Mein Weg
Mein Weg - # 20

Lebensplanung, Standorte
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Magdalena
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Re: Mein Weg

Post 286 im Thema

Beitrag von Magdalena »

Hallo,

ich versprach ja von meinem Geburtstag zu berichten. Und er unterschied sich von den vorangegangenen Geburtstagen erheblich. Zunächst bekam ich auch wieder Geburtstagskarten. Und diese waren an Magdalena adressiert. Einige der Gratulantinnen und Gratulanten gratulierten mir zu meinem letzten Geburtstag. Sie spielten darauf an, dass ich offiziell noch männlich bin, noch einen männlichen Ausweis besitze. Es klang schon komisch, der letzte Geburtstag. Bald wird der Tag kommen , da ist der Mann Geschichte.

Am Vormittag stand wieder ein Termin bei meinem Psychologen an. Er hatte ein Geschenk der besonderen Art für mich, das Indikationsschreiben. Damit steht meiner Fahrt nach München nichts mehr im Wege. Auch für den Endokrinologen ist ja das Indikationsschreiben wichtig. Meinen nächsten Terminbei meinem Psychologen haben wir nach meiner Rückkehr aus München vereinbart.

Dann war ich in so aufgelöster Stimmung, zu Hause wartete niemand auf mich. Unter der Woche arbeiten die Meisten. Meine Eltern musste ich vergangenes Jahr hergeben. Warum nicht eine Shopping -Tour starten. Ich machte mich auf den Weg in die Altmarktgalerie. So stöberte ich durch die Geschäfte. Und mir gefielen zwei Kleider. Ich musste sie anprobieren. In dem Moment klingelte mein Handy. Es ist die Freundin mit der ich am Sonnabend in Görlitz war. Sie wollte wissen ob ich zu Hause bin. "Ja!", sagte ich. Wir verabredeten uns zum Kaffee. Schnell probierte ich jetzt die zwei Kleider. Sie passten mir. Also ab an die Kasse. Auf dem Weg nach Hause noch bei einem Bäcker vorbeifahren. Auf Besuch war ich nicht vorbereitet. Weiter! Aufgeräumt war die Wohnung auch nicht. Zumindest nicht um Besuch zu empfangen. Schnell nochmal optisch Ordnung herstellen. Mich selbst kritisch im Spiegel betrachtet, da klingelte es auch schon an der Wohnungstür.

Gelassen bat ich meine Freundin herein. Sie brachte eine Kleinigkeit mit, was sie nicht sollte. Ich freute mich sowieso schon wie eine Königin, dass sie mich besuchte. Die Torte, welche ich auf die Schnelle bekam war lecker. Und rein zufällig war noch eine Flasche Sekt im Kühlschrank. Der musste jetzt dran glauben.

Viele liebe Grüße von Magdalena
Lebe jeden Tag.
Violetta Arden
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Re: Mein Weg

Post 287 im Thema

Beitrag von Violetta Arden »

Magdalena hat geschrieben: Di 25. Apr 2023, 19:54 Hallo,

ich versprach ja von meinem Geburtstag zu berichten. Und er unterschied sich von den vorangegangenen Geburtstagen erheblich.

Viele liebe Grüße von Magdalena
Das ist schön, liebe Magdalena, daß Du so Positives zu berichten hast. Wünsche Dir auch schon mal alles gute zum ?? Geburtstag.
Alles Liebe und weiterhin alles Gute auf Deinem Weg.
Violetta
Mein weibliches Ich ist ein Teil von mir und lässt sich nicht mehr unterdrücken. Ungenützte Zeit lässt sich nie mehr zurückholen.
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Magdalena
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Re: Mein Weg

Post 288 im Thema

Beitrag von Magdalena »

Hallo,

ich muss mich ein wenig entschuldigen, weil ich mich hier rar mache. Doch einmal den Weg eingeschlagen, bleibt wenig Zeit. Vieles läuft nebeneinander. vielleicht zähle ich mit zu den Letzten,
welche den Weg nach dem alten TSG gehen. Heute nun bekam ich meine Termine für die Begutachtung. Ein Termin ist noch im Mai in Leipzig und der andere Termin im Juni in Dresden.
Im Mai und Juni fahre ich aber auch nach München zum Vorgespräch GAOP und Brustaufbau. Und Geld verdienen möchte ich auch noch. Da bleibt wenig Zeit hier zu schreiben. Die Zeit,
welche mir bleibt, nutze ich gerade zum Luft holen. Ich bin selbst überwältigt, wie reibungslos es derzeit voran geht. Da ist eine kurze Verschnaufpause gut. So wie am vergangen Wochenende mit
dem Maifeiertag. Ich traf mich mit einer Kollegin in der Stadt. Ich hatte bedenken, dass wir uns untern den vielen Menschen nicht finden. Diese Bedenken zerstreuten sich schnell.
Die Gelegenheit meiner Kollegin Magdalena mal privat vorzustellen.

Viele liebe Grüße von Magdalena
Lebe jeden Tag.
ChristinaF
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Re: Mein Weg

Post 289 im Thema

Beitrag von ChristinaF »

Dann dir alles Gute. Und lass dir wirklich Zeit.
LG Christina
Magdalena
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Re: Mein Weg

Post 290 im Thema

Beitrag von Magdalena »

Hallo,

ich sitze gerade bei einem Griechen in München. Morgen früh habe ich das Vorgespräch zur GAOP. Ich bin ein wenig aufgeregt. Soviel hat sich in einem Jahr bei mir verändert. Noch vor einem Jahr forderte die Pflege meiner Mutti alle meine Kräfte. Nach dem auch im September, ich war mit einer Freundin im Urlaub, meine Mutti im Pflegeheim verstorben war, fiel ich in ein tiefes Loch. Mein Körper spielte verrückt. Ich outete mich bei meiner Hausärztin. Sie veranlasste mehrere Untersuchungen. So auch beim Kardiologen. Gestern, noch bevor ich nach München fuhr, die gute Nachricht, mein Herz ist gesund. Der GAOP sieht nichts mehr im Wege, außer ich mir selbst. Doch spüre ich jeden Tag mehr, es ist der einzig richtige Weg.

Viele liebe Grüße von Magdalena
Lebe jeden Tag.
Annette
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Re: Mein Weg

Post 291 im Thema

Beitrag von Annette »

Liebe Magdalena

Du stehst gerade davor, ein wichtiges Zwischenziel zu erreichen, das Vorgespräch zur GaOP. Bei mir war das im Dezember 2021 gewesen, und direkt nach diesem Gespräch schwebte ich in den Wolken, war mehr denn je überzeugt, alles richtig zu machen. Um diesen besonderen Moment zu würdigen, habe ich damals einige kurze, aber sehr passende Zeilen verfasst, und die möchte ich dir, angesichts deines bevorstehenden Termins, von ganzem Herzen widmen...

es lichten sich
die Nebel der Zeit
ich sonne mich
der Bürden befreit


Alles Gute für morgen,
und ich freue mich so sehr für dich

Annette
Magdalena
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Re: Mein Weg

Post 292 im Thema

Beitrag von Magdalena »

Liebe Annette,

Danke! Eine Bürde, eine Last fällt ab. Und es tut einfach nur gut. Ich könnte die Welt umarmen. Bäume einpflanzen, alles fällt mit einmal leicht. Nichts scheint unlösbar. Ein unbeschreibliches Gefühl.

Viele liebe Grüße von Magdalena
Lebe jeden Tag.
ChristinaF
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Re: Mein Weg

Post 293 im Thema

Beitrag von ChristinaF »

Alles Gute auf deinem Weg. Ich finde, dass es für dich die richtige Entscheidung ist. (sym)
LG Christina
Magdalena
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Re: Mein Weg

Post 294 im Thema

Beitrag von Magdalena »

Hallo,

das erste Vorgespräch liegt hinter mir. und nächste Woche fahre ich wieder nach München. Diesmal zum Vorgespräch wegen des Brustaufbaus. Was ich seit meinem letzten Post von mir so passiert. Doch noch einmal zurück zu dem Vorgespräch zur GAOP.

Etwas aufgeregt war ich schon, als ich das Gebäude betrat. Ich suchte die Abteilung für Transmedizin auf. Da war ich aber falsch. Das Gespräch fand auf der Gynäkologie -Station statt. So saß ich im Wartezimmer mit weiteren Frauen. Ich fand es irgendwie auch ganz passend. Dann wurde ich ins Sprechzimmer gerufen.

Der Arzt wollte zunächst nochmal aus meinem Mund hören, weshalb ich erschienen bin. Es ist hier sicherlich Allen klar. dass ich wegen einer GAOP zum Vorgespräch mach München gefahren bin. Der Arzt nannte die verschieden Arten von Operationen. Und ich teilte mit, für welche ich mich entscheide. Und es ist die "Große Lösung", die ich anstrebe. Jetzt folgten die üblichen Fragen, wie sie auch jedes andere Krankenhaus stellt. Vorerkrankungen, Medikamente, welche ich einnehme. Dann noch welche Schritte ich schon unternommen habe. Der Arzt möchte noch einen Blick auf meine Genitalien werfen. Immerhin wird das meiste wiederverwendet. Jetzt erklärte mir der Arzt noch den Operationsverlauf. Und an Hand von Bildern auch, wie das Ergebnis am Ende aussehen könnte.

Am Ende des Gespräches erhielt ich einen Bericht übern den Inhalt des Gespräches ausgedruckt. Es wird dann ein Teil meines Antrages bei der Krankenkasse zur Kostenübernahme werden. Dann begab ich mich auf die Heimfahrt. Da nahm ich schon unterwegs Kontakt zu meiner Krankenkassen auf. Immerhin möchte ich Nägel mit Köpfen machen. Also meinen Antrag vollständig bei der Krankenkasse einreichen. Was möchte also die Krankenkasse alles, war meine Frage. Die Dame, mit der ich sprach, gab mein Anliegen an den entsprechenden Mitarbeiter weiter.

Mitte der folgenden Woche lag nun die Antwort in meinem Postfach. Da liegt noch einiges an Arbeit vor mir. Ein Psychiatrisches Gutachten wird noch verlangt. Ein Glück für mich, ich kenne da jemanden, der so etwas erstellt. Schnell mal angerufen. Bingo! noch im Juni darf ich vorbeikommen. Es sagte vorher ein Patient oder eine Patientin ihren Termin ab. Glück muss Frau haben. Andere warten durchaus länger auf einen Termin. Im August werde ich sicherlich mit der HET anfangen können. Vom Endokrinologen benötige ich dann auch noch eine Bescheinigung. Gut, da wir es noch etwas dauern, bis ich die Bescheinigung bekomme. Meinen Antrag habe ich schon formuliert. Ich brauche ihn dann nur noch ausdrucken. Auch legt ich mir eine Checkliste an, damit ich später nichts vergesse. Nicht das wegen fehlerhafter Unterlagen eine Ablegung ins Haus flattert. Manchmal stehe ich schon so unter Spannung, da will ich den zweiten Schritt einfach überspringen.

So tat mit der Besuch bei einer Freundin am Pfingstmontag richtig gut. Da wir beide derzeit viel beruflich eingespannt sind, rief ich spontan mal an, was machst Du zu Pfingsten. So kam ich mit einem Stück Kuchen im Auto vorbei. Im September fahren wir gemeinsam mit einer weiteren Freundin eine Woche in den Urlaub.

Ein andere Mädel von unserm Stammtisch in Dresden stellte die Frage, wer kommt mit zum Oktoberfest. Gemeint ist hier nicht das Original in München. Auch in Dresden steht ein Festzelt. Aber ohne Karten kommen wir nicht hinein. Die Freundin wollte die Karten bestellen. Doch gestaltete es sich schwieriger als gedacht. Es war schon recht spät, um noch Karten zu bekommen. Die meisten Tage sind schon ausverkauft. Da rief mich die Freundin verzweifelt an, bei ihr funktioniert es nicht.

Gut dachte ich, probiere ich es mal. Dummerweise saß ich auf dem Balkon, es war ein lauer Abend, und wollte es mit dem Handy machen. OK , es ging soweit. Nur beim Bezahlen kam ich nicht weiter. Also rein und an den PC. Das ganze nochmal. Mein Pay Pal wollte nicht so wie ich wollte. Ich konnte aber noch auf Zahlung nach Erhalt der Rechnung umstellen. Wir haben nun unsere Karten. Das Dirndl kann endlich wieder aus dem Schrank geholt werden. Dann erreichte mich an vergangenen Tagen eine Mail. Ich hätte noch eine Reservierung für das Oktoberfest. Es handelte sich um die Buchung, welche ich verzweifelt am Handy versuchte zu buchen. Ich antwortete, dass es sich um einen Fehler bei der Buchung im System handelte. Den beim zweiten Versuch bekam ich ja die Tickets.

Viele liebe grüße von Magdalena
Lebe jeden Tag.
Ramona B.
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Re: Mein Weg

Post 295 im Thema

Beitrag von Ramona B. »

Magdalena hat geschrieben: Do 20. Okt 2022, 20:31 Gestern musste ich zu meiner Hausärztin. Der lange verschobene Check-up stand an. Die Gelegenheit mich gegenüber meiner Hausärztin zu outen. Ich wähle dafür eine androgyn wirkende Kleidung aus. Damenunterwäsche, nur ohne BH, dazu eine Damenhose und einen passenden Herrenpollover. Das Schuhwerk bestand aus einem Sportschuh. Mit etwas Bauchkribbeln betrat ich das Sprechzimmer, das gebe ich zu. Wie immer fragt mich die Ärztin wie es mir geht. Da erzählte ich, dass ich in Zukunft als Frau leben möchte. Es war raus.
Hallo Magdalena,

ich finde es schön, dass Du uns über Deine Fortschritte in Richtung Transition berichtest.

Als ich mir letztens wieder ein Rezept für ein täglich zu nehmendes Medikament holen musste, wurde mir auch ein Check-up angeboten, welcher nun am 26.06. stattfindet und über das Ergebnis zwei Tage später gesprochen wird.
Ich möchte es Dir nun gleichtun und meine Hausärztin auf meine Transidentität ansprechen.
Auf männliche Kleidungsstücke werde ich aber verzichten (die habe ich ohnehin nicht mehr), stattdessen wird es bereits ein Rock oder Kleid werden, ohne Silis und Perücke. So war ich auch beim Rezept holen gekleidet.

LG
Ramona

(muss mal mein Avatarbild aktualisieren, das alte passt nicht mehr so recht...)
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Magdalena
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Re: Mein Weg

Post 296 im Thema

Beitrag von Magdalena »

Hallo,


bald geht es in den Urlaub. Ich möchte eine Freundin besuchen. Deren Mann war auch Mitglied des Forums. Warum war, leider ist er schon von uns gegangen, Wer sich noch erinnert, Mona. Nun also möchte ich ihre Partnerin besuchen. Wir lernten uns 2017 kennen und schätzen Über den schweren Verlust kam die Partnerin nicht hinweg. Über die Distanz ist eine Freundschaft gewachsen. Und nun also ein Wiedersehen.
Was war bei mir so los, seit meinem letzten Eintrag. Wie schon angekündigt war ich wieder in München. dieses Mal suchte ich mir ein anderes Hotel. Es war preisgünstiger, was ich aber auch an der Ausstattung merkte. Doch das Wesentliche war vorhanden. Und ich war nichtz um Urlaub über längere Zeit in München. Für die zwei Nächte war es ausreichend. Mein Auto konnte ich direkt kostenfrei vor dem Hotel abstellen. Ich war im Stadtteil Pasing. Die Klinik erreichte ich so am nächsten Tag zu Fuß.

Nach der Ankunft in München war noch Zeit, bis ich auf mein Zimmer durfte. so erkundete ich erst mal Pasing. Neben kleinen Geschäften fand ich eine Eiscafé. Das richtige nach der Fahrt. Auch ein Einkaufstempel wollte erkundet werden. Und so entdeckte ich einen Italiener, bei dem ich später ein leckeres Essen genoss.

Mein Termin zum Vorgespräch war nach ein Uhr, zur Mittagszeit. also was bis dahin anstellen? Es ist nicht weit bis Schloss Nymphenburg. Da war ich vor vier Jahren schon einmal. So ließ ich die Ausstellung links liegen . Ich spazierte durch den schönen Park. Ein kleiner Kurzurlaub ist es so für mich.

Rechtzeitig zu meinem Termin erreichte ich die Klinik. Gleich am Empfang wurde ich vermessen, Gewicht und Größe. Und wieder gab es ein Erfolgserlebnis. Seit meinem letzten Mal bei meiner Hausärztin, wo mein Gewicht festgestellt wurde, habe ich sieben Kilo verloren. Also ist es doch keine Einbildung, warum meine Kleider etwas lockerer sitzen.

Dan das eigentliche Gespräch, der Arzt rief mich in sein Sprechzimmer. Er erläuterte mir , dass sie hier vorrangig unter dem Brustmuskel die Implantate einsetzten. Auch das ich erst eine gewisse Zeit Hormone einnehmen muss, bis überhaupt an eine derartige OP gedacht werden kann. Der Artz untersuchte auch noch meine spärliche Brust. Soweit ist alles in Ordnung. Das hört Frau gern. Später bekam ich dann per Mail den Arztbrief zugestellt. Eine Kopie sendete ich an meine Hausärztin weiter.

Und dann wartete noch etwas auf mich in München. Das Wiedersehen mit meiner Freundin, bei der ich schon zweimal zum Urlaub war. Wir hatten uns auf den Odeonsplatz verabredet. Ich musste erst die S- Bahn und dann die U-Bahn nutzen. Wir vereinbarten einen Treffpunkt. Und ich fand gleich meine Freundin. Erste Frage wo gehen wir hin. Wo können wir ungestört unterhalten. Sind es wirklich schon vier Jahre, seit wir uns zum letzten Mal sahen. Geschrieben haben wir uns regelmäßig. Und doch gab es viel auszutauschen. So landeten wir in einem Eiscafé. Später suchten wir uns ein anderes Plätzchen. Dann irgendwann fuhren wir mit der U-Bahn mehr ins Zentrum. Meine Freundin wusste, wo wir gut zum Essen gehen können. Es macht sich bezahlt eine Ortskundige an der Seite zu haben.

Und wie fast immer in solchen Momenten, die liebe Zeit. Der Zeiger scheint sich besonders schnell zu drehen. Gemeinsam gingen wir noch zum Karlslatz. Hier hieß es nun Verabschiedung. Und jede stieg dann in ihre S-Bahn. Meine Freundin nahm die Bahn nach Wolfratshausen und ich nach Pasing.

Am anderen Tag, in Bayern war Feiertag fuhr ich zurück nach Hause. Nur eben nicht direkt, am Nachmittag fand meine erstes Gespräch zur Begutachtung in Leipzig statt. Der Gutachter ist ein sehr sympathischer Mann, der auch für den leipziger Verein Rosa Linde tätig ist. Es war ein sehr lockeres Gespräch. Und ich denke es ist in Meinem Sinne verlaufen. In den nächsten Tagen soll das Gutachten vorliegen.

Und in der gleichen Woche fand in Dresden der CSD statt. Mit einem Mädel vom Stammtisch ging es dann auf zum Terrassenufer in Dresden. Da erwarteten wir gemeinsam die Ankunft der Festwagen. Entlang des Terrassenufers gab es viele Ständer von Vereinen und Parteien. Nicht alle Parteien waren vertreten. Doch es ergaben sich viele interessante Gespräche. Später trafen wir noch weiter Mädels von unserm Stammtisch in Dresden.
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Viele liebe Grüße von Magdalena
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Lebe jeden Tag.
Anne-Mette
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Re: Mein Weg

Post 297 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Liebe Magdalena,
Magdalena hat geschrieben: So 18. Jun 2023, 17:15 Wer sich noch erinnert, Mona. Nun also möchte ich ihre Partnerin besuchen.
Mona und ihre Frau habe ich bei einem unserer Forumtreffen kennengelernt und mochte beide.
Mit ihrer Frau habe ich mal telefoniert, hatte aber durch die Krankheit und den Tod meiner Frau selbst viel "um die Ohren", sodass sich kein längerer Kontakt ergeben hat.

Richte ihr bitte viele liebe Grüße aus!

Dir einen schönen Rest vom Sonntag
und natürlich auch herzliche Grüße
Anne-Mette
Magdalena
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Re: Mein Weg

Post 298 im Thema

Beitrag von Magdalena »

Liebe Anne-Mette,

Deinen Wunsch werde erfüllen. Die Grüße richte ich gerne aus.

So wie Du schreibst, war der schmerzliche Verlust Deiner Frau etwa zeitgleich, als Mona uns verlassen hat. In so einem Moment hat genug mit sich und dem eigenen Schmerz zu kämpfen .

So wünsche ich Dir, liebe Anne-Mette, auch noch einen schönen Sonntagabend.

Viele liebe Grüße von Magdalena
Lebe jeden Tag.
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Re: Mein Weg

Post 299 im Thema

Beitrag von Magdalena »

Liebe Anne-Mette,

gestern bin ich im Saarland eingetroffen. Und ich wurde herzlich empfangen. Mit Monas Frau war ich noch zum Essen. Da konnte ich Deinem Wunsch erfüllen und Deine Grüße ausrichten. Ich kann berichten, es ist angekommen. Monas Frau erinnert sich noch gut an das Forebtreffen in Berlin. Da lernte sie Dich und Deine liebe Frau kennen.

Mir wurde von Monas Frau aufgetragen auch Dir,liebe Anne-Mette, liebe Grüße zu übermitteln.

Viele liebe Urlaubsgrüße aus dem schönen Saarland von Magdalena
Lebe jeden Tag.
Magdalena
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Re: Mein Weg

Post 300 im Thema

Beitrag von Magdalena »

Hallo,

jetzt fange ich mal an von meinem Urlaub zu berichten.

Wieder ist einiges passiert. Ich habe es ja schon angedeutet, Urlaub. Und ich bin zu einer Freundin gefahren. Ich lernte sie und ihren Mann vor sechs Jahren kennen. Ihr Mann war viele Jahre hier im Forum aktiv. Es war Mona. Damals bin ich nach Trier unterwegs gewesen. Das Saarland ist nicht weit entfernt. So lernt ich nicht nur Mona und ihre Frau kennen, sondern auch Saarbrücken und die Saarschleife.

Eigentlich sollte es ein Wiedersehen in Sachsen geben. Doch dazu ist es nicht mehr gekommen. Mona ist erkrankt und viel zu früh von dieser Welt gegangen. Doch eines ist geblieben, die Verbindung zu Monas Frau. Aus dieser Verbindung ist eine Freundschaft gewachsen. Und so war es an der Zeit meine Freundin im schönen Saarland zu besuchen. Es hat einige Anläufe benötigt. Immerhin sollten wir beide in der Zeit Urlaub haben.

Da ich bei meiner Freundin nicht übernachten konnte und auch wollte. Ich möchte die Freundschaft nicht zerstören, in dem ich meine Freundin vereinnahme. So suchte ich mir eine Ferienwohnung in der Nähe. Wieder einmal hatte ich das richtig Händchen. Meine Freundin und meine Gastgeberin kannten sich durch gemeinsame Teilnahme bei einer Wassergymnastik. Ich erfuhr auch im Vorfeld, dass meine Gastgeberin bei den Landfrauen ist. Aus den Medien habe ich schon einiges darüber gehört oder gesehen. Und auf mich wartet schon selber gemachte Erdbeermarmelade zum Frühstück.

Bis ins Saarland lagen über sechshundert Kilometer Strecke vor mir. Am späten Nachmittag traf ich in der Ferienwohnung ein. Sehr freundlich wurde ich empfangen. Meine Gastgeberin führt mich durch die Räumlichkeiten der Ferienwohnung. Es ließ nichts zu wünschen übrig. Nun war nur noch die Anmeldung zu erledigen. Da meine Personenstands- und Namensänderung noch nicht abgeschlossen ist, outete ich mich als in Transition Lebende. Dazu reichte ich meinen Ergänzungsausweis neben meinem Personalausweis. Letzteren wollte sie gar nicht sehen. Nur ein kurzer Blick auf das Lichtbild. Da meint meine Gastgeberin, "Darauf hätte ich sie sowieso nicht erkannt." Damit war das Thema eigentlich durch. Doch es bereitet mir Freude etwas zu meinem Weg und der Transition zu erzählen. Und ich fand offene Ohren. Gleichzeitig vermied ich es, den Mann meiner Freundin rückwirkend zu outen. Ich erzähle, was so ja auch stimmte, dass wir uns bei einer Reise kennenlernten. Es war meine Reise nach Trier. Und auch, hier die Notlüge, dass ich später meiner Freundin von meinem Anders sein berichtete. Und sie es annahm. Immerhin, hier kennt fast jeder jeden. Es hat Vor- und Nachteile. Ich sollte es in diesem Urlaub kennen lernen, vor allem die Vorteile.

Nach meiner Ankunft telefoniert ich mit Monas Frau, meiner Freundin. Sie kam dann in wenigen Minuten zu mir. Ich machte uns einen Kaffee. Wo wollen wir zu Abend essen gehen, war die entscheidende Frage. So fuhr mich meine Freundin zu einem Lokal, wo wir schön im Freien sitzen konnten. Ja, und es gab viel zu erzählen. Viel ist passiert. Viel belastete uns, da es unausgesprochen war. Mute ich meiner Freundin zu viel zu? Einen Wunsch hatte ich. Monas Grab besuchen. Und mir wurde ein Auftrag gegeben. Grüße auszurichten. Was ich natürlich gerne erledigt habe. Und wir schmiedeten Pläne für die nächsten Tage. Schnell ist der erste Abend vergangen. Meine Freundin bringt mich zurück in meine Ferienwohnung.

Viele liebe Grüße von Magdalena
Lebe jeden Tag.
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