Welche Wertigkeit hat Trans* für Euch?
Welche Wertigkeit hat Trans* für Euch? - # 2

Lebensplanung, Standorte
Bea Magdalena
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Re: Welche Wertigkeit hat Trans* für Euch?

Post 16 im Thema

Beitrag von Bea Magdalena »

Momo58 hat geschrieben: Mi 18. Dez 2019, 12:17 Für mich braucht Trans* keine Wertigkeit.Was bedeutet Trans*? Es bedeutet, dass andere Menschen meinen männlichen Körper sehen, aber mein im Gehirn stattfindendes weibliches Geschlecht nicht erkennen können.
Hallo Momo,

Dankeschön,
kurz und prägnant 👍

Lieben Gruß
Bea
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und werde bedauerlicherweise auch nie eine Frau (100%) werden können.
Aber: ich fühle mich als Simulation einer Frau und dabei bin ich mega glücklich!
Jasmine
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Re: Welche Wertigkeit hat Trans* für Euch?

Post 17 im Thema

Beitrag von Jasmine »

Bea Magdalena hat geschrieben: Mi 18. Dez 2019, 08:22 .................
Darf ich Dich so interpretieren, dass nach Trans* Familie und Liebe für Dich sehr wichtig sind?
...............................
Es ist eigentlich alles wichtig für mich, schon allein weil eigentlich alles ineinander übergreift.
Liebe Grüße Jasmine
Aria
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Re: Welche Wertigkeit hat Trans* für Euch?

Post 18 im Thema

Beitrag von Aria »

Ich mache es kurz. Die Wertigkeit/Wichtigkeit von Trans* hängt vom erlebten Druck ab. Ist der klein, sieht man sich nicht dazu bewogen etwas zu ändern.
Man fragt sich z.B. ob man mal einen Termin beim Psy machen sollte. Ist der Druck - der z.B. durch das anstrengende Doppelleben ausgelöst wird - gross genug,kümmert man sich um einen Termin. Ist er klein, schiebt man das auf die lange Bank. Und so geht das dann Schritt um Schritt - oder eben nicht.
¡no lamento nada!
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Re: Welche Wertigkeit hat Trans* für Euch?

Post 19 im Thema

Beitrag von Kathi87 »

Liebe Bea,

für mich heißt wertigkeit= Stellung. Am Anfang meiner Reise war das Thema Trans sehr präsent und hatte eine sehr hohe Stellung in meinem Leben.
Die neuen Erfahrungen und die tausenden Gedanken, Ängste und Aufgaben haben mich nicht in Ruhe gelassen so das sie viel Zeit in Anspruch genommen haben.
Meine Frau meinte zu der Zeit das ich keinen Platz mehr für was anderes hatte und war nur noch mit mir beschäftigt.
Ein Jahr später, ist das Thema Trans immer noch da, aber jetzt wo vieles läuft oder in die Wege geleitet ist rückt es weiter in den Hintergrund. Ich habe wieder Kapazitäten für meine Familie und auch im Beruf habe ich den Kopf freier, nur die 1000 Termine binden noch sehr viel Zeit.

Ich hoffe ich habe das richtig verstanden.

Liebe Grüße
Kathi
Es ist besser, für das was man ist, gehasst,
Als für das, was man nicht ist, geliebt zu werden.
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Re: Welche Wertigkeit hat Trans* für Euch?

Post 20 im Thema

Beitrag von Bea Magdalena »

Carry hat geschrieben: Mi 18. Dez 2019, 12:22 Wenn ich jetzt aber nur von mir ausgehe, dann könnte ich auch wunderbar darauf verzichten, also bitte nicht falsch verstehen, ich akzeptiere sein Crossdressen ja und natürlich unterstütze ich meinen Liebsten in Allem, was er tut - ich liebe ihn ja, aber für mich persönlich hat Trans*-Sein gar keine "Wertigkeit" - ich muss, bzw. will es akzeptieren und soweit mir möglich, auch verstehen und unterstützen - könnte aber natürlich auch prima ohne leben.
Hallo Carry,

ich verstehe Dich nicht falsch, so ähnlich könnte es meine liebe Frau auch gesagt haben. Ich kann das ganz gut nachvollziehen.
Carry hat geschrieben: Mi 18. Dez 2019, 12:22
- wir sind gesund, wir lieben uns, wir haben immer einen vollen Kühlschrank und ein sehr schönes Dach über dem Kopf, wir haben Arbeit und können uns schöne Urlaube gönnen, alle, die wir lieben, sind weitgehend gesund und wir haben derzeit keine großartigen Sorgen um irgendwas - DAS ist es, was für mich und auch meinen Partner wirklich wichtig ist!
...keine großartigen Sorgen haben, das beschreibt doch auch, dass alles gut läuft, so soll es sein.

Carry hat geschrieben: Mi 18. Dez 2019, 12:22
Wenn ich mir natürlich vorstelle, wenn jemand transsexuell o.ä. ist, wenn der Leidensdruck ein ganz anderer ist, kann ich mir schon vorstellen, dass es für andere natürlich ebenso "existentiell" ist - für uns aber ist es das nicht.
auch das ist für mich gut vorstellbar, dass der Leidensdruck zum Gesundheitsrisiko wird, vermutlich gar nicht so selten?

Lieben Dank für Deine Antwort, wünsche Euch beiden alles Gute
und viele Grüße
Bea
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Re: Welche Wertigkeit hat Trans* für Euch?

Post 21 im Thema

Beitrag von Bea Magdalena »

Svetlana L hat geschrieben: Mi 18. Dez 2019, 14:24 Nachdem ich seit mittlerweile drei Jahren komplett geoutet bin, kann ich feststellen, dass das trans*-Sein an sich immer mehr in den Hintergrund tritt. Am Anfang - also noch weit vor dem Outing -, als alles noch neu und aufregend war, drehte sich fast alles nur um das Thema trans*. Das hat sich mittlerweile nahezu ins Gegenteil gedreht. Natürlich bleibt das immer ein Bestandteil meines Lebens und ich beschäftige mich ja auch beruflich damit, aber an Wichtigkeit, wenn man schon eine Prioritätenliste aufstellen muss, hat das stark verloren. Ich lebe halt mein Leben und bin nach wie vor froh, dass Frau und Kinder nicht schreiend davon gelaufen sind. Mir geht's gesundheitlich gut, ich führe eine tolle Ehe (übrigens mit der besten Ehefrau der Welt - schönen Gruß an Kishon), die Kinder sind groß und haben alle was aus ihrem Leben gemacht (soweit man das mit Ende 20/Anfang 30 sagen kann). Das sind die Dinge, die aus meiner Sicht viel, viel wichtig(er) sind.
Hallo Svetlana,

Dankeschön, für mich auch sehr interessant, dass der Stellenwert nicht konstant bleibt, sondern mit der eigenen Entwicklung variiert.
🙏

Liebe Grüße
Bea
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Re: Welche Wertigkeit hat Trans* für Euch?

Post 22 im Thema

Beitrag von Bea Magdalena »

Kathi87 hat geschrieben: Mi 18. Dez 2019, 20:26 Liebe Bea,

für mich heißt wertigkeit= Stellung. Am Anfang meiner Reise war das Thema Trans sehr präsent und hatte eine sehr hohe Stellung in meinem Leben.
Die neuen Erfahrungen und die tausenden Gedanken, Ängste und Aufgaben haben mich nicht in Ruhe gelassen so das sie viel Zeit in Anspruch genommen haben.
Meine Frau meinte zu der Zeit das ich keinen Platz mehr für was anderes hatte und war nur noch mit mir beschäftigt.
Ein Jahr später, ist das Thema Trans immer noch da, aber jetzt wo vieles läuft oder in die Wege geleitet ist rückt es weiter in den Hintergrund. Ich habe wieder Kapazitäten für meine Familie und auch im Beruf habe ich den Kopf freier, nur die 1000 Termine binden noch sehr viel Zeit.

Ich hoffe ich habe das richtig verstanden.

Liebe Grüße
Kathi
Hallo Kathi,

Dankeschön für den kurzen Einblick über die Trans-Priorität während Deiner Entwicklung 😊
Meine Frage war zwar nicht direkt darauf gerichtet, aber ich finde die Antwort sehr gut und interessant!👍

Liebe Grüße zurück
Bea
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Re: Welche Wertigkeit hat Trans* für Euch?

Post 23 im Thema

Beitrag von Joe95 »

Bea Magdalena hat geschrieben: Mi 18. Dez 2019, 18:54 Nach einem Wert, z.B. im Sinne von "wieviel Geld ist das wert" oder so ähnlich hab ich nicht gemeint.
Einen Wert wie Geld habe ich auch nicht gemeint.
Wie könnte ich das rechnen?
Aber auch andere Werte. Mit Gesundheit habe ich es ja schon gleich gestellt.
Familie?
Lebensqualität?

Ich denke alles zusammen gehört zur Lebensqualität.
Wertsachen, Gesundheit, Familie, soziales Umfeld, all das gehört zusammen und pendelt sich irgendwo aus.

Wenn ich so drüber nachdenke trifft es mein Satz sehr gut, Wert bekommt eine der Komponenten erst in dem Moment, in dem sie fehlt.

Nicht der Wert oder eine Wertstellung zählt, sondern der Leidensdruck, den das fehlen einer Komponente erzeugt.
Kann ich meine Miete nicht bezahlen konzentriere ich mich aufs Geld verdienen, alles andere rückt in den Hintergrund.
Bin ich krank bleibe ich vllt. im Bett, vermisse ich meine Familie kümmere ich mich mehr darum. Einen Mann darstellen, wie ich es auf der Arbeit muss, kann ich auch nur begrenzt.
Andererseits riskiere ich meine Gesundheit wenn ich zu viel arbeite, bei unternehmungen mit der Familie unvorsichtig bin usw. Ich schränke mein trans* ein um zu arbeiten, vielleicht sogar um Bekannte oder Familie zu entlasten oder belaste sie in dem ich mein trans* auslebe.

Ich habe also keine Wertstellung, da die Wertigkeit der Komponenten, die mein Leben ausmachen, ständig schwankt.
Es ergibt sich wohl aus meiner Persönlichkeit wie das optimale Gleichgewicht aller Komponenten bei mir aussieht.
In diesem Zustand würde ich wohl keiner der Komponenten einen Wert zuweisen, da mir ja nichts fehlt und ich mir um nix Gedanken machen muss.

Ein extrem seltener Zustand.
Sei vorsichtig mit deinen Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen.
Natürlich ist das wahr, es steht doch im Internet!

Du hast ne Frage, brauchst Rat oder Hilfe?
Ohren verleih ich nicht, aber anschreiben darfst du mich jederzeit...
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Re: Welche Wertigkeit hat Trans* für Euch?

Post 24 im Thema

Beitrag von Bea Magdalena »

Hallo Joe,

dankeschön, jetzt verstehe ich, wie Du die Wertigkeit gemeint hast. 😊

Liebe Grüße
Bea
ich bin keine Frau, leider
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Re: Welche Wertigkeit hat Trans* für Euch?

Post 25 im Thema

Beitrag von Anja »

Moinsen (moin)
Svetlana L hat geschrieben: Mi 18. Dez 2019, 14:24 Nachdem ich seit mittlerweile drei Jahren komplett geoutet bin, kann ich feststellen, dass das trans*-Sein an sich immer mehr in den Hintergrund tritt.
Sehe ich auch so. Während in meinem Leben als Mann ich mich quasi ständig mit meinem Geschlecht auseinandergesetzt hab ist das in meinem Leben als Frau völlig in den Hintergrund getreten.
Jetzt spielt es im Alltag keine Rolle mehr, weil die Diskrepanz nicht mehr da ist.

Grüße
die Anja
Fällt der Apfel weit vom Stamm, kommt wenigstens mal Sonne dran!
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Re: Welche Wertigkeit hat Trans* für Euch?

Post 26 im Thema

Beitrag von Frieda »

Liebe Bea, ich danke dir für diesen Thread❣️

In meinem Leben hat sich das Thema Trans in den letzten anderthalb Jahren viel mehr ausgebreitet. Die Transwelt ist mir durch meinen besten Freund nicht vollkommen fremd gewesen, aber durch Michi "fesselt(e?)" mich speziell das Thema Crossdresser nun doch viel mehr. Ich hatte anfangs einen riesen Antrieb neues Wissen um dieses Thema in mich aufzusaugen. Dieses Forum hier schenkte mir die Möglichkeit mich hoch und runter durch die unterschiedlichsten Themen zu lesen. Trotz das Michi&ich stetig und oft sehr Kraft- und Zeitintensiv an unserem gemeinsamen neuen Leben arbeiteten, wurde mein Interesse am Forum hier nicht weniger, im Gegenteil. Wenn ich meine freie Zeit für mich fand, verbrachte ich sie fast nur noch hier. Die Gier hier zu lesen, hier erfahren zu wollen wuchs und wuchs. Und ich wollte es so sehr, und ich fühlte mich nie schlecht damit! Michi&ich redeten über Themen von hier, tauschten uns aus und ich entdeckte dadurch auch weitere Facetten und Feinheiten meiner Michi. Alles super, ich suhlte mich während dieser Zeit darin und ich ahnte nicht mal ansatzweise, was da (ungesehen) für eine Lawine auf mich zurollt.

Und dann gab es irgendwann immer wieder Momente, wo ich anfing "Neues" in mir (mit Tränen im Anschlag) zu fühlen... Verlust, Leere, Angst, Unzufriedenheit, Wut, Traurigkeit, Unruhe.
Ich fing an zu realisieren, wie sich in mir, in meinem Denken, in meinem Tun (ich meine, meine morgendlichen Stunden für mich selbst) das Trans-Thema sich immer mehr ausbreitete. Trans wurde in mir zu einer Lawine, die anfing mein Ich, zuzuschütten. Als mir das bewusst wurde, wurde ich feinfühliger, dünnhäutiger, sensibler, trauriger, unzufriedener und vielleicht auch ungerecht(?... ich weiß es nicht🐭).
Ich selbst war dabei meine Welt, das Wesen was mich ausmacht(e!?), das Wesen das meine Michi kennen und lieben gelernt hat, zu töten.
Ich wurde sehr nachdenklich. Ich dachte an Michi und an euch hier, an das ungeoutet sein (🙈Sry kann ich das so nennen?). Ich weiß es nicht, aber ich vermute das ich anfing evtl ein bisschen nachempfinden zu können, wie es sich womöglich anfühlen kann, wenn man sein eigenes Ich zurückstellt, man sich selbst nach Außen nicht zeigt, nicht lebt.
Mir wurde klar, ich vermisse meine Bücher, ich vermisse die Kontemplationen über MEINE Themen❣️ Ich vermisste "meine Autoren" bei denen ich mich wohl fühle, mich verstanden fühle. Ich vermisse mein Lernen in meinen Themen, die so gar nix mit Trans zu tun haben❣️

Michi sagte letztens einen Satz zu mir, der noch in mir arbeitet. "Warum sollte das Forum für dich wichtiger sein, es ist doch nicht dein Thema!?"

[... eigentlich würde ich meine Gedanken zu diesem Thema, dass mich seit Wooochen beschäftigt, noch gerne tiefer hier nieder schreiben, aber die aktuelle Situation im Forum lenkt meine Gedanken und mein Inerres zu sehr ab... ]
Ich muss oft an Vicky's Worte denken.. so schwer wie es mir auch fällt, aber vielleicht ist für mich ernsthaft die Zeit gekommen hier in eurem Hafen für andere Schiffe Platz zu machen.
Diese Gemeinschaft hier, IHR ALLE habt meiner wundervollen Michi ein zu Hause gegeben, als Sie mit sich selbst nur alleine war. Ihr habt Sie mit all Ihren Ecken und Kanten akzeptiert, Ihr geholfen sich selbst noch besser finden und verstehen zu können. Ihr seid Ihr ein Hoffnungsschimmer an grauen Tagen gewesen.
ICH DANKE EUCH EHRLICHEN HERZENS DAFÜR ❣️🙏
______________________________________________
Von Zeit zu Zeit sich zurückziehen in das Haus unserer Seele, schweigen, ausruhen, ganz für sich sein. Die Seelenfenster vom Staub des Alltags befreien, an verschlossenen Türen rütteln, sich selbst auf den Grund gehen.
Und dann hinaus treten in die Sonne...DA BIN ICH WIEDER (nur wo, weiß ich noch nicht🧘"â™€ï¸🕉️)

Namaste 🙏


PS: 🤟mein❤️🍁
•Liebe & Mitgefühl sind die höchsten Formen von Intelligenz.
•Du musst selbst zu der Veränderung werden, die du in der Welt sehen willst. Mahatma Gandhi
•Irgendwo ist Jemand glücklich mit weniger als du hast!

*Wer mag, ich bin gerne da mit 💖,👂und📝*
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Re: Welche Wertigkeit hat Trans* für Euch?

Post 27 im Thema

Beitrag von Bea Magdalena »

ExuserIn-2019-12-19 hat geschrieben: Do 19. Dez 2019, 20:57 Liebe Bea, ich danke dir für diesen Thread❣️

In meinem Leben hat sich das Thema Trans in den letzten anderthalb Jahren viel mehr ausgebreitet. Die Transwelt ist mir durch meinen besten Freund nicht vollkommen fremd gewesen, aber durch Michi "fesselt(e?)" mich speziell das Thema Crossdresser nun doch viel mehr. Ich hatte anfangs einen riesen Antrieb neues Wissen um dieses Thema in mich aufzusaugen. Dieses Forum hier schenkte mir die Möglichkeit mich hoch und runter durch die unterschiedlichsten Themen zu lesen. Trotz das Michi&ich stetig und oft sehr Kraft- und Zeitintensiv an unserem gemeinsamen neuen Leben arbeiteten, wurde mein Interesse am Forum hier nicht weniger, im Gegenteil. Wenn ich meine freie Zeit für mich fand, verbrachte ich sie fast nur noch hier. Die Gier hier zu lesen, hier erfahren zu wollen wuchs und wuchs. Und ich wollte es so sehr, und ich fühlte mich nie schlecht damit! Michi&ich redeten über Themen von hier, tauschten uns aus und ich entdeckte dadurch auch weitere Facetten und Feinheiten meiner Michi. Alles super, ich suhlte mich während dieser Zeit darin und ich ahnte nicht mal ansatzweise, was da (ungesehen) für eine Lawine auf mich zurollt.

Und dann gab es irgendwann immer wieder Momente, wo ich anfing "Neues" in mir (mit Tränen im Anschlag) zu fühlen... Verlust, Leere, Angst, Unzufriedenheit, Wut, Traurigkeit, Unruhe.
Ich fing an zu realisieren, wie sich in mir, in meinem Denken, in meinem Tun (ich meine, meine morgendlichen Stunden für mich selbst) das Trans-Thema sich immer mehr ausbreitete. Trans wurde in mir zu einer Lawine, die anfing mein Ich, zuzuschütten. Als mir das bewusst wurde, wurde ich feinfühliger, dünnhäutiger, sensibler, trauriger, unzufriedener und vielleicht auch ungerecht(?... ich weiß es nicht🐭).
Ich selbst war dabei meine Welt, das Wesen was mich ausmacht(e!?), das Wesen das meine Michi kennen und lieben gelernt hat, zu töten.
Ich wurde sehr nachdenklich. Ich dachte an Michi und an euch hier, an das ungeoutet sein (🙈Sry kann ich das so nennen?). Ich weiß es nicht, aber ich vermute das ich anfing evtl ein bisschen nachempfinden zu können, wie es sich womöglich anfühlen kann, wenn man sein eigenes Ich zurückstellt, man sich selbst nach Außen nicht zeigt, nicht lebt.
Mir wurde klar, ich vermisse meine Bücher, ich vermisse die Kontemplationen über MEINE Themen❣️ Ich vermisste "meine Autoren" bei denen ich mich wohl fühle, mich verstanden fühle. Ich vermisse mein Lernen in meinen Themen, die so gar nix mit Trans zu tun haben❣️

Michi sagte letztens einen Satz zu mir, der noch in mir arbeitet. "Warum sollte das Forum für dich wichtiger sein, es ist doch nicht dein Thema!?"

[... eigentlich würde ich meine Gedanken zu diesem Thema, dass mich seit Wooochen beschäftigt, noch gerne tiefer hier nieder schreiben, aber die aktuelle Situation im Forum lenkt meine Gedanken und mein Inerres zu sehr ab... ]
Ich muss oft an Vicky's Worte denken.. so schwer wie es mir auch fällt, aber vielleicht ist für mich ernsthaft die Zeit gekommen hier in eurem Hafen für andere Schiffe Platz zu machen.
Diese Gemeinschaft hier, IHR ALLE habt meiner wundervollen Michi ein zu Hause gegeben, als Sie mit sich selbst nur alleine war. Ihr habt Sie mit all Ihren Ecken und Kanten akzeptiert, Ihr geholfen sich selbst noch besser finden und verstehen zu können. Ihr seid Ihr ein Hoffnungsschimmer an grauen Tagen gewesen.
ICH DANKE EUCH EHRLICHEN HERZENS DAFÜR ❣️🙏
______________________________________________
Von Zeit zu Zeit sich zurückziehen in das Haus unserer Seele, schweigen, ausruhen, ganz für sich sein. Die Seelenfenster vom Staub des Alltags befreien, an verschlossenen Türen rütteln, sich selbst auf den Grund gehen.
Und dann hinaus treten in die Sonne...DA BIN ICH WIEDER (nur wo, weiß ich noch nicht🧘"â™€ï¸🕉️)

Namaste 🙏


PS: 🤟mein❤️🍁
Liebe Frieda,

ich freue mich über jeden Post, ganz besonders aber über Posts von Partnerinnen. Ihr seid hier auch vergleichsweise wenige.

Dies ist Dein (vorerst?) letzter Post hier im Forum, ich lese ihn u.a. als Abschiedspost.🙏
Leider 😔😔😔

Vielen lieben Dank dafür, Deine Motivation für das Thema Trans* uns offenzulegen.
Der Anlass, "riesiges Wissen in Dich aufsaugen zu wollen" war, Du hast Deine Michi kennen gelernt.
Der Antrieb, Dich in der Intensität, mit Trans* zu beschäftigen, war Deine Liebe zu Michi.

Liebe ist bedingungslos, Du hast uns gezeigt, wie sehr Du Dich in Deiner Liebe Michis Hauptthema (in meiner Wahrnehmung Hauptthema, nicht nur Thema) hingegeben hast. 👍🙏🙏🙏
So sehr, dass Du darüber Dich und Deine Themen und Gewohnheiten ganz und gar vergessen hast. 🙏🙏🙏

Deine Bücher, Deine Kontemplationen und Dein Meditieren sind aber genauso wichtig!
Dein Rückzug aus dem Forum schmerzt mich sehr, ich vermisse Deine oft tiefsinnigen Posts, aber in mir regt sich die Hoffnung, dass Du gerade durch diesen Rückzug aus dem Forum die für Dich so notwendigen Freiräume für die Themen Deines Lebens wieder findest❣und das wünsche ich Dir von Herzen ❣

Wünsche Dir und Deiner Michi, Euch beiden mit Eurer Familie von ganzem ❤ alles Liebe und Gute für Eure gemeinsame Zukunft❣❣

...und durch Deine Michi wirst Du uns nicht ganz verloren gehen 😊
vielleicht lesen wir Dich auch persönlich wieder, ich glaube, nicht nur ich würde mich sehr darüber freuen.🤗

Namaste 🙏🙏🙏
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und werde bedauerlicherweise auch nie eine Frau (100%) werden können.
Aber: ich fühle mich als Simulation einer Frau und dabei bin ich mega glücklich!
Ulrike-Marisa
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Re: Welche Wertigkeit hat Trans* für Euch?

Post 28 im Thema

Beitrag von Ulrike-Marisa »

Moin,

...ganz kurz gesagt, es bestimmt heute mein Leben, nein es ist mein Leben. und meine Vergangenheit vergesse ich nicht.

Grüße, Ulrike-Marisa :wink:
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