Kurzzeit Hormonblocker um sexuelle Motivation auszuschließen
Kurzzeit Hormonblocker um sexuelle Motivation auszuschließen - # 2

Lebensplanung, Standorte
SometimesSophie
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Re: Kurzzeit Hormonblocker um sexuelle Motivation auszuschließen

Post 16 im Thema

Beitrag von SometimesSophie »

Das mit dem Reinhören, wenn etwas Trieb vorliegt habe ich nicht verstanden, bzw. was dann für dich die resultierende Erwartugn wäre. Ja, Kleidung ist nur ein Ausdrucksmittel und könnte auch nur Funktionswäsche sein. Aber es wirkt nun mal auch auf die Wahrnehmung anderer und spiegelt einen anders wieder.

Wirklich extreme Outfits ziehe ich eigentlich nicht an, klar es gibt auch ein rosa Kleid und weit ausladene Röcke und mittellääange Röcke sürfen auch gerne Falten oder Rüschen haben, oft habe ich aber eh Skinmy Jeans an. Und ja es macht was mit mir, ich fühle mich schon sensibler und glücklicher in der Kleidung und ich mag es verletzlicher zu wirken. Früher war ich draußen unnahbar udn stark - also ein übertriebe

Ich bin früher mit Lederjacke rumgerannt, auch sowas hat eine Aussenwirkung und ich finde es nicht schlimm, wenn ich mich in Röcken oder Kleidern besser fühle. Erregung darf da gerne 100% weg und stört wenn auch nur. Von daher wären Hormone ja fast zielführend.
Céline
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Re: Kurzzeit Hormonblocker um sexuelle Motivation auszuschließen

Post 17 im Thema

Beitrag von Céline »

Ok,
ich bin dafür bekannt sehr direkt und ehrlich zu sein. Zuerst...Hormone verändern die Stimmung, das ankommen, das Wohlbefinden aber sie lassen Dich nicht finden was Du suchst.
Die Frage ist ob Dich Kleidung erregt und sexuell stimuliert. Dort musst Du in Dich hineinhören woran es liegt..
Was ja schließlich nichts verwerfliches ist aber bedenke das Hormone nicht mal eben Bonbons sind die man nach belieben lutscht. Sei Dir auch bewusst das das einer Kastration gleicht und wenn Du nicht Eins mit Deinen Gefühlen und Deinem Körper bist dann führt das nicht zum Erfolg. Mach erst einen Schritt nach dem Anderen sonst stolperst Du vielleicht.
Und was die Kleidung anbelangt, Primär wärmt und schützt Kleidung. Für mich das primäre Ziel davon. Völlig emotionslos. Und wenn ich mein Empfinden beschreiben darf, Erregung findet nicht statt. Da ist es egal ob ich Jeans, Kleider, Latexoutfits oder Goth trage. Aber ich genieße die Komplimente und fühle mich nur angekommen, unendlich glücklich und das obwohl ich jeden Tag als Mann angesprochen werde. Mein Spiegelbild sagt mir wer ich bin..weder Kleidung ,Hormone oder andere Menschen. Sich gut zu fühlen kommt aus dem Innersten und der Ehrlichkeit zu sich selbst.
Céline
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Re: Kurzzeit Hormonblocker um sexuelle Motivation auszuschließen

Post 18 im Thema

Beitrag von Céline »

Falls ich noch etwas bemerken darf.....ich tu es einfach...
Es gibt auch etwas völlig anderes zu bedenken. Das Leben nach der Transition ist nicht unbedingt ein Honigschlecken. Ab einen bestimmten Punkt gibt es keine Rückkehr mehr und das erwachen kann sehr schmerzhaft sein. Die Frage ist tatsächlich ob man stark genug und ein großes Selbstbewusstsein hat um mit all den Dingen zurecht zu kommen die das weitere Leben begleiten. Wenn man nicht unbedingt das Perfekte Passing hat gehören bohrende Blicke, Flüstern, Gelächter , Spot und im schlimmsten Falle Angriffe zum täglichen Leben. Ich kann nicht sagen" Ich bin jetzt eine Frau und lebe auch so" (Wie auch immer das Leben einer Frau ist...ich weiß es nicht und Maße es mir auch nicht an. Ich kenne nur mein eigenes Leben) und mache mir um die ganze Welt um mich herum keine Gedanken und stelle dann erschreckt fest das man sich das so nicht vorgestellt hat. Jaddy hat das meiner Meinung nach sehr gut in seinem Post beschrieben. Ich bin eine Befürworterin einen fachlichen Begleitung. Das hat nichts mit einem Geistigen Ausziehen zu tun sondern mit Helfenden Händen die einem Halt geben und stützen.
Denn Kleidung, MakeUp und alles was die Fassade ausmacht hängen im Schrank und liegen in der Schublade aber der eigene Körper ist das was man lieben muss und der einem bleibt. Deswegen ist es so wichtig sich selbst in einer gesunden Art zu lieben und positiv zu denken. Genau das strahlt man nach außen ab und im normalen Fall wird das von der Mitwelt reflektiert.
Céline
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Re: Kurzzeit Hormonblocker um sexuelle Motivation auszuschließen

Post 19 im Thema

Beitrag von Helga »

SometimesSophie hat geschrieben: Mi 29. Mai 2024, 08:16 ich hatte mal vor 10-20 Jahren irgendwo gelesen, dass man für 1 Monat oder so mit Hormonblockern das eigene sexuelle Verlangen im Rahmen einer Therapie oder so unterdrücken könnte, um sich gewiss zu werden, ob Crossdressing stark sexuell motiviert ist oder es doch andere und ernsthaftere Gründe hat.
Liebe Sophie,
wer auch immer auf die Idee gekommen sein mag die Trennlinie zwischen "Crossdressing" und "Transsexualität" an sexuellem Verlangen festzumachen - ist völlig auf dem falschen Dampfer. Eine Trennlinie die sich irgendwie definieren oder sogar diagnostizieren ließe gibt es nicht.
Aus eigener Erfahrung kann ich dir folgendes berichten: Mein Crossdressig war in jungen Jahren stark von sexueller Erregung überlagert. Ich habe mich (für mich selbst) als "fetischistischen Transvestiten" definiert. In einem Alter, in dem die 60 in greifbare Nähe rückt muss ich mich ein Stück weit korrigieren: Die Sexuelle Erregung tritt immer weiter in den Hintergrund, das Bedürfnis mich weiblich zu kleiden ist geblieben und hat möglicherweise noch ein Stück weit zugenommen.
Will sagen: Sollte es dir gelingen durch medizinische Maßnahmen das sexuellen Verlangen zu unterdrücken, das Bedürfnis an Crossdressing wird bleiben. Der Erkenntnisgewinn eines solchen Experimentes ist gleich null.
Mit HRT solltest du nebenbei vorsichtig sein. Abgesehen von den in anderen Posts beschrieben depressiven Stimmungen kann auch das genaue Gegenteil entstehen: Bei vielen scheint HRT in der Anfangsphase zu einer euphorischen Stimmung zu führen, die dazu führt, diesen Zustand subjektiv als richtig zu empfinden. Ein "Ausprobieren" ist objektiv nicht möglich.
Als "Trans-Menschen" (im weitesten Sinne) tragen wir Bedürfnisse mit uns herum, die sich nicht wegtherapieren lassen. Das Gute ist: Diese Bedürfnisse müssen nicht wegtherapiert werden. Wir müssen nur Wege finden damit in einer Gesellschaft, die mal mehr, mal weniger Verständnis hat, mit diesen Bedürfnissen umzugehen.
Liege Grüße
Helga
Was bin ich?- Zunächst einmal bin ich ein Mensch!
Meistens bin ich ein Mann.
Wenn mir danach ist bin ich eine Frau.
Ich muss mich nicht festlegen.
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Re: Kurzzeit Hormonblocker um sexuelle Motivation auszuschließen

Post 20 im Thema

Beitrag von SometimesSophie »

Vielen Dank für eure Rückmeldungen!

Ich kann eure Punkte nachvollziehen und gucke mal, wie ich weiter mache. Therapie klingt ja ganz sinnvoll :)

Kein Honigschlecken ist klar, wobei ich die körperliche Risiken am meisten fürchten würde. Ärger und Feindseligkeit und Übergriff sowie Spot kenne ich. Klar noch kann ich auswählen ob, ich mich dem aussetze oder nicht.

Also wie auch immer, euch einen schönen Wochenstart und hoffentlich kein Hochwasser.
Momo58
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Re: Kurzzeit Hormonblocker um sexuelle Motivation auszuschließen

Post 21 im Thema

Beitrag von Momo58 »

Hej Silke,

Schwimmbad geht immer, brauchst halt einen Badeanzug.

LG Manuela
Wir alle sind nur ein unbedeutendes Staubkorn im Universum
SometimesSophie
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Re: Kurzzeit Hormonblocker um sexuelle Motivation auszuschließen

Post 22 im Thema

Beitrag von SometimesSophie »

Das ist ein unschöner Weg zum Körpchen. Ich hoffe du wolltest sie.

Ich habe übrigens mittlerweile eine Therapie begonnen und war einmal brav bei einer freien Beratung von transinterqueer.

Leider ist die Ehe zusammengebrochen, binnen ein paar Monaten... naja irgnedwie war da immer ser Wurm drin.
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Re: Kurzzeit Hormonblocker um sexuelle Motivation auszuschließen

Post 23 im Thema

Beitrag von ExUserIn-2026-04-08 »

Helga hat geschrieben: Sa 1. Jun 2024, 23:49 wer auch immer auf die Idee gekommen sein mag die Trennlinie zwischen "Crossdressing" und "Transsexualität" an sexuellem Verlangen festzumachen - ist völlig auf dem falschen Dampfer. Eine Trennlinie die sich irgendwie definieren oder sogar diagnostizieren ließe gibt es nicht. ...
Aus eigener Erfahrung kann ich dir folgendes berichten: Mein Crossdressig war in jungen Jahren stark von sexueller Erregung überlagert. Ich habe mich (für mich selbst) als "fetischistischen Transvestiten" definiert. In einem Alter, in dem die 60 in greifbare Nähe rückt muss ich mich ein Stück weit korrigieren: Die Sexuelle Erregung tritt immer weiter in den Hintergrund, das Bedürfnis mich weiblich zu kleiden ist geblieben und hat möglicherweise noch ein Stück weit zugenommen.
Ich bin da ganz der Meinung von Helga. Nur mit dem Unterschied, dass ich über 60 bin und noch ein deutlich Interesse an Sex habe. Dieser ist, wenn man das überhaupt sagen kann, eher weiblich orientiert. Ob Du Dir die Etiketten "Crossdressing" oder "Transsexualität" an die Stirn klebst (oder kleben lässt), ist aus meiner Sicht völlig irrelevant. Deine Gefühle sind Deine Gefühle und ob die sexuell oder sonstwie motiviert sind, ist einzig Deine Sache. Ich lebe meine Weiblichkeit, wann und wie immer es mir passt und ob das mit Sex verbunden ist oder nicht, ist auch meine Sache. Meine Sexualität kann ich mit oder ohne meine Gefühle für Weiblichkeit leben und meine Weiblichkeit drückt sich manchmal mit und manchmal ohne Sexualität aus.

Aber wie es auch ist, es hat mir geholfen, die Dinge getrennt zu betrachten, sie aber gemeinsam zuzulassen. Aber ich habe aufgehört, sie zu bewerten. Problematisch ist allenfalls, dass das andere scheinbar nicht können (oder ich denke, dass das andere nicht können).
Viele Grüße
Vicky

Respekt ist nicht teilbar.
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