Eigene Badetage für trans* und inter* Menschen - klappt der Test in Nürnberg?
Eigene Badetage für trans* und inter* Menschen - klappt der Test in Nürnberg? - # 2

Karla
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Re: Eigene Badetage für trans* und inter* Menschen - klappt der Test in Nürnberg?

Post 16 im Thema

Beitrag von Karla »

@Wally:
Die Diskussionen u.a. hier im Forum zeigen ja, daß sich einige von uns NICHT ohne weiteres im Badeanzug ins Schwimmbad trauen.
Extra-Schwimmzeiten für Transgender sind hier hoffentlich für möglichst viele Zögernde der Einstieg - dafür sind die 4 Termine im Jahr wohl sinnvoll.
Auf Dauer sollten es dann die meisten schaffen, auch im regulären Badebetrieb mitzuschwimmen - in den restlichen 48 Wochen im Jahr!

Ich gebe zu:
Beim 1. Mal hatte ich auch Badehose UND Badeanzug eingepackt. Meine damalige Partnerin hat gepusht - eigentlich konnte ich nicht mehr zurück - und ich hatte Rückendeckung durch eine Gruppe.
Außerdem hatte ich hier durchs Forum Vorbilder, u.a. Nicole Doll. So habe ich die Hemmschwelle recht gut überwunden und gemerkt: es ist mir hier im Leuze in Stuttgart nix passiert.

Im nächsten Bad war ich auf dem 5m-Turm mit Badeanzug.

Allen, die sich bis jetzt noch nicht trauen, wünsche ich Hilfe beim 1. Mal.
Hier in der Stuttgarter Gegend bin ich da auch gerne dabei, wenn eine Hilfe braucht.

Falls es an passender Badekleidung fehlt: u.a. beim Versandhaus Bader.de sollte fast jede was finden bis Größe 54, teils auch 56.

LG Elly
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Re: Eigene Badetage für trans* und inter* Menschen - klappt der Test in Nürnberg?

Post 17 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,

ein Beitrag zum Thema von BR24
Schwimmen für alle: Transgender im Schwimmbad

https://www.br.de/nachrichten/bayern/sc ... ad,SiL1SBY

Gruß
Anne-Mette
Mirjam
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Re: Eigene Badetage für trans* und inter* Menschen - klappt der Test in Nürnberg?

Post 18 im Thema

Beitrag von Mirjam »

Anne-Mette hat geschrieben: Do 9. Sep 2021, 19:47 ein Beitrag zum Thema von BR24
Schwimmen für alle: Transgender im Schwimmbad

https://www.br.de/nachrichten/bayern/sc ... ad,SiL1SBY
Die Kommentare dazu machen ja nicht gerade Mut ... :?

Mirjam
Jasmine
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Re: Eigene Badetage für trans* und inter* Menschen - klappt der Test in Nürnberg?

Post 19 im Thema

Beitrag von Jasmine »

Wie froh bin ich, das ich den Regen und diverse Seen zum Schwimmen gehen nutzen kann. Die Kommentare unter dem Artikel sind schon Besorgnis erregend. Aber im Netz irgendwelche Kommentare zu hinterlassen ist ja ganz einfach. Wenn die Politik (Regierung) etwas mehr Interesse für Minderheiten zeigen würde, so denke ich wäre vieles einfacher. Wo ich schwimmen gehe, treffe ich größtenteils auf Akzeptanz. Dort gehen auch Familien oder nur Mütter mit kleineren Kindern oder Jugendliche schwimmen. Das in einer Großstadt diese Möglichkeiten beschränkt sind, glaube ich gerne.
Liebe Grüße Jasmine
Karla
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Re: Eigene Badetage für trans* und inter* Menschen - klappt der Test in Nürnberg?

Post 20 im Thema

Beitrag von Karla »

interessanter Artikel!
Für manche ist das "1. Mal" eine riesige Hürde, aber mit steigendem Selbstbewußtsein wird es normal: Zitate:

"Nicht alle Transpersonen fühlen sich aber im Schwimmbad unwohl. Sandra Wißgott, die 1. Vorsitzende von Trans-Ident e.V., ist sogar Rettungsschwimmerin bei der Wasserwacht."

"Schließlich würden Bäder eigentlich nie leer stehen, sondern auch zu Randzeiten genutzt — von Schulen, Vereinen oder Privatpersonen."

...eine von 6 Bahnen und eine Dusche könnten die auch mal abgeben, wenn man/frau vorher drüber redet!

"Keine Schulungsangebote für Mitarbeiter

Wäre es nicht sinnvoller, die Mitarbeiter zu schulen, um solche Unsicherheiten abzubauen? "Es gibt keine Schulungsangebote, auch nicht in den Bäderverbänden oder in den Berufsschulen, wo man dieses Berufsbild lernen kann", sagt Bach, der das bedauert: Man lerne gerne dazu.

Auch STRONG! würde Schulungen von Angestellten begrüßen. "Viele Geschädigte erhalten nach Vorfällen keine Unterstützung von den Angestellten; manchmal sind es sogar die Angestellten selbst, die diskriminieren." Denkbar sei auch, gemeinsame Frauen- oder Männerumkleiden aufzulösen — und Einzelkabinen zu schaffen, die von allen genutzt werden können."

...am schönsten finde ich es, wenn es auch eine Gemeinschaftsdusche gibt, wo sich Partner gegenseitig den Rücken schrubben können. Hier in Stuttgart-Bad Cannstatt gibt es ein - leider inzwischen für den Publikumsbetrieb geschlossenes - Bad mit 4 getrennten Duschen: Männer, Knaben, Mädchen, Frauen - könnte geändert werden in: boys only, girls only, mixed/family und queer!

noch 'ne Randbemerkung: mit Tankini kann (trans)-Frau oben "blankziehen" in der Dusche ("soll ich so zu den Jungs?"), Höschen bleibt pre-OP notfalls halt an.

LG Elly
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Re: Eigene Badetage für trans* und inter* Menschen - klappt der Test in Nürnberg?

Post 21 im Thema

Beitrag von ChristinaF »

Als nicht operierte Frau gehe ich nach dem Schwimmen gleich zur Umkleide oder dusche mich ohne die Badesachen auszuziehen ab. Somit ersprare ich mir von vorne weg dumme und plumpe oder auch böse Kommentare. Es ist zwar schlimm, dass frau sich darauf einlassen muss. Aber ändern wird sich wohl noch lange nichts.
LG Christina
Anne-Mette
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Re: Eigene Badetage für trans* und inter* Menschen - klappt der Test in Nürnberg?

Post 22 im Thema

Beitrag von Anne-Mette »

Moin,
Elizabeth hat geschrieben: Fr 10. Sep 2021, 03:04 ...eine von 6 Bahnen und eine Dusche könnten die auch mal abgeben, wenn man/frau vorher drüber redet!
ich habe für unseren Bereich im Norden bei einigen Schwimmbädern nachgefragt und durchaus Antworten bekommen, die Kooperationsbereitschaft zeigten.
Allerdings gibt es "hier oben" kaum einen dauerhaft bestehenden Bedarf.
Die meisten Betreiber von Schwimmbädern haben in ihre Antworten einfließen lassen: "...bisher wurde die Frage noch nie an uns herangetragen; aber wir werden uns gerne im Team der Mitarbeitenden mit dem Thema beschäftigen".
Es gab auch konkrete Vorschläge: Familienumkleide und Familiendusche benutzen.
Leider gibt es da manchmal Gerangel mit anderen, die die Räume benötigen.

In Städten oder Gebieten mit einer hohen Nutzerzahl könnte es durchaus lohnenswert sein, praktikable Lösungen zu erarbeiten.
Das Ausschließen anderer Nutzerinnen und Nutzer, auch nur für sehr begrenzte Zeiträume, ist sicherlich nur zu rechtfertigen, wenn das besondere Angebot sehr gut angenommen wird.
Allerdings: "Betroffene" müssen das auch wollen...

Dabei: das größte "Problem" sind sicherlich die Begegnungen beim Umkleiden und beim Duschen. Da könnte durch räumliche Umgestaltung UND RÜCKSICHTNAHME Abhilfe geschaffen werden.
Beim Schwimmen selbst sehe ich keine "Gefahren". In öffentlichen Einrichtungen wird halt auch "geschaut", ganz gleich, ob ich im Abendkleid in der Oper sitze oder im Badeanzug meine Bahnen schwimme.

Gruß
Anne-Mette
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