Finde ich eine total schöne Lösung Aria und meine Kids (17 und 14) halten es ebenso für sie bin ich weiter Dad oder eben Papa und das ist auch gut und richtig so. Denn auch wenn ich meinen Lebensweg und meine geschlechtliche Identität ändere bleibe ich doch rein biologisch der Vater meiner Kinder und darum sollen sie mich auch weiter so nennen können.Aria hat geschrieben: Fr 6. Jan 2023, 09:36Zum Thema sage ich hier nix, denn ich denke, dass es schwierig ist, wenn man nicht direkt dabei war. Diesen Kampf können nur die beiden Parteien für sich austragen. Schade nur, dass es an die Medien kommt. Das hat für mich dann immer einen bitteren Beigeschmack, dass eine betroffene Partei das für sich ausnutzen will.Salmacis hat geschrieben: Fr 6. Jan 2023, 00:11Also meine Tochter nennt mich Mutti und meine Frau Mama. Wir sind beides Mütter. Die "biologischen Mütter" in meinem Umfeld finden es nicht anmaßend sondern passend.Helga hat geschrieben: Do 5. Jan 2023, 21:02 1. Eine Transfrau kann Großmutter oder meinetwegen auch Stiefmutter sein, aber ganz bestimmt nicht Mutter. Sie hat das Kind gezeugt und nicht geboren. Wir wissen nicht, ob der Begriff "Mutter" von der schreibenden Zunft dazugedichtet wurde oder ob die beschriebene Person sich selbst so bezeichnet hat. Letzteres könnte bei biologischen Müttern sehr anmaßend rübergekommen.
Nach deiner Begründung gibt es bei cis-geschlechtlichen lesbischen Paaren auch nur eine Mutter. Oder wie sieht es bei Eltern von Adoptivkinder aus? Da ist die Mutter dann auch nicht richtig Mutter weil sie es ja nicht geboren hat?
Ich habe selten so einen cisheteronormativierten BS gelesen. Da könnte ich fast meinen ich wäre wieder im Jahr 1995 angenommen.
Zum Nebenthema Papa oder Mama bei Transpersonen: Ich finde, das ist so individuell wie es Familienkonstellationen und daraus resultierende Regeln gibt.Wenn eine Familie das so handhabt, wie ihr das macht, ist das ihr ganz eigenes Ding. Muss ich mit meiner pers. Einstellung dazu nicht gut finden aber muss diejenigen dann auch nicht verurteilen. Denn es geht eben nur die Eltern und das Kind was an.
Wir handhaben es so, dass meine Kinder weiterhin Papa zu mir sagen dürfen. Wir haben es mit dem jüngsten ausprobiert und offen gestellt, welche Version für ihn am besten passt. Papa, Mapa, Pama.....Mama kam für uns alle sofort nicht in Betracht. Er hat sich recht schnell für Papa entschieden. Und das, obwohl er erst fünf war als ich in Transition ging. Meine Tochter war 13 und für sie ging quasi eine Vaterrolle verloren. Deswegen ist es für sie sehr wichtig, sich wenigstens noch an das Wort Papa halten zu können. Aus diesem Grund würde ich meinen Kindern niemals vorschreiben, wie die mich zu nennen haben. Denn das finde ich das allerschlimmste, wenn Kinder unter den Befindlichkeiten ihrer Eltern leiden müssen - egal ob Trans* oder den vielen anderen Problemen, die in einer Familie auftreten können. Kinder sollen Kinder bleiben dürfen und sich nicht mit den Problemen der Eltern herumschlagen müssen.
queer.de | "Da ist die Tür" Kassel: Trans Mutter mit Kind aus Kindergarten geworfen - # 2
-
Maxine
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 297
- Registriert: Fr 30. Okt 2015, 17:09
- Geschlecht: weiblich
- Pronomen: sie
- Wohnort (Name): Neumünster
- Hat sich bedankt: 38 Mal
- Danksagung erhalten: 120 Mal
- Kontaktdaten:
Re: queer.de | "Da ist die Tür" Kassel: Trans Mutter mit Kind aus Kindergarten geworfen
-
sbsr
- registrierte BenutzerIn
- Beiträge: 1833
- Registriert: Mi 17. Aug 2016, 10:21
- Geschlecht: biologisch Mann
- Pronomen: Prinzessin
- Wohnort (Name): Niederbayern, LK Kelheim
- Hat sich bedankt: 17 Mal
- Danksagung erhalten: 96 Mal
- Kontaktdaten:
Re: queer.de | "Da ist die Tür" Kassel: Trans Mutter mit Kind aus Kindergarten geworfen
Was unterscheidet eine Frau mit XX Chromosomen und adoptiertem Kind dahingehend?Helga hat geschrieben: Do 5. Jan 2023, 21:02 Eine Transfrau kann Großmutter oder meinetwegen auch Stiefmutter sein, aber ganz bestimmt nicht Mutter. Sie hat das Kind gezeugt und nicht geboren.
Mutter genannt zu werden oder nicht ist einzig und allein ein Thema, das innerhalb der betroffenen Familie zu klären ist. Das von außen so pauschal abzusprechen finde ich anmaßend.
Entschuldigt die Abschweifung vom eigentlichen Thema, aber bei Kinder selbst bekommen usw. bin ich empfinflich.
LG, Svenja
Erinnerungen sind das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.
Erinnerungen sind das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.