Hey...
danke Nico und danke Malvine und auch vielen lieben Dank an die anderen die hier geschrieben haben.
Ich weiss nicht mit welchen Gedanken diese Person beseelt war die mir das angetan hat. Er hat mich
auch bei einem Ausflug auf das Heidelberger Schloss dort mit schlimmen Worten über die Brüstung gehalten.
Ich war da 5, 6 oder 7, ich weiss es nicht mehr genau und unter mir war nur Leere, was wohl auch
etwas mit der Höhenangst zu tun hat die ich heute noch habe.
Es war ein Bekannter meiner Eltern, nach dem Vorfall auf dem Schloss aber nicht mehr lange, weil meine Mutter
dann etwas erkannt hat.
Ich konnte und kann immer noch die Sache aufarbeiten, tatsächlich habe ich ja damit erst richtig letztes
Jahr in der Klinik angefangen. Eine Mitpatientin hat Übergriffe ihres Ex-Freundes erlebt und sie hat mir
gezeigt das es wichtig ist, darüber nachzuspüren, zu sprechen und auch zu verzeihen, wenn man sich selbst
nicht mehr schmutzig fühlen will.
Es gibt jetzt noch manche Tage an denen ich eine Stunde unter der Dusche stehe um den Geruch von mir
abzuwaschen. Dieser Geruch nach "altem Mann" den ich oft noch wahrnehme.
Deswegen stehe ich Männern nicht ablehnend gegenüber ganz und gar nicht. Das letzte was ich bin ist lesbisch
sein. Auch in meiner jetzigen Beziehung sind wir beide nicht lesbisch unsere Liebe findet auf einer anderen
Ebene statt, in einem stillen Versprechen immer füreinander da zu sein.
Und mein Lieblingsmensch lebt was mir gut tut eben die männliche Rolle. Eine zu weibliche Person an meiner Seite
könnte ich einfach nicht bei mir haben.
Liebe Jasmine,
den Eingangspost habe ich schon vor einer Weile geschrieben, weil mir klar war, das es im Zuge der Diskussion
über das Selbstbestimmungsgesetz mehr Übergriffe geben wird. Und ich habe wohl leider Recht behalten.
Das ich das Ganze anders oder differenzierter sehe hat viel damit zu tun, das es mal Zeiten gab wo die
Öffentlichkeit nicht so sehr involviert war und diese habe ich einfach als ruhiger empfunden.
Irgendwo fehlt mir einfach das Mittelmass bei der ganzen Sache.
Du darfst so sein wie du bist, dafür braucht es kein Gesetz nur offene Herzen und ich nehme wahr das sich viele
immer mehr verschliessen, auf ureigene Rechte und sonstiges pochen. Das ist einfach nur unschön.
Und ich bin mir sicher das, -bei allem Bedürfnis nach Selbstschutz, zu dem ich damals keine Chance hatte- Waffen nur
eines abbilden, das Recht des Stärkeren und das ist für mich ein schlechtes Signal.
Alles Liebe Marie

Fang an. Schritt für Schritt. Denn Mut wächst im Tun. Jeder kleine Schritt zählt – auch der unperfekte.