Nur der Anfang???
Nur der Anfang??? - # 2

Intergeschlechtliche Menschen, Crossdresser, Transgender, Transidente: Diskussionen über partnerschaftliche Aspekte, Rat und Tat für PartnerInnen und Familie
VanessaB
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Re: Nur der Anfang???

Post 16 im Thema

Beitrag von VanessaB »

Fuchs18 hat geschrieben: Do 10. Dez 2020, 15:21
Die Ehe mit meinem besten Freund ist zur Ehe mit meiner besten Freundin geworden. Und meine Chance auf ein Sexleben, das mich anspricht ist auf 0 geschrumpft.

Tja... Und was das heißt weiß ich nicht. Ich bin gar kein männermordendes Ungeheuer aber ich vermisse was.
Sorry, wenn ich da noch mal reingrätsche .... Glück ist ein Grundrecht und Sex hat nichts mit Liebe zu tun, genau so wenig, wie Ehe mit Liebe zusammengeworfen werden kann. Geschlecht - Liebe - Sexualität sind sicherlich gesellschaftlich und dadurch gefühlsmäßig miteinander verwoben, aber deswegen noch lange nicht eins. (Wieder mal: meine Meinung)
Es wird also Zeit, dass Du auch mal nach Deinen Bedürfnissen schaut, er ach seinen und Ihr nach Euren.

Namasté

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Patricia
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Re: Nur der Anfang???

Post 17 im Thema

Beitrag von Patricia »

Für mich war es am Ende die bessere Lösung, denn mir geht es so gut wie seit 10 Jahren nicht mehr.

Ich war eben nur nicht sicher ob er es Dir sagen konnte, ich weiss ja nicht mal ob er es so empfindet, aber es war das was ich empfand. Und wenn es Euch in irgendeiner Weise hilft, dann ist es gut so.


Ich drücke Euch beiden auch die Daumen liebe Katja.

LG
Patricia
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Re: Nur der Anfang???

Post 18 im Thema

Beitrag von Helga »

Hallo Katja,
Zunächst einmal herzlich willkommen im Forum!
Ich finde den immer wieder gezogenen Vergleich mit der Büchse der Pandora sehr unpassend. Wenn die Büchse der Pandora nicht geöffnet wird, bleibt das Unheil einfach drin und nichts passiert. So einfach ist das mit der Büchse, die wir mit uns rumtragen leider nicht. Mir erscheint der Vergleich mit einem Dampfkochtopf mit verklemmtem Ventil eigentlich passender. Kocht er weiter vor sich hin, explodiert er. Wird der Deckel unvorsichtig geöffnet, gibt es eine riesen Sauerei und es besteht Verletzungsgefahr. Wird der Deckel ganz vorsichtig geöffnet oder das Ventil gangbar gemacht kann der Druck entweichen, der Inhalt pegelt sich auf ein bestimmtes Niveau ein und nichts passiert.
Aus der Sicht eines Mannes, der 35 Jahre den Druck ausgehalten hat, kann ich dir bestätigen, dass ein nur zeitweises Ausleben der weiblichen Seite durchaus ausreichend sein kann. Das Niveau hat sich eingependelt. Wichtig ist das Wissen: Ich kann und ich darf, dann baut sich auch kein neuer Druck auf.
Wir wollen nicht zu tief in die Glaskugel schauen, alles kann, nichts muss.
Liebe Grüße
Helga
Was bin ich?- Zunächst einmal bin ich ein Mensch!
Meistens bin ich ein Mann.
Wenn mir danach ist bin ich eine Frau.
Ich muss mich nicht festlegen.
Michi
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Re: Nur der Anfang???

Post 19 im Thema

Beitrag von Michi »

Hallo Katja,

ich habe gerade erst deinen Vorstellungs-Thread gefunden. Da ich ein paar Tage anderweitig beschäftigt war, und nicht viel im Forum gelesen habe, kam ich zuerst auf den anderen Thread, in dem ich dir heute reagiert habe.

Dennoch möchte ich es nachholen, und dich herzlich im Forum begrüßen.


Liebe Grüße
Michi
Wenn dir jemand auf den Fuß tritt, schreist du "Aua" und erwartest eine Entschuldigung.
Mir treten andere dauernd auf die Füße und erwarten, dass ich mich dafür entschuldige, dass es mir weh tut.
Fuchs18
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Re: Nur der Anfang???

Post 20 im Thema

Beitrag von Fuchs18 »

Hallo zusammen,

ein paar Tage sind vergangen, viele Gespräche & Unmengen an Tränen später, bin ich etwas schlauer aber dennoch steht meine Welt Kopf.

Er/sie sieht sich als "Geschlechtswechsler", als Frau im Männerkörper. Er/Sie könnte sich vorstellen Hormone zu nehmen aber keine geschlechterangleichende OP vorzunehmen. Ich habe das in einem anderen Merkblatt unter einem anderen Begriff gelesen, aber das sind alles so viele Wörter, dass ich mir nicht alle merken kann (im Moment zumindest nicht).

Er/sie würde sich keinen neuen Namen geben. Es gibt wohl irgendwo einen Menschen der vorher ein männlicher und nun ein weiblicher Konrad sei. Quasi die Konrad. Das findet er gut. Er/sie ist begeistert von den positiven Beispielen, wo die Anerkennung des Geschlechterwechsels geklappt hat.

Er/sie würde es gern unseren Söhnen erzählen. Ich habe da aber interveniert. Wenn ich ihn/sie frage, wo er mit sich selbst hin möchte, was er sich von mir und ihm/ihr erwartet, kann er mir nicht antworten. Er/Sie hat keinen Plan. 2 Pubertieren zu sagen "ich bin zwar euer Vater, fühle mich aber mehr als Frau, ihr könnt mich aber nix dazu fragen, weil ich selbst noch keine Antworten habe" finde ich als unverantwortlich. Da muss ich als Mutter einfach das Wohl der Kinder voran stellen. Das hat er/sie dann eingesehen.

Ich habe eine Internetseite gefunden für Transmenschen in Thüringen und eine Beratungsstelle in der nöchstgrößeren Stadt, knapp 1.5 Std Fahrzeit von uns. Ich hoffe, ich erhoffe mir nicht zu viel. Aber er/sie wünscht sich jemanden zum Reden um sich klarer zu werden. Aber niemanden, der ihn/sie zu einer Geschlechterangleichung überredet. Das kann er(sie sich wie gesagt nicht vorstellen.

Was mein größtest Problem war, war auch, mit niemanden drüber sprechen zu können. Die PNs mit Stine haben mir unglaublich geholfen. Aber mit fehlte ein "realer" Mensch, mit dem ich das bei einem Glas Wein oder so einfach mal komplett "auskotzen" kann. Wir haben uns nun darauf geeinigt, dass ich es einer meiner besten Freundinnen erzählen kann. Seine und ihre Berühungspunkte sind minimal und ich vertraue ihr maximal. Er schlug mir vor es ihr zu erzöhlen. Das war auch wieder gut und schlecht in einem. Ich bin begeistert, es teilen zu können. Aber diese Erlaubnis es familienfremden Personen sagen zu können, macht es noch realer.

Die Tränen, die ich geweint habe, sind zumeist Tränen um meinen Mann. Ich fühle mich als würde ich eine Trennung durchmachen. Das habe ich ihm/ihr auch alles so gesagt und er/sie vertseht mich. Der Mann, den er mir 17 Jahre vorspielte, der existiert von jetzt auf gleich nicht mehr. Je mehr Zeit fortschreitet, desto deutlicher wird das. Viele Dinge, die er früher gesagt hat, sagt sie heute nicht mehr. Dinge, die er früher doof fand (weil er meinte, als Mann müsse man die doof finden) findet sie heute prima. Sie ist begeistert vom Backen, Putzen und Kleidung. Alles was ich dazu sagen konnte war "Meine Güte, warum hast du mich all das in den letzten 17 Jahren allein machen lassen? Es wäre mir eine Erleichterung gewesen, wenn du wenigstens einen Teil davon schon eher gemacht hättest." Antwort "Ich konnte nicht, ich dachte das sei unmännlich." Toll. ich hasse backen und bei uns gabs immer nur eine Art von Kuchen, die die schnell geht und die ich kann. Oder Kauf-Kuchen. Seit 2 Wochen haben wir zu Hause die tollsten Torten... ähhhh ?!Wieso? Es gibt doch Unmengen an Konditoren und Bäckern, Friseuren und Nähern. So viele Männer in angeblich reinen Frauenberufen. Und so viele Frauen in angeblich reinen Männerberufen. Sein/Ihr Schubladendenken hat genau so viel zu dieser Situation beigetragen, wie das der anderen (inkl. meinem). Hätte er von Anfang an gebacken, gekocht und geputzt, müsste ich mich heute nicht tausend mal fragen "wer steht da in meiner Küche?!". Er/sie, wäre heute nicht ganz so der fremde Mensch, das fremde Wesen.

Gestern Abend im Bett hat er sich überlegt, wo er mehr Rezepte her bekommt. Ich sagte, er solle Yvonne fragen (eine Frau mit der er in einer Klasse war und mit der wir immer noch weitläufig gut bekannt sind). "Das kann ich nicht!" sagt er/sie. "Wieso?" frag ich "Sie hat millarden Rezepte und ihr Leben besteht auch Kochen und Backen." Er überlegt so und sagt: "Das macht Mann nicht." ... Ich glaub der Weg ist noch lang, wenn es schon an solchen Kleinigkeiten hapert.

Naja.

Worin ich schon ganz gut bin ? Ich nannte ihn/sie sonst liebevoll "Blödmann". Wir haben das jetzt auf "Blödi" geändert und seit eins zwei Tagen kommt mir das ganz gut über die Lippen :lol:

Beziehungstechnisch sind wir uns einig, dass ich ihn auf jeden Fall begleite und unterstütze, egal was wird. Aber es ist nach 17 Jahren Versteckspiel auch klar, dass wir jetzt endlich fair einander gegenüber sein wollen/müssen -> und ich habe verdeutlicht, dass er/sie nicht für mich die Entscheidung übernehmen kann, was ich kann und was ich nicht kann. Wenn ich nicht mehr als seine/ihre Ehefrau mitmachen kann, dann zumindest als seine/ihre Freundin. Mal sehen wann der Punkt kommt und ob er überhaupt kommt. Vielleicht lerne ich ja auch dazu, wer weiß. Das kann ich heute noch nicht sagen.

So, das war ein langer Montag-Morgen-Post.
Kommt gut in und durch die Woche.

liebe Grüße

Katja
Zuletzt geändert von Fuchs18 am Mo 14. Dez 2020, 08:29, insgesamt 2-mal geändert.
Frieda
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Re: Nur der Anfang???

Post 21 im Thema

Beitrag von Frieda »

Es ist schön von dir zu lesen liebe Katja❣️👍

Namaste 🙏
•Liebe & Mitgefühl sind die höchsten Formen von Intelligenz.
•Du musst selbst zu der Veränderung werden, die du in der Welt sehen willst. Mahatma Gandhi
•Irgendwo ist Jemand glücklich mit weniger als du hast!

*Wer mag, ich bin gerne da mit 💖,👂und📝*
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Re: Nur der Anfang???

Post 22 im Thema

Beitrag von Kathi87 »

Liebe Katja,

ich kann soviele von deine Worten nachvollziehen.

Als ich mich final für den Weg entschlossen habe, hat meine Frau mir viele dieser Gedanken auch offenbart und wir haben viel darüber geredet.

Es gibt keine Adhoc Lösung und meine Frau hat mir immer gesagt, ich begleite dich soweit ich es kann.
Wir haben immer wieder viel geredet und gestritten und geweint.
Dennoch sind wir nach über 3 Jahren immer noch zusammen und ich steuere langsam aber sicher auf die letzte Op zu. Ich würde sogar sagen unsere Ehe hat sich komplett neu gefunden.

Ich denke so wie ich mich neu kennen lernen musste, musste es meine Frau auch. Sie hatte mir genau das gleiche gesagt, ich habe ihr den Ehemann weg genommen, mittlerweile hat sie es verstanden das dieser Mensch einfach ein Teil von meinem Wesen ist und das ich mich sehr zum positiven verändert habe(kein wunsch denken, ihre Aussage)

Ich würde deine Partnerin auf die Aussagen die sie jetzt trifft nicht fest nageln, sie steht am Anfang und der Weg ist lang und beschwerlich, wer weiß wie sie sich später entscheidet. Für mich war die GaOp am Anfang nicht wirklich relevant, nach dem ich angekommen bin, ist es unausweichlich. Das soll dir keine Angst machen, nur Zeigen das es sich noch ändern kann. Erst recht da sie selbst noch gar nicht weiß wo die Reise hinführt.

Es ist wichtig das du dich jemanden anvertrauen kannst, es gibt nichts Schlimmeres alleine mit seinen Gedanken zu stehen, genauso sollte es deine Partnerin, vielleicht auch über Kontakte hier über das Forum, shg sind ja derweilen doch ein wenig schwerer.

Und richtig gut finde ich das du erstmal gesagt hast das sie sich über sich selbst informieren muss, bevor es die Kinder wissen, klar eure Kinder haben ein recht darauf, aber gerade bei den beiden müsst ihr auf allerhand Fragen gefasst sein und vorbereitet sein.

Wo ich schmunzeln musste, das sie jetzt die ganzen Dinge macht auf die du weniger Lust hast bzw die dich entlasten, es gibt immer etwas gutes in allem und das sollte man sehen und nicht immer nur das negative und belastenden und ich hoffe das sie dabei bleibt. Es gibt ganz viele tolle Rezepte im Internet ;)

Ich drück euch die Daumen, das ihr einen Weg findet der für euch alle lebbar ist.

Bleibt gesund
Katharina
Es ist besser, für das was man ist, gehasst,
Als für das, was man nicht ist, geliebt zu werden.
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Re: Nur der Anfang???

Post 23 im Thema

Beitrag von ExuseIn-2021-01-31 »

Vielleicht hilft diese Aussage "Manche Wege erfordern den Gang durch ein langes Tor". So ein Gang macht einem oft Angst weil man nicht weiss was auf dem Weg sich alles ändert. Es erfordert schon etwas Mut und Vertrauen. Es kann das beste sein was man gemacht hat. Vor dem Tor zu warten und ewig zu zögern ist oft die schlechtere Entscheidung, man bleibt ewig gefangen in seinen Ängsten, Sorgen, Gefühlen, Zweifeln. Manchmal ist der Gang durch ein langes Tor sogar spannend auch wenn man nie weiss was sich darin alles ändert. Es könnte sogar besser werden als man denkt, oft erfindet man sich darin auch neu, entdeckt vieles neues was zuvor unmöglich erschien. Mir persönlich hat diese Denkweise in einigen Dingen sehr geholfen, ich wäre heute nicht da wo ich jetzt bin und nicht dieser Mensch der ich jetzt bin, ich wäre immer noch Gefangener meiner Selbst wenn ich vor Angst vor dem Tor stehen geblieben wäre.

LG Kathy
Jaddy
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Re: Nur der Anfang???

Post 24 im Thema

Beitrag von Jaddy »

Wow, ihr reist ja mit warp speed durchs Genderverse. So heftig es auch klingt scheint ihr aber besser dran zu sein als je zuvor. Nur mein Eindruck aufgrund deiner Zeilen.

Was mir noch auffällt: Die starke Prägung auf Erwartungen anderer. Du hast es Schubladendenken genannt. Ich denke, dass ist anerzogen und prägt auch stark das binäre Denken. Motto: Es gibt nur Männchen und Weibchen und wenn ein das eine nicht ist, dann eben 100% das andere.

So funktionieren reale Menschen häufig nicht. Bzw. nur sehr wenige. Die meisten kommen einigermassen zurecht, weil sie sich Freiheiten ausserhalb strikter Gendernormen erobern oder ihre Gefühle (über)kompensieren, und die das Glück haben, nicht in restriktiven Umgebungen zu leben.

Ich denke an recht viele Menschen, denen diese strikte Einteilung als Kindern eingebläut wurde, weil sie damals schon nicht ganz konform zu zugeschriebenen und erwarteten Gender waren. Der einzige Weg zu Liebe und Geborgenheit ist dann, diese externen Regeln zu internalisieren und zu performen. Der Druck und die ständige Selbstbeobachtung können immens sein.

Das ist im konkreten Fall bei deinem Partnerwesen natürlich nur Küchenpsychologie. Trotzdem ein Gedanke, der mir beim Punkt Name behalten gekommen ist: Es ist vielleicht nicht alles schlecht, falsch und unpassend an ens männlicher Vergangenheit. Vielleicht ist 100% Frau dann auch nicht die beste Lösung, wobei die binäre Prägung sehr im Weg stehen könnte.

Ich war ja auch immer unzufrieden mit den Zuschreibungen und Erwartungen. Ständig diese "Du als Mann musst / darfst / kannst / sollst (nicht)" fühlten sich falsch an, weil es von mir "als Mann" erwartet wurde. Nicht weil ich es kann oder will oder es situativ sinnvoll wäre. Andersrum hab ich auch "als Frau" probiert. Da kamen dann andere Zuschreibungen und Erwartungen, und zusätzlich "Aber als Frau musst du dann auch dies und darfst aber nicht jenes". War auch total falsch für mich.

Meine Interessen und Abneigungen waren nie eindeutig binär, sondern bunt gemischt, wurden aber nie einfach so akzeptiert (ausser von meinem Bunny). Es hat 52 Jahre gedauert, bis ich begriffen habe, dass "nicht-binär" nicht nichts ist, sondern eine eigene stabile Existenz im Genderverse ist. Mich hat das ungeheuer befreit, weil ich alle Einordnungen und Zwangsläufigkeiten abwehren kann - aber leider auch muss, weil die meisten Menschen da draussen das Konzept ebensowenig kennen, wie ich damals, aber es auch nicht so fühlen wie ich.

Aber vielleicht ist das eine Idee oder gedankliche Landmarke für dein Partnerwesen. Ein muss nicht "Frau sein", wenn "Mann sein" nicht passt. Persönliche Wege sind möglich und können im Detail gestaltet werden, was Namen, Pronomen, Klamotten, Tätigkeiten und Körper angeht. Manches ist nicht ganz so einfach, aber ihr seid ja erstens intelligent und zweitens zu zweit.

Mein Bunny und ich haben das auch in Rekordzeit bewältigt. Okay, kinky waren wir schon immer, gegenderte Aufgaben haben wir immer irgendwie zwischen und verteilt und Crossdressing mache ich seit fast 20 Jahren, aber von der Neuverortung "nicht-binär" / Enby über Personenstand "divers", Hormonumstellung bis zur OP im Juli waren es auch nur knapp 3 Jahre.

Das muss nicht alles und auch nicht so schnell. Eile mit Weile, gründlich drüber nachdenken, Druck vom Kessel nehmen, keine "jetzt und für immer" Entscheidungen erzwingen, ausprobieren, beobachten. Und ja: tauscht euch mit anderen aus und bewertet für euch selbst. Es gibt nur einen richtigen Weg und das ist der persönliche, nicht das was andere machen :)
Fuchs18
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Re: Nur der Anfang???

Post 25 im Thema

Beitrag von Fuchs18 »

Sowas in der Richtung hat er auch gesagt. Es warum muss es 100 % Frau sein, wenn es nicht Mann ist.

Das war dann, wie du schon so schön festgehalten hast, mein Problem. Weil - nix binär. 1 und 0 haut hier nicht hin.

Deshalb weiß ich eben auch nicht, wie ich das gebacken kriege. (oh, schon wieder Kuchen 😂)

Aber nicht ganz Mann aber nicht ganz Frau ermöglicht mir auch zu sagen - ich komme mit dir als du klar.

Klingt vielleicht verrückt. Wenn ich auf 0 stehe und 0 Mann ist aber nicht auf Frau und Frau 1 ist, dann komm ich ja vielleicht mit 0.8 auch klar 😂

Ach fragt mich nicht.

Ist das alles ein Sch... 😅

Mein Kopf hat sich in ein Karusell verwandelt... Ich bin glaub ich immer noch überfordert aber zumindest ist mein Galgenhumor wieder da...
Zuletzt geändert von Fuchs18 am Mo 14. Dez 2020, 14:59, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Nur der Anfang???

Post 26 im Thema

Beitrag von ExuseIn-2021-01-31 »

Ja, Galgenhumor ist immer ein guter Anfang (smili)

Bei (nichtoperierten) Transfrauen ist es ähnlich... ich stehe auf Cis-Frauen und was machen die dann mit mir...? Oder was mache ich mit einer anderen Transfrau? Da geht 0 oder 1 überhaupt nicht...egal für wen. Da muss ich auch mit einer Kommazahl rechnen... (smili)

LG Kathy
Michaela Smile
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Re: Nur der Anfang???

Post 27 im Thema

Beitrag von Michaela Smile »

Fuchs18 hat geschrieben: Mo 14. Dez 2020, 14:55 Klingt vielleicht verrückt. Wenn ich auf 0 stehe und 0 Mann ist aber nicht auf Frau und Frau 1 ist, dann komm ich ja vielleicht mit 0.8 auch klar
Hallo Katja,
weißt du was, das ist eine der besten Definitionen die ich bisher gehört habe (ap) (ap) (ap)

Mir gehts nämlich ebenso, dass ich mich nie einordnen konnte. mit den gängigen Becshreibungen , Erklärungen konnte ich nix anfangen. aber jetzt..... Ich bin eine Nachkommestelle - YEAH
einfach und effektiv erklärt. zumindest für mich,

D A N K E !

Grüßle
die MIcha
Michaela
--------------------------------------------------------------------------
bunt ist das dasein......und granatenstark!
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Re: Nur der Anfang???

Post 28 im Thema

Beitrag von Fuchs18 »

Michaela Smile hat geschrieben: Mo 14. Dez 2020, 17:11
Fuchs18 hat geschrieben: Mo 14. Dez 2020, 14:55 Klingt vielleicht verrückt. Wenn ich auf 0 stehe und 0 Mann ist aber nicht auf Frau und Frau 1 ist, dann komm ich ja vielleicht mit 0.8 auch klar
Hallo Katja,
weißt du was, das ist eine der besten Definitionen die ich bisher gehört habe (ap) (ap) (ap)

Mir gehts nämlich ebenso, dass ich mich nie einordnen konnte. mit den gängigen Becshreibungen , Erklärungen konnte ich nix anfangen. aber jetzt..... Ich bin eine Nachkommestelle - YEAH
einfach und effektiv erklärt. zumindest für mich,

D A N K E !

Grüßle
die MIcha
Bitte, gern geschehen 😂😂😂😂
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Re: Nur der Anfang???

Post 29 im Thema

Beitrag von Fuchs18 »

Leute, ich hatte den miesesten Nachmittag aller Zeiten. Ich bin noch total KO!!!

Komm von der Arbeit heim. Er hatte heut Urlaub. Und im Nebensatz er so "die Jungs kommen mit mir klar."

Was? Wieso? Er sollte doch erstmal in sich gehen und definieren, was er nicht beantworten kann.

Nein, er hat es ihne gesagt. Besser gesagt, ich vermute, um Zustimmung geheischt.

Angeblich hat er es getan, dass ich mich besser fühle! Häh??

Ich bin dermaßen ausgeflippt. DAS war genau GEGEN unsere Abmachung und gegen jede Vernunft. Ich stand so neben mir, ich glaub so vergessen hab ich mich noch nie.

Er hat die Standpauke seines Lebens bekommen und HINTERHER verstanden wie bescheuert das war. Dann tat es ihm leid und nun hab ich genau das was ich nicht wollte.

Vor allen Dingen hat er ihnen sogar noch gesagt, ich hätte Probleme mit ihm. Wasssss? Ich meine stimmt, aber er hat 0 an die Kinder gedacht. Was die sich dann wohl denken und zusammen reimen.

Vor allem waren es kaum 3 Sätze. Er zu den Kindern "meinst du, du kommst damit klar" kind "joa" - > fertig.

HALLOOOOOOO!!!

Wiesoooooo? Wie blöd kann man sein?

Nehmts mir nicht für übel aber meine Kinder stehe über allem. Wir müssen ihnen einen sicheren Rahmen geben. Nicht sie ihm. Natürlich haben die "ja" gesagt. Was bitte hätten sie denn sonst sagen sollen?

Ich bin hinterher - so aufgekratzt wie ich war - ins Einzelgespräch mit jedem. Ja geh mal mit nem 14 und nem 16 Jägrigen ins Einzel bei einem Thema, dass sie nicht hören wollen. Es war ihnen hoch unangenehm. Es war schlimm.

Ich komm ja schon schwer klar. Ich hab 0 Ahnung was beide grad durchmachen.

Ich kann jetzt nur beobachten und kitten, was zu kitten ist und kucken ob einer Anzeichen für Probleme zeigt.

Ich bin so fertig mit der Welt.
Echt.
Ich will den Sch... nicht.
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Re: Nur der Anfang???

Post 30 im Thema

Beitrag von Momo58 »

Hi Fuchs18,

Ich finde es klasse wie du deine Wut raus lassen kannst. Ihr hattet eine Abmachung und er begeht einen Vertrauensbruch. SCHEI*E nochmal. So etwas ärgert mich.

Sorry, wenn er unbedingt eine Frau sein will, dann sollte es sein männliches Ego ablegen, seinen männlichen Stolz über Bord werfen und verdammt nochmal anerkennen, was du fühlst und er sollte mal darauf achten, in welcher innerer Zerrissenheit du gerade steckst. Das hat er einfach zu akzeptieren.

Besser wäre es gewesen, wenn ihr beide gemeinsam mit euren Kindern gesprochen hättet. Gerade bei Jugendlichen ist es schwieriger wie bei kleinen Kindern. Bin gespannt, wie die Kinder langfristig damit nun umgehen.

Sorry, das Verhalten deines Partners ist unverantwortlich und feige. Bitte entschuldige meine Art, aber da platzt mir einfach der Kragen. Ich fühle mit dir.

Liebe Grüße
Manuela
Wir alle sind nur ein unbedeutendes Staubkorn im Universum
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