Open Petition und die Gegnerinnen des "Selbstbestimmungsgesetzes" - # 2
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Marielle
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Re: Open Petition und die Gegnerinnen des "Selbstbestimmungsgesetzes"
Guten Tag zusammen,
ich bin etwas irritiert darüber, dass die hiesige Diskussion in Teilen hinter den Diskussionsstand der allermeisten derjenigen Menschen zurückfällt, die aktuell im Bundestag und den Ministerien mit der Sache befasst sind; sogar hinter den Stand der IMAG-Ergebnisse, der mittlerweile schon einige Jahre alt sind.
Andererseits beruhigt es mich ein wenig, dass dort, wo entschieden wird wie es wird, das grundlegende Problem nicht in Vergessenheit geraten ist. Es gibt eben nach wie vor keinen wissenschaftlich-medizinisch eindeutigen Marker für trans*. Das ist der Grund dafür, dass es um Selbstbestimmung gehen muss. Nicht um irgendjemandes Individualvorstellung von Geschlecht oder trans* sein.
Wer fordert, dass es eine 'Beschreibung der Berechtigten' gibt, muss eine Definition liefern können oder eine Definition durch andere in Kauf nehmen. Man muss dann sagen können was es ist, das Frauen und trans* Frauen zu Frauen macht und und Männer und trans* Männer zu Männern und Andere zu anderem. Oder man muss hinnehmen, das von anderen gesagt zu bekommen. Ich halte es für absolut falsch, für die kommende Gesetzgebung irgendeine Beschreibung oder Benennung der 'berechtigten Menschen' zu fordern. Diese Benennung, und sei es nur, dass im Gesetzestext steht, dass 'Transsexuelle' diese Erklärung abgeben dürfen, führt dazu, dass -wie beim 45b- wieder ein simples Ministerialrundschreiben mit der hausgemachten Definition eines rückständigen CxU-Staatssekretärs ausreicht, um für viele Betroffene die Tür einfach wieder zuzuschlagen. Das ist nicht das, wofür ich streite.
Ein Selbstbestimmungsgesetz ist keine "Gefahr für Frauen und Mädchen", wie es in dieser abstrusen Petion behauptet wird. Eine Gefahr für Menschen -ja, auch und grade für Frauen und Mädchen, aber eben auch für trans* Personen, sind übergriffige Ar...... ; egal welchen Geschlechts. Die werden aber nicht mehr und auch nicht schlimmer, wenn man Menschen, die auch heute noch unter gesellschaftlichen Normen, Erwartungen und Zuweisungen, d.h. unter Fremdbestimmungen leiden, die rechtliche Selbsbestimmung über ihren Geschlechtseintrag zugesteht, sie damit respektiert und erheblichen Druck von ihnen nimmt.
Habt es gut, macht es besser
Marielle
Btw: Es laufen auch immer noch (sehr wenige) Leute aus der Community rum, die behaupten für die Betroffenen zu sprechen, aber quasi die Restauration des TSG auf den Stand von 1981 fordern, weil sie Trans*(sexualität) nur in Verbindung mit der Ausschöpfung des vollen verfügbaren medizinischen Operationsarsenals als 'richtig' ansehen. Diese Holzköpfe erkennen nicht mal, dass ihre 'Definition' schon deswegen keine ist, weil sie vom jeweiligen Stand der medizinischen Möglichkeiten abhängig ist. Vor der ersten genitalangleichenden Operation hätte es demnach nämlich gar keine richtigen Transsexuellen gegeben. Aber sie laufen rum, bequatschen mit diesem Unfug auch MdBs, und verbreiten Verunsicherung. Vermutlich weil sie darin die Möglichkeit der Sich-Selbstversicherung sehen. Nach deren 'Definition' müssten einige hier ihre neuen Geburtsurkunden zurückgeben. Diese Leute sprechen nicht für die nach uns kommenden Betroffenen, sondern für sich selbst.
ich bin etwas irritiert darüber, dass die hiesige Diskussion in Teilen hinter den Diskussionsstand der allermeisten derjenigen Menschen zurückfällt, die aktuell im Bundestag und den Ministerien mit der Sache befasst sind; sogar hinter den Stand der IMAG-Ergebnisse, der mittlerweile schon einige Jahre alt sind.
Andererseits beruhigt es mich ein wenig, dass dort, wo entschieden wird wie es wird, das grundlegende Problem nicht in Vergessenheit geraten ist. Es gibt eben nach wie vor keinen wissenschaftlich-medizinisch eindeutigen Marker für trans*. Das ist der Grund dafür, dass es um Selbstbestimmung gehen muss. Nicht um irgendjemandes Individualvorstellung von Geschlecht oder trans* sein.
Wer fordert, dass es eine 'Beschreibung der Berechtigten' gibt, muss eine Definition liefern können oder eine Definition durch andere in Kauf nehmen. Man muss dann sagen können was es ist, das Frauen und trans* Frauen zu Frauen macht und und Männer und trans* Männer zu Männern und Andere zu anderem. Oder man muss hinnehmen, das von anderen gesagt zu bekommen. Ich halte es für absolut falsch, für die kommende Gesetzgebung irgendeine Beschreibung oder Benennung der 'berechtigten Menschen' zu fordern. Diese Benennung, und sei es nur, dass im Gesetzestext steht, dass 'Transsexuelle' diese Erklärung abgeben dürfen, führt dazu, dass -wie beim 45b- wieder ein simples Ministerialrundschreiben mit der hausgemachten Definition eines rückständigen CxU-Staatssekretärs ausreicht, um für viele Betroffene die Tür einfach wieder zuzuschlagen. Das ist nicht das, wofür ich streite.
Ein Selbstbestimmungsgesetz ist keine "Gefahr für Frauen und Mädchen", wie es in dieser abstrusen Petion behauptet wird. Eine Gefahr für Menschen -ja, auch und grade für Frauen und Mädchen, aber eben auch für trans* Personen, sind übergriffige Ar...... ; egal welchen Geschlechts. Die werden aber nicht mehr und auch nicht schlimmer, wenn man Menschen, die auch heute noch unter gesellschaftlichen Normen, Erwartungen und Zuweisungen, d.h. unter Fremdbestimmungen leiden, die rechtliche Selbsbestimmung über ihren Geschlechtseintrag zugesteht, sie damit respektiert und erheblichen Druck von ihnen nimmt.
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Btw: Es laufen auch immer noch (sehr wenige) Leute aus der Community rum, die behaupten für die Betroffenen zu sprechen, aber quasi die Restauration des TSG auf den Stand von 1981 fordern, weil sie Trans*(sexualität) nur in Verbindung mit der Ausschöpfung des vollen verfügbaren medizinischen Operationsarsenals als 'richtig' ansehen. Diese Holzköpfe erkennen nicht mal, dass ihre 'Definition' schon deswegen keine ist, weil sie vom jeweiligen Stand der medizinischen Möglichkeiten abhängig ist. Vor der ersten genitalangleichenden Operation hätte es demnach nämlich gar keine richtigen Transsexuellen gegeben. Aber sie laufen rum, bequatschen mit diesem Unfug auch MdBs, und verbreiten Verunsicherung. Vermutlich weil sie darin die Möglichkeit der Sich-Selbstversicherung sehen. Nach deren 'Definition' müssten einige hier ihre neuen Geburtsurkunden zurückgeben. Diese Leute sprechen nicht für die nach uns kommenden Betroffenen, sondern für sich selbst.
As we go marching, marching, we bring the greater days
For the rising of the women, means the rising of the race
No more the drudge and idler ten that toil where one reposes
But the sharing of life's glories, Bread and Roses, Bread and Roses.
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Re: Open Petition und die Gegnerinnen des "Selbstbestimmungsgesetzes"
Moin,
für die Beschreibung der Berechtigung reicht die eigene Festlegung und Feststellung, dass wegen Transsexualität oder Intergeschlechtlichkeit/Intersexualität eine Änderung der Geburtsurkunde begehrt wird.Marielle hat geschrieben: Fr 29. Jul 2022, 11:19 für die kommende Gesetzgebung irgendeine Beschreibung oder Benennung der 'berechtigten Menschen' zu fordern.
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Re: Open Petition und die Gegnerinnen des "Selbstbestimmungsgesetzes"
Die Petition wurde inzwischen wegen Nichtbeachtung der Nutzungsbedingungen gesperrt.
Gründe:
https://www.openpetition.de/petition/on ... tzes-jetzt
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