Modediktat, Magerwahn...Wollen wir uns das bieten lassen?
Modediktat, Magerwahn...Wollen wir uns das bieten lassen? - # 2

allgemeiner Austausch
Marielle
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Re: Modediktat, Magerwahn...Wollen wir uns das bieten lassen

Post 16 im Thema

Beitrag von Marielle »

Hallo Lina,
Hallo zusammen,
Wie würdest du es ausdrücken wenn es sich tatsächlich um ein Größensegment handelt, das Übergrößen umfasst und bei Gr. 40 anfängt
Ganz einfach: "modisch, elegant; Abendkleider in allen Grössen von 40 bis 60" (die Zahlenwerte können beliebig angepasst werden)
Es ist doch unter jedem Maßstab lächerlich zu verlangen, dass irgendjemand etwas anders formulieren sollte, wenn man nicht mal selber ansatzweise einen besseren Vorschlag hat.
Vielen Dank für deinen Beitrag. Wenn es so wäre, hättest du recht.


Es ist mir sch....egal, wer welche Grössen trägt und wer welche Grössen produziert oder anbietet. Das darf und muss jeder Träger, jede Trägerin, jeder Hersteller, jede Herstellerin selbst entscheiden. Das die Schuhanbieter viel weniger Modelle in meiner Grösse anbieten als in Grösse 40 sehe ich NICHT als Diskriminierungsversuch italienischer Schuhmacher an deutschen Transen. Das ist Marktwirtschaft; Genauso gilt das für Kleider. Darum ging es mir aber von Anfang an nicht. Habe ich das so unklar formuliert?
die Ausgrenzung von Menschen, die nicht in ein mehr oder weniger willkürliches Raster passen.

.....

Mit Ausgrenzung fängt es an...

Exakt! Danke. Man konnte also doch verstehen, was ich meinte.


Gruss von der SONNIGEN Ostsee;

Marielle

ICH WAR GESTERN BADEN!!! (brrrrrrrrrrr)
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Anne-Mette
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Re: Modediktat, Magerwahn...Wollen wir uns das bieten lassen

Post 17 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,
ICH WAR GESTERN BADEN!!! (brrrrrrrrrrr)
Wir wollen es heute mal versuchen - in Holnis. Da stellt sich die Bekleidungsfrage überhaupt nicht, höchstens für die Anreise (smili)

Kein Wunder, dass Du gefroreren hast; es soll "seit Jahren die niedrigste Wassertemperatur im Juli" sein.

Gruß
Anne-Mette
Olivia
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Re: Modediktat, Magerwahn...Wollen wir uns das bieten lassen

Post 18 im Thema

Beitrag von Olivia »

Hallo Yasmine,

zum Thema Mode und große Größen schreibst Du am 22.07.2012 Deine Meinung, die ich interessiert gelesen habe. Was sich mir allerdings auch nach langem Nachdenken nicht erschlossen hat, war Dein Bezug zum christlichen Glauben??? Du schreibst dann nochmals zum Thema und vergleichst schlechte Zeitschriften mit der Bibel und denkst, dass Deine Bibel besser wäre??? Natürlich provozierst Du damit, dass ein Ungläubiger jetzt zur Feder respektive Tastatur greift und antwortet:

Als eine Religion des Buches hat das Christentum bei den Seinen stets um Respekt gegenüber einer Anzahl heiliger Texte geworben. Doch sind Texte, heilige Texte und die Anzahl dieser Texte bis heute strittig. Frohbotschaft, Drohbotschaft? Für welche der beiden Lösungen sich die Evangelien entschieden haben, die — in hunderten Abweichungen — auf uns gekommen sind, bleibt wie so vieles unklar. Das Bild ihres Gottes spricht dafür, dass Gottvater ein strenger Gott ist, mit dem sich folgenlos nicht spaßen lässt und der früher oder später seine Rache an den Reuelosen nimmt. Mit diesem "Gottesbild" stehen die Hauptschriften des Christentums nicht allein. Der Gott, den sie der Welt verkünden, hat keine Vorsprünge vor seinen patriarchalen Mitbewerbern. Auch "Heilige Schriften" (oder, besser, "von der Kirche heiliggesprochene Schriften") wie die Evangelien sind in der Religionsgeschichte nichts Auffälliges, sie sind üblich. Historisches Interesse ist ihnen fremd. Sie wollen missionieren. Sie richten sich — als Stütze — an die bereits Gläubigen oder — als Aufmunterung — an jene, die es werden sollen. Mit Jesus haben die Evangelien wenig zu tun. Nicht eines seiner Worte wurde direkt aufgezeichnet. Was er gesagt hatte, kursierte mündlich, und nach seinem Tod waren nur Einzelstücke im Umlauf, kleine Geschichten, Gleichnisse, Sprüche, Spruchgruppen. Wann Jesus was gesagt hat, wie er es genau gemeint hatte, war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr sicher. Da weder das Wann noch das Wo, noch das Wie festgehalten werden konnte, durften die Evangelisten Stück um Stück und Wort um Wort glätten, umgruppieren, ergänzen. Wunder wurden hinzugedichtet, passende Sinnstücke und "Herrenworte" desgleichen, Orts- und Zeitangaben stimmen historisch nicht. Die "Heilige Schrift" ist ein bereits beträchtlich über Jesus hinausentwickeltes, aus gläubigem Überschwang entstandenes Literarprodukt, eine Sammlung von religiösen Erbauungs- und Missionierungsschriften, wie sie der damaligen "Gemeinde" nützlich erschien.
Kein Evangelium ist von einem Augenzeugen verfasst worden. Die Verfasser sind durchweg geschichtlich unbekannte Personen. Bei keinem von ihnen handelt es sich um einen der gleichnamigen Apostel oder Jünger Jesu. Auch der Verfasser der Petrus-Briefe hat nichts mit dem im Evangelium aufgeführten Petrus zu tun. Hier und in anderen Fällen schmücken sich die Autoren mit fremden Federn. Kein historischer Jünger Jesu wäre — auch wenn er hätte schreiben können — überhaupt imstande gewesen, theologische Schriften zu erstellen. Die Diskrepanz zwischen Namengebung und wirklicher Autorenschaft ist besonders groß beim sogenannten Johannesevangelium. Dieses wurde von außen, von der frühchristlichen Gnosis, beeinflusst, einem, wie der evangelische Theologe Hans Conzelmann formuliert, "ungeheuerlichen mixtum compositum aus iranischen, babylonischen, ägyptischen Ideen". Es ist bei diesem späten Evangelium ganz auszuschließen, dass es sich um authentische Jesus-Texte oder eine authentische Botschaft Jesu handelt. Die "schönen Worte", die der Autor Johannes findet (der kein Jünger gewesen ist) klingen zwar für theologische Ohren sehr bedeutend, aber sie stammen nicht von Jesus selbst. Der Nazarener sagte beispielsweise nie von sich, er sei "das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist". Er verlangte von niemandem, um des Heiles willen sein "Fleisch und Blut" zu sich zu nehmen.
Aber die Ansicht des Johannes hat sich dennoch durchgesetzt. Einigen wenigen (den besten oder den siegreichsten?) unter den Hunderten von rivalisierenden Lehrern, die alle behaupteten, die einzig wahre Lehre Jesu zu kennen und zu vertreten, und die alle anderen des Betrugs bezichtigen, ist der Durchbruch gelungen. Dass sich unter den besonderen Umständen, unter denen die Evangelien entstanden sind, nicht nur (Abschreibe-) Fehler eingeschlichen haben, sondern auch Widersprüche, ja Unwahrheiten, ist verständlich. Schon von den Schriften des sogenannten Neuen Testaments sind mehr als die Hälfte unecht, das heißt entweder ganz gefälscht, oder sie stehen unter einem falschen Verfassernamen, was anscheinend ihrem Charakter als "Gotteswort" keinen Abbruch tut. Die offizielle Kirche weiß wie stets einen Ausweg: Was sie, wenn auch erst Jahrhunderte später, als Originaltext deklariert hat, ist authentisch, ist "vom Heiligen Geist inspiriert", ohne Fehl und Tadel, ohne Abstriche. Wieder muss sich das Prinzip der Catholica bewähren: Was gefälscht ist und was nicht, was irrig und was wahr, bestimmt nicht die Wissenschaft, nicht der denkende Mensch, sondern das bestimmen die Kleriker — und der Heilige Geist. In der Praxis sieht das so aus: Um der heillosen Verwirrung der Heiligen Schrift ein Ende zu machen, beauftrage Papst Damasus im Jahr 383 den Hieronymus (einem heiliggesprochenen Verleumder und Fälscher), einen einheitlichen Text herzustellen. Der Beauftrage tat sein bestes. Er änderte den Wortlaut der Vorlagen an etwa 3.500 Stellen. Diese Übersetzung des Hieronymus, die sogenannte "Vulgata" — als "allgemein Verbreitete" bezeichnet — hat die Kirche selbst über Jahrhunderte hinweg angefochten, im 16. Jahrhundert aber durch das Konzil zu Trient als "authentisch" erklärt. Und für Katholiken wurde das Dogma von der göttlichen "Inspiration" der biblischen Texte auf dem Ersten Vatikanischen Konzil 1870 nochmals bestätigt. Darüber gibt es bis heute keine erlaubte Diskussion. Die nichtkatholischen Kirchen wundern sich.
Die kanonischen, das heißt nach langem Streit kirchenoffiziell anerkannten Evangelien des Markus, Matthäus, Lukas und Johannes sind erst Jahrzehnte nach dem mutmaßlichen Kreuzestod Jesu entstanden. Keine Schrift des Neuen Testaments, der Bibel insgesamt, ist original erhalten. In einem 1966 in Istanbul entdeckten Manuskript, das Aufschluss über die frühen christlichen Jahrhunderte gibt, wird von 80 verschiedenen Versionen der Evangelien berichtet. Das heute vorliegende Neue Testament entspricht dem Zustand, in dem es um das Jahr 380 in der östlichen Christenheit verbreitet war. Ursprünglich dachte niemand an die Möglichkeit einer "Kirche" und an deren Geschichte oder Zukunft. Interessant wurden solche Aufzeichnungen erst, als das Weltende nicht eintrat und der "Herr" partout nicht wiederkommen wollte. Je weniger von diesem Herrn zu sehen war, desto mehr musste er — für die Evangelisten, Jünger, Gläubigen — vergottet werden. Ein gewaltiger Prozess des Umdenkens und Umschreibens setzte ein. Die Naherwartung wurde zur Fernerwartung und noch später zum "ewigen Leben" umgemogelt, die Wunder Jesu steigerten sich systematisch an Zahl und Qualität, und der Herr selbst avancierte unter der Hand zum "Messias" für die Juden, zum "Christus" für die Christen, zum "Gottessohn" für die Menschen aller Länder und Zeiten. Damit hatte die Zwangsidee "Dogma" endgültig den armen Mann aus Nazareth besiegt, war die "Kirche Christi" definitiv zur Institution überhöht, mit deren Hilfe die Menschen einer von Elitegruppen organisierten Ausbeutung unterworfen werden konnten.


Leichter als zu sagen, wer oder was "Jesus" gewesen ist, fällt die Aussage, wer er nicht gewesen ist. Ob er überhaupt gelebt hat, ist weder sicher zu bestreiten noch sicher zu erweisen. Für beide Annahmen sprechen Gründe. Es ist möglich, dass Jesus gelebt hat, vielleicht sogar wahrscheinlicher als das Gegenteil; doch auch dies ist nicht ganz auszuschließen. Wer es von vornherein abtut und die Geschichtlichkeit Jesu für zwingend erwiesen erklärt, ist befangen. Ein sicherer Beweis fehlt, und ein solcher ist auch kaum mehr zu erbringen, wenn keine neuen Quellen erschlossen werden. Die damalige Geschichtsschreibung jedenfalls schweigt. Das ganze nichtchristliche 1. Jahrhundert — das Jahrhundert Jesu — ignoriert ihn. Kein Historiker nimmt von ihm Notiz, weder in Rom noch in Griechenland oder Palästina.
Kein "christlicher" Lehrsatz, der sich nicht auch schon bei anderen finden ließe, so beispielsweise bei den "Essenern". Die 1947 entdeckten Schriften der "Essener Sekte" (Qumran am Toten Meer), die zur Zeit Jesu entstanden und die in unmittelbarer Nähe seines Wirkens verfasst worden sind, erwähnen keinen Jesus von Nazareth. Und dass die Historiker des 1. Jahrhunderts der christlichen Zeitrechnung schweigen, ist um so erstaunlicher, als eine ganze Reihe von ihnen ausführlich über die damalige Situation Palästinas schrieb. Im Gegensatz zum Nazarener Jesus ist der Täufer Johannes eine historisch einwandfrei belegte Persönlichkeit. Selbst Philon von Alexandrien (etwa 20 v. bis 50 n. Chr.), der ungerechtfertigte Hinrichtungen durch Pontius Pilatus anprangert, erwähnt die eines Jesus von Nazareth nicht. Und nicht jeder "Jesus", der in zeitgenössischen Schriften erscheint, meint den Nazarener. Jesus war seinerzeit ein so beliebter Name wie zu anderen Zeiten Wilhelm oder Otto.
Seine Existenz aber vorausgesetzt, ist dieser Jesus nicht Christ, sondern Jude. Die Mitglieder seiner Urgemeinde heißen Hebräer (die neuere Forschung nennt sie "Judenchristen"). Jesus propagierte eine Mission nur unter Juden, Jesus ist stark von der jüdischen Apokalyptik beeinflusst, Jesus glaubt daran, dass das Gottesreich bald komme. Ob dieses Reich freilich jenes sein sollte, das uns die — mittlerweile gereinigten — Evangelien präsentieren, ist eine andere Frage.
Jesus hat das unmittelbar bevorstehende Weltende gepredigt und sich im Zentrum seiner Verkündigung vollständig getäuscht. Dies gilt als die sicherste Erkenntnis der gesamten modernen historisch-kritischen christlichen Theologie. Nicht um des Wahren willen, das Jesus gepredigt hat, sondern wegen einer Vorhersage, in der er sich geirrt hat, konnte dieser Mensch zum Mittelpunkt einer neuen Religion werden. Wäre das Weltende wirklich so schnell eingetroffen, wie Jesus das gemeint hatte, wäre keine Kirche notwendig geworden. Nur sein Irrtum hat die Kirche gebracht; eine Selbsttäuschung hat ermöglicht, dass andere, wesentlich machtinteressiertere Kreise sich seiner Person bemächtigen und eine Täuschung größten Ausmaßes inszenieren konnte: Nicht Jesu Reich ist auf die Welt gekommen, sondern die Kirche Christi. Zwischen beiden klaffen Abgründe, und jeder Versuch muss kläglich scheitern, Brücken von Jesus zu Christus, vom "Reich" zur "Kirche" zu bauen. Wer solche Hilfsbrücken konstruiert hat, nennt sich zwar "Brückenbauer" (Pontifex maximus) wie der römische Papst, aber gelungen ist ihm eine tragfähige Konstruktion nie. Im übrigen ist selbst jener Petrus, der in Rom als Apostelfürst und "erster Papst" eine Gemeinde gegründet haben und hingerichtet worden sein soll, eine ahistorische Legende. In Wirklichkeit wurde über das Schicksal des Fischers Simon ("Petrus") nichts bekannt, insbesondere nicht über Zeit und Umstände seines Todes. "Jesus aus Nazareth" musste rekonstruiert werden, damit er zu dem passte, was heute "seine Kirche" genannt wird. Er ist kein lebendiges Wesen mehr, sondern die Kunstfigur eines an bestimmten Aussagen interessierten Glaubens. Entsprechend unhistorisch ist alles, was sich auf seine Existenz beziehen soll und in den Evangelien berichtet oder in klerikalen Dogmen ausgesagt wird:
"¢ Geburtstag, Geburtsjahr und Geburtsort, wie sie die Evangelien und die fromme Tradition überliefern, sind historisch falsch. Jesus ist nicht in Bethlehem geboren worden. Der 25. Dezember hat eine heidnische Vorgeschichte und wurde im 3. Jahrhundert als Feiertag im Römischen Reich eingeführt zu Ehren des "Sonnengottes"
"¢ Es kann kaum blinder Zufall sein, dass Mithras, der Heiland und Sonnengott der Römer, von einer Jungfrau in der Krippe am 25. Dezember geboren worden sein soll, dass Hirten ihm gehuldigt haben, dass er der Welt den Frieden versprach, nur um später gekreuzigt zu werden, zu Ostern aufzuerstehen und in den Himmel zu fahren, um nur die auffallendsten Ähnlichkeiten zwischen seiner Legende und der des Jesus Christus zu erwähnen.
"¢ Jesus ist nicht das Kind einer Jungfrau; er stammt aus der Ehe einer Frau namens Maria mit einem Mann namens Joseph. Er hat selbst nicht ein einziges Mal etwas anderes gesagt. Der aufkommende Marienkult der Kirche musste Legenden erfinden und präsentieren: Die neue Göttin konnte nicht gut als Witwe eines jüdischen Zimmermanns vorgestellt werden.
"¢ Die Geschichte vom Kindermord des Königs Herodes ist ebenso unhistorisch wie die Legende von der Flucht der Zimmermannsfamilie mit dem Jesuskind nach Ägypten.
"¢ Auch dass Jesus unverheiratet gewesen sein soll, ist kaum historisch. Dass er zu einer Art "männlicher Jungfrau" stilisiert worden ist, hatte Methode. Sexualität mit ihm oder mit einem seiner Gefolgsleute zu verbinden erschien einer Kirche, die von Ehelosen gelenkt wurde, unpassend.
"¢ Dass die über Jesus tradierten Wunderberichte fromme Ausschmückungen eines Heroenbildes darstellen, steht außer Zweifel. Eine spezielle Doktrin, die ihren Ursprung in Jesus aus Nazareth hätte, gibt es nicht. Es gibt auch kaum ein Wort Jesu, das in der jüdischen Literatur vor ihm bereits — wenn auch modifiziert — nachzulesen gewesen wäre.
"¢ Jesus hat keinen "Zwölferkreis" von Jüngern oder Apostel ausgewählt. Die "Zwölf Apostel" sind, von der Symbolzahl einmal abgesehen, eine spätere Konstruktion.
"¢ Das Gebot der Feindesliebe, mittlerweile als edelste Forderung des Christentums präsentiert, findet sich in den Urtexten überhaupt nicht, wohl aber, rigoroser, schon bei Platon.
"¢ Jesus hat niemals einen spezifischen Anspruch erhoben, der Messias der Juden zu sein. Er hat keinen der vielen messianischen Titel angenommen, die die Tradition ihm angeboten hätte. Sich "Christus" zu nennen oder nennen zu lassen wäre ihm nicht in den Sinn gekommen. An den Messianischen Huldigungen, die die Evangelien überliefern ist — historisch gesehen — kein wahres Wort.
"¢ Die Passionsgeschichte ist legendarisch ausgeschmückt und hat sich niemals so zugetragen, wie sie die Evangelien berichten. Jesu Passion muss alttestamentarische Weissagungen bis ins Detail "erfüllen" — und wird entsprechend zurechtgebogen. Den Evangelisten stand hierzu biografisches Material so gut wie nicht zur Verfügung; Paulus schweigt sich aus. Augen- und Ohrenzeugen fehlen.
"¢ Entgegen der allgemeinen Annahme, ein Judas habe Jesus verraten, ist diese Darstellung tendenziös. Auch wenn nach einer Umfrage von 1967 noch 91% der Befragten (die sonst wenig glauben) an den Judasverrat geglaubt haben, ist dieser unhistorisch.
"¢ Einen aufsehenerregenden Prozess Jesu hat es ebensowenig gegeben wie bei den Hunderten und Tausenden anderen Verurteilten, die unter Pontius Pilatus hingerichtet worden sind. Der römische Oberbeamte war — entgegen der evangelischen Schilderung — keineswegs milde gestimmt, sondern ein ausgesprochen harter Richter mit Vorliebe für standrechtliche Verfahren. Wenige Jahre nach Jesu Tod wurde Pontius Pilatus auf jüdischen Protest hin aus seinem Amt abberufen.
"¢ Eine eigene Verhandlung vor dem Hohen Rat der Juden fand mit großer Wahrscheinlichkeit nicht statt. Pontius Pilatus war es, der das Todesurteil gefällt hat. Dieses ist dann von seinen Legionären (wahrscheinlich Syrern) vollstreckt worden.
"¢ Ungewiss bleibt das genaue Todesdatum Jesu. Gegenwärtig wird der 7. April 30 als der wahrscheinlichste Termin angenommen. Jesus von Nazareth, der sieben Jahre vor dem offiziellen Geburtsjahr geboren worden ist, wäre damit 37 Jahre alt geworden.
"¢ Der genaue Ort der Hinrichtung ist nicht zu ermitteln. Wo sich heute die Grabeskirche erhebt, dürfte er nicht gelegen haben. Dass jemals das Kreuz Jesu aufgefunden worden sei (nach 300 Jahren durch die Mutter des Kaisers Konstantin!) ist eine Lüge. Die auf die Welt verteilten Splitter vom "wahren Kreuz" sind Fälschungen.
"¢ Die Behauptung, Jesus habe seinen Kreuzestod freiwillig auf sich genommen, ist absurd. Todessehnsucht ist dem jüdischen Denken ganz fremd.
"¢ Jesus hat kein einziges "Sakrament" selbst eingesetzt. Getauft hat er niemanden. Sogar das Abendmahl hat er nur eingenommen, nicht aber als Sakrament der Kirche — von der er nichts ahnte — begründet.

Nun ist die Antwort etwas länger geworden — aber ich denke Yasmine, Du hast das geahnt oder vielleicht sogar gewollt. Abschließend nur noch folgendes:
Ich bin tolerant! Natürlich steht es Dir frei, Yasmine, zu glauben. Auch an Deine Bibel. Auch an Deinen Jesus. Ich habe damit kein Problem. Aber eines kannst Du nicht, Yasmine, die historischen Fakten und Wahrheiten, die kannst Du nicht leugnen, nein, Yasmine, das kannst Du nicht, das kann niemand.

In diesem Sinne und mit lieben Grüßen von Olivia
Anna_Lena

Re: Modediktat, Magerwahn...Wollen wir uns das bieten lassen

Post 19 im Thema

Beitrag von Anna_Lena »

Hallo Mädels,

also wenn ihr keine anderen Sorgen habt, dann ist es ja ok.

Geht es wirklich um Begriffe wie Modediktat, Magerwahn...etc. ? Oder steckt etwas anderes dahinter?

Weitervorne schrieb jemand aus dem Forum, die gängigen Größen sind 36, 38. Das sind nun einmal die derzeit normalen Größen. Ich selbst trage mit meinen 169 cm Gr. 38.

Das ist eine "kleine" Größe. Warum? Weil nun einmal 38 niedriger ist als 44. Ganz einfach logisch, mathemathisch und vom Sprachgebrauch. Das hat weniger mit Fülle noch sonst etwas zu tun.

Dann zum Thema Modediktat. Mode wird für Frauen gemacht - nicht für Männer, die gerne Kleider anziehen. Frauen haben ganz individuelle Vorstellungen von Mode. Das sieht man gerade jetzt, bei den sommerlichen Temperaturen: Die einen tragen Minis, andere luftige Sommerkleider, wieder andere Shorts oder Leggins. Wo ist da bitte schön ein "Modediktat" zu erkennen?

Liegt es nicht vielmehr daran, dass manche Männer, die sich gerne als Frau kleiden, ihre "männlichen" Ansichten, wie Frau sich zu kleiden hat, adaptieren und meinen, "Frau" muss so sein, sich so kleiden?

Mal einfach so, zum Nachdenken.


Liebe Grüße
Anne
Salmacis
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Re: Modediktat, Magerwahn...Wollen wir uns das bieten lassen

Post 20 im Thema

Beitrag von Salmacis »

Ich glaube ich hab den Anschlusszug verpasst :shock:
Was geht denn jetzt los?

Mal nebenbei bemerkt: TLDR
Aber dennoch, muss jetzt hier ne Klagemauer errichtet werden?
Marielle
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Re: Modediktat, Magerwahn...Wollen wir uns das bieten lassen

Post 21 im Thema

Beitrag von Marielle »

öhmmm....in was bin ich denn mit der Eröffnung dieses Threads reingetreten?

Marielle (kratzt sich verwundert am Kopf)
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Re: Modediktat, Magerwahn...Wollen wir uns das bieten lassen

Post 22 im Thema

Beitrag von Marielle »

noch was....um das ganze vielleicht wieder etwas OnTopic zu führen:

Könnte man Yasmine nicht einfach glauben lassen was sie will? Mir gegenüber ist sie jedenfalls noch nicht als aggressiv missionierend aufgefallen. Und ob etwas geschichtswissenschaftlich belegt ist oder nicht, welchen Wert sollte das im Glauben haben?

Marielle
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Yasmine
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Re: Modediktat, Magerwahn...Wollen wir uns das bieten lassen

Post 23 im Thema

Beitrag von Yasmine »

Liebe Marielle,
ich entschuldige mich in aller Form und ehrlich bei dir. Ich habe es nicht gewollt, dass deine ernste Frage so ins belanglose abdriftet. Sorry! Bitte verzeihe.
Ich wollte auch nie missionieren oder so etwas, daher danke, dass du das gesagt hast. Mir ist es - jetzt mal Klartext - scheißegal, was ihr galubt.
Ich will hier niemanden bekehren. Höchstens zum Tragen von femininer Kleidung :)...
Ich habe meinen Glauben gefunden und glaube in einem christlichen Glauben an diesen einen Gott. Was ihr macht, ist mir egal.
Ich fand es nur immer verwunderlich, dass, sobald hier eine Frage - übrigens nicht von mir - nach "welcher Kirche gehört ihr an" abdriftet in "wie mies doch die Kirche ist".
Sorry, aber das gehört da auch nicht hin. Das hat dieser Thread auch nicht verdient. Genauso weinig, wie der, der die Frage gestellt hat.

Also liebe Marielle, das ist für dich: (flo)

LG
Yasmine
Kerstin
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Re: Modediktat, Magerwahn...Wollen wir uns das bieten lassen

Post 24 im Thema

Beitrag von Kerstin »

Soll ich? Soll ich nicht? Soll ich?
Ich mach es (smili)

darialena hat geschrieben:...... Das Gerede der Hersteller von "Übergrößen" ist eigentlich eine mühsam verbrämte Ausgrenzungsstrategie. Ein Hersteller will nur für ein bestimmtes Marktsegment produzieren, weil dieses besonders stark nachgefragt ist. Das ist das Größenschema, in das 80% der Frauen reinpassen (Meist S/M/L entsprechend 36/38, 40/42, 44/46). Den anderen wird suggeriert, daß sie außerhalb des Standards liegen. Das ist wohl auch einer der Punkte, die Marielle meint: die Ausgrenzung von Menschen, die nicht in ein mehr oder weniger willkürliches Raster passen.
Du wieder sprichst dir in diesem Absatz selbst :
--Die Hersteller haben angeblich eine "verbrämte Ausgrenzungsstrategie"
--Das Raster ist "mehr oder weniger willkürliches Raster"
--selbst schreibst du aber das "das Größenschema in das 80% der Frauen reinpassen (Meist S/M/L entsprechend 36/38, 40/42, 44/46)"

Meiner Meinung nach gehört das Wort "Übergrößen" abgeschafft. Es ist diskriminierend. ........
Ok - und was machst du mit Begriffen wie "Schlankegrößen, Kurzgrößen, Kindergrößen......usw"?
Dieser Gruppe aber durch mehr oder weniger unfreundliche Ausgrenzungsstrategien und seien es solche Bezeichnungen ("Übergrößen","Große Größen", ein schlechtes Gewissen und das Gefühl zu verschaffen, nicht "dazu" zu gehören, ist etwas anderes. Ich will nicht die Faschismuskeule rausholen, aber Zeiten, in denen alles weggebracht wurde, das nicht einer bestimmten gesellschaftlichen Norm entsprach, hatten wir in Deutschland schon. Mit Ausgrenzung fängt es an...
Meinst net das du jetzt deutlich zu stark aufträgts?

--Werde ich durch das Wort "Übergröße(n)" diskriminiert nur weil ich die Masse der Leut um mich rum um eine Kopflänge überrage?
--Werde ich diskriminiert weil ich nicht zu den 80% der Frauen gehöre die dem Schema 36/38, 40/42, 44/46 entsprechen wobei ich nicht einmal eine ""Bio" Frau bin? Wobei ich jetzt nicht die Frage diskutieren möchte, ob ich nicht bereits deshalb diskriminert werde weil ich keine Frau bin.
--Werde ich weggeschafft weil ich Gardemass habe?

So ein Blödsinn!

Ich bin Übergroß! Na und!
Wenn es ein Hersteller nicht für nötig hält seine Kleidung in meiner Größe anzubieten, dann macht halt ein anderer das Geschäft.
Mein Problem? Nein!

Ich bin Übergroß und möcht als solche war genohmmen und beworben werden. Ich habe nämliche keine Lust den ganzen Katalog zu durchsuchen, ob eventuell etwas für mich dabei ist. Nur um wieder festzustellen, das war wieder nix :evil:

Wenn hier einige kräftigere (ist das nicht auch schon diskriminierent?) Damen ein Problem mit ihrer Figur haben, sollten sie an ihrem Selbstbewustsein arbeiten statt neue Wortschöpfungen zu erfinden.


An den Treatstarter
e=mc-²

Was andere als Übergröße bezeichnen, nenne ich normal gewachsen.
Was andere als normal gewachsen bezeichnen, nenne ich Kindergröße.


Mfg Kerstin
Ich brauche Informationen - eine Meinung bilde ich mir selbst.
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Re: Modediktat, Magerwahn...Wollen wir uns das bieten lassen

Post 25 im Thema

Beitrag von Marielle »

Guten Morgen zusammen,

eigentlich wusste ich es ja vorher; Man zieht keine Grundsatzdiskussionen an Beispielen auf. Das geht in die Hose. Und das die von mir gewählte Überschrift Boulevardblatt-Charakter hat....zugegeben.....shit happens.

Trotzdem bin ich erschrocken über die Form in der der Thread abläuft. In meinem Ursprungsbeitrag taucht das Wort "Diskriminierung" gar nicht auf. Das wäre in der "Klamotten-Frage" auch wirklich mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Dort steht auch, ganz bewusst, "einer Mail-Aktion AN diesen Versand", da steht nicht GEGEN.

Daria hat mein Anliegen ganz gut zusammengefasst. Ich wollte und will "den Anfängen wehren". Wenn UNS nicht bewusst ist, was die kleinen und grossen Ausgrenzungen schlimmes bewirken können, wem dann? Hier im Forum sind es Menschen die sich in ihrer liebsten Kleidung nicht auf die Strasse trauen, weil sie Angst vor Spott und Häme haben, in anderen Foren sind es junge Frauen/Mädchen die an sich selbst zweifeln weil sie dauernd lesen XL ist "zu dick" oder es sind ältere Schwule die bis heute darunter Leiden in einer Zeit aufgewachsen zu sein als noch keiner von ihnen Regierender der Hauptstadt war.

Die Welt wird sicherlich nicht untergehen, nur weil es diesen Menschen nicht gut geht. Ich fände sie aber schöner, wenn es denen besser ginge. Die Überschrift ist MIST und die Verwendung des Beispiels wohl nicht glücklich; Aber was daraus geworden ist, enttäuscht mich. "Blödsinn", "Tusse" und ausführliche "Widerlegungen" von Glaubensfragen waren nicht das was ich wollte.

Ich muss, will und werde auch nicht an meinem Selbstbewusstsein arbeiten. Es funktioniert offenbar gut genug, um aus dem Bewusstsein für mich selbst, für meine "unüblichen Macken", Toleranz gegenüber anderen abzuleiten. Das reicht mir.


Marielle

@Yasmine: Danke für Blume :) Wäre nicht nötig gewesen.
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Re: Modediktat, Magerwahn...Wollen wir uns das bieten lassen

Post 26 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

ich denke schon, dass die Eröffnung des Threads eine gute Idee war (smili)
Vielleicht sollten wir uns mal selbst einige Zeitschriften - und Sendungen vornehmen und analysieren?

... aber nicht heute; ich will schnell den Rasen mähen und dann geht es noch einmal nach Holnis. Bis zum Abend soll es schön bleiben (na)

Gruß
Anne-Mette
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Re: Modediktat, Magerwahn...Wollen wir uns das bieten lassen

Post 27 im Thema

Beitrag von Marielle »

Moin CP,

das könnten wir tun; Aber wirklich nicht jetzt; Wenn ich schnell genug meinen Schreibtisch "leer arbeite", schaff ich es vielleicht auch noch mal ins Wasser.

ich drück uns die Daumen, dass das Wetter hält

Marielle
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Re: Modediktat, Magerwahn...Wollen wir uns das bieten lassen

Post 28 im Thema

Beitrag von Joe95 »

also ich behaupte mal das dieses intensive echo ein beweis dafür ist, das dieser thread schon längst fällig war.
Sei vorsichtig mit deinen Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen.
Natürlich ist das wahr, es steht doch im Internet!

Du hast ne Frage, brauchst Rat oder Hilfe?
Ohren verleih ich nicht, aber anschreiben darfst du mich jederzeit...
Lina
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Re: Modediktat, Magerwahn...Wollen wir uns das bieten lassen

Post 29 im Thema

Beitrag von Lina »

darialena hat geschrieben:@Lina: ich verstehe Marielle da so: (und empfinde es in jedem Fall selbst auch so) Das Gerede der Hersteller von "Übergrößen" ist eigentlich eine mühsam verbrämte Ausgrenzungsstrategie. Ein Hersteller will nur für ein bestimmtes Marktsegment produzieren, ....
Ist ja schön und gut, wenn man nur Theoretisches dreschen will. Das beantwortet aber nicht annähernd die Frage, die ich zum x-ten Mal stelle: Wenn der Hersteller ein Segment hat - Modelle von 34 bis 42 oder 44 hat, und dann auch einiige Modelle die in größen von 38 bis 52 hergestellt werden sollen, was soll dann der Texter im Büro bei mir diese Größen nennen, wenn wer die Werbeprospekte oder Kataloge zusammenbauen? Da reicht doch nicht so eine dämliche Pauschalisierung, man dürfe die großen Größen nicht "große Größen" nennen, ohne jeglichen Gegenvorschlag. Wir können doch nicht anfangen, jegliche Benennung davon zu meiden. Wonach soll die Kundin dann suchen? Die würde ziellos rumsüchen müssen - teilweise auch da, wo die größte Größe die 42 ist.

Und dann wäre sie doch erst recht verärgert, weil sie den Eindruck kriegen würde, dass es kaum was in ihrer Größe gibt.

Deshalb, ehrlich gesagt, was ich himmelschreiend dämlich finde, ist wenn irgendwelche Leute mit solchen Prinzipdiskussionen anfangen - total auf dem teoretischen Level - ohne auch für 5 Cent praktisches Denken einzuschalten und ohne einen einzigen vernünftigen Gegenvorschlag zu machen. Wenn jemand das tun würde - wenn jemand ein Wort vorschlagen würde, das erstens verstanden wird, und zweitens einen guten Eindruck vermittelt - wer weiß, dann würde man es vielleicht tatsäclich in dem nächsten Modekatalog wiederfinden, an dem ich mit arbeite.
Marielle
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Re: Modediktat, Magerwahn...Wollen wir uns das bieten lassen

Post 30 im Thema

Beitrag von Marielle »

Guten Abend Lina,
in dem nächsten Modekatalog wiederfinden, an dem ich mit arbeite.
Ich würde es mögen, wenn du erstmal an deiner Diskussionstechnik arbeiten würdest. Ich sehe keinen Anlass für dich, mich und / oder Daria als "dämlich" zu bezeichnen. Du erlaubst, dass ich dir das übel nehme, ja?
was ich himmelschreiend dämlich finde, ist wenn irgendwelche Leute mit solchen Prinzipdiskussionen anfangen - total auf dem teoretischen Level - ohne auch für 5 Cent praktisches Denken einzuschalten und ohne einen einzigen vernünftigen Gegenvorschlag
Hättest du mir doch einfach gesagt was dir an meinem Vorschlag, nachzulesen auf Seite 2 dieses Threads, nicht gefällt. Wenn ich noch Lust dazu hätte, würde ich gern mit dir darüber diskutiert haben.

Im übrigen scheinst du auf das Problem der Suche nach Kleidung im Internet abzuheben. In einem gedruckten Katalog ist es ja kein Problem hinzuschreiben, dass es dieses oder jenes Kleid in dieser oder jener Grösse gibt. Du erwartest nun nicht auch noch, dass ich über die ausgrenzende Wirkung mancher Begriffe hinwegsehe, nur weil die Suchmaschinen im Internet schlagwort-basiert arbeiten? Nee. Da mögen sich bitte die Suchmaschinen-Programmierer/innen, oder aber die Onlinekataloggestalter, was einfallen lassen.

Zum Thema: Ich will GAR KEIN WORT für Kleider in Grösse 40, 44, 48 oder 62. Diese Kleider sind durch eine Grössenangabe hinreichend spezifiziert.

Marielle
As we go marching, marching, we bring the greater days
For the rising of the women, means the rising of the race
No more the drudge and idler ten that toil where one reposes
But the sharing of life's glories, Bread and Roses, Bread and Roses.
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