"Wie Sportstätten geschlechtsneutral werden"
"Wie Sportstätten geschlechtsneutral werden" - # 2

ExUserIn-2026-01-22
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Re: "Wie Sportstätten geschlechtsneutral werden"

Post 16 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-01-22 »

Lavendellöwin hat geschrieben: Do 6. Mär 2025, 16:28
Lady Jennifer hat geschrieben: Do 6. Mär 2025, 11:30 So, jetzt dürft ihr mir gerne bezüglich meiner Meinung den Kopf abreisen.
Nein, wieso?
Das schöne an Meinungen ist, das es eben Meinungen sind.
Danke. )))(:

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Knäckebrötchen
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Re: "Wie Sportstätten geschlechtsneutral werden"

Post 17 im Thema

Beitrag von Knäckebrötchen »

Anscheinend bin ich in sehr privilegierten Verhältnissen aufgewachsen. In jedem Freibad in und um Frankfurt gab und gibt es neben den üblichen Männlein/Weiblein -Umkleiden auch Einzelkabinen, Schnecken, Etwasandereskreatives. Plus die Ponchos, das vorgehaltene Handtuch...

In Vereinsheimen ist das sicher anders, aber ich glaube oft sitzt das Problem eher hinter den Stirnen als im Geldbeutel.

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Lana
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Re: "Wie Sportstätten geschlechtsneutral werden"

Post 18 im Thema

Beitrag von Lana »

Freibäder sind weniger das Problem. Das bestätigen auch die Meldungen hier.

Bei Hallenbädern sieht das schon ganz anders aus. Da ist in der Regel kein Platz für so Späße wie Schnecken. Und bei älteren Baujahren gibt es oft nur den klassischen zweigeteilten Zugang. Lässt sich oft kaum ändern, ohne das halbe Gebäude umzubauen. Ist völlig unrealistisch in Zeiten, wo viele Gemeinden sich die Betriebskosten kaum noch leisten können.

Öffentliche Sporthallen kenne ich nur mit Sammelumkleide. Entweder M oder F, sonst nix. Ebenso bei Duschen, dort häufig ohne Sichtschutz, völlig offen an der Wand nebeneinander.
Private Fitnesscenter sehen nicht viel besser aus, selbst wenn hinten irgendwo eine gemischte Sauna kommt, geht's vorne ausschließlich für Männlein oder Weiblein durch Umkleide und Dusche. Auch da sind die baulichen Voraussetzungen oft ungeeignet für irgendwelche Anpassungen.

Ob da ein Poncho weiterhilft?
Ich wage es zu bezweifeln und mache in der Regel einen Bogen um solche Einrichtungen bzw. ziehe mich dort nicht um oder benutze gar die Dusche.

LGL
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Re: "Wie Sportstätten geschlechtsneutral werden"

Post 19 im Thema

Beitrag von Knäckebrötchen »

Ja, zugegeben, ich meide Einrichtungen, in denen es nur die klassisch getrennten Umkleide/Dusch-Optionen gibt.

Und ich werde sich auch noch eine Weile brauchen, um in ein Fitness Studio zu gehen. Glücklicherweise (für mich) ist mir Vereinssport relativ egal. Aber ich verstehe das Problem für alle, denen es anders geht.
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Re: "Wie Sportstätten geschlechtsneutral werden"

Post 20 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-01-21 »

Lady Jennifer hat geschrieben: Do 6. Mär 2025, 11:30 Es wird gefressen was auf den Tisch kommt! Sprich, man sollte die Dinge nehmen wie sie sind und nicht ständig jammern, sich beklagen oder sich diskriminiert fühlen.
OMG :shock: meine Tochter sollte ich auf die Mama-Art zügeln :arrow: :arrow: :arrow: das waren der deutlichen Worte zu viel.


Lady Jennifer hat geschrieben: Do 6. Mär 2025, 11:30 Die Leute gehen schon seit 100 Jahren ins Schwimmbad (oder Sport) und ziehen sich gemeinsam um und heute in unserer modernen Welt, wird das mal wieder zum Problem gemacht???!!!
Bei meiner Arbeit in unserer FEM-Gruppe habe ich gelernt N I E M A L S zu urteilen, sondern die Probleme der Leute objektiv zu behandeln. Meine Generation ist tief in der DDR-Zeit groß geworden, das hat zur Folge, dass ich die damalige Zeit mit der heutigen aus erster Hand vergleichen kann. Deswegen weiß ich auch, dass sich die Welt seit damals sehr verändert hat. Heute kann man nicht mehr pauschal behaupten "hey früher ging doch och alles, also muß das nu och heutzutage genauso weiter funktionieren". NOPE! Was zu meiner Jugend gesellschaftlich auf die ein oder andere Weise stiefmütterlich behandelt wurde und nie als Problem verankert war, sieht man in diesen Tagen ganz anders. Ich merke immer mehr, dass heute Dinge zu Problemen stilisiert werden, die zur damaligen Zeit nie als Problematik angesehen wurden. Als Resultat dazu folgt Zwiespältigkeit, während die einen vom Lamentieren genervt sind, weil sie weiterhin in ihrem konservativen Weltbild stecken, möchten die anderen Veränderungen oder Anpassungen. Die Offenheit heutzutage finde ich super, auch stehe ich dem Wunsch nach Veränderungen sehr positiv gegenüber :!: :!: :!: Dennoch weiß ich auch, dass sich manches schwer umsetzen lässt und man nicht auf Teufel komm raus alles erzwingen sollte.

In unserer FEM-Gruppe sind Transthemen bisweilen eher ein Randthema, trotzdem kann ich den Leuten bei anderen Problemen tief in ihre Seele schauen. Ich möchte fast schon sagen, dass sich die Persönlichkeit jüngerer Generationen (die zu uns kommen) auf sehr sensible Art zeigen. Weshalb Jaddys feinfühlige Worte in ihrem Eingangspost
Jaddy hat geschrieben: Mi 5. Mär 2025, 11:01 "Männer- oder Frauenumkleide? Diese Entscheidung treffen zu müssen, ist für manche Menschen belastend. Benedikt Freitag vom Darmstädter Verein vielbunt erklärt, wie sich Sportstätten besser planen lassen." (https://demo-online.de/aktuelles/wie-sp ... ral-werden)

Solche Lösungen sind nicht nur für queere Personen relevant. Es gibt Menschen, die sich aus verschiedenen Gründen nicht vor anderen ausziehen wollen. Zum Beispiel, weil sie mehr Gewicht haben und sich für ihren Körper schämen. Dass man nur zwischen Männer- und Frauenumkleiden wählen kann, ist auch ein Problem für Väter mit Töchtern oder Mütter mit Söhnen. Die fragen sich: Bis zu welchem Alter darf ich mein Kind noch mit in meine Umkleide nehmen? Muss ich es allein in den anderen Trakt schicken?
für mich den Nagel der heutigen Wunschvorstellungen perfekt auf den Kopf treffen (sym) Im gleichem Maße kann ich jedoch auch Maias Worte
maia hat geschrieben: Fr 7. Mär 2025, 00:24 wir haben in unseren Sportverein soviel Geld, dass wir pausenlos über "geschlechtsneutrale" Toiletten oder Umkleideräume nachdenken! (Ironie aus). Wir müssen uns strecken den Sportbetrieb am Laufen zu halten, Betriebskosten bezahlen zu können usw. Da bleibt kein € für solche Wünsche! Sollte irgendwer die nächsten Jahre über soviel Geld verfügen, dass er sich einen Neubau vorstellen kann, soll er machen. Ansonsten Wunschdenken!
nachvollziehen. Es wird nie Veränderungen geben, die gleichzeitig auch ohne Kosten daherkommen.


Wenn ich nochmal über Jaddys Worte nachdenke, so wird mir immer deutlicher wie wichtig es ist sich mit Veränderungen auseinanderzusetzen. Ohne Veränderungen oder >Modifizierungen herkömmlicher Rollenbilder< könnte Jennifer heute nicht so offen und akzeptiert als transident ihren Alltag, Job, Ballett oder Freizeit nachgehen. Auch im Faktor Liebe und Sexualität profitiert meine Tochter :arrow: :arrow: :arrow: im doch recht freien Umgang ihrer Homosexualität.
Liebe Grüße, Tina

+++Wissenswertes+++
Ich bin Tina und die Mutter von Jennifer. Ihr kennt sie unter ihrem Forumsnamen "Lady Jennifer"
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Re: "Wie Sportstätten geschlechtsneutral werden"

Post 21 im Thema

Beitrag von Lana »

Die fesche Tina hat geschrieben: Sa 8. Mär 2025, 12:43 Bei meiner Arbeit in unserer FEM-Gruppe habe ich gelernt N I E M A L S zu urteilen, sondern die Probleme der Leute objektiv zu behandeln.
Das gilt überall, nicht nur bei FEM-Gruppen. Aber es ist schön, dass dir die Gruppe dabei geholfen hat, diese Einstellung zu entwickeln.
(super)

Sie nicht zu haben ist m.E. das größte Problem in unserer Gesellschaft. Die Spaltung in immer kleinere Interessengruppen, die sich gegenseitig nichts mehr zu sagen haben und nur noch übereinander reden anstatt miteinander, wird immer schlimmer und zerstört letztlich jeden gesellschaftlichen Zusammenhalt. Genau den bräuchten wir aber mehr denn je, um unsere Probleme zu lösen.
(bau)

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