Aska's Transgender Tagebuch
Aska's Transgender Tagebuch - # 2

Crossdressing und selbst Erlebtes... Erdachtes
Bianca D.
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Re: Aska's Transgender Tagebuch

Post 16 im Thema

Beitrag von Bianca D. »

Hallöchen,

Glückwunsch zum gelungenen Einstand in der SHG.Da hast du ja schon einiges mitnehmen können.Wünsch dir weiter alles Gute und viel Spaß beim Fotoshooting am WE!
oder Mädchen können das einfach besser als Jungs :p
So ist es!Früher hat mich sehr schnell die Ausdauer verlassen,heute macht es richtig Spaß in den Geschäften nach schönen Sachen zu stöbern.

Gruß Bianca
Ick wees nüscht,kann nüscht,hab aba jede Menge Potenzial
Aska

Re: Aska's Transgender Tagebuch

Post 17 im Thema

Beitrag von Aska »

Michi2011 hat geschrieben:Darf ich wissen, unter welcher "Überschrift" das Treffen stattfand?
Die Gruppe heißt Transzeit und das Thema war "Grillen im Park", was wegen dem Regenwetter jedoch dann statt im Park im Innenhof stattfand.

Nun schon ein paar Tage her das ich das letzte mal was geschrieben habe, aber es ist so viel passiert das ich gar keine Zeit hatte was zu schreiben.

Der Samstag find etwas verschlafen an, ich bin 2h später aufgestanden als ich gewollt habe. Fazit war das ich viel weniger Zeit hatte mich zurechtzumachen als ich vorhatte. (Im nachhinein muss ich sagen: gut so.)
Der Ausflug wahr schön, auf der Hinfahrt konnt ich mit meiner Freundin erstmal schön ausführlich über alles mögliche reden. Es tat uns beiden gut einfach mal darüber zu plaudern was uns so auf der Seele lag. Und obwohl ich ein sehr feminines Outfit anhatte, und auch vom sprechen und der stimme, aber auch verhalten und gestik (ihrer Aussage nach) sehr weiblich rüberkam, hat sie mich ganz normal wie eine Freundin behandelt. Ich habe da sehr gut bemerkt, das auch Freunde irgednwan merken, das ich mich ja eigendlich überhaupt nicht verändert habe, ich habe nur eine neue "Verpackung" das innere ist aber gleich geblieben. Ok ich bin inzwischen sehr viel entspannter und fröhlicher.

Als wir dann angekommen waren wo wir erstmal hinwollten, zum Schiffshebewerk, waren da zwar sehr viele Leute, aber wir haben uns mehr um uns gekümmert. Auch beim Eis essen gab es schon den ein oder anderen Blick, aber eher von der neugierigen Natur. Bedinung hat uns auch ganz normal, wie man es natürlich nerwarten würde, behandelt.

Wir sind dann noch zu einem alten Kloster gefahren und haben dort in der Gaststätte zu Mittag gegessen. Dort bin ich auch ganz zielsicher auf Damenklo gegangen, und obwohl dort zwei Damen anwesen waren haben sie nichts gesagt und auch nicht komisch geschaut.
Die Kellnerin dort, eine junge Auszubildene, hat uns auch sehr freundlich bedient und mich sogar jedes mal sehr lieb angelächelt wenn sie am Tisch stand. Liegt vielleicht auch daran das ich von ihrem Augen-Make-Up fasziniert war und sie immer sehr freundlich angelächelt habe :3
Meine Freundin fragte mich dann sogar, wie ich das Mädchen anflirten würde,... aber da wusste ich dann auch nichts zu sagen. Das macht mir auch noch viele Gedanken wie ich das irgendwie machen sollte. Ich hatte da aber schon immer Schwieigkeiten mit Mädchen, Jungs sind da einfacher anzusprechen.

Nach dem leckeren Mahl sind wir dann direkt zum Kloster gegangen und haben ein paar Fotos gemacht. Gut die Touristen fanden das dann schon interessant dass in dieser Mittelalterlichen Umgebung dann so eine junge Frau in mittelalterlichem Kleid herrumläuft. Leider haben dann die Batterien aufgegeben, aber es sind trotzdem ein paar schöne Fotos entstanden. Vor allem gibt es ein paar Bilder wo ich das überhaupt nicht mitbekommen habe.


Zum Abend bin ich dann noch auf einem Lagerfeuertreffen aus einem Fandom gewesen wo ich schon längere Zeit nicht mehr war. Ein paar davon wussten schon von mir. Ein paar waren neu dort. Und ein paar kannten mich nur von früher.
Dementsprechen interessant war die Reaktion: von der einfachen natürlichen Begrüßung, über "Wow du siehst toll aus, steht dir gut" zu... "WTF *lachen* Ist das nen Scherz" war alles dabei. Doch alle waren freundlich zu mir,... und die meisten haben mich auch gleich als "Weibchen" akzeptiert. Mag vielleicht auch an diesem speziellen Fandom liegen, wo eh alle ein wenig offener mit ihren Geschlechtsidentitäten umgehen. Aus jedenfall war das noch ein schöner Abend, und selbst die paar jugendlichen in der U-Bahn um 4 Uhr Morgens die sich fragten "Ey, ist das ne Er oder ne Sie" - "Alter das is ne Transe" haben mich hier in Berlin eigendlich nicht mehr aus der Fassung gebracht. So was ist normal hier, von daher, ein tolles Wochenende. ^..^

Btw. Die Fotos findet ihr in meiner Galerie :3

LG
Aska
Aska

Re: Aska's Transgender Tagebuch

Post 18 im Thema

Beitrag von Aska »

Mew,... mal nach einiger Zeit wieder etwas neues von mir.

Die letzten Tage waren ziemlich unspektakulär. Ok, ein paar Tage war ich sogar ziemlich demotiviert nach draußen zu gehen, einfach weil es doch sehr sehr viel Auffwand bedeute sich gepflegt und schick nach draußen zu gehen. Denn ich könnt mir halt nie vorstellen mit Bartstoppeln und wenigstens minimalen Makeup ect. nach draußen zu gehen. Das liegt vielleicht daran weil ich gesehen habe, das so was ziemlich negativ aussieht und ich mich dabei sogar noch unwohler fühlen würde als als Mann raus zu gehen.
Andersrum hätte mich das ständige hin und her zwischen weiblicher und männlicher Kleidung (insbesondere das ausziehen des BH und der Silikonbrüste die ich sonst ständig trage) so sehr deprimiert, das ich das Raus gehen auf das absolute Minimum beschränkt habe. Zum Glück geht das zur Zeit irgednwie.

Nun,... jedenfalls war das zweite Transzeit Treffen und ich habe interessanter Weise noch eine zweite Transfrau kennen gelernt. Ok ich war noch etwas schüchtern und habe mich nicht direkt getraut sie mal direkt anzusprechen, das fällt mir komischerweise mit den Transmännern leichter :3
Auf jeden Fall war die Vorstellungsrunde der Bücher, was das Thema für dieses Treffen war, sehr interessant obwohl ich sehr Müde war ^..^
Ich denke das mir die Gruppe schon in der Sicht hilfet, das ich einfach im Vorhinein als das gesehen werde was ich bin,... noch im Unterschied zu Freunden oder Stammtischen, die in mir versuchen nicht mehr den Mann zu sehen und sich zwar Mühe geben mich auch als Frau zu sehen, doch da ist halt trotzdem immernoch dieses "abrutschen", was ich ihnen natürlich nicht übel nehme. Aber es ist doch mal schön wenn das anders ist wie in der Transgruppe.

Nun dann war da noch etwas anderes ganz aufregendes und tolles.
Ich habe nämlich eine Mail von einer TS-Psychologin aus Berlin bekommen und mich riesig darüber gefreut das sie diesen Monat einen Termin für mich frei bekommen hat. Ich hab mich so unglaublichdarüber gefreut und das hat irgendwie erstmal jede schlechte Laune weggefegt. ^..^

Gut,... inzwischen bin ich nur noch aufgeregt. Ich hoffe ich sitze dann nicht die ganze Zeit zitternd und angespannt vor ihr ^..^''
Ich hab auch total viele Fragen, aber ich hab auch irgendwie Angst das Falsche zu Fragen, bzw. vielleicht aus lauter Aufregung oder Scheu nicht das zu Fragen was ich wirklich wissen will.
Ich versuch mir auch nicht all zu viel Hoffnungen und Erwartungen zu machen,... aber ich hab doch schon ziemlich viele Wünsche.
Das mindeste währe eine Aufklärung über die Möglichkeiten für mich.
Ich würd mich auch darüber freuen wenn ich mich soweit mit ihr richtig verstehen würde, das sie mich psychologisch weiterhin begleiten würde.
Vor allem das man sich kommunikativ richtig miteinander versteht ist mir ziemlich wichtig. Ich weis vor allem nicht in wievern sie aus psychologischer, aber auch persöhnlicher Sicht meine Probleme und Gefühle verstehen kann und wird. Da habe ich schon auch Angst davor das ich etwas gefragt werde wo ich nicht genau weis wie ich es sagen soll und dann nur missverständlich Antworten kann.
Das schönste währe natürlich wenn ich von ihr auch die Diagnose Transsexuell bekommen würde,... obwohl mich die Einstufung als Krankheit prinziell zwar schon stört... aber wenn die Medizin halt der Meinung ist meine Empfingung zu Diagnostizieren und als Krank einzustufen, möcht ich das nicht Veruteilen, solange mir wenigstens wirklich geholfen wird und nicht jemand versucht mir das auszureden.

Ich glaube das ist auch irgendwie meine größte Angst... nicht nur das ich so schon nur ängstlich zum Arzt gehe, weil ich nur sehr ungerne persönlich mit jemanden über ganz intime gefühle rede... nein ein Psychologe will mich auch noch einschätzen, beurteilen und mir aus dieser subjektiven Ansicht herraus eine Empfehlung geben.
Das schlimmste was passieren kann, ist das sie mir Erzählen wird das sie mir nicht in Richtung meiner Transsexualität weiterhelfen kann, weil ??? ... sondern das ich irgendwie anders Hilfe bräuchte. Ich bin ja nicht geistig kaputt ich denke brauche in der hinsicht keine Hilfe. (Würde ein Süchtiger oder Schizopräner aber wohl auch sagen, oder!?)
Ich weis auch, dass das ein bisschen Wiedersprüchlich ist was ich da denke.
Der Unterschied ist nur... ich fühle mich nicht Krank und möchte nur wirklich in dem Geschlecht leben als das ich mich fühle. Daher habe ich halt das Verlangen für eine Geschlechtsangleichung. Wenn aber eine Art Terapie da währe, die dafür sorgen würde, das Operationen nicht nötig währen, währe das eigendlich der bessere Weg, weil es mit weniger Risiko für mein Leben verbunden ist. Auch wenn ich mir absolut und überhaupt nicht vorstellen kann das es so was gibt oder das das überhaupt möglich währe. Ich weis doch was ich Denke und Fühle,... aber ich kann ja schlecht selbst beurteilen ob ich mir das alles nur einbilde und ein vollig falsches Weltbild habe, oder!? Aber prinzipiell kann das auch niemand anders, außer man selbst. Aber ich Hoffe jeman anderes mit Erfahrung kann mir da wenigstens eine weitere Meinung geben.

Zumindest möchte ich mein Weltbild vergleichen, ob ich nicht irgendwelche Vorstellungen habe die nicht der Realität entsprechen,... obwohl das bei mir gerade nur wieder philosophische Gedanken über die Existenz von Realität und den unterschied zur einenen empfundenen realität auslößt.

Naja,... zu guter letzt, obwohl das warscheinlich allem guten zu viel verlangt währe,... wenn alles andere schon klappen sollte, hoffe ich das ich vielleicht auch eine Indikation für Hormone bekomme. Ich habe zumindest von einem Transmann gehört das an sich ein Gespräch dafür reicht. Mir isst es aber auch recht wenn es noch etwas dauern würde, aber je weniger ich darauf warten muss, je weniger muss ich an den vielen Kleinigkeiten leiden, die mir doch häufig den Tag verderben. Ich weis nicht genau wie ich diesen Wunsch richtig äußern kann... aber ich erhoffe mir so viel davon, obwohles ja doch "recht wenig" ist was die Hormone ändern,... irgendwie ein zwist... auf jedenfall sind die Verändereugen die Hormone nach meinem Wissen bewirken für mich extrem wichtig. Aber ich hoffe das mich die Psychologin in der Hinsicht auch aufklären kann.

Meine letzte große Frage ist: Wie gehe ich dort hin?
Es gibt da eine riesige Liste an Pro's und Kontras für diese Frage.
Aber ich glaube ich würde dazu tendieren als Mann hinzugehen und ihr gleich zu beginn zu sagen, das es für mich eigendlich inzwischen normal ist feminin zu sein. Und das ich Aktivitäten, wo ich mich nicht feminin hintraue ganz aus meinem Leben gestrichen habe, oder wenn es notwendig ist, Stück für Stück darauf hinarbeite.
Aber ich möchte eigendlich das sie wirklich sehen kann das mich der Konflikt und das Problem als Mann zu leben wirklich stört und mich ziemlich belastet und nicht das sie meine noch unvollständiges weibliches Äußeres zu sehen bekommt. Ich würde das dann in Zukunft auch tun, aber für das alles erste mal ist es mir irgendwie wichtig das jemand mich zum letzten mal so kennen lernt. Ist das irgendwie logisch? Ich bin da irgenwie auch total verwirrt ob das überhaupt Sinn macht.
Und vor allem mach ich mir auch mal wieder den Kopf darüber wie Sie diese Aussage auffassen wird. (Das ist aber irgednwie bei jedem psychologischen Gespräch bei allem was gesagt wird so)

Aber ich habe ja inzwischen immer eine positivere Erfahrung gemacht,... das es nach den ersten schüchternen Versuch, egal bei was, dann immer besser wird und eigendlich doch immer gut läuft. Also kann ich ja nur gewinnen, denn was ich Wünsche erwarte ich eben nicht, im Gegenteil gehe ich eher davon aus das im Endeffekt es neutral verläuft... so bin ich nicht enttäuscht wenn nichts raus kommt und nur verletzt wenn es wirklich mieß läuft und wirklich glücklich wenn es gut läuft.

Ok... meine größte Angst ist wohl, das Sie mir nicht Helfen kann. Für mich ist Sie meine letzte Anlaufstelle vor der absoluten Verzweiflung. Wenn klar werden würde, das niemand mir Helfen kann,... dann würsste ich nicht mehr mit meinem Leben weiter, denn mir selbst kann ich nicht mehr weiterhelfen und ich weis nicht wie es dann weiter gehen sollte.

Ich überlege nur gerade ob ich der Psychologin vielleicht schon im Vorfeld auch diese Fragen stellen sollte, oder ob ich damit einfach bis zum Termin warten sollte.

Hoffnungsvolle Grüße
Aska
Bianca D.
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Re: Aska's Transgender Tagebuch

Post 19 im Thema

Beitrag von Bianca D. »

Hallöchen Aska,

Ich möchte nicht alles wiederholen,was Michi schon geschrieben hat,nur soviel: Ich stimme seinen Ausführungen völlig zu.Keine Panik vor dem Erstgespräch,das verläuft in der Regel erstmal recht
oberflächlich,um sich kennen zu lernen und du "Argumente " hast,eine Therapie bei dieser Therapeutin zu machen.Denn du mußt das Vertrauen in ihre Kompetenz haben...
Zum Outfit: Ich bin selbstredend in weiblicher Kleidung sowie geschminkt zum Erstgespräch gegeangen,um meinem Psycho von Anfang an die Ernsthaftigkeit meines Tuns zu verdeutlichen.
das es für mich eigendlich inzwischen normal ist feminin zu sein.
Für mich wäre es nach dieser Bemerkung klar,was zu tun ist....aber letztlich mußt du schauen wie dir am Tag X zu Mute ist.Viel Erfolg,wird schon werden...

LG Bianca
Ick wees nüscht,kann nüscht,hab aba jede Menge Potenzial
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