beiden biologischen Geschlechter, die grundsätzlich von der Natur vorgesehen sind. Nun ist es in meinem Fall wohl so, das mein Gehirn zwar das einer Frau ist (das einen weiblichen Körper erwartet) aber von Geburt an auf männlich programmiert wurde. So dauerte es etwas, sämtliche männlichen Programme wieder zu deinstallieren :lol:
Natürlich gibt es auch alles zwischen Mann und Frau. Aber in der Regel bekommen wir einen von beiden möglichen Körpern mit auf dem Weg. Da ich mir aber den anderen Körper wünsche bin ich eine Frau, die als Mann geboren wurde.
So, nun zerfleischt mich :lol:

Grüße
die Anja
Fällt der Apfel weit vom Stamm, kommt wenigstens mal Sonne dran!
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Re: Körper gegen Gefühl

Post 35 im Thema

Beitrag von Mina »

Anja hat geschrieben: Mo 6. Nov 2017, 16:15 Ich weiß das ich eine Frau bin weil ich mir einen weiblichen Körper wünsche?
Ich glaube so kann man es ausdrücken. Ich möchte z.B. die GaOP nicht durchführen. Das liegt aber an den damit verbundenen Risiken.
Könnte ich mir einen weiblichen Schoß herbeizaubern, würde ich es sofort tun.
Du fragst was ist ein Mann, was ist eine Frau? Das sind die beiden biologischen Geschlechter, die grundsätzlich von der Natur vorgesehen sind. Nun ist es in meinem Fall wohl so, das mein Gehirn zwar das einer Frau ist (das einen weiblichen Körper erwartet) aber von Geburt an auf männlich programmiert wurde. So dauerte es etwas, sämtliche männlichen Programme wieder zu deinstallieren
Natürlich gibt es auch alles zwischen Mann und Frau. Aber in der Regel bekommen wir einen von beiden möglichen Körpern mit auf dem Weg. Da ich mir aber den anderen Körper wünsche bin ich eine Frau, die als Mann geboren wurde.
So, nun zerfleischt mich
Warum wollt Ihr alle gleich zerfleischt und geshitstormed werden, für Eure persönlichen Ansichten und Fakten?? :shock: )))(:

Nein, es ließt sich doch schon von allen Beiträgen heraus, das der Mensch als solcher nicht "Normierungsfähig" ist. Gut es gibt ab Geburt die Vagina und den Pippimann, auch gibt es die bekannten Mischungen der inneren Geschlechtsorgane und aber der Umstand macht es doch noch begreiflicher, das eine Unterhaltung darüber nur einen Schluss zulassen kann - jeder Mensch ist, wie er eben ist und das ist gut so, das Recht zu besitzen dies auch auszuleben, sofern keine Gefahr für Mensch, leib und Leben besteht. ;-)
Anja hat geschrieben: Mo 6. Nov 2017, 16:15 Könnte ich mir einen weiblichen Schoß herbeizaubern, würde ich es sofort tun.
Verführerisch ist der Gedanke sehr! (flo)

Jenina hat geschrieben: Mo 6. Nov 2017, 15:58 Es ist wirklich eine Frage der Einstellung und damit aber eine von der Gesellschaft beeinflusste Frage. Denn ich bekomme das Leid dadurch, dass die gesellschaftlich-kulturellen Einflüsse auf meine Gefühle rückkoppeln. Es entsteht eine Art Zwang zur Anpassung an die Konvention.
Ja, ich kanns nur bestätigen und es sollte außer Frage stehen, was für ein großes Problem es sein kann.

Denn es gibt tatsächlich noch mehr als genug "Unmenschen" da draussen die uns "heilen" wollen :lol: )))(:
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Re: Körper gegen Gefühl

Post 36 im Thema

Beitrag von JanaH »

ja, zu "zerfleischen" gibt es da gar nix und speziell bei Anja komm ich aus dem Kopfnicken überhaupt nicht mehr raus.
ich bin auf dem Weg, mich als Frau annehmen zu können, was als Mann nie geklappt hat.
Allerbestes Beispiel: die Leichenfledderei meines Vorstellungsthreads von gerade eben.
Ich bin in der einerseits komfortablen, andererseits auch oft einsamen Situation, alleine zu leben und kann da (habe ich auch)
so ziemlich alles ausprobieren. (Und alles in Zeiten des Internet ist so einiges).
Letztlich richtig für mich: Frau. Punkt.
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Re: Körper gegen Gefühl

Post 37 im Thema

Beitrag von Michi »

Mina hat geschrieben: Mo 6. Nov 2017, 16:37
Anja hat geschrieben: Mo 6. Nov 2017, 16:15 So, nun zerfleischt mich
Warum wollt Ihr alle gleich zerfleischt und geshitstormed werden, für Eure persönlichen Ansichten und Fakten?? :shock: )))(:
Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass Anja gerne zerfleischt werden will.
Das ist nur die Kurzform für: "Ich hab da so meine Erfahrungen und ahne schon was jetzt kommt. Ist mir aber egal. Also tut was ihr nicht lassen könnt."

:wink: )))(:
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
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Re: Körper gegen Gefühl

Post 38 im Thema

Beitrag von JanaH »

MichiWell hat geschrieben: Mo 6. Nov 2017, 18:11
Mina hat geschrieben: Mo 6. Nov 2017, 16:37
Anja hat geschrieben: Mo 6. Nov 2017, 16:15 So, nun zerfleischt mich
Warum wollt Ihr alle gleich zerfleischt und geshitstormed werden, für Eure persönlichen Ansichten und Fakten?? :shock: )))(:
Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass Anja gerne zerfleischt werden will.
Das ist nur die Kurzform für: "Ich hab da so meine Erfahrungen und ahne schon was jetzt kommt. Ist mir aber egal. Also tut was ihr nicht lassen könnt."

:wink: )))(:
Hallo Michi,
glaubst Du? (nicht jetzt bezogen auf Anja, aber ich habe dieses Forum bisher nicht so erlebt, als würde da jemand " tun, was man nicht lassen kann"
Zu naiv?
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Re: Körper gegen Gefühl

Post 39 im Thema

Beitrag von Mina »

MichiWell hat geschrieben: Mo 6. Nov 2017, 18:11 Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass Anja gerne zerfleischt werden will.
Das ist nur die Kurzform für: "Ich hab da so meine Erfahrungen und ahne schon was jetzt kommt. Ist mir aber egal. Also tut was ihr nicht lassen könnt."
Huhu Michi, die Frage war schlicht rhetorisch gemeint! )))(: :wink: :wink: :wink:
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Re: Körper gegen Gefühl

Post 40 im Thema

Beitrag von Michi »

JanaH hat geschrieben: Mo 6. Nov 2017, 18:20 Hallo Michi,
glaubst Du? (nicht jetzt bezogen auf Anja, aber ich habe dieses Forum bisher nicht so erlebt, als würde da jemand " tun, was man nicht lassen kann"
Zu naiv?
Hallo Jana,

das bezog sich nicht speziell auf Anja oder das Forum, ja noch nicht mal explizit auf das Internet. Alles ist gut. )))(:

Liebe Grüße
Michi
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
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Re: Körper gegen Gefühl

Post 41 im Thema

Beitrag von JanaH »

OK., zu naiv (ki)


gewiss nicht böse gemeint...


ich bin geradeeben sowas ausser der Spur, ich bin froh, wenn ich weiss, der Kopf ist oben und die Füsse unten.
Trotzdem habe ich ein ungeheures Mitteilungsbedürfnis, da tut sich bei mir gerade im Kopf so viel... (moin)
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Re: Körper gegen Gefühl

Post 42 im Thema

Beitrag von ExuserIn-2021-01-08 »

Jeder muss seinen Weg finden auf dem er sich wohl fühlt. Vielen mag es wichtig sein, das einem die Vergangenheit nicht angesehen oder angehört wird. Mir nicht. Ich fühle mich wohl so wie es ist.


Es ist schon interressant wie sich auch meine Wahrnehmung verändert.
Anfangs durft auch keiner den Mann hinter der Frau entdecken.
Ich denke sogar das war unter Anderem der Grund warum ich mich so lange nicht "raus" getraut habe. > Das Passing
Ich sehe es mehr und mehr genau so wie du Anja,
mir ist egal was die Leute denken, ich muß mich mögen! ... und immer öfter gefalle ich mir ....
wenn ich "zwischen" den Geschlechtern wargenommen werde ist das auch ganz ok ...

Aber wie gesagt, diese Erfahrung mache ich eben erst Schritt für Schritt ... und habe immer mehr Freude daran
Ohne Regen keinen Regenbogen
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Re: Körper gegen Gefühl

Post 43 im Thema

Beitrag von Anja »

Moinsen,

natürlich habe ich keine Angst vor dem Zerfleischtwerden. Selbst enn, wäre es ja auch nur virtuell. Aber von mir kann man sich ruhig eine Scheibe abschneiden, darf auch gern etwas mehr sein :lol:
Bei meinem Gewicht kommt mir das sehr entgegen :wink:
Die Furcht bezog sich auf meinen vorletzten Satz. Solche Ansichten werden ja auch gerne mal auf die Goldwaage gelegt.
Deswegen habe ich auch nicht das Wort Geschlecht benutzt sondern lieber Körper. Natürlich gibt es auch Abweichungen. Die Natur sorgt eben selbst für eine bunte Vielfalt.
Aber grundsätzlich bekommt man eben einen Körper und eine Identität zugewiesen. Und die stimmt meistens mit dem Körper überein, manchmal auch nicht. Dazu kommt noch unsere (Früh)kindliche Prägung. Man wird ja von außen definiert was man ist. Und ich habe über 30 Jahre gebraucht, um diese Definition hinterfragen zu können und mich selbst zu definieren. Da steht einem der eigene Körper schon im Weg. Aber durch das Internet, durch Foren wie dieses hier erfährt man, das man nicht alleine ist. Das es viele Menschen gibt, bei denen der Körper nicht zur Identität passt. Bei vielen ist die Abweichung nicht so groß, bei manchen ist es das genaue Gegenteil vom Körper (Transfrau, Transmann). Ohne das Internet wüsste ich heute noch nicht, was mit mir los ist.

Meiner Meinung nach sollte es heißen Körper mit Gefühl. Ich habe über 30 Jahre gegen mein Gefühl gekämpft und letzten Endes mit meiner Gesundheit dafür bezahlt Man kann eben nicht gegen sich selbst kämpfen und gewinnen.
Wer bliebe dann übrig...? :roll:

Grüße
die Anja
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Re: Körper gegen Gefühl

Post 44 im Thema

Beitrag von Conny-Andrea »

Hallo Anja,
Anja hat geschrieben: Di 7. Nov 2017, 09:56 Meiner Meinung nach sollte es heißen Körper mit Gefühl. Ich habe über 30 Jahre gegen mein Gefühl gekämpft und letzten Endes mit meiner Gesundheit dafür bezahlt Man kann eben nicht gegen sich selbst kämpfen und gewinnen.
Wer bliebe dann übrig...? :roll:
sprachlos bin... (he) (he) (he)

Liebe Grüße von Conny-Andrea
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Re: Körper gegen Gefühl

Post 45 im Thema

Beitrag von Conny-Andrea »

Hey ChrisTina,
ChrisTina73 hat geschrieben: Di 7. Nov 2017, 18:27 :D Hey, ich will auch so viele Herzen :hier steht jetzt in der Fantasie ein weinender Smilie: (siehe Post 21 vom 05. November) (888)

Zitat: Körper gegen Gefühl... oder vom suchen und finden der Liebe.. Körper mit Gefühl

kleiner Scherz :lol:
sag mal, führst du irgendwie Buch über alles was du schreibst und liest? :o

Langsam wirst du mir nämlich unheimlich. :wink: Aber du hast recht, deine Zeile habe ich echt übersehen. :oops:

Deshalb sind hier deine wohlverdienten Herzen. (he) (he) (he)

Liebe Grüße von Conny-Andrea
Antworten

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