Den Windows-Laptop, das Handy und das Tablet (beide Android) habe allesamt ich für sie eingerichtet, kenne also auch den Zugang. Ich gucke da aber ausschließlich auf ihren Wunsch rein, wenn sie irgendwelche technischen Probleme damit hat - und dann auch nur, um eben dieses Problem zu lösen.
Mein Android-Handy ist mit Fingerabdruck gesichert. Meine Frau ist darauf ebenfalls mit ihrem Finger angemeldet, am selben (einzigen) Account. Da es das einzige Mobilgerät mit Telefon-Flatrate in unserem Haus ist, benützt es Barbara auch öfters mal zu diesem Zweck. Ich habe darauf nichts extra verschlüsselt.
Meinen großen Desktop-Computer habe ich selber aufgebaut und getuned (übertaktet, wassergekühlt), um darauf Flugsimulationen und ambitionierte Bild- und Videobearbeitung zu machen. Barbara geht da nur ungern ran, weil ihr der mit der ganzen Peripherie zu kompliziert ist; nur sehr selten setzt sie sich da mal dran, um irgendwas besonders rechenintensives oder unsere gemeinsame Steuererklärung zu bearbeiten, oder um an dem großen 4k-Bildschirm in unseren alten Urlaubsfotos zu schmökern. Sie kennt zwar eigentlich das (von mir nie geänderte) Passwort, hat es aber längst wieder vergessen. Da ich diesen Rechner üblicherweise morgens hoch- und erst spätabends wieder runterfahre, kann sie sich auch einfach so dransetzen; ich habe nix dagegen, sofern ich ihn nicht gerade selber brauche. Natürlich habe ich da auch gewisse, spezielle Bilder und Geschichten aus dem Internet drauf, Kaufvorgänge bei Amazon, und Links zu diversen Foren wie crossdresser (alles unverschlüsselt) - aber danach hat sie in unseren 15 Jahren Ehe nie aktiv spioniert - und es immer diskret und unkommentiert weggeklickt, wenn sie mal per Zufall über sowas gestolpert ist.
Alles ganz easy und entspannt also, kein Misstrauen und auch keinerlei ernsthafter Grund dazu.
Ich habe aber auch Verständnis für Leute, bei denen das nicht so easy ist: mit meiner ersten Ehefrau wäre solche Offenheit gänzlich unmöglich gewesen. Gottseidank gab es damals noch keine Smartphones, und mein (heute historischer) Commodore-Computer, den ich damals schon hatte, hatte gerade mal 32 kByte (Kilo-, Nicht Giga-!

) Arbeitsspeicher: das langte noch nicht mal, um auch nur ein einziges Bild zu speichern und vernünftig darzustellen (komprimierte Bildformate gab's damals auch noch nicht). Internet gab's damals ebenfalls noch nicht. Ich hab halt auf dem Ding Programmieren gelernt: Basic, Pascal, FORTH, 6502-Assembler, LISP - das war damals ein sehr spezielles Hobby für an EDV-Technik Interessierte, für die heute üblichen Zwecke war das Teil noch nicht zu gebrauchen. Wenn das damals schon die heutigen Möglichkeiten geboten hätte, irgend etwas für eine eifersüchtige Frau möglicherweise Interessantes darin zu verstecken, dann hätte allein schon mein bloßer Besitz eines solchen Gerätes seitens meiner damaligen Frau zu Mord und Totschlag geführt
