Das ist von Amazon, Suimiki hieß die Marke, die Qualität ist aber so lala.. könnte ein bisschen länger sein, ist zwar L aber mit 1,90m bin ich etwas großsbsr hat geschrieben: Mi 23. Okt 2019, 16:06 Das rote Kleid wäre auch mein Favorit, Schnitt und Stoff sind perfekt um gleich vier biologische Konstruktionsfehler auf einmal zu kaschieren. Steht Dir wirklich hervorragend.
Darf ich fragen, wo das her ist?
Heute das erste Mal mein anderes "ich" gewesen? - # 2
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Alina_
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Re: Heute das erste Mal mein anderes "ich" gewesen?
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Re: Heute das erste Mal mein anderes "ich" gewesen?
Du bist ein bildhübsches Mädchen Alina 
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Helga
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Re: Heute das erste Mal mein anderes "ich" gewesen?
Hallo Alina,
alle Achtung! Für das erste Mal schon sehr beachtlich.
Ich sah mit meinem ersten Schminkversuch nit halb so gut aus, fand es trotzdem unbeschreiblich.
Ich würde die Haare wie auf dem ersten Bild tragen, verdeckt die Kinnpartie etwas.
Das die Kleider meist zu kurz sind habe ich auch mit 180cm schon festgestellt. Bei deinen Beinen spielt das aber nicht so die Rolle.
Am besten sofort nach dem Duschen rasieren wenn Haut und Haare noch aufgeweicht sind. Ich finde Gel angenehmer als Schaum. Zunächst normale Rasur mit Dreiklingen- Rasierer, danach lasse ich eine zweite Rasur mit Fünfklingen- Rasierer und Rasieroel folgen. Anders als unsere Väter es uns wohlmeinend beigebracht haben erfolgt die zweite Rasur gegen den Strich, solange bis sich kein Schmirgelpapier mehr ertasten lässt. Bartschatten gibt's trotzdem. Aber da hilft Camouflage.
Liebe Grüße
Helga
alle Achtung! Für das erste Mal schon sehr beachtlich.
Ich sah mit meinem ersten Schminkversuch nit halb so gut aus, fand es trotzdem unbeschreiblich.
Ich würde die Haare wie auf dem ersten Bild tragen, verdeckt die Kinnpartie etwas.
Das die Kleider meist zu kurz sind habe ich auch mit 180cm schon festgestellt. Bei deinen Beinen spielt das aber nicht so die Rolle.
Am besten sofort nach dem Duschen rasieren wenn Haut und Haare noch aufgeweicht sind. Ich finde Gel angenehmer als Schaum. Zunächst normale Rasur mit Dreiklingen- Rasierer, danach lasse ich eine zweite Rasur mit Fünfklingen- Rasierer und Rasieroel folgen. Anders als unsere Väter es uns wohlmeinend beigebracht haben erfolgt die zweite Rasur gegen den Strich, solange bis sich kein Schmirgelpapier mehr ertasten lässt. Bartschatten gibt's trotzdem. Aber da hilft Camouflage.
Liebe Grüße
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Was bin ich?- Zunächst einmal bin ich ein Mensch!
Meistens bin ich ein Mann.
Wenn mir danach ist bin ich eine Frau.
Ich muss mich nicht festlegen.
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Re: Heute das erste Mal mein anderes "ich" gewesen?
Deswegen sage ich es ja. Ich habe es an meinen Fotos gesehen, die ich über die Jahre von mir gemacht habe. Je mehr ich mir nahe fühlte, um so besser wurden die Fotos. Aber auf Fotos kommt es ja nicht an. Gestern Nachmittag habe ich spontan eine Shoppingtour en femme im Lagerverkauf von Heine gemacht. Ungeschminkt, mit natürlichem Haar (ohne frisiert zu sein) und die letzte Rasur war am Morgen. Innerlich war ich völlig entspannt. Fazit: ich konnte mich als Frau unter Frauen fühlen, denn es hat niemand interessiert.Nicole Doll hat geschrieben: Mi 23. Okt 2019, 16:15 Das ist jetzt leicht gesagt. Bei mir ist das mit dem Outing noch nicht so lange her wie bei Vicky. Vor allem wenn es das erste Mal in die Öffentlichkeit geht, ist da diese Angst sofort als Mann erkannt zu werden.
Es kommt darauf an, dass man sich "richtig" fühlt. Natürlich braucht es dafür Übung, denn die innere Anspannung lässt erst mit der Zeit nach. Aber es ist nach meiner Erfahrung die beste Methode für ein Passing. Ich weiß, dass ich gelegentlich Objekt der Betrachtung bin. Ich habe auch schon verzogene Gesichter gesehen. Aber soll nicht mein Problem sein. Ich bin überzeugt, dass man damit weiter kommt als mit jeder Camouflage, Perücke und weiblichen Attitüden. Natürlich kann man das machen und am Anfang ist es vielleicht auch richtig, um ein besseres Selbstbewusstsein zu entwickeln. Aber es läuft auf ein Versteckspiel hinaus. Und genau das will ich ja nicht.
Mir geht es nicht darum, etwas vorzuschreiben. Mir geht es darum, etwas von der Spannweite zu zeigen, die uns offen steht. Wie ich heute auftreten kann, habe ich mir vor ein paar Jahren bestenfalls erträumt. Und nein, Vicky ist keine Heldin, sie hatte (und hat) die gleichen Ängste, wie die meisten hier. Ich habe nur meine Träume, bin neugierig und probiere Dinge aus, wenn nichts dramatisches passieren kann. Aber das hilft mir, neue Wege für mich zu finden.
Viele Grüße
Vicky
Respekt ist nicht teilbar.
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Re: Heute das erste Mal mein anderes "ich" gewesen?
Hi zusammen,
es hat sich einiges in den letzten Tagen getan...
Seit diesem Tag wird mir immer mehr bewusst, dass das nicht nur ein Teil von mir ist. Dass ich das, was tief in mir ist nicht mehr unterdrücken und überspielen kann. Ich zweifele immer mehr an dem, was ich zurzeit bin. Ich kam einfach nicht mehr klar, es fehlen so viele Erklärungen.. Alles in meiner Vergangenheit war wie ein Schleier, ich habe so viele Gedanken verdrängt und mir alles ausgeredet, mir Lösungen für Probleme gesucht, die eigentlich keine waren. Mich verstellt, mich angepasst, mich belogen. (Seid mir bitte nicht böse, wenn ich das nicht konkret ausführen möchte, es ist einfach sehr persönlich.)
Dann stand ich an dem Punkt, wo ich nicht weiß, was ich eigentlich will und brach innerlich zusammen.. Tiefpunkt... das war am Freitag.. Am Samstag konnte ich mich dann voll ausleben (leider nur Zuhause). Da war ich mir sicher, etwas stimmte in meinem Leben nicht. Ich konnte nicht mehr und hab es am Tag danach meiner Mutter erzählt. ALLES. Von Anfang an bis jetzt. Ich konnte mich mit Gewissheit als CD outen, aber habe ich auch gesagt, das ich da mehr empfinde, eine gewissen Zufriedenheit. Sie war überrascht, aber nicht schockiert. Sie meint: Ich hatte es ihr früher sagen müssen
. Sonst hat sie es gut aufnommen und will mir helfen, so gut es geht. Schlussendlich brauch ich auch Hilfe, die ich mir mit ihr zusammen suchen werden. Ich weiß einige von euch werden mir sagen, dass ich noch nicht so weit bin, aber da täuscht ihr euch. Das geht nämlich schon länger so, dass ich meine Rolle als Mann anzweifel und in meiner Phatasie und Träumen immer gerne ein Mädchen gewesen wäre.
Für mich geht es jetzt bergauf, ich erkenne jetzt langsam wieder was früher war, schreibe jede Errinnerung auf, die mir einfällt. Lege mir eine Struktur an. Ich versuche mich ab jetzt so zu geben, wie ich mich wohl fühle, egal was andere denken. Natürlich nicht provokant. Ich achte auf das Passing als Mann im öffentlichem Alltag. Habe immer weniger Angst, in die andere Richtung zu gehen. Irgendwas scheint mir Kraft zu geben, mich weiterentwickeln zu wollen. Ob nun die Gespräche hier im Chat, oder meine kreisenden Gedanken. Ich will es einfach. Aber ich muss sicher sein, und das wird ein langer beschwerlicher Weg. Aber bei einem bin ich ziemlich sicher: ich will eine Entscheidung. Da bin ich zu perfektionistisch.
Falls es wen interessiert, nächster Schritt: Haare wieder langwachsen lassen (Perrücke ist mist
)
Viele Grüße
Alina
es hat sich einiges in den letzten Tagen getan...
Seit diesem Tag wird mir immer mehr bewusst, dass das nicht nur ein Teil von mir ist. Dass ich das, was tief in mir ist nicht mehr unterdrücken und überspielen kann. Ich zweifele immer mehr an dem, was ich zurzeit bin. Ich kam einfach nicht mehr klar, es fehlen so viele Erklärungen.. Alles in meiner Vergangenheit war wie ein Schleier, ich habe so viele Gedanken verdrängt und mir alles ausgeredet, mir Lösungen für Probleme gesucht, die eigentlich keine waren. Mich verstellt, mich angepasst, mich belogen. (Seid mir bitte nicht böse, wenn ich das nicht konkret ausführen möchte, es ist einfach sehr persönlich.)
Dann stand ich an dem Punkt, wo ich nicht weiß, was ich eigentlich will und brach innerlich zusammen.. Tiefpunkt... das war am Freitag.. Am Samstag konnte ich mich dann voll ausleben (leider nur Zuhause). Da war ich mir sicher, etwas stimmte in meinem Leben nicht. Ich konnte nicht mehr und hab es am Tag danach meiner Mutter erzählt. ALLES. Von Anfang an bis jetzt. Ich konnte mich mit Gewissheit als CD outen, aber habe ich auch gesagt, das ich da mehr empfinde, eine gewissen Zufriedenheit. Sie war überrascht, aber nicht schockiert. Sie meint: Ich hatte es ihr früher sagen müssen
Für mich geht es jetzt bergauf, ich erkenne jetzt langsam wieder was früher war, schreibe jede Errinnerung auf, die mir einfällt. Lege mir eine Struktur an. Ich versuche mich ab jetzt so zu geben, wie ich mich wohl fühle, egal was andere denken. Natürlich nicht provokant. Ich achte auf das Passing als Mann im öffentlichem Alltag. Habe immer weniger Angst, in die andere Richtung zu gehen. Irgendwas scheint mir Kraft zu geben, mich weiterentwickeln zu wollen. Ob nun die Gespräche hier im Chat, oder meine kreisenden Gedanken. Ich will es einfach. Aber ich muss sicher sein, und das wird ein langer beschwerlicher Weg. Aber bei einem bin ich ziemlich sicher: ich will eine Entscheidung. Da bin ich zu perfektionistisch.
Falls es wen interessiert, nächster Schritt: Haare wieder langwachsen lassen (Perrücke ist mist
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Re: Heute das erste Mal mein anderes "ich" gewesen?
Alina_ hat geschrieben: Mo 28. Okt 2019, 18:41 Falls es wen interessiert, nächster Schritt: Haare wieder langwachsen lassen (Perrücke ist mist )
[/Quote
Das war auch bei mir das erste.
Fühl dich einfach wohl bei dem was tust - hör auf deinen Bauch, der macht meist die beste Entscheidung.
Viel Glück auf deinem Weg
Lisa
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Re: Heute das erste Mal mein anderes "ich" gewesen?
Hallo, Alina,
da hast du das Mädchen in dir entdeckt, es in dir angenommen und willst es leben lassen. Wenn dabei nicht die Gefühle explodieren, wann denn sonst!
Ich glaube schon, dass diese Erkenntnis schon verdammt heftig sein muss. Dass du von deiner Mutter unterstützt wirst, ist ein Glücksfall. Doch was du m. E. noch mehr brauchst, sind Informationen und Beispiele anderer, die dir helfen herauszufinden, wo du hin willst und wie du da hin kommst. Haare wachsen lassen ist sicher ein Anfang, aber da hast du m. E. wohl noch mehr vor dir.
Schau weiter durch dies Forum durch. Lass dich weiter anregen von der Vielfalt, die du hier findest. Und schau, ob du in der Nähe einen Stammtisch oder Selbsthilfegruppe besuchen kannst. Die direkten Kontakte und Gspräche sind eine große Hilfe, zu dir selber zu finden und deinen eigenen Weg zu gehen. Und manchmal wachsen dort Freundschaften, die dich mit tragen.
Ich drücke dir die Daumen.
Liebe Grüße
Inga
da hast du das Mädchen in dir entdeckt, es in dir angenommen und willst es leben lassen. Wenn dabei nicht die Gefühle explodieren, wann denn sonst!
Ich glaube schon, dass diese Erkenntnis schon verdammt heftig sein muss. Dass du von deiner Mutter unterstützt wirst, ist ein Glücksfall. Doch was du m. E. noch mehr brauchst, sind Informationen und Beispiele anderer, die dir helfen herauszufinden, wo du hin willst und wie du da hin kommst. Haare wachsen lassen ist sicher ein Anfang, aber da hast du m. E. wohl noch mehr vor dir.
Schau weiter durch dies Forum durch. Lass dich weiter anregen von der Vielfalt, die du hier findest. Und schau, ob du in der Nähe einen Stammtisch oder Selbsthilfegruppe besuchen kannst. Die direkten Kontakte und Gspräche sind eine große Hilfe, zu dir selber zu finden und deinen eigenen Weg zu gehen. Und manchmal wachsen dort Freundschaften, die dich mit tragen.
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Re: Heute das erste Mal mein anderes "ich" gewesen?
Hallo Alina,Alina_ hat geschrieben: Mo 28. Okt 2019, 18:41 Ich versuche mich ab jetzt so zu geben, wie ich mich wohl fühle, egal was andere denken. Natürlich nicht provokant. Ich achte auf das Passing als Mann im öffentlichem Alltag.
Du bist jung und kannst Dein Leben noch mehr gestalten und formen, als andere hier. Und ich freue mich, dass Du für Dich einen Weg siehst, fühlst und beschreitest. Es wird auch Rückschläge geben und Zweifel ... Zerrissenheit, doch eben auch diese wunderschönen Momente, sogar Zeiten.
Die Frage der Anpassung seines ICH's an gesellschaftliche Normen und Normierungen wird auch ein Kernthema sein. Du sprichst in diesem Zusammenhang von "provokant" und ich verstehe gut, was Du meinst. Es ist aber wichtig zu sehen, dass nicht Du bestimmen kannst, was andere provokant empfinden. Sehr wohl aber, was für Dich notwenig ist, dass Du Dich wohl fühlst. Eines Tages wirst Du da an eine persönliche Grenze stoßen und ich finde es wichtig gerade in diesen Momenten bei sich zu sein und nicht bei den anderen. Aber dazu braucht es Mut und Kraft. Beides wünsche ich Dir genauso, wie viele gute und schöne Momente mit und in Dir.
Alles Liebe
Vanessa
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Re: Heute das erste Mal mein anderes "ich" gewesen?
Hallo Alina,
schön, dass Du eine Unterstützung in Deiner Mutter findest. Ich wünschte, ich hätte sie auch haben können. Erst mit der Zeit habe ich gemerkt, was mir da fehlt.
Dieses Eingeständnis hat mir gut getan. Ich kann jetzt viel leichter damit umgehen. Schön, dass Du auf diesem Weg früher angekommen bist. Was Du jetzt machst und wie Du damit umgehst, musst Du für Dich selber heraus finden. Manchmal wirst Du Dich auch vielleicht verrennen, aber das gehört dazu. Jemand sagte, es gibt keine Abkürzungen zu lohnenden Zielen. Du darfst Deine Sichtweise und Deine Handlungsweise auch immer wieder ändern. Du musst Dich nicht für etwas entscheiden und daran den Rest Deines Lebens hängen. Dinge ändern sich auch noch, wenn man auf die 60 zugeht, so wie ich. Ich finde das belebend und spannend.
Die einzige Person, die wichtig für Dich ist, bist Du selbst. Passe auf Dich auf und riskiere ewas, aber immer so, dass es für Dich passt.
Alles Gute dafür.
schön, dass Du eine Unterstützung in Deiner Mutter findest. Ich wünschte, ich hätte sie auch haben können. Erst mit der Zeit habe ich gemerkt, was mir da fehlt.
Ich finde es gut, dass Du Dich auf den Weg machst, egal wohin er Dich führt. Es ist Dein Weg und ich bin überzeugt, Du würdest es auf Dauer bedauern, ihn nicht gegangen zu sein. Wie beschwerlich er wird, wird die Zeit weisen. Keiner hat gesagt, dass es leicht ist. Aber aus Sicht der Älteren kann ich nur sagen, dass es für mich mit der Zeit gelassener geworden ist, ohne dass die Macht zum Weiblichen in mir kleiner geworden ist. Ich habe lange mit mir gerungen, um eine Lösung zu finden, die sowohl die traditionelle Sichtweise aus dem Äußeren mit meinem inneren in Übereinstimmung zu bringen wäre. Es ist mir letztlich nicht gelungen. War ich zu schwach, habe ich die falschen Mittel eingesetzt ? Ich weiß es nicht. In einem Gespräch mit meiner Frau sagte sie neulich, ich wolle meine weibliche Seite gar nicht aufgeben und es tat gut ihr zu antworten, dass ich das wirklich nicht mehr wolle.Alina_ hat geschrieben: Mo 28. Okt 2019, 18:41 Ich will es einfach. Aber ich muss sicher sein, und das wird ein langer beschwerlicher Weg. Aber bei einem bin ich ziemlich sicher: ich will eine Entscheidung
Dieses Eingeständnis hat mir gut getan. Ich kann jetzt viel leichter damit umgehen. Schön, dass Du auf diesem Weg früher angekommen bist. Was Du jetzt machst und wie Du damit umgehst, musst Du für Dich selber heraus finden. Manchmal wirst Du Dich auch vielleicht verrennen, aber das gehört dazu. Jemand sagte, es gibt keine Abkürzungen zu lohnenden Zielen. Du darfst Deine Sichtweise und Deine Handlungsweise auch immer wieder ändern. Du musst Dich nicht für etwas entscheiden und daran den Rest Deines Lebens hängen. Dinge ändern sich auch noch, wenn man auf die 60 zugeht, so wie ich. Ich finde das belebend und spannend.
Die einzige Person, die wichtig für Dich ist, bist Du selbst. Passe auf Dich auf und riskiere ewas, aber immer so, dass es für Dich passt.
Alles Gute dafür.
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Re: Heute das erste Mal mein anderes "ich" gewesen?
... und im Mann-Modus einfach hinten zusammen stecken - würde ich so machen, wenn es den Mann-Modus für mich noch gäbe.
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Re: Heute das erste Mal mein anderes "ich" gewesen?
Hi ihr!
es sind wieder ein paar Tage vergangen.. Mittlerweile fällt es mir immer schwerer in meiner Mannrolle zu bleiben. Ich merke wieder, dass meine Art sich zum ursprünglichen wendet, das tut im Privaten echt gut, nur im Alltag etwas anstrengend. Ich war bereits beim Hausarzt und habe meine eine Überweisung zum Psychotherapeuten geben lassen. Darauf hin sehr viel telefoniert und widererwarten jemanden bei mir der Stadt gefunden, die schon Ende November ein Erstgespräch mit mir führt
. Mein Bruder und seine Freundin sind mittlerweile auch eingeweiht. Dabei musste ich dann nochmal auf meine Mutter einreden, sie ist sich nun endlich bewusst, das mein Weg in die Richtung trans* geht
Heute mal wieder ein Tag mit meinem (wie ich mittlerweile weiß) richtigem Ich. Die Komfortzone Wohnung kann ich aber noch nicht verlassen... Auch weil ich für das Wetter im moment noch keine Klamotten habe
es sind wieder ein paar Tage vergangen.. Mittlerweile fällt es mir immer schwerer in meiner Mannrolle zu bleiben. Ich merke wieder, dass meine Art sich zum ursprünglichen wendet, das tut im Privaten echt gut, nur im Alltag etwas anstrengend. Ich war bereits beim Hausarzt und habe meine eine Überweisung zum Psychotherapeuten geben lassen. Darauf hin sehr viel telefoniert und widererwarten jemanden bei mir der Stadt gefunden, die schon Ende November ein Erstgespräch mit mir führt
Heute mal wieder ein Tag mit meinem (wie ich mittlerweile weiß) richtigem Ich. Die Komfortzone Wohnung kann ich aber noch nicht verlassen... Auch weil ich für das Wetter im moment noch keine Klamotten habe
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Re: Heute das erste Mal mein anderes "ich" gewesen?
Liebe Alina
Es geht ja richtig schnell mit dir vorwärts.
Wichtig ist eigentlich nur das du dich dabei wohlfühlst.
Du musst bei Dir sein.
Alles andere zählt nicht.
Rückschläge gibt es immer mal wieder.
Nicht entmutigen lassen ist wichtig.
Hinfallen aufstehen Krönchen richten weiter geht's
Lisa
Es geht ja richtig schnell mit dir vorwärts.
Wichtig ist eigentlich nur das du dich dabei wohlfühlst.
Du musst bei Dir sein.
Alles andere zählt nicht.
Rückschläge gibt es immer mal wieder.
Nicht entmutigen lassen ist wichtig.
Hinfallen aufstehen Krönchen richten weiter geht's
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Re: Heute das erste Mal mein anderes "ich" gewesen?
Da kommen bei mir Erinnerungen an den Herbst/Winter 2017 hoch. - Da stellte sich plötzlich die Frage: Was zieht frau überhaupt an, wenn es kalt und nass draußen ist? Neue Klamotten kann man ja kaufen. Aber welche brauche ich? Wie kalt wird es mit welcher Strumpfhose unter dem Rock? Oben herum funktioniert es ja schon mal mit einer warmen Jacke. Also habe ich die als erstes angeschafft. Und unten? - dicke Strumpfhose?, Leggings?, oder doch wieder eine (Damen-)Hose? Alles irgendwie schwierig!Alina_ hat geschrieben: Fr 8. Nov 2019, 12:43 .. Auch weil ich für das Wetter im moment noch keine Klamotten habe ..
Oder doch wieder zurück in den Mann-Modus?
LG Nicole
... Und so sah dann einer meiner ersten Versuche aus (die Schuh- oder Stiefel-Frage war noch nicht beantwortet
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Re: Heute das erste Mal mein anderes "ich" gewesen?
Huhu!
Alsoo... Es ist ziemlich viel passiert die letzte Zeit und ich möchte für die Leute, die es interessiert, mal bisschen was zusammenfassen:
Meine Crossdresserzeit ist vorbei. Für mich wurde klar, da ist mehr als nur das Interesse an weiblicher Kleidung. Ich musste mich durch meine Vergangenheit kämpfen und merkte schnell, dass ich einiges verdrängt habe. Es wurde mir immer bewusster, immer mehr Klarheit kam auf - die Mannrolle wird mir aufgezwungen, bzw. habe ich mir selbst aufgezwungen. Das Thema trans* habe ich total verdrängt, um das Leben irgendwie weiter leben zu können. Ich entwickelte eine Abneigung dagegen und die Angst vor Ablehnung war groß. Ich bereue einiges, aber ändern lässt sich nichts. Was zählt ist das hier und jetzt.
Nun...ein eigentlich ziemlich ungünstiger Zeitpunkt um über sowas nachzudenken, aber mein Leidensdruck war einfach enorm. Ich war kurz vor Ende meiner Ausbildung und hatte genug um die Ohren. Aber, was hätte ich schon zu verlieren? Ich bin erst 26, weiß mittlerweile wie das Leben läuft bzw. laufen kann, hab keine Kinder und bin nicht verheiratet oder sonstiges. Meine Freunde akzeptieren und respektieren es. Meine Eltern sind gespalten, meine Mutter findet es Ok und unterstützt mich, mein Vater ist nicht gerade begeistern und hat mir versucht alles auszureden. Mir egal, schließlich ist es MEIN Leben. Er wollte mich an sogar an einen, wie ich später erfuhr, regelrecht trans*feindlichen Pychiater schicken.
Mit etwas Glück startete ich dann im November 2019 meine Psychotherapie und meine Therapeutin ist sehr aufgeschlossen für das Thema trans*. Sie wusste schon, auf was sie schauen muss. Allerdings habe ich ihr gleich gesagt, dass ich mich schon entschieden habe. Im März bekam ich meine Indikation für die Hormonbehandelung und fuhr paar Tage später zu meinem ersten Endokrinologen Termin. Leider gehen hier in Mecklenburg-Vorpommern die Uhren langsamer und die Ärzte*innen verlangen überzogene Vorraussetzungen (z.B. mind. 1 Jahr Psychotherapie).. Nach endlos vielen Telefonaten hatte ich hier keine Lust mehr und suchte dann in Hamburg und Berlin. UND?! Wenige Tage später Termin in HH bekommen und Rezept in der Hand. Seit 3 Monaten bin ich nun in der HET und mir gehts besser als je zuvor. Jeglicher Zweifel, dass ich auf dem falschen Weg bin, ist weg. Für mich steht gerade das Outing auf Arbeit aus (mein Chef weiß aber schon länger Bescheid), da ich hier nach meiner Ausbildung auch übernommen werde und die Vornamens- und Personsstandänderung nach TSG.
Nach all dem hin und her, kann ich endlich meine Transition und das Frau-Sein (Na eher noch Mädchen
) in vollen Zügen genießen
. Ich fühle mich nicht mehr, als hätte ich gerade erst angefangen. Ich bin mittendrin. Und wenn ich zurückschaue, kann ich auch einige Veränderungen und Erfolge sehen. Mann/Junge? War ich nie.. vielleicht äußerlich, aber nur weil ich es musste..
Mal sehen, was die Zeit noch bringt
.
Liebe Grüße
Alina
Alsoo... Es ist ziemlich viel passiert die letzte Zeit und ich möchte für die Leute, die es interessiert, mal bisschen was zusammenfassen:
Meine Crossdresserzeit ist vorbei. Für mich wurde klar, da ist mehr als nur das Interesse an weiblicher Kleidung. Ich musste mich durch meine Vergangenheit kämpfen und merkte schnell, dass ich einiges verdrängt habe. Es wurde mir immer bewusster, immer mehr Klarheit kam auf - die Mannrolle wird mir aufgezwungen, bzw. habe ich mir selbst aufgezwungen. Das Thema trans* habe ich total verdrängt, um das Leben irgendwie weiter leben zu können. Ich entwickelte eine Abneigung dagegen und die Angst vor Ablehnung war groß. Ich bereue einiges, aber ändern lässt sich nichts. Was zählt ist das hier und jetzt.
Nun...ein eigentlich ziemlich ungünstiger Zeitpunkt um über sowas nachzudenken, aber mein Leidensdruck war einfach enorm. Ich war kurz vor Ende meiner Ausbildung und hatte genug um die Ohren. Aber, was hätte ich schon zu verlieren? Ich bin erst 26, weiß mittlerweile wie das Leben läuft bzw. laufen kann, hab keine Kinder und bin nicht verheiratet oder sonstiges. Meine Freunde akzeptieren und respektieren es. Meine Eltern sind gespalten, meine Mutter findet es Ok und unterstützt mich, mein Vater ist nicht gerade begeistern und hat mir versucht alles auszureden. Mir egal, schließlich ist es MEIN Leben. Er wollte mich an sogar an einen, wie ich später erfuhr, regelrecht trans*feindlichen Pychiater schicken.
Mit etwas Glück startete ich dann im November 2019 meine Psychotherapie und meine Therapeutin ist sehr aufgeschlossen für das Thema trans*. Sie wusste schon, auf was sie schauen muss. Allerdings habe ich ihr gleich gesagt, dass ich mich schon entschieden habe. Im März bekam ich meine Indikation für die Hormonbehandelung und fuhr paar Tage später zu meinem ersten Endokrinologen Termin. Leider gehen hier in Mecklenburg-Vorpommern die Uhren langsamer und die Ärzte*innen verlangen überzogene Vorraussetzungen (z.B. mind. 1 Jahr Psychotherapie).. Nach endlos vielen Telefonaten hatte ich hier keine Lust mehr und suchte dann in Hamburg und Berlin. UND?! Wenige Tage später Termin in HH bekommen und Rezept in der Hand. Seit 3 Monaten bin ich nun in der HET und mir gehts besser als je zuvor. Jeglicher Zweifel, dass ich auf dem falschen Weg bin, ist weg. Für mich steht gerade das Outing auf Arbeit aus (mein Chef weiß aber schon länger Bescheid), da ich hier nach meiner Ausbildung auch übernommen werde und die Vornamens- und Personsstandänderung nach TSG.
Nach all dem hin und her, kann ich endlich meine Transition und das Frau-Sein (Na eher noch Mädchen
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Re: Heute das erste Mal mein anderes "ich" gewesen?
Liebe Alina,
ich freue mich so unendlich für dich, das du deinen Weg gefunden hast.
Du wirst sehen es gibt da noch so vieles zu entdecken, und auch deine Gefühlswelt kommt in eine neue Dimension.
Viel Spaß auf deinem Weg.
Solltest du mal Gesprächsbedarf haben - meine Nummer hast du ja
Liebe Grüße
Lisa
ich freue mich so unendlich für dich, das du deinen Weg gefunden hast.
Du wirst sehen es gibt da noch so vieles zu entdecken, und auch deine Gefühlswelt kommt in eine neue Dimension.
Viel Spaß auf deinem Weg.
Solltest du mal Gesprächsbedarf haben - meine Nummer hast du ja
Liebe Grüße
Lisa
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