Lady Jennifer hat geschrieben: Do 6. Mär 2025, 11:30
Es wird gefressen was auf den Tisch kommt! Sprich, man sollte die Dinge nehmen wie sie sind und nicht ständig jammern, sich beklagen oder sich diskriminiert fühlen.
OMG

meine Tochter sollte ich auf die Mama-Art zügeln

das waren der deutlichen Worte zu viel.
Lady Jennifer hat geschrieben: Do 6. Mär 2025, 11:30
Die Leute gehen schon seit 100 Jahren ins Schwimmbad (oder Sport) und ziehen sich gemeinsam um und heute in unserer modernen Welt, wird das mal wieder zum Problem gemacht???!!!
Bei meiner Arbeit in unserer FEM-Gruppe habe ich gelernt
N I E M A L S zu urteilen, sondern die Probleme der Leute objektiv zu behandeln. Meine Generation ist tief in der DDR-Zeit groß geworden, das hat zur Folge, dass ich die damalige Zeit mit der heutigen aus erster Hand vergleichen kann. Deswegen weiß ich auch, dass sich die Welt seit damals sehr verändert hat. Heute kann man nicht mehr pauschal behaupten
"hey früher ging doch och alles, also muß das nu och heutzutage genauso weiter funktionieren". NOPE! Was zu meiner Jugend gesellschaftlich auf die ein oder andere Weise stiefmütterlich behandelt wurde und nie als Problem verankert war, sieht man in diesen Tagen ganz anders. Ich merke immer mehr, dass heute Dinge zu Problemen stilisiert werden, die zur damaligen Zeit nie als Problematik angesehen wurden. Als Resultat dazu folgt Zwiespältigkeit, während die einen vom Lamentieren genervt sind, weil sie weiterhin in ihrem konservativen Weltbild stecken, möchten die anderen Veränderungen oder Anpassungen. Die Offenheit heutzutage finde ich super, auch stehe ich dem Wunsch nach Veränderungen sehr positiv gegenüber

Dennoch weiß ich auch, dass sich manches schwer umsetzen lässt und man nicht auf Teufel komm raus alles erzwingen sollte.
In unserer FEM-Gruppe sind Transthemen bisweilen eher ein Randthema, trotzdem kann ich den Leuten bei anderen Problemen tief in ihre Seele schauen. Ich möchte fast schon sagen, dass sich die Persönlichkeit jüngerer Generationen (die zu uns kommen) auf sehr sensible Art zeigen. Weshalb Jaddys feinfühlige Worte in ihrem Eingangspost
Jaddy hat geschrieben: Mi 5. Mär 2025, 11:01
"Männer- oder Frauenumkleide? Diese Entscheidung treffen zu müssen, ist für manche Menschen belastend. Benedikt Freitag vom Darmstädter Verein vielbunt erklärt, wie sich Sportstätten besser planen lassen." (
https://demo-online.de/aktuelles/wie-sp ... ral-werden)
Solche Lösungen sind nicht nur für queere Personen relevant. Es gibt Menschen, die sich aus verschiedenen Gründen nicht vor anderen ausziehen wollen. Zum Beispiel, weil sie mehr Gewicht haben und sich für ihren Körper schämen. Dass man nur zwischen Männer- und Frauenumkleiden wählen kann, ist
auch ein Problem für Väter mit Töchtern oder Mütter mit Söhnen. Die fragen sich: Bis zu welchem Alter darf ich mein Kind noch mit in meine Umkleide nehmen? Muss ich es allein in den anderen Trakt schicken?
für mich den Nagel der heutigen Wunschvorstellungen perfekt auf den Kopf treffen

Im gleichem Maße kann ich jedoch auch Maias Worte
maia hat geschrieben: Fr 7. Mär 2025, 00:24
wir haben in unseren Sportverein soviel Geld, dass wir pausenlos über "geschlechtsneutrale" Toiletten oder Umkleideräume nachdenken! (Ironie aus). Wir müssen uns strecken den Sportbetrieb am Laufen zu halten, Betriebskosten bezahlen zu können usw. Da bleibt kein € für solche Wünsche! Sollte irgendwer die nächsten Jahre über soviel Geld verfügen, dass er sich einen Neubau vorstellen kann, soll er machen. Ansonsten Wunschdenken!
nachvollziehen. Es wird nie Veränderungen geben, die gleichzeitig auch ohne Kosten daherkommen.
Wenn ich nochmal über Jaddys Worte nachdenke, so wird mir immer deutlicher wie wichtig es ist sich mit Veränderungen auseinanderzusetzen. Ohne Veränderungen oder
>Modifizierungen herkömmlicher Rollenbilder< könnte Jennifer heute nicht so offen und akzeptiert als transident ihren Alltag, Job, Ballett oder Freizeit nachgehen. Auch im Faktor Liebe und Sexualität profitiert meine Tochter

im doch recht freien Umgang ihrer Homosexualität.