Liebe Bea, ich danke dir für diesen Thread
In meinem Leben hat sich das Thema Trans in den letzten anderthalb Jahren viel mehr ausgebreitet. Die Transwelt ist mir durch meinen besten Freund nicht vollkommen fremd gewesen, aber durch Michi "fesselt(e?)" mich speziell das Thema Crossdresser nun doch viel mehr. Ich hatte anfangs einen riesen Antrieb neues Wissen um dieses Thema in mich aufzusaugen. Dieses Forum hier schenkte mir die Möglichkeit mich hoch und runter durch die unterschiedlichsten Themen zu lesen. Trotz das Michi&ich stetig und oft sehr Kraft- und Zeitintensiv an unserem gemeinsamen neuen Leben arbeiteten, wurde mein Interesse am Forum hier nicht weniger, im Gegenteil. Wenn ich meine freie Zeit für mich fand, verbrachte ich sie fast nur noch hier. Die Gier hier zu lesen, hier erfahren zu wollen wuchs und wuchs. Und ich wollte es so sehr, und ich fühlte mich nie schlecht damit! Michi&ich redeten über Themen von hier, tauschten uns aus und ich entdeckte dadurch auch weitere Facetten und Feinheiten meiner Michi. Alles super, ich suhlte mich während dieser Zeit darin und ich ahnte nicht mal ansatzweise, was da (ungesehen) für eine Lawine auf mich zurollt.
Und dann gab es irgendwann immer wieder Momente, wo ich anfing "Neues" in mir (mit Tränen im Anschlag) zu fühlen... Verlust, Leere, Angst, Unzufriedenheit, Wut, Traurigkeit, Unruhe.
Ich fing an zu realisieren, wie sich in mir, in meinem Denken, in meinem Tun (ich meine, meine morgendlichen Stunden für mich selbst) das Trans-Thema sich immer mehr ausbreitete. Trans wurde in mir zu einer Lawine, die anfing mein Ich, zuzuschütten. Als mir das bewusst wurde, wurde ich feinfühliger, dünnhäutiger, sensibler, trauriger, unzufriedener und vielleicht auch ungerecht(?... ich weiß es nicht

).
Ich selbst war dabei meine Welt, das Wesen was mich ausmacht(e!?), das Wesen das meine Michi kennen und lieben gelernt hat, zu töten.
Ich wurde sehr nachdenklich. Ich dachte an Michi und an euch hier, an das ungeoutet sein (

Sry kann ich das so nennen?). Ich weiß es nicht, aber ich vermute das ich anfing evtl ein bisschen nachempfinden zu können, wie es sich womöglich anfühlen kann, wenn man sein eigenes Ich zurückstellt, man sich selbst nach Außen nicht zeigt, nicht lebt.
Mir wurde klar, ich vermisse meine Bücher, ich vermisse die Kontemplationen über MEINE Themen

Ich vermisste "meine Autoren" bei denen ich mich wohl fühle, mich verstanden fühle. Ich vermisse mein Lernen in meinen Themen, die so gar nix mit Trans zu tun haben
Michi sagte letztens einen Satz zu mir, der noch in mir arbeitet. "Warum sollte das Forum für dich wichtiger sein, es ist doch nicht dein Thema!?"
[... eigentlich würde ich meine Gedanken zu diesem Thema, dass mich seit Wooochen beschäftigt, noch gerne tiefer hier nieder schreiben, aber die aktuelle Situation im Forum lenkt meine Gedanken und mein Inerres zu sehr ab... ]
Ich muss oft an Vicky's Worte denken.. so schwer wie es mir auch fällt, aber vielleicht ist für mich ernsthaft die Zeit gekommen hier in eurem Hafen für andere Schiffe Platz zu machen.
Diese Gemeinschaft hier, IHR ALLE habt meiner wundervollen Michi ein zu Hause gegeben, als Sie mit sich selbst nur alleine war. Ihr habt Sie mit all Ihren Ecken und Kanten akzeptiert, Ihr geholfen sich selbst noch besser finden und verstehen zu können. Ihr seid Ihr ein Hoffnungsschimmer an grauen Tagen gewesen.
ICH DANKE EUCH EHRLICHEN HERZENS DAFÜR


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Von Zeit zu Zeit sich zurückziehen in das Haus unserer Seele, schweigen, ausruhen, ganz für sich sein. Die Seelenfenster vom Staub des Alltags befreien, an verschlossenen Türen rütteln, sich selbst auf den Grund gehen.
Und dann hinaus treten in die Sonne...DA BIN ICH WIEDER (nur wo, weiß ich noch nicht


)
Namaste
PS:

mein


•Liebe & Mitgefühl sind die höchsten Formen von Intelligenz.
•Du musst selbst zu der Veränderung werden, die du in der Welt sehen willst. Mahatma Gandhi
•Irgendwo ist Jemand glücklich mit weniger als du hast!
*Wer mag, ich bin gerne da mit 💖,👂und📝*